Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Bei uns gibt es aktuell das Problem, dass Chias Niggeloh-Geschirr um die Brust noch sehr gut passen würde, respektive sogar noch etwas Luft hätte, aber um den Hals wird es so langsam eng. Ich hatte ja zum Einstieg diverse Welpengeschirre von Hunter und Rugwear gekauft und weil die extrem schnell zu klein wurden, dann als Folgegeschirr gleich Größe M genommen. Ich empfand das Niggeloh als super flexibel, weil es nun wirklich fast drei Monate lang mitgewachsen ist und nachdem die Riemen um den Bauch sogar noch ein paar Zentimeter hergeben würden, hatte ich die Hoffnung, dass wir das Geschirr auch noch weitere zwei bis drei Monate nutzen können.


    Ich schätze nur, dass wenn ich jetzt die Größe L kaufe, die Brustriemen von der Art "da wächst sie sicher noch rein" sind. Also überlege ich, doch noch mal die Marke zu wechseln - oder die Art des Geschirrs, sodass es eher über die Vorderbrust verläuft und nicht knapp unter dem Hals durch. Andererseits bin ich vom Julius K2 weggekommen, weil ich es nicht so gut finde, wenn der vordere Riemen quer über der Vorderbrust verläuft, weil das eventuell die Schulterfreiheit einschränkt. Die Alternative wäre, das Geschirr ganz wegzulassen und die Leine am Halsband zu befestigen ... was ich sehr ungern machen würde, solange der Hund nicht ausgewachsen ist.


    Ich hatte auch über Peppermints Hunter-Geschirr nachgedacht (das hatte ich auch als Welpengeschirr), aber nachdem der Brustriemen um den Bauch auch gekürzt werden muss, damit das Geschirr perfekt sitzt, könnte ich vermutlich auch beim Niggeloh bleiben, Größe L kaufen und den zu langen Gurt kürzen ... so viele Gedanken mache ich mir um meine Klamotten nie ;)

    Ich muss mich nun auch als Fan der weißen Schäferhunde outen und nachdem ich nun so viele Bilder betrachten durfte, bin ich noch ein bisschen mehr in die weißen verliebt. Bevor wir Chias Züchter fanden, stand tatsächlich auch ein weißer Schäferhund auf meiner Favoritenliste. Allerdings war das ein Rüde und auch schon 9 Monate alt ... und mein Mann bestand darauf, dass wir uns für einen Welpen vom Züchter entscheiden und er favorisierte definitiv auch eine Hündin. So schied dann der wunderschöne Weiße leider aus.


    Zum Thema Größe und Gewicht der Schäferhunde vertrete ich allerdings auch die Meinung, dass wenn man sich für einen Schäferhund entscheidet, man in der Regel eher einen Hund im Standardmaß sucht, als einen, der größenmäßig eher Richtung Leonberger tendiert. Denn nachdem ich drei Leonberger schon vor ihrem siebten Geburtstag betrauern musste, kehrten wir zum Langstockhaarschäferhund zurück, weil wir diese Rasse immer als gesund und langlebig kennen lernen durften.


    Zwar war mein Joe (Bo von Tobmarani) mit seinen 74 cm Schulterhöhe auch weit über dem Standardmaß und damit leider auch aus dem Zucht- und Ausstellungsthema raus, aber er wurde trotzdem 13,5 Jahre alt.


    Mein Streben galt nach dem viel zu frühen Tod der drei Leos aber tatsächlich eher dem Langstockhaarschäferhund in geringerer Größe.


    Anka war auch nur knapp 60 cm hoch und die Bommeline überragte sie schon mit 11 Monaten sehr deutlich:



    Ich denke, dass Chia auch knapp unter den 60 cm bleiben wird. Vor 5 Tagen ist sie genau 7 Monate alt geworden und ist aktuell 57 cm hoch (mit dem Pferdekörmaß gemessen ;)) und 30,5 kg schwer. Man sieht ihr das Gewicht aber definitiv nicht an, denn man kann die Rippen deutlich fühlen und momentan scheint sie eher in die Länge zu wachsen, als in die Höhe.


    Die Stockhaarschäferhündin einer Bekannten ist zwei Monate älter, nicht wesentlich größer und wiegt 26 kg. Da überlege ich natürlich schon, ob Chia doch zu schwer ist, aber sie nahm sehr gleichmäßig jede Woche ein Kilo zu, seit wir sie mit 9 Wochen abholen durften und wog damals 7 kg.


    Gegen unsere dicke Bene wirkt natürlich jeder andere Schäferhund schlank, aber deren Kontur wird definitiv auch durch ihr Plüschfell beeinträchtigt ... als wir letztes Jahr beim Hundeschwimmen im Freibad waren, gab es doch manche, die meinten, dass sie tatsächlich nur noch ein halber Hund ist, wenn sie so pitschnass aus dem Wasser steigt ;)

    Ich hatte mich mit dem Thema erstmalig bei meiner Leonberger"welpin" Bommeline beschäftigt (die hat sogar eine verwesende Kröte geschluckt und anschließend zuhause erbrochen) und herausgefunden, dass es Welpen und Junghunde gibt, die einen sogenannten "perversen Appetit" entwickeln. Meistens ist das eine Phase, die vorbei geht. Unsere Chia ließ sich darauf ein, dass ich Tauschangebote machte, wenn sie mal wieder etwas aufgenommen hatte. Rufe ich "Tauschen" kommt sie zu mir, legt - was immer sie aufgenommen hat - vor mich und bekommt eine Leckerei (meistens Käsewürfelchen aus Harzer Roller, der sich auch positiv auf den Magen-Darm-Trakt auswirken soll).


    Aber als Tierheilpraktikerin interessiert mich ja auch immer, woher so ein perverser Appetit kommt und warum ein junger Hund ihn entwickelt. Nach meinen Studien zu diesem Thema kann es sich wohl in erster Linie um einen gestörten Säure-Basen-Haushalt handeln oder um eine Störung im Calciumhaushalt.


    Ich habe bei der Bommeline mit Basic Balance-Tabletten gute Erfahrungen gemacht. Es gibt auch homöopathische Empfehlungen, aber um dazu einen Tipp zu geben, ist der Konstitutionstypus des Hundes von Nöten.


    Aber wie ich schon schrieb: Im Idealfall ist es eine Phase, in der der Hund alles probieren muss, die vorbeigeht und durch Training abgeschwächt werden kann. Hält das Problem aber an, würde ich so füttern, dass der Säure-Basen- und der Calcium-Haushalt ausgeglichen wird. Gerstengras und Sango-Meereskoralle können da hilfreich sein.

    Puh - das ist so ein Thema, bei dem ich auch immer ins Grübeln gerate.


    Früher habe ich mir tatsächlich nicht so viele Gedanken gemacht, aber als die Leos einzogen, bekam ich von der Züchterin (Tierärztin) den Rat, die Hunde nach jeder Fütterung zwei Stunden ruhig zu halten, weil das die Gefahr einer Magendrehung minimieren soll.


    Ich habe mich daran natürlich strikt gehalten und mich dann gewundert und gefragt, ob das wirklich gesund sein kann,, wenn Martin Rütter in seinen Sendungen (ich schaue das wegen des Unterhaltungswertes :saint:) ganze Futterportionen aus dem Leckerchenbeutel füttert und der Hund sich jede Futterportion erarbeiten muss.


    Bene bekam bislang durchaus mal ein Leckerchen unterwegs, aber durch ihre Neigung zur Moppeligkeit habe ich das auch immer homöopathisch dosiert und insofern war die Menge so gering, dass ich mir nicht vorstellen könnte, dass die paar Kekschen zu Magenproblemen führen, weil Bene sich ja auch gerne und bei kühlen Temperaturen durchaus flott bewegt oder - wenn sie einen Hundefreund trifft, auch mal spielt und tobt.


    Seit Chia bei uns einzog, werden die Leckerchenportionen schon üppiger und bei Futtersuchspielen werfe ich auch hier und da mal eine Handvoll Kekse durch den Wald. Da kommt dann schon mal eine halbe Mahlzeit zusammen, bis wir wieder zuhause sind. Wobei ich wohl auch eher davon absehen würde, unterwegs eine ganze Portion als Leckerchen oder für Futtersuchspiele zu verfüttern.


    Wobei ich auch noch nie mit Nassfütter trainiert habe - das Höchste an feuchten Leckereien war Leberwurst aus der Tube. Ansonsten gibt es getrocknete Hühnerbruststreifen oder Käsewürfel. Aber die Idee an sich klingt durchaus interessant und ich denke, dass es auch ein bisschen auf die Menge ankommt, die man beim Laufen verfüttert.


    ... und auch wenn ich das mit der Ruhe nach der Fütterung nach wie vor aus der Macht der Gewohnheit einhalte (wenn ich jetzt aber auch vor den Mahlzeiten Ruhe halten würde, dürften sich die Hunde kaum noch bewegen, denn Bene bekommt auch drei (Mini)Portionen, weil Chia auch drei Mahlzeiten erhält), sind die Fälle, die mir bekannt sind und bei der ein Hund eine Magendrehung erlitt, nicht durch Bewegung nach der Fütterung entstanden.

    Warum also sollte ich um meine Hunde weniger trauern, als um einen Menschen?

    Ehrlich: um gewisse Menschen, so nahe sie mir auch rein geburtsmäßig stehen, würde ich weniger trauern als um den Verlust meines Hundes. Hunde sind vom Grunde her ehrlich, Menschen leider oft nicht.

    ... und genau das ist der Punkt: Mein Hund beurteilt mich nicht nach meinem Äußeren oder nach meinem gesellschaftlichen Status, freut sich immer, wenn er mich sieht und wie Du schon schreibst: Hunde sind ehrlich ... und empathisch.

    Ganz lieben Dank auch an Euch für Eure herzlichen Willkommensgrüße und all die lieben Worte ... man hat das Gefühl, von Seelenschwestern und Seelenbrüdern umgeben zu sein.


    Vor vielen Jahren, als mein Leonbergerbub Müsli viel zu früh gehen musste und ich in einem Forum über meine Trauer um ihn schrieb, setzte jemand den Kommentar drunter: "Was für ein Gewese um einen Hund! Was machst Du denn, wenn ein Dir nahe stehender Mensch stirbt, wenn Du schon bei Deinem Hund so ausflippst???"


    Mich hat das tief getroffen ... und wenn ich die Frage nach meinem Verhalten beantworten muss, was ich mache, wenn ein mir nahe stehender Mensch stirbt, dann kann ich nur sagen: "Trauern".


    Aber meine Hunde gehören zur Familie, sind meine Freunde und wenngleich ihre Zeit in dieser Welt auch viel zu kurz für sie bemessen ist, so sind sie mir nicht weniger nah am Herzen, als ein liebgewonnener Mensch.


    Das hat nichts damit zu tun, dass ich meine Hunde vermenschlichen würde - sie dürfen Hund sein. Oder wie Robert Lembke es so treffend formulierte: " Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben,

    aber die Möglichkeit, sie zu bekommen." - aber es gibt wenige Menschen, die so intensiv mit mir zusammenleben und mich trotzdem so bedingungslos lieben, wie das meine Hunde zu tun vermögen. Warum also sollte ich um meine Hunde weniger trauern, als um einen Menschen?

    Ich schicke ganz schnell auch noch die besten Wünsche nachträglich zum 1. Geburtstag von Deinem wunderschönen Boss - ich habe mich ja schon in das Welpenfoto verliebt, aber er hat keinesfalls an Charme und Ausstrahlung verloren - im Gegenteil: Das Erwachsenwerden steht ihm ausgesprochen gut!.


    Ich kann Deine Trauer um Deinen Max auch sehr gut nachvollziehen ... das Vermissen hört ja doch nie wirklich auf. Sicher, es wird irgendwann der Tag kommen, an dem die Tränen nicht mehr fließen, wenn Du an ihn denkst oder Fotos von ihm anschaust. Vielleicht kehrt dann sogar das Lächeln zurück, weil Du Dich an all die schönen Momente erinnern kannst, die mit diesen Fotos verbunden sind. Ich wünsche Dir das von ganzem Herzen ... und ich wünsche es auch Max, denn aus jedem Lächeln, das Du ihm schicken kannst, formt sich eine Feder. Je mehr Du für ihn lächeln kannst, desto mehr Federn werden wachsen und daraus werden dann die prächtigsten Flügel, die ihn dahin tragen, wo er sich ausruhen und sich ein neues Körperkleid aussuchen darf ... und wenn die Zeit dafür richtig ist, kehrt er vermutlich beflügelt und getragen von eben diesen Schwingen zu Dir zurück ...

    Ich hatte es im Radio gehört und als der Beitrag mit den Worten angekündigt wurde: "Neue Verordnung für Hundehalter", dachte ich: Wahrscheinlich mal wieder Einschränkungen für Freilauf oder verstärkte Maulkorbpflicht oder sonst irgendeine Auflage, welche dem Hund die Freiheit nimmt, Hund zu sein. Insofern war ich eher angenehm überrascht, als ich dann hörte, dass es um die Begrenzung der Anzahl von aktiv genutzten Zuchthündinnen (3), den Auslauf (1 Stunde täglich - wobei im Radiobericht nicht ausschließlich die Halter von Zwingerhunden in diese Auflage eingeschlossen wurden, sondern alle Hundehalter - und eine neue Auflage zur Begrenzung der Stundenzahl, die ein Hund allein gelassen werden darf, ohne dass eine Betreuung regelmäßig nach ihm schaut, ging, fand ich das grundsätzlich nicht verkehrt. Ob das zu kontrollieren und umzusetzen ist, respektive, ob sich Hundehalter daran halten oder ob ein Verstoss gegen die Auflagen geahndet wird, konnte aus dem Radiobericht nicht entnommen werden.


    Klar finde ich das auch ein bisschen allgemein gehalten, denn ob ein 15 Jahre alter Hund zwingend eine Stunde Auslauf haben möchte, möchte ich nicht beurteilen müssen. Ich weiß aber, dass unser Lieschen vorwiegend zum Pipimachen und Häufchen erledigen vor die Tür ging und ansonsten lieber im Haus lag. Im Winter hätte ich sie auch definitiv nicht zweimal für 30 Minuten vor die Tür schicken können - die arme Maus wäre wohl am Boden festgefroren, weil sie sich kaum bewegte und lieber lag.

    Hach, da bekomme ich als Hundemuddi ja gleich Milcheinschuss! Welpen sind so wunderbar und egal wie groß ihre Pfoten sind - ihre Herzen sind immer riesig!


    Ich wünsche Dir mit diesem süßen Knubbel alles Glück der Welt, Gesundheit und eine sorglose Aufzucht und allzeit Freude mit Deinem zauberhaften Hundejungen.

    Es ist der letzte und zugleich schwerste Liebesbeweis, wenn wir ein geliebte Tier gehen lassen müssen, denn in diesem Moment wissen wir, dass wir sein Leid beenden und unseres damit beginnt ...


    ... denn Liebe misst sich nicht im Willen, darin vor allem das eigene Glück zu finden, sondern im Wunsch, das Glück dessen, den wir lieben dürfen, allem voran zu stellen.


    Und ja, es ist eine sehr, sehr traurige Pflicht, den Entscheid zu treffen und ich gebe zu - auch wenn ein unerwarteter Tod einem hart trifft - dass ich all denen, die von selbst entschieden zu gehen, ohne dass ich über Leben und Tod entscheiden musste, sehr dankbar bin.


    Müsli litt in seinen letzten Momenten an furchtbaren Erstickungsnöten und so ging der Übergang bei ihm so wahnsinnig schnell, dass ich fast schon erleichtert war, als sein Röcheln verstummte. Das große Elend kam dann erst einen Moment später, als wir in den frühen Morgenstunden mit dem toten Hund vom Notfall-Tierarzt nach Hause fuhren.



    Die Bommeline ließen wir bei uns zuhause einschlafen, denn wir wussten ja, dass es ein unumgänglicher Schritt war und eine Fahrt in die Tierarztpraxis keine Linderung mehr versprochen hätte.


    Aber die Bommeline kämpfte so sehr gegen das Sterben, dass ich an diesen Eindrücken dachte, zerbrechen zu müssen. Unsere Tierärztin sagte mir später, dass es Hunde gibt, die so sehr kämpfen, weil sie ihren Menschen nicht alleine lassen wollen ... und ich glaube, sie hatte Recht, denn die Bommeline war sich ganz sicher, dass ich ohne sie den Halt verliere, denn sie kannte mich viel zu gut, um annehmen zu dürfen, dass ich ohne sie leben möchte.



    Elvis war für mich die unfassbare Erfahrung mit der Hinfälligkeit eines Hundes, denn drei Tage, bevor wir ihn gehen lassen mussten, versuchte er noch einen Fahrradfahrer zu verfolgen, um den vom Sattel zu ziehen und am nächsten Tag brach er beim Spaziergang im Wald zusammen.


    Trotzdem hatten wir noch Hoffnung und fuhren mit ihm zum Tierarzt ... aber sie meinte, der Hund sei schon so geschwächt, dass er den Tag wohl auch ohne ihre Hilfe nicht überleben würde ... wir haben ihn dann mit ihrer Hilfe gehen lassen und er hatte nicht mal eine halbe Spritze in den Adern, als er noch mal tief seufzte und einschlief.



    Das Lieschen war ja schon 15 Jahre alt und litt an zahlreichen Zipperlein wie Arthrose in fast allen Gelenken. Sie war blind, taub und hatte einen Tremor, der ihr das Gleichgewicht immer mal wieder raubte. Dazu kam ein großer Mamatumor. In der stürmischen und regnerischen Nacht zum 3. Oktober 2005 ließ ich sie mal wieder nachts vor die Tür, denn sie konnte das Pipi auch nicht mehr so gut halten. Aber im Gegensatz zu den sonstigen nächtlichen Pipiausflügen, kam das Lieschen nicht nach fünf Minuten zur Tür zurück ... ich ging sie suchen und fand sie in einer tiefen Pfütze. Mit viel Mühe schleppte ich den triefnassen Hund ins Haus. Dort bewarbeitete ich das Fell mit Handtüchern und Föhn, aber am nächsten Tag bekam sie Fieber und eine Blasenentzündung, Am nächsten Morgen führen wir dann zum Tierarzt, aber die Balsenentzündung hatte auf die Nieren geschlagen und in Anbetracht des Alters und all den körperlichen Baustellen riet die Tierärztin dazu, das Lieschen gehen zu lassen ... auch sie kämpfte und ich weiß bis heute nicht, ob sie lieber die Anstrengung der Behandlung auf sich genommen hätte, als zu sterben. Vielleicht wird sie es mir eines Tages verraten, wenn wir uns wiedersehen.



    Anka war 11 Jahre alt, als wir sie mit einem geplatzten Milztumor in den frühen Morgenstunden des 24. Februar zum Tierarzt fuhren ... in der Hoffnung, man könnte sie retten. Aber die Tierärztin meinte, dass die Prognosen auf eine langfristige Verbesserung des Gesundheitszustandes bei einem geplatzten Milztumor trotz OP nicht gut sind und wenn es ihr Hund wäre, sie dem Hund die OP ersparen würde. Sie wies auch darauf hin, dass sie nicht einmal sagen könnte, ob der Hund die OP überlebt ... und das war der Punkt, an dem wir entschieden, dass bevor unsere Anka auf einem kalten OP-Tisch stirbt, ihr Leben lieber in unseren Armen enden soll ... und dann haben wir sie gehen lassen.


    Joe war tatsächlich der einzige unserer Hunde, der ohne tierärztliche Hilfe über die Regenbögenbrücke ging. Am Morgen seines Todestages lief er noch einmal um den ganzen Hof um von allem aus seinem irdischen Leben Abschied zu nehmen und dann fiel er in meine Arme und starb. So furchtbart das war, so unvorbereitet den geliebten Weggefährten zu verlieren, so dankbar war ich ihm, dass er den Entscheid selbst getroffen hatte.


    Ihr Lieben,


    ich muss nun gleich zugeben, dass ich nicht jeden Beitrag in diesem "Fred" gelesen habe, aber beim Querlesen habe ich im Grunde jeden Eurer Sätze unterstrichen.


    Und obwohl ich mich auch oft ärgere, wenn andere Hundebesitzer ignorant und uneinsichtig sind, weil "der will ja nur spielen", ist mir heute früh etwas sehr, sehr Peinliches passiert.


    Ich breche zu unserer ersten Hunderunde ja meistens gegen 6 - 6.30 Uhr auf, weil es da noch kühl ist und das Benchen die Wärme nicht mehr so gut verträgt. Um diese Zeit treffe ich dann meistens auch niemanden (außer Rehe, Hasen, Kaninchen und Eichhörnchen:evil:).


    Heute war es aber ziemlich regnerisch und deutlich kühler, als die letzten Tage und so gönnte ich mir ein Stündchen länger im Bett und trödelte unter der Dusche und bei der Altbausanierung. Kurz vor acht trabten wir dann los und unterwegs begann es dann auch wie aus Eimern zu schütten. Man könnte annehmen, dass man bei dem Wetter keinen Hund vor die Tür schickt. Zumindest war ich überzeugt, dass außer mir heute keiner mit den Hunden laufen geht.


    Nun hatte ich bei meinem morgendlichen Getrödel aber tatsächlich Chias Schleppleine vergessen und nur Benes Leine mit ... was im Grunde in dieser Situation ja auch kein Drama gewesen wäre, denn auf Benes Gehorsam ist eigentlich Verlass und für Chia habe ich die Schleppleine schön länger nicht mehr gebraucht, weil sie inzwischen weiß, dass für das Kommando "Hier" keine Optionen zur Verfügung stehen.


    Wir kamen also - wie jeden Morgen - auf einem schmalen Waldweg auf die Absperrbarke und die dahinter liegende, unübersichtliche Kurve zu, vor der ich Chia immer zum "Bei Fuß" rufe, damit ich zuerst sehe, was ihr ungeteiltes Interesse wecken könnte, bevor sie das entdeckt. Chia lief tatsächlich streberhaft neben mir her und Bene schlurfte missmutig im Abstand von zwei Metern hinter uns her, weil sie es nicht mag, wenn es regnet und dementsprechend dann auch jedwede Motivation fehlt, mal einen Schritt schneller zu laufen (außer wenn ich Kekse durch den Wald schmeisse ... aber bei Benes Gewicht muss ich das vorsichtig dosiert anwenden).


    Vor der Barke, vor welcher der Weg endet und hinter der es um die Kurve geht, stand ein Auto. Ich nahm also Chia an Benes Leine, denn wie ich schon schrieb, lag Chias Leine noch zuhause und Bene ist gehorsam ... so die Theorie.


    In dem Moment, in dem ich den Karabiner in Chias Brustgeschirr hakte, stand hinter der Barke ein großer Jagdhund - ohne Leine. Chia wollte da auch sofort hin und riss mich fast von den Füßen (daran müssen wir sehr dringend arbeiten), aber nachdem sie aktuell läufig ist und ich nicht wusste, ob der fremde Hund ein Rüde oder eine Hündin ist, bemühte ich mich, Chia auf keinen Fall loszulassen - obwohl mir von der Wucht, mit der sie in die Leine gesprungen war, bereits Schulter und Nacken weh taten.


    Während ich also noch versuchte, Chias unmögliches Benehmen zu korrigieren, schoß ein schwarzer Blitz an uns vorbei und direkt auf den Jagdhund zu: Bene!


    Nun muss ich zugeben, dass ich mich im Grunde ja freue, wenn sie mit ihren 91/2 Jahren solche Energie entwickelt und Spaß daran hat, mit anderen Hunden zu spielen, aber ich kann mir eben auch gut vorstellen, dass wenn auf meinen Hund eine schwarze Dampframme mit 50 kg Kampfgewicht zubrettern würde, ich doch sehr besorgt um meinen Hund wäre.


    Das Blöde war, dass ich mit Chia aufgrund der Läufigkeit nun nicht hinterher konnte um Bene zurück zu holen und darum lediglich versuchen konnte, mit meinem Rufen meinen altersstarrsinnigen Hund zurück zu beordern ... aber Bene hatte den Jagdhund bereits zu ihrem neuen besten Freund erklärt - was der auch super fand - und nicht gewillt, das tolle Spiel zu beenden, bloß weil ich an ihren sonst so prima funktionierenden Gehorsam appeliere.


    Dann kam auch das Herrchen des Jagdhundes in Sicht und mir entfuhren die schrecklichen Worte: "Entschuldigung" Die tut aber nix, die will nur spielen!" Wiiiiiiiieeee o-b-e-r-p-e-i-n-l-i-c-h!


    Zum Glück hatte das Jagdhundherrchen viel Humor und meinte:" Manchmal ist man echt machtlos" und dann öffnete er die Kofferraumklappe seines Autos und verfrachtete seinen - gehorsamen - Hund hinein, während Bene enttäuscht war, dass man ihr die Party verdorben hatte und missmutig auf uns zuschlurfte, während ihr neuer Freund im Auto saß und bereits Richtung Heimat unterwegs war.


    ,,, und ich bin doch eigentlich ein sehr verantwortungsbewusster Hundemensch, der solche Situationen zu vermeiden versucht ... aber ich musste feststellen, dass auch ich nicht davor gefeit bin, ein "TUTNIX" zu sein.

    Ich möchte mich - als Selbst-Neuling hier - sehr gerne den Willkommensgrüßen anschließen und freue mich auf den Austausch mit Dir.


    Ich schicke Dir meine tief empfundene Anteilnahme zum Tod Deines Hundes - das Vermissen hört zwar nie ganz auf, aber gegen Hundeschmerz hilft ein neues Hundeglück meistens am besten. Die neue Herausforderung holt uns wieder ins Leben und ins Glück zurück.

    Übrigens, meines Wissens verzichten Vegetarier nur auf Fleisch während sie Fisch und tierische Erzeugnisse (Eier,Milch usw.) zu sich nehmen.

    Veganer verzichten auf alle tierischen Produkte. Teilweise auch bei Kleidung und anderen Produkten.

    Ganz, ganz kleine Korrektur von mir als Veganer: Vegetarier essen keinen Fisch. Diejenigen, die nur auf Fleisch verzichten, aber Fisch essen, nennt man Pescitarier;)

    Ihr Lieben,


    ich habe mich so sehr über Eure herzlichen Willkommensgrüße gefreut und Bellchen Chia ist am 26. Januar 2020 geboren und somit 6,5 Monate alt ... das Pubertier übernimmt also schon ab und zu die Kontrolle über meine vor kurzem noch so streberhafte "Welpin", die nun wohl zur Kategorie "Junghund" gehört.


    Und ja ... Tränen flossen leider schon viele in meinem Leben mit unseren Tieren. Es gab auch immer wieder Momente, in denen ich überzeugt war, dass ich einen weiteren Verlust nicht mehr verschmerzen kann. Abschied, Trauer, Vermissen und dieser Schmerz beim Loslassen ... sich davor zu schützen, geht ja nur, wenn man zu einem weiteren Tier nein sagt ... aber man sagt eben auch zum ganz großen Glück nein. Denn wie sagte Robert Lee Frost: "Glück gleicht durch Höhe aus, was ihm an Länge fehlt."


    Was mir meine Tiere jeden Tag an Glück schenken, macht mich reich und mein Fazit ist, dass ich lieber in diesem Reichtum lebe und die Trauer als Preis dafür akzeptieren muss, als arm an Glück zu werden, um mich vor dem Schmerz zu schützen.


    ,,, und dazu passt ein weiteres Zitat. Diesmal aus dem "kleinen Prinzen" (Ihr seht vielleicht schon an meiner Signatur, dass ich St. Exupery sehr schätze;):(


    "So machte denn der kleine Prinz den Fuchs mit sich vertraut. Und als die Stunde des Abschieds nahe war:

    "Ach!" sagte der Fuchs, "ich werde weinen."
    "Das ist deine Schuld", sagte der kleine Prinz, "ich wünschte dir nichts Übles, aber du hast gewollt, dass ich dich zähme ..."
    "Gewiss", sagte der Fuchs.
    "Aber nun wirst du weinen!" sagte der kleine Prinz.
    "Bestimmt", sagte der Fuchs.
    "So hast du also nichts gewonnen!"
    "Ich habe", sagte der Fuchs, "die Farbe des Weizens gewonnen."

    Durch das Leben mit meinen Tieren habe ich unzählig viele Farben des Glücks kennen lernen dürfen und auch wenn jeder Abschied so unfassbar weh tut, dass jedes mal ein Stückchen von einem selbst mitstirbt, wird mein Leben durch unsere Tiere wunderbar bunt ...