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  1. Das Schäferhund Forum
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  3. Zucht & Aufzucht

Warum züchten mit "noch-zugelassen"?

  • Nasuland
  • 15. September 2011 um 11:40
  • Nasuland
    Gast
    • 15. September 2011 um 11:40
    • #1

    Hab das grade eben im Internet gefunden:

    Deckenpfehlung. Biete an meinen triebstarken und sehr dominanten Rüden Wobo von der Maineiche. SchH2 (SchH3), KL1,V
    Mutter: Belinda von der Maineiche
    Vater: Tyson von der Schiffslache
    Nachzucht kann besichtigt werden. Alles weitere auf meiner Hompage (Daten entfernt)
    Sportlicher Deckpreis

    Und dann hab ich mir den Hund mal angeschaut und gesehen: ED noch zugelassen

    Und dann frag ich mich doch wieder mal: MUSS DAS SEIN?????????????????????????

    Jetzt mal ohne Witz, wenn ich den Rüden nicht kenne, sehe das er grade mal die SchH2 erreicht hat (Ergebnisse sind auch nicht bekannt), weder überregional geführt wurde, noch sind Gesundheitsergebnisse der Nachkommen bekannt - warum zum Henker sollte ich dahin zum Decken fahren???

    Da könnt ich schon wieder platzen!

  • Payne
    Gast
    • 15. September 2011 um 12:13
    • #2

    Na hey, er ist ein Maineiche-Hund :winki: :sironie:

    Mit ED noch zugelassen würd i gar nich erst ans Züchten denken... :S
    Find die Homepage auch iwie ziemlich kindisch, aber das ist ja gsd Geschmackssache.

  • EineTrulla
    Gast
    • 15. September 2011 um 12:29
    • #3

    Abgesehen von der Tatsache mit einem angeknaxten Hund zu züchten...

    Boar, schmeiß denen ein Wörterbuch an den Kopf...->Vedios

  • Kiara
    Gast
    • 15. September 2011 um 12:32
    • #4

    Da kann man nur mit dem Kopf schütteln !!
    NIE würde ich mit ED noch zugelassen züchten ................................... :thumbdown:

    Ich hatte eine super schöne Hündin, aus der Zucht mit meiner Zanni. Es war eine wirklich tolle Hündin - dann kam das Röntgenergebnis
    HD a normal ED noch zu gelassen, ich dachte mich trifft der Schlag !! ;(
    Obwohl mir einige geraten haben, mit dieser tollen Hündin doch zu züchten, denn sie hätte ja ED "noch zugelasssen", trennte ich mir von ihr !

    Abayomi hat ein tolles zu Hause gefunden in dem sie sehr glücklich lebt - gezüchtet wird nicht mit ihr !!!


    Abayomi = rechts im Bild in ihrer neuen Familie

    Mir ist der Abschied von Abayomi mehr als nur schwer gefallen - ABEER ich denke, es war das Beste sie NICHT in die Zucht zu nehmen.

  • Nasuland
    Gast
    • 15. September 2011 um 14:00
    • #5

    Ja das denk ich nämlich auch! Ich musste mich in den letzten Jahren auch von zwei Hündinnen trennen, da sie aus gesundheitlichen und psychischen Gründen nicht für die Zucht geeignet waren. Mag für den ein oder anderen herzlos klingen, aber wenn man sich eine ordentliche Zucht aufbauen möchte und gleichzeitig noch versuchen möchte allen Hunden auch gerecht zu werden, hat es einfach keinen Zweck "ungeeignete Hunde" zu horten!

    Und wie man so kurzsichtig sein kann und mit einem noch-zugelassen-Hund seine komplette Zucht gefährden kann, obwohl es doch wirklich gute und gesunde Schäferhunde zu Hauf gibt, ist mir ein absolutes Rätsel! Außer man hat Dollarzeichen in den Augen und denkt sich "nach mir die Sintflut"... aber das will ich jetzt mal keinem unterstellen :S

  • Antje
    Gast
    • 15. September 2011 um 14:12
    • #6
    Zitat von Payne

    Na hey, er ist ein Maineiche-Hund


    Ich muß sagen, dass der Herkunftszwinger ja nun nichts dafür kann, wenn die Besitzer diesen Rüden zum Decken anpreisen!!! Nicht dass ich jetzt diesen Züchter verteidigen möchte.... aber der Olek ist ein guter Hund der auch richtig gute Nachzuchten vorweisen kann!

    Ich würde auch keinen Hund mit "noch zugelassen" einsetzen wollen, allerdings kann man aufgrund der zu erhaltenden genetischen Bandbreite auch nicht ganz radikal "NEIN" sagen. Im RSV gibt es klare Vorgaben, dass ein Hund mit "noch zugelassen" nur mit "a-normal" verpaart werden darf und diese Regelung erscheint mir - wenn schon ein Deckpartner diesen Befund hat - sinnvoll.

  • gweny
    Gast
    • 15. September 2011 um 15:28
    • #7

    nee nee , aber nur weils ein ta sagt muss es auch net so sein.

    machen wir uns nix vor die ED geschichte is schwierig und klar gibts so und so keine frage das is net nur im sv so auch das weiss jeder

    ja nu wers nötig hat sich seine prüfungen zu ermogeln bitte käme mir nicht in den sinn.

    und was schauen angeht da brauchen wir gar net drüber reden, aber ich hab lieber nen g hund der gesund is klar im kopp und es tut wie nen v hund ...... :-))


    lg sabine

  • Antje
    Gast
    • 15. September 2011 um 16:22
    • #8

    Ich habe da leider auch meine Erfahrungen machen müssen..... einer meiner Aufzuchthunde sollte eigentlich nach Amerika gehen, wurde aber aufgrund der damaligen Finanzkrise an einen deutschen Hundesportler verkauft. Dieser ließ den Hund bei einem sehr erfahrenen TA röntgen, alles bestens!! Der SV trug jedoch mittlere ED ein und ich bekam den Hund wieder gebracht. Die Polizei interessierte sich für ihn, ließ ihn bei einer renomierten Tierklinik röntgen und die konnten nichts feststellen! Auf Nachfrage wurde dann erzählt, dass da wohl was war, was in drei Jahren ED sein könnte!!!! Was für eine Argumentation!! Heute ist der Hund kerngesund im Polizeidienst und erfreut sich allerbester Gesundheit!

    Ein einziger Fall ist mir bekannt, da hat der SV nach einem Einspruch tatsächlich von "mittlerer ED" in "noch zugelassen" geändert. Die Eigentümerin des Hundes hat sehr gute Verbindungen zur SV-Spitze - ein Schelm, wer Böses dabei denkt!! :winki:

  • Nasuland
    Gast
    • 15. September 2011 um 16:51
    • #9

    Ich will bestimmt nicht abstreiten, dass im SV Fehler gemacht werden! Und es ist auch definitiv so, dass wenn man Röntgenbilder einschickt, die ein unfähiger Tierarzt gemacht hat, das Ergebnis von SV Seite aus schlechter aussehen kann, als es tatsächlich der Fall ist.
    Nichtsdestotrotz muss ich mich ja in dem Meer von Schäferhunden irgendwie orientieren können und da ist meine Basis nunmal mein Rassezuchtverband und dessen Auswertungen.

    Und beim Schäferhund braucht man gewiss keine Angst um die genetische Bandbreite haben - damit kämpfen andere Rassen, aber nicht der Schäferhund in Deutschland! Problematisch wird es allerdings, wenn ein und der selbe Rüde pro Monat 30 Deckakte raushaut. Hier könnte man mal überlegen, ob man nicht die Anzahl der Deckakte generell begrenzt um Vielfältigkeit zu gewährleisten.

    Wenn es nach mir ginge würde ein Hund mit "noch zugelassen" auch keine Kkl 1 mehr erhalten.

  • Payne
    Gast
    • 15. September 2011 um 17:19
    • #10
    Zitat von Antje


    Ich muß sagen, dass der Herkunftszwinger ja nun nichts dafür kann, wenn die Besitzer diesen Rüden zum Decken anpreisen!!! Nicht dass ich jetzt diesen Züchter verteidigen möchte.... aber der Olek ist ein guter Hund der auch richtig gute Nachzuchten vorweisen kann!

    Das war ironisch gemeint, nicht falsch verstehen, bitte! Natürlich kann der Maineiche-Zwinger nichts für die Verantwortungslosigkeit der neuen Besitzer!
    Ich find den Olek auch genial, aber deswegen müssen doch nicht all seine Söhne auch in die Zucht. Noch dazu, wenn ein ED noch zugelassen in den Papieren steht! :thumbdown:

  • Welfen
    Gast
    • 15. September 2011 um 18:19
    • #11

    Zucht mir Hd/ED noch zugelassen lehne ich auch grundsätzlich ab.
    Die Populationsbreite unserer Schäferhunde lässt aus jeder Blutlinie eine große Auswahl an Deckpartnern zu und deshalb wäre das auch kein Grund einen 3-er Hund in die Zucht zu nehmen.
    Allerdings sind viele Tierärzte nicht in der Lage, ED-Bilder richtig zu beurteilen. Sei es aus mangelnder Erfahrung (zu wenig Hunde) aufgrund nicht geeigneter technischer Ausrüstung, falscher Belichtung usw. Deswegen sollte man seinen Hund immer bei einem in diesen Bereichen renommierten und erfahrenen Tierarzt oder in einer Tierklinik röntgen lassen. Das erspart auch Fehlbeurteilungen des SV.

    Flash aus unserem F-Wurf wurde geröntgt und lt. Tierarzt ED und HD alles super. Befund vom SV: HD normal, ED fast normal. Der Hund ist heute 8 Jahre alt, wurde immer sportlich - auch überregional - geführt, war dieses Jahr wieder auf der LG-FCI und auf der LGA und hat keinerlei Probleme. Seine Sprünge sind frei, er lahmt nicht und zeigt keinerlei Anzeichen von Beschwerden. Wäre etwas nicht in Ordnung hätte sich schon lange Arthrose bilden müssen. Die richtige Belichtung und der richtige Kontrast bei den Bildern ist halt sehr wichtig.

  • Nasuland
    Gast
    • 15. September 2011 um 18:43
    • #12

    Fast-normal ist meiner Meinung nach auch echt Auslegungssache oder kann tatsächlich auch auf falsche Bewegung oder Ernährung zurückgeführt werden.

    Ich kenne auch einen Fall, indem das fast-normal (HD) durch eine zu starke Bemuskelung entstanden ist; die Hündin wurde grade für die Ausdauerprüfung trainiert und im selben Zeitraum geröngt; Ergebnis: fast-normal, da die Hüfte durch die Muskeln nicht hundertprozentig gelagert werden konnte. Als die Hündin Jahre später erneut geröngt wurde, wäre das Ergebnis normal gewesen.

    Ich denke auch fast-normal-Hunde von der Zucht auszuschließen wäre zu viel des Guten und hat zum Beispiel auch schon den Hovawart gebrauchshundtechnsich gesehen ins Aus manövriert.
    Aber von fast-normal zu noch-zugelassen ist ja noch ein Unterschied!

  • Welfen
    Gast
    • 15. September 2011 um 22:02
    • #13

    Nadine, genau so sehe ich das auch.

  • billvo
    Gast
    • 16. September 2011 um 08:48
    • #14

    @ Nadine
    ist es nicht so, dass ein DSH-Rüde in Deutschland pro Jahr insgesamt 60x decken darf und noch 30x im Ausland.
    Also insgesamt nicht mehr als 90x pro Jahr (wobei das auch schon unbestritten viel ist...)??? Oder bring ich da grad was durcheinander... ?(

  • Nasuland
    Gast
    • 16. September 2011 um 09:05
    • #15

    Nö, das stimmt schon, aber rechne das mal hoch! Ich find einfach das ist wahnsinnig viel!

    Beim RSV 2000 zum Beispiel gibt es die Regel, dass der Rüde nach der Zuchtzulassung einen Deckakt machen darf, weitere können nach bestandenen Prüfungen und der Begutachtung der Nachkommen folgen. Find ich absolut sinnig!

    Denn wenn man mal überlegt, wieviele Deckakte zum Beispiel der Weltsieger macht...
    Ich habe bei mir einen Wurf für einen Hochzuchtszwinger aufgezogen; der Vater der Welpen war der Weltsieger. Es waren 6 Welpen, eine Hündin wurde mit 9 Wochen wegen Epilepsie eingeschläfert und bei einem Rüden wurde bereits mit 3 Monaten schwerste ED festgestellt. Einen Rüden sollte ich für den Besitzer aufziehen - der Rüde war ein absolutes Nervenwrack und auch hier wurde beim Vorröntgen der Verdacht von ED ausgesprochen.
    Man kann also getrost sagen, dass die Hälfte des Wurfes krank war! Der Vaterrüde war in Deutschland tatsächlich jeden Monat ausgebucht mit seinen Deckakten, manche wurden sogar auf den nächsten Monat umdatiert. Das sind dann also im Schnitt ca. 40 Welpen im Monat von ein und dem selben Rüden und jetzt will ich mir überhaupt nicht ausmalen, wieviele kranke Hunde da auf den Markt geschmissen werden!
    Das hat jedenfalls mit Zucht nicht mehr viel zu tun, das ist Massenvermehrung und Geldmacherei!

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