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Naturalfeeling
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Beiträge von Naturalfeeling

  • DDR Schäferhundwelpe - welche Papiere?

    • Naturalfeeling
    • 29. Oktober 2023 um 17:16
    Zitat von Waschbär
    Zitat von Naturalfeeling

    Da man die Hündin im Internet kaum findet sind vielleicht ihre Eltern hilfreich: Der Papa ist Boss vom Felsenschloss (*06.10.15, VDH) und die Mama ist Kira vom deutschen Rosenhof (*17.05.15, NRCD)

    Vielleicht machst Du Dir mal Gedanken darüber WARUM man keine Angaben über diese Hunde im Internet findet... 8) Für mich ist die Seite der Zuchtstätte, aus welcher die Mutter stammt, eine reine "Vermarktungs-Homepage". Keinerlei vernünftige Angaben über die Zuchthunde, keine "Zuchtbuchseite" auf der Homepage in der man Informationen über die bsher in dieser Zuchtstätte gezüchteten Würfe und den Hunden aus diesen findet usw.

    SO sieht z.B. eine Homepage einer guten Zuchtstätte aus, die transparent und ehrlich mit allen wichtigen Informationen um geht und vor allem die Abstammung ihrer zur Zucht eingesetzten Hunde veröffentlicht. Auch Informationen zu den zur Zucht eingesetzen Deckrüden.

    https://www.zwinger-vom-bauernland.de/aktuelles

    Entweder man pflegt als seriöser Züchter eine derart informative Homepage oder aber man lässt es ganz bleiben und veröffentlicht alle Informationen zu seinen Hunden und Würfen über entsprechende Online-Portale (z.B. working-dog.com). Und immer wenn ich auf eine Züchter-Homepage stoße auf welcher keinerlei wichtige Informationen zu den Zuchttieren zu finden sind sondern nur ein paar Bildchen, und nur der bzw. die aktuellen Würfe über Bildchen von süßen Welpen angepriesen werden, schrillen bei mir alle Alarmglocken.

    Es ist nicht jeder Züchter "in der Dissidenz" schlecht. Aber dort ballen sich nun mal leider auch die Geschäftemacher unter den Züchtern zusammen, die Informationen zu ihren Hunden und Würfen nur spärlich heraus geben, und dann auch immer nur die die sie in einem guten Licht da stehen lassen. Und das beginnt bereits bei den Röntgenergebnissen, die für Welpenkäufer i.d.R. nicht nachzuvollziehen sind und zudem oft nicht mal aus einer validierten Quelle stammen. Ich kenne einen "Dissidenz-Züchter" der mir gesagt hat dass er mit seinen Hunden zu mehreren Tierärzten zum Röntgen geht. Und dann den Befund von dem Tierarzt, der den betreffenden Hund am besten auswertet, in die Ahnentafel eintragen lässt. Soll heißen da geht ein Hund u.U. zu drei oder vier Tierärzten zum Röntgen. Weil die ersten einen höheren HD- und/oder ED-Grad auswerten. Bis dann der dritte oder vierte Tierarzt, der weniger streng auswertet oder vielleicht einfach gar keine praktische Erfahrungen damit hat, einen besseren Befund erstellt. Und erst der wird dann in die Papiere des Hundes eingetragen. Im Vergleich dazu: Im VDH darfst Du mit einem DSH nur zu einem Tierarzt zum Röntgen gehen der vom Zuchtverein für das Röntgen zugelassen ist (d.h. mit dem Zuchtverein in einem Vertragsverhältnis steht, damit während des Röntgens Mindeststandards eingehalten werden in Bezug auf die Qualität der Aufnahmen und die Identitätsüberprüfung der Hunde beim Röntgen). Anschließend werden die Röntgenaufnahmen an den GRSK-Gutachter (Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflusster Skeletterkrankungen bei Kleintieren e.V.) des jeweiligen Zuchtvereins übermittelt der die Auswertung vor nimmt und die Befunde an das Zuchtbuchamt übermittelt. Dieses trägt dann die Befunde in die Ahnentafel des betreffenden Hundes ein und parallel ins Zuchtbuch. D.h. ab da sind die Befunde dieses Hundes auch für Dritte einsehbar, und Hunde mit mittlerer oder schwerer HD oder ED werden monatlich noch einmal extra veröffentlicht mit der Information dass sie mit einer Nachzuchtsperre belgt wurden (und die steht auch so im Zuchtbuch, welches Dritte einsehen können).

    Soll nicht heißen dass das alle "Dissidenz-Züchter" so machen. In einigen "Dissidenz-Vereinen" werden die HD- und ED-Auswertungen genau wie in VDH-Vereinen durch einen GRSK-Gutachter erstellt (das sind Tierärzte die der Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch bedingter Skeletterkrankungen bei Kleintieren angehören und die eine entsprechende Fachausbildung haben, also Radiologen sind). ABER das hinterfragt i.d.R. kein Welpenkäufer !!! Und in vielen "Dissidenz-Vereinen" reicht es nun mal dass ein "Feld-Wald-und-Wiesen-Tierarzt" den Hund röngt und auswertet und diesen "Befund" in die Ahnentafeln der Hunde einträgt.

    Zudem ist es den Welpenkäufern bei "Dissidenz-Züchtern" häufig nicht möglich den HD- und ED-Status der Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und vor allem deren Wurfgeschwister usw. selbst einzusehen. Während es bei VDH-Vereinen i.d.R. möglich ist sich diese Informationen über die Zuchtbücher selbst erarbeiten zu können. Sprich bei einem VDH-Welpen kannst Du diesbezüglich selbst vor dem Kauf Ahnenforschung betreiben, Dich selbst darüber informieren z.B. wie ein Deckrüde bisher in Bezug auf HD und ED vererbt hat usw. Du erhälst Angaben zu den Deckakten die im betroffenen Zuchtverein erfolgt sind und welcher Züchter gerade Welpen hat bzw. erwartet. Bei sehr vielen "Dissidenz-Züchtern" musst Du hingegen mit den paar Brocken an Informationen leben die Dir der jeweilige Züchter freiwillig vor die Füße wirft. Und dann musst Du oft noch mit schwammigen Interpretationen leben. "HD frei" oder "ED frei" bedeutet mitnichten in jedem Fall dass ein Hund mit dem Befund HD-A ( "normal"beim DSH) oder ED-0 ( "ED-a" bei DSH) ausgewertet wurde. Umgangssprachlich nehmen viele Züchter da die Befunde HD-B ( "fast normal") bzw. ED-I ("ED-b") noch mit hinzu. Für einige ist ihrer Definition nach sogar alles HD- bzw. ED "frei" was im jeweiligen Zuchtverein die Zuchtzulassung erhält, und dann werden von ihnen sogar die Befunde HD-C ( "noch zugelassen") bzw. ED-II ("ED-c") noch mit dem Begriff "frei" ( da "zuchtzugelassen") bezeichnet (das habe ich selbst so erlebt; ein Kollege hatte sich für einen Welpen interessiert dessen Eltern vom betreffenden "Dissidenz-Züchter" mit "HD- und ED frei" beworben worden waren; nach genauem zähen Hinterfragen der Befunde stellte sich heraus dass ein "Feld-Wald-und-Wiesentierarzt" die Elterntiere mit "fast normal" und "noch zugelassen" ausgewertet hatte, sprich es war ein Hund mit leicher HD mit einem mit einer HD-Verdachtsform verpaart worden).

    Zu den DDR-Linien ansich: Die sind inzwischen genetisch sehr "eng" gezüchtet, mehrere Jahrzehnte nach Auflösung der DDR. Mit weitreichenden Folgen für das Immunsystem der Hunde. Zudem hat mich die angebliche "Skelettgesundheit" dieser Zuchtlinien nie wirklich überzeugt. In Bezug auf HD habe ich selbst eher mittelprächtige züchterische Erfahrungen mit diesen Linien gemacht und in meinem züchterischen Umfeld beobachtet. Und in Bezug auf ED noch schlechtere (was inzwischen auch eine Folge der engen Blutführung sein kann).

    In Bezug auf die Gesamtpopulation der DSHs im VDH ist der Anteil an Hunden, die man als "aus DDR-Linien" bezeichnen kann, sehr klein. Trotzdem tauchen in jedem Monat bei den Veröffentlichungen der Hunde, die mit mittlerer und/oder schwerer HD bzw. ED ausgewertet worden sind, auch immer Hunde aus "reinen DDR"-Linien mit auf. Prozentual zu ihrer relativ geringen Populationgröße sind sie damit überproportional häufig vertreten. Auf gar keine Fall seltener als der Durchschnitt. Und meine persönliche Erfahrungen mit DSHs "aus DDR-Linien" ohne Ahnentafeln bzw. von "Dissidenz-Züchtern" ist die dass ich bisher keinen getroffen habe der keine ED hatte (meist mittel oder gar schwer). Das ist natürlich nur meine persönliche Erfahrung, und die ist völlig subjektiv. Aber immer wenn mir irgendwo ein imposanter DSH auffällt, kräftiger Typ mit starkem Kopf, sattes Pigment, und ich mit dem jeweiligen Hundehalter ins Gespräch komme und höre "reine DDR-Linie" und "keine Papiere" o.ä., kommt im Anschluß ein Seufzen und der Bericht über eine ED-Leidensgeschichte. Wie gesagt, meine rein persönliche subjektive Erfahrung. Für mich aber ein Indiz dass es mit der angeblichen Gesundheit dieser Linien nicht ganz so ausschaut wie es geschäftstüchtige Züchter gerne vermarkten.

    Zum Wesen der DDR-Linien: Wie bereits geschrieben wurde erfolgte die Zuchtselektion in der ehemaligen DDR auf Diensthundeeigenschaften hin. Zudem ist die DDR inzwischen sehr lange her. Und der Gebrauchshundesport hat sich im Laufe dieser Jahrzehnte stark gewandelt. War zu DDR-Zeiten die Arbeit "über Zwang" hauptsächlich verbreitet. Und haben Anzeichen für diese Ausbildungsmethode ( = sichtbares Meideverhalte) damals nicht zu Punktabzügen in Prüfungen geführt, müssen heute Hund und Hundeführer ein Team darstellen, Zwänge im Verlauf der Ausbildung dürfen nicht erkennbar sein und der Hund muss statt dessen Arbeitsfreude zeigen und schnell arbeiten. Darauf ist natürlich auch die Zuchtselektion erfolgt. D.h. der heutige Sporthund besitzt im Durchschnitt deutlich mehr "will to please" als die Hunde in den 70er oder 80er Jahren.

    Auch wurde die Prüfungsordnung in den letzten Jahrzehnten so gestaltet dass die Griffqualität von Hunden, die über den Wehrbereich arbeiten, zu hohem Punkteverlust führt. Und Hunde mit einem satten Beutetrieb und entsprechendem Griffverhalten hoch bepunktet werden. Auch das hat die Zuchtlenkung in den letzten Jahrzehnten deutlich beeinflusst.

    Was unter'm Strich bedeutet dass es in den Linien, die rein auf die DDR-Zuchtbücher zurück gehen, einen höheren Prozentsatz an Hunden gibt denen Du, zumindest wenn's warm ist, während der Unterordnung bei Laufen die Schuhe besohlen kannst 8) (*sorryanallafreundederddrlinien* aber "will to please" ist für manche Hunde aus diesen Linien immer noch ein Fremdwort) während sie im Schutzdienst, oder auch im Privatleben, dann doch gerne mal den Sherrif heraus kehren. Und damit muss man dann auch umgehen können. Auch gehen manche Rüden gerne mal an die 45 bis 50 kg-Grenze heran, und das muss man dann auch rein körperlich wuppen können (nicht nur in Bezug auf die Leinenführigkeit und die Kontrollierbarkeit des Hundes, sondern z.B. auch dann wenn der Hund nach einer ED-Operation keine Treppen laufen darf, nicht ins Auto springen darf usw.).

    Es ist völlig logisch dass wenn einer kleinen Zuchtpopulation auf Dauer kein Fremdblut zugeführt wird die Möglichkeiten der Zuchtselektion stark begrenzt sind. Selektierst Du z.B. auf "Skelettgesundheit", musst Du bereits beim zweiten züchterischen Aspekt wie Arbeitsbereitschaft oder Ahnenverlust Kompromisse machen. Kommen noch weitere Zuchtkriterien hinzu wird es unmöglich keine Kompromisse machen zu müssen.

    Ich persönlich würde von daher nie einen DSH-Welpen aus DDR-Linien außerhalb des VDHs bzw. der FCI erwerben. Weil ich es gerade für diese Linien wichtig finde möglichst viele Informationen zu den Vorfahren eines Welpen zu erhalten, den Ahnenverlust einer Verpaarung selbst ermitteln kann usw.

    Der Rüde "Boss vom Felsenschloss" hat übrigens im SV keine eingetragenen HD- und ED-Befunde. Sein Vater hat einen Wurfbruder mit schwerer ED. Und die Ausprägung einer ED hat einen stärkeren genetischen Background als die Ausprägung einer HD (bei HD haben neben der Genetik mehr Umweltfaktoren einen Einfluss auf die Ausprägung als bei ED).

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    Vielen herzlichen Dank für die sehr ausführliche und detaillierte Aufschlüsselung der ganzen Thematik! Das war wirklich sehr hilfreich und vor allem lehrreich, nicht nur für uns, sondern für alle die sich in diese Richtung informieren möchten und diesen Thread finden. Wir haben uns dazu entschlossen uns nur noch nach einem Welpen aus dem SV umzusehen. Natürlich gibt es dort auch schwarze Schafe, wie wir selbst schon einen besucht haben und gleich wieder kehrt gemacht haben. Aber die Chance an so einen zu geraten ist denke ich doch, nach allem was ich jetzt gelesen habe, deutlich niedriger. Deshalb habe ich ja auch noch mal nachgefragt. Ein kleines Update zu diesem Züchter: Bevor ihr geantwortet habt, habe ich ihn schon nach der Inzucht-Thematik und der Sozialisierung gefragt und zur Beantwortung dieser beiden Fragen ist es gar nicht mehr gekommen. Er meinte: "Ich glaube wir reden aneinander vorbei, ich habe ihnen doch schon geschrieben das ich meine Hündin nur von gesunden Rüden decken lassen würde, da es sonst ein schlechtes Licht auf meinem Zuchtnamen werfen würde. Er wünschte uns viel Glück auf der Suche nach einem für uns "guten" Welpen. Hätte er das nicht getan, dann hätte ich das getan.

  • DDR Schäferhundwelpe - welche Papiere?

    • Naturalfeeling
    • 28. Oktober 2023 um 09:06

    Da man die Hündin im Internet kaum findet sind vielleicht ihre Eltern hilfreich: Der Papa ist Boss vom Felsenschloss (*06.10.15, VDH) und die Mama ist Kira vom deutschen Rosenhof (*17.05.15, NRCD)

  • DDR Schäferhundwelpe - welche Papiere?

    • Naturalfeeling
    • 28. Oktober 2023 um 09:03

    Da der Papa bei working dogs ED fast normal eingetragen hat, habe ich nochmal beim Züchter nachgefragt und er meinte das sei fehlerhaft, er sei ED frei, er habe in Kürze auch die Papiere dazu die er mir dann zeigen könne, da er die sowieso für die Ahnentafel der Welpen braucht

  • DDR Schäferhundwelpe - welche Papiere?

    • Naturalfeeling
    • 28. Oktober 2023 um 09:00
    Zitat von Kimba2001

    Du wirst natürlich von den erfahrenen Züchtern hier im Forum mehr erfahren können, wenn man die Namen von den Eltern wüßte.

    Wobei ich nicht weiß, wie das ist mit einem Rüden der im SV im Deckeinsatz ist.

    Ob der auch in anderen Vereinen decken darf :/

    Vor allem, wenn ich

    Zitat von Naturalfeeling

    DRH e.V.,

    google, find ich keine Info´s dazu :(

    Mich würde das stören

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    Ich habe Fotos der Ahnentafel der Mama, aber die darf ich wahrscheinlich hier nicht hochladen. Die Namen der Mama ist Rada vom deutschen Schäferhof und der Papa ist Eddy von den Almewiesen.

  • DDR Schäferhundwelpe - welche Papiere?

    • Naturalfeeling
    • 28. Oktober 2023 um 08:50
    Zitat von Kimba2001

    Du wirst natürlich von den erfahrenen Züchtern hier im Forum mehr erfahren können, wenn man die Namen von den Eltern wüßte.

    Wobei ich nicht weiß, wie das ist mit einem Rüden der im SV im Deckeinsatz ist.

    Ob der auch in anderen Vereinen decken darf :/

    Vor allem, wenn ich

    Zitat von Naturalfeeling

    DRH e.V.,

    google, find ich keine Info´s dazu :(

    Mich würde das stören

    Alles anzeigen
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  • DDR Schäferhundwelpe - welche Papiere?

    • Naturalfeeling
    • 28. Oktober 2023 um 08:33
    Zitat von Asmi

    Mein toller „DDR“-Hund hat übrigens auch supertolle Gelenke. War eben, als er knurrend diskutieren wollte, dass er jetzt NICHT vom Sofa geht, als ich ihn aufgefordert habe, nur völlig irrelevant.

    Was ich damit sagen will und auch GeierWally gesagt hat: selbst mit drei Jahren diskutiert er noch gelegentlich, ob er wirklich hören muss. Es hat zwar deutlich nachgelassen, aber ich will mir nicht ausmalen wie das wäre, wenn kleine Kinder hier rum rennen. Und er weiß, dass er bei mir damit nicht durch kommt

    Wie reagierst du denn in diesen Situationen genau? Wenn er dich nach Aufforderung anknurrt o.ä.?

  • DDR Schäferhundwelpe - welche Papiere?

    • Naturalfeeling
    • 27. Oktober 2023 um 23:27

    Danke für deine Antwort!

    Wir haben uns nicht aus gesundheitlichen Gründen für die DDR Linie entschieden sondern weil die Mama der Welpen sehr ruhig und entspannt ist und uns das Wesen dieser Hunde insgesamt als entspannter und ruhiger beschrieben wurde..

  • DDR Schäferhundwelpe - welche Papiere?

    • Naturalfeeling
    • 27. Oktober 2023 um 22:40

    Hallo ihr Lieben,

    Wir haben einen bestimmten Welpen von einem Züchter, der DDR Schäferhunde züchtet, im Auge. Er züchtet in einem Dissidenzverein. Genau genommen handelt es sich um den DRH e.V., in dem laut dem Züchter Mario Jessat (der für seine ostdeutschen Schäferhunde bekannt ist) der Vorstandsvorsitzende ist. Dieser Verein lässt beispielsweise nur HD freie Hunde zur Zucht zu, "noch zugelassen" ist da schon raus (laut Züchter). Die Ahnentafel der Mama (wurde vom NRCD ausgestellt, aber fast alle Vorfahren waren im VDH) und die Gesundheitsergebnisse haben wir gesehen. Der Papa ist im SV als Zuchtrüde im Einsatz. Es ist der erste Wurf des Züchters und er macht einen guten Eindruck. Die Zuchtstätte macht einen hochwertigen, liebevollen Eindruck.

    Da ich bisher immer nur Meinungen vom VDH/SV als seriösem Zuchtverein gehört habe, sind wir trotzdem verunsichert. Bisher ist mir nichts negatives aufgefallen. Gehen wir zu blauäugig da ran und übersehen etwas wichtiges?

    Ich würde mich über Meinungen und Tipps dazu freuen!

    Lieben Gruß,

    Naturalfeeling

  • Züchter-Aussagen DSH Leistungslinie

    • Naturalfeeling
    • 7. Oktober 2023 um 19:38
    Zitat von Ruebchen
    Zitat von Naturalfeeling

    (Ich dachte immer es ist gerade beim Schäferhund besonders wichtig dass er anfangs viele verschiedene Hunderassen/-größen kennen lernt?)

    Kennen lernen ist NICHT gleich spielen.


    Zitat von Naturalfeeling

    einen der relativ fit und agil ist

    Ich glaube ihr habt keine Vorstellung davon... in welchen Sphären sich die "Fitheit" und Agilität eines LZ DSHs bewegt. :S


    Zitat von Naturalfeeling

    Ich hab aber schon gelesen dass hier aus dem Forum da jemand schon Erfolg hatte, vielleicht könnt ihr mir ja nochmal einen Tipp geben?

    Zuchtziel – Zucht-Emmebach

    Schwarze, nicht übertypisierte Hochzucht x LZ.

    Da würd' ich euch eher sehen... und selbst das wird noch anstrengend in eurer Konstellation. 8o


    Zitat von Naturalfeeling

    Die Zeit dazwischen versuche ich zu korrigieren wann nötig und wenn ich mal gar nicht kann kommt die Kleine wenn sie Blödsinn macht in die Box oder in das mit Gitter abgetrennte Zimmer mit einer Beschäftigung (Kong mit Leckerlis oder sowas).

    Wann nötig? Es IST nötig. Jeden Tag ungefähr zwölfhundertdrölfzig Mal!

    Und wenn sie Blödsinn macht und du sie in die Box packst (die du dann WANN nochmal genau vorher positiv antrainiert hast? :/ ) und die dann da drin aber nicht den Kong haben will, sondern völlig eskaliert mit schreien, kratzen, Gitterstäbe beißen... was machst du dann?
    Oder wenn die in dem abgetrennten Zimmer statt deiner angebotenen Selbstbeschäftigung lieber die Tapete von der Wand frisst?

    Ich hatte selten bei einem "Anwärter" für nen LZ DSH so starkes Bauchweh wie bei dir/euch... tut mir leid.

    Alles anzeigen

    Vielen Dank für den Züchtertipp, habe schon mit der Züchterin telefoniert, allerdings wären da erst 2025 wieder Welpen frei :)

    Wir machen uns nochmal auf die Suche. .

  • Züchter HZ dunkle Farben

    • Naturalfeeling
    • 7. Oktober 2023 um 18:19

    Hallo nochmal an alle,

    Hat jemand eine oder mehrere Züchterempfehlungen für einen DSH aus der HZ in dunklen Farben? Gerne auch aus Österreich/Schweiz/Deutschland

    HZ/LZ Mischung ginge auch.. oder LZ aber familienfreundlicher/entspannter"? :)

    Lieben Gruß,

    Naturalfeeling

  • Züchter-Aussagen DSH Leistungslinie

    • Naturalfeeling
    • 7. Oktober 2023 um 11:09

    Naja, wir möchten einen Hund mit einem geraden Rücken (jaja, nicht mit Steinen werfen, uns gefällt dieser Urtyp einfach besser!), einen der relativ fit und agil ist und nicht auf Masse und Größe gezüchtet wurde. Vor allem aber auch die dunkleren Farben.. Also ich hab echt länger gesucht und keinen Hochzucht-Züchter gefunden, der auch dunkle Farben oder schwarze mit dabei hat. Ich hab aber schon gelesen dass hier aus dem Forum da jemand schon Erfolg hatte, vielleicht könnt ihr mir ja nochmal einen Tipp geben?

    Wir werden mit dem Hund wirklich "trainieren" morgens und abends. Also Zeit, wo der Hund mit uns alleine ist und die Kinder nichts dazwischenrufen oder dazwischenfunken. (Frühs bevor die Kids aufwachen und abends wenn sie ins Bett gebracht werden übernimmt einer jeweils Kinder und einer jeweils Hund alleine). Die Zeit dazwischen versuche ich zu korrigieren wann nötig und wenn ich mal gar nicht kann kommt die Kleine wenn sie Blödsinn macht in die Box oder in das mit Gitter abgetrennte Zimmer mit einer Beschäftigung (Kong mit Leckerlis oder sowas).

  • Züchter-Aussagen DSH Leistungslinie

    • Naturalfeeling
    • 7. Oktober 2023 um 10:16

    Er macht auch bestimme Tests mit den Welpen ab einer bestimmten Woche (beispielsweise setzt er einen Welpen irgendwo am Ende des Grundstücks aus, wo er noch nie war, geht weg und beobachtet den Welpen dann.

    Es gäbe drei Verhaltensweisen:

    1. Der Welpe bleibt ganz starr und steif stehen (nicht so nervenstark und selbstständig)

    2. Der Welpe guckt kurz und versucht dann seine Wurfgeschwister und/oder seine Mutter auf sich aufmerksam zu machen und um Hilfe zu "rufen"

    3. Der Welpe denkt sich "och, hier war ich noch nie, gucken wir mal was es hier so gibt" und fängt an rumzulaufen und zu schnüffeln (= Nervenstark, Selbstständig)

    Oder er wickele den Welpen in eine Decke ein und sehe dann was passiert (fängt er an zu winseln, ruf um Hilfe? oder versucht er sich zu befreien anstatt zu fiepen?)

    Er habe noch eine Hündin, 10 Wochen alt, die er eventuell für die Zucht selbst behalten wollte. Sie wäre eher selbstständig und selbstbewusst, nervenstark.

  • Züchter-Aussagen DSH Leistungslinie

    • Naturalfeeling
    • 7. Oktober 2023 um 10:03

    Hallo an alle,

    ich hatte gestern ein sehr langes Gespräch mit einem Züchter (2,5 Stunden), aus dem ich viel mitnehmen konnte.

    Im Groben hat er mir erzählt dass ich mit einem Schäferhund überhaupt nicht in die normale Hundeschule zu gehen brauche, weil die Leute dort mit solchen Hunden schnell an ihre Grenzen stoßen und sich nicht gut auskennen mit Gebrauchshunden. Deshalb von Anfang an in die Schäferhunde-Ortsgruppe hier vor Ort.

    Der Schäferhund hinterfrage manche Befehle oder Vorgehensweisen auch und im schlimmsten Fall kann es auch sein dass der Hund den Besitzer mal "stellt". In diesem Fall müsse man wissen, wie man richtig reagiert. Das "richtig" macht er situationsabhängig, dafür gäbe es keine Pauschalantwort. Er meint das käme bei seinen Hunden eher nicht vor, da sie "klar im Kopf" seien, aber er kann dafür auch keine Sicherheit geben. Er sucht immer und ausschließlich aus welcher Welpe zu welchem Hundeführer passt, auch bei Diensthundeführern etc. tut er das.

    Weiter erzählte er dass keine Welpenspielgruppen sinnvoll seien, da es kein Spiel unter Hunden gibt, sondern nur verschiedene Formen von Dominanzverhalten. Auch in einem Wurf suchen sich die stärkeren Geschwister andere Geschwister, die sie dominieren können und das ginge teils auch schon sehr rau zu.

    (Ich dachte immer es ist gerade beim Schäferhund besonders wichtig dass er anfangs viele verschiedene Hunderassen/-größen kennen lernt?)

    Er meinte auch dass der Hund dadurch kein Hund werden würde der ständig zu anderen Hunden etc. hinzieht, weil er das "Spiel" mit anderen Hunden eben auch nicht kennt.

    Er lernt seinen Hunden immer sich anderen Hunden und Menschen gegenüber neutral zu verhalten.

    Er meinte so einen Hund kann man nicht wirklich mit Leckerlis erziehen. Beispielhaft im Falle von Freilauf: Wenn da ein Hase vor ihm über den Weg hoppelt bringt ihn kein Leckerli dazu wieder zu mir zu kommen. Ich müsse "ein Reh" dabeihaben. Also etwas, was für ihn noch attraktiver ist als der Hase. Und für den Fall, dass ich mal kein "Reh" dabei hätte, müsse er trotzdem kommen und zwar weil er weiß, wenn er nicht kommt, ist es zappenduster. (Wie zappenduster aussieht meinte er ist ebenfalls situationsabhängig, viel Hilfestellung in dieser Hinsicht bekämen wir in der Schäferhunde-Ortsgruppe)

    Bei einem Schäferhund funktioniere nur eine autoritäre Erziehung. Natürlich müsse alles durch positive Verstärkung aufgebaut werden etc., aber eben auch im Falle des Falles müsse der Hund wissen dass, sollte er nicht das gewünschte ausführen, die nötige Härte an den Tag gelegt wird.

    Er hält viel von Boxtraining. Das sieht folgendermaßen aus: Er legt seinen Hunden immer wieder mal ein Stück Trockenfutter in die Box, sie gehen immer wieder rein, verknüpfen Futter mit der Box und somit mit etwas positivem. Irgendwann wird er selbst mal reingehen und nachsehen ob da Futter drin ist. Dann kann man in dafür belohnen. Dann steigert man in dem Mann mal die Türe schließt und ihn für kurze Zeit drinbleiben belohnt. Das steigert man von der Länge her. Und sollte der Hund Radau machen, wird er auch mal durch die Tür angeleint und es gibt einen Ruck gegen die Tür, damit er lernt, da drin ist Ruhe. Wenn er ruhig wird kann man ihn im Anschluss dafür belohnen.

    Er hält seine Hunde das ganze Jahr lang draußen (die meiste Zeit frei auf dem Grundstück oder auch im Zwinger) :S

    Er selbst sei Schutzhundausbildungshelfer, usw.

    Mich würde interessieren was ihr dazu sagt. Für mich haben sich viele Dinge schlüssig angehört, allerdings sind wir auch Neulinge im Bereich Gebrauchshunde.

    Er züchtet übrigens Schäferhunde der Leistungslinie.

    Lieben Gruß, Naturalfeeling

  • Wir wünschen uns einen Schäferhund (Familie mit 3 Kindern)

    • Naturalfeeling
    • 7. Oktober 2023 um 09:36

    Vielen Dank an alle, die nochmal geantwortet haben. Ich habe mir jede Antwort zu Herzen genommen und auch für uns abgewogen. Ich konnte viel aus euren Antworten mitnehmen! Wir werden den Schritt dennoch wagen und stellen uns mit ihr, sobald die Kleine da ist (was doch schon etwas früher als gedacht sein könnte) vor.

  • Wir wünschen uns einen Schäferhund (Familie mit 3 Kindern)

    • Naturalfeeling
    • 21. September 2023 um 13:28

    Hallo ihr Lieben und vielen Dank nochmal an alle für das nette Willkommen-heißen!

    Es waren wirklich wunderbar ehrliche und helfende Antworten dabei, das finde ich toll!

    Ich sage euch mal kurz was stand der Dinge ist nach einem langen Gespräch mit meinem Mann gestern Abend.

    Dass der Hund hauptsächlich an mir "hängen bleibt" ist mir von vornherein klar. Vielleicht sollte ich noch erwähnen dass ich bereits Erfahrung mit einem Welpen habe, wir haben unsere Münsterländer/Wolfshund-Hündin damals auch mit 8 Wochen geholt.

    Mein Mann geht nur Teilzeit arbeiten (5 Stunden am Tag + durchschnittlich 45 Min. Fahrtzeit). Ich bin ganz zuhause (mindestens noch 3 Jahre) und arbeite danach ebenfalls nur Teilzeit (max. 5 Stunden).

    Wir haben uns dazu entschlossen im Dezember, wenn alles passt und wir den richtigen Züchter etc. gefunden haben, einen Welpen zu holen. Mein Mann ist von Dezember bis ca. März/April zuhause (durch eine Fußfehlstellungskorrektur, die auch bei dem anderen Fuß letzten Winter gemacht wurde). Dadurch kann er immer auf die Kinder aufpassen, v.a. wenn ich mal kurz mit dem Welpen runter muss zum Pipi machen. Ich habe dann auch Zeit für kleine Sozialisierungsausflüge und um den Grundstein für eine gute Erziehung zu legen. Was wir von Tag 1 trainieren möchten ist die Beißhemmung, das ist uns ganz wichtig.

    Wir haben aktuell ein Wickelzimmer, in dem nur gewickelt und angezogen wird. Dort wird der Hund seine "Höhle" bekommen, sowie seinen Essensplatz. Bei diesem Zimmer bleibt die Tür zwar offen aber es ist durch ein Treppengitter abgesperrt, sodass man Hund und Kinder im Fall von Ruhe, Fressen, mal kurz nicht aufpassen können, trennen kann. So der Plan.

    Ich bin erstmal sehr dankbar für den Tipp mit der SV OG, ich hab gestern schon angerufen aber leider niemanden erreicht. Wenn es klappt würden wir dort mal vorbeischauen und uns alles ansehen und vielleicht erste Kontakte knüpfen.

    Sollte wirklich mal die Hütte brennen in Form von alle krank o.ä., hätten wir jemanden der Gassi gehen könnte, den der Hund auch ca. 2x die Woche sieht und kennt.

    Zu dem Thema mit eigene Zeit für den Hund, v.a. auch fürs Training: Da habt ihr absolut Recht. Wir haben die Lösung gefunden, in dem ich (in Erwachsenen Alter) eine Stunde morgens rausgehe, wenn mein Mann noch zuhause ist und die Kinder schlafen. Das ist für mich kein Problem, auch nicht bei Schnee und Kälte. Aber wir haben uns vorgenommen noch in ordentliche Kleidung zu investieren, mit der es auch im Matsch o.ä. Spaß macht.

    Nachmittags wäre es dann ein normaler Spaziergang im Wald o.ä., oder ein Ausflug mit dem Fahrrad.

    Abends dann nochmal eine kleine Runde

    1x die Woche SV / Hundeschule anfangs bekommen wir auch hin.

    Ihr könnt natürlich gerne nochmal schreiben was ihr von den Ergebnissen unseres gestrigen Gesprächs denkt, ob ihr noch irgendwas wichtiges anfügen möchtet oder ich etwas völlig unterschätze, ich bin für jede Sichtweise und Erfahrung, jeden Tipp und Ratschlag dankbar!

    Ich hätte allerdings noch ein paar Fragen:

    1. Wie gewöhne ich den Welpen von Anfang an an Ruhe, damit er nicht ständig auf Strom ist und später immer Aktion fordert (vielleicht habt ihr ja aus eigener Erfahrung Beispiele?)

    2. Reicht eine Stunde Exklusiv-Zeit mit dem Hund, in der auch geübt wird (er kommt natürlich auch mehr raus, aber ich rede jetzt vom üben alleine mit ihm)? Ich versuche natürlich auch zuhause korrigierend einzugreifen wenn etwas ist.

    3. Wir kommen aus dem südlichsten Bayern, genau genommen aus dem Chiemgau (LK Traunstein). Ich wäre natürlich auch interessiert, falls es jemanden hier vor Ort gibt, der Tipps oder Erfahrungen zu guten Züchtern, guten Hundeschulen, Erziehung o.ä. hat.

    4. Kann mir jemand einen Züchter empfehlen, der auf gesunde Zuchthunde mit "geradem Rücken" achtet? Bevorzugt Hochzucht oder vom Wesen her "entspanntere" Leistungszucht-Hunde. Uns gefallen die dunkleren Schäferhunde sehr, also nicht die typischen Kommissar-Rex-Farben.

    5. Reicht dieses 1x pro Woche im Verein mit Obedience o.ä. einem Gebrauchshund zum Glücklich-sein aus? (Zusätzlich zu allem was ich bisher genannt habe, wie es ungefähr bei uns ablaufen würde). Oder wie oft geht ihr mit euren Hunden dort hin?

    Vielen lieben Dank schonmal für eure Mühe!

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