Glockenbergschäferei

  • Hi,


    diese Frau mit dem Auto - eieieiei - was zum Geier ist los mit manchen Menschen???:sleeping:


    Schöner Bericht! Ein uralter und wundervoller Beruf, der leider extrem unrentabel ist. Daher verstehe ich auch seine Aufregung, auch wenn ich seine "Lösung" für falsch halte. Da muss schlicht der Staat für den Schutz der Herde aufkommen und zu 100% für Verluste, sollten diese dennoch entstehen. Wir müssen uns als Gesellschaft fragen, ob wir den Wohl wollen. Wenn dem so ist, was ich mir sehr wünsche, dann müssen wir auch gemeinschaftlich die Kosten tragen.


    Und cool, mal Schäferhunde an ner Schafherde zu sehen.:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Hi, der Staat ersetzt doch nach meinem Kenntnisstand die getöteten Schafe/Tiere. Hier oben sollen ja zwei Wölfe geschossen werden, weil sie so problematisch seien sollen. Herdenschutz wird wohl noch nicht bezahlt, aber das könnte man denke ich auch unter Betriebskosten evtl. abrechnen lassen. Ob der Staat den Bauern entsprechende Zäune bezahlen soll keine Ahnung. Bin da zwiegespalten bei den ganzen Agrarsubventionen. Herdenschutzhunde sind da denke ich die bessere Lösung.

    Elli für immer in meinem Herzen * 31.05 2019

  • Hi,


    ich seh Agrarsubventionen auch sehr kritisch! Aber wenn es eine sinnvolle Variante davon gibt, dann die, die den Schäfern (auch im Tierschutzsinn) wirklich hilft. Die ganze Dokumentation (Beweisführung, dass es auch ein Wolf war), etc. kostet Zeit und Geld. Dann bekommen sie zwar Subventionen, es wird aber nicht alles finanziert.


    Und Schäfer, die Landschaftspflege betreiben und die Tiere viel besser halten als die Masse anderer Nutztiere gehalten wird, sind mE ein pflegenswertes Gut. Auch im traditionellen Sinn.


    Vielleicht konnte man an anderer Stelle Subventionen streichen und hier investieren. Aber da seh ich bei dem Bauernverband eher schwarz... Übrigens auch für die Wölfe, weil die Situation aktuell eine schlechte Stimmung erzeugt.


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Hi stimme ich dir zu. Aber mal ehrlich es gab ein Video wie ein Wolf einen 1,09 m hohen Elektrozaun überspringt. Das kann fast jeder Hund. Wenn das die staatlichen Vorgaben sind na dann Prost Mahlzeit. Ich fände es besser die Herdenschutzhunde beispielsweise über die KFW Bank finanzieren zu lassen zu einem günstigen Darlehen und dann diese als Sachkapital/Betriebsvermögen steuerlich abzuschreiben wie bei Autos auch. Ich finde aber auch viele Sorgen übertrieben, der eine Problemwolf aus Niedersachsen ist im Heidekreis ca. 20 km vom Sommerhaus meiner Schwiegereltern aktiv, und wie meine Frau zu sagen pflegt zum Glück ist er uns noch nie begegnet, denn ich wäre total fasziniert. Im übrigen finde ich vermisse ich bei den Bauern/ Schäfern da auch ein wenig die Dankbarkeit, denn auch wenn es dauert der Staat ersetzt und das ist nirgends sonst wo der Fall.

    Elli für immer in meinem Herzen * 31.05 2019

  • Von so einem Schäfer haben wir unseren Hund.

  • Die Realität ist nicht so rosig wie Ihr Euch das vorstellt. Allein schon in Bezug auf die Herdenschutzhunde ist es mancherorts gar nicht möglich sie bei der Wanderschäferei einzusetzen. Weil dabei die Anforderungen der Tierschutz-Hundeverordnung nicht erfüllt werden können, die einige VetÄmter auch für aktive Herdenschutzhunde voraussetzen. Es gibt einige Wanderschäfereien, die deswegen ihre Herdenschutzhunde wieder abgeschafft haben. Wie soll ein Wanderschäfer für jeden Hund eine isolierte Hütte plus eine isolierte Liegefläche mit sich führen? Wo die Hunde dann sowieso nicht rein- bzw. drauf gehen? In einer großen Herde braucht man 3 bis 4 Herdenschutzhunde! Zusätzlich zu den Herdengebrauchshunden, die zum Hüten eingesetzt werden. Dann steht man vielerorts mit den Landeshundegesetzen in Konflikt. Aktiv arbeitende Herdenschutzhunde befinden sich diesbezüglich in einer Grauzone. So lange es zu keinem Vorfall kommt mag das gut gehen. Aber allein schon eine Beisserei mit einem fremden Hund, der zwischen die Schafe geht, kann den Schäfer in Teufels Küche bringen.


    Zu den Entschädigungen: Dafür gibt es Höchtgrenzen. Und es werden nicht immer nur Einzeltiere gerissen, wie man letztes jahr in Thüringen erleben durfte. Zudem gibt es einen amtlichen Schätzrahmen für die Wertermittlung von Ziegen und Schafen. Und gerade bei Herdbuchtieren liegen die tatsächlichen Preise auf dem Markt oft höher als der ermittelte Schätzwert. D.h. wenn Dir z.B. 30 Muttertiere und 5 Zuchtböcke gerissen werden kann es sein dass Du Dir für die Entschädigung, die Du erhälst, z.B. nur 20 Muttertiere und 3 Zuchtböcke neu kaufen kannst. Ode rnoch weniger...

  • Was soll man da noch sagen... :( Jeder bekommt die Politiker, die er wählt. Anscheinend will die Mehrheit das so.

  • Hi,


    ja, sehe das mit den Herdenschutzhunden auch kritisch, da dies mE für Menschen oder andere Hunde in bestimmten Fällen gefährlicher sein kann als der Wolf selbst. Gut, wenn Hunde in eine Schafherde gehen, auch wenn die Rechtlage eine andere ist, denke ich, so ist das eben das Problem dieses Hundes und seines HH.


    Insgesamt stimme ich dir voll zu, Waschbär: Die Schäfer werden nicht in dem Maß unterstützt, wie es sein müsste, wie sie es mE verdient hätten. Aber das kann man ja leicht ändern. Ist, wie so oft, eine Frage des Willens.

    Die aktuelle Situation aber ist mE nicht haltbar.


    Liebe Grüße

    Lupus