Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Obwohl die Doodles schon vorher bis zu 3.500 € kosteten. Und eine Schweizer Kundin von uns züchtet australische Labradoodles und nimmt für einen Welpen 3800 € - auch schon vor Corona.


    Ich will die Kosten für die Hundezucht auch nicht kleinreden, aber wenn ich rechne, was man an einem Fohlen verdient, das man noch mindestens vier Monate länger behält, als einen Welpen und von dem auch nicht gleichzeitig mehrere, sondern immer nur eins geboren wird und dessen Mutti nicht zwei Monate, sondern ganze 11 Monate tragend ist, dann ist die Zucht schon im Grundsatz nicht gerade lukrativ, sondern eine Möglichkeit, Geld zu verlieren, ohne dass das so weh tut, als wenn man es dem Finanzamt überweisen muss.


    Aber wenn Herzblut in der Zucht steckt, rückt selbst der finanzielle Verlust in den Hintergrund und man macht es der Freude wegen ... und die hat man ja auch ganz sicher.

    Ich bin da ja auch eher zart besaitet und hätte mich vermutlich später geärgert, dass mir eine solche Antwort nicht eingefallen ist, als ich sie hätte brauchen können.


    Aber Rassismus gibt es überall ... ich hatte in der Schweiz mal ein Hakenkreuz in die Plane meines Geländewagens geritzt bekommen, weil ich damals ein deutsches Kennzeichen hatte ... und als das Kennzeichen dann gewechselt war, bin ich in Deutschland als "dämlicher Kuhschweizer" bezeichnet worden.


    Man kann es halt nicht allen Recht machen.

    Schäferhunde sind tatsächlich so mit die allerletzte Rasse, die es sich zu vermehren lohnt. Auch wenn derzeit coronabedingt Welpen ohne Ahnentafeln für 1500 bis 1700 Euro angeboten werden. Wenn ich meine Schäferhündin von einem Pudel decken lassen und die Welpen dann als Schäferdoodle vermarkten würde, wären bestimmt locker Welpenpreise bis 3000 Euro und vielleicht sogar darüber möglich. Alles was "gedoodelt" ist geht weg wie warme Semmeln. Der Renner sind seit über einem Jahr Bernerdoodle. dafür zahlen die Leute tasächlich 4500 bis 4700 Euro... 8)


    Ich würde dann aber doch lieber Cockerdoodle züchten... Fand Cocker-Pudel-Mischlinge früher in den Tierheimen immer so niedlich. :)

    Ich fürchte auch, dass das Doodlen ein Trend ist, der sich verbreiten wird ... und da werden die wenigsten "Züchter" darauf achten, ob die Anpaarung passt. Hauptsache, die Welpen sind niedlich und die Hoffnung wird genährt, dass sie keine Haare verlieren und auch keine Allergien hervorrufen ... wenn das dann mal klappt.

    Ich habe sie im Happy-dogs-shop zum halben Preis bekommen. Aber die sind jetzt wohl ausverkauft und ich hoffe, dass ich das bestellt Paar trotzdem noch geliefert bekomme, denn gestern waren sie noch lieferbar.


    Wir wohnen quasi auf Wüstenboden - alles Sand und ganz schlimm ist es hinter dem Wasserwerk. Da bestehen die Wege nur aus gelbem Sand und die Hunde lieben es, sich darin zu wälzen. Wenn es dann auch noch wie aus Kübeln schüttet, bin ich versucht, den Hunden einen Butscheroverall anfertigen zu lassen :evil:

    ich versuche schon sozial adäquat Loki zu führen, aber manchmal reicht es dann halt. Ich weiß halt das Loki weder mobbt noch zubeißt bei Hunden, deswegen mache ich mir halt manchmal den Spass mit dem ableinen. Vor allem wenn der andere Hund fixiert in Jagdstellung oder fröhlich auf uns zu rennt.

    Trotzdem wird trainiert und der Wunsch ist ein Hund der still an anderen Hunden vorbei läuft

    Gutes Ziel, Holger. Ich bin sicher, das wird!


    ... und ich habe manchmal auch den Wunsch, mal die Leinen auszuhaken, wenn mir die Leute und ihre Hunde zu sehr auf den Pelz rücken, aber zum einen gehe ich den Konfrontationen gerne aus dem Weg, indem ich zu Zeiten unterwegs bin, in denen ich möglichst niemanden treffe (und die Hundebegegnungen sind da das kleinere Übel - Mopedfahrer sind ätzender) und zum anderen bin ich häufig auch diejenige, deren Hunde dazu neigen, neue Hundebekanntschaften machen zu wollen oder die zu pflegen, die schon bestehen ... und dann schäme ich mich zwar in Grund und Boden, bin aber auch dankbar, wenn mir Verständnis entgegen gebracht wird. Meistens werde ich aber eher rund gemacht und schwöre mir dann, dass ich wirklich nur noch mit den Hunden laufe, wenn die Chance groß ist, niemanden zu treffen, vor dem mich meine Hunde blamieren.

    Ganz lieben Dank.


    Unser Stuhlkreis hilft sehr dabei, nicht immer gleich zu verzweifeln, weil ich ja weiß, dass es nicht nur mir so geht, dass nicht immer alles rund läuft, aber dann eben auch die Hoffnung nicht verliert, wenn man lesen darf, dass es auch viele Erfolgserlebnisse zu feiern gibt. Mir geht es also wie Dir: Mir hilft das Schreiben und Lesen hier sehr, nicht gleich dem Frust nachzugeben.


    ... und mir geht es wie Dir: Morgens - möglichst - allein mit den Hunden im Wald kann ich die Seele baumeln lassen, Kraft und Energie tanken, immer mal wieder meinen Gedanken nachhängen und manchmal fliegen mir in dieser Entspannung auch Problemlösungen zu, an denen ich den Tag zuvor stundenlang nagte.


    Ich fühle mich dann schon ein bisschen gestört, wenn die Hausfrauenriege an uns vorbeizischt, weil mich das in die Wirklichkeit zurückkatapultiert, der ich ja gerade so erfolgreich entflohen war ... aber die denken vermutlich das Gleiche, wenn sie mich treffen ;)

    Verbena das ist doch wirklich schön, wenn sich chias hormonpegel langsam wieder normalisiert und wenn die läufigkeit vorbei ist, sie eigentlich eine angenehme begleiterin beim gassigehen ist :)


    Die trainerin möchte mit mir einen trainervertrag abschliessen, hat sie gestern abend noch geschrieben. Mein mann wurde da etwas stutzig, weil wofür vertrag. Das müssen wir dann erst mal genauer durchlesen. Vll wg der benutzung des hp ohne mitgliedschaft ( geht ja erst nach bestandener bh prüfung)? Hm, komisch.

    Danke Mona.


    Und ja, das mit dem Vertrag finde ich auch ein bisschen komisch. Da macht es sicher Sinn, ihn gut durchzulesen, bevor Du nachher noch Kosten auferlegt bekommst, von denen Du nichts ahntest ... oder eine Heimsauna in Afrika kaufst :D


    Kann ja aber auch sein, dass es nur um die versicherungstechnische Absicherung geht - wegen der Haftung oder dass Du eine Haftpflichtversicherung für Sam bestätigst.


    Wobei ich es schon erstaunlich finde, dass man nur mit bestandener Begleithundeprüfung Mitglied werden kann. Aber wer weiß, vor welchem Hintergrund das entschieden wurde.

    Danke :*


    Nachdem es ja doch irgendwann mal Sommer werden soll, überlegte ich, dass für Bene der Hundebademantel eventuell zu warm werden könnte, wenn die Temperaturen steigen ... zumal sie sich ja gerne selbst nass macht, um sich abzukühlen.


    Ich schätze aber trocknene Pfoten und einen trockenen Bauch, weil ich mich nach einem Spaziergang mit den Hunden fühle, als würde ich am Strand leben: Sand und Wasser überall im Haus.


    Also habe ich mal wieder eingekauft und Trockenhandschuhe von Siccaro dabei entdeckt:


    https://siccaro.eu/de/dryglove…VGlKkQJwDhMRoCsRgQAvD_BwE


    Nachdem ich begeistert war, das die so können, habe ich dann gestern auch gleich noch ein zweites Paar bestellt.


    Die Hunde sind wirklich um Nu fast trocken und sauber. Ich hatte ja einiges an speziellen Handtüchern, aber diese Handschuhe sind wirklich saugstärker als jedes andere Trocknungsprodukt.


    Einziger Nachteil ist die Einheitsgröße. Bei meinen kleinen Händen fühlen die sich wirklich riesig an und es braucht etwas Übung, um die "Riesenschlappen" nicht fast zu verlieren, während man den Hund trocken rubbelt.


    Und sie trocknen selbst etwas schlecht und bleiben länger feucht (darum das zweite Paar, wenn wir auf dem Abendspaziergang nochmal nass werden).

    du hast zwar auch recht @Ellionore, aber das mobber verhalten ist sehr unangenehm und ich mag es nicht. Ausserdem in dieser grösse fühlen sich die anderen hh auch nicht sicher, weil er nicht gerade wie ein gehorchender dsh rüberkommt und letztens gezeigt hat, dass er immer noch draufgängerischer wird. Nö, das ist für mich eine art, der entgegengewirkt werden muss, sonst hab ich irgendwann ein echtes problem und geht vll nicht mehr so gut aus wie letztens. Oder er kommt an den verkehrten und dann hab ich einen raufer. Das wäre dann noch besch...

    Ich sehe das genauso. Klar stimmt Holgers Einstellung auch: Man muss nicht immer everybodys Darling sein und auch keinen solchen an der Leine haben und es lebt sich entspannter, wenn man sich kein schlechtes Gewissen einredet/ einreden lässt, weil der Hund eine andere Einstellung zu seinen Artgenossen hat, wie man sich das wünschen würde.


    Aber wenn es einem selbst damit besser geht, dass man in einem zielführenden Training Hoffnung haben kann, dass sich etwas zum Positiven verändert, dann finde ich es richtig, diese Chance zu nutzen.


    Ich befinde mich nämlich auch gerade in einem Zustand fröhlicher Euphorie, denn heute Früh hatte ich fast schon eine "normale" Chaosfürstin beim Hundelaufen dabei.


    Wir waren heute ca. 20 Minuten zu spät dran. Was auf dem ersten Teil unserer Strecke eigentlich unproblematisch ist, denn die Stunde der Nordic Walker und Jogger beginnt erst um 6.30 Uhr und auch erst auf dem letzten Stück unseres Rundgangs.


    Nachdem es wirklich wie aus Kübeln goß, rechnete ich aber trotzdem nicht damit, überhaupt jemandem zu begegnen (an dieser Stelle ist auch meine Verwunderung immer groß, dass es scheinbar nur noch "Schönwettergassigeher" gibt).


    Ich hatte aber falsch gedacht, denn die stockschwingende Hausfrauenriege lässt sich nicht vom Wetter beeindrucken und kam mir in Regenkleidung gehüllt und unter ihrer Kapuze versteckt, auf dem Längsweg entgegen, während wir auf dem Querweg unterwegs waren.


    Nun überlegte ich kurz, ob es sinnvoll wäre, mal kurz Hackengas zu geben, um vor den Damen durch zu flitzen oder ob es besser wäre, zu warten, bis sie an uns vorbei sind ... auch auf das Risiko, dass sich Chia wieder benimmt, wie der Hund von Baskervill.


    Am Sonntag vor einer Woche zog sie ja wirklich alle Register ihrer "böser Schäferhund-Show", nachdem gleich vier Jogger und zwei Stockschwinger unseren Weg kreuzten und meine Freundin meinte, dass Chia "echt peinlich" sei. Zur Verteidigung der Chaosfürstin sei bemerkt, dass ihre Hormone da schon eine flotte Sohle aufs Parkett legten und ihre Reizschwelle in reziproker Relation zu ihrem Hormonpegel stand.


    Heute lagen die Karten allerdings noch schlechter, denn verhüllte Menschen, die Stöcke schwingen, reizen Chias Unmut eigentlich noch mehr.


    Mein Entscheid fiel dann auf die Variante "stehenbleiben und warten bis die Hausfrauen vorbeigezogen sind und riskieren, dass Chia ausrastet", denn zum einen kennen die Stockschwingerinnen meine Chaosfürstin vom Tag ihres Einzugs bei uns und wissen, dass sie nur eine Show abzieht und nicht wirklich böse ist und zum anderen sind die Damen flott unterwegs und Bene ist eine Trödelliese, die jeden Grashalm anschnuppern und bepinkeln muss und Chia sitzt gerne mal Protest, wenn sie das Gefühl hat, dass meine Aktionen nicht in ihrem Sinn sind. Die Chance, von der Hausfrauenriege von hinten überholt zu werden, war hoch ... und außerdem habe ich das Problem auch nicht gerne im Nacken.


    Also nahm ich Chia an die Leine, befestigte einen Karabiner am Brustring und ließ die Vermummten an uns vorbeiziehen. Die grüßten auch nett, ich früßte zurück und Chia ... schwieg und schaute mich an. Ohhhhh welch Hochgefühl!!!


    Ich glaube, ich habe eine halbe Packung Kekse in die Hunde gestopft, weil ich so überglücklich war, dass Chia sich so vorbildlich benommen hatte.


    Überhaupt scheint die bunte Knete so langsam dem Verstand wieder mehr Platz einzuräumen. Noch ist sie zwar läufig und noch nicht so, wie vor der Läufigkeit, aber wir feiern die kleinen Erfolge und versuchen uns, daran aufzurichten (und die Beulen aus dem zerstampften Krönchen zu drücken).

    @Azemba Ich bin zu 100% bei Dir und empfinde jeden Deiner Sätze so, wie Du sie schreibst.


    Einzig zum Thema "Welpen loswerden" musste ich mich eines Besseren belehren lassen, denn offensichtlich ist der Run auf Welpen derzeit so groß, dass Preise bezahlt werden, die man sonst nur von Designerrassen kennt.


    Hätte nicht mein Nachbar mir erzählt, dass die 5 papierlosen Jack Russels pro Stück für 1500 € im Nu verkauft gewesen sind und es 50 Interessenten gab, die tätsächlich sogar noch höher boten, um doch noch einen der bereits vergebenen Welpen zu bekommen, jätte ich das nie geglaubt. Aber ich kenne meinen Nachbarn nun seit 25 Jahren und weiß, dass der mich nicht anschwindelt.


    Als er mir vorrechnete, was für ein "schnelles Geld" ich mit Welpen von Chia verdienen könnte, habe ich ihm aber exakt die gleichen Gegenargumente gebracht, die Du, Azemba, auch anführst: Ich will nie erfahren, dass ein Hund aus meiner Hündin nicht geliebt wird und im Tierheim landet oder sogar zum Wanderpokal wird. Wenn ich das wüsste, hätte ich auch ruckzuck ein ganzes Rudel Schäferhunde, weil ich die alle zurückholen würde, respektive vertraglich festlegen würde, dass die Hunde im Abgabefall zu mir zurück kommen müssen (ich hatte auch auf alle meine Pferde ein Vorkaufsrecht und habe davon auch Gebrauch gemacht).


    Für mich ist aber am Ende entscheidend, wie der Züchter des Welpen, den ich zu mir nehmen möchte, Zucht definiert. Ich kenne Hundebesitzer, die von Züchtern kauften, deren Hunde Papiere hatten, aber bei denen ich mich fragte, wie das mit der Wurfabnahme funktionieren konnte, wenn die Hündin und ihre Babys nur im Zwinger gehalten werden und quasi im eigenen Dreck vor sich hinleben. Ich will gar nicht behaupten, dass diese "Züchter" nicht auch Geld investieren, denn an die Papiere sind ja auch Impfungen und Wurmkuren genüpft und - zumindest bei den Leonbergern weiß ich, dass man erst mal zwei Jahre Clubmitgleid sein muss, ein Zuchtseminar absolviert haben muss und die Zwingerabnahme positiv verlaufen sein muss, bevor man mit der Zucht starten darf.Körung der Hündin, Kosten für die Röntgenaufnahmen und bezahlen der Decktaxe für den Rüden kosten zusätzlich auch noch. Dazu kommen noch die Kosten für den Club, die Wurfabnahme, die Papiere ... also ganz ohne finanziellen Aufwand wird der Züchter, dessen Welpen Papiere bekommen, nicht züchten können. Aber, und auch wenn er Geld investiert, heißt das ja nicht, dass ich beim Züchter mit Papieren den wesensstärkeren, gesunderen und ionsgesamt "besseren" Hund bekomme, als beim Züchter, der auf Papiere verzichtet, aber die Zucht mit ganz viel Herzblut, langjähriger Erfahrung, fundiertem Wissen und durchdachter Zuchtplanung betreibt.


    Wenn ich selbst keine Zuchtambitionen habe, darf es auch ein Welpe ohne Papiere sein, aber selbst züchten wäre für mich auch keine Option und ich kenne einen Mischlingsrüden, der schon drei Würfe produzierte und bereits Großvater ist ... ein besserer Hund ist der dadurch nicht und wenn der eine läufige Hündin in der Nase hat, hört der nichts mehr.


    Bei einem gut erzogenen Rüden mag das anders sein, aber mich schüttelt es schon, dass der 6-jährige Hund immer wieder lahmt und Futterzusätze vom Tierarzt braucht, aber weiterhin deckt. Das Gleiche bei einer Landseerhündin, die schon als Junghund ständig hinkte, aber zweijährig vom eigenen Bernhardiner gedeckt wurde und seitdem jedes Jahr Welpen bringt, die für 800 Euro verkauft werden ... und da bleibt keiner übrig, obwohl die in einer Pferdebox aufgezogen werden und sonst nichts kennen.

    Luna Wir stehen alle immer wieder vor neuen Herausforderung, auch wenn wir ja eigentlich schon "alte Hasen" sind und denken, dass wir wissen, wie wir solche Probleme lösen.


    Wichtig ist aber am Ende nur, dass Du Deinen ganz persönlichen Weg mit Sam findest und Ihr Euch beide wieder entspannen könnt, wenn Euch ein fremder Hund begegnet.


    Es ist sicher keine leichte Aufgabe, wenn gleich zwei Faktoren zusammen kommen, wie eben, dass Sams Aufmerksamkeit ab und zu mal ganz woanders ist, als sie sein sollte und dass er nicht gelernt hat zu spielen, sondern gleich losrüpelt.


    Mir hat mal jemand erklärt, dass wenn man einen Raum mit ganz vielen Türen sieht, man in der Regel eine Tür nach der anderen öffnet, um reinzuschauen, was dahinter ist. Der ADS-ler sieht die Türen und ist komplett überfordert, weil er alle gleichzeitig öffnen möchte, denn er ist überzeugt, dass er garantiert zuerst die Falsche öffnet und der Entscheid, eine nach der anderen zu öffnen, kommt ihm nicht in den Sinn - also ist er vollkommen gestresst und verzweifelt an der Aufgabe.


    Sams Rüpelverhalten kann also durchaus auch auf den Stress zurückzuführen sein, der aus seiner Überforderung mit der Situation entsteht und er baut diesen Stress dann mit seinen Rüpeleien ab.


    Wenn er aus der Überforderung in die Ruhe geführt wird, kann er vermutlich auch irgendwann mit anderen Hunden entspannter umgehen und spielen.


    Ihr schafft das!

    Wenn ich die Bilder von Nika sehe, denke ich immer, dass meine Anka mich aus dem bidlschönen Nika-Gesicht anschaut:



    Bei Chia vermisse ich ein bisschen das lange Seidenfell, das Nika hat und das auch Anka hatte.

    Ich hole das Thema noch mal hoch, weil ich mir gerade über vieles Gedanken mache, was mit Zucht zu tun hat - nicht zuletzt, weil Luna in einem anderen Faden fragte, ob ich schon mal darüber nachdachte, Chia einmal Welpen haben zu lassen und vorgestern fragte mich mein Nachbar das Gleiche und meinte, dass jede Hündin einmal Welpen haben sollte. Mein Mann würde da auch sofort zustimmen, aber ich weiß, wem die Arbeit zufällt ... und ich bin bei uns ja auch fürs "Sorgenmachen" zuständig. Mein Mann und unsere Tochter nehmen das Leben viel leichter, als ich das tue und leben nach dem Motto: "In jedem Problem liegt auch schon die Lösung" und nehmen Herausforderungen an, um sie zu meistern, während ich eher zur Verzweiflung neige, wenn nicht alles nach Plan verläuft.


    Zucht wäre für mich also definitiv keine Option. Und wenn ich daran denke, dass die Zuchtzulassung dann vor mir läge ... ich habe meine Ambitionen bezüglich Zucht, Prüfungen und Ausstellungen mit meinen Leonbergern begraben.


    Selbst die Pferdezucht hat für mich ihren Reiz verloren, weil daran auch viel Leid, viel Loslassen und viel Bürokratie und "Gemenschel" hing.


    Was ich aber aus der Pferdezucht mitnehmen durfte - und hier komme ich jetzt zum Thema Papiere - war das Wissen, dass Zucht wie ein Bus voller Verwandtschaft ist, bei dem man nicht sicher sein kann, wer als Erster aussteigt - und für mich bedeutete das immer, dass wenn ich schon keinen Einfluss auf die Launen der Natur habe, ich zumindest das züchterische Fundament der Abstammungslehre und die Erfahrung der bewährten Passanpaarungen, respektive der Linienzucht, nutze, um erfolgreiche Pferde zu züchten. Ich schreibe das nun nicht, um mich selbst zu beweihräuchern, sondern weil ich tatsächlich Pferde aufs internationale Sport- und Zuchtparkett schicken durfte, bei denen bereits das Papier Versprechen gab, die sich auch erfüllten (natürlich muss man auch die Menschen finden, die das Talent des Pferdes entsprechend fördern).


    Das Totschlagargument der Interessenten gegen einen vernünftigen Preis, dass man auf Papieren nicht reiten kann, widerlegte ich stets, weil aus meiner Zucht keine "züchterischen Abfallprodukte" kamen, die niemand haben will und die nie eine Chance bekommen, trotzdem wertvoll zu werden. Jeder Hengst, den ich zur Vorauswahl stellte, wurde auch gekört und wir nahmen auch jedes Jahr mindestens einen Gekörten mit nach Hause. Unsere Stuten trugen die Prämien- und Siegerstutentitel und unsere Fohlen waren stets Endringkandidaten. Im Sport laufen undere "Zuchtprodukte" in jeder sportlichen Sparte teilweise bis S und durften auch im Nachwuchspferdebereich Championatstitel sammeln.


    Für mich war das immer die Bestätigung, dass Zucht ein Stück weit planbar ist, wenn man durchdacht und mit entsprechendem Wissen verpaart.


    Bei meinen Hunden waren mir Papiere ursprünglich nicht wichtig, denn da gab es erstmal keine Zucht- oder Sportambitionen.


    Aber mein erster wirklich eigener Hund Higgins sollte eigentlich das Produkt einer Liebeshochzeit zwischen einer Schäferhund/Setter-Mix-Hündin und einem Berner Sennenrüden sein ... wie sich später herausstellte, war sein Vater ein Pitbull.


    Meine Wünsche, die ich mit ihm verbunden hatte, erfüllte er nicht. Ich liebte ihn natürlich trotzdem, fand das Zusammenleben mit ihm aber auch oft anstrengend.


    Das Lieschen war hingegen ein Sechser im Lotto. Aber bei ihr wusste ich, dass die Mutter eine Deutsche Schäferhündin war und der Vater ein Collie. Beide Rassen waren für mich leichtführig und nicht unbedingt jagdbegeistert. Mit dem Lieschen hatten wir eine wunderbare Familienhündin, die tatsächlich auch sportlich nicht ganz talentfrei war. Wir hatten aber auch keine großen Ansprüche oder Ehrgeiz. Mit Joe war ich schon etwas erwartungsvoller und ich recherchierte damals auch, welche seiner Ahnen einen sportlichen Erfolg versprechen könnten und wo seine Talente liegen könnten. Ich trat damals auch in den LSVD ein, bevor ich mir einen Welpen aussuchte ... auch wenn Joe dann auch ohne große Informationen genau der Richtige war. Damals gab es ja noch keine umfassenden Zuchtdatenbanken, bei denen man sich selbst informieren konnte, sondern nur den Zuchtwart als Ansprechpartner, dessen Rat man halt annahm, weil er zumindest mehr wusste, als man selbst.


    Anka hätte sehr gute Papiere und war auch schon sportlich geführt worden, als sie zu uns kam. Da gab es tatsächlich auch mal eine Zuchtambition, aber es sollte dann einfach nicht sein.


    Die Leos waren züchterisch vielversprechend. Sie stammten aus der Zucht einer Tierärztin, die man auf jeder Ausstellung trifft und die inzwischen auch Richterin auf Ausstellungen und Zuchtprüfungen ist. Sie jagte innerhalb kürzerster Zeit vom A- zum J-Wurf und hatte längere Zeit und in jedem Jahr immer zwei Hündinnen mindestens tragend.


    Bei ihr wurde - aus meiner Sicht ziemlich herzlos - auch aussortiert, wenn ein zweijähriger Rüde die Körung nicht mit Auszeichnung bestanden hatte oder die Hündin aus ihrer Sicht nicht vielversprechend genug war. Man konnte bei ihr häufig ihren "Zuchtausschuss" im Alter von ein bis zwei Jahren kaufen.


    Aber sie erwartete eben auch, dass die Welpenkäufer genauso ambitioniert sind, wie sie selbst es ist und drängte immer zur Vorstellung an Ausstellungen und Zuchtprüfungen. So war Müsli gekört und die Bommeline hatte schon Anfragen auf eventuelle Welpen, als sie gerade mal ein Jahr alt war.


    Elvis kamn aus einer Dissidenzzucht und im Nachhinein würde ich niemals mehr einen Dissidenzleo kaufen, wenn der Züchter damit nur die gesundheitlichen Anforderung umgeht, die der DCLH an die Körung knüpft und die Leonberger Polyneuropathie für einen Witz hält.


    Ein Blick in seine Papiere hätte mich warnen können, denn er hatte den gleichen Großvater wie Müsli und auch auf der Mutterseite viel "Müsli-Verwandtschaft", von denen man weiß, dass sie die Genutation LPN1 in sich trugen und weitergaben.


    Einen Leo ohne Papiere würde ich also niemals kaufen, weil das Risiko einer Krankheit, die einer der Ahnen weiterzugeben vermochte, einfach zu hoch ist.


    Bei den Schäferhunden merke ich, das sich da entspannter bin.


    Ich will einfach das Gefühl haben, dass der Züchter meines Hundes weiß, was er tut und entsprechendes Wissen und Erfahrung hat. Wichtig ist mir, dass die Eltern gesund sind und das auch durch entsprechende Untersuchungen nachgewiesen werden konnte. Wenn es vorhergehende Würfe mit gleicher oder ähnlicher Anpaarung gibt und ich sogar ein positives Feedback von Käufern bekomme, beruhigt mich das auch - und dabei müss ich dann nicht zwingend Papiere zum Hund bekommen, wenn alles andere passt.


    Ich würde mich aber für keinen Welpen interessieren, wenn derdas Produkt eines "Coronahundevermehrers" ist, der die Gunst der Stunde nutzt, um mit Welpen Geld zu verdienen (mein Nachbar erzählte mir, dass die Jack Russel-Hündin seiner Tochter 5 Welpen bekommen hat und die innerhalb von vier Stunden nach der Anzeigenschalte alle für je 1500 € verkauft waren und sie 50 Anfragen hatte, obwohl der Preis dabei stand. Die Welpen haben keine Papiere).


    Wenn es bei einer "Zucht", ob mit oder ohne Papiere, nur ums Geldverdienen geht, dann bin ich dort kein Kunde.


    Für mich ist eine vorbildliche Haltung der Hunde, das Streben nach Gesundheit, züchterischer Sachverstand, Herzblut und der Wunsch, dass die Welpen das beste Zuhause bekommen und die Käufer mit ihren Hunden glücklich werden, der springende Punkt.


    Am Preis scheitert für mich kein Kauf und ich würde auch nicht erwarten, dass der Hund ohne Papiere billiger ist, als der mit Papieren. Wenn der Züchter mich überzeugt und ich den Welpen gerne zu uns nehmen möchte, bekommt er auch den Preis, den er für gerechtfertigt hält.


    Selbst züchten möchte ich aber definitiv nicht.

    Da Reh hat aber wirlich sehr viel Vertrauen zu euch und euren Hunden.

    Harras nimmt ja immer nur die Witterung der Rehe auf, die dann gerade vor kurzem dort passierten, wo wir nun sind.

    Dann rennt er kreuz und quer mit der Nase unten über die Wiese. Ich habe keine Ahnung, was er machen würde, wenn

    er tatsächlich mal einem Reh begegenen würde. Aber ich möchte es auch nicht ausprobieren.

    Oh ja, Chia findet die Fährten der Wildtiere auch super spannend, aber ich denke, dass Harras vermutlich auch bei einer Rehbegegnung abrufbar bleiben würde. Er mag ja auch die Möwen und die anderen frechen Vögel und tut ihnen nichts.


    Das Reh begleitet uns aber schon seit vier Jahren und nimmt es auch gelassen, dass es hier auch Hunde gibt. Wahrscheinlich weiß es, dass ihm nichts passiert - selbst wenn Chia ihm stürmisch Hallo sagen möchte, läuft es nur ein kurzes Stück und frisst dann weiter Gras.


    Wenn sonst immer alles klappt Verbena, dann kannst Du trotzdem zufrieden mit Deiner Chia sein. Ich kann es mir zwar auch sehr anstrengend vorstellen, wenn die Hundedame der Schöpfung den Hahn dann gleich soweit aufdreht, dass Frauchen schon mal am Rad dreht, aber das ist eine Zeit die auch wieder vorübergeht und Du eigentlich eine klasse Hündin mit Chia hast. Tauben, Rehe, Fasane, Pferde, andere Hunde, alles kein Problem. Was sind dagegen schon die 3 Wochen der Läufigkeit.


    Nimm's mit Humor und Verständnis für diese Achterbahn der Hormone. Vielleicht würde sie ruhiger werden, wenn sie mal einen Wurf bekäme? Noch nie darüber nachgedacht?

    Du hast natürlich absolut Recht: Ich jammere ja wirklich auf hohem Niveau, aber man hat halt auch so Frusttage, an denen wirklich alles schief zu laufen scheint und dann macht eine läufige Hündin mit bunter Knete im Kopf den Tropfen aus, der das Fass zum Überlaufen bringt.


    Wobei Chia grundsätzlich eine sehr geringe Frusttoleranz hat und bei Hundebegegnungen kann sie auch flippen, weil sie dann zum anderen Hund will und wenn ich das nicht zulasse, dann singt sie und wenn sie richtig übel drauf ist, dann pöbelt sie auch. Mit dem vorderen Ring am Geschirr habe ich zwar viel mehr Kontrolle über sie, aber man hält sie durchaus auch für den Hund von Baskerville.

    Du machst mir Hoffnung, Babsi. Aber bei Chia ist es die 3. Läufigkeit. Ab wann wurde es bei Tilli entspannter?

    Tilli wir Ende des Monats 4. Also ein paar mehr Läufigkeiten sind es schon noch. Das wird Stück für Stück immer etwas besser. Bei der dritten war sie auch noch völlig im Paarungswahn. Das jetzt ist die erste Läufigkeit, die ich als so entspannt empfinde. Ich hatte mich auf Schlimmeres eingestellt. Selbst mit dem Futter klappt es halbwegs. Sie mäkelt nicht, sie ist nur etwas wählerisch 8) .

    Echt? Vier Jahre? Puh - dann habe ich ja noch was vor mir. Aber ich versuche mich in Geduld zu üben und zur Not haben wir hier ja unseren Stuhlkreis :thumbup: