Boea
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Beiträge von Boea

    Ich hab noch zwei gefunden, die sich noch nicht angedockt hatten. Komischerweise krabbelten die noch auf dem Hund rum, als wir schon eine Weile zu Hause waren.

    Das finde ich auch immer erstaunlich. Mit der Zistrose krabbeln zwar auch noch viele Zecken auf den Hunden herum, aber sie beißen kaum an.

    Nachdem wir Bo bei seinen manischen Flussaufräumarbeiten beobachtet haben, habe ich den Eindruck, dass er eigentlich dort dasselbe macht, wie anfänglich alleine zu Hause: Er sammelt Dinge und bringt sie an eine Stelle. Er beginnt mit dem größten Ast (also meistens eher ein Baumstamm), den er aus dem Fluss zerrt und ans Ufer bringt, dann holt er noch mehr Holz aus dem Fluss und legt es dazu.


    Er scheint dann auf seinen Scheiterhaufen sehr stolz zu sein. Wenn wir dann weitergehen, sucht er sich ein Stück davon aus, dass er mitnimmt und bis nach Hause trägt. Und er lässt das dann unterwegs auch nicht mehr los bis wir zu Hause sind, auch nicht zum Pinkeln bzw. Markieren. Das konnte ich mit der Kamera leider noch nicht einfangen, aber wenn, wird das ein Lieblingsbild des Tages. Er sieht dann mit dem Holzteil im Maul und dem gehobenen Bein aus wie ein Yogi, der gerade seine Mitte findet.:S

    Ach ja, und was die Mischung betrifft: Angeblich Mali-Labbi, was nicht so logisch erschien. ABER meistens haben wir alle doch beim Labbi die Showlinie im Kopf. Die war sicherlich nicht beteiligt. Aber die Arbeitslinie hat schon einige Ähnlichkeiten mit Bo!

    Hallo mal wieder,

    ich hab ja längere Zeit nichts mehr von Bo hören lassen. Nachdem unsere Haushaltsgemeinschaft wieder vollzählig ist und ich viel Arbeit nachzuholen hatte, habe ich mir gleich auch noch eine Social Media-Pause verordnet. Da die letzten Berichte gar nicht so gut klangen, wie ich nun sehe, kann ich doch berichten, dass Bo schon ein ganz toller Hund geworden ist!


    Er hat halt noch eine Weile gebraucht, um sich einzuleben und da in der ersten Zeit so viel Unvorhergesehenes passierte, wusste er wohl nicht so recht, wie er das einordnen soll und ob er nun tatsächlich hier ein Zuhause gefunden hat. Aber seit auch Herrchen wieder zurück ist, läuft es prima.


    Die Baustellen „Fremde anspringen“, vor allem Kinder anspringen, habe sich irgendwie in Luft aufgelöst. Und die Traineranweisungen und den Plan, nichts zu machen, was ihn aufputschen könnte, haben wir komplett wieder verändert. Er wurde dadurch nur noch durchgeknallter.

    Jetzt darf er täglich mindestens ein mal richtig rennen auf dem freien Feld, der Rückruf klappt gut, mit der Hochfrequenzpfeife auch aus größerer Entfernung. Er darf wieder auch am Rad mitlaufen, Bälle holen usw. alles, was während des Hundeschulentrainings verboten war. Dann ist er nämlich relativ entspannt für den restlichen Tag. Und er ist jetzt recht leicht zu händeln.


    Mit den meisten Hunden versteht er sich gut, kleine Hunde interessieren ihn gar nicht. Bei großen Rüden zeigt er schnell Dominanzverhalten, ist aber gut zu kontrollieren. Er kann dann die Ohren richtig hochstellen, macht es aber nur, wenn er sehr aufgeregt ist.


    Der Futterdummy ist noch immer sein Lieblingsspielzeug, das Training damit ist jetzt schon anspruchsvoller und schwieriger gestaltet.


    Alleine bleiben ist absolut kein Problem. Er muss auch keine Schuhe mehr sortieren und stellt nichts an. Nur die Küche bleibt noch versperrt, sonst kann er sich frei im ganzen Haus bewegen.

    Nur ab und zu spielt er uns noch einen kleinen Streich, z.B. die Massagebürste aus der Dusche holen und im Schlafzimmer unter der Bettdecke verstecken. Oder die Hausschuhe von unten nach oben ins Badezimmer bringen. ;)

    Aber ansonsten – ein lieber, verschmuster und lernbegieriger Hund!

    Den Satz ganz schnell vergessen .Auch Hunde haben mal einen schlechten Tag.Und mal ehrlich, wir Menschen können uns doch durchaus auch mal daneben benehmen ohne es zu merken..

    Nein, die Frau hat das genau richtig gesehen. Bo ist arbeitsintensiver als alle unsere früheren Hunde alle zusammen. Und mit "schlechtem Tag" hat das gar nichts zu tun, das wäre auch nicht erwähnenswert.

    Bo wiegt inzwischen 28,5 kg und hat wunderschönes Fell bekommen. Er glänzt wie eine Speckschwarte. Ansonsten gibt es gute und weniger gute Entwicklungen.


    Bo hat inzwischen mehrere Hundebegegnungen gehabt und es ist alles gut verlaufen. Den alten Freund unserer verstorbenen Lana hat er kennengelernt, ein unkastrierter Rüde. Der hat ihm auf seine souveräne und ruhige Art erklärt, dass er rüpelhaftes Verhalten nicht schätzt, aber sonst gern mit ihm toben würde. Und dann war alles gut und sie haben toll gespielt. Auch mit den Damen kam er gut klar, ein Galgo-Mädel war sehr angetan von Bo, wohl weil der mit ihrem Tempo mithalten kann. Tolle Verfolgungsspiele waren das, so schnell konnte man gar nicht schauen, wie die gerannt sind.


    Aber in der letzten Woche konnte ich mit ihm fast nicht mehr Ball spielen oder andere sportliche Aktivitäten machen. Danach war er so aufgedreht und hat mich angesprungen, in die Hände gezwickt, wollte nicht mehr an die Leine. Das hat sich gesteigert, auch von der Bissstärke her. Zuletzt hat mich so grob "gebissen" und am Ärmel herumgerissen, das ich fast verzweifelt bin. Ich konnte ihn schwer zu fassen kriegen und er war kaum zu beruhigen. Mit der Trainerin hab ich zwar ein Methode gefunden, wie ich ihn schnell packen und runterfahren kann, aber das Problem besteht noch. Inzwischen dreht er schon so auf, wenn er merkt, dass wir nach Hause gehen. Ich kann ihn dann nur noch am Halsband von mir weg haltend heimbringen. Das trübt meine Freude über die anderen guten Fortschritte. ;(

    @ Ellionore: Es geht doch gar nicht darum, Tieren oder Menschen medizinisch notwendige Maßnahmen vorzuenthalten. Aber es muss alles mit Vernunft geschehen.


    Wenn ein Tierarzt dazu rät, eine Impfung, die mehrere Jahre Schutz bietet, jährlich zu wiederholen, dann ist er in meinen Augen unseriös. Dann wechsle ich den Tierarzt, denn es gibt ja auch noch die vernünftigen Tierärzte, die nicht versuchen, sich reich zu impfen.


    Und wenn es in deinem Berufsfeld sinnvoll und wichtig ist, bestimmte Impfungen vorzunehmen, dann kannst du das doch machen. Gegen Grippe lasse ich mich z.B. nicht impfen, weil ich in den letzten 20 Jahren nur eine richtige Grippe hatte.

    Bo durfte heute mit einem Schäferhund spielen. Endlich! Sie haben getobt und gespielt und alles im grünen Bereich. Die Hundehalterin des anderen Hundes war recht entspannt, sie hat ihren Hund auch erst vor 3 Wochen aus dem Tieheim. Aber der ist schon vom Wesen her wesentlich ruhiger. Trotzdem hat alles gut geklappt und sie fragte nur: "Ist der immer so wild?" Seufz. Ja, er springt immer sofort auf alle drauf. Wir haben uns kurz unterhalten, dann wollte jeder wieder weiter.


    Aber dann: Der Rückruf hat wieder nicht geklappt. Der andere Hund ließ sich sofort zurückrufen, Bo nicht. Sie meinte dann halb bewundernd, halb bemitleidend: "Mit dem haben Sie aber noch eine Menge Arbeit vor sich!" :rolleyes:Das ist ganz sicher wahr.


    Aber danach war Bo tiefenentspannt für seine Verhältnisse und es schien, als zehrte er von der Begegnung noch eine ganze Weile.

    In diesem Zusammenhang möcht ich noch, so weit noch nicht bekannt, auch auf das Buch "Hunde würden länger leben, wenn..." , Untertitel: Schwarbuch Tierarzt, von Dr. Jutta Ziegler hinweisen. Sie widmet diesem Thema viel Raum in ihrem Buch. Das fiel mir zu dem tolllen Beitrag von Odin noch ein.

    Hallo Leo,


    herzlich willkommen.


    Wäre es ein Mensch, würde ich sagen, dass er traumatisiert ist und durch eure laute Diskussion getriggert wurde. Nun zeigt er sowas wie Traumafolgestörungen, also Intrusionen oder Flashbacks. Wie Odin schon sagt, da sind Hunde den Menschen sehr ähnlich und jedes Trauma hinterlässt Spuren im Gehirn.


    Da sollte schon ein Fachmann ran.