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Tragischer Unfall: Junge wird von Hunden ins Gesicht gebissen

  • Wolf
  • 9. Oktober 2018 um 18:50
  • twosouls
    Beiträge
    659
    Bilder
    11
    • 19. Oktober 2018 um 19:37
    • #61

    Was nun deine Gedanken angeht kann ich nicht mehr adäquat drauf antworten,weil ich zuwenig Details über zu, Beispiel TsD kenne. Ich lese aber bei diversen Hundetrainer-Gruppen mit. Und da wird schon deutlich das diverse Interpretationen alá Positive bestätigung würde keine Grenzen setzen,oder kenne keine Konsequenz u.s.w. doch eher an den Haaren herbeigezogen ist. Wobei es auch da freilich gute wie schlechte Trainer gibt. Wie überall.

    Was das Loben unter den Hunden untereinander angeht,lies ich da mal meine gednaken spielen. Ja. Aber vieles muss man da auch nicht mitbekommen. Vor kurzem laß ich über eine Studie die klar nachwies das sogar die Richtung in welche ein Hund mit seiner Rute wedelt,eine Bedeutung hat. Und zwar sogar eine ziemlich entscheidende. Nach rechts ist freundlich,nach links angespannt. Zu tun hat das was damit welche Hirnhälfte aktiv ist. Die Hunde erkennen das tatsächlich entsprechend und reagieren physisch auch darauf (erhöhter Puls u.s.w.). Ich will darauf hinaus das Hunde über Arten loben könnten,die uns gar nicht bewusst ist.

    Was Gaius angeht-kann sein das ich das schonmal sagte- glaube ich das du das etwas zu streng siehst.

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

  • Lupus
    Gast
    • 20. Oktober 2018 um 22:38
    • #62
    Zitat von twosouls

    Ich hoffe du kannst das sehen und lesen

    https://www.facebook.com/41563207180146…XUU1&__tn__=K-R

    Auf YT finde ich das Video nämlich nicht @Lupus. Wobei es Asnea schon richtig beschrieben hat.

    Ich finde allerdings weder den Text drunter ok noch halte ich die "Erfolge" für Erfolge(aus glaube schon genannten Gründen)!

    Hi,

    habe bisher nur das Video gesehen, werde morgen den Text lesen.


    Wobei eigentlich sich in den Video genau das zeigt, was ich mE beschrieben hatte: Die haben kein Raufproblem, sondern ein Beziehungsproblem. Das sieht man daran, dass keiner der Hunde am Anfang des Videos überhaupt wahrzunehmen scheint, dass ihr Herrchen hinter ihnen steht. Die tun so, als wären die gar nicht da. Hunde wie Herrchen zerren an Leinen. Ähnliches ist mir auch auf dem SV-Platz aufgefallen, auf dem ich war: Auch da sind die Hunde teilweise an der Leine ziehend und "gendankenlos" auf den Platz gegangeb.

    Das ist mE aber nicht gut - die Hunde sind im Kopf überall, nur nicht bei Herrchen. Und sie scheinen sich verantwortlich für den Kontakt zu anderen zu fühlen - wieder eine Beziehungssache, finde ich.

    Hab das grad heute auch wieder mit Gaius erlebt, bei dem wir versuchen, etwas "anzuziehen" in der Erziehung. Und heut Mittag war ich, ka warum, total entspannt, bin mit ihm raus und habe sehr genau auf das "Hier" mit Leine und ohne geachtet. Sowie seine Füße vor meinen waren, ihn immer wieder (hab das mit der T-Stellung, was Du empfohlen hattest, probiert, aber mir ist das mit dem händischen Zurückziehen lieber - da bekomme ich mehr Präsenz rein) zurückgeschoben, gewartet, bis er im Kopf bei mir war und dann gings weiter. Dann trafen wir noch zwei Hunde an der Leine. Er wollte unbedingt hin, quitschte vor Aufregung. Und doch musste er sitzen bleiben, ca. 3m weg von den Hunden für ca. 10 Minuten, in denen ich mit Herrchen sprach. Auch da stand er immer wieder mal auf - und auch da immer wieder ruhig, wortlos, aber bestimmt, ihn hingesetzt. Er war immer noch im Kopf woanders, auch als die Hunde weg waren. Also sind wir weiter im "Hier" und immer wieder nach hinten schieben, warten, bis sein Kopf da ist. Und wieder und wieder. Irgendwann wurde es besser. Man merkte es ihm richtig an, es kam mehr Akzeptanz bei ihm. Und am Schluss war es soweit, dass ich ganz langsam nen Schritt machen konnte und er sich total anpasste. Dann mal nen schnellen Schritt, nen langsamen. Das war sooo cool, weil ich das bisher noch nicht kannte. Ich konnte dann sogar leicht nen Schritt antäuschen und an ihm sehen, wie die Muskeln schon zuckten, er dann aber doch sofort reagierte und stehen blieb. Ich sagte dann zu ihm: "wenn wir das jetzt noch einmal perfekt hinbekommen, hol ich den Ball raus!". Und er bekam es hin:) Also Ball raus und spielen. Und entsprechend lief das auch und es klappte immer, was sonst nicht immer klappt: Ball werfen und erst auf "Frei" hinterher, er legte es bei "Apport" nicht schnuddelig in die Hand sondern so, wie im Dummykurs gelernt. Und auf dem Rückweg war sein Radius um mich herum viel kleiner als sonst, auch schaute er sich noch öfter nach mir um. So gut hat das alles sonst nicht geklappt, weil es zur Zeit ja wirklich nicht einfach mit ihm ist. Als ich den Ball rausholte, schaute ich auf die Uhr, wann wir heim müssten und merkte, dass fast 40 Minuten vergangen waren, seit die beiden andern Hunde weg waren. 40 Minuten fast wortlos, aber ganz bei dem Hund gewesen, so dass es mir viel kürzer vorkam.

    Meistens ist es bei mir eher so, dass mir ein paar Minuten zB Leinentraining viel länger vorkommen. Das ist mE ein gutes Beispiel dafür, wenn es klappt auf der Beziehungsebene. Ich muss lernen, immer öfter so "drauf" zu sein, wenn ich was mit Gaius mache.:)

    Morgen mehr, wenn ich den Text gelesen habe....

    Liebe Grüße

    Lupus

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 21. Oktober 2018 um 00:21
    • #63
    Zitat von Lupus

    Die haben kein Raufproblem, sondern ein Beziehungsproblem. Das sieht man daran, dass keiner der Hunde am Anfang des Videos überhaupt wahrzunehmen scheint, dass ihr Herrchen hinter ihnen steht. Die tun so, als wären die gar nicht da. Hunde wie Herrchen zerren an Leinen.

    Die Hundeführer im Video verhalten sich doch auch passiv. Da kommt kein Kommando und nichts.

    Die Hunde wissen ja gar nicht, was sie sollen und übernehmen dann selber die Regie.

    Nur einmal im Video bei 4.26 schreit eine Hundeführerin ein Kommando und der Hund pariert.

    Die anderen Hundeführer sollte man erst mal ausbilden und dann erst die Hunde.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Lupus
    Gast
    • 21. Oktober 2018 um 13:41
    • #64
    Zitat von ostholstein

    Die Hundeführer im Video verhalten sich doch auch passiv. Da kommt kein Kommando und nichts.

    Die Hunde wissen ja gar nicht, was sie sollen und übernehmen dann selber die Regie.

    Nur einmal im Video bei 4.26 schreit eine Hundeführerin ein Kommando und der Hund pariert.

    Die anderen Hundeführer sollte man erst mal ausbilden und dann erst die Hunde.

    Hi,

    sie verhalten sich nicht passiv, sondern versuchen, den Hund durch an der Leine ziehen in den Griff zu bekommen. Zudem finde ich, auch wenn man gar nichts tut, sollte der Hund sich an der Leine nicht so aufführen. Es ist einfach ein Zeichen mangelnden Respekts.

    Daher sehe ichs wie Du: Erstmal sollten die HundeführeInnen an sich arbeiten- vielleicht brauchts dann auch gar kein Rauferseminar mehr....

    Liebe Grüße

    Lupus

  • Lupus
    Gast
    • 21. Oktober 2018 um 19:37
    • #65

    Hi,

    so, hab den Text gelesen und mir auch das Video angeschaut. Ich kenne mich da insgesamt einfach zu wenig aus, um mir wirklich ein Urteil bilden zu können. Man kann dem "Hundezentrum" immerhin nicht vorwerfen, sich keine Gedanken zu machen. Das wird auch auf der homepage deutlich.

    Auch die Szenen zu Beginn des Videos sollen ja anscheinen nur eine Beurteilungsphase sein. Das relativiert mein Urteil von oben ein wenig.

    Der Text ist ja recht kurz, zustimmen kann ich der Aussage, dass allein mit positiver Verstärkung wohl kein Hund richtig zu erziehen ist und es vielleicht stimmt, dass "Problemhunde" zusehens aus HuSchus kommen, in denen (angeblich) nur so gearbeitet wird.

    Ich denke aber, es macht es nicht besser, wenn zu positiver Verstärkung noch diverse Strafformen dazu kommen.

    Versetze ich mich in den Hund, so würde dieses Verfahren mit dem Stofftier (das ja einen echten Hund wohl simulieren soll), mich wohl verwirren: Da steht Herrchen hinten an der Leine und begrenzt den Hund, während ein anderer Hund diesen anpöbelt. Ich würde mich da wohl umdrehen und fragend schauen: "Hey, warum machst Du nix, Herrchen, wenn der Hund da mich so blöd anmacht?! Ok, dann mach ich das eben selbst!".

    Das zieht sich (bei aller Vorsicht der Beurteilung anhand eines kurzen Videos und Textes) schon ein wenig durch: Die Hunde steuern hier die Situation, nicht die HalterInnen. Und das ist, wie ich schon sagte, mE grundsätzlich ein Problem.


    Spannend sind die Kommentare zum Video: Da streiten sich "Positivler" und "Aversivler". Ich denke, die reden beide an der eigentlichen Sache vorbei. Belohnung und Strafe sind eben zwei Seiten derselbe Münze. Und die heißt Konditionierung. Und die hat eben, davon bin ich immer überzeugter, ihre Grenzen.

    Ist nur ein Gedankenexperiment, aber mal angenommen, ich wäre mir Gaius auf dem Seminar und auch angenommen, ich bin in diesem Moment so drauf, wie oben geschildert: Was müsste geschehen?
    Zunächst würde ich zu Beginn erstmal dafür sorgen, dass er nicht an der Leine zerrt. Wenn die Ablenkung dort mit den vielen nervösen Hunden zu groß ist, eben ein Stück weiter weg gehen und solange auf ihn einwirken, bis er merkt "Huch, Herrchen ist ja auch dabei!". Dann wäre er wohl schon ein bisschen angestrengt im Kopf, weil es, wie oben beschrieben, dauern kann, bis dieser Zustand eintritt. Zurück auf dem Platz bei den andern Hunden und er zieht immer noch und ist gedanklich immer noch nicht bei mir > grad dasselbe Programm nochmal machen. Solange bis er "aufgibt".

    Und wenn dann ein Stofftierhund auf Gaius losgeht, sollte er ein "Sitz" bekommen, so dass ich mich umdrehen und in Ruhe dem anderen Hund klar machen kann, dass er sich daneben benimmt. Notfalls auch durch Leine vor die Füße geknallt oder durch Körperhaltung, auf ihn zugehen, etc. Das ist halt in dem Video-Beispiel in die Hose gegangen: Denn ich denke, ein Hund sollte erst gar nicht in die Situation kommen, dass er an der Leine einem anderen, pöbelnden Hund, der auch an der Leine, aber nur 1m entfernt ist, ausgesetzt wird.

    Hat der andere Hund das dann begriffen, würde ich mich wieder Gaius zuwenden.

    Und was würde bei dem "hängenbleiben"? Erstens, dass er hier nicht derjenige ist, der Herrchen beschützen oder sonstwas muss: "Ich kann zwar an der Leine ziehen, aber das bringt nix, weil Herrchens Dickkopf einfach dicker ist als meiner! Und wenn ich heut überhaupt noch mal auf den Platz kommen will, geb ich jetzt lieber Ruhe und achte auf Herrchen!".

    Und zweitens, dass es nicht seine Aufgabe ist, Begegnungen zu kontrollieren: "Ah, was fürn blöder frecher (Stoff)-Hund. Naja, egal, Herrchen wird sich drum kümmern und dem zeigen, was Sache ist!".

    Kommt alles ohne die Methoden Belohung/Bestrafung aus und festigt zudem die Beziehung. Das alles natürlich theoretisch. So, wie Gaius zur Zeit drauf ist, würde er sich anfangs auch ziehen, sich aber in der Stofftiersituation schon wundern, warum Herrchen nix macht. Theoretisch zumindest;)

    Aber egal, ich bin mir mittlerweile recht sicher, dass das der richtige Weg ist. Was das für uns und HuSchu bedeutet - darüber denken wir gerade nach.


    Was es insgesamt für die Art von Arbeit in HuSchus bedeutet (von Raufer- über Beziehungs- bis hin zum Kuschel-Ansatz) ist mE noch unklarer. Aber, wiederhole mich da: Ich denke, die Probleme mit Vorfällen sind alleine dadurch, dass man die HalterInnen zwingt, irgendwelche Abzeichen zu machen oder HuSchus zu besuchen, nicht zu lösen.

    Liebe Grüße

    Lupus

  • Cuki
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    68
    • 30. Oktober 2018 um 09:59
    • #66

    Ich glaube du betrachtest die Situation aus der Sicht eines Hundehalters der eine Ahnung schon HAT. Und das Problem gar nicht aufgekommen IST.

    Wenn ein Hund schon festgefahrene Verhaltensweise zeigt, weil der Herrchen eben vieles falsch gemacht hat? Und dazu nicht weiß wie man die Situation managed?

    Irgendwann muss man beim Training in einer kontrollierten Umgebung den HH mit der Situation konfrontieren. Oder besser gesagt den Hund um festzustellen wie verhaltet sich der Hund und wie reagiert der Herrchen. Das kann man nur sehen wenn man eine Situation herbeiführt.

    Da kann man sich nicht auf Erzählungen der Hundehalter verlassen, die keine Ahnung haben.

  • Lupus
    Gast
    • 30. Oktober 2018 um 17:22
    • #67
    Zitat von Cuki

    Ich glaube du betrachtest die Situation aus der Sicht eines Hundehalters der eine Ahnung schon HAT. Und das Problem gar nicht aufgekommen IST.

    Wenn ein Hund schon festgefahrene Verhaltensweise zeigt, weil der Herrchen eben vieles falsch gemacht hat? Und dazu nicht weiß wie man die Situation managed?

    Irgendwann muss man beim Training in einer kontrollierten Umgebung den HH mit der Situation konfrontieren. Oder besser gesagt den Hund um festzustellen wie verhaltet sich der Hund und wie reagiert der Herrchen. Das kann man nur sehen wenn man eine Situation herbeiführt.

    Da kann man sich nicht auf Erzählungen der Hundehalter verlassen, die keine Ahnung haben.

    Hi Cuki,

    ich denke, die Grundfrage ist: Ist das Problem eine konkrete Verhaltensweise oder ein Beziehungsprobelm? Je nachdem, wie man diese Frage beantwortet, entscheidet man auch, was zu tun ist.

    Alles nur aus meiner Sicht, die, wie immer, falsch sein kann!!!

    Beipsiel "Leinenaggression": Was tut ein Hund, der sich so verhält? Er meint, er sei in der Situation, die Sache regeln zu müssen. Warum meint er das?

    Oder er hat schlechte Erfahrungen gemacht an der Leine und seine Aggression ist das Resultat: Warum hat er die gemacht?

    ME ist die Antwort immer dieselbe: Weil Herrchen es versäumt hat, dem Hund klar zu machen, wer wofür zuständig ist, wer welche Position im Sozialverband innehat. Und das fängt halt nicht an der Leine an, sondern zuhause im Wohnzimmer. Ich kann das nicht überprüfen, denke aber, dass es eine Illusion ist, wenn HH sagen, ihr Hund sei nur in dieser Situaiton (zB an der Leine) problematisch. Vielleicht erkennt Herrchen gar nicht, dass der Hund sich in anderen Situationen ähnlich verhält und lässt ihm diese "durchgehen", um sich dann, wenn der Hund an der Leine pöbelt, zu fragen, warum der das denn macht.

    Beispiel Video: Du sagst, dass situationen hervorgerufen werden müssen, um zu erkennen, wo das Problem liegt, wenn ich dich richtig verstehe. Wie ists in dem Video, noch bevor die Situation mit dem Stoffhund auftaucht? Die Hunde ziehen da schon fast alle an der Leine und führen sich auf wie Prinz Harry.

    Klar, dass der dann noch mehr austickt, wenn sich die Situation verschärft und einer ihn mit einem Stofftier attackiert.

    Also macht es doch Sinn, den Leuten erstmal zu sagen: "Überlege dir mal, warum dein Hund überhaupt an der Leine zieht!". Liegts an dem Stofftier, an den anderen Hunden, der Katze, etc. oder daran, dass er auf Herrchen überhaupt nicht reagiert, Herrchen nicht als Mensch ansieht, der dem Hund gegenüber eine bestimmte Position, nämlich die des Entscheidungsträgers hat, sondern als eine Art Baumstamm, an dem die Leine befestigt ist. Verstehst, wie ich das meine?

    Einig sind wir uns sicher darin, dass es eigentlich für Trainer und Huschus gar keinen Sinn macht, Hunde zu trainieren, sondern eher die Herrchen.

    Die aber sollte mE nicht mit Situationen beginnen, die so extrem aufgeladen sind wie die mit dem Stofftier. Wäre ich Trainer, würde ich wohl eher erstmal sagen "ich komme mal zu euch nach Hause und schaue mit eine zeitlang euren Alltag an (oder lasse mir zumindet erzählen, wie es zuhause so läuft). Wenn es stimmt, dass es vor allem ein Beziehungsproblem ist, müsste sich das da schon zeigen. Wenn auch in Kleinigkeiten. Und daran würde ich dann erstmal arbeiten, und dann später, wenn sich auf der Beziehungsebene was getan hat, die Situation verschärfen.

    Oder siehs mal so: In der Stofftierszene machen die Hunde eigentlich doch alles richtig. Herrchen macht den Fehler, weil er seiner Aufgabe nicht nachkommt, die dann eben die Hunde übernehmen. Was sollen sie auch sonst machen? Sich anpöbeln lassen?

    Liebe Grüße

    Lupus

  • twosouls
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    • 30. Oktober 2018 um 18:50
    • #68

    @Lupus

    Das mit dem "Mein Dickkopf ist stärker als seiner" funktioniert so nicht. Möglich das der Hund in der speziellen Situation irgendwann zumindest nicht mehr in die Leine springt. Ruhe hat der deshalb nicht. Und beim nächsten Hund geht das selbe Schauspiel wieder los. Natürlich von der INtensität her auhc mal unterschiedlich. Auch zumeist abhängig vom anderen Hund. Aber das problem ansich ist nicht gelöst. Das was du wirklich brauchst ist genau das-->

    Zitat von Lupus

    Und zweitens, dass es nicht seine Aufgabe ist, Begegnungen zu kontrollieren: "Ah, was fürn blöder frecher (Stoff)-Hund. Naja, egal, Herrchen wird sich drum kümmern und dem zeigen, was Sache ist!".

    Nur: Das stellst du nicht mit einem (den Hund begrenzenden) Dickkopf unter Beweis. Das muss der Hund schon sehen/erkennen das du dich wirklich drum kümmerst.

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

  • twosouls
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    • 30. Oktober 2018 um 18:57
    • #69
    Zitat von Cuki

    Irgendwann muss man beim Training in einer kontrollierten Umgebung den HH mit der Situation konfrontieren. Oder besser gesagt den Hund um festzustellen wie verhaltet sich der Hund und wie reagiert der Herrchen. Das kann man nur sehen wenn man eine Situation herbeiführt.

    Das stimmt. Allerdings ist für mich die Situation mit dem Stoffhund völlig unerklärlich. Baumann bruacht keinen Stoffhund um zu sehen wie die Hunde pöbeln. Er hats ja in zeitlupe vorne schon aufgenommen. Desweiteren sind die Hunde doch nicht blöd! Die wissen das dieses Stofftier kein Hund ist und der Mensch dahinter ein mensch ist. Dieses Stofftier ist nichts anderes als das "rote Tuch" für den Stier in der Arena. Aber wozu das Ganze!? Er behauptet damit herausfinden zu wollen wer ein echter Raufer sei. Mit echtne raufern meint er offenbar Hunde mit entsprechendem Durtchsetzungsvermögen. Nur ist das völlig irrelevant! Die Ausgangssituationen sind dieselben,genauso wie das Ergebniss für die Halter. Selsbt wenn ein Hund aus medizinischen gründen aggressiv auf Artgenossen reagiert, ist und bleibt die Ausgangssituation dieselbe. Der Hund fässt seinen Individualbereich weiter und fühlt diesen zu wenig geschützt. Wenngleich es von Vorteil sein kann (und wird) zu wissen DAS der Hund überhaupt ein medizinisches Problem hat. Aber notwendig ist das Ganze nicht.

    Aber klar: Geht man nach der Dominanztheorie-und so kommen ja die Bilder rüber wie auch der Text drunter- kann es natürlich als Trainer von Vorteil sein zu wissen bei welchen Hund ich mich mal eben aufbauen kann und bei welchen ich mit beschädigender Gegenwehr seitens des Hundes rechnen muss...... ^~

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    Arthur Schopenhauer

  • twosouls
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    • 30. Oktober 2018 um 19:03
    • #70
    Zitat von Lupus

    Oder siehs mal so: In der Stofftierszene machen die Hunde eigentlich doch alles richtig. Herrchen macht den Fehler, weil er seiner Aufgabe nicht nachkommt, die dann eben die Hunde übernehmen. Was sollen sie auch sonst machen? Sich anpöbeln lassen?

    ;) Genau das ist was ich meinte. "Rauferseminar".....so ein Blödsinn. Die Hunde werden vermutlich alle keine Raufer sein-man bedenke das Caniden Vermeidungskünstler sind und Probleme,Verletzungsgefahren eher vermeiden als zu suchen-,sondern sie tun aus hundlicher Sicht-und nur die kann der Maßstab sein-genau das Richtige.

    Und genau deshalb würde ich mir so ein "Versuch" von Baumann verbitten! UNd-auch das hast du meiner Meinung nach ganz richtig erkannt- meinen Hund auch gar nicht erst in so eine Situation führen. "Heran" ja,aber sich nicht "in".

    "Wer nie einen Hund gehabt hat, weiss nicht, was Lieben und Geliebtwerden heisst."

    Arthur Schopenhauer

  • Lupus
    Gast
    • 30. Oktober 2018 um 20:02
    • #71
    Zitat von twosouls

    @Lupus

    Das mit dem "Mein Dickkopf ist stärker als seiner" funktioniert so nicht. Möglich das der Hund in der speziellen Situation irgendwann zumindest nicht mehr in die Leine springt. Ruhe hat der deshalb nicht. Und beim nächsten Hund geht das selbe Schauspiel wieder los. Natürlich von der INtensität her auhc mal unterschiedlich. Auch zumeist abhängig vom anderen Hund. Aber das problem ansich ist nicht gelöst. Das was du wirklich brauchst ist genau das-->

    Nur: Das stellst du nicht mit einem (den Hund begrenzenden) Dickkopf unter Beweis. Das muss der Hund schon sehen/erkennen das du dich wirklich drum kümmerst.

    Hi,

    ich meinte das nicht nur auf die Situation bezogen sondern grundsätzlich. Und eben entsprechend auch in dieser Situation (in die man Hunde, das sagst Du ja oben auch, gar nicht erst zwingen sollte).

    Du hast mE recht: Das ersetzt ja nicht die Beziehungebene und es bringt auch nix, wenn man sonst nicht konsequent ist, in dieser Situation aber dann schon. Dann wäre es wieder nur eine Methode für ein bestimmtes Problem (das sich dann nur, auch das sagst Du ja, in einer anderen Situation wieder zeigen wird).

    Ich würde aber schon sagen, dass auch schon der Dickkopf in dieser Situation dem Hund ein bisschen Ruhe geben kann, lernt er doch zumindest, dass dieses Leineziehen nix bringt, er sich also diese Handlungsoption schon mal sparen kann.

    Aber es ist eben nur ein Teil vom Ganzen.
    Es ist auch kein "wirkliches Drumkümmern". Aber es ist doch mehr ein Kümmern als einfach hinten an der Leine zu ziehen.

    Der Sinn des Dickkopfes in der Situaiton am Anfang des Videos wäre auch nicht, dass der Hund aufhört zu ziehen, sondern vor allem, dass er merkt, dass Herrchen überhaupt da ist. Auch das kann ihm ein bisschen mehr Ruhe geben, weil er mit seinem Kopf dann nicht mehr zu 100% bei der in diesem Fall stressigen Ablenkung ist. Das ist auch ein Grund, warum ich Gaius lieber zurücknehme, also am ganzen Brustkorb, als mit dem T-Schritt zu "arbeiten" oder ihn an der Leine zu ziehen: Es baut mehr Verbindung auf.

    Klar dass das natürlich im Alltag der Fall sein muss, der Hund einfach (mit der Zeit) lernt, dass er sich auf Herrchen verlassen kann, weil Herrchen sich kümmert. Daher: Kein Rauferseminar auf dem Hundeplatz, sondern ein Wochenendseminar im heimischen Wohnzimmer:)

  • Azir
    Beiträge
    251
    • 30. Oktober 2018 um 21:05
    • #72

    Grundsätzlich sehe ich den Besuch einer Hundeschule oder das Hinzuziehen eines Trainers vorranging dafür da, dem Menschen den richtigen Umgang mit seinem Vierbeiner nahe zu bringen.

    Dass man bei zb. 100€/Jahr Kurs+Mitgliedbeitrag keine Wunder erwarten darf, ist klar. Dort werden ws hauptsächlich eherenamtliche "Trainer" arbeiten. Für einen Hundehalter, der mal eben eine Prüfung ablegen möchte wird das reichen. Für Hundehalter, die keinerlei Erfahrung oder sogar Wissen über ihren Hund und dessen Verhalten haben, wäre diese Kursteilnahme zu wenig, da man dieser Person ja gar nicht gerecht werden könnte. Sprich ein frischer Hundehalter sollte dann eben doch mal tiefer in dir Taschd greifen und eine gute Ausbildungsstätte aufsuchen.

    Ich sehe es in meinem jetzigem Welpenkurs. Da wird jedes noch so kleine Verhalten des Welpens von den Trainern erklärt. Warum reagiert der Welpe auf einen aufgehen Regenschirm zurückhaltender als ein anderer Welpe? Wie zeige ich dem Welpen, dass dieser Schirm keine Gefahr darstellt? Etc. Oder es werden verschiedene Trainingsmethoden erklärt und darauf hingewiesen, dass jeder Hund anders ist und man auf die Bedürfnisse und den Charakter des Hundes Rücksicht nehmen sollte.

    Es werden Videos von Hundekommunikation gezeigt und auf Alltagsprobleme eingegangen. Wie verhält sich der Hund wenn Besuch kommt? Wie sollte er sich verhalten? Bei Familienhunden wird gefragt ob es Anzeichen von Problemen gab mit den Kindern. Wenn ja, welche? Es wird besprochen und die anderen Teilnehmer hören zu und lernen. Können auch Fragen stellen.

    Ein Hundeführschein sollte nicht nur die Ablegung einer Prüfung sein, die man auswendig lernt [Fragenkatalog zb]. Der Hundeführschein sollte so konzipiert werden, dass man nach der Prüfung nicht nur seinen Hund gefahrlos führen kann, sondern auch andere Hunde und deren Halter einschätzen lernt.

    In noch keiner Hundeschule konnte ich bis dato miterleben wie eine Auseinandersetzung zwischen zwei Hunden enden sollte.

    Bislang - Gott sei Dank - gab es am Hundeplatz auch noch keine Auseinandersetzungen, aber im Alltag sieht das anders aus, 80% der Hundebegegnungen, die länger als 3 Minuten dauern, gehen nicht Konfliktfrei aus. Und sei es, dass ein Hund, den anderen verwarnt mit Knurren oder sich Freiraum schaffen möchte. Selbst beim Spielen junger Hunde, kommt es früher oder später zu einer Kippung des Verhaltens und da sollte angesetzt werden! Den Hundehaltern sollte beigebracht werden, warum das so ist, damit sie genau solch Situationen nicht unbewusst weiter fördern und letztendlich einen Hund haben, der dann womöglich sein Verhalten festigt. Sei es Fehlverhalten bei anderen Hunden oder Beutetrieb bei Kindern. Mein alter Rüde hatte mit 6 Monaten eine Phase, da fand er jegliches Kind toll. Er fing an zu fixieren, wollte hin, winselte. Und genau da habe ich angesetzt und nicht gewartet bis er groß ist oder bin Kindern ausgewichen um der Situation aus dem Weg zu gehen. Nein. Ich habe dem Hund beigebracht, Kinder sind tabu. Ich brauchte genau ein Kommando, welches ich davor schon positiv aufgebaut hatte und notfalls ein Abbruchsignal. Der Hund ging mit seinen 8 Monaten zuverlässig bei Kindern vorbei ohne die länger als nötig zu begutachten.

    Heutzutage gibt es gefühlt in jedem 3. Haushalt einen Hund. Und oftmals wird ein Hund fürs Kind gekauft, damit es Verantwortung lernt oder man will einen Kuschelpartner, der auf einem Wartet, wenn man von der Arbeit kommt.. Ein Hund ist ein Tier, mit Instinkten wie es ein Raubtier eben so hat. Wir können den Hund ohne weiteres richtig trainieren, damit er in unsere Gesellschaft passt, aber verabsäumen wir das, dann tauchen Probleme auf.

    Was hier in Österreich passiert ist nicht die Schuld irgendeiner Rasse. Sondern die Verabsäumung des Menschen den Hund in eine gesellschaftstaugliche oder wenn nicht möglich umweltsichere Position zu bringen.

    Was den Kindern in letzter Zeit widerfahren ist, schmerz. Und die Familien und Betroffenen haben mein aufrichtigstes Beileid. Die beteiligten Hundehalter sollten schnellstmöglichst gerechte Auflagen bekommen, oder sogar den Hund abgeben, da in ihren Händen der Hund nicht sicher verwahrt wurde. Auch finde ich, wenn ein Hund einrn Menschen oder eben wie es hier ist, ein Kind tot beißt, dann sollte er aus dem Verkehr gezogen werden. Denn ich glaube nicht, dass man da noch sehr viel resozialisieren kann. Man könnte den richtigen Hundehalter finden, ja.. Aber wie viele davon gibt es tatsächlich?

    Desweiteren sollte man Richtlinien und Vorgaben erschaffen, die es der "kritischen Schicht" nicht all zu leicht macht, an gewisse Rassen zu kommen. Statt dass man Rasselisten erstellt, bei denen Zucht zum Teil schon verboten wird, sollte man daran arbeiten, dass nicht jeder xbeliebige an so einen Hund rankommt.

  • Cuki
    Beiträge
    1.549
    Bilder
    68
    • 30. Oktober 2018 um 23:15
    • #73

    Das Klientel weicht dann auf andere großen Rassen aus. Das löst das Problem nicht, es verschiebt den Schwerpunkt auf eine andere Rasse

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