Würmer lieben Eiweiß. Wer also nicht gerade extrem Eiweißarm füttert, wobei selbst das nicht mal ein Schutz ist. Denn dann wären nicht die ganzen Straßenhunde immer so schwer und massiv verwurmt, obwohl die eher Abfälle fressen, die stark kohlenhydratlastig sind.
Nein, Würmer selbst sind eine Eiweißquelle, aber Würmer sind vor allem dann am häufigsten anzutreffen, wo die Nahrung vor allem reich an Kohlehydraten ist.
Kohlehydrate sind aber auch bei Keimen und Pilzen sehr beliebt und das führt dazu, dass bei kohlehydratreicher Ernährung auch die Gefahr von Pilzen und Keimen im Darm zunimmt und das schwächt das immunsystem, das zu ca. 60% im Darm gebildet wird (was erklärt die Redewendung, dass die Gesundheit im gesunden Darm sitzt). Ist das Immunsystem aber durch "ungute" Darmkeime und Pilzbefall geschwächt, fällt auch die Immunantwort auf Parasiten zu schwach aus, um das Wachstum und die Vermehrung natürlich einzudämmen.
Im Grunde sind - das wurde ja auch schon erwähnt - Darmparasiten im lebenden Organismus ganz normal und erst einmal nicht schädlich, denn keinem Parasit ist daran gelegen, dass er seinen Wirt umbringt. Im Gegenteil: In der Regel bildet sich sogar eine Symbiose zwischen Parasit und Wirt, denn in der Umgebung von Würmern entsteht ein präbiotisches Millieu. Diese Erkenntnis führte unter anderem zu einer Studie, in welcher Morbus Crohn Patienten Wurmeier eingegeben wurden, um die Feststellung zu beweisen, dass die Würmer tatsächlich dafür sorgen konnten, die Entzündungen im Darm zu lindern.
Und nein, ich möchte keine Würmer in mir züchten, aber wenn das immunsystem stark genug ist und die Darmflora nicht durch Pilzbefall, eine zu starke Keimbelastung oder Antibiotika geschwächt ist, kann es durchaus den Parasitenbefall so moderat halten, dass kein gesundheitlicher Schaden von den Würmern ausgeht.
In der Regel werden 200 Wurmeier pro g Kot als "normal" und nicht behandlungsbedürftig eingestuft. Was darüber hinausgeht, sollte behandelt werden. Wer das wie macht, will ich gar nicht zur Diskussion anregen, aber es ist immer sinnvoll, das Immunsystem zu stärken - das ist übrigens auch der Wirkweg der Zistrose, die das Immunsystem stärkt, denn stark von Zecken befallen werden vor allem die Hunde, welche ein schwaches Immunsystem haben - die Zecken "riechen" das.
Darüber hinaus würde ich auch auf eine kohlenhydratarme Ernährung achten - also eher kein Getreide, keine Rübenschnitzel etc., um das Darmmillieu für Parasiten unattraktiv zu machen.
Ich gebe selbst auch alle sechs Monate von einer Woche gesammelte Kotproben meiner Hunde beim Tierarzt ab und bislang gab es keinen Grund, eine Wurmkur zu verabreichen.
Überdies ist beispielsweise in Schweden die Abgabe von Wurmkuren an eine Kotprobe gebunden, die eine Verwurmung aufweisen muss. Hier geht es aber weniger um die Gesundheit von Hund, Katze oder Pferd, sondern um die Folgen der mit dem Kot ausgeschiedenen Substanzen, welche die Umwelt belasten und zum Insektensterben führen können.
Ich habe auch mehrfach schon erwähnt, dass ich selbst nach einem Zeckenbiss an Neuro-Borreliose erkrankte und ich hatte Schübe, in denen mir das Leben verleidet war, weil selbst heftige Schmerzmittel kaum noch wirkten und meine Leber und mein Magen Amok liefen. Ich habe dann nach Alternativen suchen müssen, deren Nebenwirkungen nicht fast genauso schlimm sind, wie die Schübe und auch nicht süchtig machen - und ich habe sie gefunden und bin seit Oktober letzten Jahres frei von weiteren Schüben geblieben.
Ich hätte die Erfahrung trotzdem nicht gebraucht und würde auch nicht rislieren wollen, dass meine Hunde sie machen müssen. Aber genau darum würde ich nicht auf Mittel setzen, die den Biss der Zecke nicht verhindern - denn es ist der Biss der Zecke, durch den die Borrelien in den Körper gelangen.
Wenn ich feststellen würde, dass meine Hunde plötzlich vermehrt Zecken hätten (und nachdem ich Bene übernommen hatte, brachte sie vom ersten Spaziergang 16!!! Zecken mit), würde ich vielleicht auch nach Mitteln suchen, die meine Hunde besser schützen. Bislang komme ich mit Zistrose, Schwarzkümmelöl und Bierhefe gut zurecht. Bene und Chia hatten bislang 2 bzw. 3 Zecken, aber das liegt nun ca. 2 Wochen zurück und insofern gehe ich davon aus, dass sich die Wirkung der Zistrose, des Schwarzkümmelöls und der Bierhefe noch nicht aufgebaut hatte und darum hatte ich zusätzlich noch äußerlich behandelt, bis die Hunde keine Zecken mehr anziehen.
Gewiss kann Schwarzkümmelöl bei langer Anwendung und höherer Dosierung auf die Leber schlagen, aber schon Paracelsus stellte fest: "All Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist." Ich bin immer angehalten, die Dosis so gering als möglich zu halten und das Risiko des Mittels gegen das Risiko eines Zeckenbisses abzuwägen.
Bislang waren die Leberwerte meiner Hunde immer im grünen Bereich, obwohl sie den Sommer durch täglich 1 ml Schwarzkümmelöl pro 10 kg Körpergewicht bekommen.
Ich bin, owohl ich Tierheilpraktikerin bin, vermutlich öfter mit meinen Tieren beim Tierarzt, als manch anderer, aber für mich ist die Vorsorge durch die Kontrolle der Blutbilder und der Kotproben der beste Schutz vor Krankheit und Parasiten und solange mein Tierarzt mit den Blutbildern und dem Ergebnis der Kotproben zufrieden ist, besteht für mich kein Handlungsbedarf im Bezug auf chemische Wurmkuren (die ich nicht ablehne, wenn sie nötig sind, aber ich behandle auch entsprechend nach) oder was die Gabe von Schwarzkümmelöl und Zistrose betrifft.
Ich nutze beides aber auch selbst, denn auch ich brauche keine weiteren Borrelien in meinem Körper ![]()