Beiträge von Waschbär

    Das kommt ganz darauf an wann, wo und wie ich trainiere. Prinzipiell baue ich den Rückruf erst einmal ganz ohne Leine auf. Und später kommt es darauf an ob ich vor habe über die Leine zu kommunizieren, oder ob ich meinen Hund durch die Leine lediglich daran hindern möchte dass er sich mir entziehen kann wenn er den Rückruf nicht beachtet. Im ersten Fall ist die Leine am Halsband, im zweiten Fall kann sie auch an einem Geschirr sein.

    Und ich differenziere nun mal. Auch einem diesbezüglichen Anfänger kann man vernünftig erklären wann eine lange Leine nicht ans Halsband gehört. Dafür braucht man keine niemals nie-Phrasen (auch wenn es umständlicher ist etwas ausführlich, aber dafür sachlich richtig zu erklären). Letzteres hat rein gar nix damit zu tun dass man es gutheißt wenn jemand einen unausgebildeten Hund volle Kanne in eine Schleppleine laufen lässt. Egal ob die Leine am Halsband befestigt ist oder an einem in der Praxis oft unpassendem bzw. unzweckmäßigen Geschirr.

    Hier mal ein Update vom "coronabedingt abgespecktem" Sportjahr 2020. Vor dem großen Lock Down haben Cleo und Pia den Nordhessischen Agility Winter-Cup der Landesgruppe Hessen-Nord im Verein für Deutsche Schäferhunde gerockt. Sie haben das beste Gesamtergebnis von allen vier Wettkampftagen (18./19. Januar und 7./08. März) und allen Größenklassen in der A1 erlaufen. Und auch ihren Aufstieg in die A2 geschafft.


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    Leider sind in diesem Jahr dann die meisten Hundesportveranstaltungen gecancelt worden. Natürlich auch im Agility... 2020 ist das Jahr ohne Kreis-, Landes-, Deutsche und auch Weltmeisterschaften, quer durch fast alle Hundesportarten. Sehr schade für Pia, die altesbedingt ab 2022 nicht mehr auf den Jugendmeisterschaften starten kann. Hoffen wir mal dass wir coronabedingt relativ gut durch den Winter kommen und im nächsten Jahr vielleicht auch größere Hundesportveranstaltungen wieder stattfinden können.


    Dafür haben Cleo und ich heute zusammen die IBGH3 abgelegt ( = Internationale BeGleitHundeprüfung der Stufe 3). Mit 96 Punkten (von 100) und Wertnote "vorzüglich". :)

    Cleo_20201024_2.jpg


    Und das obwohl eigentlich vorher alles schief gelaufen war. Erst hatte ich keinen Kaffee, da die Maschine gestreikt hat. Und dann hat sich Frau Spitz, die eigentlich hungrig ihre Prüfung laufen sollte (aus Motivationsgründe 8) ), eine Stunde vor Prüfungsbeginn eine doppelte Portion Futter vom Tisch geklaut und ist in der Prüfung dann eher neben mir hergerollt als wirklich schön gelaufen ^^...

    Nein, die Titer bleiben nicht lebenslang bestehen. Hat ein Organismus lange keinen Kontakt mit den jeweiligen Erregern, dann baut sich der jeweilige Titer nach und nach ab. Das ist aber gar nicht schlimm, denn die im Blut nachweisbaren Antikörper sind nur eins von zwei Standbeinen des Immunsystems.


    Das zweite Standbein ist das "Immunologische Gedächtnis" des Immunsystems. In diversen sog. Gedächtniszellen werden die "Baupläne" aller Antikörper abgespeichert, die der Organismus irgendwann schon einmal produziert hat. Selbst wenn kein Titer mehr messbar ist werden diese Gedächtniszellen sofort aktiviert bei einem erneuten Kontakt mit dem betreffenden Antigen (also z.B. Parvo- oder Staupeviren). Innerhalb von nur wenigen Stunden wird auf diesem Weg eine Reaktion des Immunsystems ausgelöst, durch die die in den Organismus eingedrungenen Viren durch ganz neu produzierte Antikörper vernichtet werden, und das Ausbrechen einer Infektion verhindert wird.


    Wenn einmal ein Titer nachweisbar war, dann liegen die "Baupläne" für diese Antikörper in den Erinnerungszellen vor! Und der Organismus kann sie jederzeit bei Bedarf blitzschnell produzieren. Auch wenn sie aktuell nicht im Blut vorhanden sein sollten. Ich persönlich würde demzufolge einen Hund nicht mehrmals titern lassen, wenn der erste Titertest ergeben hat dass der Hund einmal die betreffenden Titer aufgebaut hat. Die "Baupläne" für diese Antikörper bleiben lebenslang in den Gedächtniszellen abgespeichert und sind jederzeit abrufbar.

    Mir ging es um die pauschale Aussage, die auch hier wieder gekommen ist, dass eine 10 oder 12 oder 15 m-Leine NIE ans Halsband gehört... Und die inzwischen tatsächlich auch jeder Depp, der nicht danach gefragt wird, verbreitet. Das geht inzwischen tatsächlich so weit dass man mit suchendem Hund auf dem Acker steht, Suchleine ( = 10 m) am Halsband, und da läuft dann auf einmal so 'ne Tussi mit undefinierbarem Mix im Schlepptau quer über den Acker, über die 3 Stunden vorher gelegte Fährte, der Karo von ihr frisst noch mein auf der Fährte hinter den Winkeln ausgelegtes Futter, um mich, während mein Hund trotzdem weitersucht, vollzuquatschen dass ich keine so lange Leine ans Halsband meines Hundes machen dürfe (und dass im übrigen auch keine kurze Leine ans Halsband darf, sondern ein Hund immer und überall nur am Geschirr geführt werden dürfe).


    Sorry, von daher bin ich inzwischen wirklich allergisch gegen derartige pauschalen Aussagen. Auch bei einem 6 Monate alten Hund kann es Situationen geben, in denen eine lange Leine am Geschirr ziemlich sinnbefreit ist (z.B. wenn man den Hund in der Ablage absichern möchte, wenn man das bereits mit einem so jungen Hund trainiert). Manchmal ist es auch in diesem Alter besser den Hund im Schutzdienst an langer Leine an einem (breiten) Halsband zu arbeiten anstatt an einem Geschirr (z.B. wenn er sich im Geschirr "zu" macht und deswegen nicht ins Bellen kommen kann). Manchmal hat auch ein 6 Monate alter Hund bereits gelernt wie sein Hundeführer mit ihm über Leinensignale kommunizieren kann. Und sehr oft ist es gerade bei einem sehr jungen Hund besser ihn bei Sucharbeiten am Halsband zu führen, und nicht an einem Geschirr. Es gibt nicht nur eine, sondern es kann viele Möglichkeiten geben, warum die (lange) Leine am Halsband besser sein kann als an einem Geschirr. Nur das wollte ich diesen "niemals nie-Sagern mit auch den Weg geben...

    Ich mag mich aufgrund eigener und damit subjektiv geprägter Erfahrungen vieleicht täuschen, aber ich merke schon einen Unterschied im Bezug auf die Wucht, die mich trifft, wenn mein Hund ungebremst in eine 10 m-Leine brettert oder ob er nach 2 m von der kurzen Leine gebremst wird.

    Ich hatte geschrieben "Wenn mein Hund z.B. 8 m weit weg ist und dann wegen irgend etwas losspringen sollte, ist die Wucht, wenn er in eine 10 m Leine springt, auch nicht heftiger als wenn er neben mir steht und an einer 2 m Leine losspringt..."


    Meine älteren Hunde laufen so gut wie nie an kurzer Leine. Sie lösen sich daran auch nicht. Halte ich z.B. an einer Autobahnraststätte, an der sie sich lösen sollen, kommen sie dort sicherheitshalber entweder an eine Flexi- oder an eine Schleppleine (je nach Mentalität des Hunds und/oder was ich dabei habe). So in ca. 8 m Entfernung von mir bequemen sie sich dann auch mal zu pinkeln. Und ja, ich stehe weiterhin auf dem Standpunkt dass die Wucht, mit der ein Hund, der 8 m von mir entfernt ist, ggf. in eine 10 m Leine springt, nicht größer ist als wenn er direkt neben mir steht und dann in eine 2 m Lein springt. Erkläre mir den physikalischen Unterschied, den es haben soll, wenn der Hund von Meter 8 bis Meter 10 losspringt, anstatt von Meter 0 bis Meter 2.


    Im übrigen geht es hier um die Sicherheit des Hundes. Sollte ein Hund mit 30 kg oder gar deutlich mehr tatsächlich mal mit 10 m Anlauf ungebremst in die Schleppleine rennen (weil auf der i.d.R. umzäunten Autobahnraststätte plötzlich ein Reh auftaucht, welches so klein ist dass ich es nicht rechtzeitig sehen kann, und sollte mein Hund ausgerechnet in diesem Moment seine Leidenschaft zum Wild hetzen entdecken), dann würde zumindest ich die Situation besser im Griff behalten können wenn die Leine am Halsband ist, als wenn die Leine an einem Geschirr befestigt wäre mit welchem der Hund problemlos einen Milchwagen wegziehen könnte. Dann hat er vielleicht kein Trauma an der Halswirbelsäule, liegt aber vielleicht statt dessen mit Geschirr und Schleppleine auf der A45 unter einem Laster (weil er durch das Geschirr dann für mich nicht mehr zu halten wäre).


    Jedes Ding hat immer zwei Seiten, hat meine Oma immer gesagt. Mir sind pauschale Aussagen, gerade wenn es um Hundeausbildung und Hundeequipment geht, deswegen immer unsympathisch. Die Leine dient nicht nur zum physischen Stoppen eines Hundes, sondern auch zur Kommunikation. Kommuniziere ich im Nahbereich über die Leine am Halsband, dann kann sie, wenn der Hund 8 oder 12 m von mir entfernt ist, nicht plötzlich am Geschirr befestigt sein. Wie willst Du dann den gleichen Impuls geben können wie im Nahbereich?


    Und dann arbeitest Du gerade mit Deinem Hund ganz prima zum ersten Mal auf Entfernung, und alles klappt ganz toll, und dann kommt da wieder so ein Depp daher der sich einmischt und Dich und Deinen Hund stört weil er Dir ungefragt seine Laienmeinung zum Thema "Schleppleine am Halsband" auf' Auge drücken möchte... :cursing::evil:8)

    Das ist doch alles prima gelaufen. Bezüglich Impfnebenwirkungen ist es so dass die immer dann am stärksten auftreten wenn in einen noch bestehenden hohen Titer rein geimpft wird. Das ist Lex erspart geblieben. Und mit der 3 Jahre lang gültigen Tollwutimpfung ist er jetzt erst mal rundum gut versorgt.

    wer macht den eine schleppleine ans Halsband =O

    Ich... Wenn ich einen ausgebildeten Hund arbeite oder ihn mit der Leine an einem Ort absichere, an dem ich ihn normalerweise frei laufen lassen würde, aber in der Nähe eine Gefahrenquelle (z.B. Autobahn) ist. Wenn mein Hund z.B. 8 m weit weg ist und dann wegen irgend etwas losspringen sollte, ist die Wucht, wenn er in eine 10 m Leine springt, auch nicht heftiger als wenn er neben mir steht und an einer 2 m Leine losspringt...

    Ich vermute mal Dein Welpe ist ein Mischling aus diversen Schlägen der sog. Altdeutschen Hütenhunde, bei denen es Schläge gibt mit Stehohren, Schläge mit Schlappohren, Schläge mit Kippohren, und manchmal treten bei einem Schlag auch verschiedene Ohrenformen auf. So gibt es bei den Gelbbacken neben Hunden mit Stehohren auch welche mit Kippohren (generell hat man bei diesen Hütehundschlägen eine sehr breite Varianz im Erscheinungsbild, auch in Bezug auf die Größe und/oder das Fell). Ich vermute mal darauf wird es bei Deinem Hund hinaus laufen, sollten sich die Ohren nicht noch stellen. Manchmal haben solche Hunde später auch ein Steh- und ein Kippohr.

    Ich hab gerade mal nachgesehen, meine Schleppleine ist nur 12 mm breit, nicht 16.... Und ich liebe sie weil sie seit 4 Hundegenerationen nicht nur meine 30 kg-Hunde aushält und immer noch top ausschaut, sondern ich hab da auch schon knapp 90 kg dran gehabt ( = den Zug von 3 Hunden auf einer Leine; und die haben richtig Dampf gemacht). Im Schutzdienst können die Hunde mit dieser 15 m-Leine problemlos revieren, die hängt sich an keinem Versteck (und auch sonst nirgends) fest. Und da "grippy" ist die Leine auch feucht noch händelbar. Und für ihre Länge finde ich sie leicht (im Vergleich zu anderen Leinen die ähnlich stark und ähnlich händelbar sind, also z.B. beim Revieren wenn das Gras feucht ist).

    Aber das Ziel ist natürlich, dass wir unsren eigenen Rüden einsetzen können, und nicht auf einen Bruder ausweichen müssen.


    Ob dann noch andere Züchter ebenfalls Interesse an dem Rüden haben, steht natürlich in den Sternen.

    Nunja, aber wie wahrscheinlich ist es denn dass ausgerechnet der Rüde XYZ in allen Belangen der optimale Zuchtpartner ist für die i.d.R. nicht mal eine Handvoll aktiv in der Zucht stehenden Hündinnen eines einzelnen Züchters??? Sorry, das halte ich aus meiner eigenen Zuchttätigkeit heraus bestehenden Erfahrungen für eher unwahrscheinlich. I.d.R. baut man sich als Züchter doch einen soliden Mutterstamm auf, und die Rüden aus der eigenen Zucht sind doch i.d.R. viel zu stark verwandt mit den Hündinnen aus diesem Mutterstamm. Und selbst wenn es abstammungstechnisch nicht zu eng und der Ahnenverlust somit nicht zu hoch werden würde bei einer Verpaarung mit einer ganz bestimmten einzelnen Hündin, gibt es so viele Parameter zu beachten wenn man sinnvoll züchtet, dass es einem 6er im Lotto gleicht wenn eine bereits im Welpenalter eines Hundes angedachte Verpaarung später dann tatsächlich passen sollte, in allen Belangen.


    Natürlich liest es sich für einen Züchter schön wenn in der Ahnentafel seiner Welpen sein Zwingername nicht nur in der Mutterlinie erscheint, sondern er auch auf der Vaterseite vertreten ist. Ich kenne auch ein paar Fälle, in denen Züchter das praktizieren bzw. praktiziert haben. Aber ganz ehrlich??? Da werden in 99% der Fälle lediglich Eitelkeiten befriedigt... Mir fallen nur ganz ganz wenige Züchter ein, die so etwas praktizieren bzw. praktiziert haben, und die trotzdem in anderen Belangen vernünftig und hart selektiert haben. Sehr viel öfter schlucken die Züchter in solchen Fällen dann aber eine Kröte (manchmal auch mehrere), die in Bezug auf solche Verpaarungen auftreten. Nur damit ihnen später die Auflistung ihrer Hunde in den Ahnentafeln der Welpen schmeichelt.


    Ich kenne es als "Verzweifelungstat" bei anderen Züchtern, dass sie, wenn sie keine Hündin aus ihrer Mutterlinie mehr zur Zucht haben, eine fremde Hündin zukaufen oder in Zuchtmiete nehmen, um diese dann von einem Rüden aus ihrer Zucht belegen zu lassen. Optimal ist das aber nicht. Du verlierst mit einem Schlag Deine mühsam aufgebaute Mutterlinie, mit all ihren epigenetischen und mitochondralen Einflüssen.


    Natürlich ist es schön einen guten Draht zu seinem Züchter zu haben und den Willen, den Hund später auch ankören zu lassen, mit allem was dazu gehört. Und natürlich ist es toll wenn dann ein Rüde auch mal deckt, egal wessen Hündin das dann sein sollte (Hauptsache de Verpaarung ist sinnvoll). Nur wäre es für Dich persönlich keinerlei Verlust wenn Dein Rüde später nicht zuchtfähig sein sollte (solange seine Gesundheit dadurch nicht beeinträchtigt wäre und Du mit ihm ansonsten alles machen kannst was Du möchtest).


    Zieh Deinen Hund erst einmal auf... Checke, wenn er alt genug dafür ist, seine Gesundheit (wir haben inzwischen vier Röntgenbefunde, die bei einem Deckrüden alle nicht nur im zuchtfähigen Bereich liegen, sondern wirklich gut sein sollten). Schau wie er sich mental entwickelt, wo später seine Stärken und wo seine Schwächen liegen. Und freu Dich darüber wenn letztendlich alles top ist und er mal eine für ihn geeignete Hündin decken sollte oder auch mehr. Aber setzt Dich doch jetzt nicht schon unter einen Druck bei jedem Pups, den Dein Junghund lässt, über eine spätere evtl. Zuchtuntauglichkeit nachzudenken. Das ist es echt nicht wert...

    Ich habe eine 15 m lange und 16 mm breite Biothaneleine (Grippy), ohne eine Handschlaufe am Ende. Die reicht in Bezug auf ihre Reissfestigkeit völlig aus. Wobei der diesbezügliche Schwachpunkt dann immer beim Karabiner und dessen Befestigung liegt. An meiner Leine ist ein qualitativ hochwertiger Messingkarabiner, der mittels einem "Schiffchen) und einer Buchschraube befestigt ist. Billige Zinkdruckguss-Karabiner fliegen einem schnell mal um die Ohren. Und zu große Löcher für Nieten oder unnötig große Buchschrauben sowie jegliche Nähte quer zum Material sind prädestinierte Sollbruchstellen.


    In einem guten Shop wie bioleine.de kannst Du auswählen aus welchem Material Deine Leine gemacht wird, welcher Karabiner verwendet wird, wie dieser befestigt wird, ob Deine Leine eine Handschlaufe hat oder nicht und wenn ja aus welchem Material.

    Trotzdem würde ich bei der Haltung eines Rüden den Zuchtgedanken völlig ausblenden. Wenn SPÄTER alles stimmt, dann kann man ihn natürlich ankören lassen und für geeignete Hündinnen zum Decken zur Verfügung stellen. Aber das wäre für mich bei einem Rüden überhaupt kein Aspekt in der Aufzucht. Dass ein Rüde tatsächlich später mal eine Hündin deckt ist von soooo vielen Faktoren abhängig, dass ich in so einem Alter des Hundes da gar keinen Gedanken dran verschwenden würde. Hier in Deutschland hatten wir sogar schon Bundessieger, die nicht einen Deckakt gemacht haben.


    Wenn mal eine Hündin aufzieht schaut das ein bissel anders aus, weil wenn man einen Zuchtgedanken hat wird diese Hündin, sofern später alles stimmt, ja mit großer Wahrscheinlichkeit auch zur Zucht eingesetzt werden. Der Einsatz eines Deckrüden hängt aber immer von einem diesbezüglichen Interesse anderer Leute ab. Und ist von daher nur sehr ungewiss.

    Dennoch wäre es für mich schon ein kleiner super-gau, da er eigentlich in die Zucht soll, sofern gesundheitlich alles i.o. ist.

    Nunja, das wäre aber vermutlich ein ziemlich kleiner Super-Gau... Wenn man mal drüber nachdenkt wie viele Deckakte ein DSH-Rüde im Durchschnitt in seinem Leben macht, der nicht bei einem superbekannten Hundesportler steht.

    Ich hab noch nie irgendetwas an einem Hundeohr geklebt. Und der Begriff "die Ohren hängen lassen", wenn es einem mal aus irgend einem Grund nicht so gut geht, kommt ja nicht von ungefähr. Dein Hund ist jetzt mitten in der Zahnung, mit allen kleineren und größeren Problemen, die das mit sich bringt. Da gibt es oft mal Schwellungen und Entzündungen am Ober- oder Unterkiefer, halt schmerzende Stellen, und dadurch bedingt merkwürdig getragene Ohren und auch mal tränende Augen.

    Meine Erfahrung ist die dass wenn die Ohren vor der Zahnung korrekt waren, sich später alles was zwischenzeitlich merkwürdig ausschaut wieder verwächst. Ohren haben im Wachstum manchmal ihr Eigenleben... 8)

    Das kommt ganz darauf an womit/wogegen Du entwurmst (wenn z.B. nur Bandwurm- oder Spulwurmbefall festgestellt wurde, dann benötigt der Hund ja kein Breitbandmittel gegen alle möglichen Arten von Würmern, sondern lediglich eines gegen die betreffende Bandwurmart bzw. gegen Spulwürmer) und wie schwer Dein Hund ist. Zudem zu welchem Preis Dein Tierarzt das betreffende Wurmmittel abgibt. Z.B. bekommst Du das Präparat "Milbemax" für große Hunde, wenn Du im Internet einer 2er-Packung kaufst, für ca. 14 Euro. Eine Tablette reicht für Hunde bis 25 kg, Hunde ab 25 kg bis 50 kg erhalten zwei. Den 2er-Pack für kleine Hunde kostet nur etwas über 5 Euro und reicht für einen Hund von 5 bis 10 kg.


    Bei anderen Präparaten verhält sich das ähnlich. Und je größer die Verpackungseinheit, desto günstiger der Preis. Weswegen es oft günstiger ist sich das Wurmmittel beim Tierarzt zu holen als in der Apotheke oder über das Internet.

    In vielen Zuchtverbänden dürfen die Hündinnen nur an dem Ort werfen und ihre Welpen aufziehen, an dem der Züchter lebt (auf dessen Zwingernamen der jeweilige Wurf gemacht wird).

    Das wäre Plan B. Auf jeden Fall würde ich das Gebiet meiden, wenn es nicht möglich wäre gezielt an dem Problem zu arbeiten. Denn mit jedem Mal. in dem Lex reagiert auf das Zugsignal, festigt sich dieses Verhalten ja mehr.