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Naturalfeeling
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  • Letzte Aktivität: 18. August 2024 um 21:50
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Beiträge von Naturalfeeling

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 10. Juni 2024 um 16:53
    Zitat von Harz2024
    Zitat von Naturalfeeling
    Zitat von Harz2024

    bleib doch lieber beim Futter vom Züchter. Die paar Monate werden jetzt deinen Fußabdruck auch nicht gravierend verändern. Wenn die Welpen/ Junghundphase vorbei ist kannst du doch problemlos wechseln.

    Auch das Futter vom Züchter liegt nicht bei 1,7:1 - 2:1 Ca/P sondern bei 1,5 glaube ich

    Ich glaube du machst dir echt zu viele Gedanken. Es wird vermutlich mit fast jedem Welpenfutter ein gesunder Hund rauskommen.

    Vermutlich hast du Recht, ja.

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 10. Juni 2024 um 16:51
    Zitat von Wuesti

    Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber dein Welpe wächst "jetzt".

    Gerade bis die Hauptwachstumsphase abgeschlossen ist benötigt er die entsprechenden Stoffe im passenden Verhältnis.

    Waschbär hat dir ausführlich das benötigte Wissen an die Hand gegeben.

    Ich kann die ethischen Hintergründe, die dich bei der Futterfrage bewegen absolut nachvollziehen, aber du machst die Welt nicht schlechter, wenn du mal 6-7 Monate kein "Bio" fütterst ... zumal in "Bio" auch nicht immer annähernd so viel Bio steckt wie man es sich ethischen korrekterweise wünschen würde.

    Mir geht es nicht in erster Linie um Bio, sondern vor allem auch um die Freilandhaltung der Tiere. Das Futter, das wir ausprobieren möchten (Canisalpha) ist auch nicht biologisch.

    Was mich ein bisschen wundert ist dass ich bisher kein Futter mit guten Inhaltsstoffen gefunden habe, das ein Ca/P-Verhältnis mit 1,7:1 - 2:1 hatte. Auch Josera, wovon hier so viele schreiben, hat das Welpenfutter mit 1,3:1. Also entweder machen die Hersteller was falsch oder die Angabe ist nicht richtig?

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 10. Juni 2024 um 15:47
    Zitat von Harz2024

    bleib doch lieber beim Futter vom Züchter. Die paar Monate werden jetzt deinen Fußabdruck auch nicht gravierend verändern. Wenn die Welpen/ Junghundphase vorbei ist kannst du doch problemlos wechseln.

    Auch das Futter vom Züchter liegt nicht bei 1,7:1 - 2:1 Ca/P sondern bei 1,5 glaube ich

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 10. Juni 2024 um 08:41

    Vielleicht wäre eine Ergänzung mit Eierschalenmehl (https://www.barfers-wellfood.de/products/lunde…2JTNBMjAlM0EzMA) sinnvoll um von aktuell 1,3:1 auf 1,7:1 - 2:1 zu kommen.

    Nur weiß ich gerade nicht wie ich das dosieren bzw. genau berechnen soll. Hat da jemand eine Idee?

    Aktuell bekommt sie ja das Futter Bio Junior Geflügel von Defu mit 1,45 % Calcium, 1,1 % Phosphor (1,3:1), 250 g pro Tag.

    Und danach dann Canisalpha Fisch Spezial mit 1,3 % Calcium und 1 % Phosphor (1,3:1), 250 g pro Tag. Sollte das Eierschalenmehl beispielsweise zur Ergänzung mit Calcium passen, würden wir es so in etwa 1,5 Wochen zu füttern beginnen.

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 9. Juni 2024 um 19:50

    Sehr schade, dann werden wir Canisalpha erst nach der Wachstumsphase ausprobieren, hab echt länger gesucht :)

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 9. Juni 2024 um 19:49
    Zitat von Waschbär
    Zitat von Fiasko
    Zitat von Naturalfeeling

    Wir haben uns jetzt länger darüber Gedanken gemacht und einen guten Mittelweg gefunden, in dem wir unsere Wünsche und die Gesundheit und artgerechte Ernährung der Kleinen so gut es geht berücksichtigen. Canisalpha hat uns überzeugt, das werden wir füttern. Danke für alle Anregungen und auch die Kritik!

    klingt gut.... und nicht vegan :thumbup:

    Naja... Lediglich bei einer der Sorten = "Pur (Hühnchen)" liegt der Ca/P-Gehalt mit 1,55:1 am unteren Level dessen was in einem Futter während der Aufzuchtphase enthalten sein sollte. Empfohlen wird im Wachstum ein Ca/P-Verhältnis im Bereich von 1,5:1 bis 2:1. Wobei der Ca-Bedarf am Anfang der Wachstumsperiode höher ist und gegen Ende des Wachstums abnimmt. D.h. in der Hauptwachstumsphase ( = bis der Hund seine Endgröße weitgehend erreicht hat, beim DSH so im Alter von ca. 6 bis 8 Monaten) sollte ein Futter gegeben werden welches in Bezug auf das Ca/P-Verhältnis eher so bei 1,7:1 bis 2:1 liegt. Während das Ca/P-Verhältnis anschließend bis zum Ende des Wachstums eher so im Bereich von 1,5:1 bis 1,7:1 liegen kann (wobei ein höherer Ca-Gehalt vom Organismus im Wachstum toleriert wird; im Gegensatz zu einer Ca-Unterversorgung, weil dann das P die Ca-Aufnahme zusätzlich noch hemmt und sogar für einen Ca-Abbau in den Knochen sorgt).

    Erst bei erwachsenen Hunden liegt das optimale Ca/P-Verhältnis bei ca. 1,3:1. Und in dem Bereich liegen die anderen CanisAlpha-Sorten.

    Vielen Dank für den Hinweis! Das Futter, das sie im Moment bekommt (Defu Bio Hundefutter Junior Geflügel) liegt auch bei einem Calcium/Phosphor-Verhältnis von 1,3. Also nicht so ganz optimal? Hättest du denn eine Empfehlung für ein sehr hochwertiges Welpenfutter aus Freilandhaltung, eventuell auch biologisch?

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 8. Juni 2024 um 10:25
    Zitat von Waschbär
    Zitat von Naturalfeeling

    Hunde sind Omnivoren, d.h. Allesfresser. Sie haben ebenfalls Enzyme um pflanzliche Nahrung gut zu verstoffwechseln.

    Hunde gehören zur biologischen Ordnung der Raubtiere = Carnivora. Dadurch dass Haushunde ein paar wenige genetische Sequenzen mehr besitzen als der Wolf bezüglich der Verstoffwechselungsfähigkeit von Kohlenhydraten (wobei auch das noch mal rassebedingt verschieden ist) werden sie nicht zu Herbivoren. Die Basis ihrer Ernährung sollte aus tierischen Proteinen bestehen.

    Auch wenn es einige wenige Hunde gibt die mit einer (angeblich) veganen Ernährung relativ alt geworden sind bedeutet das nicht dass das verallgemeinert werden kann. Johannes Heesters hat 90 Jahre lang gequalmt wie ein Schlot und ist trotzdem 108 Jahre alt geworden. Trotzdem gehört Rauchen zu den größten Risikofaktoren für die Entstehung von Lungenkrebs und unzählige Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen des Rauchens.

    Auch finde ich an einem 10 oder 12 Jahre alten Berner Sennenhund nichts ungewöhnliches. Diese Rasse hat statistisch gesehen tatsächlich ein relativ niedriges Durchschnittsalter. Das liegt daran dass es bei ihr einige genetisch bedingte Erkrankungen gibt die frühzeitig zum Tod führen können, z.B. das sehr aggressive histiozytäre Sarkom. Betroffene Hunde sterben sehr früh und senken dadurch natürlich das durchschnittlich errechnete Lebensalter der Rasse. Aber die Hunde, die nicht betroffen sind, werden i.d.R: deutlich älter. Fast alle Berner Sennenhunde, die ich kannte, wurden 12 Jahre und älter. Und von denen wurde nicht einer vegan ernährt.

    Zu dem angeblichen Gesundheitsfaktor durch vegane Ernährung: Der Vater einer Kollegin von mir war Veganer (aus religiösen Gründen). Das war einer der kränkesten Menschen die ich kennen gelernt habe. Auch andere Mitglieder aus der Familie meiner Kollegin waren zeitlebens krank (und alle Veganer). Wenn vegane Ernährung bzw. der Verzicht auf Milch und Milchprodukte im Erwachsenenalter so dermaßen gesund sein soll, dann frage ich mich warum es in Indien so viele kranke Menschen gibt.

    Vor ein paar Jahren gab es an der Uni in Gießen eine interessante Vorlesung über die Entstehung der Haustierrassen und ihre Verbindung mit der Evolution des Menschen. Interessant ist dass sich der Gendefekt, durch den die meisten Europäer laktosetolerant sind, parallel zur Ausbreitung der Haltung von Hausrindern entwickelt hat. Weil dieser Gendefekt seinen Trägern, in Verbindung damit dass Milch und später auch Milchprodukte zur Verfügung standen, einen evolutionären Vorteil verschafft hat. Betroffene Menschen waren gesünder = überlebensfähiger und fruchtbarer gegenüber denen, die nicht an diesem Gendefekt "litten" bzw. denen keine Milch für ihre Ernährung zur Verfügung stand.

    Natürlich kann man sich entscheiden auf den Verzehr von Milch/Milchprdukten und Fleisch und/oder Fisch, Eier usw. zu verzichten. Aus welchem Grund auch immer. Völlig legitim. Das sollte aber jeder selbst entscheiden. Was für mich beinhaltet dass man weder Kindern noch Haustieren diese Ernährungsweise aufdrängt.

    Und sorry.... Wer sich einen Hund an schafft sollte als erwachsener Mensch schon vorher wissen dass dieser Ressourcen verbraucht. Ein Hund frisst, man verfährt für ihn Energie, für und durch ihn wird jede Menge Abfall produziert, er belastet durch seinen Urin die Umwelt (und wenn er mal krank ist ist dieser Urin oft noch mit Medikamentenrückständen belastet) usw. Und ja, man weiß er frisst tote Tiere... Sich erst nach dem Kauf eines Hundes (wie lange hast Du den Hund jetzt?) über so etwas Gedanken zu machen und dann die Welt dadurch retten zu wollen diesen Hund dann nicht artgerecht zu ernähren halte ich für ganz schön blauäugig und unüberlegt.

    Alles anzeigen

    Vegan ernähren ist nicht gleich vegan ernähren ;) Genau wie Barfen nicht gleich barfen ist. Bei beiden Ernährungsweisen kann äußerst viel falsch gemacht werden. Trotzdem danke für deine Antwort!

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 8. Juni 2024 um 10:22

    Wir haben uns jetzt länger darüber Gedanken gemacht und einen guten Mittelweg gefunden, in dem wir unsere Wünsche und die Gesundheit und artgerechte Ernährung der Kleinen so gut es geht berücksichtigen. Canisalpha hat uns überzeugt, das werden wir füttern. Danke für alle Anregungen und auch die Kritik!

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 31. Mai 2024 um 16:34
    Zitat von N'Joy
    Zitat von Naturalfeeling
    Zitat von Kathy
    Zitat von Naturalfeeling
    Zitat von Kathy

    i

    Eure Anregungen oder Denkanstöße basieren auf den wenigen Fakten, die ich geschrieben habe. Aber nur wir sind in der Lage eine gute Entscheidung für unser Leben zu treffen, unter Einbeziehung aller Aspekte die euch völlig unbekannt sind

    Worauf möchtest du mit dieser Aussage hinaus? Ich hab dir beispielsweise die Idee gegeben BEIDES anzubieten. Mich würde deine Meinung dazu interessieren!

    Des Weiteren lauten deine Argumente ja zB dass normales Futter qualitativ schlecht sei. Wieso vergleichst du die vegane Ernährung fairerweise nicht mit einer qualitativ hochwertigen normalen fleischhaltigen Ernährung oder suchst du eigentlich nur Argumente, die dich in deiner Idee bekräftigen?

    Beides anzubieten ist eine Option, die durchaus denkbar ist. Eine richtig fleischbasierte Ernährung käme für uns nur in Frage wo eben diese Aspekte wie Massentierhaltung und derlei Dinge nicht gegeben sind. Das steht auch noch zur Diskussion, wir informieren uns ebenfalls in diese Richtung.

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 31. Mai 2024 um 14:22
    Zitat von Kathy
    Zitat von Naturalfeeling
    Zitat von Kathy

    Wenn du keine billigen Füllstoffe oder sonstige Unerwünschten Zutaten im Hundefutter haben willst, füttere Fleisch. Dann kannst du deine Zusatzstoffe selbst auswählen.

    Zitat von Naturalfeeling

    Der Hund war ja schon da als das Gespräch stattgefunden hat, also ist "dann schaffe ich mir keinen Hund an" schonmal hinfällig ;)

    In dem Fall ist dann die Überlegung den Hund wieder abzugeben eine Alternative.

    Zum Rest bemühe ich mich nicht zu sagen.

    Der Kommentar mit dem Hund abgeben ist ja völlig daneben. Vor allem wenn man sich als Halter umfassend informiert und das Beste für den Hund unter Einbeziehung vieler verschiedener Aspekte möchte. Das ist mehr als man von einigen Hundehaltern behaupten kann.

    Überlegen ob man einen Fleischfresser Vegan ernähren soll oder nicht, ist nicht umfassend Informieren, da ist schon eine der wichtigsten Informationen verloren gengangen.

    Oder halt einfach übergangen worden, so wie viele andere Anregungen die nicht ins eigene Bild passen (siehe auch ältere Beiträge).

    Alles anzeigen

    Anregungen zu bekommen, darüber nachzudenken, sie vielleicht teilweise mit in die Entscheidung einfließen zu lassen ist das Eine, wie das Resultat letztlich aussiehst etwas völlig anderes.

    Eure Anregungen oder Denkanstöße basieren auf den wenigen Fakten, die ich geschrieben habe. Aber nur wir sind in der Lage eine gute Entscheidung für unser Leben zu treffen, unter Einbeziehung aller Aspekte die euch völlig unbekannt sind.

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 31. Mai 2024 um 14:11
    Zitat von KleineMama

    Ich lebe in erster Linie aus Gründen des Tierwohls selbst vegan.

    Ich kann mich aber nicht auf meine Tierliebe und auf Tierwohl berufen, wenn ich meine eigenen Tiere nicht artgerecht ernähre.

    Und ja, der Hund ist ernährungstechnisch nach 15.000-39.000 Jahren (die Forscher sind sich sehr uneins) Domestizierung kein Wolf mehr. Trotzdem braucht er Fleisch.

    Ich persönlich habe schon ein schlechtes Gewissen, dass ich dem Hund Trockenfutter vorsetze und dem Kater Futter aus ner Tüte.

    Leider war barfen trotz Begleitung durch eine Ernährungsberaterin bei uns eine Katastrophe (Kobold verträgt einfach keine frischen Innereien, egal von welchem Tier). Sonst wäre ich dabei geblieben.

    Und auch bei Trockenfutter habe ich die Möglichkeit Futter in Bio-Qualität zu besorgen, wenn ich hier wert darauf lege.

    Aber einen Hund oder gar eine Katze vegan zu ernähren hat mal so gar nichts mit Tierliebe zu tun, weil es einfach nicht den Bedürfnissen meines Tieres entspricht.

    Edit: Auch meine Kinder leben nicht vegan, da auch der Mensch - insbesondere im Wachstum - auf tierisches Eiweiß angewiesen ist. Ich habe hier das "Glück", dass die Kinder in der Tagesbetreuung und auch wenn sie beim Vater sind "ganz normal" essen, so dass ich zu Hause bedenkenlos vegan kochen und einkaufen kann. Wäre dem nicht so und sie würden ausschließlich bei mir essen, würde ich ihnen Fleisch und Milchprodukte geben.

    So wie ich mich eben auch darum kümmere, dass mein Hund und mein Kater ihr "Fleisch" (in Anführungszeichen wegen der Darreichungsform) bekommen.

    Alles anzeigen

    Vielen Dank für deine Antwort. Ich kann das gut nachvollziehen.

    Ich habe nicht gesagt dass ich sie letztlich vegan ernähren werde. Ich mache mir gerade Gedanken darüber. Wie Ihre Ernährung letztlich aussehen wird, wird die Zeit zeigen.

    Danke für die Antworten, auch an Alle anderen. Zum Glück kann ich mit Kritik gut umgehen und mir letzten Endes meine eigene Meinung bilden.

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 30. Mai 2024 um 23:36
    Zitat von Boss

    Nochmal, du entscheidest FÜR DICH, was du essen möchtest. Der Hund MUSS das zu sich nehmen, was du ihm vorsetzt.

    Die Natur hat entschieden, Hunde sind Fleischfresser und deshalb sind Zähne, Magen, Darm, sämtliche Enzyme etc auf Fleischnahrung ausgelegt. Warum muss der Hund aufgrund deiner Weltanschauung nun zum Veganer werden? Das hat die Natur so auch nicht vorgesehen.

    Man kann sich alles schön reden wenn man will und sich zu seiner Meinung passende Argumente suchen. Das heisst noch lange nicht, dass sie richtig sind.

    Von wenigen angeblichen Erfahrungswerten davon auszugehen, dass der Hund eine längere Lebenserwartung hat, ist eine steile These.

    Hunde sind Omnivoren, d.h. Allesfresser. Sie haben ebenfalls Enzyme um pflanzliche Nahrung gut zu verstoffwechseln.

    Und die Ernährung des Hundes muss nicht nur für unseren Hund passen. Da spielen die "Nutztiere", die Auswirkungen auf unsere Umwelt und viele Faktoren mehr mit rein.

    Ich gehe nicht automatisch davon aus dass eine vegane Ernährungsweise beim Hund zur Lebensverlängerung führt. Aber ich mache mir Gedanken über die Fälle, von denen ich selbst weiß, wo die Ernährung eine Rolle spielen könnte.

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 30. Mai 2024 um 23:23
    Zitat von Kathy

    Wenn du keine billigen Füllstoffe oder sonstige Unerwünschten Zutaten im Hundefutter haben willst, füttere Fleisch. Dann kannst du deine Zusatzstoffe selbst auswählen.

    Zitat von Naturalfeeling

    Der Hund war ja schon da als das Gespräch stattgefunden hat, also ist "dann schaffe ich mir keinen Hund an" schonmal hinfällig ;)

    In dem Fall ist dann die Überlegung den Hund wieder abzugeben eine Alternative.

    Zum Rest bemühe ich mich nicht zu sagen.

    Der Kommentar mit dem Hund abgeben ist ja völlig daneben. Vor allem wenn man sich als Halter umfassend informiert und das Beste für den Hund unter Einbeziehung vieler verschiedener Aspekte möchte. Das ist mehr als man von einigen Hundehaltern behaupten kann.

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 30. Mai 2024 um 20:52
    Zitat von Waschbär

    Nunja, meine Meinung ist diese: Möchte ich meinem Hund kein Fleisch verfüttern, dann schaffe ich mir keinen Hund an... Ich ernähre ja z.B. ein Kanichen auch nicht mit Fleisch...

    Es stimmt zwar dass Hunde Kohlenhydrate besser verstoffwechseln können als Wölfe (wobei das aber auch noch mal rassebedingt ist; z.B. Abkömmlinge nordischer Schlittenhundrassen vertragen eine kohlenhydratreiche Nahrung deutlich weniger gut als z.B. Hütehundrassen). Trotzdem bleibt die Basis der Ernährung nun mal Fleisch, Innereien und Knochen. ABER prinzipiell kommt jeder Hund ernährungstechnisch gut mit dem natürlichen Nahrungsspektrum von Wölfen gut zurecht. Und nicht selten deutlich besser als mit vielen kohlenhydratüberladenen Fertigfuttermitteln. Z.B. für Hunde die an Arthrose leiden oder Tumorerkankungen ist eigentlich nichts besser als ein ausgewogene Rohfütterung ohne Kohlenhydratquellen.

    Mir ist auch keine wirklich seriöse Studie bekannt zur veganen Ernährung von Hunden. Eine solche müsste ja über viele Jahre laufen mit sehr vielen Hunden verschiedener Rassen, damit man einen Vergleich hätte zwischen Hunden der einzelnen Rassen, die von Welpe an vegan aufgezogen wurden vs. Hunden, die von Welpe an fleischbasiert ernährt wurden. Und nicht nur das, man müsste die Gruppen noch einmal unterteilen in "normale Haushunde" und "Arbeitshunde", die unterschiedliche Leistungen erbringen müssen.

    Ich bin auch immer skeptisch über Angaben zum Alter und zur Ernährung einzelner Hunde. Mal ganz ehrlich: Wem war denn vor 27 Jahren "vegan" ein Begriff? Und hat da schon seinen Hund strikt vegan ernährt? Die Ernährung von Hütehunden auf den Höfen war traditionell schon immer eher kohlenhydratlastig. Aber vegan wurden die Hunde trotzdem nicht ernährt. Auch wenn sie Fleisch meist eher nur an Schlachttagen und kurz danach bekamen, so landeten doch oft z.B. "Windeier" im Hundenapf, das Milchwasser nach dem Ausspühlen von Milchkannen & Co., die Hunde haben in der Umgebung des Hofes manchmal die Eier von Hühnern oder Vögeln gefunden, so manches Nagetier von der Maus bis zum Kaninchen erlegt usw. "Vegan" ist anders...

    Einen Welpen einer größeren Rasse, bei der Skeletterkrankungen wie HD und ED auftreten können, vegan aufzuziehen halte ich für gewagt. Würde man als gewerblicher Tierhalter Welpen vegan ernähren wollen müsste man dafür vermutlich einen genehmigungspflichtigen Tierversuchsantrag an das zuständige Regierungspräsidium stellen, der sehr gut begründet sein müsste. Ich würde diesbezüglich mit meinem Tier keine Experimente machen wollen.

    Der Hund war ja schon da als das Gespräch stattgefunden hat, also ist "dann schaffe ich mir keinen Hund an" schonmal hinfällig ;)

    Ich bin eigentlich deiner Meinung. Aber selbst wenn die Hunde damals auch nur sehr fleischreduziert ernährt wurden, warum wurden sie dann so alt? So schädlich kann es ja dann nicht sein. Das wundert mich eben. Und vor allem bei dem Berner Sennenhund, der jetzt schon 10 Jahre alt ist, wundert es mich auch. Laut Tierhalter wurde er von Klein an vegan ernährt :/ ... Wie kommt es dass er für einen Berner Sennenhund ein ziemlich hohes Alter erreicht hat, wo viele nicht einmal ihren 8. Geburtstag erleben? Das macht mich stutzig. Und dann eben noch vegan.

    Meine Überlegung war dass eine auf den Hund zugeschnittene, vegane Ernährung vielleicht im Resultat gesehen gesünder ist als das Futter das die meisten Hunde heutzutage bekommen, bestehend aus minderwertigen Zutaten wie Getreide als billigem Füllstoff (oft noch belastet mit Fungiziden, Gentechnik, etc.), Zucker als Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel, Schlachtabfällen, etc. Anders kann ich mir vor allem die verlängerte Lebensdauer und die Fitness beispielsweise jetzt bei den zwei Hunden aus ihrer Praxis nicht erklären. Sicherlich spielen da mehrere Faktoren mit rein, wobei die Ernährung durchaus einen großen Anteil der Gesundheit ausmacht. "Du bist was du isst", so nach dem Motto.

    Ich denke auch, dass das natürlichste (und vielleicht auch noch gesündere?) für den Hund die eigene Nahrungsbeschaffung im Sinne von freier Jagd ist. Nur ist das heutzutage kaum mehr möglich und auch nur sehr selten gewollt. Da hat man dann logischerweise den Fall von Massentierhaltung und all den Problemen, die der Mensch durch seine Profitgier verursacht hat, nicht. Das war sicherlich von der Natur nicht so gedacht :/

    Wie beispielsweise auch das Trinken von Kuhmilch. Wie der Name schon sagt - Milch von einer Kuh für ihr Kalb, das einmal 600 kg wiegen soll. Nicht für einen Menschen mit 80 kg gedacht. Genau wie Muttermilch von einer Frau für ihr Baby bestimmt ist.

    Trotzdem möchte uns die Nahrungs-, und Säuglingsernährungsindustrie glauben machen, dass das etwas ganz essentielles für unsere Gesundheit ist. Von der Natur sicherlicht nicht für uns vorgesehen.

    Man bedenke mal wie krank unsere Gesellschaft eigentlich geworden ist. Wer würde denn einer Mutter nach der Geburt das Baby wegnehmen, sie an Milchzapfmaschinen anschließen, die Milch verkaufen und das Baby zur Schlachtung für die Produktion von Babyfleisch geben? Nichts anderes tut die Milch- und daraus resultierende Kalbfleischindustrie ja. Das ist vollkommen irre und die Leute machen sich keine Gedanken darüber. Für sie ist das normal. Man hat schon immer Milch, Joghurt, Sahne gegessen. Gehört dazu.

  • Welches Futter für Welpen?

    • Naturalfeeling
    • 30. Mai 2024 um 16:20
    Zitat von Waschbär

    Ich meine Du hast geschrieben dass Dein Welpe 9 Wochen alt ist. Folglich ist er gerade erst bei Dir eingezogen. Vermutlich fütterst Du einfach nur eine zu große Menge.

    Es ist völlig normal dass Welpen im neuen Zuhause oft "futtermäkelig" werden, auch wenn sie exakt die selbe Menge Futter erhalten die sie beim Züchter gefressen haben. Ich schreibe meinen Welpenkäufern immer genau auf welche Futtermengen ich in der Woche vor der Abgabe verfüttert habe. Weise aber darauf hin dass im neuen Zuhause a) der Futterneid beim Fressen fehlt, der dadurch im Welpenrudel entsteht dass Futter, welches nicht sofort gefressen wird, anschließend nicht mehr zur Verfügung steht weil es die anderen Welpen vertiglt haben. b) Fressen Welpen nicht zu jeder Mahlzeit gleich viel. Alle Welpen erhalten zusammen eine bestimmte Menge. Und der eine ergattert mehr, der andere weniger. Bei der nächsten Mahlzeit sind dann die Welpen, die sich bei der vorherigen den Bauch so richtig voll geschlagen haben, diejenigen, die nicht völlig ausgehungert sind. Während die, die bei letzten mal weniger gefressen haben, die Hungrigsten sind und sich demzufolge den Bauch voller hauen als die anderen. Auch haben Welpen manchmal Präferrenzen, was die Uhrzeit an geht. Es kann durchaus sein dass ein Welpe prinzipiell oder zumindest zweitweise z.B. morgens weniger Hunger hat als abens. Und c) kommt noch hinzu dass das neue Umfeld extrem spannend ist, und ein Welpe dadurch schnell vom Futter abgelenkt sein kann wenn er nie wirklich richtig hungrig ist (da er bei mehrmaliger Fütterung immer satt vom Futternapf weg geht und sich in den wenigen Stunden bis zur nächsten Mahlzeit gar kein richtiges Hungergefühl einstellen kann).

    Aus diesen Gründen teile ich meinen Welpenkäufern die durchschnittlichen Futtermengen mit, die die Welpen bei mir vor der Abgabe erhalten haben. Weise aber ausdrücklich darauf hin dass ich für die ersten Tage im neuen Zuhause empfehle die Futtermenge erst einmal um 20 bis 25% zu reduzieren. Und die Anzahl der Fütterungen von (bei mir) fünf auf drei zu reduzieren. Stellt sich heraus dass ein Welpe trotzdem zu mäkeln beginnt empfehle ich erst einmal eine Mahlzeit komplett ausfallen zu lassen und bei der nächsten oder sogar bei den beiden nächsten nur 50% anzubieten. Und erst mal nur zwei Mahlzeiten pro Tag anzubieten. Wird das dann gut gefressen gibt es anschließend 75% der bisherigen Portionsgröße. Wenn auffällig wird dass ein Welpe z.B. morgens mäkelig ist, aber abends gut frisst, dann empfehle ich mal 2 bis 3 Tage lang nur abends zu füttern. Auch Hunde haben so etwas wie einen Biorhythmus und es ist immer besser diesen mit zu berücksichtigen als einfach nur nach Schema F zu füttern. Auch bei Kindern gibt es manchmal welche in die man einfach kein Frühstück hinein bekommt. Zwingt man es ihnen auf kann das im schlimmsten Fall dazu führen dass ihnen davon schlecht wird und ihnen deswegen dann auch vor der nächsten Mahlzeit graut. Damit wird oft der Grundstein für eine lebenslange Ernährungsstörung gelegt.

    Das ist bei Welpen genau das gleiche. Auch die können sich vor dem vollen Napf zu ekeln beginnen. Das Futtersorten-Hopping, welches dann i.d.R. durch die Welpenkäufer betrieben wird, kaschiert das Problem aber meist immer nur für wenige Tage. Während die Grundproblematik ( = zu viel angebotenes Futter, und das oft noch in Verbindung mit zu vielen Mahlzeiten oder zu den falschen Uhrzeiten) bestehen bleibt. Ich kenne etliche Fälle in denen irgendwann Futtersäcke von 5 oder 6 verschiedenen herstellern im Haushalt herum gestanden und irgendwann verschenkt worden sind.

    So wie ich das gelesen habe bietest Du zusätzlich zum Trockenfutter auch noch Dosenfutter an? Da wird das Trockenfutter bei Welpen, die "selektiv" fressen, oft nicht mehr angenommen... Meine Mutter hätte in so einem Fall gesagt "Wenn die Mäus' satt sind schmeckt's Mehl bitter". Wenn Du mir einen Teller mit Grüner Bohnensuppe hinstellen würdest oder mit Griesbrei, und ich bin nicht extrem ausgehungert, da würde ich auch keinen Löffel voll von anrühren, vor allem wenn ich wüsste dass Du mir in 4 bis 6 Stunden wieder etwas enbieten wirst, was mir vielleicht sogar besser schmeckt. Und habe ich nicht so viel Hunger dass ich eine trockene Scheibe Brot essen möchte, und Du schmierst mir da dann Leberwurst drauf, was denkst Du werde ich bei der nächsten angebotenen "nackigen" Stulle machen? (Welpen saugen diesbezügliche Lernerfahrungen auf wie ein Schwamm...)

    Oft fressen die Welpen eine andere Futtersorte tatsächlich ANFANGS etwas besser, einfach weil es etwas Neues ist. Aber das relativiert sich meist sehr schnell ( = innerhalb weniger Tage) wenn man nicht an den tatsächlichen Ursachen für die Futtermäkelei arbeitet. Ich würde das Dosenfutter für die nächste Zeit strikt weg lassen. Zudem sollte man das gewohnte Futter im neuen Zuhause des Welpen erst einmal nicht wechsejn, weil der Wechsel in ein anderes Umfeld und zu neuen Bezugspersonen das Immunsystem eh schon relativ stark beschäftigt. Gleichzeitig noch die Zusammensetzung der Darmflora zu stören ist keine gute Idee. Deswegen würde ich an Deiner Stelle erst noch mal was von der bisherigen Futtersorte kaufen. Die gibt es ja auch im 5 kg Pack.

    Zudem solltest Du mit dem Züchter über das Problem sprechen und sagen dass Du durch den Wechsel auf eine andere Sorte den dadurch entstehendes "Pushing"-Effekt nutzen möchtest (der dadurch entsteht dass die Sorte neu und dadurch interessanter ist). Bei Reduzierung der Portionsgrößen in den ersten 2 bis 3 Tagen (und/oder Reduzierung der Anzahl der Mahlzeiten), damit sich beim Welpen erst einmal wieder ein wirkliches Hungergefühl einstellen kann. Und der Welpe nach dem Füttern nicht pappsatt vom Futternapf weg geht, sondern gerne noch einen Nachschlag vertragen könnte.

    Der Züchter wird Dir dann eine seiner anderen Sorten empfehlen können. Z.B. hat er eine kaltgepresste Sorte, deren Zusammensetzung sich gut liest. Ist für eine langfristige Fütterung vielleicht ein bissel wenig Fett drin, aber das kann man mittelfristig durch Zugabe eines Löffelchen eines guten Futteröles problemlos ausgleichen (z.B. "Grow up" von Allcont, das einzige Futteröl das ich kenne dessen Zusammensetzung speziell auf den Bedarf von Welpen abgestimmt ist; und in dem Zusammenhang könnte man dort auch direkt noch Kollagenhydrolysat, Ziegenmilchpulver und Hagebuttenmehl mit bestellen, welches zusammen eine der besten Futtermittelergänzungen ergibt für die Skelettentwicklung von Welpen/Junghunden größerer Rassen).

    Anfangs würde ich aber erst einmal alle Zusätze weg lassen bis der Welpe wieder vernünftig frisst. Denn diese Prägung auf eine vernünftige Futteraufnahme ist wichtig für das ganze Hundeleben. Das erfordert ggf. mehrere Wochen Durchhaltevermögen (manchmal reichen aber auch nur ein paar Tage, je nachdem wie stark sich ein entsprechendes Verhalten bereits eingeprägt hat) und die Erkenntnis dass ein Welpe nicht stirbt wenn er mal 12 bis 24 Stunden lang nichts frisst. Die Futtermittelindustrie gaukelt einem ja gerne vor dass es lebensnotwendig ist dass Welpen mehrmals am Tag eine ganz genau berechnete Menge eines speziellen Welpenfutters benötigt. Und winzige Abweichungen davon bereits zu schweren Gesundheitsstörungen führen können.

    Fakt ist aber nun mal dass Wolfswelpen keineswegs mehrmals täglich genau abgewogene Mengen an optimal zusammen gestellten Mahlzeiten erhalten, sondern ihre Fütterung einzig und allein vom Jagderfolg des Rudels abhängt. Da kann es Tage geben in denen die Welpen tasächlich dreimal am Tag Futter erhalten. Oder zweimal. Manchmal auch nur einmal und an manchen Tagen (oder gar mehr) sogar gar nichts. Mutter Natur hat es deswegen so eingerichtet dass Welpen zugeführte Nahrung zu allererst einmal in Wachstum umsetzen, um Tage ausgleichen zu können an denen sie nur wenig oder gar keine Nahrung erhalten. Weswegen Welpen keinen "Speck" ansetzen solange alle Stoffwechselvorgänge, die auf Wachstum ausgerichtet sind, noch nicht "befriedigt" sind. Nicht umsonst sagt man "Welpen wachsen beim Schlafen", und wenn man das diesbezügliche Verhalten von Welpen im Welpenrudel beobachtet (nach dem (Voll)Fressen kommt erst noch mal eine Phase erhöhter Aktivität, und anschließend fallen sie alle ins Schlaf-Koma) wundert man sich nicht mehr woher diese Redewendung stammt.

    Für unsere Haushundwelpen ab Mittelgröße aufwärts ist es übrigens nicht selten fatal dass Mutter Natur es eingerichtet hat zugeführte Nahrung vorrangig in Wachstum umzusetzen. Denn dadurch können selbst Welpen, die (noch) nicht sichtbar "Speck" angesetzt haben, zu schnell wachsen. Dadurch dass so viel Energie zugefügt wird dass die Wachstumsrate alles her gibt was zum jeweiligen Zeitpunkt möglich ist, aber knapp unter der Menge dass Fettdepots aufgebaut werden. Ein volles Ausschöpfen der Wachstumsrate führt aber dazu dass die genetisch vorgegebene Endgröße frühstmöglichst erreicht wird. Und oft auch mit sog. Wachstumsschüben zusammen hängt. Beides Faktoren die das Entstehen von Skeletterkrankungen wie z.B. HD begünstigen können, oder auch juvenilen Erkrankungen wie z.B. Panostitis (ungangssprachlich auch Wachstumsstörungen genannt).

    Unter'm Strich soll das alles jetzt heißen:

    1.) Du musst JETZT daran arbeiten dass Dein Welpe zu einem natürlichen Fressverhalten (zurück) findet (welches er im Welpenrudel wahrscheinlich gehabt hat).

    2.) Der Wechsel zu einer anderen Futtersorte (die durchaus vom selben Hersteller sein kann wie die, die der Welpe bisher gefressen hat) KANN bei diesem Prozess helfen. Aber wenn nicht an der Grundproblematik, durch die diese Futtermäkelei entstanden ist, gearbeitet wird nützt ein "Futtersorten-Hopping" i.d.R. immer nur für wenige Tage etwas. Remember: JETZT befindet sich Dein Welpe in den wichtigsten Prägephasen seines Lebens. Innerhalb weniger Wochen und Monat schließen sich aber nach und nach die Türen um grundlegend etwas an diesbezüglichen Verhaltensweisen ändern zu können.

    3.) Man muss keine Angst davor haben seinem Welpen zu schaden nur weil man einem solchen Suppenkasper z.B. mal 12 bis 24 Stunden nix zu Futtern anbietet. Oder man ihn ein paar Tage lang nur 1 x pro Tag füttert. Genau das ist bei Wolfswelpen völlig normal und der Organismus der Welpen ist in der Lage das aufzugleichen.

    Ich hatte z.B. mal einen Welpen der, nachdem die Geschwister alle ausgezogen waren, ca. eine Woche lang nur Abends gefressen hat. Nachdem er zwei Tage lang morgens gemäkelt hat habe ich ihm abends 80% seiner Tagesportion angeboten, die er dann zügig restlos verputzt hat. (Wurde ihm morgens Futter angeboten hat er darin etwas herum geschnuddelt und auch ein wenig davon gefressen, hatte dann aber abends ebenfalls nicht zügig gefressen.) Anschließend habe ich ihm dann erst einmal morgens 1/4 der Tagesration gegeben und abends 3/4. Und später habe ich die Tagesration dann auf morgens 1/3 und abends 2/3 aufgeteilt und am Nachmittag noch eine Zwischenmalhlzeit gegeben bestehend aus Ziegenmilch, Kollagenhydrolysat und Hagebutte oder geriebenem Apfel. Der Zwerg hat sich zu einem kapitalen und kerngesunden Rüden an der oberen Größengrenze entwickelt. Und war zeitlebens ein guter Fresser, bei dem man auch in der Ausbildung über Futter sehr viel erreichen konnte.

    Mein schwierigster Fall diesbezüglich war meine Spitzhündin. Die hatte der Züchter ohne Mutter aufgezogen und deswegen stand dort ab der 4./5. Lebenswoche der Welpen neben Trocken- überall auch Dosenfutter u.ä. herum, an dem die Welpen jederzeit nach Belieben "schnuddeln" konnten. Mit dem Ergebnis dass sie nie wirklich größere Portionen gefressen haben, nie den Unterschied zwischen einem vollen und einem leeren Magen kannten und somit gar kein Hungergefühl entwickeln konnten. Dieser Welpe kam im Alter von 10 Wochen deutlich untergewichtig bei mir an und es war ein "Kampf" von über 4 Wochen bis das vom Züchter gewohnte Trockenfutter in der von mir angeboteten Menge aus dem Napf aufgefressen wurde. Die Sorte gewechselt habe ich erst nach vielen Monaten, denn auf Kostengründen kaufe ich Säcke mit mind. 15 kg Inhalt, und das reicht bei einem 4 kg-Welpen, der auch noch mäkelig ist, dann entsprechend lange... 8) Heute ist diese Hündin übrigens ein extrem guter Fresser, bei der man in der Ausbildung über Futter ganz viel erreichen kann. Während viele andere Expemlare dieser Rasse, sobald für sie ein bisschen Stress ins Spiel kommt, über Futter gar nicht zu bestätigen sind.

    Ich muss zugeben, in dieser Hinsicht konsequent zu bleiben fordert einem Welpenhalter einiges ab. Es kann schon zermürbend sein mehrere Tage hintereinander vor einem Welpen zu stehen der ("gefühlt") "nichts" frisst, und trotzdem konsequent zu bleiben. Und man hat immer Angst seinem Welpen durch weiterem "Entzug" der Nahrung schaden zu können. Letztendlich ist es aber kein "Entzug" wenn man dem Welpen einen gefüllten Napf hinstellt und der nach kurzem Überlegen oder kurzem darin herum Schnuddeln vom Napf weg geht. Dann hat er seine Chanche gehabt, der Napf kommt weg, und die nächste Chance auf Nahrungsaufnahme gibt es frühstens in 12 Stunden wieder. Nutzt er die dann nicht innerhalb von wenigen Minuten verfährt man genau so.

    Erstaunlich ist dass Welpen, die derartige Spielchen betreiben, manchmal genau so zunehmen wie ihre Wurfgeschwister. Ich hatte eine Welpenkäuferin die exakt dieses von mir beschriebene "Futtersorten-Hopping" betrieben hat. Die hatte innerhalb kürzester Zeit glaub fast das komplette hochpreisigere Fressnapf-Sortiment im Keller stehen um alle 2 bis 3 Tage die Sorte wechseln zu können damit der Welpe "überhaupt ein bisschen was" frisst. Der Ehemann sagte mir irgendwann am Telefon dass er trotzdem schon mehrfach losgeschickt worden sei um beim örtlichen Metzger das feinste Rinderhack zu kaufen, weil dieses das einzigste war was "Madame" noch geruht hat zügig aufzufressen (Discounter-Hack hatte sie ebenfalls verweigert ^^ ). Allerdings nur ohne jegliche Zusätze wie Knochenmehl, Mineralstoffpulver o.ä. War auch nur ein Fitzelchen irgend eines Futtermittelzusatzes ins Hackfleisch gemischt blieb auch dieses unangerührt. Interessanterweise war der Gewichtsverlauf dieser kleinen Hündin aber exakt der selbe wie der von ihrer Wurfschwester, die ich behalten hatte, und die hat gefressen wie ein Scheunendrescher. Die beiden Schwestern lagen bei der Wurfabnahme 500 g von Gewicht her auseinander, und dieser Gewichtsunterschied blieb fast kontinuierlich bis zum 6. Lebensmonat so bestehen (später war die andere Hündin sogar schwerer als meine). Obwohl die Hündin meiner Welpenkäuferin angeblich "kaum was gefressen" hat und sie große Angst vor Schäden in der Skelettentwicklung hatte. Soll heißen: Die Wahrnehmung, ob ein Welpe "genug" frisst, kann individuell sehr beeinträchtigt sein, auch und gerade wenn man sich an (willkürlich) festgelegten Anzahlen von Mahlzeiten pro Tag orientiert und/oder an Futtermengen, die von den Herstellern auf den Futtersäcken nicht selten zu hoch angegeben werden.

    Ein wichtiger Punkt ist auch der was man zusätlich so alles verfüttert. Bis "der Schalter umgelegt ist" beim Welpen, dahingehend dass er vor dem vollen Futternapf nicht mehr mäkelt, sollte man es tunlichst unterlassen ihn aus der Hand zu füttern. Natürlich ist es gut erwünschtes Verhalten mittels Leckerchen zu bestätigen, gerade bei Welpen. ABER wenn man konsequent bleibt spielen die wenigen Tage (oder in wirklich schwierigeren Fällen auch Wochen) im frühen Welpenalter keine Rolle, in denen man keine Leckerchen verteilt. Dafür hat man aber einen Hund den man später u.a. mit Futter in der Erziehung und Ausbildung bestätigen kann. Im Gegensatz zu den Futtermäkelern, die dann zeitlebens nicht gut mit Futter zu bestätigen sind, zumindest nicht in Situationen die für sie stressig sind.

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    Wow, vielen Dank für die sehr ausführliche und lehrreiche Antwort! Das probier ich auf jeden Fall aus.

    Jetzt habe ich noch eine Frage: Was hältst du denn generell von veganer Hundeernährung? Ich wurde vor Kurzem durch die Schwester meines Mannes (Tierärztin) darauf aufmerksam gemacht, dass sie von einer Studie gehört hat, die vielversprechende Ergebnisse hervorgebracht hätte. Sie selbst hatte es von einer Kollegin gehört. Sie hat mir auch von zwei Fällen in ihrer Praxis erzählt, wo Hundehalter ihre Hunde seit langer Zeit vegan ernähren und in beiden Fällen sieht sie die Tiere nur zur Vorsorge und sie beschrieb sie als überdurchschnittlich fit und gesund, die Hunde sind jetzt 10 (Berner Sennenhund) und 11 (Golden Retriever Arbeitslinie).

    Das hatte mein Interesse geweckt, da wir uns selbst vegetarisch ernähren (seit 22 Jahren). Nun habe ich mich mit einer anderen Tierärztin in Verbindung gesetzt (Tierärztin und Hundeernährungsberaterin) weil mich das Thema interessiert. Sie selbst schreibt Ernährungspläne, passt sie laufend an (Futter: Greta von vegan4dogs, kombiniert mit verschiedenen Zusätzen, wie Zink/Kupfer, Pflanzenjoghurt und Proteinpulver) und hat viel Erfahrung in diesem Bereich.

    Ich finde die Idee an sich nicht verkehrt, vor allem weil wir so viele negative Aspekte wie Massentierhaltung, prophylaktische Medikamentengabe, insgesamtes Tierleid, negative Aspekte für die Umwelt, etc. vermeiden können. Würde der Hund wie früher der Wolf sich seine Mahlzeit noch selbst besorgen, wäre das natürlich etwas völlig anderes.

    Was ich auch interessant finde, ist, dass der älteste Hund der Welt Veganer war, eine Border Collie Hündin namens "Bramble", gestorben 2003 im Alter von 27 Jahren. Das Durchschnittsalter dieser Rasse liegt in etwa bei 14 Jahren. Sehr interessant.

    Edit: Interessanter Beitrag von der Ärztin, mit der ich mich in Verbindung gesetzt habe: https://www.vegan.at/interview-lisa-walther

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