Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Ich schreibe ganz ehrlich meine Meinung zu Apoquel und würde es definitiv meinen Hunden nicht verabreichen. Nicht weil ich grundsätzlich gegen allopathische Medikamente wäre - das bin ich durchaus nicht, sondern ich wäre ab, ob der Nutzen so groß ist, dass ich das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen eingehen kann -, aber ich habe das Gefühl, dass hier der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben werden soll, wenn ich die Medikamente beschreibung lese: https://www.vetpharm.uzh.ch/tak/06000000/00063087.03


    Klar nervt das Kratzen und dass der Hund kahle Ohren bekommt, würde mich auch beunruhigen, aber unter der Gabe von Apoquel kann es auch zu lokaler Alopezie kommen - da könnten also stellenweise auch kahle Stellen im Fell entstehen.


    Kokosöl ist aber tatsächlich gewöhnungsbedürftig und die sparsame Dosierung hilft, dass der Hund nicht so aussieht, als hätte er in der Fritewuse gebadet. Das Gute ist aber, dass das meistens nur ein, zwei Tage so aussieht. Ich würde aber trotzdem erst mal sparsamer sein, denn sonst riecht Django wirklich wie ranzige Kokosnuss ;)


    Du kannst aber statt Kokosöl auch versuchen, ein Mittel zum Einreiben zu finden, das Margosa-Extrakt enthält - damit würde definitiv auch keine Milbe mehr Deinen Hund attraktiv finden.


    Wenn es aber eher eine allergische Geschichte ist, würde ich probieren, erst mal so zu füttern, dass Du nur eine Proteinquelle anbietest und so eine Art Ausschlussdiät startest.


    Es muss ja auch keine Unverträglichkeit des Futters sein, wenn der Hund sich kratzt, aber in fast jedem Trockenfutter leben Futtermilben und manche Hunde reagieren darauf nicht sofort, aber mit zunehmendem Alter darauf und fangen sich an zu kratzen.


    Ich könnte Dir, um den Juckreiz zu stoppen, auch das Parasix empfehlen, aber wenn man das zu großzügig dosiert, wirkt das Fell auch fettig. Darum ist es sinnvoll, das Fell möglichst zu scheiteln und die Emulsion direkt mit der Tülle auf die Haut aufzutragen und dann zu verreiben.


    Dass es gegen alle Arten von Juckreiz wirkt, kann ich auch nicht garantieren, aber es ist aus natürlichen Ingredienzien hergestellt und schadet dem Hund nicht - und wenn die Katze sowieso auf Abstand geht, schadet es auch ihr nicht.


    Bei meinen Leonberger hatte ich das Problem sehr häufig, dass sie sich Hotspots leckten und die dann wirklich zu großen Flächen wuchsen, die nässten - da half das Parasix sehr gut gegen den Juckreiz und beim Abheilen.


    Auf jeden Fall drücke ich ganz fest alle Daumen, dass der Juckreiz bei Django bald stoppt und Du Deinen Hund wieder mit prächtigem Fell hinter den Ohren verkuscheln kannst.

    Ich empfehle dir das Buch von Peter Scherk „ gemeinsam erfolgreich“ da kannst du auch als Laie die UO gezielt erlernen und umsetzen.

    Danke für den Tipp! Ich habe mir beide Bücher gerade bestellt und bin gespannt auf die Anregungen, die sie bieten, denn ich habe ja auch so ein Duracell-Häschen, bei dem ich mich entscheiden muss, ob ich mir was ausdenke, um sie zu beschäftigen oder sie sich selbst was ausdenken soll, um sich zu beschäftigen ... bei letzterer Oprion geht meistens was kaputt ;)


    Ich glaube, und das bestätigt @Dimi27 , ein junger Hund braucht Struktur und die Sicherheit eines souveränen Menschen, dem der Hund so sehr vertraut, dass auch spätnächtliche Ausflüge im Dunklen problemlos möglich sind, denn der Hund weiß ja, dass da einer ist, der ihn beschützen kann und mit diesem Wissen fühlt sich der Hund immer und überall sicher.


    Ich denke aber, dass die Ursache des Problems, das die TE mit ihrem Hund hat, die fehlende Souveränität ist und ganz sicher kommt dazu, dass der Hund ein sensibles Gespür für menschliche Schwingungen hat und wenn vom Mensch Genervtheit, Aggression und sogar Ablehnung ausgeht, verunsichert das den Hund.


    Selbstsicherheit und Souveränitat sind aus meiner Sicht die Schlüssel zum Erfolg ... und cool bleiben, auch wenn der Hund mal nervt.


    Ich hatte für ein paar Wochen einen Malimix als Pflegehund, der wahnsinnig gerne nachts, wenn wir das Licht ausmachten und schlafen gingen, so richtig aufdrehte und über die Betten ging, respektive so respektlos war, dass er mich sogar anknurrte, wenn ich ihm untersagte, auf mir rumzutrampeln und ihn vom Bett schickte.


    Ich musste da auch ein paar Nächte öfter mal tief durchatment und schlafen konnte ich nur mit einem Ohr und einem Auge, weil der kleine ADHS-ler befand, dass wenn die Zweibeiner keine Party mit ihm feiern wollen, er halt ganz allein eine feiert und irgendwas kaputt macht ... und weil er die Tür zur Vorratskammer öffnen konnte, wo der gelbe Sack stand, verteilte er dessen Inhalt eben mal locker durchs Haus.


    Aber ich wäre jetzt trotzdem nicht auf die Idee gekommen, ihn tagsüber wach zu halten, damit er nachts zu müde ist, um Randale zu machen, denn - und alle Mütter hier werden mir beipflichten - übermüdete Kinder drehen erst recht über die Uhr und sind dann richtig nervig.


    Ich habe das ganz große Glück, dass mein Mann, unsere Tochter und ich allesamt selbstständig sind und unsere Firmensitze im Nebenhaus sind - was bedeutet, dass wir mit der Einteilung unserer Arbeitszeit ein bisschen flexibler sind, als ein Angestellter, der morgens um acht zur Arbeit antreten muss. Ich konnte also auch mal zwischendurch ein bisschen mit den Hunden spielen und trainieren und dem Malimix dabei beweisen, dass der Weg, den ich einschlage, auch für ihn immer der Beste ist - im Pferdetraining würde man die Frage stellen: "Wer bewegt/ führt wen?" und wenn das Pferd den Menschen bewegt oder eben der Hund den Menschen führt, ist das selten ein guter Weg.


    Dass ich meinen Hunden aber eine Struktur "aufzwinge", bedeutet nicht, dass ich ihre Bedürfnisse oder ihren Wunsch nach Wohlbefinden ignoriere und meine Bedürfnisse und mein Wohlergehen ihrem voranstelle. Im Gegenteil: Ich richte mich sehr nach den Bedürfnissen meiner Hunde und stecke da auch gerne zurück, aber ich gebe ihnen die Sicherheit meiner Struktur, die quasi ihr Geländer ist, an dem sie immer Halt finden, wenn sie unsicher werden.


    Für mich ist es aber selbstverständlich, dass ich um 5 Uhr aufstehe und um 6 Uhr ca. 1,5 Stunden mit den Hunden laufe, damit sie dann, wenn wir nach Hause kommen, entspannt sind und sich auf ihre Schlafplätze kuscheln und mich in Riuhe arbeiten lassen.


    Klar war das für Chia sooooo langweilig, als sie 5 Monate alt war und sie das Gefühl hatte, dass sie beim Schlafen ja sooooo viel verpasst und darum möglichst immer ein Auge offen halten muss. Darum bekam sie dann halt einen Kauknochen oder den gefüllten Kong, mit dem sie erst mal beschäftigt war. Damals waren ja auch die Gassirunden noch viel kürzer und nicht so ermüdend für mein Duracell-Häschen.


    Sicher kam sie trotzdem immer mal wieder zu mir, um nachzufragen, ob wir jetzt nicht doch mal was Spannendes zusammen machen könnten, aber dann wurde halt kurz gekuschelt, und wenn nicht mehr drin war, ging sie halt wieder zu ihrem Platz und beschäftigte sich mit ihren Sachen.


    Ich glaube, für sie war es wichtig zu wissen, dass ich da bin und mich um sie kümmere und somit hatte sie ihre Sicherheit und ich wieder für 30 Minuten meine Ruhe.


    Am Anfang dachte ich, dass es vielleicht falsch sein könnte, sie zu verkuscheln, wenn sie zu mir kommt, weil das ja wie eine Belohnung ist, aber als Mutter einer inzwischen fast 30-jährigen Tochter habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein Schreikind, das man hinlegt und es schreien lässt,. weil man hofft, dass es dann irgendwann müde wird und einschläft, sich quasi in eine Hysterie manövriert - und unsere Tochter bekam sogar Nasenbluten, als ich den Rat meiner Schwiegermutter befolgte und sie mal 30 Minuten durchschreien ließ.


    Was aber half war, sie in den Snuggli zu packen, vor meine Brust zu schnallen und sie zu streicheln - dann schlief sie beruhigt ein - auch wenn es oft vorkam, dass sie nach 30 Minuten wieder wach war und erneut weinte ... dann gab es eben das gleiche Prozedere erneut und irgendwann nach ein paar Wochen ertappte ich mich sogar, wie ich in ihr Zimmer schlich, weil ich nachschauen musste, warum sie nicht brüllt ;)


    Insofern sehe ich die Zuwendung, wenn ein Kind oder ein Welpe nach Nähe und Sicherheit verlangen indem sie weinen / fiepsen, nicht als "Belohnung für unerwünschtes Verhalten", die dazu führt, eine Regel daraus entstehen zu lassen, sondern als Stärkung des Sicherheitsgefühls und als beruhigend und entspannend für Kind und Hund.


    In der Regel handeln Babys und Welpen ja noch instinktiv - das heißt: Sie wollen uns nicht ärgern, wenn sie sich melden, sondern haben ein Bedürfnis, dass nur befriedigt wird, wenn sie weinen/ fiepsen - und es ist unsere Aufgabe, dieses Bedürfnis zu befriedigen, denn wir haben uns für sie entschieden und darum müssen wir eben auch die anstrengende Zeit dafür überstehen ... auch wenn sie uns manchmal an den Rand unserer Belastbarkeit bringen.


    Eins weiß ich aber ganz sicher: Meine Tochter ist - wie man das so sagt - sehr gut geraten und sie weiß, dass wir immer für sie da sind und sie nicht im Stich lassen (selbst der Kinderpsychologe bestätigte das, weil sie mich als Löwin, die für sie kämpft und meinen Mann als Schäferhund, der immer auf sie aufpasst, zeichnete).


    Warum sollte ich also beim Hund nicht auch den Weg gehen, um ihm zu beweisen, dass er in meiner Nähe immer entspannen darf, weil er sich sicher fühlen kann? Auch der Rückruf wird viel leichter, wenn der Hund weiß, dass es nichts gibt, was so Erstrebenswert ist, als zu seinem Menschen zu kommen, weil ihm da nur Gutes "blüht".


    Insofern gebe ich auch offen zu, dass ich meinen Hund nicht aussperren würde, wenn er winselt oder fiept, denn damit stärke ich nur seine Unsicherheit und sein Gefühl, dass man sich auf die Menschen nicht verlassen kann und sie einen nicht beschützen.


    Chia ist auch sehr gespächig und fiept gerne mal ... wenn es nicht schnell genug geht oder sie was möchte, was sie nicht bekommt. An Tagen, an denen meine Nerven berufsbedingt mal dünner sind, ist es auch nicht immer leicht, dann freundlich zu bleiben und sie anderweitig zu beschäftigen oder sie zu beruhigen (Tellington-Touch), damit sie erst mal wieder runterkommt und sich entspannt, aber sie ist nicht schuld an meiner Genervtheit und soll auch nie darunter leiden, dass mich ein Kunde geärgert hat.


    ... und last but not least wird die Zeit kommen, in der ein Hund alt wird und sein Pipi eventuell auch nicht mehr fünf Stunden einhalten kann oder einen empfindlicheren Darm bekommt und nachts um drei raus muss, weil die Flitzekacke drückt und auch dann ist es an uns, für ihn da zu sein und halt aufzustehen, damit der Hund sich erleichtern kann.


    Man hadert in solchen Zeiten dann ganz sicher auch mal, wenn es draußen stürmt und regnet, es popokalt ist und man trotzdem mit dem Hund nach draußen muss, weil der Not hat und man lieber im warmen Bett geblieben wäre, als in Unterhose und Schlaf-T-Shirt draußen zu frieren. Aber ich weiß aus traurigster Erfahrung, dass man an den Tagen, die dem folgen, an dem der geliebte alte Hund über die Regenbogenbrücke ging, nachts um drei aufwacht und mit Tränen in den Augen feststellt, dass man gerade nichts lieber tun würde, als noch mal mit dem Senior nach draußen zu gehen, um ihn danach in seine Arme zu schließen und beim Einschlafen seinem zufriedenen Schnarchen lauschen zu können ... nur wird das dann nicht mehr möglich sein.


    Wann immer ich mich mal über meine Hunde ärgere, denke ich daran, dass ich irgendwann froh wäre, mich noch über sie ärgern zu können und dann bin ich fast schon dankbar, dass sie mich noch ärgern können.

    Ich bin bei dem Thema "Rasen" definitiv raus ... aber ich strebe auch nicht nach den Gärten von Versailles ;)


    Ab und zu versuchen wir mal ein paar Primeln zu pflanzen oder hoffen, dass die Tulpen, Hyazinthen und Narzissen wieder kommen, die wir vor Jahren als Blumenzwiebeln in den Boden versenkten und überlegten, wie rum man so eine Blumenzwiebel einbuddelt, damit man oben nicht nach unten steckt und nichts wächst. Aber bei uns steht definitiv nicht die Schönheit, sondern die Zweckmäßigkeit im Vordergrund und insofern gehe ich auch mal mit meinem Speckpony grasen, da wo noch sowas wie Gras wächst.


    Der Agility Parcours fordert auch seinen Tribut an das Grün ... und nachdem wir sowieso einen immer mehr schwindenden Grundwasserpegel beklagen müssen, weil der Wasserverband sein Wasser unter unserem Hof Wasser fördert, trocknet bei uns sowieso immer alles weg. Dazu kommt, dass wir hier auf reinem Sandboden leben und Graswurzeln kaum Halt finden. Wenn die Hunde drüber rennen, fliegen die Grasbüschel auch schon mal.


    Also gräm Dich nicht wegen des lichten Rasens - Du hast etwas viel Wertvolleres! Oder würdest Du den schönen Rasen dem Glück als Hundebesitzer vorziehen? Ich glaube nicht ;)

    Hmmm ... also für uns wäre eigentlich die rot/silberne Undercoater Duo, Mat Zapper & Coat Grabber für Bene mit dem dicken Pelz und der neigung zum Verfilzen und für Chia die Silcoater Duo, Pro Soft & Coat Grabber für Chias Seidenfell mit kaum vorhandender Unterwolle die perfekte Wahl. Ich gebe aber zu, dass ich mich ein bisschen scheue, fast 90 € pro Bürste auszugeben, um auszuprobieren, ob die den Coat King toppen, respektive für Chia besser ist, als die Furminator Bürste.


    Aber ich behalte das mal im Hinterkopf, falls ich mal wieder in einen Kaufrausch verfalle ;)

    Ich hab mir das Video ehrlich gesagt gar nicht durchgesehen :whistling:


    Aber Erziehung hauptsächlich über Körpersprache und ohne großes Gelaber, Spielzeug oder Futter finde ich sehr gut :thumbup::)

    Wobei es stark auf den Hund ankommt, ich denke wäre meiner anders gepolt was Spielzeug angeht würde ich wohl einen Mittelweg wählen

    Ich denke auch, dass man den Hund als Individuum betrachten muss, um den optimalen Weg zu finden, mit dem Mensch und Hund glücklich werden können.


    Mit meinen Leos konnte ich auch tiefenentspannt laufen gehen, ohne ständig das Wort an sie richten zu müssen. Die machten ihr Ding und ich genoß es, ihnen dabei zuzuschauen..


    Mit Bene ist das ganz ähnlich. Nach den ersten drei Monaten, in denen Blut, Schweiß und Tränen bei mir flossen und ich weniger Stellen ohne blaue Flecken hatte, als welche mit Blutergüssen, haben wir uns gefunden und ich habe mir mit ihr den Rütter-Spruch zu meinem Motto gemacht: "Der Hund hat ein feines Gehör. Man muss ihn also nicht anschreien, weil er uns auch hört, wenn wir flüstern." Bei Bene reicht es durchaus mal zu zischeln, wenn ich ihre Aufmerksamkeit auf mich lenken möchte und ich behaupte, dass sie meine Gedanken liest und denen auch folgt.


    Chia ... die hat momentan sowieso nur bunte Knete im Kopf. Wenn ich bei ihr nicht ständig Präsenz zeige und sie daran erinnere, dass wir gemeinsam durch den Wald laufen und sie sich nicht ständig ihre eigenen Wege gehen kann, kennt sie keine Grenzen.


    Und auch da fällt mir Martin Rütter ein, der einem Hundehalter mal sagte, dass es zwei Möglichkeiten gibt, mit einem Hund laufen zu gehen: Gemeinsam mit dem Hund oder zusammen mit dem Hund. Beim zusammen Laufengehen, ist der Mensch dabei, während der Hund Gassi geht. Das gemeinsame Laufen ist von der Interaktion zwischen Mensch und Hund geprägt.


    Wie schon erwähnt, was es mit den Leos bin ich immer zusammen gelaufen und auch mit Bene war es bis zu Chias Einzug ein zusammen Laufengehen.


    Das klappte ganz wunderbar und weder die Leos, noch Bene stellten/ stellte den Anspruch an mich, dass ich sie bespaßen muss, um nicht zum unwichtigen Begleiter zu werden, den die Hunde halt mitnehmen, ohne ihn weiter zu beachten. Ich war seltenst spannender für meine Hunde, als die Umgebung mit all den Gerüchen und den Abenteuern, die es im Wald zu erleben gab, aber sie ließen sich leotypisch abrufen, stellten für niemanden eine Gefahr dar und hatten kein Interesse am Jagen oder Stöbern.


    Mit Chia werde ich ratzfatz zur Nebensache, wenn ich mich nicht immer wieder in ihre Erinnerung rufe, denn sie kann sich sehr gut selbst bespaßen ... nur ist diese Art der Bespassung meistens nicht in meinem Sinn.


    ... und an dieser Stelle klingen regelmäßig Martin Rütters Worte in meinem Ohr, denn möchte ich Chias Aufmerksamkeit bei mir behalten (und ich spreche nicht von ständigen Gehorsamsübungen, sondern lediglich davon, dass mein Hund nicht komplett "out of order" gerät und meine Anwesenheit komplett ausblendet) und dafür ist es sinnvoll, ihr immer mal wieder kleine Aufgaben zu stellen (Slalom durch die aufgeforsteten Baumreihen, über umgestürzte Baumstämme hüpfen, Sachen suchen, Bällchen holen, Futter erschnüffeln etc.).


    Zu meinem Erstaunen motiviert das auch Bene, die nun darauf besteht, auch bespaßt zu werden. Sicher sehne ich mich an manchen Tagen nach den entspannten Gassigängen zurück, bei denen ich meinen Gedanken nachhängen konnte und meine Hunde einfach um mich herumwuselten und sich selbst bespaßten. Ganz sicher sind die Hunderunden als Bespaßer definitiv anstrengender für mich, aber mir fällt trotzdem auch auf, dass die Hunde durch die Aufgaben, die ich ihnen unterwegs stelle, nicht nur körperlich, sondern auch mental ausgelastet sind und weniger umweltorientiert sind. Wild wird wahrgenommen, aber wenn die Muddi was will, ist das spannender und wird auch noch belohnt - also lohnt es sich nicht, dem Wild nachzurennen, wenn Muddi mehr Spaß aus der Tüte holt.


    Ich gehe ja oft mit anderen Hundebesitzern und deren Lieblingen laufen und stelle dabei immer wieder fest, dass nicht nur meine Chia es gnadenlos ausnutzt, wenn ich im Kopf nicht bei ihr bin, sondern mich von der Unterhaltung mit dem anderen Frauchen ablenken lasse. Aber nicht nur Chia nimmt sich dann Freiheiten heraus, von denen sie definitiv weiß, dass sie unerwünscht sind, sondern auch die anderen Hunde hören irgendwie auf, ihre Menschen wahrzunehmen und rennen ewig weit voraus, graben irgendwo metertiefe Löcher oder stöbern abseits des befestigten Weges im Unterholz.


    Für Chia ist sowas der absolute Freifahrtschein, es den Kumpels nachzutun und die Anwesenheit der Muddi und ihre Regeln komplett auszublenden.


    Und genau darum muss ich sie tatsächlich immer mal wieder mit einer Aufgabe beschäftigen, um mich in ihre Erinnerung zu rufen und nicht nur zusammen mit den Hunden, sondern gemeinsam mit ihnen zu laufen.


    Wenn ein Hund das nicht braucht, würde ich darauf auch sofort verzichten, dass ein Spaziergang zur Agilitystrecke wird und es genießen, dass die Hunde auch ohne mich Spaß haben und trotzdem niemanden gefährden ... Chia ist aber ein sehr anspruchsvolles Hundemädchen, das nach dem Motto lebt: "Ich will Spaß. Ich will Spaß!" - und wenn ich ihr den nicht biete, sucht sie ihn woanders, denn sie braucht ihre Aufgaben und sie braucht das Lob und die Belohnung dafür, um ausgeglichen zu sein.


    Aber wie ich eben schon schrieb: Anders wäre es mir auch lieber, aber mit meinem "Duracellhäschen" bin ich als Mensch gefordert, ihre Energie in die besten Bahnen zu lenken, in denen niemand in Gefahr gerät.

    Das pinkfarbige Röckchen ist doch für mich und nicht für die Hunde ... obwohl denen pink sicher gut stehen würde :) Ich habe aber nur die Doppel-Hip-Bag bestellt und das Hundemäntelchen nicht in den Warenkorb geschmuggelt.


    Für die Hunde gab es Spielzeug, das sie selbst öffnen können, um den Keks zu befreien: für Bene und Chia je einen Puppingtons Pods orange https://my-happy-dogs-shop.de/…s/puppingtons-pods-orange und für Chia den Cookie Squid® Softshell neon Hundespielzeug reflectiv pink https://my-happy-dogs-shop.de/…espielzeug-reflectiv-pink


    Die Pods musste ich in organge nehmen ... die gab es nicht in Pink :)

    Nun hatte ich mal wieder einen Shoppingrausch und einmal mehr festgestellt, dass ich eigentlich selten was für mich kaufe, das nichts mit Hund oder Pferd zu tun hat ;)


    Ich habe mir also den Trainingsrock bestellt, respektive gleich zwei Modelle, weil ich nicht so sicher bin, ob ich im Sommer mit so viel Stoff um den Hintern laufen mag.


    Einmal kam also heute dieser hier an Working Dog Pocket schwarz-pink - Trainingsrock HelsiTar®

    https://my-happy-dogs-shop.de/…iningsrock-helsitar%C2%AE


    und dann habe ich noch das Teil bestellt Doppel Hip Bag für Hundebesitzer https://my-happy-dogs-shop.de/…os=3&_sid=997c328ab&_ss=r


    Die Größe ist ein bisschen reichlich und im Nachhinein hätte ich wohl die kleinere Größe bestellen sollen, aber eventuell kann ich das mit einem Abnäher richten - und sonst muss ich halt doch noch die nächst kleinere Größe bestellen, wenn sich die Teile bewähren.


    Um noch eine zweite leichte Weste zum Wechseln zu haben, entschied ich mich heute, noch die Good Boy Weste Rocky in sonnenblumengelb zu bestellen https://my-happy-dogs-shop.de/…este-rocky-in-sonnenblume


    Zusätzlich gab es noch Spielzeug für die Hunde und eine Leckerlietasche mit Pad, an dem man sich die Hände sauberwischen kann https://my-happy-dogs-shop.de/…kerchentasche-inkl-2-pads


    Ich muss mal schauen, ob ich die auch noch an den Trainingsrock oder die Hip Bag gefrickelt bekomme, denn noch einen Gürtel möchte ich mir nicht um den Bauch schnallen. Ich hatte ja gehofft, dass das Teil einen Klettverschluß hat, aber es ist eine Schlaufe, durch die man den Gürtel zieht.


    Ich werde also vielleicht basteln müssen. Aber ich bin trotzdem begeistert von der Leckerlietasche, weil sie 1. viel Platz bietet und zwei Fächer hat. Dazu auch noch ein Ersatzinlet, wenn man eins waschen muss und das Pad wird ganz sicher häufig gebraucht werden, denn sonst müssen meine Jean herhalten, um den Hundesabber von den Händen zu wischen, wenn ich die schleimigen Bälle einsammle oder werfe.


    Der Verschluss ist auch super praktisch, weil man keinen Zugverschluss auffriemeln muss, sondern sich die Tasche aufklappen lässt. Mein Wolf of Wilderness Leckerlietäschchen bietet auch viel Platz und sogar ein Reißverschlusstäschchen am Beutelboden, aber der Zugverschluss ist schon so ausgeleiert, dass die Leckerchen rausfallen, wenn ich nicht aufpasse.


    Wenn gewünscht, werde ich gerne berichten, wie sich die Trainingsröcke bewähren - ein Nachteil ist aber schon, dass die Taschen vom Working Dog Pocket Trainingsrock zwar groß sind, aber nicht geschlossen werden können. Ein Klettverschluss wäre da praktisch, denn wenn ich mich bücke, wird vermutlich der Inhalt der Taschen auf den Waldboden entleeren. Da gefällt mir die Doppel Hip Bag fast besser, denn die Taschen lassen sich mit einem leicht zu bedienenden Druckknopf schließen. Sie sind zwar nicht ganz so riesig, aber zwei Bälle und die Leckerchen passen da sicher rein ... und zur Not hat auch meine Jacke oder die Westen noch Taschen für meinen Krimskrams.

    Schneidet der Coat King auch das Deckhaar an den Spitzen?

    Den Furminator hatte ich mal getestet. Die Unterwolle ging gut raus, aber auch das Deckhaar wurde dabei leicht gekürzt, was ich eher unschön fand.


    Bravecto & Co. käme mir niemals in den Hund.

    Ich habe beide: Den Furminator und den Coat King. Der Furminator kürzt tatsächlich auch das Deckhaar und darum verwende ich ihn eigentlich gar nicht mehr - außer für meine Pferde ;) Da ist er eine tolle Unterstützung beim Loswerden des Winterfells unserer Oldies.


    Der Coat King sieht ein bisschen anders aus und bei Bene ist er wirklich ideal, weil sie eben - wie schon geschrieben - ein dichtes Kastratenfell entwickelt hat und ihre Unterwolle sehr leicht verfilzt. Für die Hosen nehme ich zwar auch eher ein Entfilzungsmesser, aber ansonsten bin ich mit dem Coat King sehr zufrieden.


    Für Chia brauche ich eigentlich gar keine Unterwollharke oder spezielle Kämme, um die Unterwolle zu entfernen, denn die ist ein typischer Langhaarschäferhund mit Seidenfell und wenig Unterwolle. Da reicht die Zupf-Bürste von Furminator (also nicht das Teil mit dem Messer, sondern das Ding mit den Nadeln).


    Aber wenn die Unterwolle dick ist, zum Filzen neigt und die Haut darunter juckt, finde ich den Coat King super. Ich habe übrigens auch den mit den 12 Klingen und den mit 10 Klingen, aber der mit den 12 Klingen ist sinnvoller, wenn man viel Unterwolle rauskämmen muss.


    Und Bravecto wäre für mich auch keine Option - vor allem, weil die Zecken den Hund beissen müssen, um am vergifteten Blut zu sterben. Insofern sehe ich den Vorteil im Bezug auf eine Borreliose-Vorbeugung nicht, denn wenn die Zecke Borrelien in den Hund spuckt, tut sie das nicht erst nach 12 Stunden, wenn sie theoretisch schon tot ist, weil das Gift sie umbrachte, sondern auch dann, wenn sie sich gestresst fühlt - also dadurch, dass der Hund sich kratzt oder man die Zecke beim Rausdrehen quetscht. Das Problem bei diesen Mitteln ist leider auch, dass sie nur dann wirken, wenn sie sehr regelmäßig gegeben werden. Baut sich der Wirkstoff im Hundekörper bereits ab, stirbt die Zecke auch nicht mehr so schnell und hat durchaus lange genug Zeit, Borrelien in den Hund abzugeben, bevor sie stirbt.


    Beim Schwarzkümmelöl ist allerdings zu beachten, dass man nur 1 ml pro 10 kg Körpergewicht des Hundes geben sollte und das Öl riecht pfefferig und nicht alle Hunde mögen das. Meine bekommen darum Schwarzkümmelöl in Weichkapseln, weil sie Weicheier sind - im Gegensatz zu uns, die wir mit Schwarzkümmelöl zur Mundhygiene jeden Morgen Ölziehen ;)


    Und beim Schwarzkümmelöl würde ich auch nach spätestens drei Monaten mal zwei Wochen Pause machen, weil Schwarzkümmelöl auch ätherische Öle enthält und zum einen eine Gewöhnung eintreten könnte und zum anderen diese ätherischen Öle auch die Leber belasten könnten, wenn sie zu lang gegeben werden.


    Was mir auch gerade noch einfällt, nachdem Du Palinka74 Deine Katze erwähnst: Schwarzkümmelöl sollte nicht an Katzen verabreicht werden, denn die haben eine Glucorunidierungsschwäche. Ihnen fehlt das Enzym, um ätherische Öle oder Salicylsäure verstoffwechseln zu können. Bei ihnen lagern sich diese Stoffe an der Leber an und können zu Vergiftungserscheinungen führen.


    Wenn Deine Katze also Euren Hund ableckt, dann verwende das Öl nicht im Fell des Hundes (meine Katzen lecken unsere Hunde ab und darum muss ich auch immer schauen, dass ich die Hunde vor dem ersten Gassigang einreibe und sie dann erst nachmittags Katzenkontakt haben.

    Ich würde Milben nicht ausschließen, denn der Tierarzt kann nur die Grab-Milben nachweisen, die in der Haut/ in den Haarbälgen sitzen, also die Demodex und Sarcoptes-Milben. Bei Herbstgrasmilben, die leider auch schon im Frühjahr auftreten können, ist der Nachweis schwieriger. Man kann den Hund auf ein weißes Tuch stellen und bürsten. Finden sich dann auf dem Tuch winzig kleine rote Pünktchen, handelt es sich um Grasmilben.


    Ich habe aber leider auch die Erfahrung gemacht, dass auch das nicht immer funktioniert, denn Gasmilben nisten sich nicht am Hund ein, sondern krabbeln an die Haut (da wo das Fell und die Haut dünner sind (Ohren, Innenschenkel, Achseln) und spucken den Hund mit ihrem Speichel an, der dann die Zellen der Haut auföst, wodurch die Milben sie "trinken" können. Man sieht eigentlich auch mehr oder minder nichts, denn die Milben lassen sich nach ihrer Mahlzeit einfach wieder fallen und zurück bleibt der Juckreiz da, wo die Milbe den Hund anspuckte.


    Homöopathie kann helfen, aber das Problem ist, dass man dazu eine intensive Anamnese erstellen muss, weil eigentlich nur das passende Konstitutionsmittel den optimalen Erfolg bringt. Passt beispielsweise Sulfur nicht zum Hund, weil er kein Sulfür-Typ ist, bewirkt das Mittel nicht viel bis gar nichts. Darum würde ich Homöopathie eher dann empfehlen, wenn eine Tierheilpräktikerin die Behandlung begleitet oder man sich selbst schlau liest und das passende Mittel so findet, das dem Hund entspricht.


    Lavendelöl als pures ätherisches Öl würde ich auf keinen Fall pur auftragen, denn das kann Hautreizungen verursachen. Es gibt Tinkturen und Lotionen mit Margosa-Extrakt, die sich beri Milben und Juckreiz gut bewährt haben. Auch Kokosöl wirkt Juckreizmildernd, aber es hinterlässt leider auch erst mal ein etwas fettiges Fell und einen intensiven Geruch nach Kokosöl, der mit der Zeit in "ranziges Öl" wechseln kann und von manchen Menschen als unangenehm empfunden wird.


    Die meisten stark durftenden Mittelchen, die gegen Hautparasiten und Juckreiz helfen, duften stark und die wenigsten Hunde mögen intensive Düfte. Aber ich denke, dass man immer irgendwie einen kleinen Tod zu sterben bereit sein muss, wenns helfen soll. Insofern müssen meine Hunde da wirklich auch durch, wenn ich sie mit unserer ParasiX-Lotion (ist auch hautpflegend und juckreizmindernd und kann auch Hautparsiten fernhalten) einreibe, denn Kahl- oder Wundkratzen ist schlimmer.


    Bei Futterzusätzen sei bitte vorsichtig. Es gibt zum einen Hunde, die mit stark geröteten Ohrmuscheln auf Bierhefe reagieren. Zum anderen würde ich auch immer erst mal ein Mittelchen neu einsetzen und wenn das gut vertragen wird, dann das nächste. Ich schwöre übrigens auf Hanfsamen und wir essen die sogar auch alle selbst. Man kann auch Hanföl füttern oder das bereits erwähnte Leinöl.


    Hier ist es aber sehr wichtig, dass es nicht aus dem Supermarkt kommt, denn Leinöl ist nach der Pressung nur drei Monate haltbar und es muss kühl und dunkel gelagert werden (im Laden ist es hell und warm). Fängt Leinöl an, bitter zu schmecken oder ranzig zu riechen, bringt es nichts mehr. Wir bestellen auch immer geringe Mengen von der Ölmühle Solling und verbrauchen es dann vier Wochen lang für unsere Kunden. Danach bekommen es die Pferde und ich bestelle neu.


    Lachsöl verwende ich tatsächlich eher sparsam, denn obwohl es sehr gut sein kann (auch da sind die Werte entscheidend, denn es gibt auch bei Lachsöl unterschiedliche Qualitäten), kann es passieren, dass der Hund mit der Zeit nach Fisch riecht. Ich bin da nicht so ein Freund von diesem Geruch und bevorzuge dann doch eher Hanföl, Leinöl oder Schwarzkümmelöl - letzteres eigenet sich auch gut, um ein paar Tropfen auf die Glanzbürste zu geben und das Öl so ins Fell einzubürsten. Schwarzkümmelöl verwende ich im Sommer sehr gerne, weil es auch gegen Zecken wirkt.


    Ein geniales Öl bei Fell/ Hautproblemen ist auch das Nachtkerzenöl oder das Borretschöl.


    Beim Bürsten habe ich ja selbst ein halbes Lager von Kämmen, Bürsten und Entfilzungsmessern, aber wirklich genial ist der Coat King.


    Bene hat ja leider ein sehr dichtes und leicht verfilzendes Kastratenfell und muss auch wöchentlich gut durchgebürstet werden, denn sobald man zu viel Zeit verstreichen lässt, kratzt sie sich auch. Mit dem Coat King hole ich die ganze lose Unterwolle problemlos raus und die Haut kann wieder atmen.

    Zum Thema Pferde fällt mir ein, dass Chia tatsächlich unterscheidet, welches Pferd bedrohlich für sie ist und welches nicht.


    Sie läuft entspannt neben mir und meinem PRE Hengst her, wenn ich ihn von der Weide hole und sie leckt ihm auch mal über die Nüstern, wenn er ihr ins Fell prustet. Aber vor dem Trakehnerhengst hat sie wirklich sehr viel Respekt und geht ihm aus dem Weg - was ich persönlich auch sehr gut finde, denn der Schimmelige neigt dazu, Hunde zu beissen und schaffte es sogar, meine 65 kg schwere Leonbergerhündin am Rückenfell hochzuheben, als die arglos an seiner Box vorbeischlenderte, ohne damit zu rechnen, dass des Schimmels langer Hals weit über die Boxentür reichen könnte.


    Ich denke, dass auch hier meine Schwingung für sie maßgebend ist, denn mein PRE ist eine Seele von Pferd und ich bin ganz frei von Sorge, wenn ich mit ihm umgehe und Chia dabei ist. Bei Schimmi bin ich selbst immer angespannt, wenn die Hunde an seiner Box vorbei gehen und erwarte immer, dass er gleich vorschießt und sein Haifischgebiss in ein Hundefell versenkt. Darum ist mein stetes Reden dann auch immer: "Nicht vor Schimmis Box langlaufen!"


    Was die Hunde natürlich lernen mussten war und ist immer, nicht hinter den Pferden durchzurennen und auch nicht unterm Zaun durchzuklettern, wenn die Pferde auf der Weide stehen, denn die Garantie dafür, dass sich nicht doch eins erschreckt und ausschlägt oder in Panik davongaloppiert und den Hund über den Haufen rennt, würde ich bei keinem Pferd geben.

    Ich sage ja nicht, dass es schadet wenn man mit dem Welpen viel macht und wer da eine Liste hat, darf sie gerne habe, da gehts ja nix von kaputt. :)


    Nur denke ich mir halt, man kann eh niemals alles üben, mit dem der Hund irgendwann in seinem Leben (vielleicht) mal konfrontiert wird. Und deshalb picke ich mir halt ein paar spezifische Sachen raus (die löchrige Gittertreppe/Plattform in luftiger Höhe ist da dabei! ;) ) und der Rest geht dann bei uns eigentlich so nebenbei und wenns drauf ankommt, hat immer geklappt, auch das was nie speziell geübt wurde.


    Ich muss aber auch sagen, ich hatte bisher eigentlich immer recht selbstsichere und umweltsichere Welpen erwischt.

    Ich bin da absolut bei Dir!


    Ich habe mit keinem meiner Hunde irgendwelche Situationen speziell geübt und festgestellt, dass die eigene Souveränität entscheidet, was ein Hund mitmacht und was nicht. Gehe ich schon mit dem Gefühl im Bauch an eine neue Situation heran, dass der Hund sie nicht kennt und vielleicht auch nicht meistern kann, spürt das der Hund und unsere Fellherzen haben einfach ein viel feiner ausgeprägtes Wahrnehmungsvermögen, als wir Menschen. Wir können unseren Hunden nichts vorspielen, denn die durchschauen uns sofort.


    Mache ich mir also schon im Vorfeld so viele Gedanken, was mein Hund eventuell nicht kann, dann fehlt es mir an der Souveränität, die der Hund von mir erwartet, wenn er mir die Verantwortung übergibt, dass er bei mir immer sicher ist.


    Bene war zu Anfang auch eher der Meinung, dass sie sich lieber auf sich selbst verlässt, als auf diesen fremden Menschen, bei dem sie nicht so überzeugt war, dass der ihr Sicherheit geben kann.


    Unsere erste Hürde meisterten wir dann, als ich mit ihr den Baumlehrpfad lang ging und dort ein aus Holz ausgesägter Baum stand, auf dem Fotos von Schulklassen aufgebracht sind, die einen Baumpflanztag starteten. Bene stand in gehörigem Abstand vor diesem Gebilde und knurrte es an. Für mich war das ungewöhnlich, denn noch kein Hund nahm diese Skulptur als bedrohlich war und so lief ich dann auch einfach vorbei und als Bene doch erst mal abwartete, fasste ich das Teil an und sagte zu Bene: "Siehst Du. Es tut mir nichts und Dir auch nicht!" und dann lief ich weiter und mein Hund tapfer hinter mir her.


    Von da an lief sie auch überall hin mit, wo ich vorausging - aber ioch habe mir auch nie Gedanken gemacht, ob sie es vielleicht nicht tun könnte. Vielleicht ist es auch dieses Vertrauen-gegen-Vertrauen, was dabei hilft, auch unbekannte Situationen niocht als bedrohlich einzustufen.


    Chia wird ja von vielen Leuten, die sie kennen, als unheimlich mutig und selbstbewusst eingeschätzt ... aber im Grunde ist sie eine Schissbuxe, die sich ihren Mut von Bene und mir leiht. Ist sie auf sich gestellt und keiner da, der ihr den Rücken stärken könnte, tritt sie auch lieber den Rückzug an.


    Wenn Bene und ich dabei sind und vorausgehen, geht sie überall hin mit - aber ich zweifle da auch nicht dran und insofern weiß sie auch, dass wenn ich ihr das Gefühl gebe, dass sie das kann, sie sich das auch traut. Im Zweifelsfall ist ja Bene und die Muddi da, die sie retten könnten ;)

    Danke für das wunderbare Kopfkino! Ich kann Kobi förmlich vor mir sehen, wie er das Staubsaugen überwacht und empört ist, wenn er angepustet wird :)


    Ich muss zugeben, dass meine Hunde irgendwie immer mittendrin sind. Bei allem, was ich tue. Sie sind ja auch immer mit im Kräuterparadies und obwohl sie da ein Zimmer mit Sofa haben und ein Hundesofa im Gang, wo sie es sich wirklich gemütlich machen könnten, kommen sie immer wieder mal kucken, was ich so treibe und ob ich vielleicht Hilfe gebrauchen könnte ... für die natürlich auch eine Belohnung drin sein muss ;)


    Was Chia auch sensationell findet, ist alles, was mit laufendem Wasser zu tun hat. Also das Bewässern des Reithallenbodens, das Beregnen der Pflanzen und des Rasens, das Befüllen des Doggy Pools. Da trägt sie auch gerne mal den Schlauch weg und freut sich, wenn ich ihn ihr wieder abjagen muss. Wenn aber keine Bewegung mehr im Wasser ist, wird es auch langweilig. Aber dann schlägt Benes große Stunde, denn die hüpft in alles, was nass ist und liebt es auch, sich in Pfützen zu legen. Im Gegensatz zu Chia verlangt sie dabei aber nicht nach Gesellschaft und sorgt eher dafür, dass noch mehr Sand und Schmutz ins Haus getragen wird, als dass sie auf die Idee käme, mich beim Saubermachen zu unterstützen.