Klingt nicht einfach.
Ich könnte mir vorstellen, dass sie die Führung übernommen hat und ihr nicht klar ist, dass SIE nicht zu führen oder zu hüten hat. Ihr aber das auch nie richtig kleinschrittig beigebracht wurde.
Das sollte aber jetzt nicht wie ein Vorwurf rüberkommen.
Kleinschrittig würde ich auf jeden Fall jetzt das Gassi mit Begleitpersonen neu aufbauen.
Du schreibst ja, dass das alleine mit euch gut klappt.
Erst wenn weitere Personen hinzukommen, dann fängt sie zum hüten an. Dann meint sie, ihren Job machen zu müssen, weil ihr das nicht klar ist, dass das nicht ihr Job ist.
Wenn also erst einmal eine zeitlang nur eine Person mitgeht und wenn es Dein Kind ist, dann ist sie nicht gleich in ihrem Element oder überfordert. Dann kannst Du Impulskontrollen auf dieser Gassistrecken mit einbauen. Auf den Gassistrecken praktisch wirklich trainieren.
Die Frage ist auch, wie alt das Kind ist. Hat es das Alter schon, dass es mal Kommandos durchsetzen kann. Ich will auf das hinaus, dass das Kind sich dadurch Respekt verschafft und mit dem Hund klar kommunizieren kann.
Ich glaube, dass ihr da viel mit Training und Geduld erreichen könnt. Aber eben kleinschrittig aufbauen.
Wenn es mit Kind (oder wer auch immer die erste Begleitperson war) dann wirklich funktioniert und sie nicht mehr hütet, dann kann nächstes Mal eine andere Person aus der Familie mitkommen und ihr trainiert so, wie anfangs nur mit Kind. Dann langsam auf 2 Begleitpersonen steigern und schauen, wie sie sich verhält. Hier müssen unbedingt wieder Impulskontrollen mit eingebaut werden.
Vielleicht könnte das funktionieren, ist halt ein langer Weg.