Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Es ist der letzte und zugleich schwerste Liebesbeweis, wenn wir ein geliebte Tier gehen lassen müssen, denn in diesem Moment wissen wir, dass wir sein Leid beenden und unseres damit beginnt ...


    ... denn Liebe misst sich nicht im Willen, darin vor allem das eigene Glück zu finden, sondern im Wunsch, das Glück dessen, den wir lieben dürfen, allem voran zu stellen.


    Und ja, es ist eine sehr, sehr traurige Pflicht, den Entscheid zu treffen und ich gebe zu - auch wenn ein unerwarteter Tod einem hart trifft - dass ich all denen, die von selbst entschieden zu gehen, ohne dass ich über Leben und Tod entscheiden musste, sehr dankbar bin.


    Müsli litt in seinen letzten Momenten an furchtbaren Erstickungsnöten und so ging der Übergang bei ihm so wahnsinnig schnell, dass ich fast schon erleichtert war, als sein Röcheln verstummte. Das große Elend kam dann erst einen Moment später, als wir in den frühen Morgenstunden mit dem toten Hund vom Notfall-Tierarzt nach Hause fuhren.



    Die Bommeline ließen wir bei uns zuhause einschlafen, denn wir wussten ja, dass es ein unumgänglicher Schritt war und eine Fahrt in die Tierarztpraxis keine Linderung mehr versprochen hätte.


    Aber die Bommeline kämpfte so sehr gegen das Sterben, dass ich an diesen Eindrücken dachte, zerbrechen zu müssen. Unsere Tierärztin sagte mir später, dass es Hunde gibt, die so sehr kämpfen, weil sie ihren Menschen nicht alleine lassen wollen ... und ich glaube, sie hatte Recht, denn die Bommeline war sich ganz sicher, dass ich ohne sie den Halt verliere, denn sie kannte mich viel zu gut, um annehmen zu dürfen, dass ich ohne sie leben möchte.



    Elvis war für mich die unfassbare Erfahrung mit der Hinfälligkeit eines Hundes, denn drei Tage, bevor wir ihn gehen lassen mussten, versuchte er noch einen Fahrradfahrer zu verfolgen, um den vom Sattel zu ziehen und am nächsten Tag brach er beim Spaziergang im Wald zusammen.


    Trotzdem hatten wir noch Hoffnung und fuhren mit ihm zum Tierarzt ... aber sie meinte, der Hund sei schon so geschwächt, dass er den Tag wohl auch ohne ihre Hilfe nicht überleben würde ... wir haben ihn dann mit ihrer Hilfe gehen lassen und er hatte nicht mal eine halbe Spritze in den Adern, als er noch mal tief seufzte und einschlief.



    Das Lieschen war ja schon 15 Jahre alt und litt an zahlreichen Zipperlein wie Arthrose in fast allen Gelenken. Sie war blind, taub und hatte einen Tremor, der ihr das Gleichgewicht immer mal wieder raubte. Dazu kam ein großer Mamatumor. In der stürmischen und regnerischen Nacht zum 3. Oktober 2005 ließ ich sie mal wieder nachts vor die Tür, denn sie konnte das Pipi auch nicht mehr so gut halten. Aber im Gegensatz zu den sonstigen nächtlichen Pipiausflügen, kam das Lieschen nicht nach fünf Minuten zur Tür zurück ... ich ging sie suchen und fand sie in einer tiefen Pfütze. Mit viel Mühe schleppte ich den triefnassen Hund ins Haus. Dort bewarbeitete ich das Fell mit Handtüchern und Föhn, aber am nächsten Tag bekam sie Fieber und eine Blasenentzündung, Am nächsten Morgen führen wir dann zum Tierarzt, aber die Balsenentzündung hatte auf die Nieren geschlagen und in Anbetracht des Alters und all den körperlichen Baustellen riet die Tierärztin dazu, das Lieschen gehen zu lassen ... auch sie kämpfte und ich weiß bis heute nicht, ob sie lieber die Anstrengung der Behandlung auf sich genommen hätte, als zu sterben. Vielleicht wird sie es mir eines Tages verraten, wenn wir uns wiedersehen.



    Anka war 11 Jahre alt, als wir sie mit einem geplatzten Milztumor in den frühen Morgenstunden des 24. Februar zum Tierarzt fuhren ... in der Hoffnung, man könnte sie retten. Aber die Tierärztin meinte, dass die Prognosen auf eine langfristige Verbesserung des Gesundheitszustandes bei einem geplatzten Milztumor trotz OP nicht gut sind und wenn es ihr Hund wäre, sie dem Hund die OP ersparen würde. Sie wies auch darauf hin, dass sie nicht einmal sagen könnte, ob der Hund die OP überlebt ... und das war der Punkt, an dem wir entschieden, dass bevor unsere Anka auf einem kalten OP-Tisch stirbt, ihr Leben lieber in unseren Armen enden soll ... und dann haben wir sie gehen lassen.


    Joe war tatsächlich der einzige unserer Hunde, der ohne tierärztliche Hilfe über die Regenbögenbrücke ging. Am Morgen seines Todestages lief er noch einmal um den ganzen Hof um von allem aus seinem irdischen Leben Abschied zu nehmen und dann fiel er in meine Arme und starb. So furchtbart das war, so unvorbereitet den geliebten Weggefährten zu verlieren, so dankbar war ich ihm, dass er den Entscheid selbst getroffen hatte.


    Ihr Lieben,


    ich muss nun gleich zugeben, dass ich nicht jeden Beitrag in diesem "Fred" gelesen habe, aber beim Querlesen habe ich im Grunde jeden Eurer Sätze unterstrichen.


    Und obwohl ich mich auch oft ärgere, wenn andere Hundebesitzer ignorant und uneinsichtig sind, weil "der will ja nur spielen", ist mir heute früh etwas sehr, sehr Peinliches passiert.


    Ich breche zu unserer ersten Hunderunde ja meistens gegen 6 - 6.30 Uhr auf, weil es da noch kühl ist und das Benchen die Wärme nicht mehr so gut verträgt. Um diese Zeit treffe ich dann meistens auch niemanden (außer Rehe, Hasen, Kaninchen und Eichhörnchen:evil:).


    Heute war es aber ziemlich regnerisch und deutlich kühler, als die letzten Tage und so gönnte ich mir ein Stündchen länger im Bett und trödelte unter der Dusche und bei der Altbausanierung. Kurz vor acht trabten wir dann los und unterwegs begann es dann auch wie aus Eimern zu schütten. Man könnte annehmen, dass man bei dem Wetter keinen Hund vor die Tür schickt. Zumindest war ich überzeugt, dass außer mir heute keiner mit den Hunden laufen geht.


    Nun hatte ich bei meinem morgendlichen Getrödel aber tatsächlich Chias Schleppleine vergessen und nur Benes Leine mit ... was im Grunde in dieser Situation ja auch kein Drama gewesen wäre, denn auf Benes Gehorsam ist eigentlich Verlass und für Chia habe ich die Schleppleine schön länger nicht mehr gebraucht, weil sie inzwischen weiß, dass für das Kommando "Hier" keine Optionen zur Verfügung stehen.


    Wir kamen also - wie jeden Morgen - auf einem schmalen Waldweg auf die Absperrbarke und die dahinter liegende, unübersichtliche Kurve zu, vor der ich Chia immer zum "Bei Fuß" rufe, damit ich zuerst sehe, was ihr ungeteiltes Interesse wecken könnte, bevor sie das entdeckt. Chia lief tatsächlich streberhaft neben mir her und Bene schlurfte missmutig im Abstand von zwei Metern hinter uns her, weil sie es nicht mag, wenn es regnet und dementsprechend dann auch jedwede Motivation fehlt, mal einen Schritt schneller zu laufen (außer wenn ich Kekse durch den Wald schmeisse ... aber bei Benes Gewicht muss ich das vorsichtig dosiert anwenden).


    Vor der Barke, vor welcher der Weg endet und hinter der es um die Kurve geht, stand ein Auto. Ich nahm also Chia an Benes Leine, denn wie ich schon schrieb, lag Chias Leine noch zuhause und Bene ist gehorsam ... so die Theorie.


    In dem Moment, in dem ich den Karabiner in Chias Brustgeschirr hakte, stand hinter der Barke ein großer Jagdhund - ohne Leine. Chia wollte da auch sofort hin und riss mich fast von den Füßen (daran müssen wir sehr dringend arbeiten), aber nachdem sie aktuell läufig ist und ich nicht wusste, ob der fremde Hund ein Rüde oder eine Hündin ist, bemühte ich mich, Chia auf keinen Fall loszulassen - obwohl mir von der Wucht, mit der sie in die Leine gesprungen war, bereits Schulter und Nacken weh taten.


    Während ich also noch versuchte, Chias unmögliches Benehmen zu korrigieren, schoß ein schwarzer Blitz an uns vorbei und direkt auf den Jagdhund zu: Bene!


    Nun muss ich zugeben, dass ich mich im Grunde ja freue, wenn sie mit ihren 91/2 Jahren solche Energie entwickelt und Spaß daran hat, mit anderen Hunden zu spielen, aber ich kann mir eben auch gut vorstellen, dass wenn auf meinen Hund eine schwarze Dampframme mit 50 kg Kampfgewicht zubrettern würde, ich doch sehr besorgt um meinen Hund wäre.


    Das Blöde war, dass ich mit Chia aufgrund der Läufigkeit nun nicht hinterher konnte um Bene zurück zu holen und darum lediglich versuchen konnte, mit meinem Rufen meinen altersstarrsinnigen Hund zurück zu beordern ... aber Bene hatte den Jagdhund bereits zu ihrem neuen besten Freund erklärt - was der auch super fand - und nicht gewillt, das tolle Spiel zu beenden, bloß weil ich an ihren sonst so prima funktionierenden Gehorsam appeliere.


    Dann kam auch das Herrchen des Jagdhundes in Sicht und mir entfuhren die schrecklichen Worte: "Entschuldigung" Die tut aber nix, die will nur spielen!" Wiiiiiiiieeee o-b-e-r-p-e-i-n-l-i-c-h!


    Zum Glück hatte das Jagdhundherrchen viel Humor und meinte:" Manchmal ist man echt machtlos" und dann öffnete er die Kofferraumklappe seines Autos und verfrachtete seinen - gehorsamen - Hund hinein, während Bene enttäuscht war, dass man ihr die Party verdorben hatte und missmutig auf uns zuschlurfte, während ihr neuer Freund im Auto saß und bereits Richtung Heimat unterwegs war.


    ,,, und ich bin doch eigentlich ein sehr verantwortungsbewusster Hundemensch, der solche Situationen zu vermeiden versucht ... aber ich musste feststellen, dass auch ich nicht davor gefeit bin, ein "TUTNIX" zu sein.

    Ich möchte mich - als Selbst-Neuling hier - sehr gerne den Willkommensgrüßen anschließen und freue mich auf den Austausch mit Dir.


    Ich schicke Dir meine tief empfundene Anteilnahme zum Tod Deines Hundes - das Vermissen hört zwar nie ganz auf, aber gegen Hundeschmerz hilft ein neues Hundeglück meistens am besten. Die neue Herausforderung holt uns wieder ins Leben und ins Glück zurück.

    Übrigens, meines Wissens verzichten Vegetarier nur auf Fleisch während sie Fisch und tierische Erzeugnisse (Eier,Milch usw.) zu sich nehmen.

    Veganer verzichten auf alle tierischen Produkte. Teilweise auch bei Kleidung und anderen Produkten.

    Ganz, ganz kleine Korrektur von mir als Veganer: Vegetarier essen keinen Fisch. Diejenigen, die nur auf Fleisch verzichten, aber Fisch essen, nennt man Pescitarier;)

    Ihr Lieben,


    ich habe mich so sehr über Eure herzlichen Willkommensgrüße gefreut und Bellchen Chia ist am 26. Januar 2020 geboren und somit 6,5 Monate alt ... das Pubertier übernimmt also schon ab und zu die Kontrolle über meine vor kurzem noch so streberhafte "Welpin", die nun wohl zur Kategorie "Junghund" gehört.


    Und ja ... Tränen flossen leider schon viele in meinem Leben mit unseren Tieren. Es gab auch immer wieder Momente, in denen ich überzeugt war, dass ich einen weiteren Verlust nicht mehr verschmerzen kann. Abschied, Trauer, Vermissen und dieser Schmerz beim Loslassen ... sich davor zu schützen, geht ja nur, wenn man zu einem weiteren Tier nein sagt ... aber man sagt eben auch zum ganz großen Glück nein. Denn wie sagte Robert Lee Frost: "Glück gleicht durch Höhe aus, was ihm an Länge fehlt."


    Was mir meine Tiere jeden Tag an Glück schenken, macht mich reich und mein Fazit ist, dass ich lieber in diesem Reichtum lebe und die Trauer als Preis dafür akzeptieren muss, als arm an Glück zu werden, um mich vor dem Schmerz zu schützen.


    ,,, und dazu passt ein weiteres Zitat. Diesmal aus dem "kleinen Prinzen" (Ihr seht vielleicht schon an meiner Signatur, dass ich St. Exupery sehr schätze;):(


    "So machte denn der kleine Prinz den Fuchs mit sich vertraut. Und als die Stunde des Abschieds nahe war:

    "Ach!" sagte der Fuchs, "ich werde weinen."
    "Das ist deine Schuld", sagte der kleine Prinz, "ich wünschte dir nichts Übles, aber du hast gewollt, dass ich dich zähme ..."
    "Gewiss", sagte der Fuchs.
    "Aber nun wirst du weinen!" sagte der kleine Prinz.
    "Bestimmt", sagte der Fuchs.
    "So hast du also nichts gewonnen!"
    "Ich habe", sagte der Fuchs, "die Farbe des Weizens gewonnen."

    Durch das Leben mit meinen Tieren habe ich unzählig viele Farben des Glücks kennen lernen dürfen und auch wenn jeder Abschied so unfassbar weh tut, dass jedes mal ein Stückchen von einem selbst mitstirbt, wird mein Leben durch unsere Tiere wunderbar bunt ...





    Ihr Lieben,


    vor drei Tagen hat der Rüde einer Freundin entdeckt, dass Chia läufig wird.


    Mir war zwar schon vor ein paar Tagen aufgefallen, dass sie sich viel leckt, aber nachdem bei der Taschentuchprobe nichts Auffälliges zu beobachten war, maß ich der Sache keine große Bedeutung zu. Aber dann zeigte der Rüde meiner Freundin vor drei Tagen ein so deutliches Interesse an meiner Hündin, dass ich zuhause noch mal mit dem Taschentuch über die Scheide strich ... aber wieder war nichts zu sehen oder zu riechen.


    Gestern dann fand ich das erste Blutströpfchen. Bislang ließen sich unsere Hündinnen immer viel Zeit mit dem "Erwachsenwerden" und insofern war ich doch sehr überrascht, dass Chia, die noch keine sieben Monate alt ist, jetzt schon läufig wird. Hattet Ihr auch schon solche "Frühentwickler"?

    Ich bin auch sehr zufrieden damit und was noch wichtiger ist: Chia auch ;)


    Zwar ist es ja eigentlich ein Trail-Geschirr, aber ich dachte, wenn es zum Trailen taugt, dann scheint es auf jeden Fall das Kriterium zu erfüllen, dass es gut passt und die Bewegung des Hundes nicht blockiert (also auch nicht auf die Schulter, das Brustbein oder den Hals drückt).


    In den letzten Wochen habe ich es mit der Schleppleine ausprobiert (Chia wird zwischendurch vom Pubertier beherrscht und verliert dann temporär ihr Gehör :evil:) und das funktioniert auch sehr gut ... auch wenn ich seit ein paar Tagen keine Schleppleine gebraucht habe und das Wort "Hier" wieder bei ihr ankommt ... sogar dann, wenn ein Hase unseren Weg kreuzt.

    Beim Benchen und den Leonbergern hatte ich immer das K9-Geschirr, aber bei Chia saß das Geschirr so gar nicht. Also habe ich das Hunter-Geschirr gekauft, das man unter den Bauch legt und dann an der Seite hochzieht, um es am Rücken zu schließen (ich muss mal schauen, wie das heißt). Für die ersten Wochen war das toll, aber als es zu klein wurde, entschied ich mich für das Ruffwear - das scheuerte allerdings so sehr, dass ich es nur eine Woche benutzte und einen halbkahlen Welpen hatte. Also schaute ich mal, was es sonst noch gibt. Das Geschirr soll ja nicht scheuern, nirgends drücken, nicht einschränken und wenn möglich, auch noch gut verstellbar sein, damit man nicht alle vier Wochen ein neues Geschirr kaufen muss.


    Ich habe mich dann für das Niggeloh Follow mit drei Möglichkeiten zum Öffnen entschieden. https://www.hubertus-fieldspor…lD6bHchq0aJYaAsDmEALw_wcB


    Gut, es kostete fast 90 €, aber Chia trägt es sehr gerne und es wächst jetzt schon seit drei Monaten mit und es ist noch Luft zum Weiterwachsen.

    Ich finde das Thema "veganes Hundefutter" durchaus interessant, weil ich ja selbst seit 1996 vegan esse.


    Meine Leos waren tief in ihren Herzen auch eher Vegetarier. Meine Bommeline hätte für ein Fingermöhrchen getötet und Müsli verschmähte die Fleischwurst, die er zum 2. Geburtstag bekam. Also habe ich auch mal einen Sack veganes Hundefutter mit bestellt, als ich für mich einkaufte.


    Mein Fazit ist aber eher negativ, denn nach ein paar Tagen ließen meine Hunde die Winde wehen und blähten, dass einem echt übel wurde, wenn man in ihrer Nähe war. Klar - Hülsenfrüchte verursachen Blähungen. Ich esse auch sehr wenig Soja, weil ich sonst extrem viel pubse.


    Obst und Genüse bekommen unsere Hunde selbstverständlich gerne, denn wir barfen (und das fällt einem Veganer nicht immer leicht). Chia habe ich im Wald gezeigt, wo die Heidelbeeren wachsen und sie zupfte sie mit Begeisterung von den Sträuchern. Ich bin gespannt, ob sie Brombeeren genauso gerne mag.


    Bene ist aber eher der Meinung, dass Fleisch ihr Genüse ist. Als sie bei uns einzog, habe ich mit allen Tricks versucht, ihr Genüse unters Fleisch zu mischen und sogar Hipp-Gläschen gekauft. Sie schüttelte die Fleischstücke dann so lange, bis das Fleisch nicht mehr kontaminiert war und das Gemüse an der Tapete klebte.


    Ein bisschen Obst und Gemüse geht inzwischen, aber Begeisterun sieht anders aus. Ich hatte auch schon Belcando-Mixer oder von Luposan das Zufleisch gekauft, damit kein Mangel entsteht (Kräuter mag sie auch nur bedingt) und das frisst sie gerne, aber mich besorgt eben dann doch, dass Trockenfutter und Fleisch sehr unterschiedliche Verdauungszeiten haben und man das eigentlich nicht zusammen füttern sollte.


    Wobei meine Hunde auch immer eher pienzig mit dem Futter sind ... liegt aber an mir, denn die wissen, dass Frauchen eine Speisekarte hat und gerne das Büffet eröffnet, damit die Hunde bekommen, was ihnen schmeckt (ich bräuchte einen Peinlichkeits-Smiley)

    Hallo Ihr lieben Schäferhundefans,


    Mein Name ist Sabine, was in meinem Geburtsjahr 1963 ein absoluter Modename war, weshalb es in meiner Schulklasse auch 5 Sabinen gab;)


    Neben diuesem wenig originellen Namen gaben mir meine Eltern und die Ahnen mütterlicherseits auch die Tierliebe mit, denn schon meine Oma züchtete Schäferhunde, meine Tante Leonberger ... und beiden Rassen fühle ich mich auch sehr verbunden,


    Im Grunde war ich auch in meinem, nun seit 57 Jahren andauernden Leben auch nur vier Wochen ohne Hund (schlimme, schlimme Zeit), denn ich hatte das Glück, mit Hunden aufwachsen zu dürfen ... allerdings waren es - zu meinem Leidwesen - erst mal Pudel, denn meine Mutter (obwohl sie selbst mit Schäferhunden aufgewachsen war) wollte kein "sabberndes Kalb", obwohl meine Tante mir gerne einen Leonbergerwelpen geschenkt hätte.


    Als ich dann das Hotel Mama verließ, begleitete mich der Schäferhundrüde Hannibal. Ihm folgte der Neufi-Mix Teddy und danach zog der Mischling Higgins bei mir ein. Als ich dann meinen heutigen Mann kennen lernte, wünschte der sich einen Collie (Generation Lassie:evil:) und so entschieden wir uns, zu Higgins eine Schäferhund/ Collie-Mischlingshündin zu nehmen ... unser Lieschen.


    1992 zogen wir in unser erstes eigenes Haus und Lieschen bekam zur Verstärkung den Langhaarschäferhundrüden Bo von Tobmarani an ihre Seite gestellt. Aus Bo wurde allerdings Joe, denn ich wollte vermeiden, dass man ihn Bobo ruft. Joe war mein absoluter Herzens- und Seelenhund und nach wie vor bin ich sicher, dass ich mit ihm keinen einzigen schlechten Tag erlebte.


    Mit Lieschen und Joe zugen wir dann 1996 aus der Schweiz nach Norddeutschland um, denn wir hatten eine Gestütsanlage gekauft und wollten unsere Pferdezucht hier etablieren.


    Lieschen wurde 15 Jahre alt und wurde sehr vermisst ... auch von Joe. So kam es dann, dass eine Pferdezüchterin, die einen unserer Hengste genutz hatte, mir von einer "Scheidungswaisin" erzählte, für die dringend ein guter Platz gesucht wird. Anka, die damals vierjährige Langhaarschäferhündin, zog zwei Tage später bei uns ein.


    Als Joe mit über 13 Jahren starb, wollte ich eigentlich nie mehr einen Hund, denn keiner hätte diesem wunderbaren Gefährten das Wasser reichen können und der Schmerz um den Verlust war so groß, dass ich ein halbes Jahr lang immer "nein" sagte, wenn jemand fragte, ob Anka nicht wieder einen Freund bekommen soll.


    Aber dann wurde mir ein Leonbergerrüde angeboten ... Müsli war so ganz anders als Joe und ich war genau dafür dankbar. So erfüllte sich also doch noch mein Wunsch nach einem "sabbernden Kalb".


    Kurz nach Müslis Einzug bot uns seine Züchterin eine "Welpin" aus ihrem C-Wurf an (Müsli hieß ja eigentlich Amuse Geuele und kam aus dem A-Wurf) und so kam die Bommeline zu uns und damit hatten wir drei Hunde.


    Leider wurde Anka aber nur 11 Jahre alt. Ein Milztumor beendete ihr Leben viel zu früh. Auch Müsli ging weit vor seiner Zeit ... er hatte eine Genmutation, die ihn lähmte und so wurde er nur sechs Jahre alt. So war die Bommeline plötzlich ein Einzelhund, aber wenn man mitten in der Hundewelt lebt, dauert es bekanntlich nie lange, bis einem ein Hund angeboten wird. In diesem Fall waren aber die Umstände besonders tragisch, denn das Herrchen dieses Leonbergerrüden starb ganz plötzlich und verfügte, dass ich seinen Elvis erbe.


    Das Jahr 2017 war dann für uns ein besonders bitteres ... wir müssten im Januar unsere Bommeline mit knapp sieben Jahren aufgrund eines Osteosakoms im Knie gehen lassen und im Mai erlag Elvis der gleichen Genmutation wie sie auch Müsli hatte.


    Für meinen Mann Micha war das der Punkt, an dem er beschloss: Hier ziehen nur noch Langhaarschäferhunde ein, denn auch wenn Anka nur 11 Jahre alt wurde, haben wir jeden Leonberger vor seinem 7. Geburtstag beerdigen müssen und Joe und das Lieschen wurden wenigstens 15 und 13 Jahre alt.


    ... und so kam Verbena, das Benchen, zu uns. Eine Kundin sagte damals zu mir: "Sie ist die Heilerin Deiner wunden Seele" - und das ist sie wirklich, denn Bene ist mein Sechser im Lotto und ein Traumhund, wie er nicht perfekter sein könnte. Allerdings brachte sie aus dem Tierheim in Ungarn, aus dem wir sie bekamen, auch Herzwürmer mit und die Behandlung war langwierig und ließ ein Herznebengeräusch zurück. Trotzdem ist das Benchen für ihre 9 Jahre noch sehr fit und vermutlich hat der Himmlische die Schicksalsfädchen geschickt zusammengeknüpft, denn ich bin Tierheilpraktikerin und unterstütze unsere Tiere mit Kräutern aus unserem Internetshop.


    Nachdem wir ja über lange Strecken unseres bisherigen Lebens immer mehrere Hunde hatten, wuchs in mir auch der Wunsch, für das Benchen eine Freundin in unsere Familie aufzunehmen. Im Februar diesen Jahres fanden wir sie dann: Chia! Corona-bedingt zog sie schon mit neun Wochen bei uns ein. Der Züchter hätte sie gerne etwas länger behalten, aber wir wussten nicht, ob es eine Ausgangssperre gibt und wir dann noch nach Thüringen fahren können, um unsere "Welpin" abzuholen.


    Das Benchen war zu Anfang etwas irritiert über das quietschende und pieschernde Hundekind, aber inzwischen sind die Mädels ein tolles Team geworden und ich freue mich jeden Tag über sie.


    Soweit zu meiner "Hundegeschichte"


    Zu unserer Familie gehören aber auch noch mein Mann Micha, der das Futter für die Tiere und uns als Architekt verdient, unsere Tochter Dominique, inzwischen fast 29 Jahre alt und Grafikdesignerin und 9 Pferde, 1 Hahn, zwei Tauben und 10 Katzen.


    Wir leben im schönen Niedersachsen (manche nennen diese Gegend auch "Gülleland", weil wir im Zentrum der Massentierhaltung sitzen) und haben das große Glück, einen Pferdehof mit Ställen, Weiden, Reitplatz und Halle zu haben, der genug Platz für unsere Tiere bietet. Dazu leben wir quasi "im Wald" und so liegt die Gassistrecke im Naherholungsgebiet und direkt vor unserer Tür. Der Vorteil ist dabei, dass wir auch viele Hundeleute treffen und Bene und Chia so auch viele Hundefreunde zum Spielen haben.


    Derzeit sind wir aber eher morgens um sechs und abends gegen 21 Uhr unterwegs und da treffen wir eher selten andere Gassigänger;)