Pinguetta , es ist in so einnem Moment eine Entscheidung der Vernunft. Diese zu treffen ist schwer. Die Vernunft trauert später nicht, sie weiß ja, dass es die richtige Entscheidung war. Das Herz trauert aber und versteht das alles nicht. Und hat einen vermeintlich "Schuldigen" schnell gefunden. Nämlich den, der die vernünftige Entscheidung getroffen hat. Diese Zweifel sind völlig normal. Noch schlimmer sind diese Zweifel aber, wenn es nicht diese eine Diagnose gibt. Wenn man bei einem alten Hund, der überall Arthrose hat und kaum meht laufen kann, die Entscheidung treffen muss. Da Zweifel ich bei meiner Herzensdame heute nach 15 Jahren noch. Zum Glück immer seltener.
Aber nochmals zu dir.
Selbst wenn du Harras hättest operieren lassen, hätte er nur noch eine durchschnittliche Lebenserwartung von 6 Monaten gehabt. Und diese wären sehr wahrscheinlich durch Schmerzen und Einschränkungen, ohne gute Lebensqualität für Harras vergangenen. Das schreibe ich, um deinem Verstand ein Argument mehr an die Hand zu geben. Der Schmerz und das Hadern kann es dir leider nicht nehmen.
Fuhle dich ganz fest in den Arm genommen.