vielen Dank erstmal an Euch für Eure Antworten ![]()
ich versuche mal auf einiges einzugehen
Wir sollen uns einfach irgendwo hinstellen, und wenn der Hund uns anschaut loben/ Belohnen.
Ähnlich gehen an der Leine, wann immer der Hund uns anschaut gibt es ein Lob.
Und last but not least lange Leine/Schleppleine und Richtungswechsel spontan durchführen, auch dabei wieder Hund loben wenn er nicht geradeaus weiter dackelt.
das haben wir auch gemacht und hatte dann zur Folge, dass Lexy uns anschaut wenn sie ein Lob/Leckerlie will, aber nicht um zu schauen ob wir noch da sind ![]()
sie schaut schon, aber die Intensität mit der sie schaut ist mir noch zu oberflächlich - nämlich erst nach gefühlten 20m und erst wenn eben nix interessantes auf dem Weg liegt und das Richtungswechseln machen wir auch, allerdings hab ich da recht schnell einen Flatterhund an der Leine ... wenn sie merkt ich wechsle öfters die Richtung, dann stellt die sich superschnell darauf ein und spielt dann "Biene fliegt von Blume zu Blume" sprich wechsel ich die Richtung in dem Moment wo was Interessantes ihr Augenmerk hat (was ja eigentlich immer ist) dann wechsetl sie (notgedrungen durch die leine) die Richtung mit und hat sofort was neues was sie interessiert und ich seh ein bischen aus als studiere ich eine ganz tolle Choreographie ein um mich bei Lets dance zu bewerben ![]()
Ich weiss hier noch nicht so richtig wie ich sie dazu bekomme alleine auf mich aufzupassen und nicht sie jedesmal aufzufordern mit mir die Richtung zu wechseln.
Alles anzeigenDina hat auch beim Spaziergang oft die Nase auf der Erde, aber zum Glück kommt sie sofort wenn man ihr ruft.
hab aber daletzt mal ausprobiert, was in einem Video (hatte glaub ich Lupus gepostet) und zwar:
beim Spaziergang sie eigentlich ignoriert und mich mit meiner Mutter unterhalten.
Und siehe da, Fräulein Hund konnte plötzlich immer öfter von alleine nach uns schauen
Video im Thread Hundskompetent
Das geht bei uns zum Beispiel gar nicht. Wenn ich oder mein Mann allein mit ihr unterwegs ist, dann läuft sie viel besser bei einem als wenn wir zu zweit unterwegs sind. Zu zweit ist eigentlich von Anfang an ehern anstrengend mit ihr (was aber an uns beiden liegt und nicht am Hund, Lösung hab ich dazu noch keine)
Ich denke, auch wenn wir das nicht gerne hören, dass sich daran zeigt, welchen Status der Hund aus seiner Sicht heraus im Verband hat. Orientiert er sich an uns, weil er uns als statushöher anerkannt hat? Ist das der Fall, tut er das immer, ganz gleich, um welche Situation es sich handelt. Tut er es nicht, zeigt er damit, dass er meint, dass er derjenige ist, der im Endeffekt die Entscheidungen trifft. Das erklärt auch, warum zB zuhause alles super klappt, aber eben weniger, wenn Ablenkung da ist. So kann zB auch das "Schattensein" eine Form von Orientierung sein, oder aber eben eine Form von Kontrolle seitens des Hundes...
Wenn dem so ist, wovon ich fest ausgehe, muss man also (immer wieder, beim einen Hund mehr, beim andern weniger) an der Statusklärung arbeiten. Und diese Arbeit teilt sich auf, einerseits in Situationen zuhause, andererseits in Situationen, in denen große Ablenkung herrscht.
das beschreibt mE die klassische Dominanztheorie in der jeder Hund nach der Weltherrschaft strebt ![]()
ich bin da zwiegespalten, denn wenn es so wäre müsste man den Status nur einmal in einer Situation klären und der Hund könnte es auf alle anderen Situationen übertragen und dem ist ja nicht so
Zuhause: Fauser (hatte den Faden eröffnet, weil wir unendlich viel von ihm gelernt haben) setzt da zuhause an. Er nennt es "Grundreschpekt" - die Kapitel solltest Du mal lesen - sehr erhellend, finde ich. Ich verlinke unten noch mal den Text dazu von ihm. Ein Beispiel für mangelnden Grundrespekt ist zB, wenn der Hund nicht aus dem Weg geht, wenn man auf ihn zukommt. Wir konnten an Gaius beobachten: Je mehr er das tut, desto mehr orientiert er sich auch grundsätzlich an uns. Heute klappt das schon sehr gut: Schon, wenn er uns kommen sieht, steht er auf und geht zur Seite. Entsprechend war zB eben grad die Begegnung mit einem Jogger: Er ist im "Hier" gewesen, und selbst als der Jogger direkt an uns vorbei ist, hat er nichtmal mit nem Ohr gezuckt. Das war mal ganz anders
Weitere "Methoden", Respekt herzustellen, sind zB das aktive und passive Ignorieren. Auch dazu schreibt Fauser in dem erwähnten Text was. Vor allem aber, und auch das wurde oben ja schon erwähnt, muss der Hund einem auch vertrauen. Und das kann er nur, wenn wir uns selbst vertrauen...
das handhaben wir größtenteils schon immer so ... einfach weil ich z.B. nicht die Treppen runterfallen will weil der Hund mich umrennt
das gehört für mich in den Bereich grundsätzliche Erziehung
Draußen: Ich bemerke, dass es klappt, wenn man sich interessant macht. Wir machen das zB so, dass wir eine Ressource in der Hand halten (zB ein Stöckchen, das er gefunden hat). Das macht ihn schon ganz wuschig, weil er ja nie weiß, wann wir was mit der machen. Ist er mal zu lange geistig abwesend, machen wir was damit und sind sofort interessant. Oder, wie oben schon erwähnt wurde, mal n Mauseloch ausbuddeln o.ä.
Aber irgendwie ist es mir zuwider für einen Hund den Unterhalter spielen zu sollen. Dass wir das, grad jetzt im Wald bei dem vielen Wild, noch tun, zeigt, dass wir diese Baustelle auch noch haben. Abgesehen davon: Ob es wirklich immer klappt? Ob wir als HH wirklich immer interessanter sind als die Ablenkung? Ich glaub daran noch nicht, auch wenns bisher so aussieht, als würde das funktionieren. Mach trotzdem nicht gern den Hampelmann...
Ähnlich wie der Test mit dem Aufstehen, gibts auch einen für draußen: Wie oft schaut der Hund nach uns? Fauser sagt, das sollte nicht länger als 10 Sekunden-Intervalle sein. Also in dem Zeitraum sollte der Hund, ganz egal, was er macht, immer mal wieder rüberschaun, ein Ohr zu einem drehn, etc.
Man selbst sollte das wiederum tunlichst vermeiden, also andauernd nach dem Hund zu schaun, weil der sich dann natürlich vorkommt wie "Mr. Wichtig" und sich entsprechend verhält.
das mit dem Stöckchen/Spielzeug bei mir tragen funktioniert bei uns auch prima, aber dann hab ich einen "geiernden" Hund neben mir und das ist auch nicht das Ziel
je nachdem was dem Hund mit welcher Motivation interessant erscheint ist dann auch völlig egal was ich in der Hand hab
bei Lexy funktioniert das "noch" super, bei meinem früheren Hund war das ganz anders
Draussen wird das mit der Orientierung auch sehr deutlich. Ich will kein Hilfsmittel benutzen, sondern ich hätte gern das der Hund sich ohne Hilfsmittel an mir orientiert. (drinnen tut er das ja auch)
Es gab dazu auch mal eine Methode des kompletten Ignorierens im Haus und erst draussen wird der Hund beachtet.
Aber egal welche Methode gewählt wird, es geht immer um "aktive Interaktion um den Hund bei Laune (sprich bei mir) zu halten".
Die Ergebnisse sehen aber immer anders aus (in diversen Videos und auch bei Fauser), daher zweifel ich an dem Weg "des Hampelmanns".
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Harte Arbeit, die wir tun müssen, um uns Respekt zu verschaffen, bleibt uns nicht erspart...
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Ja das glaube ich in der Zwischenzeit auch, je nachdem was man für einen Hund hat mal mehr mal weniger.