Tilli Meister
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Beiträge von Tilli

    Huhu, willkommen zurück! Schön von euch zu lesen. Musste erst mal nachschauen, welcher Wuffel das noch mal war....das Gedächtnis *hüstel* Das hübsche große Kerlchen aus Bulgarien wars. Tolle Fortschritte habt ihr schon gemacht, finde das ist viel, wenn der Hund vorher noch nicht viel kennen gelernt hat. Für das Angstthema sind alle Daumen und Pfötchen gedrückt.


    LG

    Babsi & Tilli

    Hey Glückwunsch zur bestandenen Wesensprüfung :thumbsup: das ist doch schon mal toll mit Pubertier.

    Beim nächsten Mal läuft es sicher besser, kennst ja jetzt eure Baustellen. Und so wie die Mädels strahlen, hatten die beiden ganz viel Spaß. Das ist doch auch eine ganze Menge wert.

    Hier war Kobi übrigens immer einer der ersten, der auf die Lösung kam und er war in 25 Jahren Zuchtgeschichte der einzige (!!) Welpe, der es mit schöner Regelmäßigkeit geschafft hat, aus dem Welpenauslauf auszubrechen. Ich weiß also selbst nicht genau, WO ich es so versaut habe, dass aus dem gelassenen, entspannten, klugen und lösungsorientierten Welpen ein so hibbelig-aufgeregter Junghund geworden ist.

    Also hat selbst Baby Kobi nicht aufgegeben, wenn er sich etwas zur Aufgabe gemacht hat. Dann würde ich mir jetzt über den langen Übungszeitraum noch keine all zu grauen Haare wachsen lassen. Ich kennen das von Tilli, wenn Frau Hund auf einer "Mission" ist, dass geht die da nicht einfach erfolglos raus, weil die Umstände ungünstig sind. Dann legt die nach. Für den arbeitenden Hund ist das wohl eine großartige Eigenschaft, gewünscht und gewollt. Ist dein Kobi ja auch, man stelle sich vor, eine Person wird bei Regen vermisst und die Hunde beschließen, ne also, bei dem Wetter, heute nicht.


    Frau Hund tickt ähnlich, wobei mich Kobi an die Hündin aus dem Wurf erinnert, die der Schäfer genommen hat. Wohl aus guten Grund. Die hatte es auch wunderbar raus sich davonzustehlen und konnte als Winzling schon Küchenschränke öffnen....um dann von Tilli über den Haufen gerannt zu werden, weil sie als erste da drin randalieren wollte.


    Kenne ich von Tilli auch, toll, wenn sie sucht oder eine "würdige" Aufgabe hat, ist sie unglaublich, da stören sie keine Hunde, keine Leute die sie ansprechen, nicht mal Pferde und Joggern könnte ich eine Scheibe Leber um den Hals hängen, sie wäre nicht interessiert. Fein, wenn die Aufgabe so gewollt ist....unfein, wenn sie sich die selbst gesucht hat und das ganze noch in eine unerwünschte Richtung geht. Dann muss ich mich echt anstrengen und würde sagen, auch wenn es hin und wieder klappt, können trotzdem ungünstige Umweltreize uns für diesen Tag oder eine Weile zurückwerfen.


    Schwierig ist an der Stelle oft, dass man sich auf Umweltzufälle verlassen muss und nicht gezielt steuern kann, das wirft einen oftmals zurück weil die Dosis dann nicht mehr passt.

    Sehe ich auch als Punkt auf der Liste, warum man manchmal länger üben muss. Gibt Tage, da hat sich die Welt gegen einen verschworen. Man selbst kann sich nicht so verhalten wie man möchte und schwupp...Schritt zurück. Tilli registriert das sehr genau, und kennt sogar meine Schwachstellen, wenn es darum geht ihre "Mission" (Ich will zur Spielwiese / ich will ins Auto) zu verwirklichen. Die weiß sehr genau, dass sie mich vor Publikum eher aus der Fassung und zum weitergehen oder wegfahren bewegt, als wenn wir alleine auf weiter Flur sind.


    Manchmal hilft es sie einfach was tragen zu lassen und es läuft, manchmal hilft es auf den letzten Meter kleine Übungen zu machen. Und manchmal, wenn alles mistig läuft und Hund seinen Puls schon bei gefühlten 180 justiert hat, hilft nur aushalten und warten, sehr sehr lange warten. Und wenn man schon kein Glück mit dem Hinweg hatte und noch Pech auf den letzten Metern dazukommt....tja, dann war es das mit den Lernerfolg.


    Manchmal wünsche ich mir auch, dass Chia weniger clever und leichter mental auszulasten wäre, weil sie mich an Tagen, an denen ich sowieso schon unentspannt bin, manchmal ganz nah an meine Grenzen bringt, weil alles, was ich in den letzten 40 Jahren an Hundeausbildungserfahrung gesammelt habe, von Chia regelmäßig in Frage gestellt wird.

    Wie war das noch mal beim Rütter...im Idealfall ist der Halter ein klein weniger schlauer als der Hund. Tröste dich, gibt Tage da wünsche ich mir, ich hätte mich an den Rat gehalten :D .....Selbsthilfegruppe für die Halter vierbeiniger Genies die Damen? Wobei ich noch nicht mal weiß, ob Tilli dazugehört oder das nur meine rosarote Hundehalterbrille ist.


    Und zum Schluss, vergiss Kobis Alter nicht. Er ist noch kein Jahr alt, pubertiert fröhlich vor sich hin und weiß eh gerade alles besser. Das wird schon, ganz bestimmt. Du bleibst ja dran, suchst nach Lösungen hast eine Trainerin.


    LG

    Babsi & Tilli

    Das klingt ja schon mal positiv, gut dass Dina alles gut überstanden hat. Wir wünschen auch weiter gute Besserung und schnelle Heilung.


    Tja, so sind sie. Alles kontrollieren und kommentieren. Man kann ja auch nicht einfach den Zimmergenossen wegbringen ohne die Schäferdame zumindest von seinen Plänen zu unterreichten, besser noch, die Pläne schäfiseitig genehmigen zu lassen.


    LG

    Babsi & Tilli

    Herrlich wie viel Spaß Romeo im Wald hat. Könnte da stundenlang zusehen. Und so groß geworden, der Kleine. Ich finde er sieht richtig toll aus, und so happy :love: .


    Micha369 : im Schnee zu laufen ist auch deutlich anstrengender, je nachdem wie hoch der Schnee ist. Im Schnee hab ich das bei Tilli so zwar noch nicht gesehen, aber die rutscht da eh den halben Weg in Rückenlage durch die Landschaft.

    Sonntage kann man echt abhaken, da kommen die spannendsten Gestalten aus ihren Löchern gekrochen. Lass dir den Tag nicht vermiesen :* , auch wenn es leichter gesagt als getan ist. Sich Luft machen hilft in jedem Fall immer. Und ganz ehrlich, wenn da noch ein Kleinkind rumsteht, kann der feine Herr durchaus auch mal etwas vom Gas gehen und vorsichtig fahren. Ich glaube, wenn er es erst mal mit einer wütenden Mutter zu tun bekommt, wird er sich wünschen "nur" vom Hundekind angebellt worden zu sein ;) .


    Bei der Sache mit dem Auto lese ich mal ganz interessiert mit. Das Problem haben wir auch, entweder ich hab sehr viel Zeit und krieg es mit Stop und Go in den Griff wobei sie singt, oder sie zieht und singt.

    Danke dir Dimi27 . Vermutlich haben wir Tilli mit der Vorfreude und Aufbruchstimmung hier etwas angesteckt. Schließlich wollen hier alle loslegen, loslegen findet Frau Hund grundsätzlich gut, auch wenn sie noch nicht weiß womit.

    geht ja nicht um die Zeit die verstrichen ist, sondern um die Anzahl der positiven Begegnungen, oder? :/

    Ich schließ mich da mal der Antwort von HSH an. Beides dürfte wichtig sein.


    Denke auch, dass es mit Gewöhnung anfängt. Hab jetzt nicht viel Erfahrung auf dem Gebiet, aber nach dem Baggerdrama ging erst mal nichts außer von weitem gucken und immer wieder gucken und dann mal ein Ministück näher. Als Tilli angefangen hat Snacks anzunehmen im Angesicht des "Grauens" war meiner Meinung nach das Schlimmste schon überstanden.

    Aber diese lauthals kläffend heranrennenden Tutnixe... ich weiß da ja, am Ende passiert "nix", aber Ero hat mittlerweile wahnsinnig Stress wenn er fremde Hunde trifft weil in der empfindlichen Phase im Junghundealter 2 solche Hunde in uns rein gebrettert sind und ich sie eben aus höflichkeit dem anderen Besitzer gegenüber nicht wirklich abgewehrt habe. Ich könnte mich immernoch dafür in den Arsch beißen, denn das Problem schleppen wir immernoch mit uns rum, und ich habe langsam sorge, dass das auf ewig so bleibt. ||

    Mach dich da nicht all zu verrückt, mir geht das auch so. Gerade als Tilli jung war, konnte ich das nicht, weil ich mich danach ja immer noch mit dem TutNix Halter rumschlagen musste. Natürlich lag der Fehler nur immer bei mir und meinem angeleinten Hund, weil....tja, statt Erklärungen kommen dann ja immer nur Beleidigungen. Wenn ich an eine Olle denke, die hinterher noch sch...Schäferhund meinte, obwohl ich mich ewig mit ihren drei Hunden rumschlagen musste von denen keiner auch nur mit dem Ohr gezuckt hat, als die endlich mal gerufen hat...krieg ich immer noch die kalte Wut. Als die noch meinte, die können nicht an die Leine, die sind ja schließlich aus dem Tierschutz die hat sie gerettet, meine bestimmt nicht...hätte ich kotzen können. Tilli hat es auch überstanden und findet Kläffer inzwischen nur noch sehr am Rande beachtenswert. Erzfeinde natürlich ausgenommen.


    Alle meine Hunde konnten/können das einschätzen, entsprechend einordnen und dann ignorieren. Und wenn tatsächlich mal Einer ernsthafter Streß machen wollte/will haben sie mal schnell gezeigt wo der Frosch die Locken hat und fertig.

    Ich kann darauf natürlich nur für mich antworten, aber auf uns bezogen, kann ich klar sagen, Tilli liest Hunde bestens und ich kann mich auf ihre Reaktion recht gut verlassen. Sie ist nun mal mein erster Hund und das wollte erst mal gelernt sein. Also ja, sie reagiert auch situationsbezogen und kann auch schnell reagieren, wenn sich die Wetterlage von Pöbeln zu ernsten Absichten ändert. Und genau da kommt zumindest bei mir der Stress rein. Seh ich das auch früh genug um eingreifen zu können? Deute ich alles richtig und bin ich schnell genug. Tilli kommuniziert deutlich, aber lange Reden mit Untertitel hält sie nicht. Obwohl sie grundgutmütig ist. Wir hatten auf der alten Runde zwei recht aggressive Zwerge, vor allem ein Chihuahua wollte es wissen und war nicht im Ansatz unter Kontrolle der Halterin. Dafür aber gerne ohne Leine. Wenn ich die schon hab kreischen hören, haben wir einen Umweg durch den nächsten Stadtteil genommen....sicher ist sicher.


    Also bestand auch die Möglichkeit für den schlechtmöglichsten Ausgang der ganzen Sache. Zwerg ( unter 3kg) will es wissen, greift tatsächlich an und Tilli (27 kg) macht dem eine körperliche Ansage. Die Chancen, dass der Zwerg eine Verletzung davonträgt sind nicht gering, der zarte Knochenbau, dieser möglicherweise nicht ganz geschlossene Schädel, bin kein Rassekenner, also berichtigt mich wenn ich da falsch liege. Und auf der anderen Seite die zarte Schnute mit den grazilen Fangzähnchen bei Tilli....Da braucht es keine Tötungsabsicht oder eine Überreaktion von einem großen Hund.


    Wenn also der Kleine verletzt oder schlimmeres wird dabei, haben Tilli und ich aber vor allem Tilli die Goldene A-Karte in Platin. So richtig mit dem vollen Programm. Vor meinem geistigen Auge sehe ich meinen Hund, der sich im Grunde nichts zu schulden hat kommen lassen schon mutterseelenallein in irgendeinem Tierheim auf die Spritze warten. Ich sagen nicht, dass all diese Befürchtungen rational ist, aber wann sind das Ängste schon mal? Aber dieser Gedankengang reicht völlig aus um mich in Stress zu versetzen und zwar so richtig. Frau Hund hingegen weiß nichts von ordnungsrechtlichem Gedöns und meinen Gedankengängen dahinter. Sie spürt nur Stress und zwar so richtig...vor allem in der Anfangszeit. Inzwischen geht es langsam bei mir und auch Frau Hund hat keinen Schaden davon getragen.


    Meine größte Angst ist, dass Tilli zu Schaden kommt, weil ich versagt habe, sie nicht geschützt habe eine potentielle Gefahr nicht abgewehrt habe. Ja, das ist genau so entspannt wie es klingt. Vielleicht bin ich genau an dieser Stelle nicht für die Hundehaltung gemacht. Eine echte Lösung dafür habe ich noch nicht gefunden, aber inzwischen weiß ich, irgendwie reiß ich mich im Ernstfall zusammen und seh zu, dass wir da heil rauskommen. Je nach Stimmvolumen des TutNix Halters höre ich mir danach auf meiner heldenhaften Flucht noch ein paar Beleidigungen an und plündere zu Hause den Schokivorrat. Die Daten von der Pulsuhr lösch ich nebenbei unbesehen, heul mich hier aus und versuch es abzuhaken. Nicht gerade eine Strategie die ich als besonders vorbildlich beschreiben würde, aber die einzige die ich habe und die meinen/unseren Stresspegel deutlich senkt. Hier gibts nur noch einen Adrenalinschub, wenn es wirklich ein freilaufender TutNix auf Kollisionskurs in feindlicher Absicht ist. Kandidaten mit Begrüßzwang und übersteigertem Spielverlangen werden freundlich abgefertigt. Geht aber nur, weil Tilli für beides größtes Verständnis aufbringt und nicht all zu sehr auf eine ruhige Annäherung besteht. Alles andere wird verscheucht, nicht mit den besten Haltungsnoten, aber immerhin bislang erfolgreich. Falls ihr noch überlegt "unsouverän" ist das Wort, dass ihr sucht ;(;)


    LG

    Babsi & Tilli

    Du machst das so großartig, hast so viel Geduld mit Kobi und gibst nicht auf. Und das alles, obwohl du es selbst familiär nicht gerade einfach hast. Dafür solltest du dir selbst mal ordentlich auf die Schulter klopfen. Manche Dinge dauern eben einfach laaaaang in der Hundeerziehung. Ich finde es genau richtig, sich einsamere Orte zu suchen, wenn man mal keinen Bock hat und die Runde zusammen genießt, mit Spiel und Spaß und sonst nix.


    Problem daran ist: an dem Tag bin ich mit ner gewissen Portion Resignation mit ihm raus, hab gedacht, wir machen das jetzt seit 6 Monaten, es tut sich nix. Egal. Wir machen weiter. Ich hatte also NULL Erwartungshaltung an dem Tag. Und war offensichtlich entspannt genug, das auf ihn zu übertragen.

    Die "nö, einfach nö Runden" bei denen man die Annahme von Stress einfach mal verweigert, egal wie aufdringlich er einem von der Außenwelt oder dem eigenen Kopf angepriesen wird, sind irgendwie die Besten. Ist bei uns nicht anders. Als Problem würde ich das aber nicht zwingend sehen. Vielmehr als Motivation, der Hund hat den Bogen raus, jetzt muss man noch dahin kommen, das auch selbst umzusetzen. Sicher die schwerer Hälfte den ganzen, aber immerhin liegt der halbe Weg schon hinter einem.



    Hier schreiben immer alle so einfach "Geh dazwischen, dann lernt er, dass du das regelst, schick ihn hinter dich, damit er sieht, du hast das im Griff.", aber bei uns ist das nicht einfach, weil er dann (erst recht) an mir vorbei schießt und bellend auf Auto/Hund zuspringt.

    Falls es dich tröstet, das ist mir so in dieser Form in akuten Stresssituationen in denen Frau Hund richtig aufdreht noch genau nie gelungen. Oder nur deshalb, weil Frau Hund ein Leichtgewicht ist, wobei ich kein Schlangenmensch bin und dann eher die Position neben mir bevorzuge während ich dem Außenreiz dann die andere Seite zudrehe, für alle anderen Verrenkungen ist mein Schultergelenk einfach nicht gemacht. Inzwischen, Frau Hund wird nächsten Monat vier, kann ich uns "sortieren", wenn ich das Problem vor Tilli wahrnehme und wir noch nicht im Einzugsbereich des Reizes sind. Z.B. beim Baggerproblem, die sind nicht schnell und springen auch selten plötzlich vor einem aus den Büschen. Beim anstürmenden Feind wäre da keine Chance. Oder sie sortiert sich von sich aus hinter, neben mich, wenn sie wirklich Angst hat...Bagger. Oder bellender Garten mit tobendem Rotti. Wobei ich da Tillis Reaktion eher als..."ach ja, die komische Übung wieder...na wenn Mama meint"....deute, denn es scheint sie weder sonderlich aufzuregen oder in Panik zu versetzen. Wenn sie wirklich völlig explodiert, geht nichts mehr. Und alles was man als Reiz unter diesem Level geboten bekommt, da ist es eine Gedulds- und Übungsfrage gewesen.


    Also Kopf hoch und Krönchen richten, das sind einfach Dinge die richtig lange dauern. Kobi wird ja erst in zwei Monaten 1 Jahr alt, in dem Alter war Tilli gelegentlich auch eine echte Stinkbombe mit kurzer Zündschnur.


    LG

    Babsi & Tilli