Hier in der Pampa treffe ich so gut wie nie andere Hunde, da ist Verträglichkeit kein so wichtiger Punkt.
Naja, du willst ihn aber mit in den Urlaub nehmen. Und das könnte dann eben so richtig eskalieren. Monatelang ist Fremdhund völlig egal und im Urlaub soll er dann brav unter dem Tisch liegen wenn da kleine Kläffer ihn anmachen.
Und irgendwie finde ich das Retrieverleute irgendwie so ganz anders ticken als Schäferhundleute... soll wirklich nicht abwertend sein, aber wenn ich an so viele Leute in meiner Nachbarschaft denke
Dass man dann gezielt vorher auch Fremdhundebegegungen und das Verhalten dabei dosiert trainiert, ist klar.
Aber es ist einfach ein Unterschied, ob ich täglich 15 Tutnixe in mich reinrauschen habe und ich den Hund jedes Mal über Gehorsam in der Spur halten muss oder ob das durchschnittliche Heimatgassi voll entspannt ist. Auf ständiges Regulieren in meiner Heimathood hätte ich eher keinen Bock, aber gezieltes Training in belebteren Gebieten ist ja ein anderer Punkt.
Wenn man vom durchnittlichen Familienlabradorhalter (gern auch mit der berüchtigten "Labratonne" ausgeht, hast du vielleicht recht), aber Retriever können auch ganz anders sein. Als meine z.B. jünger war hat die durchaus auch Beschäftigung gefordert, weil sie sonst im Alltag auf noch mehr dumme Ideen gekommen wäre als sonst schon. Sie in einen guten Gehorsam zu bringen, war m.E. anspruchsvoller als beim Schäfer und jagdlich war sie sehr ernsthaft unterwegs, was auch nochmal sehr konsequente Erziehung und Training erfordert hat, damit sie meist frei laufen konnte.
Die Retrieverleute sind wahrscheinlich tendenziell softer im Umgang mit dem Hund und die Hunde werden auch anders wahrgenommen von den Leuten. Retriever findet man oft nett (eventuell auch nervig), Dsh eher imposant (wenn nicht gar gefährlich).
Ich finde, ich hab durch meine Flathündin nochmal eine ganz Schippe mehr gelernt. Einfach "draufhauen", was beim Schäfer ja leider oft funktioniert, hat bei ihr nur zu absoluter Verweigerung geführt. Da musste ich lernen viel feiner mit Druck zu werden und vor allem viel mehr über Motivation zu machen (nicht über Trieb wohlgemerkt).
Wahrscheinlich werden von den Retrieverleuten die Schäferhundler als eher hart und zackig wahrgenommen. Aber wie gesagt weder hier noch in meinem vorigen Heimatort habe ich viele getroffen.
Und die, die ich getroffen habe, waren nicht unbedingt ein Positivbeispiel.
Ich sag ja, ich bin mir nicht sicher, ob wieder ein Schäferhund eine gute Idee ist. Aber für meine Retrieverhündin war ich anfänglich zu "hart". Typmässig liegen mir wahrscheinlich kernigere, weniger sensible und tendenziell führerharte Hunde mehr.