Pinguetta Moderator
  • Mitglied seit 13. Oktober 2016

Beiträge von Pinguetta

    etzt bin ich über deine Äußerungen schon überrascht .....

    Ja Roopa, es ist so. Ich bin froh über das, was ich mit Harras erreicht habt. Und ich muss auch noch einiges mit ihm erarbeiten.

    Aber ich habe dennoch auch das Gefühl, dass viel zu oft NICHT an die Belange der Hunde gedacht wird und viel zu oft absolutes Funktonieren gefordert wird.

    Cora ist ein noch sehr junger Hund. Natürlich muss Cora2019 da noch viel mit dem Hund üben und natürlich ist sie und darf dann auch frustiert sein,

    wenn es (noch) nicht so klappt wie gewünscht. Ich war und bin auch jetzt noch oft frustriert. Aber dann rufe ich mir selbst vor Augen, was ich mit

    Harrs schon alles geschafft habe.

    Sonst ist sie an der Leine eher noch nicht bei mir

    Ist bei uns oft ähnlich. Aber manchmal denke ich, wir haben zu hohe Ansprüche und sind von den Youtube-Videos mit den bei den Prüfungen laufenden Hunden "versaut". Das mein Hund mich beim

    Fußlaufen soooo anhimmelt, das klappt bei uns nie. Höchstens, wenn ich das Leckerlie zwischen meinen Lippen halte und wir im Übungs-/Trainingmodus sind. Und ehrlich: das will ich im normalen Tagesgeschehen auch gar nicht, dass mein Hund mich so beim Gehen anschaut. Er ist ein Hund, er interessiert sich (gerade meiner) vorrangig für die Gerüche um ihn herum. Er nimmt seine Welt sehr stark mit und durch seine Nase in sich auf.


    Wenn ich mit ihm einfach nur von a nach b will (Haustür zum Auto z.B.), dann gehe ich zügig mit ihm und dulde keine Schnüffelei. Wenn wir aber spazieren gehen und ich durch die Gegend schaue (und sie nach anderen Leuten/Hunden/etc. abscanne), dann darf er bei mir bzw. um mich herum schnuppern, also Hundezeitung lesen.


    Und so ein junger Hund wie deiner, der muss doch die Welt erst einmal kennen lernen und die ganzen Eindrück aufnehmen und verarbeiten. Ja, üben, üben, üben. Aber auch nicht übertreiben und aus dem Hund versuchen eine Maschine zu machen.


    Wenn ich draußen jemanden begegne, den ich kenne, dann begrüße ich diese Person verbal. Und meine Hund muss sich eben auch mal stimmlich melden, also bellen. Irgend jemand hat hier den Spruch immer "Singen kann der Hund nicht, daher bellt er" ;)

    Harras ist mittlerweile drei Jahre alt und flippt im Auto regelrecht aus, wenn er merkt, dass es zum Hundeplatz geht und er Hunde treffen kann. Er spielt bzw. rennt nach wie vor gerne mit anderen Hunden herum.


    Vorher reglen und auf den eigenen Hund eingreifen sagt sich immer so gut, ich weiß, aber man kann es lernen. Mein "Radar" ist immer an und scannt die Umgebung. Zur Not gehe auch ich einfach mal vorher in eine andere Richtung oder einen anderen Weg. Das ist leider Vermeidungstaktik, aber für mein eigenes Nervenkostüm der bessere Weg. Kommt eben drauf an, was uns da vor uns so erwartet. Und wie schon geschrieben, je voller und belebter es ist, desto einfacher ist Harras zu führen.

    Aber wehe, es begegnet uns eine einzelne Person und womöglich noch schwarz gekleidet, dann wird aus Harras eine tobende Furie. Da bleibe ich dann auch schon einfach stehen, lenke ihn ab, und wenn diese "dunkle Bedrohung" weg ist gehen wir ruhig weiter.

    Übrigens mein Antwortspruch, wenn wieder jemand kommt, dessen Fifi Angst vorm Schäferhund hat, weil er (angeblich) schon mal von einem gebissen worden ist

    (in Wirklichkeit haben die Hundebesitzer Angst um ihr eigenes Wohlergehen - haha)

    "Ja, das kann ich sehr gut verstehen. Meiner ist auch schon mal von einem Rehpinscher gebissen worden."

    Meistens fällt den Leuten dann die Kinnlade runter und ich gehe seelenruhig (äußerlich) weiter. Wie es in mir aussieht, müssen diese Idioten nicht wissen.

    Ansonsten kann ich noch ein gutes Halti empfehlen. Ich nutze unseres nach wie vor täglich. Meistens hat Harras es einfach "nur" um. Am Anfang auch ohne Leine, damit er sich dran gewöhnt.

    Jetzt sage ich nur zu ihm "Schnute rein" und er wendet mir seine Schnauze zu und steckt sie selbst ins Halti. Wenn ich eingreifen muss, seine Aufmerksamkeit auf mich zwingen muss, dann erfolgt ein

    starker Ruck am Halti. Doch das Handling damit sollte man sich von einem Trainer zeigen lassen.


    Ich habe erst ein Halti aus Nylonbändern aus dem Tierfachhandel gekauft, ein einfaches zum Ausprobieren. Das konnte Harras aber selbst abstreifen. Dann habe ich mir eines anfertigen lassen bei http://www.RHRH.de

    Das ist aus BioThane gefertig. Mittlerweile ist mal eine Niete abgegangen. Die hat mir der Schuster dann erneuert.

    Wir und vor allem ich müssen souveräner und sicherer werden. Aber wie??? I

    Da geht es mir so wie dir. Was mir aber sehr gut geholen hat ist folgendes:


    In unserer Hundeschule werden immer wieder sog. Gruppen-Alltagstraining angeboten. Allerdings muss man dafür die ersten Grund-(Welpen-)Kurse und Leinenführigkeitskurse schon mitgemacht haben.

    Dann wird in Gruppen mit i.d.R. bis zu sechs Hunden und Haltern in öffentlichen Parks gemeinsam gegangen, mit Trainerin. Oder gemeinsam durch eine Shopping-Mall gegangen, mit dem Zug gefahren, durch die Innenstadt gegangen usw. So kann man sehr gut zusammen trainieren, mit Ablenkung und (für mich und mein Nervenkostum sehr wichtig) MIT TRAINERIN!


    Vielleicht gibt es ja so etwas bei euch auch irgendwo?

    wie kann ich mir das denn vorstellen? Wie reagiert denn dein Hund, wenn er andere Hunde trifft? Also in der Stadt, auf dem Markt...

    Wenn viel los ist, dann ist er meist so abgelenkt, dass wir problemlos an anderen Hunden vorbei gehen können (eben auf Märkten z.B.). Aber wenn wir beim normalen Spaziergang einem anderen, angeleinten Hund begegnen, dann bellt Harras und springt in die Leine. So ganz sicher bin ich mir da noch nicht, ob es Unsicherheit von ihm ist (so meint es die Trainerin), ob er einfach "nur" zu dem anderen Hund hin möchte (denn auf der Hundewiese ohne Leine sind Hundebegegnungen eigentlich problemlos) oder ob er mich beschützten will (weil auch ich unsicher bin und im Moment auch noch nicht ganz gesund). Daher bin ich auch bei normalen Gängen nach wie vor mit dem Halti an meinem Hund unterwegs, da ich ihn so besser händeln kann.

    Im Moment z.B. hat Harras es sehr, sehr schwer: er muss alleine ausharren, während die kpl. Familie, also fünf Personen, eine Etage höher damit beschäftigt ist, zu renovieren. Ab und an startet er immer wieder einen Versuch, mit nach oben zu kommen und wird immer wieder zurück geschickt. Ein wenig tut er mir leid.

    Pinguetta Manchmal störts mich nicht aber gerade wenn ichs eilig hab und er mir dann den weg verstellt oder ich ihm auf die pfoten steig und halbert drüber fall- könnt ich schon auszucken.

    Geht mir auch so. Dan schiebe ich ihn zur Seite bzw. schicke ihn auf seine Decke. Sobald ich mir Schuhe anziehe fängt Harras an zu fiepen und wuselt um mich herum.

    Harras kommt mir auch immer und ständig hinterher. Manchmal, wenn ich in den Keller gehe, mache ich eben die Tür hinter mir zu, damit er oben bleibt. Aber den Tag über im Büro, da liegt er meistens auf seinem Platz.Klar, wenn ich dann ins Lager gehe, kommt er auch sofort wieder mit. Er ist eben mein zweier Schatten. Aber das stört mich nicht.

    ch musste mich mit Banja damals richtig zwingen, denn es wurde immer mal unangenehm.

    Kommt mir bekannt vor.


    Wie läuft das denn dann auf Weihnachtsmarkt usw.? Da trifft man doch auch andere Hunde.

    Man muss als Mensch immer wachsam sein und "Radar" überall haben. Dann wird eben die Leine extrem kurz genommen, der Hund muss sitzen und ich blocke ab. Geht alles. Oder "einfach" ruhig drann vorbei gehen. Ist aber nicht immer so leicht, muss aber gelernt werden, Auch für mich als Mensch. Jede gut gemeisterte Situation gibt Mut.