"Terror" durch kleine Hunde

  • Was mir immer wieder auffällt im Alltag und auf dem Hundeplatz, ist, dass der meiste Ärger von kleinen Hunden ausgeht. Erst gestern lief ich wieder am Grundstück mit zwei Vertretern dieser Spezies vorbei, die sich am Zaun derart aufführten, als sei das Leben ihrer Besitzer in Gefahr und sie wären 50cm größer und 50kg schwerer. Einer steckte sogar den Kopf durch den Zaun, sabbernd und geifernd vor Aggression; wenn ich Babsi nur 10cm von der Leine gelassen hätte, würde er schon mit seinen Ahnen über die ewigen Gründe hoppeln.


    Meine These ist nun, dass diese kleinen Hunde nicht nur sehr oft nicht erzogen werden; sondern dass diese Hunde verlernt haben, zu wissen, wo ihr Platz ist und dass viele Streiterein vermieden werden könnten, wenn sie sich größeren Hunden gegenüber zurückhaltend oder unterwürfig benähmen. Ich weiß, jeder kleine Hund ist im Kopf dennoch ein Hund; aber es kann doch nicht sein, dass so eine Fußhupe sich immer wieder herausnimmt, was im richtigen Leben unweigerlich zum Tode führen würde.


    Meine Babsi z.B. mag kleine Hunde, würde sie am Liebsten hüten. Sie geht hin und schnuppert; aber wie oft reagieren kleine Hunde; auch wenn sie beim Spazierengehen weiter weg vorbeilaufen, mit einem Zerrtanz an Theater und Gebell und fletschenden Zähnen, dass irgendwann auch der gutmütigste DSH die Geduld verliert und zurückknurrt. Und was dann passieren würde, ließe man ihn los, kann man sich denken.


    Und ja, ich weiß; viele unachtsame Halter von großen Hunden haben Verletzungen und Tode von kleineren Hunden zu verantworten, aber das ist ein anderes Thema.

    "Schäferhundzucht ist Gebrauchshundzucht, muß immer Gebrauchshundzucht bleiben, sonst ist sie keine Schäferhundzucht mehr!" Rittmeister Max von Stephanitz: „Der Deutsche Schäferhund"

  • Das liegt daran, das viele Kleinhundbesitzer (nicht alle!) sich nicht um die Erziehung kümmern, und von Anfang an den Kontakt zu großen Hunden nicht zulassen.

    Das Problem ist aber auch präsent bei größeren Rassen: wie Golden Retriever, Labrador etc. bei Hunden die als "die Familienhunde" gelten. Die sind sehr oft unerzogen uns stürmisch und können sehr wohl einen Zwerg verletzten. Die Halter mit Hunden die einen gewissen "Ruf" haben, schauen schon, aus Vorsicht gegenüber des Größenunterschieds alleine das man da mehr aufpasst.

    Es ist in jeder Größenspalte diese depatte Einstellung vertretten.

    Du kannst es nur einigermaßen in Griff bekommen, wenn jeder Hund, jeder Rasse, einen Wesentest, Gehorsamtest und der Halter den Sachkundennachweis machen muss.

  • Meine These ist nun, dass diese kleinen Hunde nicht nur sehr oft nicht erzogen werden

    genau das ist in meinen Augen das Problem. Viele kleine Hunde sind NICHTerzogen. Es reicht ja ein kleiner Ruck an der Leine, dann ist der Hund beim Menschen, oder er wird einfach auf den Arm genommen und ist der gefühlten Gefahrenzone entzogen. WEnn so ein Hund jemanden anspringt, wird es meist als niedlich, süß etc. empfunden. Ich empfinde das nur als ungezogen und respektlos.


    Wir haben bei uns auf der großen Hundewiese Spielstunden für große (und alle) Hunde und für kleine Hunde. Ich finde es immer toll, wenn sich welche mit ihren kleinen Hunden trauen zur Spielstunde für alle (eben meist große) Hunde zu kommen. Harras hat keine Probleme mit kleinen Hunden, ich habe nur etwas Angst, dass er, weil eben sehr schwer ist, im Spiel mal etwas grobmotorisch ist. Und er lässt sich auch von den kleinen Hunden zurechtweisen, wenn er diesen zu aufdringlich erscheint.


    Sonntags ist nach der Spielstudne für alle die extra Spielstunde für kleine Hunde. Wenn ich mit meinem angeleinten, ruhigen (u.a. weil ausgepowerten) Harras den Hundeplatz verlasse und aus dem Tor auf den Parkplatz trete, nehmen die Kleinhundebesitzer fast ausnahmslos ihre Fifis hinter sich oder auf den Arm oder gehen ein Stück weg. Denn ein soooo großer Hund muss ja gefährlich sein. Ich habe aufgegeben mich darüber zu ärgern, im Gegenteil: innerlich lacht die Grinsekatze.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Ich muss aus Erfahrung noch etwas dem Beifügen.

    Meine Mutter hat Chiuhuahua und sie hat ihn verhätschelt. Er glaubt auch an der Leine dass er ein Rotti ist. Sie sagt oft zu mir: ich nehme meinen hoch oder zu mir, weil MEIN Hund deppart ist und andere provoziert.

    Ich habe das schon ein Mal glaube ich erzählt. Ich kümmerte mich mal um den Kleinen. Ich war mit ihm auf Hundewiese und mit Gini. Gin seine Freunde waren da, also konnte Gin laufen. Ich habe den Kleinen einfach abgestellt. Ich glaube der wurde noch nie so wirklich sich selbst überlassen ^^

    Beschwichtigen, Hundeettikette, kurzes Spielen. Alles gut. Ich habe es zwa abbrechen müssen, weil Gini sehr aufpasste und beschützte oder wollte, aber sonst alles top.

    Ich habe die anwesende Hudne gekannt. Schäferhündin, Bordauex Dogge, und ein größerer Mischling.

  • ich hab hier 2 exemplare im haus mit wohnen und die nerven mehr als meine große nur ich bekomme vom vermieter ärger das die viecher wenn man durch dem hausflur eht kläffen wie blöde oder wenn sie ihre runde um den block gehen und man ihnen begenet knurren die und bellen ein an das intressiert niemanden.

    hier ost es so das die menschen garnicht wissen das sie diese verhaltensweisen bestärken in dem sie sie hoch heben und betüddeln.

    um mich machen sie nen bogen nachdem ich mal aus dem Fenster sonntag früh um 7 gerufen habe wenn das wieh nicht bald ruhig ist es ich es zum mittag seitdem versuchen sie die tier wenn ich komme ruhig zu halten oder bleiben im auto sitzen ist lustig.


    das bestärken wird aber mit ein problem neben den unerzogenen sein weil seh es immer häufiger schnell auf den arm mit dem kleinen hund der große frisst ihn sonst.

    wobei ich kenne auch kleine die gut erzogen sind und sich zu benehmen wissen

  • wobei ich kenne auch kleine die gut erzogen sind und sich zu benehmen wissen

    die kenne ich zum Glück auch. Selbst bei uns im BH-Training war mal eine Frau mit einem Malteser. Und das Hündchen hat wirklich super mitgearbeitet und 1A gehört. Nur leider meinen die meisten Besitzer kleiner Hunde, dass sie so etwas nicht bräuchten.


    Auch auf der anderen Hundewiese, im Setter-Verein, sind nur sehr wenige kleine Hunde.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • hier gibt es auch ein Grundstück mit einem Yorkshire Terrier. Wenn wir vorbei laufen rastet der völlig aus :S der beisst in den Zaun bellt knurrt und sabbert dabei Richtig. Extrem aggressiv. Rennt dabei rum wie ein irrer.

    Aber es ist ja nur ein kleiner hund der darf sich so aufführen :rolleyes:


    Ich würde gerne mal sehen wie lange das bei uns gut ginge ohne Beschwerden wenn sich dogi im Garten so aufführen würde.


    Zum Glück ignoriert dogmeat kleine Hunde. Witzig ist immer , wenn mal wieder solche kleinen ohne Leine angerannt kommen und kurz vorher stehen bleiben natürlich weiter am bellen und ich dogi

    Die leine ein Stück länger lasse so das er einen Schritt nach vorne machen kann. Nicht selten rennen die Zwerge dan davon manche kreischen auch noch als ob sie gleich sterben :D


    Aber ich muss sagen viele entschuldigen sich und sind nicht böse wenn dogi sie erschreckt.:thumbsup:

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!




  • auch in meiner Straße gibt es zwei solche Kaliber - erst war es nur einer (Dackelmischung, etwas Größer) - jetzt kam noch ein zweiter hinzu, der eine kräftigere Stimme hat und bellt wenn Auto, Fußgänger, Hund - egal es wird gekläfft wie wenn der Russ kommen würde - ich hab die Frau auch mal angesprochen (Roopa total ruhig im Sitz) - sie findet es toll, daß der Hund " mal bellt" - auf deutsch heißt dies: die Hunde verlassen das Grundstück nicht und haben keinerlei Erziehung - rennen am Zaun herum wie die Gestörten und vom Hintergrund kommt dann das zaghafte rufen des Hundenamens, was die natürlich kein bischen interessiert - es ist ein katastrophaler Zustand - Sonntags, wenn mehr Spaziergänger vorbei kommen, muß man wirklich das Fenster zumachen, weil der Krach über Stunden geht

    g4pSw_o.png

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Roopa ()

  • Ich bin froh das Rae in unserer Agilitytruppe aufgewachsen ist. ;) Da laufen alle Hunde einfach so auf dem Platz herum, egal ob groß oder klein. So haben wir selbst mit kleinen Frechdachsen keine Probleme. Die ignoriert sie, auch wenn sie sehr laut und aufdringlich sind. Letzte Maßnahme wenn die echt nerven ist draufsetzen. :)

    Ich habe aber die Erfahrung gemacht das die meisten Kleinhunde einfach Schiss haben. Warum sie dann nach Vorne gehen erschließt sich mir aber nicht so richtig. Wird wohl an den Haltern liegen, aber ist mir egal. Die haben ja ein Problem. Ich verstehe sie schon wenn sie ihren Liebling auf den Arm nehmen. So ein Schäferhund ist auch ohne böse Absichten irgendwie grobmototrisch und meine wirkt dann schon mal wie ein Panzer. Sind die Zwerge auf dem Arm haben wir unsere Ruhe und können verschwinden.


    LG Terrortöle

    Dogs leave paw prints on our hearts. ;)

  • wir haben grade unsere Wohnung verkauft und wäre auf der Suche nach einer Mietwohnung.

    Hund? Ja! Wie groß? Gross! Dann nicht!!!

    Nur kleine Kläffer erlaubt. Große ruhige Hunde nicht.

    das würd ich aber umgekehrt machen - in größeren Städten gibt es keine Wohnungen für Hunde

    allerdings gibt es ja das BGH -Urteil, welches Hunde erlaubt, wenn es keine Beschwerden gibt. Aber erst mal braucht man die Wohnung

  • Askja ignoriert kleine bellende Hunde (wobei sie sich bislang nicht auf einen draufgesetzt hätte :S), insofern sehe ich es wie Terrortöle: das Problem hab zum Glück nicht ich, sondern diese Halter.

    Meine Nichte hat zwei Mopshunde aus dem Tierschutz, der Rüde ein charmanter älterer Herr, die Hündin eine Zicke vorm Herrn. Letztere nimmt sie auch auf den Arm, weil die sich dummerweise durch ihr Verhalten auch in brenzlige Situationen bringt. Sie weiss, dass das pädagogisch nich wertvoll ist, hat aber einfach Angst um das kleine Großmaul... ;)

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Hi,


    mangelnde Erziehung ist sicher der Hauptgrund.


    Aber vielleicht ist da noch mehr. Ist reine Spekulation, sagt mal, was ihr darüber denkt: Es steckt ja nicht in jedem kleinen Hund auch eine kleine Persönlichkeit. Was will man machen, wenn man 25 cm groß und 8 Kg schwer ist, sich aber fühlt wie ein Großer?

    Einen auf groß machen und alles dafür tun, dass die Anderen bloß nicht merken, dass man sich eigentlich gar nicht wehren kann, wenn es drauf ankommt. Also lieber von Anfang an klar machen, dass man gefährlich ist...

    Das dachte ich damals auch manchmal bei meinem Zwegschnauzer. Ok, der war nicht perfekt erzogen;), aber ich dacht mir oft: "Armer kleiner Alfi - wie muss der sich fühlen bei all den großen Hunden?!".

    Vielleicht fühlen sich diese Hunde oft unterlegen und kompensieren das durch Angeberei. Daraus wird dann schnell eine Gewohnheit, und schon wird aus dem Hund eine dieser typischen kleinen Krwawallschachteln...



    Liebe Grüße

    Lupus

  • lt. diverser Trainer sind diese kleinen Großmäuler oft einfach nur unsicher und gehen daher gleich in Angriff über. Meistens ziehen die sich sofort zurück, wenn man als Mensch auf die zugeht.

    Und ich weiß nicht, ob Hunde tatsächliche Größe wahrnehmen, egal ob ihre eigene oder die der anderen. Wir haben jedenfalls eine sehr selbstbewusste kleine Mopsdame auf dem einen Hundeplatz, von der lässt Harras sich in die Schranken weisen.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Ansonsten liese sich lange darüber spekulieren warum nun kleine Hunde gerne den großen Silberrücken geben.


    -Fast alle kleinen Rassen sind Terrier. Und Terrier sind Terrier,sind Terrier!

    - Von Anfnag an gewährte Narrenfreiheiten.

    -Übernommene Kontrolle/Absicherung.

    -Erfahrungen dahingehend das ihnen stets Schutz gewährt wird ("Der Kleine kann ja nichts anrichten,das ist ja lustig wie mutig der ist."),auch wenn sie selbst mobben,sich ungebührlich verhalten.


    Möglichkeitne gäbe es viele.


    Und ach wäre ich froh wenn hinter den Zäunen nur kleine Hunde toben würden. Bei uns in C gibt es einen Stadtteil wo man,egal welchen Weg man geht,nicht mehr normal (bei den engen Wegen) an den grundstücken vorbeilaufen kann. Alles vertreten. Akita Inus. Stafford oder Stafforshire,Labradore... Das ist teils auch weit entfernt von normalen bellen. Sichtbar deutlich hohe Erregungsphasen,bei Teils Zäunen von gerade mal einen Meter höhe. Sowas würde meine aus dem Stand überspringen. Das alles wärend die Halter drausen im garten sitzen und die es einen Scheiß interessiert wie da ihr Hund am Zaun tobt.

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

  • Neben mangelnder Erziehung und fehlender / schlechter Sozialisierung spielt sicherlich auch die Zucht eine Rolle.

    Während körperliche Merkmale wie z.B. möglichst große Kulleraugen, viel plüschiges Fell und ein Aussehen, dass einem Spielzeug gleichkommt, in den Vordergrund treten, nimmt das Wesen eine nachrangige Stellung ein. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Allerdings geht dieser Trend auch an großen Rassen nicht vorbei. Sodass ich persönlich nicht behaupten kann, das mir die kleinen Rassen negativer als die großen auffallen.

    "Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich."
    Louis Sabin


    Viele Grüße von Anja mit Hermann und Otte und Sammy im Herzen

Wer war online

Heute waren bereits 3 Mitglieder Online - Rekord: 44 Mitglieder ()