Das richtige Maß an Beschäftigung

  • Ich war mit Basco im Alter von vier Monaten immer um 0.30 Uhr, 9 Uhr, 14 Uhr und 18 Uhr draußen. Die ersten drei Mal waren reines Gassi, aber um 18 Uhr begann für ihn die aktive Zeit. Wir gingen für eine gute Stunde in den Park, liefen erst ein Stück und danach habe ich mich auf die Wiese gesetzt und ihn mit anderen Hunden toben lassen. Anschließend bin ich einkaufen gewesen, habe Essen gemacht und saß so gegen 20.30 Uhr regelmäßig im Wohnzimmer auf dem Fußboden und habe mit ihm gespielt, bis die letzte Gassirunde fällig gewesen ist. Entweder kämpften wir um sein Stofftier, oder er musste Leckerchen suchen.


    Das war zwar sehr niedlich, aber insofern problematisch, als dass er die abendliche Activity natürlich einforderte. Wenn ich ihm nicht über die gesamte Zeit meine volle Aufmerksamkeit widmete, fing er an, seinen Schwanz zu jagen, im Teppich zu "buddeln" und Unfug anzustellen. Ich würde es beim nächsten Mal gerne besser machen und deshalb die Frage, wie ihr das gehandhabt habt.

  • Das liest sich jetzt relativ heftig.
    Mit vier Monaten (so alt ist meiner jetzt auch) 1 Stunde raus mit entsprechenden Pausen ist nicht so das Thema, aber es liest sich als wären da keine Pausen gewesen. Ich vermute aber einfach mal, dass das ein Problem der Formulierung war.

    Wir gehen aktuell entweder spazieren ODER er darf spielen. Das Spielen ist SO anstrengend für die kleinen Wutzel, da brauchen die sonst nicht mehr viel.


    Und wenn es in deinen Tagesablauf passt abends mit ihm zu toben, dann ist das natürlich ok. Auch hier liest es sich aber so, als hättest du dich 4 Stunden lang mit ihm beschäftigt. Also selbst wenn du jetzt sagst or habt erst getobt und dann Nasenarbeit gemacht. Das ist alles anstrengend. Und mit 4 Monaten ist er noch ein Baby. Das wäre zu viel. Gerade wenn er dann so hoch fährt. Wenn meiner anfängt auszuflippen fordere ich ganz bewusst Ruhe ein. Das wird von Woche zu Woche leichter. Ich "darf" mich aktuell abends nicht aufs Sofa setzen (da springt er mit drauf, klaut die Sofakissen, bellt mich schrill an) aber dann schicke ich ihn so lange entweder auf seinen Platz oder ich sage ihm er soll sich hinlegen, bis er darauf hört. Klar braucht man da einen langen Atem und den einen oder anderen Kauartikel als Unterstützung. Aber das Ziel jeden Abend ist, dass ich entscheide, wann Ruhe ist und wenn ich mich hinsetzen möchte, dann ist mein Hund sicherlich der letzte, der mich davon abhält.

    Auf diese penetranten "Noch mehr! Noch mehr!"-Forderungen gehe ich nicht ein. Das ist wie mit einem Kleinkind, das abends müde und "drüber" ist und schreit, dass es jetzt unbedingt noch weiter Duplo spielen will oder nochmal zum Spielplatz. Da sag ich ja auch nicht, ok, du bist drei Jahre alt, klar gehen wir jetzt um 20 Uhr nochmal zum Spielplatz, weil du das wünschst!

    Kobold von der Schüpfer Hexe *08.06.2020

  • Ich war mit Basco im Alter von vier Monaten immer um 0.30 Uhr, 9 Uhr, 14 Uhr und 18 Uhr draußen. Die ersten drei Mal waren reines Gassi, aber um 18 Uhr begann für ihn die aktive Zeit. Wir gingen für eine gute Stunde in den Park, liefen erst ein Stück und danach habe ich mich auf die Wiese gesetzt und ihn mit anderen Hunden toben lassen. Anschließend bin ich einkaufen gewesen, habe Essen gemacht und saß so gegen 20.30 Uhr regelmäßig im Wohnzimmer auf dem Fußboden und habe mit ihm gespielt, bis die letzte Gassirunde fällig gewesen ist. Entweder kämpften wir um sein Stofftier, oder er musste Leckerchen suchen.


    Das war zwar sehr niedlich, aber insofern problematisch, als dass er die abendliche Activity natürlich einforderte. Wenn ich ihm nicht über die gesamte Zeit meine volle Aufmerksamkeit widmete, fing er an, seinen Schwanz zu jagen, im Teppich zu "buddeln" und Unfug anzustellen. Ich würde es beim nächsten Mal gerne besser machen und deshalb die Frage, wie ihr das gehandhabt habt.

    was heißt denn ‚die ersten drei Male waren reines Gassi‘?

    Das klingt so als würdest du 3x täglich gassi gehen und dazu kommt dann erst noch die aktive Zeit ab 18 Uhr...

    ist das richtig oder hab ich es falsch verstanden?

  • vor allem kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Welpe von ich sage jetzt mal 01.Uhr nachts bis 09.Uhr durchhält. Spielen in der Wohnung von 20.30 Uhr bis 0.30Uhr würde bedeuten nonstop für 4 Stunden spielen. Dazu kommt noch die Stunde toben mit anderen Hunden im Park. Dann gäbe es Ruhezeit von ca.01 Uhr bis 09 Uhr. Von 09 Uhr bis 14 Uhr und von 14 bis 18 Uhr und von ca. 19 Uhr bis 20.30 Uhr. wenn ich das richtig verstanden habe.

    ]Elli für immer in meinem Herzen * 31.05 2019



    Loki mein kleiner Chaot geboren April 2019


  • Meiner damals war ja ein richtiges Energiebündel. Als er noch jung war, musste er ca alle 3 Stunden raus, bis er sauber war. Wir sind nach draussen zum Lösen und dann noch etwa 10- 15 Min draussen geblieben, alles anschauen und erkunden lassen und wieder rein. 2 mal pro Tag habe ich 5 Min ein wenig geübt mit ihm, ansonsten war Ruhe angesagt.


    Er hatte am Anfang relativ Mühe, sich runter zu fahren. Habe dann eine riesen Box gekauft, wie eine Höhle dekoriert und während er den Kauknochen bearbeitete, schloss ich das Türchen und setzte mich direkt neben die Box. Kommando vorher immer: Box. Am Anfang wollte er ein paarmal raus, winselte ein paarmal, legte sich hin und schlief tief und fest ein ( weil er nämlich müde war). Dann öffnete ich das Türchen leise und entfernte mich ganz ruhig zum Sofa. Wenn er wach war, konnte er somit direkt raus und da gabs auch immer Lob von mir.


    Er war meist nachdem wir draussen waren aufgedreht, auch Abends. Nach 2 Wochen musste ich nur noch sagen : Box, er ging rein, Kauknochen bekommen, Türchen geschlossen und dann war nach dem Kauen Ruhe. Er schlief dann meist so seine 2 bis 3 Stunden drin. Drinnen wurde nicht gespielt, nie! Er hatte lediglich seinen Futterball, den er umherschieben durfte ( Auch den gabs aber nicht immer). Drinnen wurden ansonsten nur 5 Minutenweise Kommandos geübt.


    Wenn er drinnen unruhig wurde und ich merkte er ist nicht müde, sind wir nach Draussen auf die Wiese und haben gespielt. Drinnen wieder Ruhe. Ab und an bin ich dann mit ihm in die Stadt, hatte ihn im Hunderucksack und ihn in der Stadt ca 5 Min alles anschauen lassen. Dann zurück.


    Im Sommer war ich mit ihm auch ein paarmal Zelten. Um 22:00 schloss ich das Zelt, er kuschelte sich mit in den Schlafsack ein und dann wurde gepennt. Während den Spaziergängen übte ich oft den Rückruf mit ihm, Kommando " mich anschauen" wurde geübt und viel gelobt. Bindung aufbauen.


    Erkunden lassen, ein wenig Kopfarbeit, spielen nur draussen, Ruhe halten lernen und ganz viel Kontaktliegen mit ihm, hat gutes bewirkt und die Bindung gestärkt.