Also wenn ich ehrlich bin fällt mir gar kein Hund/Rasse ein, der all das abdecken könnte.
Zu breit gefächert, meiner Meinung nach.
Ganz zu schweigen von dem enormen Aufwand den ihr hättet, dem Hund all diese Aufgaben und Übungen (alleine schon die Dinge im Bezug auf das autistische Kind halte ich für eine Mammutaufgabe für Laien) bis zur absoluten Handlingssicherheit (selbstständiges ausführen!) beizubringen.
Danke Rübchen, die Rückmeldung ist hilfreich. Kannst du mir ein Beispielpaket nennen, das für einen Normschäferhund machbar und ausreichend wäre?
Generell muss der Hund gar nicht mit den Tieren arbeiten, ich hätte da Überschneidung gesehen, bspw. das Aufspüren. Und aufgrund der Geschichten, dass Schäfer so viel Auslastung brauchen eher die Tätigkeiten auf dem Hof als Auslastung gesehen, wobei es da auch nicht um grosse Viehtriebe ginge und der Hund eher dabei als komplett allein tätig wäre - wenn er denn nicht von allein mehr übernimmt. Wir kennen schon die Hunde, die praktisch automatisch aktiv mitmachen-was absolut ok wäre.
Auf dem Hof sind die eher wichtigen Faktoren, dass der Hund den Hof nicht eigeninitiativ verteidigt gegen unangekündigte Besucher, er nach angemessener Eingewöhnung und Erziehungsphase nicht einfach auf längere Jagdtouren verschwindet, da das Gelände als Hof nunmal offen ist und dass er sich nicht systematisch am Lebendbuffet auf der Weide bedienen möchte. Wenn das beim durchschnittlichen Vertreter nicht kontrollierbar wäre wäre ein Schäfer zb nichts für uns. Der Husky der anderen Nachbarn zum Beispiel schiesst zuverlässig und nicht rückrufbar wie eine Rakete davon, wenn in der Ferne etwas wimmelt.
Die Autismus-Thematik ist absolut nicht unter Zeitdruck, auf Jahre ist nicht absehbar, dass das Kind auch nur einen Moment ohne Aufsicht durch die Eltern ist. Allerdings wird es z.B. nicht für immer durch eine abgeschlossene Haustüre aufzuhalten sein, gleichzeitig fehlt es an Gefahrenbewusstsein und wir müssen halt doch auch mal schlafen. Anzeigen, dass das Kind o. später Teenager die Türe allein öffnet ist dabei perspektivisch gesehen wichtig. Aber nicht so extrem komplex als Aufgabe.
Vor Meltdowns frühwarnen ist auch nicht so schwierig wie es klingt, ein gewisses Verhalten ist gut sichtbar und ein ganz klarer Marker. Dabei geht es aber perspektivisch auch erst um in einigen Jahren, in denen das Kind dann über den externen Marker die Chance erhält selber zu reagieren, mit Selbstregulation über kognitive Fähigkeiten kann man aber erst Richtung Teenageralter arbeiten. Auch da hätten wir noch einige Jahre bis das als Thema gut sitzen muss. Vorher sind wir sowieso in Sichtweite, können also noch fehlende Marker ausgleichen.
Das Problem das damit gelöst wird ist, dass der Marker für das Kind unbewusst ist und die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung bei zunehmendem Stress fehlt und auch weiter fehlen wird. Es ist sozusagen ein externer Hinweis der dem Kind intern fehlt.
Das Anzeigen bei Weglaufen ist wieder Prinzip Handlung-Reaktion. Begleiten wäre nice to have, ist aber voll verzichtbar.
Auffinden entspräche Nasenarbeit, welche wir sowieso bei einem Hund auf der Liste haben. Das dann im Verein.
Wir haben eine Trainerin, die das Einüben konkreter Aufgaben mit uns 1:1 begleiten würde. Ganz so naiv sind wir dann schon nicht. Aber es steht und fällt alles damit, wie zuverlässig und ruhig der Hund sein kann.
Daher die Frage, was konkret kann ein Schäfer leisten und wo sind die Grenzen?
Kann er sich abrufen lassen auch wenn er lieber jagen will? Kann er Passanten und Briefträger über den Hof lassen, oder ist das der Klassiker, bei dem dann viele auf Probleme stossen?