"Krummes" Ohr korrigieren

  • Hallo,


    ich habe mich extra für diese Frage hier angemeldet, da ich glaube (und hoffe), dass ich hier vielleicht den einen oder anderen alten Schäfer-Hasen finden kann, welcher mir einen Tipp im Bezug auf das krumme Ohrwascherl meines Jungspundts geben kann. ;)


    Der Hund ist Anfang Mai geboren, nun also gute 5 Monate alt und mitten im Zahnwechsel.


    Gleich vorweg: Es geht nicht um ein auffällig weiches oder noch nicht aufgestelltes Ohr!

    Seine Ohren stehen seit der 11. Lebenswoche wie zwei Einsen, nur leider entwickelt sich das rechte zunehmend in die falsche Richtung.
    Der innere Rand biegt sich leicht in Richtung Ohrinneres, wodurch das Ohr geschwungen erscheint, ein bisschen wie ein Horn.

    Hier mal ein Bild:

    [img]https://i.ibb.co/MshPGmW/Whats-App-Image-2020-10-15-at-04-10-04.jpg[/img]



    Wenn er sich freut, knickt er dieses Ohr immer auf halber Höhe (bewusst?) im 90° Winkel nach innen ein. Ich kann mir vorstellen dass dieser Knick auch daher kommt.

    (Oder kann er das nur so einknicken, WEIL der Knick schon da ist - ich weiß es nicht :whistling:)

    Auch hiervon gibt es ein Bild:

    [img]https://i.ibb.co/R0qb6MH/Whats-App-Image-2020-10-15-at-04-18-59.jpg[/img]



    Nun weiß ich ja, dass die Ohren in der Zahnung oft verrückt spielen, aber es ist ja nicht gekippt, sondern wird zunehmend krumm, und deshalb frage ich mich, ob ich damit rechnen kann, dass sich die Stellung des Ohres wieder von selbst normalisiert, oder ob das nicht zu erwarten ist?

    Um ggf. zu kleben ist das Zeitfenster ja auch nichtmehr ewig offen.


    Ich liebe den Hund natürlich so oder so, aber kaum was entstellt einen Schäferhund mehr, als "lustige" Ohren. =O



    Hach, noch vor 4 Wochen waren beide Ohren wunderbar gleichmäßig und richtig ausgerichtet.

    [img]https://i.ibb.co/sHdhjCD/Whats-App-Image-2020-09-18-at-20-11-04.jpg[/img]


    Liebe Grüße aus Österreich,
    Nina

    Einmal editiert, zuletzt von Ruebchen ()

  • Ja, an Waschbär mit ihrem großen Erfahrungsschatz hatte ich auch gedacht. :thumbup:

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Meine Erfahrung ist die dass wenn die Ohren vor der Zahnung korrekt waren, sich später alles was zwischenzeitlich merkwürdig ausschaut wieder verwächst. Ohren haben im Wachstum manchmal ihr Eigenleben... 8)

  • Meine Erfahrung ist die dass wenn die Ohren vor der Zahnung korrekt waren, sich später alles was zwischenzeitlich merkwürdig ausschaut wieder verwächst. Ohren haben im Wachstum manchmal ihr Eigenleben... 8)

    Oh, da wäre ich sehr froh.

    Gut mit etwa 3 Monaten standen sie zusammen wie ein Spitzdach, aber kurz bevor es mit der Zahnung so richtig losging - also vor gut 4 Wochen - waren sie echt schön. Dann hat das Rechte sich innerhalb von 4 Tagen so verbogen und ist jetzt seit ~ 3 Wochen so.


    Ich habe heute Abend ein Bild einer befreundeten Züchterin geschickt, die es mangels Erfahrung in dem Bereich an einen alten Züchterkollegen weitergeleitet hat. Der meinte klassisch mit Stützen kleben würde in dem Fall eh nix bringen, da der Ansatz soweit ja korrekt ist und das Ohr in sich ja sehr stabil sei. Kleben würde man wohl wirklich nur bei weichen kipp/knickohren.


    Aber mir ist ja aufgefallen, dass der Kleine wirklich sehr oft einfach aus Jux und Tollerei heraus eben das Ohr so komisch einknickt wie im Eingangspost auf dem zweiten Bild, und das muss ja nun nicht unbedingt sein.

    Da dachte ich mir, ob ich nur an die Innenkante des Ohres Medizinisches Tape (einen Streifen von hinten, einen von vorne) kleben könnte, nur damit er diesen Knick nichtmehr ständig machen kann?

    Ich hoffe man versteht wie ich das meine.


    Oder soll ich es echt einfach komplett so lassen und hoffen?


    Liebe Grüße,
    Nina

    Einmal editiert, zuletzt von Ruebchen ()

  • Ich würde NICHTS an den Ohren machen.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Ich auch nicht

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II &Hasso I 1971-1986<3


  • Ich hab noch nie irgendetwas an einem Hundeohr geklebt. Und der Begriff "die Ohren hängen lassen", wenn es einem mal aus irgend einem Grund nicht so gut geht, kommt ja nicht von ungefähr. Dein Hund ist jetzt mitten in der Zahnung, mit allen kleineren und größeren Problemen, die das mit sich bringt. Da gibt es oft mal Schwellungen und Entzündungen am Ober- oder Unterkiefer, halt schmerzende Stellen, und dadurch bedingt merkwürdig getragene Ohren und auch mal tränende Augen.

  • Waschbär , immer wieder toll, was du alles weißt und dass du das auch hier bereitwillig mitteilst!

    Toll, dass du hier im Forum bist. :thumbsup:

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Ok, ok, ihr habt mich überzeugt. ^^


    Ich lass alles wie es ist und hoffe das Beste.


    Das Ohr ist ja zwar schon seit etwa 3 Wochen so, aber seit 2 - 3 Tagen macht ihm der Zahnwechsel tatsächlich merklich zu schaffen.

    Gestern hat er innerhalb von nichmal 12h drei Prämolare verloren und teilweise echt rum gequängelt, verständlich.


    Aber bald ists geschafft, viele sind eh nichtmehr drin :)


    Ich halte euch auf dem laufenden, falls es wen interessiert. :)


    LG Nina

  • Ich habe bei Harras nicht einen einzigen Zahn gefunden, als der Gebisswechsel ablief.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Mein Rüde war damals auch sehr schlimm während der Zahnung. Zeitweise hat er sogar nichts gefressen, obwohl wir beim TA waren und alles i.o war. Eventuell kamen bei ihm aber die Schmerzen der ED noch dazu. Ich habe laufend Zähne gefunden, er war in dieser Zeit besonders anhänglich. Ich habe dann ein Gel besorgt und sein Zahnfleisch 3 mal täglich damit behandelt. Die Ohren waren immer genau gleich, obwohl es sicherlich von Hund zu Hund unterschiedlich ist. Würde mir an deiner Stelle nicht zu viele Gedanken machen und deinen Schützling möglichst Stress und Schmerzfrei durch die Zahnung begleiten.


    Alles andere zeigt sich dann betreffend den Ohren und sind wir mal ehrlich, auch wenn dir Ohren nach der Zahnung nicht perfekt wären, was spielt dass schon für eine grosse Rolle. Er ist wie er ist und so ist er wunderbar. Hauptsache er ist ansonsten gesund.

  • Wir haben unseren auch ein Gel aufs Zahnfleisch gerieben

    Alex mit

    Dina 08.03.2017 & Basko 27.07.2019

    :love:

    <3Aiko 2008-2019, Kimba 2005-2017, Kira 2000-2005, Irko 1996-2007,Varko 1994-1996, Aki 1985-1994, , Hasso II &Hasso I 1971-1986<3


  • Alles andere zeigt sich dann betreffend den Ohren und sind wir mal ehrlich, auch wenn dir Ohren nach der Zahnung nicht perfekt wären, was spielt dass schon für eine grosse Rolle. Er ist wie er ist und so ist er wunderbar. Hauptsache er ist ansonsten gesund.

    Natürlich liebe ich den Hund so oder so, und ich hab' lieber ein krummes Ohrwaschel als HD oder ED.


    Dennoch wäre es für mich schon ein kleiner super-gau, da er eigentlich in die Zucht soll, sofern gesundheitlich alles i.o. ist.

    Es hat beim letzten Hund schon nicht geklappt, der hat mittlere ED (aber perfekte Ohren 8o).

    Wenns jetzt schonwieder nicht klappt, und dann noch wegen sowas banalem wie einem schiefen Ohr, wären wir alle schon sehr niedergeschlagen.


    Ich mach' mich mal schlau wegen dem Zahngel, das würde ihm sicher helfen.

    Ansonsten machen wir zur Zeit nur Spaziergänge und Fährtenarbeit mit weichen Leckerchen, das geht gut und das macht er auch im Moment super gerne. Er will ja trotz Zahnschmerzen beschäftigt werden. :)

  • Dennoch wäre es für mich schon ein kleiner super-gau, da er eigentlich in die Zucht soll, sofern gesundheitlich alles i.o. ist.

    Nunja, das wäre aber vermutlich ein ziemlich kleiner Super-Gau... Wenn man mal drüber nachdenkt wie viele Deckakte ein DSH-Rüde im Durchschnitt in seinem Leben macht, der nicht bei einem superbekannten Hundesportler steht.

  • Trotzdem würde ich bei der Haltung eines Rüden den Zuchtgedanken völlig ausblenden. Wenn SPÄTER alles stimmt, dann kann man ihn natürlich ankören lassen und für geeignete Hündinnen zum Decken zur Verfügung stellen. Aber das wäre für mich bei einem Rüden überhaupt kein Aspekt in der Aufzucht. Dass ein Rüde tatsächlich später mal eine Hündin deckt ist von soooo vielen Faktoren abhängig, dass ich in so einem Alter des Hundes da gar keinen Gedanken dran verschwenden würde. Hier in Deutschland hatten wir sogar schon Bundessieger, die nicht einen Deckakt gemacht haben.


    Wenn mal eine Hündin aufzieht schaut das ein bissel anders aus, weil wenn man einen Zuchtgedanken hat wird diese Hündin, sofern später alles stimmt, ja mit großer Wahrscheinlichkeit auch zur Zucht eingesetzt werden. Der Einsatz eines Deckrüden hängt aber immer von einem diesbezüglichen Interesse anderer Leute ab. Und ist von daher nur sehr ungewiss.