Obwohl Tilli mit unglaublicher Beharrlichkeit alles und jeden mag, hat sie sogar zwei Erzfeinde. Einem Mixrüden, etwa in ihrer Größe. Da weiß ich sogar wo es herkommt, von dem ist sie anfangs als wir hier eingezogen sind öfter mal richtig abgeblafft worden. Leider war er anfangs öfter ohne Leine und stand so, dass ich ihn erst zu spät gesehen habe...manchmal sogar erst gehört. Hab immer zugesehen, dass wir weg kommen, zu nahe ist er uns allerdings nicht gekommen. Der wohnt hier irgendwo bei uns in der Ecke, Tilli kann ihn in Hausnähe nicht ertragen, egal ob sie im Auto sitzt oder dieser Hund....den hasst sie und tut das auch lautstark kund. Leider nimmt sie ihn auch oft vor mir wahr...lange vor mir. Treffen wir diesen Hund im Park oder noch weiter weg, fällt die Reaktion deutlich milder aus. Vielleicht wird sie etwas steifer, vielleicht stellt sie ein winziges Kämmchen...aber das war es auch schon. Abneigung ja, pöbeln nein.
Und dann gibt es da einen Mops, was mir ein völliges Rätsel ist. Den fand sie schon als kleinen Mopswelpen doof und ich kann mir keinen Reim darauf machen, jedenfalls keinen, der Sinn ergibt. Sie mag Welpen, mit Plattnasen hat sie kein Problem, ihr derzeitiger Lieblingshund ist ein Rüde der gerade mal knappe 3kg auf die Waage bringt, hatte sogar als Welpe eine Mopsfreundin auf der alten Runde. Besagtes Mopsmädchen fand unsere so toll, dass sie eine ausgeprägte Vorliebe für Schäferhunde entwickelt hat
ihr Frauchen kennt jetzt alle Schäfihalter auf der alten Runde, weil Mopsi unbedingt hinwill.
Aber dieser Mops hatte ab dem zweiten Sehen vergeigt und ich fürchte, auf Lebzeiten. Dabei hat dieser Hund nicht einmal gebellt, ist nie zu nahe gekommen, war immer mindestens auf der anderen Straßenseite und wird meist ohnehin getragen. Inzwischen fixiert der Mops sehr stark, daran könnte es liegen, aber ich bezweifele, dass er das als Welpe auf dem Arm schon gemacht hat. Vielleicht habe ich auch was nicht mitbekommen.
Ich hab nur eine Theorie, und die klingt so weit hergeholt, dass ich selbst nicht daran glauben kann. Das Mopsfrauchen und ich, wir werden in diesem Leben und in den nächsten zehn keine Freunde mehr. Und das war schon beim ersten Sehen völlig ohne Worte geklärt. Während Frau Hund beim ersten Zusammentreffen noch völlig neutral und desinteressiert war, haben es wohl die Zweibeiner vergeigt. Aber auch das ist irgendwie Quark, Frau Hund interessiert sich nur sehr am Rande für meine Abneigungen und Befindlichkeiten. Wenn ich irgendwen richtig doof finde, bleibt sie an sich neutral. Meist straft sie mit Nichtachtung...wer nervt kriegt keine Audienz. Wir sind schon aufs übelste angeschrien worden, so dass mir so richtig die Hutschnur gerissen ist, und was macht mein treuer Beschützer? Einen Haufen
. Schließlich hat sie lange nach der richtigen Stelle gesucht und so ein schönes Moosfleckchen scheint ungeahnte sanitäre Qualitäten zu haben. Mit dem schreienden Pöbel kann sich ja Frauchen rumärgern
wozu hat sie Personal. Tatsache ist jedenfalls, mein flauschiges Gutelaunebündel verwandelt sich kaum dass dieser Hund auftaucht in eine tobende Furie die sich kaum beruhigen lässt.
LG
Babsi & Tilli (kein Unschulds
, auch wenn sie so aussieht )