Geschlechtsreife beim Rüden

  • Zum Thema Nebenwirkungen:
    Die neuen Suprelorin Chips haben relativ wenige Nebenwirkungen, weil sie anders als die früheren Methoden, nicht über Hormonsupression bzw Gegenhormone funktionieren, sondern sich den Regelmechanismus des Körpers zu nutze machen.


    Mein alter Rüde bekam einmal einen aus medizinischen Gründen gesetzt.

    Man darf aber nicht verdrängen, dass die Zeit vor Wirkbeginng und auch das Wiedereinsetzen der Testosteronproduktion ziemlich stressig werden kann, weil die Rüden bis unter die Ohrspitzen mit Testosteron vollgepumpt werden.

    Meiner war in der Phase richtig eklig, egal ob zu den anderen Hunden, als auch zu Menschen. Wenn man darauf nicht vorbereitet ist, kann das ziemlich unschön werden und vor allem durchaus auch das Vertrauen in den Hund ziemlich anknacksen.

    Liebe Grüße

    Raphaela mit Mr Ekko, Cardassia & Azog

  • ECA ... darauf habe ich den TA auch angesprochen. Laut seiner Aussage sind das die Ausnahmen. Bei den meisten Hunden denen er einen Chip gesetzt hat gab es weder am Anfang noch am Ende so heftige Reaktionen.

    Abwarten, Tee trinken und das beste hoffen ?

  • Dein Ta weiß schon, wie der Chip funktioniert?

    Die Testosteronproduktion wird soweit hochgefahren, bis die Rezeptoren gesättigt sind und der Körper die Produktion vorübergehend einstellt, stark vereinfacht ausgedrückt.

    Und ein Hund, der schon unter normalen Testosteronlevel unerwünschtes Verhalten zeigt, von dem man ausgeht, dass es hormonell beeinflusst wird, soll darauf nicht reagieren?

    Die Aussage finde ich... gewagt.

    Liebe Grüße

    Raphaela mit Mr Ekko, Cardassia & Azog

  • Auf die Gefahr hin, dass ich verbal gelyncht werde: Welche Gründe sprechen in einem solchen Fall wie Argos gegen eine Kastration?

    Ich hab Askja auch kastrieren lassen aus gesundheitlichen Gründen. (Gleich die erste Hitze verlief nicht normal, ein Ultraschallbefund sprach für die Kastration.) Ich hatte das überhaupt nicht geplant und bei einer Hündin ist das eine fette Bauch-OP.

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • heute in der huschu habe ich nochmal mit meiner Trainerin gesprochen. Ihre Mutter, die hat die huschu gegründet, ist immer für Kastration. Sie nicht.

    Sie sagte heute... so wie sie Argos erlebt rät sie mir zur chemischen Kastration für höchstes ein Jahr. Um ihm die Chance zu geben etwas gelassener durch diese Zeit zu kommen. Von einer operativen Kastration hält sie in seinem Fall nichts, da sie der Meinung ist das er ein sehr souveräner Rüde wird.

    In einer Stunde haben wir Termin und ich bin hin - und hergerissen.

    Ich hoffe so sehr das er so bleibt wie er ist und "nur" der Stress wegfällt. Dann wäre das Thema Durchfall endlich vorbei.

    Unser Rüden-schön-füttern klappt so gut das er bisher keinen mehr angegangen ist. Er bleibt ganz ruhig an der Leine, egal was der gegenüber veranstaltet.

  • Hi,


    das ist, wie immer nur meine laienhafte Meinung!!!


    Unsere Hunde waren, bis auf einen, allesamt intakt. Ich sehe Kastration aus unterschiedlichen Gründen heraus kritisch. Verboten ist sie ohne medizinische Indikation zudem auch.


    Hier einige Infos dazu:

    http://www.tierarzt-rueckert.d…nde=1489&Modul=3&ID=18951


    Dennoch kann der Kompromiss des Chips in Einzelfällen sinnvoll sein. Du machst es ja nicht gedankenlos, zudem ist der Schritt ja nicht endgültig! Du hast dich entschieden, also stehe auch dazu!:)


    Wenn Du magst, kannst Du für den Durchfall zusätzlich "Heilerde" geben. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht (übrigens nicht nur beim Hund).

    Auch scheint die Vergabe von Ziegenmilchpulver (ist aber ein rein subjektiver Eindruck) die Magen- und Darmtätigkeit unterstützen.

    Und falls Stress (und nicht etwa eine nicht entdeckte Hintergrundinfektion) der Grund ist, kannst Du zusätzlich auch Entspannungsübungen einführen.


    Ich drück euch die Daumen:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • sooo.... es ist getan. Argos hat gelitten wie immer. Er leidet aber auch genau so wenn ich ihm einen Spot on verabreiche. Große Klappe, nix dahinter ?

    Wegen einem Pieks quietscht er und will die TÄ beißen... tztztz.

    Danach waren wir noch spazieren aber der Herr wollte nicht so wirklich. War wohl etwas platt.

    Ich werde mir jetzt jeden Tag aufschreiben ob und was sich verändert. Die TÄ ist übrigens auch der Meinung das ich ihn nicht endgültig kastrierten lassen muss, da es ja um die stressbedingten Nebenwirkungen der Pubertät geht. Ihrer Erfahrung nach dauert es ca 2 Wochen bis sich die ersten Veränderungen zeigen.

    Erst letzte Woche war ein Rüde bei ihr zum impfen der vor über einem Jahr einen 6- Monats - Chip bekommen hat. Aus den gleichen Gründen wie bei uns. Die HH waren sehr zufrieden und eine Kastration ist jetzt nicht mehr nötig.

    Das wäre richtig toll wenn es bei uns auch klappt.

    Grade haben wir im dunklen wieder den Landseer-Rüden getroffen. Der hat wieder Randale gemacht und meiner ist ruhig geblieben. In der Hoffnung auf eine durchfallfreie Nacht verbleibe ich mit freundlichen Grüßen ??

  • Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, geht man also im günstigsten Fall davon aus, dass sich stressbedingte Symptome wie Durchfall mit der Zeit (d.h. im Erwachsenenalter) legen?

    Dann wünsche ich Euch beiden viel Glück, dass der Plan aufgeht! :thumbsup:

    Dann seid Ihr ja mit Chip ein Jahr weiter/älter.


    @ Lupus

    Dass eine Kastration aus nicht medizinischer Indikation nicht I.O. ist, war mir klar. Die bei Argos beschriebenen Symptome fand ich schon recht heftig, daher meine Frage. Bisher wusste ich nicht, dass die Chance besteht, dass sich die Rüden im Erwachsenenalter "beruhigen".

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Hi,


    Studien dazu kenne ich keine, aber wir haben die Erfahrung mit einem der Rottis gemacht, der als junger Rüde total durch den Wind war, was sich mit zunehmendem Alter aber deutlich besserte. Es wäre ja auch komisch, würde sich das nicht verändern nach der Pubertät, wo sich viele andere Dinge ja auch verändern.


    Liebe Grüße

    Lupus