Cinja
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Beiträge von Cinja

    Unser TA meint man kann Welpen nicht überfüttern, und ich soll ihm soviel zu essen geben wie er mag, mein Welpe ist 15 Wochen alt LZ und wiegt 16.8 kg.

    Die Aussage finde ich ehrlich gesagt sehr gefährlich. Es gibt Hunde, die fressen, bis sie platzen. Und gerade Welpen wachsen zu schnell oder werden fett, wenn sie zu viel Futter bekommen, was für die gesamte Knochen- und Gelenkentwicklung nicht gut ist.


    Ich habe auch Futter abgemessen und natürlich auch nach Augenmaß gefüttert.


    Als ungefähren Richtwert kann man in den ersten Monaten pro Lebenswoche = Gewicht in kg nehmen.

    Also, schaff das mit dem schlechten Gewissen mal ganz schnell ab. Das ist wirklich nicht nötig. Und ich lese gerne viel :)


    Ja, es ist echt heiß, wir machen auch im Moment nicht viel. In Ermangelung von Gelände liegt unsere Fährtenarbeit gerade komplett brach. Aber in ein paar Wochen geht es wieder los.

    PEA nutze ich seit kurzem für mich selbst auch, ich habe auch das Gefühl, es hilft.


    Zur Unterstützung der Knorpel kannst du auch Kollagen Hydrolysat mit Ziegenmilchpulver und Hagebuttenpulver geben. Das hatte ich meiner alten Hündin auch fast durchgehend gegeben und hatte auch den Eindruck, dass es hilft.

    Auch Crazy bekommt es zur Unterstützung der Gelenke und Knorpel.

    Aber auf jeden Fall interessiert es uns. ich freue mich immer, von eurem Ausbildungsweg zu lesen.

    Ich finde, das liest sich wirklich toll, was du schreibst.


    Ich begrüsse diese Dinge, denn sie sind tatsächlich Gelegenheiten um besondere Vorkommnisse zu üben und Vertrauen zu festigen, dass man einfach weiter nach der Fährte zu suchen braucht.

    Ich finde das auch immer gut und binde komische Gegenstände, die auf dem Acker liegen, auch gern mit in die Fährte ein. Plastikmüll findet man ja leider inzwischen fast überall, aber wir hatten auch schon eine Gabel, einen Löffel, Getränkedosen, Aluverpackungen von Essen usw.


    GS würde ich ich auch erst mal weniger machen, wenn du merkst, dass die Konzentration nachlässt. Wenn er unruhig am GS ist, würde ich nach dem Aufheben des GS immer noch mal mit Futter bestätigen, also das ruhige Liegenbleiben. Ich gebe gern dann noch mal ein oder zwei Futterbrocken, bevor es wieder los geht.

    Dann gebe ich noch kurz meinen Senf dazu :)

    Cinja, wenn du was über Bindung und Beziehung lernen möchtest, dann kann ich dir Cordt empfehlen.

    Bezüglich der Bindung und Beziehung zu meinen Hunden brauche ich Frau Cordt nicht.

    Bislang hat jeder meine Hunde eine sehr gute Bindung und Beziehung zu mir gehabt. Bei Crazy z. B. stand dies sogar im Protokoll der Wesensbeurteilung und soweit ich das mitbekommen habe, steht das nicht oft unter Bemerkungen ;)

    Und auch Phaja und vorher Cindy waren ganz eng mit mir verbunden.


    Und nein, ich habe nicht gemeint, dass unbedingt Sport mit dem Hund gemacht werden muss und ich habe auch Pepper nicht unterstellt, Pepper nicht genügend zu beschäftigen ;) Was ich meinte ist, dass es gefährlich ist, jemanden zu beruhigen und zu meinen, dass ein Hund aus einer LZ auch grundsätzlich mit ganz wenig (geistiger) Auslastung zufrieden ist und es keine Probleme gibt. Denn das haben wir hier definitiv schon des öfteren erlebt, dass das schiefgeht.


    Es gibt nun mal Hunde, die eine hohe intrinsische Motivation haben und Hunde, bei denen das weniger stark ausgeprägt ist. Hast du einen Hund mit hoher IM, der gerne arbeiten möchten, weil es ihm die Genetik mit in die Wiege gelegt hat, kann es zu Problemen kommen, wenn dieser Hund nicht geistig und körperlich beschäftig wird.


    Mal ein Beispiel für hohe IM: Crazy z. B. liebt (u. a.) die Fährtenarbeit. Ich habe sie mit Futter aufgebaut, um das entsprechende Suchverhalten zu fördern. Sie ist aber beim Suchen so hochmotiviert, dass ich im Grunde im Training kein Futter brauchen würde. Ich kann 10 Fährten (auch lang und schwer) komplett ohne Futter mit ihr machen und bei der 11. würde sie immer noch genauso hochmotiviert loslegen. Ganz einfach, weil es ihr Spaß macht.


    Oder Thema SD. Wären Hunde nicht mit hoher IM bei der Sache, würdest du das sofort sehen (ich sehe es z. B. im Moment bei uns im Verein bei einem DSH). Wenn der Hund keinen Bock hat, hat er keinen Bock. Und bei diesem Hund siehst du das auch in der UO. Da ist es egal, ob mit Futter oder Ball gewedelt wird. Die Ausstrahlung ist gleich Null, weil der Hund nicht motiviert ist.


    Es ist wirklich vollkommen in Ordnung, mit einem LZ-Hund keinen Hundesport zu machen, solange der Hund trotzdem auf seine Kosten kommt und nicht verblödet. Und das ist doch hier bei unserem Hunden im Forum der Fall, Auslastung bedeutet doch nicht immer nur Sport. Aber manche Hunde brauchen halt einfach ein bisschen mehr, um glücklich und zufrieden zu sein :)

    Wie kommst du darauf, dass es den Hunden keinen Spaß macht? Du glaubst doch nicht im Ernst, dass du einen Hund mit Ausdruck führen kannst, wenn der keinen Spaß an der ganzen Sache hat.


    Natürlich werden die Sachen positiv über Futter oder Beute aufgebaut, aber genau das macht den Hunden doch auch Spaß. Es ist Beschäftigung mit ihnen. Sie können sich ausleben, sie können Action machen, sie können einfach Spaß haben. Und es gibt genügend Hunde, die aus Spaß über die Hürde oder über die Kletterwand gehen, auch wenn sie kein Kommando dafür bekommen.


    Natürlich werden diese Übungen aufgebaut. Und wenn man Prüfungen geht, sollen diese Übungen auch auf den Punkt abrufbar sein. Aber ohne Spaß an der ganzen Sache wirst du dem Hund das auch ansehen.

    Cinja, was hälst Du von Miriam Cordt oder Thomas Baumann, um nur mal zwei zu nennen, haben beide keine Ahnung vom LZ DSH?

    Mit MC habe ich mich noch nie so groß beschäftigt, kann ich also nichts zu sagen.

    TB hat ja genug mit Gebrauchshunden zu tun und ich mag auch seine Bücher. Ich denke, gerade er kann ein Lied davon singen, was mit Gebrauchshunden passiert, die in der Familie einfach mitlaufen sollten und es dann -oh Wunder - zu Problemen kommt, wenn diese Hunde, die arbeiten wollen aber nicht dürfen.


    Auch Mario Jessat wird ja gerne und öfter mal genannt. Ich kenne zwei Hunde aus seiner "Zucht". Sagen wir mal so, zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften beim DSH wären zumindest diese beiden Hunde nicht geeignet, die sind tatsächlich nette Alltagsbegleiter. Was wirklich nicht abwertend gemeint ist. Nur jemand, der sportlich was mit dem Hund machen möchte, könnte da vielleicht enttäuscht sein.


    Sie braucht Kopfarbeit um Glücklich zu sein.

    Das ist z. B. bei Crazy genau so. Ich hätte definitiv keinen Spaß mit ihr, wenn sie nicht körperlich und kopfmäßig ausgelastet wird. Was ja aber nicht heißt, dass man jeden Tag Vollgas gibt. Auch bei uns gibt es genügend Tage, wo wir "nur" spazieren gehen, Fahrrad fahren, in die Stadt gehen usw.

    Ich bin ja erst durch den Hund zum Hundesport gekommen und ich würde auch behaupten, dass Django gänzlich ohne Sport nicht zufrieden wäre. Joggen und Radfahren sind jetzt nicht so meins, aber Spaziergänge, Büro und Familienhund würden ihm auf Dauer sicher nicht ausreichen um happy zu sein.

    Genau so hier.

    Doch klar kann, wenn man von normalen Hunden ausgeht

    Aber wir sind ja hier bei in diesem Fall beim DSH aus der LZ und nicht beim Golden Retriever ;)

    Wo hab ich denn sowas geschrieben?

    Das war gar nicht so auf dich gemünzt, auch wenn du das geschrieben hattest, dass Spazierengehen und Fahrrad fahren weitestgehend reicht.

    Ich habe hier bei uns in der Gegend genügend Beispiele, wo man meint, dass der Hund zufrieden zu sein hat, wenn er 3 x für eine kleine Runde rauskommt. Gerne wird dabei noch die ganze Zeit aufs Handy geglotzt.

    Wenn Du einen Hund hast, der gar nicht anders KANN als ständig unter Volldampf zu sein und dauernd fordert, ist er aus meiner Sicht wiederum nicht klar im Kopf (was ich mit mangelnder Alltagstauglichkeit assoziiere).

    So einen Hund möchte auch keiner haben, der Sport mit dem Hund macht. Mir ist es jedenfalls total wichtig, dass Crazy auch runterfährt und zur Ruhe kommt. Und sie auch nicht aufdreht, wenn ich mal krank bin und es nur Sparprogramm gibt. Ruhe lernen ist immens wichtig.

    Wie oft habe ich erlebt, das Hunde vom Zwinger auf den HP, vom HP zum Zwinger, weil viele einfach Alltagsuntaugliche Hunde haben aber im Sport klappt es so halbwegs.....das nennt sich dann Artgerecht?

    Nein, das finde ich auch nicht okay.

    Für mich ist auch wichtig, dass mein Hund mit und nicht neben mir lebt. Natürlich gehen wie viel spazieren, gehen in die Stadt und essen Eis, ab und an kommt sie mit ins Büro. Aber auf Dauer würde ihr das definitiv nicht reichen.


    Vor Crazy hatte ich ja auch schon einen LZ DSH. Die war z. B. auch zufrieden mit langen Spaziergängen und ein bisschen Nasenarbeit (ZOS). Die ist auch unheimlich gern spazieren gegangen und wollte immer noch weiter.

    Bei Crazy habe ich manchmal das Gefühl, sie hat so gar nicht richtig Lust auf den Spaziergang. Wenn du sie fragen würdest, ob sie 10 Spaziergänge gegen einen Schutzdienst eintauschen würde, würde sie wahrscheinlich vor Begeisterung einen Salto rückwärts machen ^^

    Das kann man nicht so pauschal sagen. Es gibt Hunde, die nicht ausgelastet sind, wenn sie "nur" spazieren gehen und ein bisschen rumschnüffeln können. Aber es gibt auch Hunde, die eindeutig mehr brauchen, um zufrieden, glücklich und ausgeglichen zu sein.


    Die meisten Hunde verblöden doch total, wenn man außer spazieren gehen nichts macht. Natürlich - wenn man Glück hat - fügen sie sich ihrem Schicksal und machen mit. Wenn nicht, hat man plötzlich ein Problem. Wo sonst kommen die (Gebrauchts-) Hunde her, die plötzlich mit rd. 1 bis 1,5 Jahren anstrengend werden und nicht mehr händelbar sind? Wahrscheinlich nicht deshalb, weil man die Hunde sinnvoll und hundegerecht beschäftigt hat.


    Natürlich gibt es auch bei den LZ DSH welche, die damit glücklich sind, ein bisschen durch die Gegend zu schlurfen und ansonsten ihre Lebenszeit auf dem Sofa zu verbringen.


    Aber per se zu sagen, wenn man es ihnen nur gut genug beibringt, damit zufrieden zu sein, außer Spazierengehen und ein bisschen in der Familie mitzulaufen, sei genug, ist gefährlich.


    Wir haben hier im Forum in den letzten Jahren ja einige Fälle gehabt, wo das gründlich schief gegangen ist und der Hund dann weg musste, weil er zu anstrengend geworden ist.


    Ganz ehrlich, wenn ich mir eine Arbeitsrasse ins Haus hole, muss ich auch dafür sorgen, dass der Hund entsprechend seiner Anlagen gefördert und gefordert wird. Ansonsten wird auch das unfair.