Cinja
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Beiträge von Cinja

    Warum eigentlich werden Hunde, die vielleicht gut erzogen sind oder einfach nicht pöbeln, kadavergehorsam genannt?


    Ich finde diese pauchale Verurteilung echt z. K. und ist eine Beleidigung für alle, deren Hunde eben nicht pöbeln (auch wenn sie zum Teil rebellisch sind). Im übrigen geht das auch ohne Stachelhalsband oder sonstigen Hilfsmittel.


    Mit Phaja hatte ich auch eine Zicke an der Leine, die nicht spielen wollte, sondern gleich ernst gemacht hätte.

    Crazy ist da deutlich gelassener, die muckt erst auf, wenn sie richtig heftig angepöbelt wird und der andere Hundehalter nichts besseres zu tun hat, als seinen pöbelnden Hund auf sie zuspringen zu lassen.

    Wir waren heute zu dritt fährten und haben eine Parallel-Fährte gemacht, also alle drei gleichzeitig ein paar Meter nebeneinander, Crazy, ein Altdeutscher Hütemix und ein Cockerspaniel.

    Für Crazy war das neu, die beiden anderen kannten das schon.

    Crazy hat sich nicht groß ablenken lassen, war aber etwas hektischer. Trotzdem mal eine schöne Konzentrationsübung.


    Besondere Schwierigkeit war auch die schnell näher kommende dunkle Regenfront, die uns dann auch voll erwischt hat. Die Hunde habe alle weitergesucht.


    Anschließend war ich froh, dass ich eine Fleece-Jacke im Auto hatte und nicht im klatschnassen Shirt nach Hause fahren musste 😂



    Ach Blackie, das tut mir leid, dass so eine Auswertung herausgekommen ist.


    Aber ich würde auch erst mal optimistisch bleiben, wenn die erste Enttäuschung überwunden ist. Den Vorschlag, sich das Ergebnis erläutern zu lassen, würde ich wohl auch umsetzen. Vielleicht gibt es hier auch eine vorsichtige Prognose, was gemacht werden kann.

    Es ist, wie gesagt, ein Versuch. Manchmal muss man einiges ausprobieren, was für den eigenen Hund am besten ist. Kann sein, dass er schneller wird, dann musst du was anderes probieren. Wichtig ist, dass Witus lernt, dass er nur über das Suchen zum Ziel kommt.


    Du kannst auch versuchen, ihn komplett von der Fährte zu nehmen, wenn er gerade schön sucht und er noch weitersuchen möchte. Also nicht immer Ende am letzten Gegenstand. Ich mache übrigens nur sehr selten am letzten GS Schluss, es geht immer noch ein paar Schritte weiter, dann kommt der Jackpot. Ein GS soll für meinen Hund nie das Signal für das Ende sein.


    Gerade am Anfang kannst du an den GS auch ein bisschen großzügiger belohnen :) Ich habe am Anfang, als wir die GS eingebaut haben, richtig überschwänglich gelobt und es gab eine schöne Futterbelohnung. Wobei Crazy aber auch sehr gut mit Futter zu motivieren ist.


    Jetzt inzwischen ist es so, dass ich bei nicht so schönem Verweisen auch schon mal die Belohnung nur auf leichtes Stimmlob reduziere oder ganz weg lasse, dafür dann am nächsten, der wieder ganz korrekt verwiesen wurde, wieder mehr lobe und mehr Futter gebe. Also auch da ist Varianz dabei.


    Übrigens gibt es bei Caniva gerade ein Fährten-Webinar zu buchen, die Grundlagen waren vor zwei Wochen, morgen kommt der nächste Teil und in drei Wochen gibt es noch ein Webinar zu Problemlösungen. Dauert rd. zwei Stunden, kostet 19,90 und man hat die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

    So gehen die Meinungen auseinander. Ich z. B. finde nicht, dass 3 x die Woche fährten zu viel ist, da Witus ja bisher nur recht kurze Fährten absucht. Und wenn ein Hund nicht gerade sehr mäkelig ist, ist es für ihn Belohnung und nicht Pflicht, das Futter auf der Fährte zu suchen und aufzunehmen.

    Die Frage ist jetzt nur, wie bekomme ich Witus wieder dazu, dass er mit mehr Elan seine Fährte absucht?

    Hast du es denn mal versucht, seine Beißwurst oder den Ball ans Ende zu legen, wenn er auf Futter nicht so steht? Oder er sucht bis zum ersten GS, dann spielst du ihn ein bisschen an, dann wieder ablegen und weitersuchen.

    Leg doch mal einen GS nur wenige Schritte nach dem Abgang und belohne ihn ganz überschwänglich. So hat er gleich zu Anfang ein Erfolgserlebnis. Auch auf der Fährte kannst du ihn loben, wenn er schön intensiv sucht. Guckt er in der Gegend rum, ruhig ein "Nein" oder was auch immer du als Abbruchsignal hast, dann "Such" und das Loben nicht vergessen, wenn er wieder sucht.

    Was ist denn die Motivation des Hundes triebvoll eine Fährte abzulaufen?

    Das ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Dem einen reicht es, wenn Futter als Jackpot liegt, der andere möchte lieber seinen Ball haben und der andere freut sich auf ein ausgiebiges Spiel. Du kennst Witus am besten und musst gucken, wofür er sich anstrengt.


    Wenn du ihn nicht pendeln lassen möchtest, achte nur darauf, dass er irgendwann nicht nur noch eine Seite absucht.


    Was die Anbringung der Leine angeht, gibt es für mich keinen Unfug. Auch dies würde ich vom Hund abhängig machen. Einen Hund, der im ruhigen Tempo die Fährte absucht, würde ich z. B. am Geschirr fährten lassen. Einen Hund, der eine starke Tendenz nach vorne hat, am Halsband oder Böttcher-Geschirr mit der Leine unterm Bauch und zwischen den Hinterbeinen.


    Bring Abwechslung ins Fährtengelände, meide nicht den Acker, weil er schwieriger ist. Mach nach einer schweren Acker-Fährte mal wieder eine leichte Wiesenfährte. Aber weiche nicht auf nur ein Gelände aus, weil es leichter ist. Auch aus Fehlern lernt man.


    Und wie gesagt, Witus ist jetzt in der Pubertät. Da lässt Hund sich schon mal leichter ablenken :)