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  1. Das Schäferhund Forum
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Azir
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Beiträge von Azir

  • ONYX

    • Azir
    • 9. November 2018 um 20:24

    Das letzte Wochenende waren wir super aktiv, haben das relativ angenehme Wetter ausgenutzt und waren am Samstag Vormittag in Ernstbrunn Wildtierpark.

    Dort waren bis auf uns, nur 2 weitere Familien, perfekt also! Die Tiere im Gatter konnte man füttern, da sonst keiner da war und sie wahrscheinlich hungrig waren, kamen sie sehr nah zu uns - auch wenn der Hund daneben war. Da ich ja innerlich dann doch zum Kind mutiere, habe ich Onyx ein paar Mal an einen Baum angehängt und habe selbst die Tier gefüttert. Er war super brav, hat gewartet. Als er dann so allein da saß, hat sich sogar ein Damwild ganz nah an ihn rangetraut, wobei ich das dann verscheucht habe, war mir dann doch etwas unsicher.
    Die Wölfe fand Onyx ganz unheimlich, er hat wirklich sehr lange gebellt, als er den Geruch aufnahm. Aber letztendlich hat er gemerkt, dass da ein Zaun zwischen ihnen ist und nichts passieren kann.

    Definitiv werde ich wieder hinfahren. Ich finde, das so nett, dass man mit den Hunden hineingehen darf. Vor allem für die Sozialisierung ist das gold wert.


    Am Sonntag waren wir dann in Graz ein wenig die Stadt ansehen mit anschließendem Essen im Restaurant. Auch da, er war sehr brav. Bis auf, dass er noch immer die schlechte Angewohnheit hat, dass er - wenn man nicht aufpasst - auf Menschen hinschnappt. Es ist Gott sei Dank nicht böswillig, aber sau frech eben.

    Auch bei Freunden verhält er sich noch immer mega frech. Er zwickt absichtlich und unerwartet ins Hosenbein oder springt in die Magengrube.
    Daran arbeiten wir gerade. Wenn man ruhig bleibt und mit einem gewissen Ton sagt, er soll jetzt Ruhe geben - funktioniert das ganz gut.(Leider springt er auch lachen oder hohe Töne an und glaubt, dass ist ein Spiel und macht weiter- zurzeit kitzelt es ja auch noch wenn er zwickt.) WENN ich im Raum bin, sobald ich weg bin, geht der Spaß von vorne los. Also richtig respektlos. Fazit: ich lasse ihn nicht mehr allein mit Freunden in der Wohnung (sprich, wenn ich schnell mal aufs Klo gehen mag , kommt er in die Box) , jetzt ist das ja noch "süß" oder "lustig", aber was wenn er in den 2 Minuten , in denen ich nicht anwesend bin, denjenigen dann stellt? oder eben verletzt? Einen Freund von mir, hat er letztens so blöd erwischt, dass sein Handrücken aufgeschlitzt war... Ich sag ihnen immer, dann macht mal einen Plärrer , so dass er wirklich mal merkt, das geht so nicht. Aber sie trauen sich nicht - versteh ich auch, ist nicht ihr Hund und fremde Hunde maßregelt man wenn möglich nicht.. man weiß ja eben nicht, wie die dann darauf reagieren. Dann gibt es wieder Freundinnen , bei denen er so brav ist. Die begleitet er halt überall hin, aber spielt nicht verrückt und zwickt. Von diesen Personen lässt er sich auch ohne weiteres streicheln. Also ich glaube er ist sehr sensibel , sobald man aufgeregt oder unsicher ist, nutzt er das halt aus.

    Also: Alltagstauglich ist Onyx auf jeden Fall. ABER mit Menschen hat er noch immer so seine Autoritätsprobleme :rolleyes:

  • Tragischer Unfall: Junge wird von Hunden ins Gesicht gebissen

    • Azir
    • 30. Oktober 2018 um 21:05

    Grundsätzlich sehe ich den Besuch einer Hundeschule oder das Hinzuziehen eines Trainers vorranging dafür da, dem Menschen den richtigen Umgang mit seinem Vierbeiner nahe zu bringen.

    Dass man bei zb. 100€/Jahr Kurs+Mitgliedbeitrag keine Wunder erwarten darf, ist klar. Dort werden ws hauptsächlich eherenamtliche "Trainer" arbeiten. Für einen Hundehalter, der mal eben eine Prüfung ablegen möchte wird das reichen. Für Hundehalter, die keinerlei Erfahrung oder sogar Wissen über ihren Hund und dessen Verhalten haben, wäre diese Kursteilnahme zu wenig, da man dieser Person ja gar nicht gerecht werden könnte. Sprich ein frischer Hundehalter sollte dann eben doch mal tiefer in dir Taschd greifen und eine gute Ausbildungsstätte aufsuchen.

    Ich sehe es in meinem jetzigem Welpenkurs. Da wird jedes noch so kleine Verhalten des Welpens von den Trainern erklärt. Warum reagiert der Welpe auf einen aufgehen Regenschirm zurückhaltender als ein anderer Welpe? Wie zeige ich dem Welpen, dass dieser Schirm keine Gefahr darstellt? Etc. Oder es werden verschiedene Trainingsmethoden erklärt und darauf hingewiesen, dass jeder Hund anders ist und man auf die Bedürfnisse und den Charakter des Hundes Rücksicht nehmen sollte.

    Es werden Videos von Hundekommunikation gezeigt und auf Alltagsprobleme eingegangen. Wie verhält sich der Hund wenn Besuch kommt? Wie sollte er sich verhalten? Bei Familienhunden wird gefragt ob es Anzeichen von Problemen gab mit den Kindern. Wenn ja, welche? Es wird besprochen und die anderen Teilnehmer hören zu und lernen. Können auch Fragen stellen.

    Ein Hundeführschein sollte nicht nur die Ablegung einer Prüfung sein, die man auswendig lernt [Fragenkatalog zb]. Der Hundeführschein sollte so konzipiert werden, dass man nach der Prüfung nicht nur seinen Hund gefahrlos führen kann, sondern auch andere Hunde und deren Halter einschätzen lernt.

    In noch keiner Hundeschule konnte ich bis dato miterleben wie eine Auseinandersetzung zwischen zwei Hunden enden sollte.

    Bislang - Gott sei Dank - gab es am Hundeplatz auch noch keine Auseinandersetzungen, aber im Alltag sieht das anders aus, 80% der Hundebegegnungen, die länger als 3 Minuten dauern, gehen nicht Konfliktfrei aus. Und sei es, dass ein Hund, den anderen verwarnt mit Knurren oder sich Freiraum schaffen möchte. Selbst beim Spielen junger Hunde, kommt es früher oder später zu einer Kippung des Verhaltens und da sollte angesetzt werden! Den Hundehaltern sollte beigebracht werden, warum das so ist, damit sie genau solch Situationen nicht unbewusst weiter fördern und letztendlich einen Hund haben, der dann womöglich sein Verhalten festigt. Sei es Fehlverhalten bei anderen Hunden oder Beutetrieb bei Kindern. Mein alter Rüde hatte mit 6 Monaten eine Phase, da fand er jegliches Kind toll. Er fing an zu fixieren, wollte hin, winselte. Und genau da habe ich angesetzt und nicht gewartet bis er groß ist oder bin Kindern ausgewichen um der Situation aus dem Weg zu gehen. Nein. Ich habe dem Hund beigebracht, Kinder sind tabu. Ich brauchte genau ein Kommando, welches ich davor schon positiv aufgebaut hatte und notfalls ein Abbruchsignal. Der Hund ging mit seinen 8 Monaten zuverlässig bei Kindern vorbei ohne die länger als nötig zu begutachten.

    Heutzutage gibt es gefühlt in jedem 3. Haushalt einen Hund. Und oftmals wird ein Hund fürs Kind gekauft, damit es Verantwortung lernt oder man will einen Kuschelpartner, der auf einem Wartet, wenn man von der Arbeit kommt.. Ein Hund ist ein Tier, mit Instinkten wie es ein Raubtier eben so hat. Wir können den Hund ohne weiteres richtig trainieren, damit er in unsere Gesellschaft passt, aber verabsäumen wir das, dann tauchen Probleme auf.

    Was hier in Österreich passiert ist nicht die Schuld irgendeiner Rasse. Sondern die Verabsäumung des Menschen den Hund in eine gesellschaftstaugliche oder wenn nicht möglich umweltsichere Position zu bringen.

    Was den Kindern in letzter Zeit widerfahren ist, schmerz. Und die Familien und Betroffenen haben mein aufrichtigstes Beileid. Die beteiligten Hundehalter sollten schnellstmöglichst gerechte Auflagen bekommen, oder sogar den Hund abgeben, da in ihren Händen der Hund nicht sicher verwahrt wurde. Auch finde ich, wenn ein Hund einrn Menschen oder eben wie es hier ist, ein Kind tot beißt, dann sollte er aus dem Verkehr gezogen werden. Denn ich glaube nicht, dass man da noch sehr viel resozialisieren kann. Man könnte den richtigen Hundehalter finden, ja.. Aber wie viele davon gibt es tatsächlich?

    Desweiteren sollte man Richtlinien und Vorgaben erschaffen, die es der "kritischen Schicht" nicht all zu leicht macht, an gewisse Rassen zu kommen. Statt dass man Rasselisten erstellt, bei denen Zucht zum Teil schon verboten wird, sollte man daran arbeiten, dass nicht jeder xbeliebige an so einen Hund rankommt.

  • ONYX

    • Azir
    • 30. Oktober 2018 um 16:52
    Zitat von Cuki

    Die Bilder taugen mir sehr. Ist echt ein Hingucker.

    Wie reagierst du wenn er hinschnappt? Vielleicht hast du ihm einfach noch nicht vermittelt das es tabu ist? kA. ich kenne es von Gini nicht. Er versucht im Spiel bei meinem Freund, aber da ist es klar definiert als ein "Raufenspiel" und erwünscht, aber sonst würde er nicht mal im Traum darauf kommen.

    Wenn er bei mir schnappt, weil er sich freut mich zu sehen oder er hat seine 5 Minuten reicht ein "Aus" mittlerweile.

    Wenn er bei fremden zwickt spielts rambazamba. Somit, dass er Fremde oder Freunde halt nicht wirklich ernst nimmt, hört er nicht auf, wenn sie es wollen, sondern erst wenn ich ihnen zur Hilfe komme. Super anstrengend - für ihb ist noch jeder und alles was auf 3 nicht am Baum ist ein Spielzeug.

  • Freilaufender Hund beißt Passantin

    • Azir
    • 25. Oktober 2018 um 16:38

    Schlimm!
    Aber weißt, mich stört diese unvollständigen Berichterstattungen ständig.
    Die Frau gibt keinerlei angaben, was ist ihr nun passiert, hat sie Verletzungen, waren Besitzer vor Ort? Wie ist sie aus der Situation herausgekommen , kannte sie den Hund womöglich und warum warten die Journalisten nicht paar Tage bis mehr Infos zugänglich sind? Auch wenn es ein Aufruf ist, warum befragen sie die Zeugen nicht selbst?

  • Knochen für den Hund...

    • Azir
    • 25. Oktober 2018 um 16:33

    Oh und zwecks Knochenkot.

    Man sollte halt auch mit ein wenig Verstand an die Sache Knochenfütterung gehen.
    Ein Hund der keine Knochen gewohnt ist, einen 2 kg Rinderknochen vor die Nase zu setzen und dann sich wundern, weshalb der Hund am nächsten Morgen plötzlich Knochenkot hat.. ja, alles schon erlebt. Deswegen immer klein anfangen mit der Knochenfütterung - sprich mit Hühnerhälsen und dann langsam hocharbeiten.

  • Knochen für den Hund...

    • Azir
    • 25. Oktober 2018 um 16:30

    Ich halte von Markknochen rein gar nichts, tragende Knochen sind ebenfalls tabu sowie gekochte Knochen.

    Warum?
    + Markknochen - zur hart und eben durch das Loch gefährlich für Zunge oder verleitet zum Steckenbleiben.
    + tragende Knochen - zu hart und kaut der Hund zu ausgiebig daran, kann es sein, dass es zu einer Zahnsplitterung kommt oder der Zahn generell eine Verletzung davonträgt (Riss, etc.)
    + gekochte Knochen - splittern und können Verletzungen im Mundbereich/Speißeröhre verursachen.

    Meine Hunde bekamen/bekommen, Hühner-/Puten-Hälse&-Karkassen, Rippen vom Lamm, Schaf, Ziege, Wild , Kaninchenkopf,-karkassen, Eintagsküken, und fleischige Knochen vom Rind aber eher selten.

    Der Betirag ist nicht soo falsch, jedoch sollte man nicht zu sehr verallgemeinern, da sich die meisten Hundehalter zu wenig mit der Fütterung ihrer Vierbeiner beschäftigen und dann nur herauslesen was sie möchten.

    Dass dem Hund die Zähne geputzt werden sollten, finde ich lächerlich..

  • Hetzerei in Wien - Hundehalter tragen den Davidstern

    • Azir
    • 24. Oktober 2018 um 18:09
    Zitat von Asnea

    Die BH ist aber keine Garantie dafür das der Hund niemals beißen wird , genauso wie Arbeit auf dem Hundeplatz :/

    Natürlich, das ist keine Garantie, jedoch sehe ich HH , die aktiv in einem Verein sind und etwas mit dem Hund machen, als verantwortungsbewusster als HH, die eben mal so einen Hund haben & womöglich auch überfordert sind.
    Es gibt genug Kurse in Hundeschulen, die auf den Alltag angepasst sind. Eben für die HH, die nichts mein reiner UO anfangen können.

    Das wäre trügerische Sicherheit, den ohne Training im Alltag bringt dir die ganze BH keinen Pfennig. Und manche Hund haben einfach diese Veranlagung, die immer da ist auch wenn sie erzogen sind.

    Veranlagung zu beißen?
    Das kann sein, jedoch erziehen sich viele HH ihre Hunde zu Beißern. Allein die Kleinhundehalter, da zwickt der Hund mal eben, wenn ihm etwas nicht passt oder wenn Mensch nicht auf die Körpersprache des Hundes achtet und genau solch Unwissenheit kann mit einem Besuch in der Hundeschule oder bei einem Trainer vermieden werden.

    Und ich denke sehr viele Leute würden das Programm halt runterspulen (die BH ist ja nun wirklich einfach) und im Alltag dann einfach weiter machen wie sie es eh wollten.

    Sicher würde es den einen oder anderen vielleicht davon abhalten sich einen Hund zu holen und anderen eventuell ein bisschen Wissen vermitteln, aber ändern würde sich nichts.

    Dan müsste man alles überprüfen, wer soll das machen? Es werden nicht mal die jetzigen Gesetze konsequent überprüft. Immer mehr Regeln und Einschränkungen ohne Sinn und Verstand.

    Es bringt alles nix wenn diese Hunde im Alltag so geführt werden wie es die Leute halt machen.

    Meiner Meinung nach ist das größte Problem einfach das sich die Leute Hunde holen die nicht zu ihnen und ihrem Leben passen. Bzw die Leute einfach zu faul und dumm dafür sind

    Warum muss sich z.b eine Familie, die keine Ambitionen im Hundesport hat einen DSH aus der Leistung oder ähnliche Arbeitshunderassen holen?

    Ich sehe auch oft alte Leute bzw einfache Leute mit Jagdhunderassen und frage mich einfach nur warum??

    Man wird solche Vorfälle nie verhindern können, so wie alles im Leben gefahren mit sich bringt .

    Man hat halt zurzeit wieder ein tolles Thema um die Massen zu beschäftigen, solange bis das nächste Top Thema erscheint

    Alles anzeigen

    Finde es halt kontraproduktiv, davon auszugehen, dass es eh nicht klappt.
    Schwarze Schafe werden wir immer haben, umso wichtiger ist es als Hundebesitzer unsere Verantwortung kundzugeben und Verbesserung erreichen zu wollen.
    Seit 15 Jahren halten ich Hunde und hatte mit der Gesellschaft nie auch nur ansatzweise Probleme, auch wenn ich mal mit 4 Hunden gleichzeitig unterwegs war. In den nächsten 15 Jahren werde ich meine Hunde genauso erziehen und halten und erhoffe auch weiterhin keinerlei Probleme :)

  • Hetzerei in Wien - Hundehalter tragen den Davidstern

    • Azir
    • 23. Oktober 2018 um 19:56
    Zitat von Lupus

    Hi Azir,

    weißt, wo ich das Problem sehe: Wenn die jetzt, ohne eine fundierte (wissenschaftliche) Basis zu haben, einfach so aus populistischen Gründen Gesetze verschärfen, dann werden sie das in Zukunft noch weit mehr tun, wenn sich kein Widerstand regt.

    Und klar, hast Du recht: Solange man nicht erwischt wird, ist alles gut. Aber auch irgendwie nicht, denn ich möchte einfach nicht zum Gesetzesbrecher gemacht werden, ohne dass dies eine vernünftige Grundlage hätte.

    Liebe Grüße

    Lupus

    Ich sehe das anders.

    In den letzten Jahren hat sich die Hundepopulation derart vermehrt in Wien, jeder 3. hat schon einen oder mehr Hunde. Und viele unterschätzen, was sie sich ins Haus holen.

    Ich bin auch der Meinung, dass jeder Hund bis zur abgelegten BH oder BGH1 Prüfung in die Hundeschule gehen MUSS, sprich Welpenkurs, Junghundeveranlagung und Prüfungskurs. Für Hunde, die älter sind, sollte die Regelung gelten, dass zumindest der BH Kurs in einem Jahr nachgeholt werden muss, ab dem Zeitpunkt, an dem der Hund grkauft wurde.

    Wenn der Größteil der HH nicht fähig ist, Hunde artgerecht zu halten oder auszulasten und die mit sich bringende Verantwortung zu übernehmen sowie Gesetze zu befolgen, dann ist es leider so, dass alle darunter leiden müssen und gewisse Auflagen für alle gelten.

  • ONYX

    • Azir
    • 23. Oktober 2018 um 19:48

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    Dieses Foto wurde am 1.Okt geschossen, der Unterschied ist deutlich zu erkennen

  • ONYX

    • Azir
    • 23. Oktober 2018 um 19:42

    Onyx war die letzten paar Tage verkühlt, nun bin ich es. Da blieb das Training und Spaziergänge ein wenig auf der Strecke. Ich finde jedoch sowieso dass ich sehr minimal mit der Bewegung bin. Ist vielleicht auch gut so, dann hat er zumindest im Wachstum keine Probleme mit Lahmheiten oder dergleichen.

    Schwierig sind noch immer Begegnungen ohne Leine. Er weiß, dass er frei ist und macht dementsprechend was er will, wenn uns Menschen entgegen kommen oder Hunde (2x wieder passiert in den letzten Woche). Sprich ich muss jetzt wirklich mal anfangen mit der Schlepp zu arbeiten , leider bin ich zu faul/doof und vergesse sie dann jedes Mal wenn ich Touren ohne Leine mache.

    Ich habe ihn schon zum Einkaufen mitgenommen und ihn draußen angehängt und warten lassen - dieser Hund überrascht mich, mit seiner Eigenschaft, dass es ihm völlig egal ist ob ich nun mal weg bin oder nicht. Er sitzt da seelenruhig und wartet ab bis ich komme.
    Auch wenn ich den Müll im Müllraum entsorge und er draußen warten muss, kein Beller, kein Jaulen.

    Zuhause hat er noch immer nicht das Verhalten des Jaulens oder Anschlagen gezeigt (freut mich total!) Meine Nachbarn loben ihn, da er so ruhig ist. Jedoch kann man ihn nicht streicheln, da er halt beißt. Das muss ich halt noch in Angriff nehmen, es ist halt seine Art, wenn er sich freut, dass er Liebesbisse verschenkt. Andere pinkeln sich an oder schreien, er zwickt halt.

    Er wiegt mittlerweile 18kg und ist erst in zwei Wochen 5 Monate. Er wächst super schnell, aber sehr gleichförmig, ich versuche ihn auch schlank zu halten.

    Beim Tierarzt waren wir ja wegen seiner Verkühlung, im Zuge dessen hat die TA (wieder eine andere) gemeint, sein zweiter Hoden ist eh nicht im Bauchraum, sondern irgendwo bei den Leitern. Joa, ich sagte dann, es sei mir schon egal und ich werde das zu späteren Zeiten nochmals kontrollieren lassen. Mir haben 3 von 4 Ärzten gesagt, der zweite Hoden ist nicht zu spüren und jetzt auf einmal doch? Wahrscheinlich sieht es in einem Monat wieder ganz anders aus.

    Ich muss jetzt die Sozialisierung etwas besser in Angriff nehmen. Ich habe das Gefühl, ich habe mit dem vorigen Rüden viel mehr für sein Sozialverhalten unter Hunden gemacht. Ich kann zwar Onyx überall hin mitnehmen , aber bei Hunden bellt er zeitweise, er will halt unbedingt hin und das nervt mich so sehr. Bei den meisten Hundebegegnungen läuft er relativ gut vorbei, bei 2 von 10 will er unbedingt hin und bellt. Er hat halt leider auch keinen richtigen Hundefreund. Das find ich so schade, die Leute die am Vormittag bei mir in der Gegend unterwegs sind, daugen mir halt nicht so, die stellen sich in die Hundezone und warten 1h bis sie wieder heimgehen, das brauch ich nicht, das möchte ich nicht.

    Anbei wieder ein paar Bilder (Ja, der Hund trägt auch schon Maulkorb, weil er per tu nicht aufhören will, Kot zu fressen)

  • Hetzerei in Wien - Hundehalter tragen den Davidstern

    • Azir
    • 23. Oktober 2018 um 17:32
    Zitat von Cuki

    Die Hundehaltergesetzte in Wien werden verschärft, besonders hart trifft es die sog. Listenhunde. Ein Anlass für die jetztige Hetzte war ein Biss von einem Rottweiler dessen Halterin 2 Promille im Blut hatte. Das Kind ist verstorben. Paar Tage danach, hat ein freilaufender Dackel in einer Heurigen ein Kind unter der Bank so verletzt im Gesicht, dass das Kind im künstlichen Koma liegt und braucht eine Gesichtsrekonstruktion.

    Die Regierung hat Maßnahmen ergriffen. Es wurde eine Novelle herausgegeben, die noch dieses Jahr in Kraft tretten soll:

    - Alle Listenhunde dürfen NUR mit Beisskorb UND Leine geführt werden Auch dann wenn diese einen gültigen Hundeführschein haben? Bisher war es doch so, sobald man den Schein hat, durfte der Hund geführt werden wie jeder andere, sprich Maulkorb ODER Leine, ausgenommen Hundezonen.

    - Außlassen des Hundes von der Leine ist in den Hundezonen nicht gestattet.

    - Außnahme: die vollständig eingezäunten Hundezonen ( in Wien sind das zubetonierte 10x10m Streifen -> die schönen und großen sind alle ned umzäunt ).

    - Der Hundeführerschein ist Pflicht für die Listenhunde, wie bis her, neu ist dass man mit dem Hund 2x den Hundeführeschein machen muss. Nach dem ersten Mal, nach Abstand von mind. 2 Jahren Finde ich gut. Denn mit 2-3 Jahren durchläuft der Hund meist nochmals eine Wesensveränderung.

    - Der Praxisteil vom Hundeführerschein wird verschärft. Ebenfalls gut so, der Praxisteil ist echt nicht schwer und sollte eher einer BGH1 gleichgesetzt werden, findest du nicht?

    - Alkoholgrenze von 0,5 Promille kommt in Kraft, aber NUR für die Listenhunde :/ Meiner Meinung nach, sollte das für jeden Hundehalter gelten...

    - Jeder Hund, der ein Mal gebissen hatte (Menschen oder Artgenossen -> Kratzer inclusive ) wird in der Zukunft sofort behandelt wie ein Listenhund. Frage mich, weslhalb ein Hund der Menschen gebissen hatte oder andere Tiere absichtlich und willkürlich verletzt hat, bis dato noch nicht mit passenden gesetzlichen Richtlinien eingeschränkt wurde?

    - Bei Übertrettungen wird der Hund weggenommen. Du, ehrlich bei manch Personen ist das auch besser so. Aber es wird auch immer Ausnahmefälle geben , und Fälle, in denen es nicht die Schuld des Hunde ist (zb EInbruch, Hund schädigt den Einbrecher und wird dreisterweise auch noch angezeigt, wie dann vorgehen?)

    Wo einige Gesetze/Neuerungen noch Sinn machen (Verschärfung des Praxisteils, zwei mal Antretten ), dann ist die Rigerlose Leinen UND Maulkorbpflicht untragbar.

    Desweiterem fordern die betroffenen Listis Besitzer auf offiziellen Seiten der Politiker, dass die Schäferhunde auch auf die Liste kommen. Sie beziehen sich auf die neue Beißstatistik der Uni Graz.

    Das Problem aber bei den Statistiken ist es, dass alles was spitze Ohren hat und bei 3 nicht am Baum ist wird bei einem Vorfall als Schäferhund eingetragen. Dazu kommt noch, dass diese Einträge auf Schilderungen der Beschädigten (dh. OHNE Chippablesen) stattfinden. Wenn eine Person gebissen wurde, sich nicht ganz sicher ist was das für eine Rasse war, kann sie dann alles behaupten. Die sagt nicht Mischling, sondern Schäferhund.

    Was Sinn machen würde ist, bei der jetzt schon verpflichteten Meldung neben Meldezettel, Versicherungspolizze auch die Ahnentafeln eintragen. Im Feld "Rasse", alles was keine Ahnentafel besitzt soll als Mischling eingetragen werden. Bei einem Vorfell soll der Chipp abgelesen werden. DANN wäre so eine Statistik glaubwürdig.

    Schlimm ist, dass die Regierung nun wirklich überlegt Schäfer auf die Liste zu setzten. Wenn das passiert, weiß ich nicht wie ich Gin auslasten soll. Ich kann nicht und will nciht auf eine 10x10m vollbetonierte Hundezone gehen. Misachte ich den Gesetzt und lasse Gin ohne Leine aber mit Mauli laufen, kommt ein "Tut Nix" und es passiert was, dann wird mir der Hund abgenommen. Bin verzweifelt.

    Ich war gestern nach dem Training in der Hundeschule am Abend mit der Ubahn unterwegs nach Hause. Ich habe mich ganz am Ende gesetzt, wo Klappstühle sind. Es gab 2 Klappstühle, größerer Abstand, und weitere 2 Klappstühle. Gin war mit Leine und Beisskorb gesichert (so wie es gesetztlich in den öffentlichen vorgesehen ist für jeden Hund). Gin lag zwischen meinen Beinen und schnarchte vor sich hin. Ich habe also genau 1 Sitzplatz eingenommen, weil der Hund zw. den Beinen war.

    Es kam ein Kinderwagen sammt Gefolgschaft. Der Kinderwagen wurde direkst neben uns abgestellt. Wohlgemerkt es gab noch mit einem Abstand zu uns 2 freie kinderwagengerechte Sitzplätze frei!

    Gin hob ned a mol den Kopf. Ich wurde sofort angeschnauzt ich soll mit dem Drecksvieh weggehen, die haben Angst um das Kind. Ich habe die noch recht nett hingewiesen das mein Hund gesetzteskonform gesichert ist, und wenn es dennen nicht passt, dann sollen die den anderen FREIEN Sitzplatz nehmen. Ich wurde von drei Personen weiter angeschrien. Es wurde mir auf den Kopf geworfen dass es ein böser Schäferhund ist, dass alle Hunde beissen, dass es ihr egal ist das der Hund ein Maulkorb trägt, die jüngsten Bissvorfälle wurden zitiert. Alles in einem schnlechten Deutsch. Das schlimme ist, dass die mitfahrenden Österreicher haben denen noch Recht gegeben und auch weiter Druck ausgeübt dass ich mich wegsetzten, und in dem Fall wegstellen soll. Gin war während des Streits am Liegen und ur brav!

    Gin würde niemals einem Kind was antun, das interessiert ihn einfach nicht. Und Kinderspielen kann er auch wenn ich es erlaube. Ich kenne Gin. Ich habe mich gestern wie ein Verbrecher gefüllt. Da fehlte noch der Davidstern! Das schlimme ist das die Mitfahrer deren Partie auch noch ergriffen haben!

    Ich habe mich dann weggestellt zu den Türen. Die Herrschaften haben noch hämisch blöd gegrinst. Ich kochte. Ich habe mich noch nie so unfair behandelt gefühlt und in den Dreck gezogen wie gestern. Gin saß stramm wie ein Einser. Er armer dachte noch er hat was falsches gemacht. Er verhielt sich noch ruhiger als sonst.

    Das schlimme ist, dass die Hetzerei dazu führt, dass die Menschen die von ihrere Kultur aus Hunde hassen nun freie Bahn haben, und die Gesellschaft stimmt dessen noch zu!

    Beim Ausssteigen mussten die an mir vorbei. Die hochbesorgte Mutter stieg aus und ihr Kind beim Aussteigen hat nach Gin seinem Ohr gegriffen! Ich habe mich zusammenreissen müssen um dem Kind nicht auf die Hand zu schlagen.

    Wie soll es weiter gehen?

    Alles anzeigen

    Bzgl der Beißstatistik gebe ich dir recht, alles was keine Ahnentafel/Papiere hat, sollte auch auch Mischling vermerkt werden und nicht als Schäfermischling etc. Denn die Menschen/TA sehen immer das, was sie sehen wollen...

    Was dir in der Ubahn passiert ist, tut mir wirklich Leid Cuki, ich habe diese Geschichte von meinem Vater gehört und ich dachte im ersten Moment an dich, weil ich wusste du bist meist über der Donau unterwegs bzw. mit den Öffis und leider bestätigte sich meine Annahme :( Ich fahre auch sehr viel mit den Öffis und bisher kamen mir noch keine blöden Kommentare unter, aber die Blicke sagen meist mehr als Worte. Meiner war eben ein grauer Schäfer, da trauten sich eventuell viele nichts zu sagen, weil dieser Hund den Polizeihunden ähnlich sah. Beim Onyx wird es wahrscheinlich dann mal mehr Widerspruch geben, weil groß und schwarz, aber ich stelle mich drauf ein und da ich sowieso sehr unfreundlich schaue und ich den Leuten auch gern mal eine "Goschn" anhäng, hoffe ich, dass sie mich in Frieden lassen werden.

    Mich fragt man in letzter Zeit öfter, was ich von der Novelle halte und ehrlich gesagt: ich habe kein Problem damit.

    Mein Hund trägt 80% Maulkorb, er hat kein Problem damit und es schränkt ihn auch nicht ein. Ob ich mich 100%ig an die Leinenpflicht halten werde - bezweifle ich, wobei die Novelle ja von stark frequentierten Plätzen spricht. Also Öffentliche Plätze, Einkaufsstraßen,Hauptstraßen, etc. Und seinen wir uns ehrlich, wie oft geht man an einer stark befahrenen Straße im 7. Wiener Gemeindebezirk mit dem Hund ohne Leine? Eh nie, also der Aufstand wird hierfür unnötig sein. Gut, Maulkorbpflicht ist so eine Sache, da gibt es super viele Gegner... Dazu kann ich jetzt nicht so viel sagen, ich sehe keinen gravierenden Nachteil, wenn der Hund einen Maulkorb trägt. Ja, er könnte kein Stocki/Ball tragen, aber wenn man zb. im Wald unterwegs ist, he wo kein Kläger da kein Richter :/:S & da ich davon ausgehen werde, dass sich relativ wenige Ordnungshüter oder Polizisten im Wald oder auf abgelegenen Strecken herumtreiben werden, damit sie dort paar Hunde kontrollieren können, sehe ich das auch eher locker.

    Weiß jemand, wie es mit Hunden aussieht, die etliche Prüfungen haben? Also zb. ein Hund dem man in der IPO/GH führt, da kann ich mir doch sicher sein, dass genau dieser Hund im Alltag sehr wohl gut zu führen ist, der sollte dann keine Maulkorb UND Leinenpflicht haben, sondern eher entweder oder? Wobei die meisten HH, die im IPO Bereich sind, sowieso nie zu sehen sind unter Menschenmassen, die suchen ja stille Orte zum Spazieren auf.


  • ONYX

    • Azir
    • 3. Oktober 2018 um 12:26
    Zitat von Asnea

    Spritzen um zu verheimlichen das der Hund einen Zucht ausschließenden Fehler hat? Die Züchterin sollte sich schämen ganz ehrlich

    Weißt du wie viele Züchter das machen? Von einer Freundin der Rüde hatte bis zur 16. Woche nur einen Hoden unten, der andere kam dann von allein. Aber die zwei weiteren Rüden im Wurf haben die Besitzer gespritzt.. Einer davon deckte schon etliche Male.

    Bei meinem ist ja ein Hoden schon im Sack, vll kommt der andere ja auch noch nach und wenn nicht, dann soll es so sein. Mit der Züchterin bin ich ja eh in Kontakt.

    Echt, man lernt nie aus... Selbst hier stößt man auf unvorhergesehenes. Mein TA, den ich schon seit 15 Jahren habe, meinte es ist für den Hund selbst nicht tragisch, aus der Zucht muss er und er hält rein gar nichts von diesen Hormonspritzen, das löst den erblichen Defizit ja nicht.

  • ONYX

    • Azir
    • 1. Oktober 2018 um 20:40

    Hier wieder einige Fotos :) Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

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  • ONYX

    • Azir
    • 1. Oktober 2018 um 20:26

    Also neue tierärztliche Updates:

    Onyx hat noch immer nur einen Hoden, der runter gewandert ist. Ich war heute bei einer anderen Tierärztin, sie meinte , sie kenne diese Hormonbehandlung nicht und rate davon auch ab. Ich solle den Hund werden lassen und dann mit 3 Jahren, wenn er mental und körperlich fertig ist, kastrieren lassen.

    Dann rief ich noch meinen Tierarzt an, den ich für OP bevorzuge und er meinte, diese Hormonspritze macht den nicht heruntergekommen Hoden nur größer und es kann sein, dass er dann sowieso stecken bleibt. & riet auch für ein Ruhen lassen und dann mit 1 1/2 Jahren entfernen des innenliegenden Hodens. Der andere könne ganz normal bleiben und somit produziere der Hund weiterhin seine männlichen Hormone.

    Die Züchterin wollte halt, dass ich ihn spritzen lassen. Aber ich muss ehrlich sagen, nein. Das will ich nicht. Er hat ja Kryptorchismus. Wenn ein Hoden nicht von allein runter kommt, oder?
    Das ist vererbbar.
    Also warum spritzen lassen, wenn er es seinen womöglichen Welpen irgendwann weiter vererben könnte. Dann lieber aus der Zucht nehmen und fertig.

    Danach waren wir Spazieren und dort war ein Feld mit vielen vielen Krähen - perfekt zur Impulskontrolle.
    "Nein" will er noch immer nicht verstehen, auf das reagiert er eig gar nicht. Rückruf funktioniert, da bewegten sich die Ohren. Am Schluss hat er sich sogar im vollen Lauf Rückrufen lassen. Was bin ich doch für eine gemeine Hundehalter, die extra oft bei einem Feld mit Krähen vorbeispaziert :thumbup:
    Leckerlie Tasche war danach fast leer und der Hund geistig müde.

  • ONYX

    • Azir
    • 1. Oktober 2018 um 20:08
    Zitat von Lupus

    Bezüglich der Zurechtweisung durch andere Hunde: Ich dachte da genauso wie Du: "Gaius macht ständig einen auf dicke Hose bei anderen Hunden - wird Zeit, dass ihm mal ein gestandener Erwachsener seine Grenzen aufzeigt!".

    Ua deshalb bin ich mit unserer Trainerin, die 5 super gut erzogene DSH hat, spazieren gegangen. Ich erzählte der Trainerin von meinem Ansinnen - und sie riet vehement ab mit der Begründung: Wenn mein Hund sich daneben benimmt, also zB versucht, andere Hunde zu besteigen oder zu dominieren, ist es allein meine Aufgabe (wenn man so will als "Rudelführer") ihn daran zu hindern. Es ist nicht die Aufgabe anderer Hunde! Wer wen wann (auch sexuell) dominiert, bestimme allein ich! Das hätte gleich mehrere Vorteile: Erstens würde mein Hund so lernen, wer wirklich das Sagen hat, nämlich ich und nicht irgendein fremder Hund. Zweitens könnte ich ihn auch besser beschützen in solchen Situationen. Denn was, wenn es ein (nicht gut sozialisierter) erwachsener Hund mal nicht bei einem Knurren belässt und deinen Kleinen vielleicht sogar verletzt? Er würde eine unnötig schlechte Erfahrung machen. Drittens würde das, so seltsam es sich anhört, unsere Bindung stärken: Der Hund weiß dann, wer was zu sagen hat, an wem er sich zu orientieren hat und kann sich gleichzeitig beschützt fühlen.

    Abgesehen davon, dass, grad in dem Alter deines Hundes, man selbst das Aufsteigen nicht unbedingt als Dominanzgeste verstehen muss. Der ist ja noch sehr klein und probiert sich vielleicht vor allem auch einfach mal in alle Richtungen aus. Dennoch kannst Du ja von Anfang an liebevoll eingreifen, wenn es dir zu viel wird. Denn das ist der Maßstab, nicht der anderer Hunde.


    Was hat denn Aufreiten noch für Bedeutungen?
    Beim Aufreiten schreite ich schon selbst ein, da braucht kein anderer Hund was machen. Aber es sind so Sachen wie, ein anderer Hund verwarnt mit Zähne fletschen und Knurren, weil dieser eben keinen hibbeligen Welpen um sich haben möchte und was macht Onyx, er bellt fröhlich drauf los und rückt dem Hund an die Pelle. Mit dem Arsch sozusagen ins Gesicht. Ich möchte dass mein Hund kommunizieren kann, das muss er halt dann auch von anderen Hunden beigebracht bekommen und nicht von mir als Mensch, denn da weiß er zwar, wann er aufhören soll, wenn ich ihm das sage, aber mehr auch nicht. & wenn ich nicht immer 100%ig dahinter bin, was dann? Dann eskaliert es irgendwann einmal. Aber ich denke, in 1-2 Monaten sind die meisten Hunde dann auch anders gestimmt und reagieren entsprechender. Das muss ja nicht böse enden. In der Hundesprache spielt sich so vieles ab. mit einer kleinsten Bewegung kann ein Hund sich so deutlich erklären, das sehen wir Menschen meist gar nicht auf den ersten Blick und das sollte Onyx wenn möglich alles beherrschen, dann habe ich im späteren Jahren weniger Arbeit mit ihm :)

    Die Sache mit dem Beschäftigen: Auch da sind wir uns sehr ähnlich: Wir haben den Kleinen auch von Anfang an, überall hin mitgenommen. Wir dachten "oh, Sozialisierungsphase ist so kurz - da müssen wir alles reinpacken!" Unter anderem durch eine userin hier (die leider nicht mehr da ist) ist mir da ein Licht aufgegangen: Das, woran sich der Kleine als erstes gewöhnen muss, sind wir, sein neues Zuhause. Das heißt nicht, dass man nicht auch gemeinsam viel erleben soll am Anfang. Aber könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich wohl ein bisschen weniger Spannendes mit Gaius erleben, als ihm vielmehr die Gelegenheit geben, entspannt uns und sein neues Zuhause zu erleben. Du musst also mE kein schlechtes Gewissen haben, wenn ihr einfach mal gar nix macht und nur langweilig zusammen "abhängt" oder "chillt", wie man heute sagt.


    Nein , ein schlechtes Gewissen habe ich eh nicht. Ich finde nicht, das ich ihn über- oder unterbeschäftige. Ich muss mich wirklich super zurückhalten, allein beim Spazieren gehen, er ist ja erst 4 Monate, zu viel sollte man ja nicht und er ist ja nach 20 Minuten eh schon körperlich fertig. Nur langweilig chillen und abhängen.. ja das kann er , zu Hause ist selten "Party", dafür sind wir ja draußen oft genug unterwegs. Da bleib ich hart und mache es so wie bei den Hunden davor. Zu Hause passiert außer Fressen und Schlafen nichts.
    Ich meinte mit Beschäftigen eher ihm Aufmerksamkeit schenken bei Sachen wie Ubahn fahren. Ich habe beim Rüden das so gemacht, solange er ruhig war , hat er eine Belohnung bekommen. Im Endeffekt habe ich ihn mir so anerzogen, dass er mich so lange immer anstarrte, bis er was bekommen hat und irgendwann kam dann das heulen und unruhig werden, weil ich dann irgendwann mal nicht ständig mit Leckerchen dastand.
    Beim Onyx habe ich das gar nicht gemacht. Der hat noch nie ein Leckerlie in der Ubahn, Straßenbahn oder Schnellbahn für's Still sein bekommen und legt sich ohne weiteres einfach hin, weil er weiß, da beschäftige ich mich mit aus dem Fenster schauen oder ganz modern ins Handy tippen. Beim unterm Tisch liegen und warten, das selbe. Er legt sich sofort hin und fertig. Weil er weiß, da kommt nicht mehr von mir.

    Gib euch beiden Zeit, erwarte nicht zu viel - vieles kommt von ganz alleine:)

    Edit: Hatte ich vergessen: Dass er ruhiger ist, wenn Du ihn nicht beachtest - auch das kenne ich von Gaius. Das kann sicher an dem liegen, was Du sagstest. Vielleicht ist es zudem so, dass die Hunde, schauen wir sie an oder adressieren sie auf eine andere Art, denken, sie sollten irgendwas tun, also zB aufpassen, erkunden, etc. Und gerade junge Hunde könnten sich dann überfordert fühlen und auch daher nach Kommandos suchen (die ihnen Handlungssicherheit geben). Beachtet man sie stattdessen nicht, könnten sie das Gefühl: "Ah, keiner will was von mir, alles entspannt - da kann ich auch entspannen!".

    Liebe Grüße

    Lupus

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    Ich muss eh sagen, für 4 Monaten kann er schon super viel. Der 0815 Hundehalter findet , ich gehe zu streng mit ihm um , aber sobald er dann ausgewachsen sein wird, kommen dann die Lobsagungen, wie ich das denn geschafft habe etc. War doch beim vorigen genauso...

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