Cinja
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  • Community und Forum zum Thema Deutsche Schäferhunde und artverwandte Hunderassen

Beiträge von Cinja

    Ich würde erst mal ein paar Mal mit beiden Hunden angeleint spazieren gehen. Und dann gucken, wie es passt und wie beide Hunde sich verhalten. Vielleicht/hoffentlich ist Dogo noch recht verspielt, so dass er noch keinen auf dicke Hose macht und die beiden dann rumprollen.

    Verbena Du nutzt die Gerte als Taktstock, wie viele nutzen sie als Sanktionsmittel. Oder Sporen. Man braucht sich z. B. nur mal Westernsporen mit ihren Rädchen ansehen. Sind die lose und bewegen sich, werden nur Impulse gesetzt, nutzen sie der Feinabstimmung. Werden sie festgestellt und zu mehr als einer Korrektur eingesetzt, fängt in meinen Augen schon die Gewalt an.


    Strom ist unangenehm, und das Tier - ob Pferd oder Hund - muss tatsächlich erst die unangehme Wirkung kennen lernen, bevor ein Kommando oder eine Grenze akzeptiert wird. Manche Pferde brauchen mehrere Berühungen mit dem Weidezaun, um zu kapieren, dass es besser ist, Abstand zu halten. Bei manchen reicht ein einmaliges Erlebnis.


    Das Problem ist halt, dass viele Leute aus Hilfsmitteln Zwangsmittel machen. Es werden Ausbildungsgegenstände, die eine Hilfe sein sollten, missbraucht. Und das ist verwerflich.


    Denn letztlich kann fast jedes Hilfsmittel zweckentfremdet werden. Es kommt immer auf den Verwender an, ob eine Sache Fluch oder Segen ist.

    Ich würde es auch vom Hund abhängig machen. Mit einem eher gemütlichen Hund würde ich vor dem Training nicht viel machen außer einer kurze Löserunde.


    Bei einem sehr aktiven Hund kann es manchmal nicht schaden, wenn er vorher etwas Dampf ablassen kann, damit die Konzentration beim Training besser ist.


    Ich finde, das hängt aber auch mit der Erfahrung des Menschen zusammen. Habe ich noch nicht so viel Erfahrung und bin am Beginn meiner sportlichen Laufbahn, ist es einfacher, mit einem Hund, der nicht mehr ganz so viel Dampf hat, zu arbeiten.


    Habe ich bereits etwas mehr Erfahrung, kann ich die hoher Energie des Hundes gut in die Übung umsetzen und kann es händeln, wenn der Hund noch etwas drüber ist.


    Crazy bekommt morgens und abends Futter. Auch wenn wir vormittags fährten, bekommt sie morgens etwas. Sie ist recht triebig und wäre mit Hunger auf der Fährte wahrscheinlich noch schneller, als sie es so schon ist.


    Wir fahren immer erst nachmittags zum HuPla, also kommt das mit der Fütterung auch gut hin.

    Ich denke, man muss gucken, mit welchem Typ Hund man es zu tun hat.


    Bei einem sensiblen Hund reicht es, die Stimme zu erheben und die Ohren klappen an und die Rute ist unter dem Bauch. Wer das von außen sieht, geht sicher davon aus, dass mit diesem Hund mit körperlicher oder physischer Gewalt gearbeitet wird.


    Bei einem eher dickfelligen Hund kommt es u. U. gar nicht an, wenn man mit der Stimme eine Grenze setzen möchte. Der macht dicht und ist verbal nicht erreichbar. Ist es dann schon Gewalt, wenn man den Hund mal eben anknufft (nicht schlägt), um seine Aufmerksamkeit zu bekommen?


    Auch in der Ausbildung sehe ich das differenzierter. E-Halsband, Stachel und Co. sind Hilfsmittel. Eigentlich sollen damit Akzente gesetzt werden. Sie sollen nicht als Strafe dienen. Leider werden sie dafür oft missbraucht, und daraus resultiert der schlechte Ruf. Nicht falsch verstehen, ich bin kein Befürworter, aber inzwischen sehe ich die Sachen etwas differenzierter als noch vor ein paar Jahren.


    Das ist wie beim Reiten. Gerte, Sporten und gewisse Zäumungen dienen der Feinabstimmung und ggf. Korrektur. Komischerweise sind die Sachen nicht verboten, obwohl auch damit so viel Schindluder getrieben wird.

    Ich finde diese Vorfreude so wunderbar.


    Hier bei uns geht es mit den Animositäten gegenüber DSH. Ich werde öfter mal gefragt, ob Crazy ein richtiger DSH ist. Das Bild des DSH in den Köpfen der Leute ist meistens imemr noch der HZ-DSH, also Kommissar Rex.


    Aber es gibt natürlich auch einige Leute, die gleich von weiter weg rumzetern, das ihr Hund schon mal von einem Schäferhund gebissen wurde. Ich sage dann nur im Vorbeigehen, dass mein Hund bereits von einem Golden Retriever, einem Australian Shepard oder einem Mischling gebissen wurde (damals noch mit Phaja).

    Oder es kommt der Spruch "Mein Hund hat Angst vor Schäferhunden". Meistens ist der Hund da entspannter als der Mensch selbst ...


    Aber es gibt zum Glück auch positive Begegnungen, bis auf wenige Ausnahmen bekomme ich zu hören, dass meine Hunde gut erzogen sind und die Leute sind wohlwollend gegenüber Crazy.

    Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem kleinen Kerl. Die Zeit zur Abholung kann man sich am besten mit dem Einkauf von Hundesachen vertreiben 😁😆


    Schade, dass auf Seiten der Eltern nicht mehr Hunde, also deren Geschwister, geröntgt bzw. ausgewertet wurden.