Verbena
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Beiträge von Verbena

    Ich würde das auch dem Entscheid des Züchters überlassen - er kennt die Welpen und weiß, wann sie soweit sind, in ein neues Zuhause umzuziehen.


    Bei Chia sollte die Abholung allerdings auch erst mit 10 Wochen erfolgen und dann kam Corona und der Lockdown und bevor wir nicht mehr hätten fahren dürfen, kam Chia halt vier Tage früher zu uns, als ursprünglich geplant.


    Bei Lyssi wollten wir auch die 10 Wochen abwarten, aber dann hatte mich maica gebeten, sie doch früher abzuholen, weil sie unter den ganzen Rockerbrüdern doch einen etwas schweren Stand hatte ^^

    Alex, zuhause beim Hoopers, Agility oder beim Balancieren nutze ich auch Leckerchen. Auch wenn ich die Vogt-Übungen mit Chia mache, wird sie mit Leckerchen belohnt. Sie nimmt auch dann nicht immer welche, aber dann mache ich es auch wie Du: Ich belohne mit dem Spielzeug.


    Auf dem Platz nimmt Chia auch kein Leckerchen und das Spielzeug muss schon sehr attraktiv sein und mindestens quietschen, Insofern geht es mir wie Dir mit Dina ?( Ich verwende dann halt Markerworte wie das "Fein", das sie vom Training zuhause kennt.


    Beim Führen um die Hindernisse habe ich auch mit Leckerchen gearbeitet - zuhause geht das ja und bei Bene geht das immer.


    Inzwischen nutze ich aber auch den Targetstick oder den Handtouch, wenn Chia kein Leckerchen will und belohne eben auch wieder mit "Fein".


    Wir sind ja kreativ ;)

    Die echten Weicheier tragen Bot- oder Hurtta-Regenmäntel, die auch unter dem Bauch schützen 8o


    Ansonsten helfen auch die Bademäntel - die rubbeln den Dreck auch weg und müssen dann auch öfter mal gewaschen werden.


    Bene muss ich aber sowieso einmal in der Woche bürsten und Chia hat ein "Teflon"-Fell ... da hält sich kein Dreck drin.

    Bei uns im Verein ist es quasi Pflicht, vor dem Training ein Ründchen zu laufen. Wer das geschäfltliche auf dem Platz erledigt, zahlt fürs pipi 1 € und für das Häufchen 2,50 €. Wir laufen meistens vor dem Training eine kleine Runde von 15 Minuten in der Gruppe, in der wir auch trainieren, damit sich die Hunde auch lösen können.


    Ich füttere allerdings auch zu den normalen Zeiten und laufe auch die normalen Runden zuhause, vor dem Training.


    Wenn das Training nachmittags um 15 Uhr beginnt und wir dann irgendwann um 17.30 Uhr zuhause sind, würde das Frühstück sonst mit dem Abendessen zusammenfallen und wenn Chia morgens gar nichts bekommt, wird ihr eher schlecht und sie kötzelt, als dass sie gieriger auf die Leckerchen wird ... ist ihr nämlich übel, frisst sie sowieso nichts mehr.


    Ich denke aber auch, dass die Motivation aus der Freude an der Arbeit kommen sollte und nicht nur aus der Gier nach Futter. Ich nutze auch Motivationsobjekte - aber eher um Chia damit zu belohnen, damit sie weiß, dass sie es gut gemacht hat.


    Das mit der Sorge vor der Magendrehung verstehe ich allerdings auch.

    Im Grunde bedeutet das Anwenden von Gewalt alles, was dem Hund das Vertrauen zu seinem Menschen nimmt.


    Die Leine beispielsweise pendelt zwischen mit und meinem Hund in der Regel locker und wirkt nicht korrigierend ein - wobei das ganz sicher noch eine lässliche Form von "Gewalt" wäre. Aber mein Hund soll sich gerne anleinen lassen. Bei Chia habe ich manchmal das Gefühl, dass sie froh ist, wenn ich die Leine am Geschirr befestige, denn das scheint ihr Sicherheit zu geben. Trotzdem wird das Anleinen immer belohnt.


    Ich habe fürs Training im Verein auch ein Kettenhalsband, weil das dort gerne gesehen wird. So lange die Leine aber locker pendelt, hat auch das Kettenhalsband keine korrigierende Wirkung. Zieht mein Hund nach vorne, verwende ich das Markerwort "Hey!". Reagiert der Hund nicht, begrenze ich körpersprachlich und blockiere den Weg nach vorn. Schaut mich der Hund an und reagiert, erfolgt das Markerwort "Fein!"


    Es gibt sicher viele Formen von "lässlicher Gewalt", wenn man beispielsweise den Schnauzengriff als Gewalt definiert.


    Und auch ich habe schon in einer ersten Wut und im Affekt körperlich gestraft und meinen Hunden den Kurzführer auf den Hintern gehauen, weil sie ein Reh stellten. Das ist definitiv Gewalt, die man so nicht einsetzen sollte, aber in dem Moment sah ich nur die Not des Rehleins, das nicht wissen konnte, dass die Hoheiten ihm nichts tun, sondern es hüteten. Also reagierte ich über das Maß. Dafür schämte ich mich auch.


    Ich bin aber nach wie vor überzeugt, dass der Weg der Konsequenz, der positiven Bestärkung und der klaren Körpersprache schlussendlich zu einem freudvolleren Gehorsam führen, als das Einsetzen von körperlicher Korrektur in jedweder Form.


    Dem Hund Sicherheit zu geben, ist aus meiner Sicht sinnvoller, als sein Vertrauen zu brechen.


    Ein körpersprachliches Begrenzen mag als Sanktion gelten, aber dem Hund gibt es die Sicherheit, dass er sich auf mich verlassen kann, weil er versteht, was ich von ihm möchte. Reagiert er entsprechend, wird gemarkert und belohnt.


    Es wird also sein erwünschtes Verhalten bestärkt und nicht das Unerwünschte bestraft.

    Für mich müssen die Trainingsmethoden sowohl zu mir als auch zum Hund passen und das herauszufinden ist manchmal gar nicht leicht. Wenn ich mich selbst nicht dabei "mag" , wenn ich meinen Hund sanktioniere oder korrigiere, ist es definitiv die falsche Methode. Denn ich muss erstmal hinter der Methode stehen. Und wenn ein Trainer zu mir sagt, "der braucht ne harte Hand", dann passt das nicht zu mir ( ja, Weichei ;) ). Und wie mein Hund am besten lernt, ist ja auch noch die Frage. Und bei Jerry ist es auf jeden Fall so, dass er eher versteht, wenn ich versuche, ihm zu zeigen was er tun soll anstatt zu korrigieren was er nicht tun soll. Visuelle Korrekturen wie blocken kommen auch an als etwas an der Leine zu machen ( da schaltet er dann auch eher auf Esel um... )


    Ach so @ Verbena: die Fotos sind toll, vor allem das erste von Chia, der Blick... :)

    Genau so sehe ich das auch. Vielleicht sind wir die Weieier. Vielleicht unsere Plüschies? Aber für mich ist mein Weichei-Hund genau so richtig :thumbup:


    Das Eselchen habe ich auch, wenn ich die Leine nicht locker zwischen uns pendeln lasse. ;)


    Und danke Nordlicht. Ich liebe diesen Blick auch sehr. Obwohl Bene, wenn sie Kekse haben möchte, noch deutlicher kucken kann ... da rückst Du den Keks dann raus, egal für was :D


    @Ellionore Holger, da gebe ich Dir Recht: Mir hat noch nie jemandim Verein ein Geschirr angeboten ... mag daran liegen, dass ich so ziemlich die Einzige bin, deren erwachsener Hund ein Geschirr trägt - obwohl das scheinbar auch bei den Welpen unüblich zu sein scheint. Die werden auch schon am Halsband geführt.


    Aber ich arbeite viel mit der Schleppleine, wenn ich trainiere und da trägt der Hund halt sowieso ein Geschirr.

    Nun gut - dann nenne es eben körperliche Maßregelung und nicht Sanktion.


    Wenn ich mich vor meinen Hund stelle und ihm den Weg nach vorne blockiere, ist diese körpersprachliche Korrektur aber für den Hund (oder eben meinen sensiblen Hund) weniger irritierend, als wenn ich am Halsband rucke.


    Ich verurteile das auch nicht, aber ich versuche es zu vermeiden und Probleme über körpersprachliche Kommunikation zu lösen und Markerworte zu verwenden, mit denen ich dem Hund helfe zu verstehen, was ich möchte.


    Ich behaupte nicht, dass das der ultimative Weg ist, den ich da beschreite, aber für meinen Hund scheint er zu passen und ich merke, dass die Fortschritte da sind.

    InAb


    Ganz ehrlich? Ich bin auch ein Verfechter des geraden Rückens und habe auch gleich zwei Mädels aus Thüringen geholt und ich habe es nicht bereut ... auch wenn ich eines davon viel zu früh gehen lassen musse. Trotzdem war sie ein Traumhund.


    Und weißt Du was mein Mann sagte, als ich vor zwei Jahren anregte, zu unserer Bene vielleicht doch eher einen schon erwachsenen Schäferhund dazu zu nehmen? Er meinte, dass wenn er schon einen verzogenen Hund hat, dann ist er daran schon lieber selber schuld :D


    Natürlich macht man vielleicht nicht alles richtig. Ich habe selbst im Welpentraining häufigmal washinterfragt, was mir unsinnig erschien und nicht jede Trainingsmethode passt zu jedem Welpen.


    Wir mussten alle mal die ersten Erfahrungen sammeln, aber wichtig ist, dass die Freude immer größer bleibt, als der Frust ;)

    Mir geht es ja auch wie Babsi und Claudia: Bin ich unentspannt, ist es Chia natürlich auch und ich habe mir darum heute eine 2000 Lumen Taschenlampe gekauft, die 600 Meter weit leuchtet ... dann muss ich mich nicht mehr verspannen, wenn ich nicht weiß, ob sich da ein Zweig von einem Busch im Wind bewegt oder jemand ohne Licht in unsere Richtung wandert, denn da sehe ich rechtzeitig, wenn jemand kommt uind kann dann auch reagieren.


    Ich habe auch kein Problem mit einem Kettenhalsband, denn das habe ich zum Training immer verwendet.


    Aber wenn ich mit den Hunden laufe, danntragen sie Fettlederhalsbänder und Chia ihr Geschirr und damit fühle ich mich dann auch sicherer, weil ich zusätzlich den Brustring habe, um sie in meine Richtung zu lenken und so mehr Aufmerksamkeit bekomme.


    Allerdings arbeite ich gerade das Buch von André Vogt durch und dawird eben nicht geruckt, sondern einfach gehalten, bis der Hund nachgibt. Das ist natürlich in einer Situation, in der mal eigentlich gerne Hackengas geben möchte, nicht so praktikabel.


    Aber ich merke momentan auch, dass es für Chia gut ist, wenn sie mitdenken darf und ich sie nicht für unerwünschtes Verhalten sanktioniere, sondern sie nur körpersprachlich begrenze, bis sie mit erwünschtes Verhalten anbietet, respektive ihre Aufmerksamkeit auf mich richtet, damit ich markern und belohnen kann.


    Die Leinenpöbelei ist ja auch nicht mehr so wie einst, wo sie dann versuchte, zu dem anderen Hund zu ziehen, sondern sie bellt einfach, ohne in die Leine zu gehen und ich empfand es schon als Fortschritt, dass sie nicht bellte, sondern nur versuchte, stehen zu bleiben, um sich den anderen Hund anzuschauen, während ich lieber schaute, dass wir Land gewinnen. Da wurde sie dann halt ein bisschen bockig, wie ein Eselchen und sah nicht ein, dass sie jetzt mit mir kommen soll.


    Natürlich reagiert sie extrem auf mich und dass ich das Problem bin, weiß ich. Bei Micha macht sie das ja nicht.


    Allerdings gibt es momentan auch so vieles, was richtig gut läuft, dass ich das Gebell auch nicht als dramatisch sehen würde - wenn ich mich entsprechend für eine Begegnung wappnen und uns vorbereiten kann.


    Wenn aberjemand schon keine 20 Meter Abstand mehr zu uns hat, weil ich den Menschen im Dunklen nicht sah und ich muss dann beide Hunde einsammeln und anleinen und sehe den "Feind" stetig näher kommen, dann werde ich extrem unentspannt und darauf reagiert die Chaosfürstin dann mit Sicherheit.


    und apropos Lederhalsband. Das ist das neuste Werk (der Glitzer ist kein Bling-Bling, sondern Bergkristallrondelle):


    Hallo InAb,


    herzlich willkommen in unserer Forenrunde und viel Spaß beim Austausch!


    Ich denke mal, dass "fast normal" den sportlichen Einsatz nicht ausschließt und nicht bedeutet, dass Euer Hund schneller gesundheitliche Probleme bekommt, als ein Welpe von "HD-normalen" Eltern.


    Genetik ist ja auch nur eins (und auch bei HD-normal keine Garantie auf ein langes Leben ohne HD). Die Aufzucht, die Fütterung, die Belastung - all das wirkt sich auch auf die Gelenksgesundheit Eures Welpen aus.


    Und ich gebe Holger @Ellionore so halb Recht: Agility ist natürlich für kleinere und leichtere Hunde einfacher, aber wenn man nicht gerade nach sportlichen Lorbeeren strebt, dann macht das auch mit Schäferhunden Spaß. Schwarzes Fell klingt ja auch erst mal nach LZ-DSH und die sind in der Regel auch sehr leicht zu motivieren und für ein Training dieser Art zu begeistern.


    Dann wünsche ich aber auf jeden Fall einen tollen Tag beim Züchter und dass Ihr Euch in das Hundekind spontan verlieben könnt.

    Danke Tilli und Schafring :*


    Ich könnte mir vorstellen, dass es tatsächlich Spannung rausnimmt,einfach weiter zu laufen.


    Allerdings habe ich auch manchmal das Problem, dass wenn Chia etwas super spannend findet, sie dann auch gerne mal in die Muli-Rolle schlüpft und sich gegen die Leine stemmt, wenn ich einfach weiter laufen möchte.


    Vorgestern war das auch der Fall. Sie bellte nicht, aber sie versuchte immer wieder umzudrehen und zu dem anderen Hund zu laufen und ich zog sie wie einen störrischen Esel hintermir her ... was natürlich vollkommen falsch war. Aber nachdem ich Babsis Darstellung las, dass man riskiert, eine fremde Leine um die Knöchel gewickelt zu bekommen, die einen dann zu Fall bringt, wie die Motorsäge eine dicke Tanne, muss ich es erst Recht nicht darauf ankommen lassen, im Dunklen zu forcieren, an einen ignoranten Gassigeher zu geraten, der mich dann in eine unangenehme Situation bringt.


    Wie so oft fehlt es aber noch an der Basis und die versuche ich mitder Chaosfürstin gerade nachzuholen. Man merktleider, dass sie zur 1. Generation Corona gehört, wo der Lockdown eine Schließung der Hundeschulen und Hundesportvereine nach sich zog und so die Grunderziehung weitgehend ohne fremde Hundebegegnungen ablief.


    In der Zeit, in der wir regelmäßig zum Training in den Verein fuhren, war Chia bei Hundebegegnungen deutlich entspannter.


    Aber es ist ja nie zu spät, Versäumtes aufzuholen und meine Hoffnung ist noch nicht ganz geschwunden.