Chinesischer Schopfhund - ein Fall zum Vergessen

  • Ich muss mich auskotzen. Eigentlich muss ich mich jedes Mal auskotzen wenn ich meine Tante treffe, aber gestern war mal wieder die Höhe.

    Die hat einen chinesichen Schopfhund, eine Hündin. Die war auch zum Besuch bei meiner Mama gestern. Irgendwann kamen wir auf Hunde und es wurden witze gerissen über mich und Gin. Quasi ala "ob alles ok ist bei deinem Sohn" :cursing: Die Hündin "Coco" war im Haus, Gin in der Box im Auto ( sein Rückzugsort wenn wir zu Mama fahren, rein darf er nicht wegen 3 Katzen ).

    Nach den Witzen meinte die Tante das bei Coco eh alles verloren ist. Die ist dumm und kann nix. Der Hund kann wirklich nichts. Nicht ein Mal "Sitz".

    Also bewaffnete ich mich mit Leckerchen und fing bei 0 an. Und da schau, sie war motiviert und nach 15 min. setzte ihren Hintern auf den Boden. Dann gingen wir alle spazieren. Sprich Gin, Coco, und Chiuhuahua von Mama sammt dazugehörigen Menschen.

    Coco wie immer ohne Leine, Gin an der Leine anfangs und Chiuhuahua an Flexi. Wir gingen an einem Spielplatz vorbei. Ich sagte nur noch "nimm Coco an die Leine, die geht ja Kinder an". Da kam nur "nein, nein, die ist ja hiiiiiiieeeeeeer..."- Oh ja, da war sie schon hin und bellte Kinder an und schnappte nach knöcheln :cursing: Ich könnte so kotzen.

    Später bin ich noch mal Gassi aber nur mit Gin und Coco ohne menschliches Gefolge. Wir wieder bei dem Spielplatz, Coco an der Schlepp (:evil:habe ihr die von Gin dran gemacht, habe immer Zusatzleinen im Auto, die Tante hatte aus Wien nicht mal ne Leine mitgenommen :cursing: ). Die wollte wieder los, da brauchte ich nur nein sagen. Mannnn, die kleine hört eh so super. Die Frau ist einfach unfähig.

    Dann aber kurz nach Spielplatz haben wir so 10 jährige Kinder getroffen die sich mit Schnee bewarfen. kA. ob das die Kinder waren von Früher vom Spielplatz. Auf jeden Fall ich will vorbeigehen und gehe bei einer Gruppe vorbei während die andere Gruppe an Gegenüberliegender Straßenseite ist. Die Gruppe bei mir schrie "Schiess! Traust dich nieeee". Was wie? wo schissen? Ich konnte nicht schnell genug gucken da hat Gin einen Schneeball gefressen. Gin war ohne Leine aber im Fuß. Da fing Coco Terror zu machen, Gin startete durch zu dem Kind das ihn beworfen hatte. Mein platziertes HIEEEER und er kam zurück. Na Gott sei dank. DANN gabs Rambazamba. Ich habe geschrien mit denen wie blöde. Angefangen damit, dass ich dem Übeltäter gesagt habe, dass wenn er es noch Mal macht, dann pfeiffe ich den Hund nicht zurück!

    Buaaah, ey. Kinder gibt es. Gin hat das als Spiel glaube ich gesehen, aber trotzdem! Keiner hat nach meinem Hund zu werfen :cursing:

  • Wow, Deinen Ärger kann ich sehr gut verstehen!!! Es gibt leider irgendwie ziemlich viele unmögliche Kinder, irgendwie ungefähr gleichviel wie unerzogene KleinhundeX/:S. Liegt wohl beides an demselben Problem, daß sich manche Eltern und Kleinhundhalter einfach nicht die Mühe irgendeiner Erziehung geben. Wirklich ganz klasse ist ja auch, daß solche Resultate dann auch noch belächelt werden! Meist lachen sich doch die Leute scheckig, wenn so ein Teppichporsche auf irgendwen losgeht. Sollte das ein großer Hund machen....ohjemine!!! Da wird man bedroht und bekommt Ordnungsamt und sonst was auf den Hals. Große Hunde sollen immer super erzogen sein und alles und jeden lieben...:cursing::cursing::cursing:.

    Wieviele Beißvorfälle mit Kindern gibt es....ich wage mal zu behaupten, daß fast alle aufs Konto von unerzogenen Kindern gehen. Die können natürlich auch nichts dafür, da liegt die Schuld bei den Eltern. Wenn ich oft sehe, was Eltern zulassen, wie ihre Kinder mit den eigenen Tieren umgehen, wo dann behauptet wird, die MÜSSTEN sich das gefallen lassen.....:evil:.

  • Die Kinder hätten von mir auch was zu hören bekommen! X(

    Mein Sohn war einmal bei seinem Freund. Die haben eine liebe Hündin und ein kniehoher Mischling war zu Besuch. Die Jungs wurden gebeten, mit den Hunden zu gehen. Der Mischling hat gezogen und gepöbelt. Mein Sohn meinte: Gib mal her! (Er hatte die Hündin). Er nahm den Rüden und zeigte dem Hund erstmal, dass am anderen Ende der Leine jemand ist und der auch seine Aufmerksamkeit will. Der Hund war erstaunt und lief auf einmal vorbildlich . Es ist schon erstaunlich, bei wie vielen Kleinhundbesitzern die Hunde das Sagen haben!

  • Da wäre ich auch nicht ruhig geblieben.


    Da müsste man gerade den Hund schön mit "vorraus" auf solche Kinder los schicken und im letzten Moment abrufen :evil:

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!




  • Das ist ein Thema, da kann sich bestimmt jeder auskotzen, Kleinhunde wie Kinder. :cursing: Bei beiden scheint manchmal Erziehung so etwas wie Glückssache zu sein. Ich kann mich dann auch nicht immer mir meinen Kommentaren zurückhalten. Bei Hunden mittlerweile eher als bei Kindern.

    Gerade letzten wollte ich bei uns aus einem Geschäft raus, Tür auf, ich stand schon in der Tür und da wollten sich zwei Kinder an mir vorbei in den Laden drängeln. Da habe ich mich noch breiter in die Tür gestellt und denen erst einmal gesagt, dass man erst die Leute rausgehen lässt und dann selbst hineingeht, wie auch beim Einsteigen in den Bus.


    Bei kleinen Hunden fängt das dann schon mit dem Bellen an. Wenn so ein Kleiner die ganze Zeit kläfft, sagt meist niemand etwas. Wenn Harras bellt, ist er gleich ein gefährlicher, böser Hund, nur weil er nicht kläfft sondern echt tief bellt.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Die Jungs wurden gebeten, mit den Hunden zu gehen. Der Mischling hat gezogen und gepöbelt. Mein Sohn meinte: Gib mal her! (Er hatte die Hündin). Er nahm den Rüden und zeigte dem Hund erstmal, dass am anderen Ende der Leine jemand ist und der auch seine Aufmerksamkeit will.

    Es ist immer wieder das selbe. Würden Kleinhunde nicht so vermenschlicht, oder es würde eine generelle BH Pflicht herrschen ( da bin ich ein großer Befürworter ) würden die Kleinen auch funktionieren. Die einzigen gut erzogenen Kleinhunde die ich kenne, sind Hunde dessen Besitzer gleichzeitig große Hunde haben. Statt Rassenlisten einzuführen, würde ich generell BH Pflicht einführen und zwar für alle. Leute die früher Pits gehabt haben und zur einem gewissen Klientel gehören, können sich oder wollen sich die Steuern für ein Listi nicht leisten und weichen auf andere Rassen auch. Wenn ein Kleinhund ne BH auch haben muss, würden sich die Leute zumindest ansatzweise mit der Erziehung auseinandersetzten. Übrigens toll wie dein Sohn alles verinnerlicht hat :thumbsup:

    Gerade letzten wollte ich bei uns aus einem Geschäft raus, Tür auf, ich stand schon in der Tür und da wollten sich zwei Kinder an mir vorbei in den Laden drängeln. Da habe ich mich noch breiter in die Tür gestellt und denen erst einmal gesagt, dass man erst die Leute rausgehen lässt und dann selbst hineingeht, wie auch beim Einsteigen in den Bus.

    Wenn die Eltern unfähig sind Kinder zu erziehen, würde ich auch keine Bremsen haben so einen anzufahren, gerne auch lauter, so das sich die Kinder mies fühlen.


    Ich wollte euch jetzt was erzählen was mir gestern passiert ist und es passt bisschen in das Thema hinein. Kleiner Ausflug zuerst quasi die Vorgeschichte. Im Sommer glaube ich , war ich mit einer Bekannten auf unseren Wiese mit Gin und ihrer Hündin. Eine Bekannte oder so von der Bekannten kam dazu. Habe vorher gefragt ob sie einen Rüden oder eine Hündin hat. Eine Hündin, also alles klar, kein Problem. Es war eine schwarze Labrador Hündin-. Gin schnüffelte sie ab, sie freute sich typisch Labi mäßig, Gin hackte sie ab als uninteressant und widmete sich weiter seiner anderen Freundin und dem Schnüffeln. So weit so gut. Das Labbi Mädel hat aber einen Narren an Gin gefressen. Kam immer wieder und zwar sehr direkt, schmiegte sich an ihm und wackelte mit halben Körper. Ok, Gin stand und ging weg. Sie kam wieder, Gin ging wieder weg, Körpersprachlich sagte er: ey, gib mir Raum. Labbi Mädel kam mal wieder. Da reichte es Gini und er legte seine Schnauze auf ihren Rücken. So ala: ey schau wer da der Boss ist. Ich rief Gin ab, Mädel kapierte es immer noch nicht. Gin legte wieder die Schnauze auf den Nacken und versteifte sich leicht. Das war Warnung genug. Ich nahm Gin beim Halsband und entfernte ihn. Gin ließ einen Grummer von sich. Sonst nichts. Kein Schnappen gar nichts, ok?

    Sooo. Gestern gehe ich auf die Wiese, ich sehe lauter Weibchen (kenne die Hunde, bzw. ein Hund den ich nciht kannte pinkelte gerade und ich sah das es ein Weibchen ist ). Labbi Mädel auch dabei, sammt Besitzerin. Besitzerin 50m weg, Labbi Mädel kommt angerannt zu uns. Neben uns ein Mann mit einem anderen Hund. Gin an der Leine, wir gehen gemütlich und entspannt. Labbi Mädel kommt. Da höre ich die Besitzerin die vorher erfolgslos ihren Hund versuchte abzurufen: "Komm zurück, sonst gibt er dir WIEDER eine". In dem Moment wo sie es sagte schnüffelte Gin das Mäderl ab und ging ruhig weiter. Der Mann neben mir kicherte und ich kochte. Wie wieder? Was redet die Alte für ein Schmarren? Gin hat dem Hund noch nicht Ansatzweise jemals eine gegeben! :cursing: Ich meine Gin ist kein Engerl, aber die Alte braucht keine Lügen auf unsere Wiese zu verbreiten, nur um ihre eigene Unfähigkeit zu karschieren! Ein No Go für mich. Die Alte war zu weit weg damit ich ihr meine Meinung geige. Die war dann gott sei dank auf anderen Ende der Wiese dann.. Am Ende spielte Gin kurz mit einer anderen Jünghündin.

  • die Alte braucht keine Lügen auf unsere Wiese zu verbreiten

    lohnt echt icht, sich über solche Leute aufzuregen. Egal was wir als Schäferhund-Besitzer machen, ein Schäferhund MUSS doch vom Wesen her fies sein, ist schienbar die verbreitete Meinung vieler Unwissender.

    Ich habe mich anfangs auch immer aufgeregt. Tut mir nicht gut, lasse ich jetzt und freue mich über die Momente, in der meine "wilde Bestie" gehorcht und allen zeigt, wie es sein sollte.


    Bei uns auf dem Platz der Setterfreunde hat er das Bild des "bösen" Schäferhundes durch seine liebe Art (vor allem den Menschen gegenüber) schon gut gerade gerückt.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Das kenne ich auch...vor allem diese anschmiegsamen Labbis. Nichts gegen diese Hunde, aber irgendwie sind sie, was hundische Kommunikation untereinander betrifft, resistent!

    Und wenn man dann zu den Bestienhaltern gehört :), dann dürfen diese nicht mal laut atmen, sonst heisst es direkt wieder, der Schäferhund hat angegriffen!:cursing::cursing:

    Erst letzte Woche trafen wir einen dieser netten Mitmenschen, der nichts anderes zu tun hat, als unschuldige Bürger anzublaffen. Er lief an der Rur, wir liefen parallel auf einem Feldweg. Abstand gut 100m. Er brüllte schon von weitem: "Ah, Schäferhunde! Bloß an die Leine mit den Bestien und Maulkorb drauf!" Auf meine Frage, ob er heute morgen seine Tabletten vergessen hätte und weswegen Dalmatiner (er hatte eine Hündin frelaufend dabei) nicht mit Leine und Maulkorb laufen müssten, meinte er "Nee, aber Schäferhunde, weiß man doch".

    Besonders unsere seien doch Bestien und wir schon Dorfgespräch, es würde sich ja keiner mehr trauen, irgendwo spazieren zu gehen, seit wir unterwegs wären...???????????????????Auf meine Frage, was, bitte, unsere Hunde denn verbrochen haben sollten, kaam wieder nur "Na, die müssen an die Leine und mit Maulkorb". Ich sagte daraufhin, daß er sich besser mal damit auseinander setzen sollte, warum seine Hündin derart verstört und ängstlich hinter ihm herschleicht, anstatt dämliches Zeug über andere zu verbreiten.

    Ich habe daraufhin mit anderen Schäferhundhaltern hier in der gegend gesprochen und erfahren, daß er wohl bei allen den gleichen Satz loslässt. Wohlgemerkt immer aus sicherster Entfernung:D. Vollpfosten halt!

  • Buah krass Knickohr. Das hat mein Erlebtes getoppt. Man fragt sich wo die Leute waren als Hirn verteilt wurde...

    Solche sitzen in Dorfgasthaus und lästern und um mitreden zu können erfinden die Geschichten und Zack haltet man Bestien 8|:rolleyes:

  • Hi,


    ich kann deinen Unmut verstehen.


    Aber Kinder sind heute nicht anders als früher auch. Und auch nicht neu ist, dass Kinder, kaum sind sie erwachsen, anfangen, sich über Kinder aufzuregen. Hab grad letztens wieder nen Schüler aus der 10. Klasse gehört, wie er sich über die "respektlosen Sechtsklässler" aufgeregt hat.:D

    Vor 30 Jahren bin ich im alter von ca. 10 mit einem Freund durchs Dorf gelaufen und habe Hunde "ausgeführt". Da war n DSH dabei, n ähnlich großer Mischling und n Cockerspaniel oder sowas ähnliches. Wir hatten nichtmal ne Leine dabei, Null Kontrolle über die Hunde - und einen Heidenspaß. Passiert ist nie was.

    30 Jahre später fährt unsere Kleine mit ihren drei Jahren und den Nachbarskindern (die ihre zwei "Hofhunde" dabei haben) durchs Dorf und verkaufen Eier aus dem "Hühnermobil", das sie bewirtschaften. Drüber nachdenken, was da alles passieren kann, sollte man als Eltern lieber nicht.....


    Wenn ich die Nachbarskinder mit uns damals vergleiche, sind die aber sowas von verantwortungsbewusst. Es gab und gibt, bei Menschen wie bei Hunden, "solche und solche". Das sollten wir uns klar machen.


    Im Endeffekt haben Kinder mit nem Schneeball nach nem Hund geworfen. War vielleicht ne Art "Mutprobe" (die zum Erwachsenwerden auch dazu gehört). Das sollte nicht sein, aber es gibt doch weit Schlimmeres. Vielleicht sollte man ihnen einfach ruhig erklären, warum das nicht geht, was in dem Hund dabei vielleicht vorgeht, wozu das führen kann, usw. Wenn es dabei um die Sache geht, erkennen das Kinder sehr schnell und verstehen es auch (meist).


    Eines hat sich sicher verändert. Das merke ich an mir als Papa im Vergleich zu meinem, aber auch bei Eltern, Schülern, überhaupt in der Gesellschaft: Wir wollen immer alles absolut sicher haben. Hunde müssen aufs Wort hören, Kinder werden über die Maßen kontrolliert und überwacht. Alles wird juristisch abgesichert. Und wenn doch mal was passiert, wird dramatisiert, dass man meint, die Welt müsse gleich untergehen.

    Das hat sicher auch seine Vorteile, aber vielleicht geht dabei auch etwas verloren....


    Ich hätte mich sicher ähnlich aufgeregt wie DU in der Situation!

    Aber mit n bisschen Abstand dann vielleicht es auch so sehen können, dass ja (wieder mal) alles gut gegangen ist, niemand Schaden davon getragen hat und dass Kleinsthunde an Flexileinen (meist ebensowenig wie ihre Besitzer) alles andere als perfekt dazu geeignet sind, Gehorsamsprüfungen abzulegen.;)

    :)


    LG
    Lupus

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