Hund knurrt mich an

  • Hallo...

    Ich habe eine Frage (wie so viele hier im Forum:|)

    Seit dem Tag an dem ich Argos geholt habe habe ich ein Problem das einfach nicht besser wird.

    Er ist jetzt fast 6 Monate alt und wie schon bei meiner Vorstellung geschrieben ein DSH-x- Herder - mix...

    Ich habe ihn ja schon im Alter von 6 Wochen bekommen ( was ich hier aber bitte nicht diskutierten möchte... hatte seine Gründe).

    Nun war es so, das ich ihm am Zweiten Tag etwas zu knabbern gegeben habe und als meine Hand in seine Nähe kam knurrte er und hat nach mir geschnappt.

    Ich habe dann das tolle Tauschspiel gespielt und alles war gut.

    Es dauerte gar nicht lange... anderes Kauleckerli... Gleiches Spiel.

    Zwischendurch immer wieder getauscht mit Spielzeug, Knochen usw.... alles super.

    Und so zieht sich dieses Verhalten bis jetzt hin.

    Wir ( mein Mann und ich) können ihm jedes Leckerli und jeden Knochen weg nehmen ohne das er es macht. Aber kommt man in die Nähe seines Unzerkiefers ist er mehr als ungehalten. Da es bei uns im Womi ja sehr eng ist kann man die Nähe nicht immer vermeiden.

    Allerdings hat er immer die Möglichkeit in seine Box zu gehen wenn er seine Ruhe haben will.

    Dieses Verhalten zeigt er bei uns beiden.

    Heute war es wieder mal so weit. Nach einem schönen Spaziergang in Schnee mit Ball - und Suchspielen und toben sind wir zurück und ich habe ihm einen Schinkenknochen gegeben.

    Damit lag er im Gang vor dem Kühlschrank und ich habe daneben gekniet und wollte eine Schublade öffnen. Ganz im Gedanken habe ich seinen Kopf beiseite schieben wollen damit er die Schublade nicht vor die Schnute bekommt... und schon knurrte und giftete er mich an. Schnappen tut er nicht mehr.

    ich habe dann etwas lauter "ey" gesagt und er hat sich sofort verzogen... ohne seinen Knochen.

    Was ich aber überhaupt nicht einordnen kann... er geht mir danach stundenlang aus dem Weg und wenn er in meine Nähe kommt legt er komplett die Ohren an und weicht meinem Blick aus. Kommt aber andererseits zwischendurch zu mir und beschwichtigt... Immer hin und her...

    Er kommt mir teilweise sehr unsicher vor... und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll.

    Soll ich ihm seine Knochen nur noch in der Box geben um solche Situationen zu vermeiden?

    Oder einfach so weiter machen und er gewöhnt sich irgendwann daran?

    Oder habt ihr für mich Tipps????

    Würde mich über eure Gedanken dazu freuen...

    Labbies sind so viel unkomplizierter 🤗... und Argos ist ein traumhafter Hund der mit immer wieder zeigt das ich noch sooo viel lernen muss =O

  • Ferndiagnosen......^^


    Nur allgemein und grundsätzlich


    Grundsätzlich sehe ich es so,das ich kein mich anknurren dulden würde. Weil es eine offene Drohung ist.


    ABER: Die Frage ist wie die Konstellation zwischen euch tatsächlich aussieht. Das kann ich nicht beurteilen.

    Einen Welpen als Beispiel,hätte ich augenblicklich gerügt und das auch recht deutlich,wenn das Knurren kein spielerisches beim Raufspiel,sondern ein ernsthaft in Frage-Stellendes wäre. Was es wohl nach deiner Beschreibung ist,wenn er dabei schnappt. Da gäbe es bei mir kein Pardon! Auch kein Tausch im übrigen! Die Rüge samt die Extra-Wegnahme des Gegenstandes wäre die Folge.


    Anders kann das bei einem erwachsenen Hund aussehen. Ist der Hund neu? Wann knurrt er? Warum knurrt er? Gibt es bereits Regeln gegen welche er sich auflehnt,oder müssen die erst aufgestellt werden u.s.w.. Beispiel mein Hund: Draußen mehr oder weniger wild gelebt. Futteraggressivität ist erwartbar hoch. Hund ist neu. Sie knurrte mich beim fressen schon an wenn ich nur die Küche betrete. Sie in so einer Situation körperlich rügen zu wollen,schraubt das Eskalationsrisiko extrem hoch und sollte da vermieden werden. Da muss man sich dann andere Dinge einfallen lassen. Gewöhnung oder aber bei einem Hund der sich hochgearbeitet hat die Unterhöhlerung des Ranges über andere Sachen.


    Da müsstest dir also zur Eigensicherung folgende Fragen stellen:


    -Werde ich dem Hund in jedem Falle körperlich Herr,sollte er sich wehren?

    -Wie hoch ist das Risiko das es eskaliert? Also wo b.z.w. in welcher Position sieht der Hund sich.

    -Gibt es andere Wege die Problematik aus dem Weg zu räumen. Also die Ursachen meine ich. Nicht nur die Symptome.


    Normalerweise musst du als Alpha IMMER fähig sein dich dort aufzuhalten wo du willst. Wie hies es in Wolfswinkel? "Der Alpha liegt nicht zwingend erhöht,sondern immer dort WO ER WILL!"

    Und daraus ergibt sich,das der Alpha grundsätzlich in der Lage ist JEDES Rudelmitglied seines Platzes zu verweisen. Das ist das was du dort wolltest,ihn beiseite schieben. Das hat er ohne wenn und aber zu akzeptieren! Ein in den Weg stellen und sein Platz behaupten zu wollen,ist eine In-Frage-Stellung der Hierachie!


    Jetzt wirds durch den Knochen oder was er da hatte bei dir aber spezieller. Da er aufgestanden und gegangen ist hat er einmal erstmal das gemacht was du wolltest und zweimal weist du jedoch zumindest aus dieser einen Situation heraus erstmal nicht: Hat er geknurrt wegen der Beute(Knochen) oder wegen der Vertreibung(wie es aussieht ja wegen der Beute)? War es lediglich missfallen,oder ist das wirkliche Gegenwehr? Ist die Gegenwehr begründet auf einer unklaren Hierachie-warum auch immer-oder ausschließlich wegen erwarteten Mundraubes,oder einfach weil ein wesenschwacher Hund sich mit Beute sehr stark fühlen kann?

    Es gibt-um Letzteres näher zu beleuchten- Fälle wo Omegeatiere einen-im Grunde wertlosen,weil abgenagten- Knochen bis aufs Messer verteidigen. Und die restl. Rudelmitglieder,inklusive der Alphas,das auch akzeptieren.

    Oder aber ist das knurren vielleicht angelernt,weil als Welpe dafür a) nie gerügt und im späteren Verlauf vielleicht sogar Erfolg durch knurren und schnappen bei der Verteidigung der Beute gehabt hat?

    Wenn du die Fragen für dich ehrlich ebantworten kannst,dann kannst du dich an die Lösung machen. Das würde ich auch zügig angehen. Solange er noch halbwüchsig ist,lässt sich da auch leichter was machen als wenn Erwachsen.


    -Bei EINDEUTIGEN bloßen Missfallen-Grummeln würde ich= ignorieren- jedoch genau darauf achten das daraus nicht mehr wird.Auch darauf ob sich das Missfallenbrummeln nicht auch auf andere Situationen ausweitet. Das Brummeln wie das klingt kann ich hier nun nicht nachmachen. Aber im Grunde zeigt sich solches immer auch mit einer dennoch vorhandenen Akzeptanz gegenüber dem was du mit ihm tust oder willst.

    Heißt: Er akzeptiert deine Knuddelmaßnahmen auch wenn er nicht will (kann man ruhig machen allein schon aus der Hierachieklarstellung heraus) b.z.w. steht sofort auf. Grummeln kein Knurren! Klingt anders!


    -Bei EINDEUTIGER Gegenwehr (schnappen zählt da dazu! Das sit offene Aggression! Deutlicher kann eine Infragestellung der Hierachie,deiner Position,deiner Privilegien nicht mehr sein!): Siehe Eigensicherung oben!! Ich will keine Angst machen. Und bis ein Hund eines Rudels ernsthaft attackiert,vergeht auch nochmal Zeit und Fehler. Aber ein ernsthaft angreifender Hund,ist eine ebenso ernste Gefahr! Das sit an Geschwindigkeit und Entschlossenheit kaum zu übertreffen. Und man muss sich bewusst sein das wenn es innerhalb eines Rudels soweit kommt,es dann ums Ganze geht. Wenn man es dann nicht schafft dem Hund eindeutig Herr zu werden,hat man verloren und verbessert damit die Position des Hundes! Insofern würde ich bei einem erwachsenen,kräftigen Hund immer die Position anderweitig unterhölern,statt mich auf eine körperliche Auseinandersetzung einzulassen.

    Bei einem 6 monatigen Halbwüchsigen sollte das aber noch möglich sein. Zumal,wenn der Hund dann doch geht,es augenscheinlich so aussieht das er sich nicht wirklich zur Gegenwehr traut.


    Es kann aber auch so sein,das der Hund seinerseits nur mit dir Geduld zeigt und von einer Eskalation seinerseits absieht,geht und bei einem hinterherkommen und Mundraub dann sehr wohl auf "Privilegien" bestünde. Deshalb eben muss man herausfinden was die wirklichen Hintergründe und die wirklichen Konstellationen zwischen euch sind. Aber bei einer wirklichen Gegenwehr gibts kein Pardon. Sollte das der Fall sein entweder sofortige körperliche Zurechtweisung,wenn der Hund liegt auch KEINESFALLS(!) von sich aus wieder aufstehen lassen! DU legst das fest wann er wieder hoch darf und zwar durch wegdrehen deinerseits. Er darf dich,wenn er liegt,auch NICHT ansehen! Er hat sich wegzudrehen und ruhig zu bleiben,bist du gehst. Oder aber das volle Hierachieprogramm: Du gehst zuerst aus der Tür heraus,er beim heimkommen zuerst rein. Er hat extra zu warten beim fressen. Erst auf eurer Kommando. Tabuzonen schaffen wo er nicht rein darf. Essen wird nicht geteilt. Er schläft nicht auf euren Füßen (Kontrolle durch Hund gegenüber euch).

    Er hat sich von strategisch wichtigen Positionen (Haustür,Raumeingänge) fernzuhalten und darf dort nicht lagern! Besuch hat den Hund zu ignoieren!!

    Ihr fangt Spiel an und ihr beendet es auch wieder. Jedweder Konditionierungsversuch seitens des Hundes erkennen und ignorieren. Merkt ihr das der Hund auf eurer Spiel eingeht,lieber eher wieder aufhören,bevor der Hund das macht. Sollte der Hund das machen,zum Spiel "zwingen". IHR entscheidet! Keine Ziehspiele! U.s.w..

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer


  • -Gegenwehr Mundraub: Wie erwähnt ist Mundraub eigentlich tabu. Jedoch muss man dennoch dazu in der Lage sein. Siehe Zähne gucken beim TA ,Kinder die Spielzeug wegnehmen,ausgelegte Köder u.s.w.. Mundraub hat also mit Tausch nichts zu tun. Tausch ist eher ein Hinweis darauf das man unsicher ist ob der Hund sich den begehrten Gegenstand überhaupt abnehmen lässt. Muss er aber (von euch! Nicht zwingend von Hinz und Kunz!)akzeptieren! Solange wie er halbwüchsig ist,sollte sich das auch durchsetzen lassen. Läuft ja auf körperliche Einwirkung hinaus,wenn Kommando "Aus" oder "Pfui" nicht zieht.

    Akzeptiert sogar Meine. Ihre Futteraggressivität konnte ich Stück für Stück nehmen,indem ich mich einmal von ihrem Knurren in meiner Position nicht beeindrucken lies und beim stückweise annähern klarmachen konnte (über die Zeit freilich) das ich kein Konkurrent bin,sonder Nähe beim Füttern sogar noch mehr Futter bedeutet. Also ebenfalls nicht getauscht,sondern es kam zum normalen Fressen noch Futter dazu. Ab da wo ich das mit der Hand während des Fressen´s in den Napf tun konnte,lies sich der Hund auch-sogar mit meinem Kopf- von der Schüssel auch wegdrängen. Ohne grummeln oder sonstwas.

    Könnte man also hier auch probieren,wenn es allein schon die Nähe der Hand ist,die stört.


    -"Mit meinem Knochen bin ich stark": KÖNNTE man unter Umständen ignorieren. Das aber nur,wenn es sich um einen ansonsten unsicheren,wesenschwachen Hund handelt,der keinerlei Ambitionen hat daheraus eine Schwäche meinerseits zu "formulieren" und der Hund speziell in dieser Situation sehr aggressiv ist und dies auch ausschließlich(!) nur eine solche Sitution betrifft. Das Eskalationspotenzial also sehr hoch wäre. Gleichzeitig müsste man dann peinlich genau darauf achten das man selsbt nciht in sichtbares Meideverhalten gegenüber dem Hund verfällt,was jener wiederum als "Erfolg mit Aggression" verknüpfen könnte. Aber ehrlich gesagt müsste man da schon sehr genau wissen was man macht. Der Grat ist schmal. Und dein Hund macht nach deiner Beschreibung nicht den Eindruck eines Hundes der dort zur Überreaktion neigen würde.

    Ergo würde ich auch dieses Verhalten unterbinden. Ein Mittel wäre-und das machen auch Wildhunde so- der Ressourcenentzug. In dem Fall hiese das: Der Hund hat Beute,er knurrt dich damit an? Wirds gerade weggenommen und der Hund danach zeitlich ignoriert. Ihr spielt? Er fängt an sich mit der Beute stark zu fühlen? Knurrt dich an? Spielzeugwegnahme und Spiel für den kompletten Spaziergang beendet. Punkt.


    -"Ich habe gelernt das knurren und schnappen-also offensive Aggression- zum Erfolg führt": Der worst case. Sehr gefährlich! Vor allem dann wenn der Hund dann eben auch jenes im erwachsenen Alter anwendet. Dafür muss der Hund sich nicht zwingend schon hochgearbeitet haben in der Hierachie!

    Aber es wird in den allermeisten Fällen die Folge davon sein,später,wenn er erwachsen ist. Weil er jedes Privileg was er will,dann auch so versucht sein wird durchzusetzen. Das sind nicht selten die Problemhunde die dann als Beißer im TH landen.

    Sowas muss unbedingt verhindert werden! Gut ist,das er nicht mehr schnappt. Das lässt den Rückschluss zu das er damit keinen Erfolg hatte. Aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Das kann sich mit der Geschlechtsreife oder auch nochmal später mit 2 1/2 ,3 jahren ändern! Wenn im Raum steht das er doch irgendwie der Meinung sein könnte sich so durchsetzen zu können,würde ich wirklich strengstens darauf achten das es keinerlei auch nur Ansätze solchen Verhaltens bei ihm mehr gibt. Auch kein Grummeln mehr! Sollte er solch ein Verhalten zeigen darf er damit kein Erfolg haben. Ressourcen verschwinden daraufhin. Mit Ressourcen sit alles gemeint! Futter! Eure Aufmerksamkeit bei Spiel oder sozialer Interaktion. Freilich zeitlich begrenzt. Aber doch schon spürbar lange. Das " er will euch nicht mehr sehen" könnte damit zu tun haben. Es kann aber auch sein da er einfach führerweich und sehr sensibel ist und eine Weile braucht um wieder mit sich klarzukommen.


    Was genau nun zutrifft,das kann in letzter Konsequenz nur ihr b.z.w. jemand der euch von außen direkt beobachtet,sagen.

    Ich hoffe das hilft wenigstens etwas.

    Viel Erfolg! ;)

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

  • Mein vorheriger Schäferhund hat auch manchmal geknurrt wenn er einen Kauknochen neben sich liegen hatte, aber ich habe erst sehr spät gemerkt, dass er dann eigentlich unglücklich über diesen Knochen war und schlafen wollte, aber ihn auch bewacht hat. Als ich endlich wusste was er wollte, habe ich ihm den Knochen durch einfaches abrufen weggenommen und weggeräumt. Anschließend konnte er ganz ruhig schlafen.


    Was es bei deinem Hund allerdings bedeutet weiß ich allerdings nicht.

  • ok... auch ein Ansatz...

    Wir waren ja vorher unterwegs und er war bestimmt müde.

    Für ihn sind die Spaziergänge ja fast jeden Tag in einer neuen Umgebung und das ist sicherlich auch anstrengender als immer die gewohnte Umgebung zu haben.

    Ich danke dir und freue mich über jeden Hinweis den ich bekommen kann.

  • Das ist ein No Go!!!


    Würde meine sich das wagen würde sie ihr Fell auf Links tragen.


    Dein Hund hat kein Respekt vor dir, also musst du dir den verschaffen. Schnapp ihn dir (am Besten im Spiel) und dreh ihn auf die Seite und dann mit einem festen Griff an die Kehle. Erst wenn er ganz ruhig ist los lassen.


    Wenn du das nicht kannst...eventuell der falsche Hund für dich. Sorry für die etwas härtere Formulierung, aber aktuell sehe ich soviele ungeeignete Personen für größere Hunde das mir der Kamm steht.

    Egal wie wenig Geld und Besitz du hast,
    einen Hund zu haben,
    macht dich reich.

    Louis Sabin

  • Birger

    Vielen Dank für deine klaren Worte.

    Ich gestehe das ich jetzt, im Nachhinein gesehen, bisher zu nachsichtig war.

    Ich habe ihn auch schon auf die Seite gelegt wenn sein Verhalten nicht passte...

    Aaaaaber... ich merke hier im Forum, das ich mich von zu vielen Schäfi-ex- Besitzern ( nicht im Forum... sondern im Alltag) habe verunsichern lassen.

    ich wollte einfach nichts falsch machen und war viel zu geduldig und zu lieb in vielen Situationen.

    Bei meinen vorherigen Hunden... die auch nicht klein waren... war ich viel konsequenter.

    Die waren aber auch lange nicht so sensibel wir Argos.

    Jetzt.... wo ich eure Meinung zu der Sache höre... merke ich erst, das ich es meinem Hund ganz leicht gemacht habe die Oberhand zu bekommen.

    Meine Trainerin schimpft auch oft mit mir das ich zu lieb mit ihm bin.

    Leider kann ich om Moment nicht auf sie zurückgreifen da wir im Urlaub sind.

    Und ich bin froh das ihr hier alle so klar Stellung bezieht. Das bestärkt mich darin wieder so zu erziehen wie ich es vorher gemacht habe... nur noch sehr viel konsequenter.

    Sorry wenn ich manchmal etwas konfus schreibe... auch da bin ich etwas verpeilt :saint:

  • twosouls

    Dein Post hat mir Sehr gut gefallen:thumbup:

    Ich werde in Zukunft meinen Hund sehr genau beobachten um zu sehen in welche Richtung sein verhalten geht.

    Das er nach mir durch Türen raus geht... vor mir rein muss... fressen nur auf Befehl... niemals auf meinen Füßen liegt usw .. das mache ich von Anfang an.

    So habe ich es schon bei meinen anderen Hunden gemacht.

    Wenn ich das nicht einhalten würde würde unsre Trainerin mir den Hintern in Flammen treten 😨

    Auch dir nochmal Vielen dank für deine Ausführungen und deine Mühe.

  • "Das er nach mir durch Türen raus geht... vor mir rein muss... fressen nur auf Befehl... niemals auf meinen Füßen liegt usw .. das mache ich von Anfang an."


    WOW


    Das sind z.B. Sachen die mich überhaupt nicht interessieren. Mich interessiert nur ob sie meine Kommandos ausführt.


    Die Nr. mit der Tür (habe ich bis heute nicht verstanden was das soll) ob sie vor mir oder hinter mir läuft achte ich nicht drauf. Wenn ich ihr sage "steh" hat sie da zu bleiben wo sie gerade ist und wenn ich essen gehe oder ein Nickerchen mache. Das ist für mich Gehorsam.


    Und das mit den Füssen würde ich gerne mal erklärt bekommen. Mein letzter Hund, Balu, hat noch solange durchgehalten bis ich von der Dienstreise wieder zu Hause war. Und ich werde den Moment niemals vergessen wo er seinen Kopf noch auf meine Fuß gelegt hat. Danach war er Tod. Will mir echt jemand sagen, dass er kurz vor dem Tod nochmal Respektlos sein wollte????

    Jeder so wie er meint, aber ich glaube immer noch an den gesunden Menschenverstand und das man Tiere wie Tiere behandeln sollte.

    Egal wie wenig Geld und Besitz du hast,
    einen Hund zu haben,
    macht dich reich.

    Louis Sabin

  • ehrlich darauf achte ich auch nicht auch ob sies aufs sofa kommt wies ihr gefällt ist mir egal.


    wichtig ist das wenn ich was sage sie es machen. mein hündin hat auch einmal geknurrt als es um pansen ging den ich noch in der jacke hatte allerdings galt dieses ehr dem rüden aber da ich es noch hatte hab ich ihr auch verständlich gemacht das ich dies nicht wünsche sobald sie es haben dürfen sie dem anderen hund auch klar machen das sie es nicht wollen allerdings ist da die hündin ehr so das sie hingeht und es sich vom rüden nimmt da er eh nix sagt da greif ich dann auch ein.


    beim futter hat sich bei unserer hündin ein ritual eingespielt aber völlig unbewusst futter kommt in die näpfe odin frisst göeich drauf los soe kommt holt ihre tabletten ab und geht dann fressen.

  • das dein Hund seinen Kopf auf deine Füße legt wenn er schon gut erzogen ist, ist vollkommen ok.

    Ich kenne es zb so, das ich vor meinem Hund aus einer Tür gehe, weil ich gucke ob alles ok ist. Vielleicht überflüssig... vielleicht nicht.... ich mag es wenn ich in Ruhe rausgehen kann ohne das der Hund voran stürmt. Er darf auch immer erst raus... auch wenn ich schon 10 Minuten draußen bin... wenn er den Befehl bekommt. Somit kann ich Türen aufstehen lassen ohne das er rauskommt. Es grade im Wohnmobil wichtig sein kann.

    O.b. das jetzt was mit Hierarchie zu tun hat oder nicht... ich für mich finde es wichtig.

    Ich denke mal das eure Hunde auch nicht aus aus dem Auto springen nur weil die Tür aufgeht.

    Mit geht es einfach nur darum Das ich in solchen Situationen keinem Befehl geben muss sondern das es einfach so funktioniert. Ich glaube da ist kein großer Unterschied...

  • aber daran sieht man ja auch wieder wie unterschiedlich unsere Hunde sind... und das ist auch gut so.

    Und wenn jeder Hundehalter seinen Hund gut kennt und eine gute Beziehung zu ihm hat... alles super.

    Ich bin mir halt bei Argos noch nicht ganz sicher welchen Weg ich gehen soll. Er ist ein toller Hund... jetzt schon ein super gelassener Begleiter und doch ... für mich.... manchmal einfach nicht einzuschätzen. Darum Frage ich hier gerne nach Tipps...

    Und ich finde es toll das ich so unterschiedliche Antworten bekomme...

  • Birger


    Beides,Türe wie Auf den Füßen schlafen, hat mit Kontrolle zu tun.


    Aber um das nochmal klarzustellen: Die Sachen die ich da nannte galten für den Fall,das sich ein Hund hochgearbeitet hat. Sprich die Hierachie schon auf Kippe steht,oder gekippt ist. Da aus genannten Gründen (beruhen auf eigene Erfahrungen) ich eine offene,körperliche Einwirkung wegen dem DANN vorhandenen Eskalationspotenzial NICHT empfehlen würde,muss auf die langsamere Unterhöhlerung des Ranges ausgewichen werden.

    Ranganspruch hat etwas mit (steter) Verantwortung zu tun. Die genannten Sachen haben imemr etwas mit der Aufgabenverteilung/Verantwortung,oder aber mit Beeinflussung/Konditionierung des jeweils anderen zu tun. Bei normalen Konstellationen kann der Hund locker auf die Couch,auch mal die Füße wärmen,oder mit im Bett schlafen. Das sit überhaupt kein Problem! Der Hund bekommt deshalb nicht die Weltherrschaft. ABER,bei fragwürdigen Konstellationen MUSS man darauf achten. Der Hund machts garantiert!


    Speziell Tür: Bau verlassen,Bau reingehen. Ähnlich wie dazumal die Vorgabe das der Mann der Frau die Tür aufzumachen habe. Kommt aus einer zeit,als Mänenr eine Gaststube erstmal betraten-bei draußen wartenden Frauen- um für die Frauen zu prüfen ob jene für sie auch sicher ist. Sie gegebenenfalls auch sicher machten. Der zuerst herausgehende Hund prüft draußen die Lage. Er MUSS das tun-genau weil er der Erste ist. Da beißt die Maus kein Faden ab!-->Verantwortung fürs Rudel.


    Bei Hereingehen verhält sich das umgekehrt. Der Bau ist die sichere Umgebung. Dort gehen zuert jene hinein die keine Verantwortung haben,das Rudel abzusichern. Ergo sollte das der Hund sein. Ich empfehle mal jedem zu beobachten wenn Hundebesitzer in Mietshäusern an der Haustür stehen und nach dem Schlüssel zum aufschließen kramen, was da die Hunde in diesem Moment der kompletten Unaufmerksamkeit gegenüber äußeren Reizen ihrer Besitzer, hinter ihnen machen. Hat oft viel Witz.

    Die meisten Hunde werden sich quer hinter ihrem Besitzer stellen,oder aber direkt abgewandt vom Besitzer, zur unbeobachteten Seite. Sie werden links und rechts schauen. Die Ohren drehen. Vielleicht manchmal sorgenvoll zurück zum Besitzer der immernoch kramt...dann geht das Spiel halt weiter.

    Das sit nichts anderes als die Absicherung des Rudels nach hinten. Kontrolle/Absicherung,weil es die Beistzer nicth machen /nicht machen können. Jemand muss halt aufschließen.--->Wo man wieder sieht wie Kontrolle mit menschlichem Verhalten kollidiert.


    Unter dem Tisch auf den Füßen der Besitzer schlafen: Natürlich kann es gerade bequem sein,oder der Hund dreht sich und liegt halt am Fuß. Aber in allererster Linie ist das eine sehr bequeme Kontrollstellung für den HUnd,gegenüber seinem Besitzer in zumeist erwartbaren langweiligen (für den Hund) Situationen. Denn so bemerkt der Hund im Schlaf,ab wann es wieder interessanter wird. Nämlich wenn der Besitzer sich bewegt. Zum Aufstehen beispielsweise.;)


    Argos  


    Wir alle machen Fehler. Auch ich! Ich kann dir sagen das die Leinenführigkeit für meine Ansprüche bei meiner zu wünschen übrig lässt. Und das allein aus dem Grund,weil ich Anfangs zu lasch mit ihr war. BZW den Anschluss verloren habe. Sie kannte ja drei Jahre lang keine Regeln außer ihre Eigenen,war frei und führerweich. Infolgedessen habe ich Anfangs von ihr so gut wie nichts abverlangt und nur sehr sachte Druck ausgeübt. Im Grunde war das richtig. Aber was die Leinenführigkeit angeht wäre ich vermutlich besser gekommen da etwas zeitiger etwas mehr Sträffe zu geben. Letztlich: Fehler kann man machen,man muss sie lediglich zu korrigieren wissen. Allein Strenge ist nicht immer zielführen und kann sogar kontraproduktiv sein. Es sind halt Erfahrungen-und ähnlich wie beim Hubraum sind die durch nichts zu ersetzen:D- die man halt macht. Jeder Hund ist ja auch anders. Wenn du die Mimik und Gestik deines Hundes lesen kannst ,dann ist doch schon die halbe Miete rein. Das ist die Vorraussetzung. Und dann,genau wie du schon meintest,beobachtest du deinen Hund ab wann er statt "betteln" fordert. Oder wo er Widerstandswilliger wird. Fragst dich wieso das der Fall ist(auch selbstkritisch) und kannst dann guten Gewissens Verhalten ändern oder Druck erhöhen oder vielleicht sogar weglassen.

    Ich denke nicht das man den Teufel,deiner Beschreibung nach,an die Wand malen muss. Angelegte Ohren gehören jedenfalls erstmal nicht zur Offensivmimik. Aber trotzdem: Bleib am Ball,beobachte kritisch und reagiere entsprechend. Wirst das Kind schon schaukeln! ;)


    PS.: Wenn du Vertrauen zu deiner Trainerin hast,kannst du sie ja mal befragen wie sie eurer Verhältniss Mensch-Hund hierachisch bewerten würde b.z.w. euch in ihrem Beisein direkt mal in die entsprechende Situation führen.

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

  • Bei Ludwig ist es sehr wichtig, dass man seine Neigung zur Kontrolle klein halten muss. Er darf auf keinen Fall zuerst aus der Tür, weil er dann sofort die Lage checkt und auch entsprechend reagiert. Das ist aber meine Aufgabe. Gerade bei Hunden, v.a. Rüden, die zur Dominanz neigen, sind Regeln absolut wichtig. Bei Lotte darf man auch weniger streng sein oder nachsichtig. Bei Ludwig wäre das eine Stufe zur Weltherrschaft. Wir haben daran intensiv gearbeitet. V.a. dass ihm jedes Familienmitglied jederzeit sein Spielzeug wegnehmen darf, war überhaupt nicht selbstverständlich. Futter ist überhaupt kein Problem.

  • Hallo,

    ein ähnliches Problem hatte ich mit unserem ersten Schäferhund. Das heißt , eigendlich war es der Hund meiner Schwester. Dieser lebte im Zwinger ihres Freundes bis sie sich getrennt haben, Da meine Schwester den Hund nicht zu sich nehmen könnte ( ganzen Tag arbeiten / 2 Zimmerwohnung) kam der Hund dann zu uns ( meinen Eltern , mir und noch einer jüngeren Schwester). Gefüttert wurde der Hund immer im Keller . Meine jüngere Schwester hatte dem Hund das Futter gemacht ( Trockenfutter mit Wasser) und wollte das Futter nochmal umrühren. Der Hund fand das garnicht gut und stand zähefletschend mit aufgestelltem Kamm vor ihr während sie mit dem Rücken an der Wand um Hilfe gerufen hat. Eindeutig Futterneid . Ich bin wie ein Blitz von oben in den Keller und hab mir den Hund geschnappt. Irgendwie wächst man in solchen Situationen über sich hinaus [ man schütz sein Rude ;-) ]. Wie gesagt, ich habt mit den Hund gepackt. Ich habe ihn bzw, sie im Nacken gepackt , hochgehoben und anschließen auf den Boden gedrückt das er in eine unterwürfige Position kam. Nach diesem Vorfall konnte man den Hund sogar bei fressen zur Seite schieben um zB. nochmal das Futter umzurühren. Eigendlich war es total leichtsinnig von mir aber es hat funktioniert,

    Gruss Achim

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  • Das war aber ein schweres Versäumnis deiner Schwester. Schon als Welpe muss der Hund lernen, dass man ihm, jederzeit den Napf wieder wegnehmen darf. Selbst die Kinder einer Familie müssen einem Hund ein Spielzeug oder Futter gefahrlos wegnehmen dürfen. Sonst ist das ein Pulverfass, dass jederzeit explodieren kann. Man kann schließlich nicht ständig den Hund im Auge behalten.

  • Da gebe ich Dir uneingeschränkt recht. Der Hund war schon 2 Jahre als er zu uns kam und hat bis dahin nur in dem Zwinger gelebt in dem er das Licht der Welt erblickt hat, Der Zwinger gehörte den Eltern ihres damaligen Freund,

    Dessen Bruder wiederum hat die Hunde ständig geärgert. Menschen haben sich am Zwinger im Grunde nur aufgehalten um dort sauber zu machen und die Hunde zu versorgen, Raus kamen die Hunde nur wenn es auf den SV-Platz ging zum drillen. Meine Schwester hat den Hund oft geholt und ist mit ihm spazieren gegangen, Unter Hunden war er sozialisiert, kannte den Umgang mit Menschen alledings nicht das Leben mit Menschen Der Zwinger befand sich ausserhalb an einem Reitstall wo keine Menschenseele gewohnt hat. Alles in allem keine optimalen Umstände. Bei soeinem Züchter würde ich nicht kaufen. Naja, wie auch immer. Der Hund hat sich super entwickelt und ist zu einem richigen Familienhund geworden,

  • Das ist super! In einem guten Umfeld, wo ein Hund erfährt, was Zuneigung und Erziehung bedeuten, und wo er die Möglichkeit erhält, mit Freude zu arbeiten, entwickelt sich ein Hund mit schwieriger Vergangenheit oft richtig toll. Das haben wir selbst auch schon erlebt.

  • ich wollte mal einen Zwischenbericht erstatten...

    Ich kann Argos wie gehabt alles wegnehmen. Er rastet auch im Moment nicht mehr so aus wenn er etwas besonderes bekommt.

    Allerdings nimmt er zb von mir ein Rinderdörrfleisch und guckt sich dann hektisch um wo er in Ruhe fressen kann.

    Ich kam ihn dann ansprechen und es ihm wegnehmen... Das ist für ihn "fast " in Ordnung.

    Er mag aber immer noch nicht am Kopf berührt zu werden. Der Rest des Körpers ist in Ordnung.

    Für mich schon ein kleiner Fortschritt :)

    Kein Knurren und schnappen


    ist es ok das er seinen Unmut trotzdem zeigt? Oder sich in eine abgelegene Ecke verzieht?

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