Azemba
  • Mitglied seit 2. Februar 2021

Beiträge von Azemba

    Ähnelt doch sehr meinem Brummi, neben unseren Türen sieht die Wand auch so aus wie deine Türen aussehen - aber weil er vor lauter Frust, nicht zur Wohnungstür zu können zb, weil ich ihn hinter der geschlossenen Wohnzimmertür geparkt habe, dann anfängt hoch zu springen. Wenn ich den wo mit hin nehme, fiept der auch - was bei ihm blanker Stress ist. Wenn er dann auch in der Bewegung eingeschränkt ist, wird es schlimmer, es staut sich Stress und Energie auf und es wird für den Hund unerträglich - sie sind dann auch nicht mehr in der Lage, Leistung zu erbringen („er kann dann nicht mal mehr Sitz“).


    Das kann - ebenso wie das alleine bleiben - einfach der Verlust von Sicherheit sein, weil er die Situation nicht unter „Kontrolle“ hat. Dabei wird Kontrolle oft sehr negativ besetzt, aber Hunde haben gerne im Blick, was ihnen Angst macht. Dann „kontrollieren“ sie auch mal den Besuch, vor dem sie zb Angst haben - wie wenn du Angst vor Spinnen hast, die willst du auch nicht aus dem Auge lassen. Kontrolle gibt dann Sicherheit, so wie wenn du weißt, wo die Spinne ist und bleibt, denn wenn die weg ist, geht echt die Welt unter - Spinnenphobiker wissen, was ich meine. :D Wenn du gehst, fühlt er sich evtl nicht sicher und wenn du in der Uni sitzt und er liegen muss, ist er evtl ebenfalls unsicher, weil er nicht mehr genug sieht und nicht weiß, was die anderen machen, woher diverse Geräusche kommen und wer da evtl gleich um die Ecke auf ihn zustürmen könnte. Selbst wenn das aus menschensicht unfassbar dämlich ist - für den Hund ist es dann real.


    Kann es sein, dass das bei euch in Frage käme?

    Bei Fiasko schlägt wohl grade voll die Pubertät ein, oder?

    jooo.... und meine verdammte kumpelige Art wird von ihm natürlich nicht verstanden. Papa hat immer gesagt: Gutheit ist Dummheit. Ich muss also lernen total konsequent zu sein, aber nicht hart oder genervt.... ha ha ha .... hört sich so leicht an. Zur Zeit bin eher ich die tickende Zeitbombe als Fiasko. Momentan könnte ich alles so hin schmeißen :(

    Neeeeeeein, nicht hinschmeissen, dann musst du nur alles wieder aufheben und das ist mehr Arbeit, als dran festzuhalten. :)


    Versuch dir mal vorzustellen, dass du ein Stein bist. Aber ein lieber Stein. Liebe Steine sind nett - aber unglaublich geduldig, nichts kann sie erschüttern. Wenn’s mal hektisch wird, holen die einfach ganz tief Luft und wiederholen sich einfach - zur Not auch 20x. Wenn’s mal wirklich zu eskalieren droht, Dreh dich um, dass du Fiasko nicht mehr siehst, hol ganz tief Luft und sag dabei laut zu dir „ich bin ein Stein“, bis du merkst, dass die Anspannung abfällt. Dann kannst du zu dem Krümel auch ruhig sagen, „ich weiß, du bist in der Pubertät, du machst das nicht für extra (so macht man sich das einfach selbst bewusst), aber du gehst jetzt bitte raus und lässt mich mal in Ruhe“. Und dann führst du ihn lächelnd vor die Tür (zb in den Flur), wirfst ihm noch nen Kauknochen hinterher oder so und machst die Tür zu.


    Manchmal könnt ich den Nervkeks auch echt an die Wand tackern und würde ihn dann gerne mal 3h da hängen lassen. Was mir - und besonders auch ihm - immer geholfen hat war, dass er eine Box hat bzw den Knast. Wenn’s mir zu arg wurde, hab ich ihn da einfach ganz entspannt rein geschickt - Tür zu - Ruhe. Damit er runter kommt, damit ich erst gar nicht hoch koche.


    Es ist auch echt nicht einfach, ruhig zu bleiben, wenn der Hund einen anschreit/anbellt, einem in den Fuß beißt, wie irre wegrennt, wie gestört was kaputt macht, einen dann wieder anbellt oder sonst was. Es ist auch nicht einfach, wenn der Hund draußen an der Leine völlig ausrastet und einem vielleicht noch weh macht und man peinlich berührt das Gefühl hat, der letzte Versager zu sein.


    Ich kenne diese Gefühle und sämtliche „guten“ Ratschläge a la „ja du musst halt mal konsequenter sein“ sind - sorry - echt für den Po. Dadurch fühlt man sich weder besser noch löst es die Situationen auf noch verhindert es weitere Eskalationen. Es baut sogar noch zusätzlichen Druck auf, denn es sagt ja indirekt: du kannst das ja gar nicht, der Hund tanzt dir ja auf der Nase rum, mach mal besser jetzt. Dabei ist das, wie ich finde, selten das Problem.


    Tapfer bleiben, ja? ❤️ Es kommen auch bessere Tage, an denen der Umgang mit deinem Wirbelwind wieder etwas einfacher ist. Die Pubertät ist ein mieser Popo, der sich oft genau so zeigt, wie ich ihn grade genannt habe: als A*sch. 🙃 Aber die Hunde können da nix für, die sind selbst ganz überfordert und wissen oft nicht, wo nun vorne und wo jetzt hinten ist. Dann explodiert ganz viel Feuerwerk im Kopf und dann is eh aus…


    Was ich mir immer sage, ist: ich muss ruhig bleiben, denn der testet natürlich, ob ich meine Nerven bewahren kann. Denn ein rudelführer muss immer gelassen bleiben, den Durchblick behalten und sagen wie es weiter geht, selbst wenn man über einen Minenfeld rennt oder mit Handgranaten beworfen wird. Deswegen lass ich den als auch mal Rambazamba machen und zeige ihm mit meiner kalten, absolut unbeeindruckten Schulter, dass das erstens grade völlig überzogen und unnötig war und es mich zweitens einfach überhaupt gar nicht beeindruckt. Das wirkt oft sogar besser, also aktiv gegen etwas zu steuern. :)


    Azemba, aber ein total hübscher Bub ist Aslan geworden. Da mag ich gar nicht mehr Brummi schreiben. Bildhübsch der Junge und hat solche Flausen im Kopf :)

    Danke Mona, ich finde ihn ja auch so wunderschön 🥰 Sobald er dann mal wieder geradeaus denken kann und nicht mehr im Zickzack und rundherum, wird es auch richtig klasse werden mit ihm.

    Ach Mensch, Brummi was ist nur los mit dir…


    Wie gesagt: er liebt seine Box ja echt über alles:


    Ich wollte ihm dann sein Frühstück geben und hab’s hingestellt - unsere neue anti-rohes-Fleisch-auf-meinem-Boden-Wanne wollt ich euch ja eh noch zeigen:


    Da hat er nur kurz dran geschnuppert und ist weg gelaufen in den Flur, vor die Haustür?! Hä…


    Naja, hab’s dann halt genommen und in die Küche gebracht und mein Frühstück gemacht.


    Als ich wieder kam, saß er so da:


    Als ich ihn fragte, ob er doch was fressen will, erzählte er mir von seinen Träumen heute Nacht - auf Englisch!! Nein, natürlich nicht, aber er guckte mich mit gekipptem Köpfle wieder an, also dachte ich, jetzt mag er es vielleicht doch. Also wieder geholt und hingestellt. Und nun seht ihr hier die depressivsten Bilder, die ich je vom Brummi gemacht hab.


    „Vielleicht doch ein Happen? Hmm…“


    „Nee, lieber ins Bettchen…“


    Und da ist er auch schon aufgestanden und, ja, in sein Bettchen. :(

    Er hat sogar das Käsestück in der Dose liegen lassen. Sogar das Käsestück!! 😳🥺 Hatten noch etwas Blockkäse über und davon hab ich ihm ein Stückle mit rein, er mag so Überraschungen gerne.


    Naja, ich biete es ihm später noch mal an natürlich. Aber menno… mein armes Hundekind. Vielleicht bzw ziemlich sicher ist das wegen des Hormonstresses der letzten Tage.

    Rinti hat noch sehr viele Single-Protein-Nassfutter, da ist dann auch kein Gemüse o.ä. drin. Da könntet ihr noch mal testen, welches Eiweiß sie von welchem Tier gut verträgt. Das kostet ähnlich bzw. etwas weniger als Stadtwolf. Allerdings würde ich da dann auch mit Huhn und Rind beginnen - denn das verträgt sie bereits. So stellst du fest, ob sie die neue Marke überhaupt verträgt. Mein Brummi verträgt überhaupt kein Nassfutter (und auch fast kein Trockenfutter) - Barf hingegen alles an Tiersorten und Obst und Gemüse, wenn selbst gemacht, ebenso. In Nassfutter scheint also was drin zu sein, was nicht deklariert ist :/ Seit dieser Erfahrung rate ich da gerne zu Vorsicht :D


    Aber Stadtwolf hat ja sehr viele Sorten, wie ich grade gesehen habe, da hättest du natürlich auch viel Auswahl - ich würde nur Inhaltsstoffe meiden, die im Trockenfutter waren, auf das dein Mäusel reagiert hatte.


    Mir wurde das Welpenfutter einfach irgendwann zu teuer.

    Von den gängigen Marken kostet das doch überall das selbe? Also sowohl im Nass- als auch Trockenfutter gabs da bei uns bei allen möglichen Marken nie einen Unterscheid und auch die Futtermenge war gleich :)

    Basko und Dina lieben auch ihre Box (liegen auch oft zusammen drin)

    Stand seit gestern Abend:

    Der will da gar nimmer raus :D Der hat die ganze Nacht darin gepennt, viel lieber als in seinem Bettchen im Schlafzimmer. Dadurch, dass das Gitter weg ist, kann er ja wieder überall hin nachts, wie er lustig ist.


    vll ändert sich nach der kastration sovieles, dass so manches dann gar nicht mehr nötig ist.

    Ich hoffe es… Ich glaube ja, dass das mit den Hundebegegnungen schon viel zu gefestigt ist, dass sich das einfach in Luft auflösen wird. Was ich mir aber seeeeeehr gut vorstellen kann, ist, dass der Rückruf wieder sehr gut klappen wird und das ist für mich das A und O. Wenn der auch bei Hundesicht klappt (selbst wenn das erst nach Training geht), könnte er mit Schleppi dann direkt mal frei laufen und das wäre sooooo klasse.


    Aber 30 min fahrt, dass er mit dem husky spielen kann, würde ich schon in kauf nehmen.

    Nee also bis zum Husky sind es 5min, die Trainerin riet uns auch dazu ab. Noch dazu hab ich die Vermutung, dass Brummi derzeit auch am hüten ist wie Chia und da er nicht auf Ansprache reagiert wie früher, ist das auch für den Husky zu heftig. Aber nach der Kastration machen wir das wieder, die ist ja eh schon nächste Woche. Sobald er verheilt ist starten wir dann wieder richtig durch! :)


    30min Weg ist der Platz der Kollegin von unserer Hundetrainerin mit dem weißen Schäfimädel. Da können wir aber nicht einfach so hin, nur zum Termin.


    ...vielleicht ein Spannbettlaken?!

    Also DAS! Das ist SO clever!! 😳 Ernsthaft, das werde ich direkt ausprobieren, sobald ich ein Laken hab 😳 Die gibts sicher auch in schwarz, das wäre perfekt! 😍


    ach Azemba, ich drücke Euch weiterhin die Daumen. Es ist schön, dass Dein trockener Humor in den Berichten noch auftaucht :* Fiasko entwickelt sich gerade auch zu einem Fiasko :rolleyes: ich lerne von Euch

    Danke, das ist lieb! ❤️ Ich drücke dir mit Fiasko auch die Daumen, immer tapfer und ruhig bleiben, dann wird das schon! :) Es freut mich, wenn mein Geblubber dir hilft, ist ja auch ein Grund, warum ich es teile hier. Bei Fiasko schlägt wohl grade voll die Pubertät ein, oder?

    Heyho Dario,


    ich glaube, das ist völlig normal, was deine Nika da für Späßle treibt nach dem Fressi, das hat Brummi auch eine Zeit lang immer gemacht. Der war dann total irre und wild als Welpe. Ich hab ihm dann oft noch was zum Kauen gegeben, das beruhigt und hält den Hund meist relativ "still" an einer Stelle. :D Ggf. dabei auf ihren Platz schicken, dass sie runter kommt oder vor dem Füttern auslasten. Das legt sich tatsächlich irgendwann von selbst, bei uns war das nur eine sehr kurze Phase.


    Wenn sie das Futter gut verträgt, würde ich dabei bleiben.


    Adult ist auch je nach Hersteller (und Glaubensfrage) verschieden. Manche füttern mit 8 Monaten schon adult, andere erst mit 12 Monaten, andere warten, bis der Hund 18 Monate alt ist und damit auch sein Endgewicht dann hat. Ich hab nach der Hauptwachstumsphase (mit ca. 8 Monaten) auf adult umgestellt. Musste davon aber immer deutlich mehr geben, als angegeben war, sonst wäre er zu dünn geworden.


    Wenn sie eine gute Figur hat, würde ich bei der Menge bleiben. Ansonsten entsprechend in 100g Schritten nach oben oder unten korrigieren. Also mal eine Woche 100g mehr am Tag geben und sehen, was passiert. Dass sie so nach Futter sucht - vielleicht frisst sie einfach gerne. Ansonsten sind 1000-1200g glaube ich ganz normal für das Gewicht, wir hatten da ähnliche Mengen.


    Fütterst du nur diese eine Sorte von Stadtwolf oder wechselst du auch manchmal bzw. gibst noch andere Sorten? Man sollte auf Dauer eigentlich nie immer nur das gleiche geben, das kann sonst passieren - muss aber nicht - dass nicht alle Nährstoffe aufgenommen werden und vielleicht sucht sie deswegen nach irgendwas, weil sie zwar gesättigt ist, aber dem Körper was fehlt. Da würde ich evtl dann das Blut checken lassen und nach Mängeln suchen. Allerdings ist es da nicht mit einem simplen Blutbild getan, das checkt fast immer nur Blutkörperchen, Entzündungswerte, Leberwerte etc und nicht, ob genug Vitamine, Mineralstoffe und sonst was vorhanden sind.


    Liebe Grüße :)

    Eine Frage hätte ich noch: Ist es sinnvoll eine Hündin zu sterilisieren? Anfangs dachten wir dass man sie ja kastrieren lassen kann, jetzt wo das Thema aber greifbarer wird tendieren wir nicht mehr dazu, außer es wird medizinisch notwendig. Scheinbar gibt es ja keinen wirklich guten Weg und wir wollen nicht an unserem Hund herumdoktoren wenn es nicht notwendig ist und wenn, würden wir es gerne so weit aufschieben wie sinnvoll.

    Sterilisieren (durchtrennen der Eileiter) macht Sinn, wenn du nicht kastrieren (entfernen der Eierstöcke) willst, zum Beispiel weil du noch intakte Rüden im Haushalt hast. Das - und medizinisch schwerwiegende Gründe - wären für mich das einzige, weswegen ich einen Hund kastrieren bzw. sterilisieren würde. Ansonsten würde ich das nicht tun. Wenn man Hündinnen keine seltsamen Windeln anzieht, halten die sich meist ganz gut von selbst sauber. Windeln und Höschen haben nämlich den Nachteil, dass die alles verschmieren und unangenehme Gerüche fördern. Deswegen würde ich das nur einer Hündin anziehen, die sich nicht mehr gut bewegen und selbst sauberhalten kann.


    Ansonsten ist das Mäusel echt wunderschön geworden 😍 Bin gespannt, wie sie sich weiterentwickelt. So richtig schlägt die Pubertät meist erst mit 8 Monaten ein, geistig zumindest. Körperlich kann es sein, dass sie schon mit 6 Monaten läufig wird, meist wenn das zahnen abgeschlossen ist.

    Sam nahm ich mit. Er hat sich ab Parkplatz vorbei an vielen Leuten und Autos bis zum und im Geschäft perfekt verhalten. Meine Freude darüber übertrug ich natürlich auf ihn und dann ging es ab auf die Felder.

    Das klingt echt toll, wie dein Sam das so gut mitgemacht hat! :) da kannst du echt stolz auf dein Bubele sein. Eines Tages will ich das natürlich auch mit Brummi trainieren.


    Ich sag ja: der Tag der kastration wird sein 1. Geburtstag sein, wenn wir in ein „neues Leben“ starten, ganz (oder fast) bei null beginnen und uns alles wieder zurückerarbeiten, was wir vorher hatten und noch weit darüber hinaus 💪


    Ich hab übrigens das Kindergitter entfernt. Er ist da eh nicht mehr gerne drin, er ist da wegen der drei Türen auch schlecht unter und es ist einfach nur nervig und wir benutzen es fast nie, wenn Besuch kommt finde ich das ja sogar schlimmer.


    Wir haben dafür die Box hoch geholt und ich hab sein Bettchen rein. Die Wanne der Box ist jetzt sein Fressplatz, da er mir ja das Rohr Futter sonst überall verteilt auf dem Fußboden und das ist eeeeeeklig :D


    Er hat seine geliebte Box sofort wieder angenommen und während „Decke“ heute mega problematisch war, weil er teilweise nicht wusste, von was ich rede (oder keine Lust hatte höhö), wurde sein vertrautes „in die Box“ sofort von ihm umgesetzt.



    Ich kann ihn da halt auch mal dein parken, wenn Besuch da ist, ohne dass er mich oder andere verletzt. :) Und er mag sie eben total gerne. Die Tür steht auch immer offen und er kann raus und rein wie er will. Oben liegt eine Decke drauf, ich wollte aber links und rechts eigentlich auch noch die Decke drüber haben, dass es noch heimeliger und mehr wie eine Höhle ist. Aber die einzige einigermaßen große Decke, die ich habe, ist rot und das passt so gar nicht zur Einrichtung 😝 Muss ich mal sehen, wie ich das angehe.

    Danke liebe Mona für deine Worte!


    Hundeplatz geht mit Brummi und seinem Verhalten nicht und die Hundewiese hier ist überwiegend voll von Kleinhundehaltern, das mag ich mir dann wiederum nicht antun… das sind halt die Leute, die uns hier anstänkern und anzeigen und mit denen will ich nicht auf einer Wiese stehen.


    Was ich natürlich wieder mache, sind unsere langen Spaziergänge querfeldein und durch die Stadt. Auch möchte ich 2-3x die Woche mit ihm joggen gehen (was ich aber evtl erst im Frühjahr angehe, da kalte Luft und meine asthmalunge sich nicht so gut vertragen) und wenn möglich auch 1x die Woche wandern. Dafür muss er verheilt sein und die Hormone einigermaßen abgeklungen. Denn die Hundebegegnungen sind dabei nicht das Problem, sondern dass er wegen der Hormone im Kopf einfach komplett durchknattert und Feuer im Kopf brennt, das ich nicht gelöscht bekomme.


    Zuhause mache ich dann wieder Unterordnung (hab ja das grüne Buch) und Suchmittelschnüffeln, das hat uns echt viel Spaß und Freude gemacht.


    Damit war er immer sehr glücklich und zufrieden. Ich sag ja, bis auf die normalen Pubertätsflausen war der eigentlich sehr umgänglich, ruhig und entspannt. Jetzt hab ich da so nen Stressknödel und das ist nicht mehr feierlich…


    Auch wollte ich ja den Rückruf angehen. Dann käme er an die 20m Schleppi und wir üben das draußen. Dann kann der auch mal schön rennen und flitzen, wie er lustig ist. Aber dafür muss er halt immer kommen, wenn ich ihm das sage, falls uns wer entgegen kommt. Eingezäunte Bereiche für Hunde haben wir hier leider gar keine sonst. :( Beim Husky ist einer und das machen wir dann auch wieder öfter, das war eigentlich immer toll für die zwei, wenn sie beide da flitzen konnten. Aber das ist für ihn im Moment auch einfach viel zu viel Stress - mit dem Auto hin, „fremde“ aber bekannte Umgebung, dann auf den Husky warten, dann mit dem spielen und so weiter. Das war letztes Mal ganz extrem übel.


    Er muss ganz zwingend diesen Hormonstress loswerden - DANN kann ich wieder alles mit ihm machen und sicher auch wieder mit ihm alles üben und trainieren, wonach uns grade der Sinn steht und ihn auch wieder überall mit hin nehmen. Ging ja vorher auch - nun nicht mehr.


    Hab ja nen ganz anderen Hund hier zuhause im Moment. :(


    Was geplant ist, ist der Termin mit der Trainerin und ihrer Kollegin. Die hat eine weiße Schäfihündin und einen großen Platz, allerdings 30min weg, da müssen wir uns dann alle treffen. Da soll der Keks dann auch lernen, dass man auch mit fremden Hunden entspannt an der Leine laufen kann und am Ende dürfen die zwei dann spielen und flitzen. Wollten wir noch vor der OP machen, aber das geht einfach nicht. Wie gesagt, Autofahrt ist ja auch schon massiver Stress (vor der Hormonzeit hat er da einfach gepennt hinten drin, jetzt wird geschrien usb gejapst). Dann ist er schon völlig am Ende bevor wir überhaupt da sind.


    Also ja, das wollten wir dann evtt Mitte Dezember machen, weil dann hat er wenigstens auch was davon - was positives und nicht nur Stress und Drama.

    Man muss bedenken, dass in der Hundepension nicht „sein“ Mensch vor Ort ist und auch nicht „sein“ Ball im Spiel ist.


    Alles Ressourcen, die „ihm“ sind und die er im entsprechenden Falle eben zu verteidigen weiß. Natürlich verhält er sich dann zb in der HuTa ganz anders, was aber auch gut so ist.

    Harras ist einfach so wunderschön ❤️

    Diese treuen, dunklen Augen und der klare, aber gemütliche Blick… wundervoll!


    Ich finde den in ganz schwarz ja echt total schick, den Maulkorb. Aber dann sieht der wieder so „maulkorbig“ aus für andere, denke ich („oh der arme Hund wird damit gequält“, „oha beißt der etwa?!“) :( Dann kommen wieder doofe Sprüche auf uns zu… vllt mache ich ihn einfach schwarz-blau? Hm…

    Ach, ich weiß auch nicht, ich würde euch so gerne mal was tolles berichten, aber es wird einfach immer schlimmer.

    Jetzt ist er sogar nachts - fernab jeglicher Zusatzreize, massiv auf "ICH MUSS SIE FINDEN" gestimmt, dass der echt vergisst ein Häufchen zu setzen und mir dann auf dem Rückweg fast auf den Gehweg macht?! Äh, ja...


    Naja, Baldrian bringt so gesehen auch nichts, aber er schläft besser - WENN er dann mal schläft und das ist die letzten Tage echt wieder deutlich weniger geworden, er kommt kaum runter, ist ständig in Bewegung, steht ständig auf, läuft umher, fiept, legt sich hin, steht auf, schnuffelt alles ab, fiept, läuft umher, legt sich hin, fieeeeept... Aber er frisst nach wie vor sehr gut, nimmt zu und bekommt dickeres Fell für den Winter. :)


    Ansonsten lernt er grade, wenn er aufs Sofa zuläuft, dass er ins Bettchen geschickt wird. Gestern lief das ganz gut, heute testet er, ob ich das wirklich erst meine und versucht meine Aufforderung bewusst zu ignorieren. Entweder schiebe ich ihn dann ins Bettchen, indem ich gegen ihn laufe, so dass er sich bewegen MUSS oder ich schiebe ihn hin. Wenn er bewusst meine Aufforderungen ignoriert, dann bekommt er sein Kettchen an und wird am Gitter festgemacht mit einer 1m Leine, einfach, dass er mal runter kommt. Meist pennt er dann auch irgendwann ein und nach 1h oder so mache ich ihn wieder los, wenn er entspannt und ruhig ist.


    Denn ihn "weg" schicken oder ihn "hinlegen" schicken, wenn er alle 60 Sekunden ans Sofa gerannt kommt oder von links nach rechts am Sofa rennt, das funktioniert nicht mehr und wenn er einen ganz extrem drangsaliert, dann meinen Freund, denn den macht er die ganze Zeit an und lässt sich von dem auch nichts sagen, wird extrem aufmüpfig und rotzfrech, so dass ich dann eingreifen muss, weil mir deren Diskussionen mittlerweile auch zu blöd sind.


    Wenn Brummi lernt, dass er am Sofa nichts verloren hat, sondern in sein Bettchen soll bzw. dort hin geschickt wird, wenn er angewackelt kommt, wird das Verhalten evtl. nachlassen, gestern war unser Abend auch deutlich ruhiger und das tut allen im Endeffekt sehr gut. Auch erhoffe ich mir, wenn Besuch da ist, dass er dann eines Tages auch weiß: Sofa tabu, ich gehe in mein Bettchen! Spätestens, wenn ich ihn hin schicke. Denn ihn via Leine neben mir zu behalten, dass er den Besuch nicht "attackiert", das ist mir zu anstrengend, der ballert ständig ohne Vorwarnung hoch und reißt mir dabei fast die Hände aus, ich bin danach immer sehr stark verletzt und darauf habe ich auch keine Lust mehr. Zur Not kann ich ihn eben dort fest machen und muss nicht mehr drauf achten, ob er aufsteht oder nicht, denn er kann dann nicht mehr weg.


    Er lässt sich da auch reeeeelativ gut hin schicken, wenns klingelt. Er schreit und brüllt dann zwar trotzdem noch, aber er liegt im Bettchen und ich kann zur Tür gehen, diese auf machen, sprechen und wieder zu machen und er bleibt, wo ich ihn hin schickte. Das ist besser, als wenn ich die Tür vom Wohnzimmer mit ihm dahinter zu machen oder ihn in den Knast stecken muss. Da kommt der null runter und weiß nicht, was er tun soll. So hat er die Aufgabe: ins Bett und da bleiben.


    Im besten Falle verknüpft er einfach irgendwann: klingeln -> Bettchen. Sofa -> Bettchen.


    So, in 10min darf ich endlich wieder meine Toilette benutzen und meine Wohnung fertig putzen. Ich schlag mir schon seit gut 2h irgendwie die Zeit tot, ich kann gefühlt NICHTS tun, alles hat irgendwie mit Abfluss oder Wasser zu tun. ?( Und in den Abfluss darf nichts, da sie die Abwasserrohre reparieren müssen und aus dem Hahn kommt nichts, da sie uns das Wasser abgestellt hatten.


    Nun ja, sei es drum.


    Nächsten Mittwoch ist es endlich so weit. Ich kann auch wirklich nicht mehr. Ich ziehe mich jeden Tag wie ein altes Kaugummi durch den Tag und hoffe, dass es keine schlimmen Zwischenfälle gibt. Aber ich bin tatsächlich "am Ende", was meine Kräfte und Nerven angeht und wirklich völlig abgenervt von seinem Gefiepe, wenn er wieder vor irgendwelchen Türen sitzt und zu Hundemädels will. Ich zieh mir dann oft die Kopfhörer auf, die Außengeräusche filtern, weil ich sonst echt wahnsinnig werden würde.


    Ich hab nur die Befürchtung, dass die Kastration vielleicht gar nichts bringt - so eine völlig irrationale Angst, denn er wird danach definitiv nach einer Zeit deutlich weniger Interesse an Hundedüften draußen haben und auch nicht mehr "rumstreunen" (nur die Leine hält ihn derzeit davon ab, abzuzischen) und auch sicher deutlich ruhiger sein können, so dass ich ENDLICH wieder was SINNVOLLES mit ihm tun kann, damit der Knallkopp mal wieder Aufgaben und Auslastungen erfährt und wir unsere schönen Spaziergänge machen können, selbst wenn er bei Hundebegegnungen noch den Deppen spielt.


    Wobei ich sagen muss, wenn der die 10m Leine ausgereizt hat und ich bleibe dann stehen und sage "hier her", dann kommt er sofort angedüst. Rückruf wieder 1a? Oder Glück? Oder Zufall? Klar, der düst dann sofort wieder weg die 10m, wenn ich sage "weiter" bzw. läuft halt voraus, aber wenn ich stehen bleibe und sage "hier her" oder "zu mir", dann kommt er wieder angaloppiert - auch ohne Futterbelohnung. Hab ich schön blöd geguckt heute Nacht, das war unendlich oft reproduzierbar. Wenn ich aber sonst was gesagt habe, hatte er taube Ohren und mich beachtet oder gar wahrgenommen, dass ich auch noch da bin? Keine Chance :D Auch ist er oft um irgendwelche Ecken und hat gar nicht gemerkt, dass er dann alleine ist. Er kam dann irgendwann mit panischem Blick zurück, so nach dem Motto "Boah, HIMMEL SEI DANK bist du noch da! Komm jetzt endlich mit mir mit! *zieh-zerr-jammer*".