Mir wäre in allererster Linie wichtig, dass mein Hund nicht bellt, den anderen Hund fixiert oder auf Krawall gebürstet ist. Was der andere Hund macht, ist mir in diesem Moment vollkommen einerlei, das ist das Problem des anderen Hundebesitzers.
Ob mein Hund das nun besser mit Spiel, Futter, Ausweichen, Anhalten/Hinsetzen oder einem der anderen unzähligen Möglichkeiten, diesen Weg erreicht ist auch zweitrangig. Denn wichtig ist, dass er darauf reagiert und seine Aufmerksamkeit bei mir ist.
Boss wurde zu keinem Balljunkie obwohl er spielen liebt und wir nicht mal ein Spielzeug dazu brauchen, wurde zu keiner Fressmaschine die vor lauter Hunger nur nach seinem Futter giert und hirnlos durch die Gegend rennt.
Der Reiz für die Aufmerksamkeit in meine Richtung muss aber höher liegen, als sich dem anderen Hund zu widmen. Wenn das ein Ball ist, den mein Hund tragen darf weil ihm ein anderer begegnet, er diesen dann wieder abgibt an mich damit wir diese gemeinsame Interaktion wieder starten können bei einer neuen Hundebegegnung, dann ist mir das 1000x lieber, als einen weiterhin an der Leine pöbelnden Hund und unberechenbaren an meiner Seite zu haben. Mit dieser Konsequenz lebe ich sehr gerne. Denn auch das kann ich mit der Zeit wieder abbauen.
Jetzt brauche ich weder Ball noch Futter, nur Ansprache und Lob. Wenn die anderen Hunde mit ihren Haltern für mich nicht einschätzbar sind oder ich Sorge um die sichere Führung des anderen Hundes haben muss, weiche ich aus.