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Aufarbeitung: Warum tickt ein Hund so aus ?

  • Shezi
  • 11. November 2013 um 10:05
  • Shezi
    Gast
    • 11. November 2013 um 10:05
    • #1

    Hallo zusammen,

    nach aktuellem Anlaß brauche ich etwas Aufarbeitungtherapie.
    Vielleicht erinnern sich einige an meinen Bilderthread und wie zufrieden wir damals mit unserem Rüden, der Behindertenbegleithund werden sollte waren.
    Der Hund der so friedlich neben dem Huhn lag, der mit Katzen und Kindern so wunderbar umging.

    Quasi über Nacht ist das Verhalten umgeschlagen.
    Es fand seinen Gipfel und Anfang darin, dass der Hund kurz nachdem Kind und Hund gekuschelt hatten (nein Kind hat nicht geärgert... einfach nur vorsichtes Streicheln mit vom Hund gewählten Körperkontakt und sehr entspannt) unvermittelt ins Gesicht gebissen hat.
    Zu dem Zeitpunkt hatten weder Hund noch Kind Spielzeug, Leckerli oder sonst was, das Kind saß in ca 30 cm Entfernung und redete freundlich mit mir (saß direkt daneben).
    Der Hund entspannt auf der Seite liegend daneben, dreht sich um und beißt -bellend und knurrend- zu, allerdings ohne vor dem Zubeissen geknurrt oder angekündigt zu haben.
    Die Wunde musste mit mehreren Stichen genäht werden.

    Anschließend war sein Verhalten völlig verändert: der freundliche gelassene Hund knurrte plötzlich Fremde an (die er vorher schwanzwedelnd gegrüßt hätte), versteckte sich hinter einem (wo er vorher neugierig geschaut hätte).
    Das Verhalten den Kindern gegenüber blieb unberechenbar er ging schwanzwedelnd (entspanntes wedeln, kein agressives... ich kenne den Unterschied) auf die Kinder zu, lies sich eine Weile kraulen und versuchte dann zuzubeissen, was nun am Maulkorb scheiterte.

    Der Hund wurde inzwischen, der Kindersicherheit zuliebe, anderweitig untergebracht (nachdem er auch seine Züchter nicht erkannt und angeknurrt hatte).

    Aber nachdem ich so einen Verhaltensumschwung in 21 Jahren Hundehaltung noch nie erlebt habe, würde ich es gern verstehen.

    traurige Grüße
    Shezi

  • Race
    Gast
    • 11. November 2013 um 10:12
    • #2

    hat er evtl einen Hirntumor , das würde einiges erklären
    so ein verhalten kenne ich nicht und würde ihn auf jedenfall untersuchen lassen

  • Simone Krüger
    Gast
    • 11. November 2013 um 11:06
    • #3

    Es gibt eine Krankheit, die heißt " Rote Cockerwut" . Davon sind nicht nur Rote Cocker Spaniel betroffen, sondern es kann jede Hunderasse betreffen. Dazu steht einiges im Netz.

    Eine andere Möglichkeit wäre auch eine Erkrankung der Schilddrüse.

    So ein Verhalten habe ich so auch noch nicht kennengelernt. Ich würde ihn auf jeden Fall einem TA/ Klinik vorstellen.

  • XxJulexX
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    1
    • 11. November 2013 um 13:02
    • #4

    Ich würde ihn einem spzialisten vorstellen. Klingt wirklich nach einer krankhaften veränderung

  • Ferrie
    Gast
    • 12. November 2013 um 09:43
    • #5

    Das klingt auf jeden Fall krankhaft.
    Unbedingt bei einem TA abklären ob er Schmerzen hat und am besten auch ein CT vom Kopf machen lassen sowie Blut untersuchen.
    Dieses plötzliche Beißen ohne Vorwarnung hängt ganz oft mit Schmerzen zusammen.

  • Waschbär
    Moderator
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    1
    • 16. November 2013 um 14:14
    • #6

    Ich kenne so eine starke Wesensveränderung von zwei Hunden, die beide einen Gehirntumor hatten.

  • Alphi
    Gast
    • 17. November 2013 um 07:13
    • #7

    Morgen,


    würde mich auch mal interessieren, bitte halt uns auf dem Laufenden, was eine Untersuchung ergibt.


    VG

    Cristine

  • Shezi
    Gast
    • 30. November 2013 um 23:22
    • #8

    Hallo,

    danke für die vielen Antworten.
    Es beruhigt doch ein wenig, dass diese Veränderung wohl kein Erziehungsfehler war.

    So gern ich es wollte, auf dem Laufenden halten kann ich Euch nicht.
    Ich weiß nicht, wo der Hund jetzt ist und wie es ihm geht.
    Wir mussten ihn ja gezwungener Weise woanders unterbringen, weil er auch mit Maulkorb die Kinder anging und es schlichtweg zu gefährlich wurde.
    Er war vorrübergehend in einer Hundepension und ist dann wohl wieder zum Züchter zurückgekommen.
    Der Züchter antwortet auf Anfragen jedoch nicht mehr... ein vorhandener Übergabevertrag wurde nicht unterschrieben und mein Mann, der den Hund zum Züchter gebracht hatte, lies sich damit vertrösten, dass man den Vertrag am nächsten Tag unterschrieben zumailen würde.
    Natürlich ist dies nie passiert. X(

    Am schlimmsten ist die ungewissheit.

    liebe grüße

  • Skip
    Gast
    • 1. Dezember 2013 um 09:14
    • #9

    Schlimm, daß man nicht weiß wo der Hund jetzt ist. Evtl. wird ihm so nie geholfen.:(

    Ich kenne aus einem Problemhundeforum 3 solcher Hunde mittlerweile auch persönlich, wo genau dieser krasse Verhaltensumschwung ink. Angst, Aggression, plötzlichen Beißen mit einer nur subklinischen (!) Schilddrüsenunterfunktion zusammenhing und wo die Hunde nach Substitution des fehlenden Hormons und Einstellung der Werte im oberen Referenzbereich wieder vollkommen normal wurden und wieder absolut friedlich in der Familie weiterleben konnten!
    Zudem zwei Fälle, wo der Hund Cauda Equina hatte und aufgrund der plötzlichen Schmerzen so reagiert hat.

  • Simone Krüger
    Gast
    • 1. Dezember 2013 um 19:06
    • #10

    Na was denn nun??? Ist der Hund aus der Hundepension wieder zum Züchter zurück gegangen? Oder hat dein Mann, den Hund zum Züchter zurück gebracht ? Und dabei einen Übergabe Vertrag vergessen? Müssen Züchter, die einen Hund aus ihrer Zucht zurücknehmen einen Übernahmevertrag machen? Was steht denn im Kaufvertrag?
    Ist doch cool, wenn die Züchterin den Hund zurück genommen hat! :thumbup: Dann kannst du davon ausgehen, das die Züchterin ein neues tolles Zu Hause für den Hund findet.

    Zitat von dir: " Der Hund wurde inzwischen, der Kindersicherheit zuliebe, anderweitig untergebracht (nachdem er auch seine Züchter nicht erkannt und angeknurrt hatte). "

    Schade, das der Hund auf evt. Krankheiten nicht untersucht wurde!

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