Was ich nicht begreife, ist einfach; dass viele Hundehalter das Thema Individualdistanz ignorieren. Die glauben wirklich, jeder Hund müsse akzeptieren, dass andere ungefragt bis zum Körperkontakt herankommen können. Jeder Hund ist da anders, genau wie jeder Mensch. Ich möchte auch nicht von jedem Fremden bedrängt werden und mein Hund will das auch nicht. Zudem ist ein DSH nunmal seit Jahrhunderten darauf geeicht, zu bewachen und zu schützen; der mag das in der Regel nicht, wenn man ihm und seinem Herrchen zu dicht auf die Pelle rückt.
Beim Labrador ist dieses Ignorieren der Individualdistanz geradezu symptomatsch und weil deren Halter zu oft nicht erziehen; sondern sich freuen über die "Freude" und "Unbeschwertheit" ihres Hundes, müssen andere im Umfeld leiden. Die Distanzlosigkeit ist in Hundekreisen eigentlich justiziabel und manche Artgenossen sind da recht kompromisslos. Ich muss da an "Hunde verstehen!" vom letzten Sonntag denken; als eine JRT-Hündin von Hundecoach Andreas Ohligschläger die nervige Labradorhündin zur Räson brachte.