Waschbär Moderator
  • Mitglied seit 5. Februar 2012

Beiträge von Waschbär

    Kleiner Tipp: Zur Zeit gibt es nicht nur im Futtermittelhandel, sondern teilweise auch in Supermärkten 20 kg Säcke mit Karotten für um die 5 bis 6 Euro (z.B. "unser" REWE hat die). Neben Einkochen kann man die Suppe auch sehr gut einfrieren.


    Ich drücke die Daumen dass die Ursache für die Problematik bald gefunden wird. Zusätzlich zur Möhrensuppe kannst Du dem Futter auch immer etwas fein geriebenen rohen Apfel einer pektinreichen Sorte (z.B. Boskop) zugeben. Das Pektin darin bindet Flüssigkeit und hilft dadurch den Stuhl etwas zu festigen. Zudem ist es gut für die Darmflora. Es gibt auch getrocknetes Apfelpektin in Pulverform.

    Schön dass die Möhrensuppe so gut geholfen hat. Es ist immer wieder erstaunlich was diese durch das lange Kochen kleingestückelten Zuckermoleküle in den Möhren für eine Wirkung besitzen. Keinesfalls schlechter als Antibiotika, aber ohne die schädlichen Nebenwirkungen desselben. Möglicherweise war Tony deswegen mäkelig beim Fressen weil er schon länger Probleme mit "schlechten" Bakterien im Magen-/Darmbereich hatte und deswegen unter Bauchgrummeln o.ä. gelitten hat. Das schlägt sich natürlich auf den Appetit nieder. Und die sich durch die Möhrensuppe nicht weiter vermehren konnten und statt dessen ausgeschieden wurden. In der Zeit haben dann die "guten" Bakterien die Möglichkeit die Darmflora stärker zu besiedeln.

    Ich würde erst einmal nur bei der Suppe bleiben. Es macht nichts wenn man die länger als einen Tag pur gibt. Also nur Möhrensuppe, nichts anderes dazu. Kannst Du ruhig 3 bis 4 Tage durchziehen. Bei länger anhaltendem Durchfall ist nicht nur die Darmflora gestört, sondern oft auch die Darmschleimhaut. Und es tut der gut wenn die sich mal eine Zeit lang erholen kann.

    Meine Hunde mögen die Möhrensuppe auch alle sehr gern. Für mäkelige Hunde kann man sie auch mit Huhn kochen. Dafür kocht man erst einmal ein paar Hühnerschenkel so lange aus bis sich das Fleisch leicht von den Knochen lösen lässt. Dann nimmt man die Hühnerschenkel aus dem Kochwasser und stellt sie erst einmal bei Seite. Ggf. gibt man die Hühnerbrühe erst mal durch ein Sieb, falls Knochensplitter und/oder Fettstückchen darin herum schwimmen.


    Entweder lässt man die Hühnerbrühe erst einmal abkühlen und schöpft dann das Fett von der Oberfläche ab. Und kocht dann die Möhren darin gemäß der Anleitung für die Moro'sche Möhrensuppe. Oder aber man gibt die Möhren in die noch heiße Hühnerbrühe, kocht die Möhrenstückchen darin und schöpft dann das Fett am Ende der Kochzeit von der Oberfläche ab, bevor man püriert.


    Meist fressen die Hunde, die die "pure" Möhrensuppe verweigern, diese "Hühner-Möhrensuppe". Das Fleisch der Hähnchenschenkel kann man von den Knochen lösen und die Haut und alles Fett davon entfernen. Das kommt erst einmal in den Kühlschrank. Nach 24 Stunden reiner "Möhrensuppe-Diät" kann man beginnen etwas davon kleingeschnitten in die Möhrensuppe zu geben. Auf diese Weise bekommt man die Suppe auch mehrere tage lang in die Hunde hinein, die sie ansonsten nicht mögen.

    Du kannst problemlos 2 bis 3 Tage lang erst mal nur die Möhrensuppe geben, mehrmals täglich. Damit der Darm erst einmal zur Ruhe kommen kann. Danach dann die Portionsgröße der Möhrensuppe gleich belassen und erst mal nur wenig der üblichen Nahrung dazu geben (anfangs erst mal nur ca. 1/4 der üblichen Ration). Und dann langsam steigern, ggf. anfangs zwischendurch weiter reine Möhrensuppe als Zwischenmahlzeit geben.


    Antibiotika unterscheiden nicht zwischen "schlechten" und "guten" Bakterien. Die machen alles platt, also die komplette Darmflora. Und nicht selten bauen sich die "schlechten" Bakterien schneller wieder auf als die "guten". Die Möhrensuppe wirkt anders... Durch das lange Kochen werden die Zuckermoleküle in den Karotten in winzig kleine Stückchen zerhackt, die den Darmzottel ähneln an die "schlechten" Bakterien andocken, und wo sie sich dann vermehren. Statt dessen docken sie an die Zuckermoleküle aus der Möhrensuppe an und werden mit dem Kot ausgeschieden, können sich also nicht vermehren im Darm. Aber den "guten" Bakterien der Darmflora passiert durch die Möhrensuppe nix.


    Nach ein paar Tagen wäre es natürlich gut zusätzlich die Darmflora mit einem geeigneten Präparat gezielt aufzubauen.

    Verstehe ich das richtig? Wenn Dein Hund gekochte Nahrung erhält ist der Durchfall weg? Warum dann dieses ganze Drama mit Wurmkuren und Antibiotika??? DAS schädigt doch zusätzlich die Darmflora, und zwar massiv...


    Wie Pinguetta schreibt: Koch die Moro'sche Möhrensuppe... Eine wirklich große Menge und frier oder koche die portionsweise ein. Zur Zeit bekommt man im Landhandel günstig 20 oder 25 kg Säcke mit Futtermöhren.


    Und dann koch halt erst einmal für Deinen Hund... Und wenn Du wieder Dein bisheriges (oder ein anderes) Trockenfutter gibst dann immer nur in Verbindung mit der Möhrensuppe. Die kannst Du ein paar Wochen lang in jede Mahlzeit mit rein geben (hält sich aufgetaut bzw. geöffnet problemlos 2 bis 3 Tage im Kühlschrank). Erst mal viel Möhrensuppe und wenig Trockenfutter darin, dann die Trockenfuttermenge langsam steigern.


    In Bezug auf Dein bisheriges Trockenfutter: Inzwischen sollte wirklich jeder verstanden haben dass die Hersteller seit vielen Monaten eklatante Probleme haben in gewohnter Zusammensetzung und/oder Menge produzieren zu können! Wer diesbezüglich empfindliche Hunde und noch keinen mehrmonatigen Vorrat zu Hause hat ist *sorry* ein Depp... Selbst größere Hersteller können teilweise wochen- bis monatelang bestimmte Sorten nicht liefern und/oder haben zwischenzeitlich ihre Rezepturen ändern müssen. Auch können momentan Zusammensetzungen von Charge zu Charge schwanken. Das macht vielen Hunde nicht viel aus, manchen aber doch...


    Wenn Du Bedenken in Richtung einer Lebens-/Futtermittelallergie hast, dann ist nur die bereits geschilderte Ausschlussdiät wirklich sinnvoll. Bei der beginnst Du mit einer Fleischsorte die Dein Hund bisher noch nie erhalten hat und gibst erst mal mind. 6 bis 8 Wochen nichts anderes. Verträgt der Hund das über diesen Zeitraum, dann nimmst Du eine zweite Komponente hinzu (i.d.R. eine Kohlenhydratquelle). Bei größeren Hunden ist es günstig wenn man mit Pferd beginnen kann, als zweite Komponente wäre z.B. Süßkartoffel geeignet. Natürlich aber nur dann wenn der Organismus beides noch nicht kennen gelernt hat... Mit der dritten Komponente (z.B. ein Öl oder eine Mineralstoffmischung) wartet man dann ebenfalls wieder 6 bis 8 Wochen. So kommt dann alle anderthalb bis zwei Monate eine weitere Komponente hinzu. Man führt ein Tagebuch in dem man vermerkt welche Komponenten ab wann gegeben werden, und notiert dort die evtl. Reaktionen darauf. Natürlich streicht man Komponenten, auf die der Hund reagiert, sofort wieder. Und bleibt dann erst mal für weitere 6 bis 8 Wochen bei dem, was bisher sicher vertragen wurde (damit sich der Organismus erst mal wieder beruhigen kann bevor die nächste Komponente hinzu kommt).


    Mit Trockenfutter funktioniert das nicht... D.h. bei einer Ausschlussdiät bist Du erst einmal mehrere Monate abhängig von Frischfutter und/oder Singleprotein-Fleischdosen bzw. gekochten Rationen. Aber nur so macht das einen Sinn. In Trockenfutter sind dafür zu viele verschiedene Komponenten enthalten. Später, wenn man mehrere Komponenten ausgetestet hat, kann man nach einem Trockenfutter suchen welches nur genau diese enthält. Aber das dauert halt erst einmal eine ganze Weile bis man an diesen Punkt kommt.


    Röntgen und Ultraschall würde ich bei einem Hund, der bei selbst zusammengestellten Rationen einen normalen Stuhlgang hat und lediglich auf ein für ihn ungewohntes Trockenfutter reagiert, nicht machen lassen.

    Wie lächerlich kann man sich eigentlich machen??? Wenn Du Probleme mit den von Dir zitierten Aussagen (teilweise von Neunzehnhundertannotobak) hast, dann sprich doch gefälligst die Personen darauf an, die Du zitiert hast !!! Was haben die User hier im Forum denn z.B. mit den Meinungen und Ansichten eines Helmut Raisers zu tun? In sehr vielen SV-OGen darf der nicht mal einen Fuß auf den Übungsplatz setzen, geschweige denn im SV an Veranstaltungen teil nehmen.

    Es gibt Konstanten, die sich über Jahrzehnte halten. Das ist richtig... Z.B. die dass Anfänger, die ihren ersten Hund am Strick haben, prinzipiell ALLES wissen und ALLES können. 8) ;) Daran wird sich vermutlich nie etwas ändern...


    Zu Deiner Beruhigung: Ich bilde mich permanent fort und interessiere mich tatsächlich nicht nur für neue Wege, sondern gehe sie sogar.


    Und zu der Sache mit dem "Down": Unterschiedliche Erfahrungen damit beruhen vermutlich darauf dass verschiedene Personen eine unterschiedliche Auffassung dahingehend vertreten ob ihr Hund das Hörzeichen "Platz" korrekt ausführt. Meine Erfahrung als Trainer: Hundehalter X kommt mit seinem Hund zum ersten mal ins Training. Standardfrage lautet "Was kann er denn schon?". Standardantwort lautet u.a. meist "Sitz und Platz". Gegenfrage "Auf ein Hörzeichen hin?". Standardantwort "Ja".


    Dann wartet man bis der Hund in einer Situation ist in welcher der Hund seinen Halter nicht sieht und gibt dann die Anweisung das Hörzeichen "Platz" zu geben. Und es passiert ........................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................... NIX !!! (in Bezug auf das HZ "Sitz" natürlich genau so wenig). Und das ist bei ca. 9 von 10 Hunden der Fall, die ins Training kommen...


    Hundi hat zuvor in diversen Kursen einer oder mehrerer Hundeschulen gelernt die betreffenden Hörzeichen auszuführen, aber nur in Verbindung mit der Mimik und Gestik des Hundehalters plus i.d.R. meist noch mind. einem starken Sichtzeichen (z.B. mit der Hand beim "Platz" auf den Boden zu zeigen oder beim "Sitz" in den Himmel). Das Hörzeichen alleine hat für sie keinerlei Signalwirkung um die betreffende Übung auszuführen.


    Es ist logisch dass es bei solchen Hunden schwierig bis unmöglich ist sie ins "Down" zu rufen wenn sie einem Triebziel folgen wollen. Und hier kommt jetzt eine Grundlage der Ausbildung ins Spiel, deren Bedeutung sich über die Jahrzehnte nicht geändert hat, nämlich die Konsequenz. Die in diesem Fall bedeutet dass der Hundehalter konsequent daran arbeiten muss dass der Hund das Ausführen der Übung auch tatsächlich mit dem Hörzeichen verbindet (und nicht mit einem Konglomerat aus Gestik, Mimik, Sichtzeichen und Hörzeichen), dieses eine entsprechende Signalwirkung erhält. Selbstverständlich nur dann kann ein Hund ein entsprechendes Hörzeichen auch ausführen wenn er, ohne Sichtkontakt zum Hundehalter, ein Triebziel fokussiert oder gar verfolgt.


    Von daher weiß ich dass nicht wenige Hundehalter durchaus Probleme haben ihren Hund ins Platz rufen zu können. Aber bei derart ausbildungstechnisch gebildeten Usern hier im Forum bin ich davon ausgegangen dass solche Basics nicht angesprochen werden müssen. 8) Sondern dass es klar ist dass man einen Hund erst einmal auf einen entsprechenden ausbildungstechnischen Stand bringt. Ist der aber erst einmal erreicht ( = dass ein Hund Übungen wie Platz/Sitz/Steh rein auf das jeweilige Hörzeichen hin ausführt), dann ist das "am Platz bannen" (und da ist für die meisten Hunde das "Platz" am leichtesten) für den Hund i.d.R. einfacher als das Heranrufen. MEINE Erfahrung, mit sehr vielen Hunden und sehr vielen verschiedenen Rassen (die wenigsten davon waren Schäferhunde).

    Schafring, ich glaube wenn dsh so einen job machen, wie das schafe hüten, dann sind sie richtig glücklich. Es heisst ja vielleicht nicht umsonst Schäfer-Hund?

    Das hängt, wie bei allem, davon ab ob der Hund für diese Aufgabe "brennt" oder nicht. Es gibt DSH mit einem starken Hütetrieb und belastbaren Nerven, die leben für so eine Aufgabe. Es gibt aber auch welche für die sind Schafe einfach nur Schafe, die ihrer Meinung nach bleiben können wo der Pfeffer wächst. Am liebsten möglichst weit weg... Und dann gibt es noch die nervösen Krischperln, die zwar die Schafe gerne treiben, denen dabei aber die Nerven durch gehen und für die es eine große nervliche Belastung ist im Gehorsam stehen zu müssen (für die bedeutet Hüten Stress, was auf Dauer krank macht).


    Ein Bekannter von mir bildet sehr oft Hunde für andere Schäfer aus. Früher hat er teilweise auch Hunde ausgebildet die lediglich einmal die HGH bestehen sollten für die Zuchtzulassung, und die Du ansonsten dann nur noch im Showring und der Wurfkiste gesehen hast. Und da hat er sich dann schon die besser geeigneten heraus gesucht... Trotzdem war es für jeden Laien zu erkennen dass sich manche dieser Hunde in dieser Aufgabe überhaupt nicht wohlgefühlt haben.

    Es geht darum zu verdeutlichen dass es für den Hund leichter ist ein "bannendes" Hörzeichen auszuführen wenn er dabei weiterhin sein Triebziel fokussieren kann (im Vergleich dazu dass er sich von diesem erst abwenden und dann entfernen müsste). Es geht nicht darum ob ein Hund (bereits) so zuverlässig ausgebildet ist dass er beim Verfolgen seines sich von ihm entfernenden Triebziels zuverlässig ins "Platz" geht...


    Anderes Beispiel... Warum ist es wohl in der IGP1, im Gegensatz zu IGP2 und 3, erlaubt seinen Hund vom Versteck abzuholen, anstatt ihn abzurufen? Bingo !!! Weil's schwieriger ist für den Hund sich von seinem Triebziel (sogar wenn es sich nicht bewegt) abzuwenden und von diesem zu entfernen...

    Meine Erfahrung mit "menschenliebenden" Hunden (beim DSH und beim Staffordshire Bullterrier): Bei fremden Personen in "ungewöhnlichen" Situationen (Z.B. Nachts fremde Menschen auf dem Grundstück bzw. direkt am Haus bzw. im Treppenhaus, oder Nachts an der Autobahn etc.): Da bellen auch solche die Du vorher noch nie hast bellen hören, und zwar in einer Weise die Jeden wissen lässt dass mit dem betreffenden Vierbeiner gerade nicht gut Kirschen essen ist.


    Weswegen ich auch immer sehr vorsichtig bin wenn jemand bei mir in der Wohnung ist, auch wenn diese Person meine Hunde ansonsten gut kennt. Andere Personen in meiner Wohnung sind für meine Hunde eine Ausnahme und deswegen lasse ich z.B. dann kein Spiel zu. Sondern achte darauf dass die Hunde nicht "hochfahren", auch nicht im "Spiel" ("Spiel (beim erwachsenen Hund) ist die Vorstufe der Eskalation", das ist ein Zitat von Lind und trifft nicht nur auf die Situation Hund/Hund zu).

    Es geht darum was leichter ist für den Hund. Und das ist nun mal das "Down", also das Ablegen während der Hund sein Triebziel weiter fokusieren kann.


    Was man alles machen kann wenn der Hund die "hohe Schule" der Ausbildung komplett durchlaufen hat ist ein anderes Thema. Da kannst Du dem Hund theoretisch auch beibringen dass er einen Handstand macht anstatt zu Hetzen...


    Und auch der Hundesport zeigt welche der beiden Möglichkeiten (weiter Fokusieren des Triebziels im "Down" vs. Abwenden (und Entfernen) vom Triebziel): Jeder Anfänger bekommt es z.B. deutlich leichter hin seinen Hund zuverlässig ins Platz zu legen bei der "Flucht am Versteck" als dass er es schafft den Hund am Verseck abzurufen oder dass der Hund den Blickkontakt zum Figuranten unterbricht. Letzteres ist die "Hammer Leistung" der absoluten Profis, mit welcher sie ihren Hunden signalisieren dass diese jetzt für einige Sekunden in den Unterordnungsteil zu wechseln haben (z.B. für den Rückentransport). Auch ist das Ablegen des Hundes in hoher Trieblage im Schutzdienst in jedem Training immer das Mittel der Wahl, wenn der Figurant mit dem HF kurz etwas zu besprechen hat. Einfach weil das in der hohen Trieblage des Hundes immer das sicherste (weil für den Hund am eindeutigsten) ist.

    Ich bin nicht ganz deiner Meinung, Waschbär . Wenn der Hund einen guten Rückruf hat, bei dem er eine 180º Drehung hinlegt, bei Ertönen des Rufes/Pfiffes, dann denke ich, ist das leichter für ihn, als wenn er das Wild noch im Blick hat. Wegrennendes Wild zu beobachten aus der Platzposition und diese zu halten, das ist eine hammer Leistung für einen Hund mit grossem Beutetrieb. Wie lange soll er dann liegenbleiben? Bis das Wild weg ist, oder bis der Halter angekommen ist zum Anleinen/Belohnen? Hmm, naja, wahrscheinlich kommt es wie immer auf den Hund, bzw Hund/HF Team an, was im Training besser umgesetzt wird.


    Umdrehen und "aus den Augen aus dem Sinn" , denke ich, ist sicherer. Den Ablauf davon kann man sehr gut trainieren. Bis dahin Schleppleine. Die 180º Wendung wird quasi zu einem Reflex, wenn es richtig trainiert ist hat man nicht das Problem der konkurrierenden Verstärker.

    Diese "Hammerleistung" absolviert jeder Hund im Schutzdienst in JEDEM Training und jeder Prüfung. Auch für jagdlich geführte Hunde ist das "Down" das Mittel der Wahl, wenn ein Hund das Verfolgen eines Wildes abbrechen soll. Es ist für einen Hund DEUTLICH leichter, wenn er hoch im Trieb steht, sein Triebziel weiter im Fokus behalten zu können als sich von diesem komplett abzuwenden und von diesem zu entfernen. Auch wenn er die Tätigkeit des Verfolgens abbrechen muss.


    Ich hole meine Hunde in einer solchen Situation (außerhalb des Schutzdienstes) immer ab. Weil ich möchte dass das Hörzeichen dafür in der entsprechenden Situation ein "Hammer-Hörzeichen" ist, welches den Hund unmissverständlich an dem Ort "bindet", an dem er sich befindet. Diese Situation "verwässere" ich dann nicht dadurch dass ich ihn abrufe. So viel Zeit ist mir das wert, dass ich dann mal ein paar Meter bis zu meinem Hund gehe. Zumal ich ihn dann direkt an Ort und Stelle, an dem er das Hörzeichen ausgeführt hat, bestätigen kann.