Vandalismus in der Nacht und ein Schäfertier in Aktion

  • Soo, vorweg: ja, ich kenne die Gesetze und ja, Gin könnte Auflagen bekommen, würden die Drei ihn angreifen und er sich verteidigen. Und ja, im Nachhinein war es nicht ganz so klug. Tatsachen lindernd ist es:

    a) Mitten in der Nacht, bei mir und meinem Freund vor allem waren wohl nicht alle Hirnzellen schon wach

    b) Männer und ihre geliebtes Autos...

    c) Männer auf Adrenalinschub...

    d) Knappe Erklärung von meinem Freun danach: würden sie auf den Hund losgehen, wäre ich auch gleich da.. klingt blöd, ist aber was wahres dran.

    e) Gin beisst nicht, er verjagt, bzw. stellt. Wurde in der Vergangenheit schon festgestellt, gezwungenermaßen. Er ist also kein Hund der aus einem Menschen Hackfleisch machen würde und sobald die Gefahr droht das er seinen Bezugsperson nicht sieht, dreht er von alleine ab.


    Was ist passiert? Um 3:30 wurden wir aus dem Schlaf gerissen. In unserer Sackgasse gab es Männerstimmen und vor allem Geräusche, Pumpern, als würde jemand gegen Blech schlagen. Gin war am Fenster und schaute schon in die besagte Richtung. Vom Fenster aus, sah man nichts, ein großer Baum war im Weg.

    Mein Freund hat 10 sek. gebraucht bis er angezogen war und ist mit Gin aus der Wohnungstüre. Ich sollte in der Wohnung bleiben. Unseres Auto stand ja in der Richtung wo die Geräusche her kamen.

    Ich blieb am Fenster. Ich sah wie kurze Zeit später Gin die Straße entlang flitze in Teufelstempo. Kurze Zeit darauf hörte ich Panik ausbrechen und Schreie "we must go!" und Laufgeräusche.

    Mein Freund war an dem Fenster schon auch vorbei, also habe ich nichts mehr mitbekommen, bis Gin und er nach einer Zeit in die Wohnung zurückkehrten.

    Was war?

    Drei Männer standen um den Mercedes Cabrio von dem Nachbarn herum um traten gegen die Türe (davon kam das Pumpern). Gin flitze gleich los, aus lauter Geschwindigkeit lief zur nächst an ihnen vorbei und drahte sofort um -> in dem Moment kam das Rufen von denen dass sie da weg müssen.

    Gin hat die wie eine Schafsherde von sich her getrieben. Er wäre normal eh schneller als die, hat aber das Tempo so dosiert, dass er immer einen Atemzug hinter ihnen her war. Die sind gerannt als wäre ein Teufel persönlich hinter denen her. Die sind dann in ein Gartenweg abgebogeb, Gin blieb stehen und kam von alleine zu meinem Freund zurück. Hoffentlich war es denen eine Lektion! Die haben nähmlich ein Blechschaden verursacht bei dem Nachbarn Auto! Sowas unmögliches!

    Nach Hause angekommen schaute Gin seeehr selbstzufrieden aus. Wir haben dann noch den Nachbarn aus dem Bett gerissen. Wird wohl eine Anzeige gegen Unbekannt sein, weil ich sah die drei nicht, und mein Freund keine richtige Details, Gin war sehr schnell bei denen.

  • Krimi des Nachts in Österreich.

    Wenn sich das mit der “Bestie“ Gin herumspricht, habt ihr vielleicht das Glück, dass bei euch nichts mehr in der Art passiert.

    Kannst m.E. stolz auf Gin sein.

    Vielkeicht auch auf deinen Freund ;).

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Gin vertreibt, da haben wir tatsächlich Glück.

    Bei uns in der Gegend wird dauernd eingebrochen oder sonst was. Wir wohnen nun mal am Stadtrand, in Wienderwald Nähe und in Villengegend.

    Vor dem Gin wurde selbst in meine Wohnung eingebrochen. Seit Gin eingezogen ist, gab es keinen Einbruch mehr in unsere Wohnanlage (was 1x im Jahr im Schnitt passierte).

    Sogar die Nachbarn sagen, sie fühlen sich sicherer.

  • Hi,


    sicher wäre ich auch stolz auf Gin gewesen!

    Aber, ich sage das mal als Kampfsportler und Lehrer: Grundsätzlich sollte man sich gut überlegen, wann man in solchen Fällen eingreift. In diesem Fall hat sich das Handeln ja im Nachhinein als richtig heraus gestellt. Und in 9 von 10 Fällen suchen solche Leute auch das Weite, wenn man ihnen entsprechend begegnet.

    Aber es gibt leider auch die Fälle, in denen das nicht so ist. Was, wenn einer der anscheinend angetrunkenen Typen ein Messer dabei hat und zusticht? Deinen Freund dabei erwischt oder den Hund? Von möglichen Auflagen mal ganz abgesehen...


    Für mich gilt (inzwischen) klar die Regel: Phyisches Eingreifen nur dann, wenn Menschen (in bestimmten Fällen auch Tiere) gefährdet sind. Bei Sachschäden sozusagen den Rechtsweg gehen und die Polizei informieren.


    So, das musste gesagt werden: Davon abgesehen - cooler Wach-Gin und Freund:)



    Liebe Grüße

    Lupus

  • Da kann ich mich Lupus nur anschließen.

    Keine Sache der Welt ist es Wert das man die Gesundheit oder das Leben von sich und/ oder dem Hund aufs Spiel setzt.

    Trotzdem kann ich es gut nachvollziehen, da auch mein Mann eingeschritten wäre... allerdings hätte er erst die Polizei gerufen.

    Und dennoch haben dein Mann und Gin ein riesen Extraleckerlie verdient 👍👍👍👍😉😁

  • Bin ich bei den letzten beiden Posts. Auch im Sicherheitsgewerbe gilt: Eigensicherung geht vor. Im Nachhinein betrachtet wäre vielleicht eine shcnell ankommende Polizei welche die Täter stellt besser gewesen. Wegen Schadensersatzansprüchen/Verurteilung. Andererseits kann ich auch nachvollziehen wenn man sofort einschreiten will. Nuja: Jedenfalls sollte euch die nächste Nachbarschaft nun Opfergaben aus Dankbarkeit überbringen und Gin eine Statue mitten auf die Straße setzen! :D :D

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

  • also ich bin ein Schisser, mein Freund eher der Typ „ich komme schon zur Recht“ was willst machen?

    Habe ihn eindringlich heute in den Schädel eingepaukert wie die Gesetzeslage aussieht und Eigensicherung und und ..hatte aber den Anschein das er mir nur aus Höflichkeit zuhört :evil:

  • Ich bin auch eher ein Schisser, aber meinem Mann würde ich schon zutrauen einfach raus zu gehen. Aber ich glaube nicht, dass er unsere Hunde laufen gelassen hätte, sondern sie eher an der Leine mitgenommen, damit sie die Randalierer mit ihrem Gebell vertreiben könnten.

    Aber sinnvoll wäre wahrscheinlich wirklich gewesen, die Polizei zu rufen. Weiß man halt nie wie lange es dauert bis die kommen.

    Viele Grüße aus Bayern
    Silvia mit Hank (*2008), Arik (*2015) und Rusty (*2002)
    (Jacky +29.12.2015, Cora 30.07.2001-04.08.2016)
    Man kann ohne Hunde leben, abe es lohnt sich nicht (Zitat: Heinz Rühmann)

  • Ich finde gut wie es bei Euch abgelaufen ist. Natürlich sollte man Gesundheit und Leben nicht riskieren, weder das eigene noch beim Hund. Andererseits vertrauen ja viele Randalierer und auch Einbrecher darauf dass sich z.B. niemand mehr darum kümmert was mit den Sachen anderer Leute passiert, und jeder so tut als würde er nix mitbekommen. Sei Dir sicher, das wird sich wie ein Lauffeuer herum sprechen dass man Eure Straße künftig besser meidet, wenn man wieder mal anderer Leute Eigentum zerstören möchte. Vor größeren Hunden hat solches Gesindel i.d.R. einen Mordsrespekt.


    Und Angst vor einer Anzeige hätte ich auch nicht. Selbst wenn Dein Hund herzhaft "hingelangt" hätte. Die werden kaum zur Polizei oder dem Ordnungsamt gehen um eine diesbezügliche Anzeige zu machen...

  • Schließe mich da Waschbär an, das wird sich herumsprechen bei dem Gesindel und das ist gut so! Braver Gin!

    Es gibt viel zuwenig Zivilcourage mittlerweile.


    Ich bin auch eher der Schisser, mein Freund das genaue Gegenteil. Der wäre sicher raus...aber ohne Hund :D


    Wir haben hier in unserer Siedlung auch das ein oder andere Gesindel und wenn diese bei uns am Garten vorbei gehen rufe ich Dogmeat nicht zurück oder zur Ordnung sondern lasse ihn schön mit radau am Zaun randalieren.

    Die machen einen riesen Bogen mittlerweile um unseren Garten :evil::thumbsup:

    Er ignoriert eigentlich fast alle die vorbei gehen aber diese Personen hat er gefressen :whistling:


    Unsere Vermieterin und Nachbarn haben schon mehrmals gesagt das sie froh sind über den Hund. Er passt aber mittlerweile auch auf alles in der Umgebung auf, der weiß genau wer in welches Haus gehört und wer nicht :)


    Und nicht immer bekommt man Auflagen wenn der Hund "gerechtfertigt" beißt. Bei Verwandten wurde eingebrochen der Groendale hat den Einbrecher mehrfach heftig gebissen die Polizei hat genau nichts gemacht :thumbsup: Es gab kein Ärger und auch sonst nichts.


    Ganz ehrlich im Ernstfall wenn ich angegriffen würde oder ähnliches und nichts anderes mehr geht würde ich Dogmeat los lassen und hoffen das er ordentlich zu beisst

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!




  • Ich finde gut wie es bei Euch abgelaufen ist. Natürlich sollte man Gesundheit und Leben nicht riskieren, weder das eigene noch beim Hund. Andererseits vertrauen ja viele Randalierer und auch Einbrecher darauf dass sich z.B. niemand mehr darum kümmert was mit den Sachen anderer Leute passiert, und jeder so tut als würde er nix mitbekommen. Sei Dir sicher, das wird sich wie ein Lauffeuer herum sprechen dass man Eure Straße künftig besser meidet, wenn man wieder mal anderer Leute Eigentum zerstören möchte. Vor größeren Hunden hat solches Gesindel i.d.R. einen Mordsrespekt.


    Und Angst vor einer Anzeige hätte ich auch nicht. Selbst wenn Dein Hund herzhaft "hingelangt" hätte. Die werden kaum zur Polizei oder dem Ordnungsamt gehen um eine diesbezügliche Anzeige zu machen...

    Hi,


    ha, endlich kann ich dir mal widersprechen;)


    Sinnvolles Kümmern sieht anders aus. Sachschäden werden meist von der Versicherung geregelt und wenn nicht, ist es halt ein Blechschaden. Und ein solcher ist nicht mal einen blauen Felck wert, auch nicht beim Täter. Auch im Autoland Deutschland sollte unser moralischer Kompass hier nicht durcheinander geraten, wenns um Blech vs Menschen geht, ganz gleich, welche Menschen.


    Wenn man die Polizei informiert, besteht die Chance, dass die Täter gefasst werden und man die Tat direkt (also nicht gegen "Unbekannt") zur Anzeige bringen kann. Und auch wenn man rein rechtlich die Möglichkeit hat die Täter dingfest zu machen bis die Polizei kommt, würde ich davon, wie übrigens auch die Polizei, dringend abraten.


    Auch die Sache mit dem Herumsprechen glaube ich nicht, da es in diesem Fall ja alles andere als Profis waren. Anscheinend waren es irgendwelche (jugendlichen?) Randalierer - die aber kehren ohnehin wohl kaum an denselben Tatort zurück, um noch ein Auto zu beschädigen. Profi-Einbrecher lassen sich durch sowas auch nicht abschrecken, die meiden Personenkontakt wo es nur geht.


    Nicht falsch verstehen: Ich kann die Reaktion gut verstehen, aber man(n) sollte sich klar machen, dass das eben auch gefährlich ist! Bei dieser Erkenntnis können Frauen uns Männern übrigens helfen, indem sie ihrem Mann das Gefühl geben, dass er auch ein "ganzer Mann" sein kann, ohne dass er sich oder andere gefährdet...



    Liebe Grüße

    Lupus

  • Wenn es draussen mehrfach "BUMS" macht weiß man doch gar nicht um was es sich handelt. Möglicherweise ist ja auch jemand in Gefahr und versucht auf diese Weise auf sich aufmerksam zu machen! Von daher halte ich es für falsch das zu ignorieren. Und für richtig, wenn man den Ar... in der Hose hat selbst nachschauen zu gehen, zur Eigensicherung den Hund bzw. die Hunde mitzunehmen. Wenn man wüsste was draussen los ist, dann müsste man ja je nach Situation gar nicht rausgehen um nachzuschauen. Übrigens sollte man auch bei einem Telefonat mit der Polizei in etwa sagen können warum man sie (an)ruft.


    Und es ist nicht richtig davon auszugehen dass dort, wo einmal randaliert wurde, diese (oder andere) Personen nicht wiederkommen um das zu wiederholen. In meiner früheren Nachbarschaft wurde mehrfach hintereinander in einem Taubenschlag und Volieren randaliert, dabei ein hoher Sachschaden verursacht und auch Tiere getötet. Ohne (nicht ganz legale) Eigeninitiative des Eigentümers hätte die Polizei die Täter nie geshcnappt.


    Auch ich bin schon Nachts mit den Hunden raus (die dabei ziemlich auf Krawall gebürstet waren).... Erkannt habe ich niemanden. Habe nur eilige Schritte gehört, zuschlagende Autotüren und ein Fahrzeug (ohne Licht) wegfahren hören. Am nächsten Morgen lagen unbenutzte Einweg-Handschuhe dort wo in etwa das Auto gestanden haben muss. Und in umliegenden Ortschaften war anschließend eingebrochen worden bzw. es gab in dieser Nacht noch mehrere Einbruchsversuche.


    So wie ich wohne ist es nur positiv wenn es sich herum spricht dass hier mehrere "wehrhafte" Hunde leben. Hier "auf dem Dorf" sind von Sachbeschädigungen übrigens auch relativ häufig lebende Tiere betroffen. Rechtlich eine "Sache". Aber für die betroffenen Tierhalter (vor allem Kinder) äusserst tragisch wenn ihre Tiere von irgendwelchen Idioten mißhandelt oder gar getötet werden. Egal ob Kaninchen (die Katze meiner Schwester hat in den Tagen "danach" nach und nach deren Köpfe nach Hause gebracht) oder Pferde (die wurden hier in der Gegend schon mehrfach so schwer mißhandelt dass sie getötet werden mußten) oder Ziegen/Schafe von Landwirten, für die so etwas eher einen "materiellen Schaden" darstellt als für den Hobbytierhalter. Zudem haben wir hier immer wieder Phasen, in denen Brandstifter unterwegs sind. I.d.R. beginnen solche Phasen dadurch dass mehrfach Strohballen im Außenbereich angezündet werden. Erst einzelne, dann größere Strohlager. Und die Brände entstehen immer näher an den Ortschaften und irgendwann mitten drin. Von daher würde ich nie, wenn meine Hunde außergewöhnlich reagieren ( = wirklich aggressiv anschlagen), nicht nachschauen gehen...

  • Hi,


    abschließend dazu: Alles gut, solange es gut geht, keine Frage. Im Endeffekt war das ja hier der Fall, auch wenn die Täter nicht geschnappt wurden und nun vielleicht irgendwo anders randalieren. Mir wäre, grad für den Hund, das Risiko zu groß (zB könnten die ja auf die Idee kommen, dem "blöden Köter", der sie verjagt hat, nachträglich eins auszuwischen durch Giftköder oä), aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Nachschauen ist auch nicht dasselbe wie direkt eingreifen. Man könnte nachschauen, den Hund an der Leine haben und, so es geboten ist, die Polizei informieren (hat ja jeder ein handy heute).


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Es hört scih vielleicht deppert an, aber der Nachbar war eher froh das die abgehauen sind und nicht gefasst. So zahlt die Versicherung, sonst müsste er es von den Tätern bezahlt bekommen, was wenn die "kein Geld" hätten?

    Ja, wir wussten nicht was los war, es war nicht sichtbar aus unseren Fenstern, mein Freund hatte zwar vermutet das ein Auto dran ist, es aber mir gegenüber nicht geäußert, es lief alles wirklich schnell ab.

    Ich wäre mit angeleinten Gin rausgekommen (falls überhaupt). Zur Verteidigung von meinem Freund, Gin IST abrufbar. Das meine ich wirklich. Mein Freund hat viel mehr Vertrauen in Gin als ich irgendwie, komischerweise hat ihn der Hund nie enttäuscht.

    Ich glaube eher auch nicht, dass der mit Absicht rausgegangen ist: jetzt gibts "Dresche", sondern "was ist da los"

    Zugegegeben, würden wir einen Hund haben, der ärger drauf ist, würde man auch in solcher Situation mehr Vorsicht von Haus aus walten lassen.

    Gin ist zu den Menschen harmlos.

  • Vergiften könnte man meine Hunde auch im Vorfeld. Ich wohne ziemlich einsam, und der Gedanke einen Hund vor einem geplanten Einbruch aus dem Weg zu räumen liegt vermutlich gar nicht so fern. Da ich aber nicht nur einen, sondern vier Hunde habe, die sich im Ernstfall auch durchaus aggressiv zeigen (wie ich bisher nicht nur einmal erleben durfte), dürfte das aber ein schwer zu kalkulierendes Risiko sein. Zumal sich derart organisierte Trupps auch etwas mit Hunden auskennen und wissen bei welchen Rassen was funktionieren könnte und was nicht. Frau Spitz z.B. wird nix Fressen, so lange sie irgend etwas auf dem Radar hat was mit fremden Leuten zu nächtlicher Stunde zu tun hat.


    Zudem grenzt das Grundstück, auf dem meine Hunde laufen können, an keiner Seite an öffentlich zugängliches Gebiet. Sondern ist rundherum umgeben von Privatgelände.

  • ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, ich habe das auch schon mal irgendwo gelesen das Einbrecher Gebäude/Häuser/Wohnungen mit Hunden eher meiden.


    Warum ein unnötiges Risiko eingehen wenn es viel leichtere Objekte zum einbrechen gibt. Da müsste man ja schon was sehr wertvolles im Haus haben damit die sich die Mühe machen Gitfköder zu besorgen oder ähnliches.


    Da glaube ich ist die Gefahr weitaus größer das irgend ein Hunde Hasser oder Spinner was in den Garten wirft als das Diebesbanden gezielt Hunde ausschalten


    Die Polizei in Deutschland ist doch oft mittlerweile keine große Hilfe mehr bzw so in ihrem Handeln eingeschränkt, die dürfen ja gar nichts mehr das man sich darauf nicht verlassen sollte.

    Natürlich muss man sie rufen schon vom Gesetz her da Selbstjustiz verboten ist das war aber auch schon der einzige Grund


    Der Rechtsstaat in Deutschland ist völlig hinüber.

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!




  • Nanaaaaa....schlussendlich ist hier viel Spekulation im Gespräch. Hätte und Wenn und Wäre.... Solche Situation,das geht selsbt mir manchmal so an der Tür (wobei von mir verlangt wird überlegt zu handeln),sind oft geprägt von impulsivem Handeln. Das weis übrigens auch der gescholtene Rechtsstaat. Man kann in solchen Situationen weder ein vorrausschauendes handeln noch ein stets richtiges Handeln erwarten. Letzteres schonmal nicht ,weil in einer Situation die ja gerade von vielen Unbekannten geprägt wird,niemand vorhersagen wird was passieren wird. Vielleicht spricht sich´s herum. Vielleicht bereiten sich betreffende Leute das nächste mal auch nur besser vor. Was zu einer Gegenwehr mit Messer,Zwille,Spray oder vorsorglich Köder enden könnte. Mal nebenher erwähnt: Viele verstehen den Rechtsstaat nicht wirklich. Rechtsstaat bedeutet das JEDER-also selbst der Krimenelle- seine Rechte wahren darf. Das wiederum bedeutet das auch der Kriminelle Gesetze übertreten darf (zum Beispiel Körperverletzung,Sachbeschädigung) um seine eigenen Rechtsgüter (zum Beispiel seine körperliche Unversertheit) zu schützen. SELBST DANN,wenn dieser gerade auf frischer Tat geschnappt wird. Die Bewertung inwieweit diese Gesetzesübertretung auch wirklich gerechtfertigt war und inwieweit das verhalten desjenigen kausal war für das Verhalten der Anderen,obliegt Einzelfall für Einzelfall (leider wird viel zu oft geschaut wie andere Gerichte bei anderen Fällen entschieden haben) den Gerichten.


    Insofern ist Lupus gar nicht so fern wenn er sagt,das eine Sachbeschädigung keinen blauen Fleck wert wäre. Denn im Normalfall geht die körperliche Unversertheit durchaus über materiellen verlust. Trotzdem darf man aber materiellen Verlust auch mit körperlicher Gewalt verhindern. Widersprüchlich? Nur auf dem ersten Blick. Das Zauberwort heißt: Verhältnissmäßigkeit.

    In diesem Fall hier war doch alles verhältnissmäßig. Selbst ein Biß von Gin würde wohl darunter gezählt werden-abhängig davon wieder,wie es dazu kam (Hund gehetzt?Und wenn warum?). Sollten aber 4 DSH einen Einbrecher-der erstmal nur eingebrochen ist- zerfetzen,gäbs schon ordentlich Probleme. Sollte sich dann herausstellen das die Hunde nicht zufällig anw4esend waren,sondern extra herausgelassen worden,oder gar hingeschickt worden sind,könnte schnell auf gefährliche Körperverletzung,gegebenenfalls mit schwerer Körperverletzung,oder gar fahrlässige Tötung oder noch mehr plädiert werden. So unterschiedlich kann das gesehen werden.


    Das nächste Mal einfach den Hund an der Leine lassen-auch das wirkt und senkt das Risiko das der Hund alleine entscheidungen trifft (es gibt da übrigens auch "Täterverkennung"/"Zielverkennung"-daher ist lange Flucht verboten- beim Hund!),während jemand anderes die Polizei ruft. Bestenfalls eigentlich in Abstand vom Hundefüher-wennn vom Haus aus keine Sicht besteht. Das wirkt doppelt auf die Täter und man hat auch gleich einen Zeugen.


    PS.:Ja,Lupus erwähnte richtiger Weise das man einen UNBEKANNTEN (!!) Täter auf FRISCHER TAT und/oder BEI FLUCHTGEFAHR festsetzen,also der Freiheit BIS ZUM EINTREFFEN DER POLIZEI b.z.w. Organen mit hoheitlichen Rechten ,berauben darf. ABer auch hier gilt das a) die Voraussetzungen gegeben sein müssen und b) wenngleich die Gerichte die Freiheitsberaubung, wenn gerechtfertigt, nicht bestrafen werden,kann (und wird meistens auch) aber gerade der Versuch einer Freiheitsberaubung am Täter jenen veranlassen sich gewalttätig zu wehren.


    Einfach beim nächsten Mal bissl im Hinterkopf behalten und gut ist. Alles andere kann man eh nciht wissentlich beeinflussen.

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

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