Ich war 15 als ich meinen ersten eigenen Hund bekommen habe. Ich habe das Hundeln begonnen und war in meiner kompletten Freizeit auf dem Hundeplatz. Bis heute verbringe ich die allerbeste Freizeit mit dem Hund. Das zarte Alter von 17Jahren, für den ersten eigenen Hund, ist mich also kein KO Kriterium. Schon gar nicht, wenn der Wunsch schon so lange besteht...kann man davon ausgehen, dass das Interesse keine Eintagsfliege ist. Schon gar nicht, wenn in der Familie ein DSH wohl keine Seltenheit ist.
Als techn. Produktdesigner arbeit man meist in einer Branche, in der gleitende Arbeitszeiten, (auch schon in der Ausbildung), keine Seltenheit ist. "Unsere" Auszubildende techn. Produktdesigner*innen dürfen sogar im Home-Office arbeiten. Also auch keine schlechten Vorzeichen für Flexibilität. Der Welpe wäre ja auch keine 7 Stunden am Stück alleine...
Das Backup für die Betreuung muss aber trotzdem gegeben sein. Ich sag nur Berufsschule, kranker Hund (zb. Durchfall, was im ersten Jahr öfter mal passiert) uvm.
Dass das alles viel Verantwortungsbewusstsein erfordert ist mir bewusst. Ich kenn deinen @gsdcanine Cousin nicht, bin mir aber sicher, dass es Menschen gibt, die sehr früh Verantwortung vollumfänglich übernehmen können.
Ich habe mit 14 meinen ersten eigenen LZ DSH Rüden bekommen. Er war 7 Monate alt. Fast zeitgleich hat mir meine Mutter ihre LZ DSH Hündin "übergeben". Dann hatte ich mit 14 2 Hunde. Ich war noch Schülerin als Argjira (während meiner Abiturzeit) verstarb. Koda hat mich durch meine Realschulzeit, das Abitur und Ausbildung begleitet. Ich hatte ihn also seit meinem 14 Lebensjahr bis zu meinem 23igsten. Neva habe ich kurz vor Beginn meiner Ausbildung gekauft. Also ich hatte dann wieder 2 LZ DSH. Wenn man das will dann geht alles. Ich sag aber mal so ich bin keine Standard Jugendliche gewesen. Für mich standen und stehen meine Hunde an erster Stelle. Wenn ich mich mit Freunden treffen will und es geht, dann nehme ich meine Hunde mit. Zu meiner Prüfungsvorbereitung für die Ausbildung (2x) habe ich die Hunde mit ins Hotel und den Konferenzraum mitgenommen. Auch zu Schulausflügen, gerade im Abitur. Ich habe die Lehrer gefragt und die waren sich immer unsicher dann habe ich sie halt einfach mitgebracht. War dann nie ein Problem. Aber meine Hunde haben sich halt auch immer vorbildlich verhalten. Die haben anderen Hunden vielleicht die Möglichkeit gegeben bei sowas auch mitgenommen werden zu können. Wenn deinem Neffen das wichtig ist findet er Wege. Er soll alle Möglichkeiten nutzen den Hund zu integrieren. Immer Nachfragen was geht. Die Leute überzeugen. Ich bin auch gerade dabei meine neuen Kollegen zu überzeugen das ich Neva einmal in der Woche mit ins Büro nehmen kann. Man muss es wollen und sich drum kümmern.