Soooo,nun ein gutes Jahr später,wollte ich hier nochmal berichten.
Bei Duut gab es viele Veränderungen.
Er hatte drastische Fortschritte in Manchem gemacht,in Anderem Rückschritte.
Ob es nun an der ungewollten Kastration liegt,oder am Training,sei mal dahingestellt.
Er ist gefühlt jetzt erst am Höhepunkt der Kastra angekommen.
Inzwischen besitzt dieser Hund einen derben Fellwechsel,praktisch die ganze Zeit über-Er hat jahrelang Keinen gehabt und auch nicht gehaart.
Dann fing es leicht an,blieb so und jetzt nach der Kastra,hat er deutlich mehr Unterwolle,das Deckhaar ist dichter und länger,es fühlt sich nicht mehr so tolle an und verfilzt auch eher-auch das war vorher nicht der Fall.
Ich muss plötzlich ständig Fellmäuse einsammeln.
Musste ich ihn vorher alle paar Wochen kämmen,muss ich das jetzt spätestens alle Zwei tun.
Und ständig Irgendwas freischneiden,weil er sich sonst anpinkeln und ankoten würde.
Er würde Alles vom Boden mit dem Fell aufsammeln und seine Rute war für ihn zu schwer zum Heben-weil sie mehr Fell war,als Rute.
Ging das vorher oft in weniger als einer Stunde,sitze ich jetzt Drei dran.
Musste es zum Teil wieder besser aufbauen,da durch die Veränderung,es mal mehr ziepte und hat der Hund vorher dabei gepennt,so war er jetzt am zittern.
Gut drei Mal,hat er sich eingepischert,weil er so Schiss,vor dem Kämmen hatte.
Paar Mal,deutete er wieder Schnappen an.
Wohlgemerkt,gingen Kamm und Bürste durchaus gut durchs Fell,aber es zog eben manchmal mehr und war nicht mehr so angenehm,bei Verfilzungen.
Als er zu mir kam,schnappte er rigoros zu,was das Kämmen anging und wir haben das auf ein begeistertes Maß gekriegt-Hund schlief teilweise und wenn es mal ziepte,interessierte es ihn nicht.
Naja und dann das.
Ich komme ja klar,mit vermehrtem Pflege-,Zeit-,und Säuberungsaufwand,aber doof,wenn es Duut einschränkt.
Inzwischen habe ich ihn wieder soweit,das die Äuglein zugehen 🥂.
Nicht immer,manchmal ist der Zitteraal noch anwesend,aber es wird(hoffentlich).
Ich hätte aber gerne darauf verzichtet,nochmal das Alles trainieren zu müssen 😐.
Auch die Krallen,müssen häufiger gekürzt werden,trotz genügend Bewegung.
Aber das ist das geringste ,,Übel" 😂.
Was uns zusetzt,ist das veränderte Fressverhalten.
Duut war in den drei Jahren vor Kastra und soweit ich weiß,auch in den Zwei,bei den Vorbesitzern,nie am draussen Fressen interessiert.
Der hat selbst hungrig,Alles was man fressen kann,komplett ignoriert.
Von Tag 1,bei mir.
Inzwischen hat er 1 Mal was geschafft zu fressen(da war er ausnahmsweise ohne Mauli),einmal bin ich unsicher,und ein anderes Mal,zeigte er es deutlich an,dass er das was da liegt,fressen würde und zeigte sogar Anfänge von Futterneid,gegenüber dem Schäfi,dem es gehörte.
War er vor der Kastra ohne Mauler unterwegs,war auch dann das kein Problem.Er rührte Nix an.
Ich unterband das sofort-aber auch hier,hatte er davor nie Ambitionen in die Richtung.
Inzwischen muss ich also schauen,dass Herr Hund draussen Nix findet.
Hunden gegenüber Zuhause,zeigte er keinen Neid entgegen,auch draussen nicht mehr-aber ich habe auch trainiert und darauf aufgepasst,Nix auszulösen.
Duut fing sogar mir gegenüber an,Futterneid zu zeigen,nach fast 4 Jahren,wo er auch von Tag1,nicht mal daran zu denken schien.
Steifwerden,starrer Blick,wenn ich näher kam,sofort weiterfressen,obwohl man eine Pause machte,nur,weil ich mich bewegte.
Essen aus meiner Sichtweite tragen.
Auch hier,setzte ich mit Training an,wie es sich weiterentwickelt,mal schauen.
Das sind reine Anfänge-aber dieser Hund hat über Jahre seine Zähne eingesetzt und es auch bei mir versucht-wenn auch in anderem Zusammenhang.
DAS muss ich nicht haben.
Und nein,ich renne seinem Futter nicht dauernd hinterher,oder nehme es ständig weg.
Inzwischen,hat das etwas nachgelassen.
Er hat den ganzen Tag die Erwartungshaltung gehabt,zu fressen.
War davor nicht so,fing relativ kurz nach der Op an.
Er stresste sich dabei so hoch,dass er kaum mit seiner Umgebung klar kam.
Fressen war bei ihm immer ein Problem- er hatte echt keinerlei Futterneid,aber Fressen,alleine die Aussicht darauf,schoß ihm das Hirn komplett raus.
Der biss in den Napf,schlang so extrem,dass er nicht mal Schonkost vertrug,war null ansprechbar.
Ich konnte weg sein,ich konnte dabei sein,sogar währenddessen meine Hand reinhalten-oder von Anfang an den Napf halten- es war Dasselbe.
Selbst,wenn er ruhiger war,sobald er so schlang,gab es Durchfall.
Ich kriegte das nach jahrelangem Training mit ihm hin,über verschiedene Wege,er hatte einen Saumagen,vetrug ab da Alles,konnte neben seiner vollen Futterschüssel,hungrig schlafen.
Er zeigte sogar ausnahmslos an,wenn er satt war.
Kein Reinbeissen,kein Wegschiessen,es war schnurz,ob ich da war.
Seit der Kastra,haben wir dasselbe Drama,wieder.
Ich muss ihn sehr stark abbremsen,oft ewig warten bis der Zwerg runterkommt.
Man könnte natürlich denken,dass dadurch auch der Futterneid entstand-war aber davor auch nicht.
Kann sich immer verändern,klar.
Wir hatten das Futterneidsproblem nach dem Stressen.
Wir haben das Stressen etwas im Griff.
Er verträgt sein Futter wieder.
Beim Futterneid,kann ich inzwischen sogar hinter ihm stehen und er frisst beinahe gesittet weiter,je nachdem,sogar ruhig.
Nicht,dass man jetzt denkt,ich stünde wie ein Damoklesschwert hinter ihm.
Ich meine einfach,wenn es dazu kommt,sei es weil ich ihn gerade frei gab und gerade am Weggehen bin.
Aber es wird noch viel Training kosten,bis er da wieder so entspannt ist.
Einfach Hinstellen,Rausgehen und Ignorieren,haben uns 1 Monat lang drei Medis beschert inklusive drei Wochen blutigen Durchfall und des Magens wochenlange Einstellung,auf sein normales Futter.
Das war das Einzige,was er zum Teil vertrug.
Allgemein,hat sein ,,Saumagen" gelitten und er scheint nicht mehr Alles zu vertragen.
Kann natürlich auch ein blöd getimter Infekt gewesen sein.
Er sucht sobald er aufsteht nach Fressen.
Wochenlang,stresste er sich dabei auch unheimlich hoch.
Inzwischen,sucht er zwar noch,lässt sich aber unterbrechen und ist ruhiger.
Aber soviel Stress,den man hätte so leicht verhindern können....
Der Dauerstress mit dem Fressen,ließ ihn aber dennoch sich nicht daran hindern,enorme Fortschritte in Sachen Stress in anderen Situationen zu machen.
Eine Zeitlang mussten wir zwar auf Medikamente zurückgreifen in Absprache mit dem TA,da der Stress drinnen,draussen noch zusätzlich verstärkt wurde,als wir sage und schreibe 10 Baustellen direkt ums Haus hatten.
Aber er konnte und kann insgesamt mehr ab,als früher,zum Teil,als vor der Kastra.Wobei sich die Erfolge ja auch zum Teil schon davor anfingen abzuzeichnen.
Ob der Rest an der Kastra liegt?
Ich weiß es nicht,er hatte nie hormonale Probleme.
Ich glaube einfach ans Gute und rede mir ein,dass sie ihren Teil dazu beigetragen hat.
Ich konnte in der letzten Zeit sogar zwischendurch mehrere Wochen normal Gassigehen,ohne,dass Duut Überforderungsprobleme hatte.
Oder auch mal satte 3 Ausflüge an drei Tagen machen,HINTEREINANDER,was absolut spektakulär war 🥂🥂🥂 😍😍😍😍
Und als er fertig war,hat er das sehr deutlich gezeigt,OHNE DRÜBER ZU GEHEN!
Er ist einfach zu mir,hat auf den Arm gebeten,und als ich nicht einwilligte,ging er sofort zum Rucksack und umkreiste den mehrfach,schaute immer zwischen Rucksack und mir und war sichtlich erleichtert,als ich ihn reinließ.
🥇🥇🥇🥇🥇🎉🎉🎉🎉🎉
Das war SO wunderbar.Unabhängig davon,ob es mein Training war,die Kastra,was Anderes,oder eine Mischung,es freut mich.
Mit den Reaktionen der anderen Hunde auf Duut,hält es sich bisher in Grenzen.
Mal schauen.
Duut hatte zwischendurch das erste und zweite Mal einen Harnwegsinfekt und ich dachte zwischendurch,der wird mir inkontinent.
Er lag auf dem Handtuch,trank währenddessen,als es unter ihm anfing einfach zu laufen und er das nicht merkte-und er hatte gerade draussen gepinkelt.
Nachdem mehrmals was daneben ging und er plötzlich ständig raus musste,stellte es sich raus,dass es ein Infekt war.
Puh.
Nicht schön,aber besser,als Inkontinenz!
Nach drei oder vier Tagen,warmhalten und Co.,schwand es zum Glück.
Nach Wochen,hatte er es einen Tag lang und am Nächsten,war es wieder weg 🤔.
Er wurde zwischendurch durchgecheckt,aber zum Glück,Alles ok.
Zum TA.
Sind zum Teil immer noch da,habe aber schon Andere an der Hand,wo Duut und ich auch waren.
Duut hat aber ja immer noch ein Problem mit Menschen,die medikamenteninduzierte Freundlichkeit,blieb nicht.
Und er liebt die Praxis dort und die Leute.
Die kennen seine Probleme,mich und kommen mit uns klar.
Der Ta und ich waren uns eine Zeitlang sehr reserviert gegenüber,vor Allem,als es wieder zu Problematiken kam.Ich gehe da also nur bei kleinerem Krams hin.
Inzwischen grüssen wir uns grinsend und ich scheine mehr Toleranz von ihm zu haben,wenn ich mal pienzig werde,oder über das Thema der Kastra scherze.
Hey,ich muss nichtmal mehr ihm ständig die Infos aus der Nase ziehen 🙃,er erklärt mir jetzt viel mehr.
Duut wird dort liebevoll ,,Donut" genannt,weil der TA ihn so im Computer abgespeichert hat 🤦🏻♀️🙈🤣.
So werde ich meist mit ,,Oh,unser Donut ist da!" begrüsst,oder ich grüsse mit ,,Donutpause!" 🙈🙈🙈.
Duut kann sogar von ihnen gestreichelt werden und scheint das langsam zu mögen,sogar.
Das Alles ist mir viel wert,aber wie gesagt,Kompetenz ist wichtiger.
Bin froh,da noch für den Fall der Fälle,Andere an der Hand zu haben.
Wir werden die Stressoren des Fressens,hoffentlich auch in den Griff kriegen.Ich erfreue mich weiter an unseren Fortschritten. 🥂🥂🥂😄😄😄
Soviel mal zum Thema der Kastra.
Grüssele vom halben Mann 😜 und seinem Frauchen^^.