Welpen Abgabe Zeitpunkt

  • Chias Züchter hat immer zwei der Welpen und die Mutti mit zu den Schafen und Ziegen genommen, als die soweit waren, dass sie das gut vertrugen. Bei der Heimfahrt im Auto hat Chia gepennt, nicht gekötzelt, nur ein Pipi ging in die Kuscheldecke. Aber wir sind auch 3 Stunden durchgefahren, weil sie schlief und wir das Gefühl hatten, dass es ungut wäre, sie aufzuwecken, nur um rasch draussen zu pieschern.


    Chia kannte das Autofahren und die Welpen waren auch immer wieder mit im Haus.


    Wir durften aber auch den ganzen Wurf sehen und uns auch noch zwischen den beiden Hündinnen entscheiden. Papa und Mama waren auch die ganze Zeit dabei und die Welpen spielten um uns herum, während wir Tee und Kuchen serviert bekamen.


    Chia war und ist auch nicht verfressen, aber sie teilt auch alle Näpfe mit jedem, erwartet aber auch immer, dass alle mit ihr teilen.


    Gerade war eine Freundin mit ihrer Spitzmischlingsh[ndin bei uns und die inzipizierte erst mal die Reste aus den Näpfen im Kräuterparadies (ich stelle den Hunden immer was zum Knabbern hin, aber meistens bleibt das dann auch stehen) Chia und Bene fanden das auch in Ordnung, dass Paulina sich bediente. Vorsichtshalber leckten Bene und Chia aber dann doch noch die letzten Reste aus den Näpfen, die Paulina übrig gelassen hatte.


    Ich bin eigentlich nicht böse darüber, dass meine Hunde nicht so futterfixiert sind, dass sie jeden Krümel verteidigen. Chia lässt sich trotzdem problemlos motivieren.


    Uns wurde vom Züchter aber auch gesagt, dass die Welpen noch kein Halsband und Leine kennen und er nicht so viel mit ihnen macht. Chia ließ sich trotzdem das Geschirr anziehen und marschierte auch ohne Gehampel mit, als wir die erste Fünf-Minuten Runde mit ihr drehten. Stubenrein war sie innerhalb von drei Tagen und sie hatte vor nichts Angst.


    Aus meiner Sicht hat der Züchter die Welpen sehr gut vorbereitet, auch wenn er sagte, dass er nicht viel mit ihnen gemacht hat.

  • Also das war mir nicht bekannt bzw. darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht, dass man da so viel versauen kann. Interessant und aber auch gut zu wissen.

  • Verbena es geht auch nicht darum, dass die Hunde jeden Krümel Futter bis aus Blut verteidigen sollen (das tun meine auch nicht) sondern, dsss sie in der Prägephase erleben, dass man sich für Futter anstrengen muss.

    Da muss man sich zwischen den dicken Geschwisterchen durchrobben und drängeln um an eine Zitze zu gelagen, wenn man Hunger hat. Das ist doch das natürlichste auf der (Hunde)welt...

  • Micha369 wenn man "einfach nur so" einen Hund hat, ist es vielleicht eher egal. Aber wenn man Trainieren will (das muss ja nicht unbedingt IGP sein) dann kann das echt ein Problem sein/werden.


    Es ist auch sicher nicht bei allen gleich, aber ich würde es für mich und meinen Welpen nicht wollen.

  • Verbena es geht auch nicht darum, dass die Hunde jeden Krümel Futter bis aus Blut verteidigen sollen (das tun meine auch nicht) sondern, dsss sie in der Prägephase erleben, dass man sich für Futter anstrengen muss.

    Da muss man sich zwischen den dicken Geschwisterchen durchrobben und drängeln um an eine Zitze zu gelagen, wenn man Hunger hat. Das ist doch das natürlichste auf der (Hunde)welt...

    Das meinte ich auch nicht. Ich bin ziemlich sicher, dass Chias Züchter der Natur ihren Lauf ließ und Chia sich ihr Futter durchaus erarbeiten musste.


    Aber es existieren auch viele Theorien und dennoch ist in der Praxis dann doch vieles anders.


    Chia ist leicht zu motivieren, aber das ist unabhängig vom Futter. Sie gibt auch alles, wenn sie dafür ein Spielzeug/ Ball/ Beisswurst oder ein Quietschie bekommt.


    Bene hat auf der Straße gelebt, war ein Tierheimhund, der mit mehreren Hunden in einem Zwinger saß und ganz sicher das Futter erarbeiten, um genug abzubekommen - bei 400 Hunden, die dort sitzen, steht ja kein Mensch daneben und schaut, dass auch jeder Hund seine Portion bekommt. Aber auch Bene ist nicht futterfixiert. Aber sie lässt sich auch weder durch Futter, noch durch Motivationsobjekte animieren. Wenn sie mitmachen will, tut sie das - wenn nicht, dann nicht.


    Ich will Deine Theorie gar nicht in Frage stellen, aber es gibt eben immer Ausnahmen - die vermutlich dann auch wieder die Regel bestätigen.


    Sicher kann man auch anführen, dass die Erfahrungen des Welpen in seiner Prägephase sein ganzes Leben beeinflussen. Ich glaube aber, dass auch der Mensch, der den Welpen dann zu sich holt, einen großen Einfluss auf das Verhalten des Hundes - auch im Bezug auf Futter - hat.


    Meine müssen sich ihr Futter im Grunde nicht erarbeiten, aber sie mögen Futtersuchspiele. Allerdings sucht Chia mit der gleichen Begeisterung auch ihren Ball, während Bene erst mal prüft, ob sich der Aufwand wirklich lohnt und durchaus auch Futter liegen lässt, wenn es nicht ihren Geschmack trifft ... obwohl sie sicher auch Entbehrung und Hunger kennen gelernt hat und Anfangs auch versuchte, Mäuse zu fangen und zu fressen, weil sie sich vermutlich auf der Straße davon ernährte.


    Warum Bene trotzdem so entspannt mit dem Thema Futter umgeht, kann ich nicht sagen, aber nachdem ich noch nie einen futterneidischen Hund hatte, liegt es wahrscheinlich an mir und meinem Einfluss oder meiner Fütterung ;)

  • Zitat von Verbena

    Chia ist leicht zu motivieren, aber das ist unabhängig vom Futter. Sie gibt auch alles, wenn sie dafür ein Spielzeug/ Ball/ Beisswurst oder ein Quietschie bekommt.

    Ja aber das eine hat in dem Fall mit dem anderen ja nichts zu tun. :/

    Die Arbeit mit Futter hat gegenüber der Arbeit rein nur mit Beute geade im Aufbau viele Vorteile.

    Und wenn ich dann so garnicht über Futter Arbeiten kann, ist das schon schei**e.


    Zitat

    aber es gibt eben immer Ausnahmen - die vermutlich dann auch wieder die Regel bestätigen.

    Na das doch sowieso immer, keine Frage! :)

    Es gibt auch sicher noch mehr Gründe, warum ein Hund sich nicht für Futter nicht so recht anstrengen will.

    Das was ich geschrieben habe, kann halt einer sein.

    Aber das ist ein Grund, den man komplett ausschließen könnte, wenn man nicht permanent der Natur drein pfuschen würde.

    Solange ein Welpe kein gefährliches Untergewicht hat oder anderweitig krank ist, gehört da nicht dran rum gemacht, meine Meinung.

  • Ja aber das eine hat in dem Fall mit dem anderen ja nichts zu tun. :/

    Jain - ich kann sie mit Futter motivieren, aber stelle auch fest, dass das Futter manchmal nicht halb so interessant ist, wie die Verpackung, wenn ich beispielsweise ein Leckerchen im Pod verstecke. Manchmal versucht sie nicht mal das Leckerchen auszupacken, sondern tut alles nur für den Pod. Wenn ich ihr dann zeige, dass da auch noch was drin ist, ist sie ganz erstaunt und scheint zu fragen: "Echt? Das gibts noch obendrauf?"


    Was ich damit sagen woill ist, dass Chias Züchter der Natur garantiert nicht ins Handwerk pfuschte und Chia sich ihren Bedarf an Nahrung ganz sicher erarbeiten musste, aber trotzdem eher wie der Schäferhund Deiner Bekannten ist, der sich nicht zwingend für Futter anstrengen wollte - nur dass Chia sich anstrengen will. Aber das Futter ist ihr dabei eher egal. Manchmal lässt sie den Keks sogar fallen, weil sie viel zu sehr in ihrer Aufgabe ist, um sich fürs Kauen Zeit nehmen zu können.


    Ich will aber auch keinesfalls in Frage stellen, dass Du nicht Recht hast, dass ein Welpe, der nicht gelernt hat, sich sein Futter zu erarbeiten, weil man ihm immer alles servierte, auch später eher komfortorientiert ist und sich nicht anstrengen möchte, sondern erwartet, dass "ihm die gebratenen Tauben in die Schnauze fliegen" und er sie sich nicht "erjagen" muss.


    Ich überlege nur, ob ein Hund, der diesen Komfort des Servierens in seiner Welpenzeit nicht hatte, dann wirklich zwingend quasi alles fürs Futter tut, weil er ja lernte, dass er nur satt wird, wenn er dafür Leistung bringt ... und die Frage finde ich schwierig zu beantworten, weil meine Hunde ja nicht über die Leistung satt werden müssen, sondern sich eher nur die Extras verdienen.


    Oder eben umgekehrt: Dass ein Welpe, der den Komfort hatte, dass der Züchter ihm alles servierte, bis der Welpe satt war, sich fern seiner eigentlich genetisch verankerten Leistungsfähigkeit entwickelt und so gar nicht mit Futter zu motivieren sein wird, weil er nie gelernt hat, sich sein Futter zu erarbeiten.


    Ich will das auch gar nicht zur Diskussion stellen. Ich habe nur lediglich das Gefühl, dass Chias Leistungsbereitschaft eher durch ihre Genetik beeinflusst wurde und auch ein Züchter, der sie "gepämpert" hätte, das nicht hätte "versaubeuteln" können.


    Aber ich mag mich da auch täuschen und bin absolut der gleichen Meinung wie Du, dass man der Natur nicht reinpfuschen sollte, wenn kein Handlungsbedarf besteht, weil ein Welpe kränkelt.

  • Also bei Witus war das mit Sicherheit nicht so, dass dem alles von Woche Null an auf dem Silbertablett serviert wurde.

    So wie der hier gefressen hat. Auch gab es Momente in denen er uns angeknurrt hatte (ja, der Drei-Käse-Hoch hat uns im Alter von 6 Monaten angeknurrt :D ) als wir seiner Futterschüssel mal zu nahe gekommen waren. Dennoch, wenn er heute draußen interessante Reize wahrnimmt dann steht Futter nicht wirklich an erster Stelle. Oder wenn jemand meint er könne Witus seine Beute (ein toller Ast z.B. , von dem es nur diesen einzigen auf der Welt gibt) abkaufen mit einem Stück Rinderfilet dann zeigt er ihm einen dicken Daumen. :D

  • ich kann das ja nicht beweisen, aber vieles kommt mir halt im Nachhinein bei Loki komisch vor und davon nehme ich mal an liegt auch einiges an den Züchtern. Das der Hund sich panisch wegduckt wenn man eine Rolle Geschenkpapier in der Hand hat, passiert Weihnachten wollte mit Hund und dem Papier eine Straße überqueren. Und nein er hat noch nie von mir mit Papier eine bekommen.

    Oder die extreme Angst vor Menschen seit Beginn. Um nur einiges zu nennen.

    Trotzdem ist er ein toller Hund, aber nochmal will ich nicht mehr so einen Schisser haben.

  • Verbena ich glaube wir quatschen hier ein bisschen aneinander vorbei :D


    Ich wollte auch nicht ausdrücken, dass der Futtertrieb durch "machen lassen" an den Zitzen und später zusammen aus einem Napf fressen lassen über allem stehen muss.


    Der Futtertrieb setzt ja sofort nach der Geburt ein, und ist die ersten Wochen der ausgeprägteste. Spiel- & Beutetrieb entwickeln sich ja erst später, werden dann immer ausgeprägter, während der Futtertrieb mit der Zeit wieder abnimmt.


    Also dass erwachsene Hunde, grade Arbeitsrassen, bzw. aus Leistungszüchtungen andere Prioritäten haben, ist ja normal.

    Aber es geht in dem Moment ja um einen 8 Wochen alten Welpen und das ist die Zeit, wo man über den noch gar nicht so recht ausgeprägten Beutetrieb nicht wirklich arbeiten kann.

    Wenn also die Möglichkeit Futter dann so früh schon wegfällt, stehst du dumm da.


    Mir ging es nicht um die allgemeine Motivation oder Leistubgsvereitschaft des Hundes sondern explizit um die "Nutzbarkeit" des Futtertriebes im Aufbau.

    Und das hat für mich nichts damit zu tun, dass deine ausgewachsenen Hunde einen ausgeprägteren Beutetrieb haben. (Die können ja trotzdem einen klasse Futtertrieb haben, bzw. mit 8 Wochen gehabt haben). ^^