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Hetzerei in Wien - Hundehalter tragen den Davidstern

  • Cuki
  • 11. Oktober 2018 um 10:22
  • Lupus
    Gast
    • 20. Oktober 2018 um 11:35
    • #91
    Zitat von Roopa

    Die Gesellschaft bringt diese Menschen hervor ! - sie sind nicht vom Himmel gefallen oder so geboren !

    wo ist dann ihr Platz ? wer bestimmt das?

    Hi,

    das ist so wahr und gleichzeitig so schwer zu verstehen. Was bestimmt denn unsere Identität? Unsere genetischen Anlagen und unsere sozialisatorischen Erfahrungen (also in welchem Milieu wir leben, wie wir erzogen werden, etc.).

    Beides aber sucht sich ein Mensch ja nicht aus! Und der Glaube an einen freien Willen ist längst widerlegt.

    Es macht also überhaupt keinen Sinn, Individuen für ihr Denken oder Handeln zu verurteilen, solange die Gründe dafür, dass wir sind, wie wir sind, sich nicht verändern. Und die liegen nicht im Einzelnen, sondern in unserer Gesellschaft, die nichts anderes ist als die Summe der Wechselwirkungen ihrer Mitglieder.

    Und da sollten wir uns mal fragen, ob die Werte und Struktur unserer Gesellschaft wirklich so toll sind, wie wir, eben weil wir so erzogen und sozialisiert wurden, es empfinden, bevor wir Assimilation (um Integration geht es in der öffentlichen Debatte, die aktuell von rechts bestimmt wird, ja schon lange nicht mehr) verlangen.

    Fragt man Menschen, wie es ihnen geht, sagen viele "uns gehts doch gut" - und sie meinen damit den Kontostand. Das sagt viel aus. Wir leben in einer Gesellchaft, die das Materielle über alles andere stellt. Schon Kinder erziehen wir so, dass ihr Tischnachbar in der Schule ihr Konkurrent ist und später auf dem Arbeits-oder Wohnungsmarkt noch stärker sein wird. Ständig werden wir aufgefordert, "wettbewerbsfähig" zu sein. Das fordern wir natürlich auch von unseren (europäischen) Nachbarn. Wir leben entsprechend in einer sehr kalten Gesellschaft. Ich hatte darauf hingewiesen, wie wir mit unseren Kindern und Alten (wenn sie noch nichts "bringen" oder nichts mehr "bringen können", umgehen). Die allermeisten von uns sind massiv überlastet, dafür sind wir Exportweltmeister - aber zu welchem Preis?

    Und dieses ewige, unselige Konkurrenzdenken zeigt sich überall: Wir teilen uns in Gruppen, zB in der Politik, aber anstatt nach gemeinsamen Lösungen zu suchen, ist automatisch das, was der politsche Gegner sagt, falsch, wird als falsch dargestellt. Wir finden nicht zusammen - als Menschen, weil wir uns nicht als Menschen sehen, sondern als Rollenträger (Mann, Frau, Moslem, Deutscher, usw.).

    Das zeigt sich auch sehr schön in den Kommentaren zu Cukis Artikel: Da wird nur gestritten, beleidigt, andere werden an den Pranger gestellt. Und am Ende des Ganzen steht keine Lösung, sondern noch mehr Unmut bis hin zum Hass. So ist es überall.

    Ich für meinen Teil bin froh, dass sich nicht alle in dieses System integrieren, ganz gleich, woher sie ursprünglich stammen. Was passiert, wenn wir endgültig alle auf Linie sind - auch dazu gibts ein gutes Buch: Es heißt "Schöne neue Welt" von A. Huxley.

    Bevor wir immerzu Anpassung erwarten (das Gegenteil von Freiheit), sollten wir uns mal ganz genau anschaun welche Werte wir tatsächlich vertreten. Und das sieht man sehr einfach daran, wie wir anderen begegnen.

    Was wir aber auf keinen Fall tun sollten ist zu denken "wir machen weiter so und alle anderen sollen das auch so machen!". Das halten werder wir als Menschen, noch hält die Natur das länger aus.

    Oder anders: Mal angenommen, die AFD bekommt 90% bei der Wahl - glauben ihre Anhänger wirklich, dass sich dann für sie persönlich in ihrem Leben was positiv verändert? Selbst wenn "wir" morgen alle "Ausländer" abschieben - wird unser Leben dann besser? Eine zutiefst naive Vorstellung. Denn der Grund für die Ablehung von "Fremden" hat nichts, aber auch gar nichts mit ihrem Verhalten zu tun. Es hat alleine etwas mit dem Denken desjenigen zu tun, der in Fremden eine Bedrohung sieht. Wenn wir eines aus der deutschen Geschichte gelernt haben sollten, dann doch das.

    Ich meine damit nicht, dass wir toleranter sein sollten. Toleranz ist was für "Lappen" (wie man heute so sagt). Wir müssen lernen, den Anderen nicht zu ertragen, sondern ihn anzunehmen, ohne dass wir damit seine Meinungen gut finden müssen. Das sind vollkommen unterschiedliche Dinge, die aber oft vermischt werden.

    Andere annehmen zu können als Mensch, nicht als Christ, Moslem, Kapitalist oder Kommunist, ist aber nur möglich, wenn wir uns selbst annehmen. Das aber gelingt uns allen immer weniger. Und das wiederum liegt daran, dass wir von klein auf so sozialisiert werden, dass wir denken, alles müsste immer nach dem Prinzip "höher, schneller, weiter", alles müsste "refomiert", verbessert, perfektioniert werden. Auch wir selbst. Sogar unsere Hunde... Entsprechend machen wir es uns immer schwerer, uns selbst so anzunehmen wie wir sind, überhaupt erstmal zu erkennen, wie wir sind. Und wenn uns das bei uns selbst schon nicht gelingt - wie soll es uns bei anderen gelingen? Wenn es uns aber gelingt, der Andere sich auch angenommen fühlt - erst dann ist eine Basis da, auf der man sich gegenseitig bezüglich bestimmter Meinungen oder Weltanschauungen sinnvoll streiten kann. Ist dies nicht der Fall, fühlt der Andere sich als Person angegriffen. Und das führt nicht zu der Einsicht, die wir erzielen wollen, sondern zum Gegenteil. Druck erzeugt Gegendruck, ganz einfach.

    Anstatt also immerzu von anderen was zu verlangen, sollten wir unser gesamtes Denken und Fühlen (denn das, was ich geschildert habe, ist ja kein deutsches, sondern ein weltweites Phänomen) mal auf den Prüfstand stellen.

    Ganz Plakativ: Eine Welt, eine Menschheit - alles andere sind nur (wirre und schädliche) Gedanken in unseren Köpfen, die Produkt der Gesellschaft sind, die wir selbst etabliert haben und unter der wir alle leiden.

    Umso bemerkenswerter, dass wir das bisher hier im Forum besser hinbekommen als dies oft in der öffentlichen Diskussion der Fall ist. Woran das liegt? Ich denke, es liegt vor allem daran, dass wir hier ein übergeordnetes Interesse haben, dem wir unsere unterschiedlichen Ansichten unterordnen: Hunde.

    Und dieses Prinzip müssten wir übertragen auf das Ganze.:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Pinguetta
    Moderator
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    • 20. Oktober 2018 um 12:08
    • #92

    Viele interessante Ausführungen.

    Ich finde, wenn jeder erst einmal bei sich ist, mit sich achtsam umgeht und dann für sich sorgt und als nächstes für die, die er liebt, dann ist ALLEN schon sehr geholfen und dann sollte auch das Miteinander leichter fallen.

    Statt dessen hetzt der Einzelnen irgendwelchen Idealen oder Anschauungen hinterher und vergißt sich selbst dabei.:(

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Asnea
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    • 20. Oktober 2018 um 12:37
    • #93
    Zitat von Lupus

    Denn der Grund für die Ablehung von "Fremden" hat nichts, aber auch gar nichts mit ihrem Verhalten zu tun.

    Doch genau das hat es.

    Niemand hat etwas gegen Zuwanderer die unsere Regeln, Kultur und Gesetze achten und zeigen das sie in dieser Gesellschaft leben wollen. Sind gerne willkommen

    Deutschland und irgendwann danach auch ganz Europa wie wir es kennen ist verloren, wenn es mit dieser Politik so weiter geht.

    Sieht man gut an Schweden wie es sich entwickelt hat. Nicht zum positiven jedenfalls.

    Auf den Rest werde ich nicht eingehen

    Man kann einfach eine funktionierende Gesellschaft nicht erzwingen.

    Auch wenn das viele glauben und meinen es wird schon alles wieder gut :saint:

    Und ständig dieses bevormunden was man wie zu denken hat. <X

    Gott sie Dank ist Österreich bis auf einige wenige Bezirke (Wien zb.) vernünftig geworden und hat sämtliche Parteien zum Teufel gejagt.

    Und auch die Medien sind hier doch noch deutlich neutraler

    Edit: Mir tun die ganzen nachfolgenden Generationen leid die keine andere Wahl haben als in Deutschland, bzw Europa leben zu müssen. In einigen Jahren sieht es vermutlich schon deutlich düster aus

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

    2 Mal editiert, zuletzt von Asnea (20. Oktober 2018 um 13:09)

  • Lupus
    Gast
    • 20. Oktober 2018 um 13:12
    • #94
    Zitat von Asnea

    Doch genau das hat es.

    Auf den Rest werde ich nicht eingehen

    Deutschland und irgendwann danach auch ganz Europa wie wir es kennen ist verloren wenn es mit dieser Politik so weiter geht.

    Sieht man gut an Schweden wie es sich entwickelt hat. Nicht zum positiven jedenfalls.

    Man kann einfach eine funktionierende Gesellschaft nicht erzwingen.

    Auch wenn das viele glauben und meinen es wird schon alles wieder gut :saint:

    Alles anzeigen

    Hi,

    nein, hat es nicht. Weder aus wissenschatflicher Perspektive noch aus persönlicher. So zu tun als seien andere Menschen für unseren Rassismus oder Kulturalismus verantwortlich, ist nichts anderes als einmal mehr die Verantwortung für sich selbst anderen in die Schuhe zu schieben. Und das ist ein Grund für die Unzufriedenheit. Denn andere können wir nicht verändern, uns selbst schon. Drehen wir das um, scheitern wir in unseren Beziehungen und auch auf anderen Gebieten.

    Oder glaubst Du wirklich, die Juden sind schuld an Judenhass und Holocaust? Oder Südamerikaner dafür, wie Trump und seine Anhänger sie sehen? Oder "Russlanddeutsche" für die Ressentiments, die ihnen gegenüber geäußert werden? Oder Muslime oder Christen, oder Deutsche? Man kann die Liste unendlich fortsetzen.

    Einig sind wir uns darin, dass man eine funktionierende Gesellschaft nicht erzwingen kann. Allein schon deshalb nicht, weil die Frage, was "funktionieren" bedeutet, sehr unterschiedlich beantwortet wird.

    Ich sage, dass unsere Gesellschaft, ob mit Muslimen oder ohne, hinten und vorne nicht funktioniert, weil sie den Menschen nicht dient, sondern von diesen erwartet, dass sie einer Ideologie dienen. Die Folgen sehen wir jeden Tag.

    Natürlich kann man so tun, als sei Migration die Mutter aller Probleme - ist dasselbe, als wenn man in Beziehungen immerzu denkt, der Partner würde alles falsch, man selbst aber alles richtig machen. Wohin das führt - die Scheidungsraten lassen grüßen.

    Aber ich kann mich nur wiederholen und das bringt ja nix:)

    Liebe Grüße

    Lupus

  • Asnea
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    • 20. Oktober 2018 um 13:13
    • #95

    Lass gut sein ;)

    Da das hier ein Schäferhund Forum ist werde ich mich nun deutlich distanzieren und wirklich auf keine deiner Beiträge zu diesem Thema eingehen. Wie du sagst es bringt nichts.

    Die Zukunft wird es zeigen, da werde ich hoffentlich weit weg von Europa und der völlig verkorksten Politik leben

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

  • Lupus
    Gast
    • 20. Oktober 2018 um 14:10
    • #96
    Zitat von Asnea

    Lass gut sein ;)

    Da das hier ein Schäferhund Forum ist werde ich mich nun deutlich distanzieren und wirklich auf keine deiner Beiträge zu diesem Thema eingehen. Wie du sagst es bringt nichts.

    Die Zukunft wird es zeigen, da werde ich hoffentlich weit weg von Europa und der völlig verkorksten Politik leben

    Hi,

    ich dachte nach dem Abi auch so - nix wie weg! Ich war auch weg, aber irgendwann hab ich begriffen, dass ich zwar ein Land verlassen kann, mich selbst ja aber immer mitnehme. Man kann vor allen möglichen Dingen fliehen - aber nicht vor sich selbst.

    Um wirklich mal wieder zum direkten Thema zu kommen: Ich find es richtig gut, was Du gemacht hast: Nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sondern einen Artikel schreiben. Und den dann noch so, dass es nicht um kulturbedingte Schuldzuweisungen geht, sondern um die Tatsache, dass Hundehalter und Nichthundehalter immer weniger Achtung voreinander haben und zu welchen Auswüchsen das führen kann.

    Vielleicht wäre es gut, würden wir als DSH-Forum was ähnliches auf die Beine stellen?


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Asnea
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    • 20. Oktober 2018 um 15:28
    • #97

    man sollte immer für sich sprechen und nicht versuchen zu analysieren warum jemand andere Meinung ist ;)

    Ich flüchte weder vor mir selbst noch bin ich unzufrieden mit meinen Leben. Ich habe das Glück das wir hingehen können wo es uns gefällt und da ist Deutschland halt nunmal ganz weit weg gerutscht ^^

    Gefällt es uns in einigen Jahren hier auch nicht mehr Dann ziehen wir weiter :)

    Edit: und egal wo es uns hin verschlägt wir werden uns immer dem Land anpassen bzw seine Werte und Regeln respektieren .

    Und das ist der große Unterschied zu vielen anderen die sich ihr Land aufgrund der sozial Leistungen aussuchen und nicht ob es dort ihrer Art zu leben entspricht

    Hunde sind Engel, die zu uns kommen um uns zu zeigen was wahre Liebe ist!

    Einmal editiert, zuletzt von Asnea (20. Oktober 2018 um 15:36)

  • Roopa
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    • 20. Oktober 2018 um 17:26
    • #98

    an dieser Stelle würde ich gerne eine Frage stellen an Alle:

    fehlt hier im forum eine Rubrik für Politik?

    es gibt immer wieder Themen, die nicht nur eindeutig um den Hund gehen, sondern um gesellschaftliche Fragen/Auseinandersetzungen

    so wie bei diesem Thema, wo es nur zu einem Bruchteil um Hund geht

    Ich würde dies unterstützen, also ganz klar ja sagen zu einer neuen Rubrik Politik - oder gehört dies nicht hierher!?

    freue mich über eure Meinung

  • Pinguetta
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    • 20. Oktober 2018 um 18:07
    • #99

    Doch Roopa , dass habe ich mich auch schon gefragt. Aber es ist wohl so wie mit vielen anderen Themen, da wird auch immer wieder über anderes gesprochen.

    Vielleicht sollten wir es hier tatsächlich bei Cuki s Thema belassen und alle etwas runterfahren und für und mit Cuki hoffen, dass sich in Wien alles beruhigt.

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  • Magicbustrip
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    • 20. Oktober 2018 um 20:42
    • #100

    Roopa generell finde ich eigentlich nicht, dass es in einem hundeforum sein muss über politik zu diskutieren, dennoch ist es vielleicht nicht schlecht einen "ort" zu schaffen, wo diese diskussionen statt finden können- grade um starke themenabweichungen und eskalationen (ganz üperspitzt ausgedrückt) zu vermeiden. ausserdem gibt es scheinbar viele user denen das thema am herzen liegt !

    generell würde ich aber dann immer wieder drüber schauen weil der titel dieses thema,

    Hetzerei in Wien - Hundehalter tragen den Davidstern

    hundehalter mit juden in wien nach dem anschluss auf eine stufe zu stellen schon ein wenig extrem ist. ich weiß, dass es nicht so gemeint ist und ich weiß, dass das thema sehr emotional gestartet wurde (zurecht!!) und ich will jetzt WIRKLICH keine diskussion zum thema "man darf gar nix mehr sagen ohne als *** zu gelten" auslösen oder cuki angreifen oder sonst was- wie gesagt, ich kann es absolut nachvollziehen.

    sollte lediglich mein senf zum thema "politikthread" sein- nochmal es war nur eine anmerkung !!!

    ****Lupin, 11.11.2017****

  • Lupus
    Gast
    • 20. Oktober 2018 um 20:51
    • #101

    Hi,

    mhm, ich weiß nicht. Politik trennt meist eher mehr als sie verbindet und führt zu Konflikten. Das aber muss ja auch nicht schlecht sein.

    Ich denke, dass Politik bei diesem Thema hier eine so große Rolle spielt, liegt daran, da es ein politisches Thema ist: Es geht um Gesetze, deren Verschärfung und darum, wie man damit umgeht. "Ausgeufert" ist das, weil kleine politische Themen in einen größeren politischen Zusammenhang gerückt wurden, also bezogen auf die Frage nach den Ursachen des Problems, was ja eigentlich auch richtig ist.

    Und politisch wirds auch, wenn wir uns dagegen wehren, also als HundefreundInnen gegen Verschärfungen, die mE partiell auch das Thema artgerechte Haltung berühren. Wir haben hier ja schließlich alle meh oder weniger dieselben Interessen.

    Wir werden bei dem Thema also um Politik nicht herumkommen, können uns ja aber trotzdem fragen, was das konkret bei diesem Thema bedeutet. Wir sind immerhin ein Forum und könnten als solches Stellung beziehen. Cuki hat ja den Anfang gemacht mit dem Artikel.

    Weiß eigentlich hier jemand, ob der SV plant, da tätig zu werden oder bereits tätig geworden ist?


    Liebe Grüße

    Lupus

    P.s. Asnea, ich habe bei dem Thema "Flucht" dezidiert von mir gesprochen und darauf verwiesen, zu welcher Erkenntnis ich dabei gekommen bin. Natürlich muss man die nicht teilen! Das war auch nicht böse gemeint, sondern als gut gemeinter Hinweis!

    Was anderes ist es, wenn ich, wie Du ja auch, beschreibe, wie Menschen sich warum verhalten, also das Analysieren. Auch da schrieb ich übrigens "wir", nicht "Du".... Davon abgesehen ist diese Art der Analyse mein Beruf - was soll ich machen?:)

  • twosouls
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    • 20. Oktober 2018 um 21:28
    • #102
    Zitat von Lupus

    Ich sage, dass unsere Gesellschaft, ob mit Muslimen oder ohne, hinten und vorne nicht funktioniert, weil sie den Menschen nicht dient, sondern von diesen erwartet, dass sie einer Ideologie dienen.

    Genauso siehts aus. Vor kurzem hatte ich ein Beispiel wo jemand sich aufregte das in Chemnitz "seit den Zuzügen gedealt werden" würde. Er nannte auch noch ein Viertel,was seit jeher als Problemviertel bekannt ist. Chemnitz war und ist schon seit jeher ein wichtiger Umschlagplatz für Meth. ...mit oder ohne Flüchtlinge. Und vergewaltigungen gibt es nach wie vor immernoch am meisten in der Ehe! Aber bei Fremden fällt es schneller auf,wenn jene sich daneben benehmen. Wobei daneben eben schon wieder fremdbestimmt wird. Genauso wie "Mitte" und "Rand". Alles ist halt relativ. Das schneller Auffallen betrifft wahlweise nicht nur Fremde,sondern auch jene Gruppen die man -aus welchem grund auch immer-nicht leiden kann. Das können bestimmte Musikrichtungen sein (Rapper,Metaller,Punker) oder irgendwleche Sportler (Mountainbiker,oder Snowboarder),BMW -Fahrer was auch immer! Es sit völlig egal. Die die man auf den Kicker hat,werden immer auffallen. Das sit kein deutsches Problem,sondern ein Menschliches.

    Toleranz...das wird leider heute aus bestimmter Richtung immer gleichgesetzt mit "alles gefallen lassen müssen". Dabei hat das nicht das Geringste damit zu tun. Aber nur so lässt sich eben wieder ein anderes Klientiel zum Opfer machen,welches man beschützen müsste. Toleranz bedeutet nichts weiter,als das ich dem Gegenüber unabhängig seiner Herkunft,seiner Vorlieben,seines Aussehen seine Menschenwürde und Menschenrechte gewähre! SOLANGE jedenfalls,wie dieser jemand nicht die meinen mir raubt. UND GENAU DAS steht im (sehr guten!) deutschen Rechtssystem auch so niedergeschrieben. Es braucht weder radikale Schritte gegenüber alle Flüchtlinge noch Rassismus,noch eine menschenverachtende (und marktradikale) Partei alá AfD um diese Grundsätze durchzusetzen. Theoretisch nichtmal Polizei bräuchte es,weil jeder über die Jedermann´s Rechte seine Rechte-sogar mit Gewalt,aber eben verhältnissmäßige-verteidigen darf.

    Soll bedeuten das Grundsätze alá: "Hilfe darf nicht von Profit abhängig sein!","Menschenwürde hat man weil man MENSCH ist und NICHT weil man bestimmter Herkunft ist." und "ich VERSUCHE so wenig wie möglich vorurteilsfrei behaftet zu sein" überhaupt nicht bedeutet ,wie immer getan wird,das man auch die andere Wange hinhalten müsste. Solcherlei Grundsätze,das waren mal humanistische Errungenschaften. Und nur solche können in unserem Interesse sein! Warum? Weil eine repressive Regierung mit repressiven Weltbiuld/Lösungsansätzen alá AfD oder im rechten Spektrum räubernden andere Parteien eben auch festlegen-und zwar willkürlich- wer denn zum "beschützenswerten Volkskörper" zählen wird/darf. Rechts und marktradikal alá AfD ist dabei der Worst Case. Da wird man wohl wieder wie dazumal in der Schule rechnen dürfen was ein behinderter Mensch der leistungsorientierten Gesellschaft so alles für Kosten verursacht.
    Ach was rede ich.....

    Die gesamte Thematik zieht so derart weite Kreise,das man ein ganzes Buch darüber schreiben müsste. Da greift eines ins Andere. Leider wird aber-völlig verkürzt- alles nur noch an einem Thema festgemacht. Eines was weder politisch relevant (für die wirklichen Problematiken),noch irgendwelchen Einfluss auf die Politik habend (Flüchtlinge dürfen nicht arbeiten und auch nicht wählen<--obwohl das für Migranten mit Aufenthaltsstatus durchaus fraglich ist in einer Demokratie) noch für den Umgang mit Kriminalität (Kriminalität + Gesetze sind NICHT von der Herkunft abhängig und dürfen es auch niemals sein) wichtig wäre. Speziell gesehen-ja natürlich dürfen und soltlen da Faktoren angesprochen werden. Aber global (Deutschlands Zukunft wie auch Welt)gesehen ist das eines der unwichtigsten Themen überhaupt.

    Das was die Menschheit wirklich bruacht ist eine neue Säkularität. So wie dazumal sich die Kirche zu sehr in die weltlichen,also gesellschaftlichen Dinge eingemischt und über jene bestimmt hat,so macht das heuer die Wirtschaft. Und das in immer stärkeren Maße. Und DAS ist der Auslöser der ökologische und ökonomische Probleme macht. Der wirtschaftliche Sichtweisen-Gaius sprach es an,wettbewerb unter den Schulen,Pisa und ähnlicher Hafer)- allen gesellschaftlichen Leben überstülpt. Die immer mehr Macht durch Intransparenz bei gleichzeitiger Transparenz seiner (Konsum)Sklaven gewinnt. DAS sind die Aspekte die eine Gesellschaft erkalten lassen,unzufireden machen,die Ausbeutung immer mehr steigert und damit den Überlebenskampf der zweiten Klasse immer mehr forciert.

    Kurzum: Wer sich ncith vom Kapitalismus (UND der herrschenden Klasse!) trennen will,wird auf ewig weiter dieses oder ein ähnliches Dasein frissten. Wo Mitmenschen Konkurrenten/gefahr sind. Mal überlegen: Unseren Hunden ersparen wir Stress auf den Hundewiesen,aber wir glauben das es bei uns so normal sein müsste. Wo die zeite Klasse,die die produziert oder Dienste leisten stets vom Wohlwollen einiger weniger abhängig ist. Und wo eben jene auch stets mit den Auswirkungen der Ausbeutung (Migration) leben müssen. In irgendwelche abgeschlossenen High Socity Anlagen samt ausgeklügelter Sicherheitstechnik und Privatarmeen (USA) kommt jedenfalls kein Migrant hinein. Nichtmal dann wenn der seinen deutschen Pass kühn bei sich führen würde.....

    Naja. Und was das Thema Politik-Sparte angeht.

    ....ich persönlich würde es nicht empfehlen. Ich kenne solche Sparten seit x Jahren. Ich habe da mittlerweile auch echt Probleme mich da zurückzuhalten. Ich kenne die immer und immerwieder gleichen Argumente. Und ich weis das die Fronten mittlerweile so verhärtet,Begrifflichkeiten so (fehl!)besetzt wurden von diversen (rechten) Trollnetzwerken,die Informationsblasen so derart präsent sind (weil Algorythmen für mehr klicks immer genau das raussuchen was sie glauben was derjenige hören und sehen möchte) ,das es da ganz schnell zu derben Zwisten kommen kann. Es wäre sehr schade wenn die familäre Atmosphere hier dadurch gestört werden würde. Und die wird gestört. Denn die Meinungen übereinander werden sich mit Sicherheit dann stark ändern.

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

  • Pinguetta
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    • 20. Oktober 2018 um 23:33
    • #103

    Puh, wie so oft wenn es politisch wird, dann können die Wogen schon hoch gehen. Ist alles nicht so einfach.

    Dennoch denke ich, wir sollten uns immer auf das eigentliche Thema zurück besinnen.

    Wir sind hier im Schäferhundforum.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
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  • Azir
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    • 23. Oktober 2018 um 17:32
    • #104
    Zitat von Cuki

    Die Hundehaltergesetzte in Wien werden verschärft, besonders hart trifft es die sog. Listenhunde. Ein Anlass für die jetztige Hetzte war ein Biss von einem Rottweiler dessen Halterin 2 Promille im Blut hatte. Das Kind ist verstorben. Paar Tage danach, hat ein freilaufender Dackel in einer Heurigen ein Kind unter der Bank so verletzt im Gesicht, dass das Kind im künstlichen Koma liegt und braucht eine Gesichtsrekonstruktion.

    Die Regierung hat Maßnahmen ergriffen. Es wurde eine Novelle herausgegeben, die noch dieses Jahr in Kraft tretten soll:

    - Alle Listenhunde dürfen NUR mit Beisskorb UND Leine geführt werden Auch dann wenn diese einen gültigen Hundeführschein haben? Bisher war es doch so, sobald man den Schein hat, durfte der Hund geführt werden wie jeder andere, sprich Maulkorb ODER Leine, ausgenommen Hundezonen.

    - Außlassen des Hundes von der Leine ist in den Hundezonen nicht gestattet.

    - Außnahme: die vollständig eingezäunten Hundezonen ( in Wien sind das zubetonierte 10x10m Streifen -> die schönen und großen sind alle ned umzäunt ).

    - Der Hundeführerschein ist Pflicht für die Listenhunde, wie bis her, neu ist dass man mit dem Hund 2x den Hundeführeschein machen muss. Nach dem ersten Mal, nach Abstand von mind. 2 Jahren Finde ich gut. Denn mit 2-3 Jahren durchläuft der Hund meist nochmals eine Wesensveränderung.

    - Der Praxisteil vom Hundeführerschein wird verschärft. Ebenfalls gut so, der Praxisteil ist echt nicht schwer und sollte eher einer BGH1 gleichgesetzt werden, findest du nicht?

    - Alkoholgrenze von 0,5 Promille kommt in Kraft, aber NUR für die Listenhunde :/ Meiner Meinung nach, sollte das für jeden Hundehalter gelten...

    - Jeder Hund, der ein Mal gebissen hatte (Menschen oder Artgenossen -> Kratzer inclusive ) wird in der Zukunft sofort behandelt wie ein Listenhund. Frage mich, weslhalb ein Hund der Menschen gebissen hatte oder andere Tiere absichtlich und willkürlich verletzt hat, bis dato noch nicht mit passenden gesetzlichen Richtlinien eingeschränkt wurde?

    - Bei Übertrettungen wird der Hund weggenommen. Du, ehrlich bei manch Personen ist das auch besser so. Aber es wird auch immer Ausnahmefälle geben , und Fälle, in denen es nicht die Schuld des Hunde ist (zb EInbruch, Hund schädigt den Einbrecher und wird dreisterweise auch noch angezeigt, wie dann vorgehen?)

    Wo einige Gesetze/Neuerungen noch Sinn machen (Verschärfung des Praxisteils, zwei mal Antretten ), dann ist die Rigerlose Leinen UND Maulkorbpflicht untragbar.

    Desweiterem fordern die betroffenen Listis Besitzer auf offiziellen Seiten der Politiker, dass die Schäferhunde auch auf die Liste kommen. Sie beziehen sich auf die neue Beißstatistik der Uni Graz.

    Das Problem aber bei den Statistiken ist es, dass alles was spitze Ohren hat und bei 3 nicht am Baum ist wird bei einem Vorfall als Schäferhund eingetragen. Dazu kommt noch, dass diese Einträge auf Schilderungen der Beschädigten (dh. OHNE Chippablesen) stattfinden. Wenn eine Person gebissen wurde, sich nicht ganz sicher ist was das für eine Rasse war, kann sie dann alles behaupten. Die sagt nicht Mischling, sondern Schäferhund.

    Was Sinn machen würde ist, bei der jetzt schon verpflichteten Meldung neben Meldezettel, Versicherungspolizze auch die Ahnentafeln eintragen. Im Feld "Rasse", alles was keine Ahnentafel besitzt soll als Mischling eingetragen werden. Bei einem Vorfell soll der Chipp abgelesen werden. DANN wäre so eine Statistik glaubwürdig.

    Schlimm ist, dass die Regierung nun wirklich überlegt Schäfer auf die Liste zu setzten. Wenn das passiert, weiß ich nicht wie ich Gin auslasten soll. Ich kann nicht und will nciht auf eine 10x10m vollbetonierte Hundezone gehen. Misachte ich den Gesetzt und lasse Gin ohne Leine aber mit Mauli laufen, kommt ein "Tut Nix" und es passiert was, dann wird mir der Hund abgenommen. Bin verzweifelt.

    Ich war gestern nach dem Training in der Hundeschule am Abend mit der Ubahn unterwegs nach Hause. Ich habe mich ganz am Ende gesetzt, wo Klappstühle sind. Es gab 2 Klappstühle, größerer Abstand, und weitere 2 Klappstühle. Gin war mit Leine und Beisskorb gesichert (so wie es gesetztlich in den öffentlichen vorgesehen ist für jeden Hund). Gin lag zwischen meinen Beinen und schnarchte vor sich hin. Ich habe also genau 1 Sitzplatz eingenommen, weil der Hund zw. den Beinen war.

    Es kam ein Kinderwagen sammt Gefolgschaft. Der Kinderwagen wurde direkst neben uns abgestellt. Wohlgemerkt es gab noch mit einem Abstand zu uns 2 freie kinderwagengerechte Sitzplätze frei!

    Gin hob ned a mol den Kopf. Ich wurde sofort angeschnauzt ich soll mit dem Drecksvieh weggehen, die haben Angst um das Kind. Ich habe die noch recht nett hingewiesen das mein Hund gesetzteskonform gesichert ist, und wenn es dennen nicht passt, dann sollen die den anderen FREIEN Sitzplatz nehmen. Ich wurde von drei Personen weiter angeschrien. Es wurde mir auf den Kopf geworfen dass es ein böser Schäferhund ist, dass alle Hunde beissen, dass es ihr egal ist das der Hund ein Maulkorb trägt, die jüngsten Bissvorfälle wurden zitiert. Alles in einem schnlechten Deutsch. Das schlimme ist, dass die mitfahrenden Österreicher haben denen noch Recht gegeben und auch weiter Druck ausgeübt dass ich mich wegsetzten, und in dem Fall wegstellen soll. Gin war während des Streits am Liegen und ur brav!

    Gin würde niemals einem Kind was antun, das interessiert ihn einfach nicht. Und Kinderspielen kann er auch wenn ich es erlaube. Ich kenne Gin. Ich habe mich gestern wie ein Verbrecher gefüllt. Da fehlte noch der Davidstern! Das schlimme ist das die Mitfahrer deren Partie auch noch ergriffen haben!

    Ich habe mich dann weggestellt zu den Türen. Die Herrschaften haben noch hämisch blöd gegrinst. Ich kochte. Ich habe mich noch nie so unfair behandelt gefühlt und in den Dreck gezogen wie gestern. Gin saß stramm wie ein Einser. Er armer dachte noch er hat was falsches gemacht. Er verhielt sich noch ruhiger als sonst.

    Das schlimme ist, dass die Hetzerei dazu führt, dass die Menschen die von ihrere Kultur aus Hunde hassen nun freie Bahn haben, und die Gesellschaft stimmt dessen noch zu!

    Beim Ausssteigen mussten die an mir vorbei. Die hochbesorgte Mutter stieg aus und ihr Kind beim Aussteigen hat nach Gin seinem Ohr gegriffen! Ich habe mich zusammenreissen müssen um dem Kind nicht auf die Hand zu schlagen.

    Wie soll es weiter gehen?

    Alles anzeigen

    Bzgl der Beißstatistik gebe ich dir recht, alles was keine Ahnentafel/Papiere hat, sollte auch auch Mischling vermerkt werden und nicht als Schäfermischling etc. Denn die Menschen/TA sehen immer das, was sie sehen wollen...

    Was dir in der Ubahn passiert ist, tut mir wirklich Leid Cuki, ich habe diese Geschichte von meinem Vater gehört und ich dachte im ersten Moment an dich, weil ich wusste du bist meist über der Donau unterwegs bzw. mit den Öffis und leider bestätigte sich meine Annahme :( Ich fahre auch sehr viel mit den Öffis und bisher kamen mir noch keine blöden Kommentare unter, aber die Blicke sagen meist mehr als Worte. Meiner war eben ein grauer Schäfer, da trauten sich eventuell viele nichts zu sagen, weil dieser Hund den Polizeihunden ähnlich sah. Beim Onyx wird es wahrscheinlich dann mal mehr Widerspruch geben, weil groß und schwarz, aber ich stelle mich drauf ein und da ich sowieso sehr unfreundlich schaue und ich den Leuten auch gern mal eine "Goschn" anhäng, hoffe ich, dass sie mich in Frieden lassen werden.

    Mich fragt man in letzter Zeit öfter, was ich von der Novelle halte und ehrlich gesagt: ich habe kein Problem damit.

    Mein Hund trägt 80% Maulkorb, er hat kein Problem damit und es schränkt ihn auch nicht ein. Ob ich mich 100%ig an die Leinenpflicht halten werde - bezweifle ich, wobei die Novelle ja von stark frequentierten Plätzen spricht. Also Öffentliche Plätze, Einkaufsstraßen,Hauptstraßen, etc. Und seinen wir uns ehrlich, wie oft geht man an einer stark befahrenen Straße im 7. Wiener Gemeindebezirk mit dem Hund ohne Leine? Eh nie, also der Aufstand wird hierfür unnötig sein. Gut, Maulkorbpflicht ist so eine Sache, da gibt es super viele Gegner... Dazu kann ich jetzt nicht so viel sagen, ich sehe keinen gravierenden Nachteil, wenn der Hund einen Maulkorb trägt. Ja, er könnte kein Stocki/Ball tragen, aber wenn man zb. im Wald unterwegs ist, he wo kein Kläger da kein Richter :/:S & da ich davon ausgehen werde, dass sich relativ wenige Ordnungshüter oder Polizisten im Wald oder auf abgelegenen Strecken herumtreiben werden, damit sie dort paar Hunde kontrollieren können, sehe ich das auch eher locker.

    Weiß jemand, wie es mit Hunden aussieht, die etliche Prüfungen haben? Also zb. ein Hund dem man in der IPO/GH führt, da kann ich mir doch sicher sein, dass genau dieser Hund im Alltag sehr wohl gut zu führen ist, der sollte dann keine Maulkorb UND Leinenpflicht haben, sondern eher entweder oder? Wobei die meisten HH, die im IPO Bereich sind, sowieso nie zu sehen sind unter Menschenmassen, die suchen ja stille Orte zum Spazieren auf.


  • Lupus
    Gast
    • 23. Oktober 2018 um 19:40
    • #105

    Hi Azir,

    weißt, wo ich das Problem sehe: Wenn die jetzt, ohne eine fundierte (wissenschaftliche) Basis zu haben, einfach so aus populistischen Gründen Gesetze verschärfen, dann werden sie das in Zukunft noch weit mehr tun, wenn sich kein Widerstand regt.

    Und klar, hast Du recht: Solange man nicht erwischt wird, ist alles gut. Aber auch irgendwie nicht, denn ich möchte einfach nicht zum Gesetzesbrecher gemacht werden, ohne dass dies eine vernünftige Grundlage hätte.

    Liebe Grüße

    Lupus

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