Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Würmer lieben Eiweiß. Wer also nicht gerade extrem Eiweißarm füttert, wobei selbst das nicht mal ein Schutz ist. Denn dann wären nicht die ganzen Straßenhunde immer so schwer und massiv verwurmt, obwohl die eher Abfälle fressen, die stark kohlenhydratlastig sind.

    Nein, Würmer selbst sind eine Eiweißquelle, aber Würmer sind vor allem dann am häufigsten anzutreffen, wo die Nahrung vor allem reich an Kohlehydraten ist.


    Kohlehydrate sind aber auch bei Keimen und Pilzen sehr beliebt und das führt dazu, dass bei kohlehydratreicher Ernährung auch die Gefahr von Pilzen und Keimen im Darm zunimmt und das schwächt das immunsystem, das zu ca. 60% im Darm gebildet wird (was erklärt die Redewendung, dass die Gesundheit im gesunden Darm sitzt). Ist das Immunsystem aber durch "ungute" Darmkeime und Pilzbefall geschwächt, fällt auch die Immunantwort auf Parasiten zu schwach aus, um das Wachstum und die Vermehrung natürlich einzudämmen.


    Im Grunde sind - das wurde ja auch schon erwähnt - Darmparasiten im lebenden Organismus ganz normal und erst einmal nicht schädlich, denn keinem Parasit ist daran gelegen, dass er seinen Wirt umbringt. Im Gegenteil: In der Regel bildet sich sogar eine Symbiose zwischen Parasit und Wirt, denn in der Umgebung von Würmern entsteht ein präbiotisches Millieu. Diese Erkenntnis führte unter anderem zu einer Studie, in welcher Morbus Crohn Patienten Wurmeier eingegeben wurden, um die Feststellung zu beweisen, dass die Würmer tatsächlich dafür sorgen konnten, die Entzündungen im Darm zu lindern.


    Und nein, ich möchte keine Würmer in mir züchten, aber wenn das immunsystem stark genug ist und die Darmflora nicht durch Pilzbefall, eine zu starke Keimbelastung oder Antibiotika geschwächt ist, kann es durchaus den Parasitenbefall so moderat halten, dass kein gesundheitlicher Schaden von den Würmern ausgeht.


    In der Regel werden 200 Wurmeier pro g Kot als "normal" und nicht behandlungsbedürftig eingestuft. Was darüber hinausgeht, sollte behandelt werden. Wer das wie macht, will ich gar nicht zur Diskussion anregen, aber es ist immer sinnvoll, das Immunsystem zu stärken - das ist übrigens auch der Wirkweg der Zistrose, die das Immunsystem stärkt, denn stark von Zecken befallen werden vor allem die Hunde, welche ein schwaches Immunsystem haben - die Zecken "riechen" das.


    Darüber hinaus würde ich auch auf eine kohlenhydratarme Ernährung achten - also eher kein Getreide, keine Rübenschnitzel etc., um das Darmmillieu für Parasiten unattraktiv zu machen.


    Ich gebe selbst auch alle sechs Monate von einer Woche gesammelte Kotproben meiner Hunde beim Tierarzt ab und bislang gab es keinen Grund, eine Wurmkur zu verabreichen.


    Überdies ist beispielsweise in Schweden die Abgabe von Wurmkuren an eine Kotprobe gebunden, die eine Verwurmung aufweisen muss. Hier geht es aber weniger um die Gesundheit von Hund, Katze oder Pferd, sondern um die Folgen der mit dem Kot ausgeschiedenen Substanzen, welche die Umwelt belasten und zum Insektensterben führen können.


    Ich habe auch mehrfach schon erwähnt, dass ich selbst nach einem Zeckenbiss an Neuro-Borreliose erkrankte und ich hatte Schübe, in denen mir das Leben verleidet war, weil selbst heftige Schmerzmittel kaum noch wirkten und meine Leber und mein Magen Amok liefen. Ich habe dann nach Alternativen suchen müssen, deren Nebenwirkungen nicht fast genauso schlimm sind, wie die Schübe und auch nicht süchtig machen - und ich habe sie gefunden und bin seit Oktober letzten Jahres frei von weiteren Schüben geblieben.


    Ich hätte die Erfahrung trotzdem nicht gebraucht und würde auch nicht rislieren wollen, dass meine Hunde sie machen müssen. Aber genau darum würde ich nicht auf Mittel setzen, die den Biss der Zecke nicht verhindern - denn es ist der Biss der Zecke, durch den die Borrelien in den Körper gelangen.


    Wenn ich feststellen würde, dass meine Hunde plötzlich vermehrt Zecken hätten (und nachdem ich Bene übernommen hatte, brachte sie vom ersten Spaziergang 16!!! Zecken mit), würde ich vielleicht auch nach Mitteln suchen, die meine Hunde besser schützen. Bislang komme ich mit Zistrose, Schwarzkümmelöl und Bierhefe gut zurecht. Bene und Chia hatten bislang 2 bzw. 3 Zecken, aber das liegt nun ca. 2 Wochen zurück und insofern gehe ich davon aus, dass sich die Wirkung der Zistrose, des Schwarzkümmelöls und der Bierhefe noch nicht aufgebaut hatte und darum hatte ich zusätzlich noch äußerlich behandelt, bis die Hunde keine Zecken mehr anziehen.


    Gewiss kann Schwarzkümmelöl bei langer Anwendung und höherer Dosierung auf die Leber schlagen, aber schon Paracelsus stellte fest: "All Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist." Ich bin immer angehalten, die Dosis so gering als möglich zu halten und das Risiko des Mittels gegen das Risiko eines Zeckenbisses abzuwägen.


    Bislang waren die Leberwerte meiner Hunde immer im grünen Bereich, obwohl sie den Sommer durch täglich 1 ml Schwarzkümmelöl pro 10 kg Körpergewicht bekommen.


    Ich bin, owohl ich Tierheilpraktikerin bin, vermutlich öfter mit meinen Tieren beim Tierarzt, als manch anderer, aber für mich ist die Vorsorge durch die Kontrolle der Blutbilder und der Kotproben der beste Schutz vor Krankheit und Parasiten und solange mein Tierarzt mit den Blutbildern und dem Ergebnis der Kotproben zufrieden ist, besteht für mich kein Handlungsbedarf im Bezug auf chemische Wurmkuren (die ich nicht ablehne, wenn sie nötig sind, aber ich behandle auch entsprechend nach) oder was die Gabe von Schwarzkümmelöl und Zistrose betrifft.


    Ich nutze beides aber auch selbst, denn auch ich brauche keine weiteren Borrelien in meinem Körper ;)

    Ganz genau ... es wäre ideal, wenn man das Großenbacher Pro Guide auch im vorderen Schulter-/ Halsbereich verstellen könnte. Wobei eben da wohl das Problem sein könnte, dass es dann auch höher kommt und dann auf den Kehlkopf drücken könnte, weil es deutlich breiter geschnitten ist, als das Vario. Das ist mir zuerst gar nicht aufgefallen, sondern erst klar geworden, als man mir das bei Grossenbacher erklärte.


    Im schlimmsten Fall muss ich halt erst mal akzeptieren, dass das Geschirr sich vorne um den Hals dreht, wenn ich den vorderen Brustring verwende. Ich habe heute früh auch mal versucht, sowohl den hinteren Ring hinter dem Griff und dann den vorderen Ring vor dem Griff gleichzeitig zum vorderen Brustring zu verwenden (das war auch ein Rat von Hundeshop.de) und das verbessert schon vieles, aber es macht halt den Brust-/Schulterbereich nicht enger.


    Wenn die Größe M im Halsbereich nicht gleich 12 cm enger wäre, würde ich es sofort bestellen, um die Zeit zu überbrücken, bis Chia ein bisschen mehr Substanz dazu gewonnen hat, aber davon raten mir sowohl Hundeshop, als auch Grossenbacher ab, weil es höchstens 3 cm sind, die beim L zu weit sind und das M wohl definitiv nicht passen würde oder eben sogar den Kehlkopf berühren würde.


    Wahrscheinlich gibt es nicht das perfekte Geschirr, sondern immer nur das perfekte Geschirr für den jeweiligen Hund. Ich würde trotzdem gerne beim Grossenbacher bleiben und überlege, ob ich mit dem Vario überbrücke oder von Grossenbacher noch eine Idee kommt.

    ... und nun zuzrück zur zauberhaften Tara.


    Das war sicher ein tolles Abenteuer für Tara, als sie die Freiheit ohne Leine genießen durfte und ich freue mich sehr zu lesen, dass Angelo sie inzwischen auch als neues Familienmitglied akzeptiert und ein bisschen Zähnezeigen sei ihm gestattet ;)

    Bitte, bevor man Leuten unterstellt, einen "Weltuntergang heraufzubeschwören", den gesamten Text lesen und nicht Fragmente zu einer eigenen Wahrheit verdrehen!


    Es ging darum, dass Hunde, wenn sie mit 5 Monaten beginnen, alles zu fressen, durchaus auch an einer Imbalance des Säure-Basen-Haushaltes leiden können und diese Weishaeit ist nicht einmal auf meinem Mist gewachsen, sondern wird auch von Leuten vertreten, die Tiermedizin studiert haben. Es ist auch kein gut gehütetes Geheimnis, dass der Wolf sich nicht von extrudiertem Futter ernährt, sondern von Beutetieren, die er tatsächlich komplett frisst - also mit Fell und Mageninhalt und sogar mit Hufen.


    Auf diese Art der Nahrung ist die Magensäure des Hundes ausgerichtet - das ist Fakt.


    Ich behaupte nicht, dass jeder Hund, der nicht gebarft wird, an einem Magensäureüberschuss leidet, aber es ist bei sehr leicht verdaulichem Futter eben durchaus möglich, dass ein steter Überschuß an Magensäure zu einer Art Sodbrennen beim Hund führt, wenn er für den Aufschluss seines Futters kaum Magensäure braucht.


    Ich erlebe das in meinem Beruf täglich und insofern steht hinter meinen Beiträgen in der Regel eine fachlich fundierte Ausbildung und 58 Jahre Lebens- und Hundeerfahrung.


    Wenn Du liebe @Azemba davon nicht profitieren willst, weil Du sowieso alles besser weißt, dann überlies doch einfach, was ich schreibe, aber stelle keine so steilen Thesen auf, dass jeder, der es nicht für normal hält, dass ein Hund auch nach der Phase des perversen Appetits noch Dinge aufnimmt, die kein Futter sind, gleich einen Weltuntergang heraufbeschwört, sondern ganz einfach auch sein Verantwortungsbewusstsein aktiv hält, wenn er nachfragt, woaran das Verhalten überdies liegen könnte. Es gibt jede Menge Welpen und Junghunde mit Magenproblemen, die Leute wie Du als nicht als solche erkennen, weil es ja normal ist und der Hund gerade in der Flegelphase ist, wenn er alles frisst, was ihm vor die Schnauze kommt.


    Und ich wollte den Faden von Tara nicht komplett ins Off Topic gleiten lassen, aber der Hund, der starb, weil er Steine gefressen hatte, lebte nicht nur im Hof und hatte auch Hundegesellschaft von zwei Artgenossen. Es mangelte ihm nicht an Aufmerksamkeit seiner Leute (sonst hätte vermutlich niemand gemerkt, dass es ihm plötzlich sehr schlecht ging) - die arbeiteten mit ihm auch regelmäßig im Hundesportbereich und gingen täglich mit ihm und seinen Hundekumpels laufen, aber er fraß alles, was er finden konnte, weil er einen Überschuß von Magensäure hatte (er hatte schon ein beginnendes Magengeschwür, das bei der OP gefunden wurde) und versuchte, das Brennen mit der Zufuhr von irgendwas zu lindern - weil er aber im Hof nichts anderes fand als Steine, fraß er eben die. Sein Verhalten hatte also nichts mit Langeweile zu tun, sondern mit einem Magenproblem, das erst erkannt wurde, als der Tierarzt ihn notoperierte ... Joe, so hieß der Hund, war noch kein Jahr alt, als er starb.


    Bevor man also vorschnell urteilt, sollte man nachfragen.

    ... ich mochte sie auch sehr gerne, aber Chia leider auch und so fehlt nun einem der Handschuhe das Bündchen :( Sie rochen wohl zu verlockend nach Pferd, als dass Chia dieser ofaktorischen Verführung widerstehen konnte.


    Ich bestelle sie aber in jedem Fall wieder. Das mit der Daumennaht ist mir bislang nicht bewusst aufgefallen. Vielleicht habe ich an der Stelle so viel Hornhaut vom Mistgabelschwingen an den Fingern, dass das Gefühl ertaubte :D Oder die Männerhandschuhe sind anders gearbeitet als die Frauenhandschuhe? ich hatte ja so wenig Auswahl, als ich sie bestellte, dass ich halt XS in Männergröße bestellte. Die Finger sind ein bisschen groß und lang, aber zu eng ist ja auch nicht so ideal, um die Wärme zu halten. Aber ich hatte auch überlegt, eventuell noch Seidenhandschuhe drunter zu tragen. Gibt es die noch zu kaufen? Ich hatte früher welche zum Skifahren, die man unter die Skihandschuhe anzog, damit die Wärme besser gehalten wird.

    Jepp - und das Barfen braucht mehr Magensäure und somit ist der Hund nicht ständig auf der Suche nach etwas Fressbarem, das das Brennen lindert, weil die Magensäure nach Arbeit verlangt. Rohfleisch und Knochen sind die natürliche Nahrung, für die der Hund genau diese scharfe Magensäure braucht, weil er nicht kauen kann, wie wir Menschen mit den flachen Backenzähnen, sondern die Fleischbrocken in schluckbare Stücke beisst, die dann von der Magensäure vorverdaut werden. Unser Vorverdauen ist das Kauen und darum brauchen wir keine so scharfe Magensäure wie der Hund.


    Füttert man aber immer leichtverdauliche Nahrung, dann braucht der Hund seine Magensäure kaum und sie hat zu wenig zu tun. Das führt zu Sodbrennen und dem Verlangen, etwas zu fressen, was die Magensäure wieder beruhigt ... und leider habe ich auch einen Hund gekannt, der im Hof, wo er lebte, nur Steine fand und dann halt die fraß ... er hat die Not-OP nicht überlebt.

    PS: ich hab mir gestern ne wunderschöne neue Leine bei Dog's Finest gegönnt. Manchmal geht's nicht anders... 😬

    Manchmal muss das sein und ich freue mich mit Dir über die wunderschöne Leine :*


    Bei Chia ist es nicht der Brustbereich über den Rippen, der problematisch ist, obwohl sie aktuell eben auch lang und schmal ist, sondern der vordere Brustbereich um den Hals und im Schulterbereich, wo das Geschirr keine Verstellmöglichkeit hat. Vorne sollte es nicht kleiner sein, weil es sonst zu hoch kommt, aber eben an der Schulter ist ein bisschen zu viel Luft:

    Luna Das war durchaus auch mein Gedanke, aber ich habe vor Jahren mal eine Sendung gesehen, in der es um einen Hund ging, der notoperiert werden musste, weil er einen Muffin samt des Silikonförmchens, in dem der Muffin gebacken worden wurde, runtergeschluckt hatte und das war im Darm stecken geblieben und drohte den Hund umzubringen.


    Das Gebäck lag auf der Küchentheke, der Hund war groß genug, um mit der Nase dranzukommen und zuerst schnupperte er nur und angelte nach dem Leckerbissen, aber verschluckt hat er es wirklich erst, als das Frauchen kam und "Pfui" rief - da musste er die Beute sichern und schluckte sie.


    Ich denke, ich habe sicher auch ab und zu mal "Pfui" gesagt, wenn Chia was anschleppte, aber ich bemühte mich, dass ich sie nicht fürs Aufnehmen tadle, sondern fürs Abgeben lobe. Gut - ich schrieb es auch schon: Ob das auch ein lustiges Spiel war, das mit Tauschlkeksen belohnt wurde, kann durchaus sein, aber Chia nimmt die Sachen inzwischen nicht mehr auf, sondern zeigt sie an und ich entscheide, ob sie es haben darf oder statt dessen den Tauschkeks bekommt. Vor ein paar Tagen lagen auf dem Weg Stücke von einem ermordeten Hasen - also vor allem die Hinterbeine und ein paar Knochen, an denen noch Fleisch hing. Ich hatte es nicht gleich gesehen und die Hunde standen davor und hätten die "Leckerei" gerne mitgenommen, aber sie warteten, bis ich da war und entschied, was nun erlaubt ist oder nicht. Es wurde nicht erlaubt, die Hasenbeine mitzunehmen und statt dessen gab es Jackpotkekse. Am nächsten Tag wurden die Hasenreste sogar schon fast ignoriert (es gab trotzdem Kekse).


    Ich bin mir durchaus bewusst, dass diese Variante der Erziehung durch Tauschangebote ihre Risiken birgt, aber zum einen denke ich, dass das Risiko noch größer ist, dass ein gieriger Hund, der weiß, dass er gerade etwas Verbotenes aufnimmt und ein "Pfui" erntet und die Beute weggenommen bekommt, eher dazu neigt, diese Beute runterzuschlucken um sie zu sichern oder damit abhaut.


    Zum anderen ist es natürlich auch vom Charakter des Hundes abhängig, wie ich gegen das Aufnehmen von Verbotenem agieren sollte.


    Bene war ein Straßenhund. Sie ernährte sich von dem, was sie auf der Straße fand und für sie war es zu Anfang schwer, mir zu vertrauen, dass sie nicht verhungert, wenn sie mir ihre Beute überlässt. Hätte ich sie gerügt, wäre vielleicht ihr zartes Vertrauensband, das sie gerade zu mir aufbaute, wieder gerissen. Also gab es immer ein Tauschangebot und ein "Fein gemacht!" wenn sie ihre Beute an mich abgab.


    Elvis bekam ich auch erst, als er fast drei Jahre alt war. Er hatte gelernt, alles ganz schnell einzuklassieren, was attraktiv ist, weil es einem sonst weggenommen wird und man gestraft wird. Er hat bei uns dann mal eine tote, halb verweste und vermutlich vergiftete (unser Nachbar hat eine Giftfalle) Ratte gefunden und wollte die fressen. Im ersten Impuls habe ich "Pfui" geschrien und als er auch noch mit der Ratte zwischen den Zähnen vor mir wegrannte, wurde ich echt panisch. "Pfui" war für offensichtlich der Warnruf, dass ihm gleich seine Beute weggenommen wird und genau das versuchte er zu verhindern. Ich habe es dann geschafft, ihn mit Schmeicheln zu mir zu locken und habe mit Leckereien gewinkt, die er attraktiver fand, als die tote, halb verweste Ratte und sie dann ausgespuckt, um die Leckerei zu nehmen.


    Bei Chia hat auch das Loben zum Erfolg geführt und sie zeigt alles an, um erst zu fragen, ob sie es nehmen oder tauschen darf - meistens wird getauscht, denn was ich nicht hinlege (Futtersuchspiele) darf in der Regel nicht genommen werden.


    Bei meinem Pflegehund, dem Mali-Mix Balto hätte diese Variante der Erziehung nicht funktioniert. Der konnte Türen öffnen und plünderte den gelben Sack in der Vorratskammer. Zuerst versuchte ich im das durch Tauschgeschäfte abzugewöhnen, aber für ihn war das Stehlen irgendwie immer attraktiver, als meine Belohnung dafür, dass er das unterlässt.


    Er war aber auch - im Gegensatz zu all meinen Hunden - sehr respektlos und knurrte mich sogar mal an, als ich ihn von meinem Bett schickte, weil er mir in die Magengrube gespungen war. Ich konnte ihm das Aufnehmen von Dingen in den Wochen meiner Pflegschaft nie ganz abgewöhnen, aber er war eben auch insgesamt, was die Erziehung anging, ein Despot, der alles in Frage stellte und nur hart manifestierte Grenzen akzeptierte ... und das auch nur dann, wenn er wusste, dass ich ihn im Auge behalte.


    Insofern hast Du sicher Recht, liebe Mona, dass das auch schiefgehen kann, wenn man das Aufnehmen nicht mit einem "Pfui" unterbindet, aber wie ich schon schrieb: Wenn man es vom Hund abhängig macht und er sehr gut aufs Tauschen reagiert, würde ich das als meinen Weg sehen.

    Ich habe jetzt ein Grossenbacher Fun Run Vario günstiger bei eBay Kleinanzeigen ergattert. 😊 Ich bin gespannt.

    Super :thumbup:


    Ich hatte das FunRun Vario auch sehr gerne, aber ich gebe zu, dass ich momentan mit dem Ausbildungsgeschirr Pro Guide noch glücklicher bin (ich hoffe, dass Chia das auch so sieht und es gerne trägt)


    Einziges Problem ist, dass zwischen der Größe M und der Größe L 12 cm Halsausschnitt liegen. Was bedeutet, dass sich das Geschirr am Hals dreht, wenn ich den vorderen Ring benutze, um Chia bei Hundebegegnungen und Joggern besser kontrollieren zu können. Das Geschirr erfüllt zwar trotzdem seinen Zeck der besseren Kontrolle und Chia ist inzwischen fast schon tiefenentspannt, wenn Jogger an uns vorbeirennen, weil ich durch das Geschirr ihre ganze Aufmerksamkeit auf mich richten kann und sie begriffen hat, dass ihr Frustgepöbel gar nicht nötig ist und es sogar eine Belohnung und eine Party gibt, wenn sie die Ablenkung annimmt und nicht bellt.


    Aber wenn der Halsausschnitt des Geschirrs 3 cm enger wäre, würde es noch effektiver wirken können.


    Ich habe also bei Hundeshop.de angerufen und gefragt, ob es Sinn macht momentan doch eher die Größe M zu bestellen und zu nutzen. Das grandiose ist, dass ich sehr freundlich und überaus fachkompetent beraten wurde. Das nicht so Grandiose ist, dass die Größe M definitiv zu klein sein wird und vor allem der Halsausschnitt dann zu hoch kommt und auf den Kehlkopf drücken könnte.


    Ich bekam dann den Rat, direkt bei Grossenbacher in der Schweiz anzurufen und das habe ich getan. Auch da war die Aussage, dass das M zu klein sein wird, wenn der Hund einen Halsumfang von 56 cm hat.


    Ich sollte aber Fotos von Chia mit Geschirr von der Seite und von Vorne hinschicken und sie überlegen, ob man was am Geschirr verändern kann, damit es zu 100% passt.


    Ich denke, das Problem wird aber sein, dass Chia mit ihren nun 14 Monaten noch auslegen wird und dann gehe ich davon aus, dass die 3 cm der zuviel Weite dann auch ausgefüllt sein wird. Ein Abnäher müsste also auch wieder aufzutrennen sein, wenn Chia breiter wird.


    Mein Vorschlag war dann, dass man vielleicht eine Verstellmöglichkeit am Hals einbaut, damit sich nichts verdrehen kann, wenn man den Brustring verwendet.


    Der Vorschlag von Hundeshop.de war, dass ich ans Vario einen Brustring einnähe ... das fanden die bei Grossenbacher aber nicht optimal, weil das Vario nicht so exakt liegt, wie das Pro Guide und eigentlich ein Geschirr ist, das für Welpen im Wachstum entwickelt wurde und für eine bessere Führungsqualität ist das Pro Guide einfach zielführender.


    Ich bin gespannt, was ich von Grossenbacher hören werde, denn das Geschirr möchte ich nicht wechseln, denn es gibt definitiv keins, was so weich und leicht ist, wie das Grossenbacher.


    Fakt ist aber, dass ich ohne zu zucken auch noch das M vom Pro Guide bestellt hätte, wenn ich die Hoffnung haben hätte dürfen, dass es besser passt, aber 12 cm weniger ist dann eben zu eng. Das Geschirr ist seinen Preis aber definitiv wert und ich habe wirklich so viele hochwertige Geschirre von Ruffwear, über Hunter bis zum Niggeloh gehabt, dass ich denke, beurteilen zu können, welches Geschirr dem Ideal nahe kommt.


    Das Fröschli-Licht wurde nicht verloren und ich bekam von Grossenbacher den Tipp, es vor dem Gassigang anzumachen, um nicht drauf rumdrücken zu müssen, wenn es am Geschirr befestigt ist und auf dem Hund liegt. Mein Argument, dass ich ungern zwei Stunden lang eine Leuchte mit Batterien speise, wenn es bereits taghell ist (ich laufe in der Morgendämmerung los und brauche die Leuchte ca. 20 Minuten), konnten die Damen gut verstehen und meinten, ich könnte es auch zurückschicken und bekäme das Geld zurück. Ich möchte mir aber wegen 20 € auch keinen Stress mit dem Zurückschicken machen und so bleibt es halt am Geschirr und ich habe halt noch zwei Orbiloc-Leuchten gekauft, die helfen, die Hunde besser sehen zu können ... bei Benes langem Löwenkragenpelz ist das zwar nicht so gut sichtbar, aber sie bekommt dann halt das Leuchthalsband um und wenn ich ein Geschirr benutzen sollte, dann ist das Orbiloc gut sichtbar.


    Eigentlich brauche ich für Bene ja auch kein Geschirr, aber meine Überlegung ist halt, dass falls ich mal zu einer Zeit im Wald bin, zu der es wahrscheinlich ist, dass ich einen Dorfsheriff treffe, der mich an die Leinen pflicht erinnert, würde ich eben das Vario-Geschirr auf Bene anpassen, einen Kurzführer dranhängen und - falls jemand naht - eben schnell da reingreifen. Bene ist ja nie weiter als 2 Meter von mir weg.


    Ich müsste aber sowieso erst mal schauen, ob das Vario meiner dicken Bene überhaupt passt und zur Not ein weiteres Grossenbacher-Geschirr bestellen ... man gönnt sich ja sonst nichts ;)

    Arik hat dadurch keine Angst vor anderen Hunden bekommen. Wichtig ist, dass du Tara auf keinen Fall bemitleidest wenn sie einen Anschiss bekommen hat. Gut beobachten und sowenig reagieren wie möglich. Natürlich muss der Althund seine Ruhephasen bekommen und darauf musst du achten. Das wird schon.

    Ganz genau diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Reagiert man mit Trösten des Welpen oder gar mit einem Anschiss an den älteren Hund, verbessert das die Situation nicht. Je weniger man sich einmischt (vorausgesetzt natürlich, dass kein wirklich aggressives Verhalten vom erwachsenen Hund ausgeht und er den Welpen nicht verletzt), desto schneller regeln die Hunde das unter sich.


    Eine Bekannte von mir hat eine junge Schäferhündin, die zwei Monate älter ist als meine Chia. Wann immer sie als Welpe und Junghund von einem älteren Hund gemaßregelt wurde, gab es von Frauchen Trost und Kuscheln und natürlich Unmengen von Mitleid mit dem armen Hund. Sie hat sogar vor der jüngeren Chia Angst und versteckt sich hinter Frauchen, sobald ein anderer Hund sie zum Spielen auffordert. Sie ist ein unsicherer und ängstlicher Hund und nun soll das vom Training gerichtet werden, obwohl es genau dieser Trainer war, der dazu riet, den Welpen immer zu schützen und ihm so Sicherheit zu geben. Um nun Missverständnissen vorzubeugen: Es ist wichtig, dass der Welpe sich bei seinem Menschen sicher fühlen kann und ihm vertrauen darf, dass ihm nichts passieren kann, solange er bei seinem Menschen ist. Aber wenn man einen Hund zu Angst und Unselbstständigkeit erziehen möchte, dann schafft man das, indem man sich permanent einmischt, wenn Hunde miteinander interagieren und den Schiedsrichter spielt, obwohl das nicht nötig gewesen wäre.

    Und auch diese Aussage kann ich nur bestätigen und doppelt unterstreichen!


    Jeder Welpe entwickelt in seiner "oralen" Phase einen sogenannten perversen Appetit. Das gehört zum Erwachsenwerden dazu und wie Muriel bereits schrieb: "Die Welpen testen Unbekanntes und wird man streng, ist die Gefahr größer, dass der Welpe Ungesundes verschluckt, als wann man freundlich einen Tausch anbietet. Klar schrieb ich auch schon an anderer Stelle, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass Chia absichtlich Dinge einsammelte, um immer genügend Tauschobjekte zu haben, die gegen Kekse abgegeben werden konnten ;)


    Aber das "Problem" hat sich auch wirklich sehr schnell gelöst, obwohl ich manchmal innerlich seufzte, wenn Chia neben dem üblichen Fastfoodmüll auch mal richtig ekelige Sachen anschleppte. Allerdings toppte sie meine Bommeline nicht, denn die brachte mir eine tote, aufgequollene Kröte und legte sie mir voller Stolz in die Hand ... da musste selbst ich mit mir ringen, den Hund zu loben und mit einen Tauschkeks zu belohnen <X


    Wichtig ist aber, nicht zu schimpfen oder zu bestrafen, sondern den Hund zu ermutigen, die "Beute" zu zeigen und abzugeben, denn nimmt man dem Hund das Gefundene weg oder straft ihn gar, wird er eher ermutigt werden, was immer er in der Schnauze hat, in Sicherheit zu bringen, damit er keinen Ärger bekommt und das Gefundene ihm nicht abgenommen werden kann ... und im schlimmsten Fall sichert er die Beute durch Runterschlucken.


    Wenn der perverse Appitit mit fünf Monaten auftritt, kann das entweder, wie Muriel schreibt, das Nachholen von versäumtem Erkunden sein oder es ist eine Störung der Balance vom Säure-Basen-Haushalt oder ein Calciummangel.


    Den Säure-Basen-Haushalt kann das Zufüttern von Gerstengras ausgleichen. Bei einem Calciummangel kann das Zufüttern von Sango Meereskoralle helfen, denn die hat ein ideales Verhältnis von Calcium und Magnesium, denn es braucht das eine, wie das andere, um diese Mineralstoffe verwertbar zu machen. Ich würde aber trotzdem nicht wild mit Calcium experimentieren, denn ein Überschuß oder eine Verschiebung des Calcium-Phosphor-Verhältnisses zu Gunsten vom Calcium ist auch nicht gesund.


    Im Zweifelsfall würde ich dann eher ein Blutbild machen lassen, um einen ewentuellen Mangel auszugleichen.


    Manchmal kann es auch vorkommen, dass Hunde, die sehr leichtverdauliches Futter erhalten, für dessen Aufschluss sie kaum Magensäure benötigen, genau diesen Magensäureüberschuß durch Fressen von allem Findbaren auszugleichen versuchen, denn Sodbrennen ist unangenehm und wird gestillt, wenn man der Magensäure etwas zu tun gibt.


    Dann würde ich zwei Stunden vor einer Fütterung (ideal morgens oder abends) ein wenig amerikanische Rotulmenrinde (slippery elm bark SEB) zu füttern - das schützt die Magenschleimhaut und lindert das Brennen. Auch Heilerde oder Klinoptilolith-Zeolith kann helfen, den Säureüberschuß zu binden.


    Wobei ich den natürlichsten Weg gehe und weiche Kalbsbrustbeinknochen oder frische oder gefrorene und aufgetaute Hühnerhälse anbiete oder Kalbsknorpel oder Fleischknochenmehl zum Futter gebe (nicht zu viel, sonst wird der Kot zu hart). Auch Rinder-Lamm- oder Kaninchenohren mit Fell können helfen, der Magensäure (die 10 x schärfer und reizender ist, als die vom Menschen) einen Sinn zu geben. Ideal ist es auch, zwischendurch mal grünen Pansen zu füttern, denn der sorgt für eine intakte Darmflora und schützt vor Magen- Darmproblemen.


    H.G. Wolff bietet in seinem Hunde-Homöopathiebuch auch Ideen an, wie man mit Globuli gegen den perversen Apüetit vorgehen kann. Das hilft zwar durchaus, aber es löst das Grundsatzproblem nicht, dass der Hund seine Magensäure brauchen können sollte.

    Holger, ich vermute, dass auch Loki versuchen würde, das Pferd zu hüten, wenn es davonrennt.


    Mir ist aber auch schon häufig aufgefallen, dass keiner meiner Hunde Interesse an den Pferden zeigt, wenn die sich grasend auf der Weide bewegen. Wenn ich ein Pferd an der Hand habe, läuft Chia mit, aber sie bleibt entspannt, weil sie mir vermutlich vertraut, dass ich das alleine geregelt bekomme und keine Hilfe von ihrer Seite benötige.


    Ich hätte aber auch Angst um meine Hunde, wenn sie hinter Pferden herjagen würden und rufe die Damen stets zu mir und halte sie fest, wenn wir Reitern begegnen.


    Eine Bekannte von mir nimmt ihren Hund immer zum Reiten mit und den hätte ich schon mal fast überritten, weil er genau vor meinem Pferd durchrannte ... zum Glück dachte in dem Fall wenigstens das Pferd mit und bremste.


    Aber mir wäre das auch arg, wenn ein Hund durch die Hufe meines Pferdes verletzt würde ... selbst der dämlich Rüssel unserer Nachbarin hat es überlebt, dass er versuchte, die Fohlen zu jagen und dann von den Stuten attackiert wurde. Aber - und ich habe mich echt über diesen Kacksack geärgert, weil die Fohlen das definitiv nicht witzig fanden, einen kläffenden und kneifenden Hund an den Hacken zu haben - ihn eines Tages erschlagen auf dem Paddock liegen zu sehen, wäre für mich auch schlimm gewesen.

    Holger, Du schreibst mir aus der Seele. Ich gebe Ruebchen auch absolut Recht: Das Problem liegt natürlich in der Genetik, denn wenn eine Rasse über Jahrzehnte auf bestimmte Eigenschaften selektiert wird, dann kann man das nur bedingt "wegerziehen".


    Aber man kann es durch mangelnde Erziehung, fragwürdige Haltung oder einfach Dummheit oder Unwissenheit verstärken.


    Ich bin auch schon in die Situation gekommen, dass ein Hund mein Pferd und mich verfolgte. Mein Hengst schlägt nicht, aber er startete durch und punktete durch sein Tempo, bei dem der Hund zum Glück nicht mithalten konnte. Der Hund war kein Listenhund, sondern eine kleine Münsterländerin und eigentlich ein ganz zauberhafter und lieber Hund, mit dem halt einfach "die Gäule durchgegangen" sind, weil sie das Jagdfieber packte.


    Auch meinen Hunden musste ich erst beibringen, dass die Pferde unter keinen Umständen "gehütet" werden. Chia ist trotzdem immer etwas angespannt, wenn die Stuten auf der Weide das große Galoppieren bekommen und fragt vorsichtig nach, ob sie da nicht doch besser hinterhergehen sollte, weil :"Muddi, die hauen ab!" Ihr Gehorsam und mein mahnender Blick lassen sie aber von ihrer genetisch verankerten Aufgabe absehen.


    Insofern bin ich durchaus bei Holgers Gedanken, dass die Genetik vielen Verhaltensweisen den Grundstock legt, aber was daraus wird, kann der Mensch durchaus positiv oder negativ beeinflussen.