Es ist ziemlich schräg, dass an Leckerlis festzumachen. Ich kenne als jahrzehntelanger Hundehalter noch die andere Form der Ausbildung. Da hat sich vieles für den Hund zum Guten gewendet.
Es sind die Menschen, die kein Mittelmass mehr kennen. Für mich klingt das so, als würde man Süsskram & Co verantwortlich für die vielen Übergewichtigen machen, oder PS starke Autos für die Raserei, oder Küchenmesser für den Mord.
Ich kenne auch Hundebesitzer, die die Hundeschule freiwillig verlassen haben, da sie auf keinen Rat der Trainer gehört haben und der Hund völlig überdreht hat. Keine Grenzen gesetzt, Hund out of order und so wird in die Öffentlichkeit gegangen, das fällt für mich schon unter Vorsätzlichkeit.
Dafür gibt es aber auch das Gegenteil, wo schon mit eingeschüchtertem Hund auf den Platz gekommen wird, der wirklich brav ist und trotzdem kein gutes Wort von seinem Besitzer hört. Regt mich genau so auf.
Ich sehe kleine Hunde, die brutal weitergezogen, hochgerissen oder Beiseite geschubst werden. Aber auch aggressive Zwerge, die am Liebsten Jeden fressen würden. Hilflose Besitzer, die weniger als ihre Hunde wiegen, überdrehte Hunde die nur aus Gründen der Optik ausgewählt wurden, weil Mensch will das einfach haben und Hund muss sich eben anpassen. Finde den Fehler.
Liste könnte ich beliebig lang fortsetzen.
Geltende Regeln konsequent umsetzen, Grenzen aufzeigen und diese einhalten bedeutet für mich in erster Linie, gewünschtes Verhalten durch viel Lob, Streicheleinheiten, Spiel und Spass zu fördern. Und mit Leckerli, bzw bei meinen ist es meist ihr normales Hundefutter. Anstatt dem immer mehr gefrusteten Hund sein Fehlverhalten zu untersagen.
Eigentlich wäre es so einfach.