Beiträge von Lupus

    Hi,


    nicht aufs Sofa wollen? Wie praktisch! Gaius liebt die Couch, darf aber nur nach Einladung drauf. Also setzt er sich davor und legt nur seinen Kopf aufs Sofa. Natürlich gapaart mit diesem Blick eines supersüßen kleinen Welpen. Dabei wedelt der Schwanz wie irre, aber der Kopf bleib ganz ruhig liegen. Bekommt er dann die Freigabe ("Couch") gibts einen Sprung und er liegt auf seiner Decke (er darf nur dahin). Aber sein Köpfchen diffundiert dann gaaaanz langsam in unsere Richtung. Nach ein paar Minuten hat ers dann meist geschafft und legt seinen Kopf auf oder an uns ab:love:

    Er übertreibt auch mal, wenn die Freue gar zu groß ist und legt sich einfach mit dem ganzen Köper auf uns. Wenn meine Frau dann ins Bett geht, machen wir noch ein bisschen "Kontaktliegen" in einer Art "Löffelchenstellung". Ist schon zum Ritual geworden.:)


    Aktuell überlegen wir, wie wir das mit dem Hovi machen, also wo sein Platz sein soll. Die Couch ist eigentlich ja groß genug, aber es wird dann schon "kuschelig". Wird schon irgendwie passen:)


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    gibt gleich Essen, nur kurz: Lustig, dieser Fragenkatalog, bringt es gut auf den Punkt. Wenn man beginnt, das zu erkennen, ist das nicht "ohne"....


    Passt dazu: Habe vor einigen Stunden mit den SchülerInnen wieder mal das "Libet-Experiment" besprochen. Das ist für viele auch absolut neu, hinterlässt bei einigen auch immer wieder ein echtes Grübeln.:)


    Schönen Abend allen:)


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    meine Erfahrung ist, dass Welpen wie 15-jährige Jungs sind - die müssen das erst lernen;)


    Ernsthaft: Bei Gaius kam das mit der Zeit von ganz alleine. Anfangs wars so, wie Du es beschreibst, heute kuschelt er auch gezielt. Also einfach abwarten.

    Was er von Anfang an gemacht hat: Wir setzen uns immer zu ihm runter, und dann versucht er, zwischen unsere Beine zu kommen, so, als wolle er in uns reinkrabbeln. Hab ich so noch bei keinem Hund erlebt, ist aber natürlich sußer süß.:love:


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    aaalso: Es gibt ja eigentlich nur zwei Varianten des Zustandekommens von Handlungen: Intuitive und solche, die durch das Denken motiviert sind.


    Die zweite Variante hat diverse Nachteile:

    - zu langsam, grad im Umgang mit Hunden, da eben erst eine Reflexion stattfindet und dann die Handlung folgt

    - nicht kontrollierbar: Denn was wir denken - darauf haben wir keinen Einfluss. Früher ging man ja noch von einem freien Willen aus. Heute wissen wir es besser.

    - Durch das Denken motiviertes Handeln basiert auf einer Ideologie (im Bereich Hundeerziehung dann zB auf Basis dessen, was wir glauben, über Hunde zu wissen oder gelesen haben, etc.). Aber wir selbst erkennen das oft erst gar nicht (halten unsere Ideologie daher für wahr) und wissen zudem ja nicht, ob unsere Ideologie richtig ist. Diese Art Handeln kann man zwar trainieren, aber dadurch werden wir unauthentisch. Das sind dann die HH, die "alles richtig machen" und sich wundern, warum das bei dem Hund nicht im gewünschten Sinn ankommt.

    - Das Denken neigt zur Analytik, das heißt, dass ein Gegenstand (materiell oder nicht) in Teilgegenstände zerlegt wird (wenn ich zB ein Auto analysiere, zerlege ich es in seine Einzelteile, in der Psychoanalyse das Leben in Zeitabschnitte, etc.). Das aber führt dazu, dass man das Ganze nicht mehr sieht und seine Handlung daher nicht vollständig, also immer defizitär ist. Da gibts den alten Spruch: "Immer mehr von immer weniger wissen"!


    Gefühl ist nicht gleichzusetzen mit Intuition, auch wenn die Intuition wie ein Gefühl daher kommt. Gefühle im landläufigen Sinn folgen auf das Denken. Beispiel: "Oh, die Rehecke, da kommt bestimmt wieder eins raus - hoffentlich rennt der Hund nicht hinterher!" > Unsicherheit unsererseits > entsprechende Körpersprache, etc. > Hund bemerkt unsere fehlende Sicherheit, verhält sich entsprechend.

    Oder: "Morgen hab ich Geburtstag" > Freude, usw.

    Gefühle sagen uns also nichts über die Realität aus, sondern nur etwas darüber, wie unser Denken die Realität beurteilt. Wir sind in diesem Prozess nur Zuschauer.


    Das Problem mit der Intuition ist, dass uns gerade das Denken daran hindert, intuitiv zu handeln. Es gibt einerseits nicht einfacheres als intuitives Handeln, andererseits kaum was schwereres.

    Das Gute ist: Intuition gibts, wie alle guten Dinge im Leben, für umsonst:)


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    spannend, spannend, spannend:)


    Ich nehme auf jeden Fall schon mal eines mit: Ich werde, ob bei Gaius oder dem Kleinen, noch mehr drauf achten, dass ich versuche, mehr zu vertrauen. Mir selbst und dem Hund:)


    Liebe Grüße

    Lupus

    Lupus in Beziehung auf die Chemie kann ich zustimmen. Hunde merken auch flott ob sich ein Angriff lohnt oder eher nicht. Aber mit einem Hund aus dem Tierschutz würde ich nie niemals in der ersten Zeit ohne Leine laufen, schon alleine aus dem Grund, dass ich nicht den Hund einschätzen kann.

    Hi,


    "Chemie" ist auch wieder ein interessanter Begriff. Passt irgendwie auch. Ich denke, dass es dabei um mehr geht als nur um Angriff oder nicht. Ein bisschen ist das bei mir auch so, also dass Hunde meine Nähe suchen, sich irgendwie auch orientieren, aber ich würde auch mit keinem Hund aus dem Tierschutz gleich ohne Leine laufen.

    Aber vielleicht ist genau dieses Denken unser "Problem". Denn es zeigt ja, dass wir dem Hund nicht vertrauen. Warum sollte er dann uns trauen, grad, wenn er uns noch nicht kennt? Und warum dann auf uns "hören"?


    Und das meinte ich auch oben mit den SchülerInnen: Ist genau dasselbe. Wir hatten mal ein Pizzabacken für "harte Jungs". Da war leicht zu sehen, wer tonangebend, besonders herausfordernd war. Zu dem bin ich hin, hab mich vorgestellt (wir kannten uns bis dahin nur vom Sehen) und gefragt, ob er der "Chefkoch" sein wolle, also aufpassen, dass kein Mist gemacht wird (hatte schon mal nen Schüler, der die Nudeln einfach so in den Topf getan hat ohne Wasser und dann die Platte voll aufgedreht;), dass alles klatt läuft. Ich hab keine Sekunde dran gedacht, dass das schief gehen könnte. Er war ein guter Chefkoch. Das ist zwei Jahre her. Jedes mal, wenn wir uns sehen, grüßen wir uns und ich sage "hi Chefkoch" - und er hat jedes mal ein breites Grinsen im Gesicht.

    Auch in der Situation war eigentlich nach einer Minute alles geklärt, das mit dem "Chefkoch" war nur noch ein Bonus sozusagen. Und Hunde beobachten um ein Vielfaches genauer als wir....

    Und ich glaub, dass das mit den Unterschied macht: Eben nicht auch nur den Hauch von Zweifel zu haben. Manchmal hab ich solche Momente auch bei Gaius - und dann brauchts auch keine Kommandos. Aber ich hab halt nicht die Sicherheit, das Vertrauen, dass bei Hunden grundsätzlich an den Tag zu legen. Das wurmt mich, weil ichs nicht richtig verstehe.:)


    Liebe Grüße

    Lupus

    Ich bleibe dabei, dass ich es führ fahrlässig erachte davon auszugehen, dass man einem Hund der 6 Jahre woanders gelebt hat, dann noch 4 oder mehr Wochen im Tierheim war zu denken man könnte innerhalb von Minuten eine Bindung herstellen. Da näherst du dich Muriel übrigens sehr stark Caesar Milan an, der immer von seiner besonderen Energie redet. Beziehungsarbeit braucht seine Zeit, ja man kann feststellen ob es eine Möglichkeit gibt aber eine wirkliche Bindung braucht Zeit.

    Hi,


    mhm, doch, es gibt diese Menschen. Habe ich selbst erlebt. Woran das genau liegt, ist schwer zu sagen. Man kann das "Energie" nennen oder es konkreter beschreiben, wie es zB der B. Kainz tut.
    Kriterien sind demnach unsere Emotionen (die Hunde riechen können), Gedanken, Körperhaltung, Mimik, Gestik, Stimme - alles zusammen ist das, was manche "Energie" oder "Charisma" nennen.

    Das Problem ist, dass man das mE eben schwer erlernen kann, da es ja zu unserem Habitus gehört, der uns oft unbewusst, vor allem aber schwer "ablegbar" ist. Meine Erfahrung ist, dass Hunde genau darauf reagieren. Viel mehr als auf (konditionierte) Kommandos oä.

    Hunde erkennen in Sekundenbruchteilen, wen sie vor sich haben. Und entsprechend verhalten sie sich.


    Stimme dir aber auch zu: Beziehungsarbeit braucht Zeit. Aber "Beziehung" hat mehrere Ebenen, wovon die zeitliche eine eher oberflächliche ist.


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    Ellionore : Kennst Du das Buch "Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung"? Falls nicht: Ferienlektüre!:) Gibt sogar einen Film dazu auf youtube und einige Berichte. Es zeigt wunderschön, wie gut eine freie Erziehung funktionieren kann. Überhaupt haben wir als Menschheit nur eine Chance, wenn wir das endlich begreifen. Denn dann brauchts keine Staaten, Regeln, Strafen und all das, was daraus folgt.

    Die SchülerInnen, die uns schwierig erscheinen, sind nicht die, die in einem richtigen Sinn frei erzogen wurden. Im Gegenteil: Die pendeln oft zwischen kompletter Missachtung (also gar nicht drum kümmern) und elterlicher Gewalt.

    Wir kämpfen seit ewigen Zeiten gegen die Verbrecher (oder halt einfach den, der so an der Schule vorbei rast), aber das funktioniert ja offenkundig nicht. Also kann die Lösung ja nicht sein: Noch mehr Regeln, noch härtere Sanktionen. Denn das macht alles ja nur noch schlimmer. Also muss man das Verbrechen selbst bekämpfen, also die Ursachen. Und dann landet man bei all den Dingen, die eigentlich auch schon seit ewigen Zeiten bekannt sind: Autoritäre Erziehung führt zur Gewaltanwendung der Kinder (kennst Du doch auch: Gerade die SchülerInnen, die am meisten Gewalt anwenden, haben auch am meisten davon erfahren), Konkurrenz im Kleinen dazu, dass schon der Tischnachbar eigentlich mein größter Feind ist und im Großen dazu, dass es Kriege gibt und all das Elend, usw, usw.

    Wir versuchen es andauernd mit Konditionierung in der Kindererziehung (Belohung oder Strafe). Und dann wundern wir uns über die Dinge, die Du ansprichst und denken, "die Jugend heute....."?`Das macht keinen Sinn. Die Jugend ist genauso, wie wir sie erzogen haben. Wir verlangen heute extrem viel von den Kindern und geben ihnen gleichzeitig extrem wenig mit auf den Weg. Und genau das zeigt sich in ihrem Verhalten. Die sind unser perfekter Spiegel. Das ganz einfache Beispiel "Gaffer": Wer gafft denn? Jemand, der meint, zu kurz zu kommen (im Leben). Und das meinen ja (zu recht) immer mehr Menschen, weil wir halt grundsätzlich auf einem Irrweg (politisch, wirtschaftlich, etc) sind. Nur kommt man da eben nicht runter, wenn man in dieselbe Richtung weiter fährt und nur noch mehr Gas gibt. Könnt man Romane drüber schreiben, aber ich denke, Du verstehst, wie das gemeint ist.:)

    Freihe Kindererziehung führt also nicht zu weniger ethisch handelnden Menschen, sondern zu mehr. Aber eben ethisch, nicht unbedingt moralisch. So gesehen kann man auch sagen, dass eine wirklich freie Entscheidung (eines freien Menschen) nie falsch sein kann. Freiheit meint ja mehr als nur das zu tun, was man tun will...


    Muriel : ABER: Mir ist halt nicht klar, wie eine freie Hundeerziehung aussehen soll. Denn bei Hunden kann man ja auf den zentralen Punkt "Einsicht" nicht setzen. Ich glaube dir, dass das mit deinen Hunden so ist, wie Du beschreibst. Aber ich denke halt, dass es an dir als Person, als Mensch liegt, nicht an dem, was Du sagst oder nicht sagst. Und ich denke auch, dass das eben etwas ist, was sich nicht vermitteln lässt. Beispiel: Nicht bei jedem hört der Welpe auf, die Blumen auszubuddeln, wenn er sagt "komm, lass gut sein, buddel da drüben weiter"....


    Liebe Grüße

    Lupus

    Lupus schreibst du noch etwas dazu, wo oder wann Hunde den Alphawurf anwenden?

    Hi,


    hab ich doch oben schon, hatte den einen Beitrag editiert. Aber gern abschließend in Kurzform: Habe bei Hunden noch keinen solchen Wurf beobachtet, die von sich aus ausgeführte Unterwerfungsgeste schon oft.


    Ich halte auch nichts davon, das mit dem Hund zu machen, weil mir nicht klar ist, was das bringen soll. Ich halte aber gerade die Fauser-Variante auch nicht für sonderlich schlimm. Und ich finde halt, dass man sich nicht nur an diesem einen Punkt aufhängen sollte. Fauser lehnt den Wurf alla Milan übrigens komplett ab.


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    aber sind wir uns in dem Punkt nicht alle einig, also dass es nicht drum geht, ständig den Chef raushängen zu lassen? Darum zumindest gehts mir überhaupt nicht!


    Intuitiv erziehen finde ich richtig, ist aber eben schwer, weil immer unser Denken dazwischen kommt. Insofern machst Du das richtig, wenn Du keiner Methode folgst. Haben wir auch nicht, da der Fauser ja auch nur ein "Baustein" ist.


    Aber "Partnerschaft" triffts auch nicht. Da träum ich manchmal von, also von einer gleichberechtigten (das zeichnet Partnerschaft ja aus) Beziehung zu einem Hund (am besten natürliche einem Wolfshund;)

    Aber dazu müssten wir wohl irgendwo in der kanadischen Wildnis leben. Hier bei uns muss es doch so sein, dass wir im Endeffekt (nicht andauernd) die Entscheidungen treffen. Also gibts da ne Statusdifferenz und mE in diesem Sinn keine echte Partnerschaft.


    Deinen letzten Satz nur noch mal hervorgehoben, weil damit eigentlich fast alles gesagt ist:)


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    genau das würde ich bei Hunden auch gerne tun, aber ich weiß eben nicht wie. Bei Kindern, auch in der Schule, habe ich ein Maß an Selbstsicherheit, dass ich beim Hund einfach nicht habe, wobei ich hier auch relativ gelassen bin. Und ich merke ja, wie eng Selbstsicherheit mit Freiheit lassen zusammen hängt.

    Summerhill ist hier das bekannte Paradebeispiel einer gelingenden Kindererziehung.


    Aber und das ist doch der große Unterschied zwischen Kindern und Hunden: Wir wollen ja, dass unsere Kinder möglichst früh eigene, also freie Entscheidungen treffen. Also muss ich sie auch von klein auf in diesem Sinn frei erziehen. ABER: Genau das wollen wir beim Hund ja nicht. Der verbleibt doch ein Leben lang im Kinderstatus, da ihm unsere Welt immer fremd bleiben wird und wir ja auch erwarten, dass der Hund in bestimmten Situationen eben nicht frei entscheidet, sondern auf uns hört. Und sei es nur zu seinem eigenen Schutz.


    Wie löst Du das auf, Muriel ?


    Mir ist ein Bernhard Kainz, der ohne Kommandos mit Hunden lebt, auch lieber als andere, auch Fauser. Aber wie umsetzen???

    Die Krux ist, dass ich weiß, dass es sinnlos ist, diese Frage zu stellen. Denn, wenn sie mir von Kollegen gestellt wird, weil sie zB mit Schülern nicht zurechtkommen trotz all der Strenge und ich das ohne Notendurck und Strenge hinbekomme, weiß ich ja auch nicht, was ich ihnen raten soll. Ich sage dann "Du musst lernen, die SchülerInnen so anzunehmen, wie sie sind, dann fügt sich alles weitere wie von selbst!".

    Aber wie ist das auf Hunde zu übertragen?


    Liebe Grüße

    Lupus

    https://de.scribd.com/document…rziehung-Am-Beispiel-Hund


    Das mit dem Alphawurf fängt irgendwo auf Seite 203 an und zieht sich sehr in die Länge, weil der Fauser ein unheimlicher Laberfritze ist.

    Hi,


    interessant, auf der DVD, die unsere Grundlage war und IST, ist davon keine Rede.


    Und auch im Buch wird das doch sehr differenziert dargestellt. Er empfiehlt den Wurf nicht, sondern sagt, dass es zu solche Situationen überhaupt nur kommen kann, wenn es an Grundrespekt fehlt - das ist sein Ansatz.
    Dann sagt er, dass es immer noch viele HH gibt, die diesen Wurf falsch anwenden, um daraufhin eine konkrete Situaiton zu beschreiben, in der er den Wurf anwenden würde, aber eben auf eine Art, die er als richtig empfindet (nicht runterdrücken, ohne Schmerzen, ohne Aggression, ohne Angst, etc.).

    Klar, man kann jetzt "Alphawurf" lesen und sich drüber aufregen. Dann aber sollte die Aufregung wenigstens ähnlich differenziert sein wie Fausers Äußerungen dazu. Das kommt mir hier ein wenig zu kurz, zumal auch gleich der Milan noch mit ausgepackt wird, wobei, liest man halt weiter, sofort klar wird, dass Fauser genau diese Art Wurf nicht meint.... Sorry, aber das Ausdemhutzaubern von Milan in diesem Zusammenhang klingt für mich nach "Schubladendenken".


    Ich habe heute oft den Eindruck (das gilt nicht für dich, Muriel , da ich finde, dass man allein an deinen Worten merkt, dass Du gut mit Hunden kannst), dass ein gesundes Mittelmaß fehlt. Da sind die einen, die ihren Hund nicht erziehen, sondern konditionieren und diesen alten Hut dann als moderne wissenschaftliche Theorie verkaufen. Hören diese HH nur die Begriffe "Status" oä wird man gleich in eine Schublade gepackt im Sinne von man würde seinen Hund ja quälen. Das sind auch diejenigen, deren Hund nie wirklich hört, so meine Erfahrung, der aber zum Bettler gemacht wurde und der permanent bestraft wird durch die Konditionierei.

    Und dann gibts die Dominatoren alter Schule, die gezielt Schmerzen einsetzen, um den Hund zu unterwerfen, was noch schlimmer ist. Oder diejenigen, die zB keine Problem damit haben, den Hund (durch Box oder in ein anderes Zimmer sperren) sozial zu isolieren und dann plötzlich ihr Gewissen entdecken, wenns um Alphawürfe geht. Nur, dann wirds halt echt unseriös....


    Wir waren und sind froh über Leute wie Fauser, die einen Mittelweg anbieten. Für uns war er eine Hilfe, weil, und auch das habe ich gesagt, er eine Haltung anbietet, mit der man Hunden begegnen kann. Ich würde keinen Alphawurf machen, liegt mir nicht. Überhaupt soltle man keinenm anderen blind folgen.


    Klar, ich kann die ersten 200 Seite ignorieren und mich dann auf diesen Punkt stürzen (und den dann auch noch falsch, bzw nur teilweise korrekt wiedergeben "Angstmache" vs Fauser, der genau das als Ausschlusskriterium angibt). Aber wem nutzt das?


    Ich bleib dabei: Uns hat der Fauser geholfen, die Haltung, die wir ohnehin zu Hunden hatten, auch bewusster zu leben. Daher empfehle ich auch den Fauser bezüglich dieser Einstellung.


    Edit: Erst alles lesen, dann antworten, Lupus: Grad erst gesehen, dass Du einen Teil ja erklärt hattest in einem anderen post. Also: Natürlich rebelliert mein Bauchgefühl bei Alphawürfen. Ich mag schon das Wort "Alpha" nicht. Klingt zu sehr nach der "schönen neuen Welt".

    Aber wir haben eben die DVD von Fauser, in der er das mit keinem Wort erwähnt, obwohl er fünf Stunden lang redet. Ich sehe in dem Hund übrigens auch keinen, der permanent nur beschwichtigt, sondern in vielen Szenen auf der DVD einen Hund, der die Ruhe weg hat und absolut positiv auf seinen HH reagiert, auch wenn es Beschwichtungssignale gibt (die aber gibts bei Hunden untereinander ja auch permanent).

    Im Buch steht es, aber eben differenziert. Ich kann einen anderen auf diese Art dazu zwingen, mich nicht aktiv zu ignorieren. Das habe ich auch schon mit Gaius gemacht, einfach intuitiv mich auf ihn gelegt, nicht als Methode, sondern weil ich in dem Moment einfach stinksauer war. Da war aber keine Angst in seinem Blick, eher Erstaunen. Empfehl ich das als Methode? Sicher nicht. Aber ists schlimm, wenns mal passiert? Ich denke eben "nein".

    Mich ärgert, dass Du über alles Positive, was Fauser sagst, hinweggehst und dich auf diese eine Sache stürzt.

    Ich kann nur sagen, wenn wir nicht auf ihn gestoßen wären, hätte Gaius seine ersten Nächte in einer Box verbracht und nicht mit mir auf der Matratze, wäre mir nicht in den Sinn gekommen, das Fauser- Mantra "ohne Schmerz, ohne Hektik, ohne Aggression" so zu verinnerlichen, wie ich es getan habe, hätte ich weiter brav konditioniert und auch die Sache mit dem Ignorieren hätte ich so deutlich nicht gesehen.

    Ich habe hier das Video über den Welpen gepostet, weil ich nach wie vor finde, dass da eine Sicht auf Hunde (als Kinder) aufgemacht wird, die ich sehr gut finde und für die man ja sonst überall kritisiert wird.


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    die Fauserkritik interessiert mich, da ich auch das anders sehe. Kanns Du das konkret an Worten festmachen, vor allem das mit der "Unterwerfung und Angstmache"?


    Muss jetzt los, später mehr:)


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    lustig, kleine Welt!

    Wir werden ja, wenn der Kleine dann im Herbst kommt, auch wieder eine HuSchu besuchen. Da uns diejenige, bei der wir mit Gaius waren, nicht so gefallen hat, haben wir eine neue gesucht und dabei den Hovi-Züchter gefragt, ob er uns nen Tipp geben kann. Das konnte er und empfahl uns eine Tranerin, die auch nach dem "Cani-Konzept" arbeitet. Dort werden wir auch mit Gaius erstmal hingehen bevor der Kleine kommt und uns das mal anschaun.

    Entsprechend werde ich da die Tage mal anrufen und mich beraten lassen, mir ein Bild machen.


    Wenn es dabei interessante Info gibt, meld ich mich nochmal hier udn berichte:)


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    interessant, ich deute das in der Tat anders....


    Es gibt überhaupt keine Sozialbeziehung in Gruppen, die nichts mit Status zu tun hat, weder bei Menschen, noch bei Hunden. Status bedeutet dabei schlicht, dass es innerhalb einer Gruppe Individuen mit unterschiedlich viel Handlungsmöglichkeiten (Kompetenzen/Rechten/Freiheiten) gibt. Das ist auch das, was unter "Dominanz" verstanden wird, insofern, als der Statushöhere eben mehr Rechte und Freiheiten hat als ein Statusniederer. Sind wir hier schon uneins? Falls ja, würde mich interessieren, inwiefern: Sagst Du, dass es diese Statusdifferenzen gar nicht gibt in der Natur und wir daher auch darauf verzichten sollten?


    Das heißt nicht, dass der Statushöhere jederzeit von seinem Recht Gebrauch macht, dass er alle Entscheidungen trifft. Aber er kann von seinem Recht Gebrauch machen und die Letztentscheidung treffen, wenn er das möchte. Genauso so würde ich auch dein Futterbeispiel deuten. Ich nehme dem Hund nie seinen Napf weg oder gehe dran, wenn er frisst. Aber es muss so sein, dass ich das jederzeit tun kann, sollte es nötig sein (Hund findet zB was ,was er nicht fressen darf und muss davon ablassen). Und genau das geht eben bei ungleichem Status umgekehrt nicht. Also dass der Hund selbiges auch bei mir tun darf. Gehe ich von meinem Essen weg, kommuniziere ich als Statushöhrerer, dass ich es in diesem Moment nicht beanspruche, das ist klar. Dann kann der Hund auch, gibt es keine anderweitige Regel, es sich holen. Aber eben nicht, solange ich es besnapruche durch meine Präsenz. Genau dasselbe geschieht in der von mir angesprochenen Übung mit dem Zerrseil.


    Der Status leitet sich grundsätzlich schlicht davon ab, dass Hunde in der Menschenwelt leben, in der sie sich nicht so gut auskennen, wie wir das tun. Der Hund kann langlaufen, wo er will, auch mal den Weg bestimmen. Aber wenn es drauf ankommt, bestimme ich den Weg (zB nicht über die viel befahrene Straße zu rennen). Das alles ergibt sich aus dem unterschiedlichen Status, der wiederum auf einem Wissens- und Kompetenzvorsüprung unsererseits basiert.


    Einen hohen Status erreicht man übrigens nicht durch willkürliche Unterdrückung anderer (das war die alte Dominanzschule, von der ich absolut nichts halte), sondern dadurch, dass sie freiwillig den Status anerkennen, weil sie selbst und die Gruppe davon profitieren. Stichwort Kompetenz und darauf basierendes Vertrauen.


    Ob man einen Status trainieren kann: Jein. Es gibt Menschen wie Hunde, die haben den (hohen Status) einfach, weil sie sehr viel Selbstsicherheit haben und ausstrahlen. Andere, Menschen wie Hunde, orientieren sich gerne an solchen Menschen, ohne, dass diese viel dafür tun müssten.

    Wir anderen (die diese "natzürliche Autorität" in geringerem Maß haben) müssen uns diesen Status in gewisser Weise "erarbeiten". Und das tun wir durch unser tägliches Handeln. Und das tun wir dadurch, dass wir uns so verhalten, als hätten wir den Status schon. Mit der Zeit lernt der Hund, dass er uns in diesem Sinn vertrauen kann und verhält sich entsprechend. Oder wir haben diese Kompetenzen nicht und der Hund orientiert sich auch nicht an uns - dann wirds schwerer in der Hundeerziehung....


    Zum Hochspringen, Beißen, Kratzen: Habe nicht gesagt, dass das der Fehler des Hundes ist! Im Gegenteil - er tut das, weil er noch nicht verstanden hat, dass er das nicht darf. Also ist es immer an uns, ihm das verständlich zu machen. Eine Frechheit ist es dennoch: Denn der Hund nimmt sich hier ein Verhalten raus, das wir selbst (hoffentlich) nicht an den Tag legen (ich jedenfalls beiße meinen Hund nicht, kratze ihn nicht und springe auch nicht an ihm hoch). Er nimmt sich also Freiheiten raus, die ihm nicht zustehen. Also muss er das lernen.

    Beispiel "kämpfen": Das meinte ich doch! Dass man gerade nicht kämpfen soll! Man kann dann die Ressocurce einfach wegtun (womit man nichts anderes tut als seinen Status zu kommunizieren), oder man bleibt eben sitzen und beharrt auf der Ressource (was mE absolut legitim ist) und klärt den Status auf diese Art.

    Da ich eher den persönlichen Weg bevorzuge (weder tue ich Ressourcen weg, noch sperre ich den Hund in einen anderen Raum oder eine Box, um ihn zu kontrollieren), wäre mein Weg eher der des Beharrens.

    Aber, nochmal: Liebevoll und unendlich konsequent, nicht strafend und missmutig!

    Natürlich ist das Wort "Aus" für ihn noch ohne Bedeutung. Aber das soll ja nicht so bleiben, oder? Also muss man ihm beibringen, was es bedeutet. Und wie kann man das besser machen als in einem spielerischen Sinn?

    Und, aber auch das ist nur meine subjektive Erfahrung: Hunde lernen viel schneller uns Menschen zu lesen als menschliche Regeln einzuhalten. Soll heißen: Er muss gar nicht jede einzelne Regel schon kennen. Es reicht, wenn er uns lesen kann (unsere Körperhaltung, Mimik, Stimmlage, etc.) und daraus ableitet, dass sein aktuelles Verhalten nicht erwünscht ist.


    Das alles hat doch mit "Weltherrschaft" nix zu tun! So denken Hunde doch nicht! Sie ticken wie alle anderen (höheren) Lebewesen auch: Sie versuchen, für sich und die ihren Vorteile zu finden. Und das ist auch vollkommen in Ordnung, solange sie lernen, dass dies auch Grenzen hat.


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    wie gesagt, Welpensicherheit der Wohnung ist ja unabdinglich, grad weil der Kleine ja noch nicht weiß, was er darf und was nicht. Und Du hast schon recht: Welpen verstehen nicht sofort, was sie dürfen und was nicht, weil sie noch so klein sind. Ich verstehe nur nicht, was falsch daran sein soll, es dem Kleinen zu lehren vom ersten Tag an. Vielleicht hatten wir auch einfach Glück mir Gaius, aber bei uns war das kein "Nein" und "Aus" den ganzen Tag lang, da er sehr schnell verstanden hat. Beispiel Küchentabu. Nach wenigen Tagen saß das. Und natürlich vergisst das ein Welpe mal und geht doch rein. Na und? Dann zeigt man ihm eben immer wieder liebevoll aber bestimmt, dass er das nicht darf. Meine Erfahrung ist, dass selbst Welpen das alles sehr schnell lernen. Aber, ich habe eben wenig Erfahrung mit Welpen und kann das daher nicht verallgemeinern.


    Und wenn ein Hund beißt und kratzt, also genau die persönlichen Grenzen, von denen Du sprichst, ignoriert - auch das muss er doch lernen vom ersten Tag an. Warum auch nicht???


    Das alles schließt doch Geduld und mE damit Konsequenz nicht aus....


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    was meinst Du mit "Dominanztheorie"?

    Zum Status: Es gibt Arten des Umgangs mit Ressourcen, die etwas mit dem Status zu tun haben. Das kann hier der Fall sein. Spiel kann natürlich auch mit Ressourcen geschehen. Und grad weil im Spiel auch sozial gerlernt wird, hat auch das ja mit Status zu tun. Wo soll da der Gegensatz sein?


    Natürlich, gut, dass Du das betont hattest, muss man die Umgebung welpensicher machen, so gut das geht. Und doch kommt es dazu, dass der Welpe Dinge beansprucht (im wahrsten Wortsinn), die er nicht haben darf. Ihm das klar zu machen ist doch unabwendbar.

    Wenn der Hund sich also zB in die Couchdecke verbeißt, muss er doch lernen, dass das nicht geht. Und das natürlich vom ersten Tag an (Hunde denken nicht in Zeitkategorien). Wenn man ihn daran hindert und er geht dann zum Tischbein, um das zu bearbeiten, so muss man ihm auch hier zeigen, dass das nicht geht. Und, denke, dass ich selbstverständlich: Jede Korrektur muss liebevoll sein, nicht bösartig oder gar schmerzhaft!!!


    Hinzu kommt ja, dass der kleine Kerl hier auch beißt und kratzt. Auch das muss er doch lernen. Und grad, weil die Geschwister und die Mutter ihm das nicht mehr zeigen können, müssen wir das machen. Meintest Du das mit "Dominanz"?

    Ich habe ja keine Welpen, die ich beobachten kann. Aber Hunde untereinander. Und da ist es nunmal so, dass die sich sehr klar die Grenzen aufzeigen, wenn Grenzen überschritten werden. Das müssen wir Menschen natürlich ebenso tun. Aber eben ohne böse zu werden und nachtragend zu sein. Das sind Hunde ja auch nicht.


    Vielleicht ist das der Punkt: Es geht ja um Sachen, die der Hund nicht haben darf. Wenn er nen Grasbüschel nimmt und damit rumpost, kann das natürlich zu einem Spiel werden. Aber darum gings ja mE nicht.


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    habe nicht alles gelesen, kann sein, dass es sich daher doppelt.


    Solange alleine sein ist alles andere als gut für den Hund, denke ich. Aber nun ist es halt, wie es ist, Du hast dir die Situation ja nicht ausgesucht...


    Also musst Du schaun, wie Du das hinbekommst. Dabei dachte ich an eine eventuelle Unterstützung. Vielleicht findest Du mit der Zeit jemanden, der den Hund in der langen Zeit mal raus lässt. Al s wir damals auch alle lange weg waren, haben wir in der Nachbarschaft ein Mädchen gefunden, das Hunde liebte, selbst aber keinen haben durfte. Sie ist dann jeden Mittag, wenn sie aus der Schule kam, mit unserem "Alfi" spazieren gegangen. Das Kind war glücklich, Alfi liebte sie und wir hatten ein weniger großes schlechtes Gewissen. Vielleicht einfach mal nachfragen, ob so eine Option für dich auch besteht.


    Auch gibt es ja heute sogen. "Hutas" ("Hundetagesstätten"), bei denen man die Hunde für eine gewissen Tageszeit abgeben kann und wo sie mit anderen Hunden zusammen untergebracht sind. Auch da könntest Du mal schaun, ob es solche Angebote in der Nähe gibt.


    Abgesehen davon wünsche ich dir viel Kraft in dieser schweren Zeit:)


    Liebe Grüße

    Lupus

    Hi,


    ich formuliere hier alles mal etwas drastischer...


    Wenn es "sehr sehr lange geht", hast Du dich bei den ersten Malen nicht klar ausgedrückt! Übe das, arbeite, kann das nur wiederholen, vor allem körpersprachlich (unten dazu ein Link zu einem Video, das dies mE gut erklärt). Dass er an dir hochspringt und beißt und kratzt, ist eine Frechheit, die ihm nicht zusteht. Stell dir vor, wie seine Mutter oder ein gut sozialisierter älterer Hund darauf reagieren würden: Eine halbe Stunde lang kämpfen und diskutieren? Wohl kaum...


    Im Sinne der operanten Konditionierung braucht ein Hund in der Tat hunderte von Wiederholungen, was mit ein Grund ist, dass wir dieses Konzept in der Erziehung nur randständig nutzen, da dieses Konzpt ein unpersönliches ist, in der Hundeerziehung (wie bei Kindern auch) aber alles gerade über die persönliche Ebene läuft.

    Wenn Du deine Stimmung klar und deutlich (verbal wie körpersprachlich) kommunizierst, brauchts gar keine Wiederholung. Denn Hunde können uns sehr gut lesen, was aber eben voraussetzt, dass Du klar kommunizierst. Und das kann man üben! [Hierzu empfehle ich das Kapitel "Kommunikation aus Sicht des Hundes" aus dem Buch "Projekt Rudelführer" von Bernhard Kainz!]

    Eigentlich muss man das aber gar nicht groß üben, da wir unter Menschen auf dieselben Aspekte achten. Man muss es nur anwenden, sich bewusst werden, wie man agiert und wie das auf den Hund wirkt. Also muss man diesen "lesen" lernen. Und das braucht eben seine Zeit. Also alles kein Grund, sich zu sorgen:)


    Sorge dich nicht! Wenn Du einen Befehl gibst, lass schon den Gedanken, dass der Hund ihn nicht ausführen könnte, gar nicht erst zu! Was Du sagst, ist für den Hund wir ein Naturgesetz. Das kann er aber nur in diesem Sinn auffassen, wenn Du das auch ausstrahlst. Du kannst das aber nur ausstrahlen, wenn Du es auch fühlst. Und fühlen kannst Du das nur, wenn Du gerade nicht unsicher bist, also keine negativen Gedanken hast.

    Das ist eine Art Kreislauf, aus dem man heraus kommen muss. Auch das kann man üben: Lass beim nächsten Mal einfach den Gedanken, dass er nicht hören könnte, gar nicht zu! Und wenn der Gedanke aufkommt, ersetze ihn durch einen positiven Gedanken ("Ich habe jetzt "Aus" gesagt, also ist auch Ruhe!"). Und beobachte dann einmal, inwiefern das Dich und was Du kommunizierst, verändert!


    Und vor allem: Habe Hunden gegenüber niemals ein schlechtes Gewissen! Hunde kennen sowas nicht, und wir senden unklare (emotionale) Signale, wenn wir ein schlechtes Gewissen haben. Das führt dann wieder dazu, dass der Hund uns nicht lesen kann und das dann dazu, dass er sich nicht an uns(eren Befehlen) orientiert. Ist auch wieder ein Kreislauf.:)


    Du schriebst: "wir spielen oft und schauen neue Dinge an. Er hat genug Schlaf,

    guten Apetit und auch sonst ist alles ok mit ihm. Ich habe gestern stundenlang
    mit ihm zusammen gelegen als er geschlafen hat und auch nachts war ich bei ihm
    mit Körperkontakt. Ich hoffe, ich mache nichts falsch. In zwei Wochen soll er
    mit ins Büro.. Alle sagten mir, das wird sicher super klappen. So wie es jetzt
    ist, ist es unmöglich.
    "


    Das hört sich doch alles sehr gut an! Denn ein gutes Hundeleben in diesem Sinn ist die Voraussetzung dafür, dass Erziehung funktionieren kann. Zwei Wochen sind übrigens eine lange Zeit im Leben eines Welpen:)


    Link zum Video zur Körpersprache:


    Edit: Nochmal zum Büro: Wichtig ist diesbezüglich mE anfangs vor allem, dass er ein Ablasskommando kennt. Wie Du das einüben kannst, wurde ja oben schon beschrieben.

    Und zum Beißen und Kratzen hab ich grad dieses Video hier entdeckt:



    Liebe Grüße

    Lupus