Das sind keine Hundehaare ... das sind Liebesgrüsse!!! ![]()
Verbena
- Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena
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Verkommen Ruebchen ist etwas, dass ich so nicht stehen lassen kann.
Ich schließe mich Holger beim Ausdruck "verkommen" mal an ... wir sprechen und schreiben hier über den besten Freund des Menschen auf vier Pfoten.
Ich habe den Begriff lediglich aus dem vorigen Post aufgegriffen und dann extra noch unter Anführungszeichen gesetzt.

Das hatte ich durchaus auch so verstanden und das ist kein Vorwurf an Dich gewesen, aber nachdem Holger das Zitat einfügte, stieß mir das "verkommen" im Zusammenhang mit den Hunden auch auf. Natürlich kann man eine klare Meinung haben und äußern, wenn man mit einer Richtung, die eine Zucht/ oder ein Teil der Zucht nimmt, nicht einverstanden ist, aber ich fand eben auch die Wortwahl in dem Zusammenhang nicht passend.
Und auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, denke ich nach wie vor, dass die Rassewahl mit den persönlichen Ansprüchen des Hundehalters zu tun hat. Wenn ich sehr aktiv Hundesport betreiben will, gibt es Rassen, die dafür geeignet sind und für die ich mich dann wohl auch entscheiden werde.
Da hast du natürlich Recht, aber wenn man sich den Ursprung anschaut, ist es meiner Meinung nach halt einfach schade drum, mehr wollte ich garnicht ausdrücken.

Das ist dann eben auch wieder das Problem, das ich gerne mit "Was dem een sin Uhl, is dem anneren sin Nachtigall" kommentiere, denn ich gebe in mancher Hinsicht auch Luna Recht, weil der Mensch immer glaubt, etwas besser machen zu müssen und anfängt, die Natur zu korrigieren, indem er züchterisch auf bestimmte Eigenschaften selektiert.
Oft kommt da nichts Besseres bei raus ... aber es gibt ihn eben manchmal doch, den sogenannten Zuchtfortschritt und wenn niemand züchterische Experimente wagen würde, gäbe es wohl auch den nicht.
Natürlich muss man sich manchmal fragen, ob da nicht vor allem auch das Wohlbefinden der "Zuchtprodukte" gewahrt werden muss, aber solange jemand kurznasige Hunde mit vorquellenden Augen schön findet, werden sie gezüchtet und wenn Leute bereit sind, mit einem Feuchttuch in der Hand Gassi zu gehen, um ihrem Hund den Hintern abzuwischen, weil er keinen Kot absetzen kann, ohne hinterher damit verschmiert zu sein, weil er keine Rute hat, sondern ein Ringelschwänzchen, wird auch da niemand auf die Idee eine Rückzüchtung kommen - auch wenn ich das schrecklich finde.
Da ist die Überlegung, ob die vorhandene oder fehlende Unterwolle die Zucht in Frage stellt, zumindest keine, die man mit "eingeschränktem Wohlbefinden des Hundes" kritisch sehen muss.
Man kann sicher fragen, warum ein Schäferhund, der sehr gute Gebrauchshundqualitäten hat und als wetterfest gilt, zwingend "umzüchten" muss, damit er lange Haare und weniger bis keine Unterwolle hat und Gebrauchseigenschaften damit eingeschränkt werden.
Aber auch der DSH ist kein Wolf, sondern züchterisch durch Selektion an den Anspruch angepasst worden, den die Interessenten an ihn stellten. Wenn sich die Vorlieben mancher Interessenten ändern und dem Hund dabei kein Schaden entsteht - warum sollte man dann eine Zucht nicht ein bisschen vom Ursprung weg entwickeln, indem man eben aus dem stockhaarigen Hund einen langhaarigen oder langstockhaarigen Hund macht?
Gewiss entspricht er dann nicht mehr dem FCI-Standard des wetterfesten Gebrauchshundes, aber es gibt so viele Rassen, die von der FCI geführt werden, in denen ich nun auch keinen Nutzen sehe oder die ich für Qualzucht halte, dass die fehlende Unterwolle wohl eher ein kleines Übel ist, mit dem der Liebhaber des langhaarigen Schäferhundes leben würde ... wenn es ihn noch gäbe. Aber es gibt ja nun mal nur noch den Langstockhaar und insofern ist ja auch die Diskussion weitgehend müssig.
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Frisch geöffnete Käsepackungen bräuchte ich ihr nicht unter die Nase halten.
Da fällt mir ein: Brummis Futter steht gerne mal gute 5-10h in der Küche rum, damit es Zimmertemperatur annimmt (ist es gefroren, dann sogar 12+ Stunden, wenn ich es abends vorrichte und für den nächsten morgen schon brauche). Ich weiß nicht, ob da mit dem Fleisch schon irgendwas passiert, wodurch es sich allmählich zersetzt o.ä. und dann für den Hund anregender riecht, aber vielleicht wäre das noch ein Ansatz, den du bei China verfolgen könntest: das Barf mal 12h oder auch länger einfach so stehen lassen im „warmen“. Davon wird es nicht schlecht, riecht aber bestimmt anders.
Ich richte das Barf in kleinen Dosen vor, die Stelle ich dann (verschlossen, aber nicht luftdicht) einfach so auf den Tisch in der Küche. Das könntest du zumindest mal versuchen. Manchen Hunden hilft auch das überbrühen mit kochendem Wasser o.ä.
Mache ich schon so ... ich nehme morgens aus der Truhe, was ich abends in die Näpfe fülle und wenn mal etwas noch nicht ganz aufgetaut ist, kommt das Päckchen ins heiße Wasserbad. Aber das ändert nichts an Chias momentaner Unlust auf Futter

Morgens nehme ich ja Trockenbarf mit - davon nimmt sie meistens 2 bis 5 Händchen voll. Aber Abends brauche ich ihr das auch nicht anbieten.
Wenn ich nicht wüsste, dass das nur eine Phase ist, die auch irgendwann wieder aufhört, dann w+ürde ich wohl verzweifeln ... so versuche ich, trotzdem relativ entspannt zu bleiben und mich auf den Tag zu freuen, an dem sie ihr Futter wieder mag.
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Dimi27 Erst einmal wünsche ich Dir, dass Du ganz schnell den Crohn-Schub überwinden kannst und die Medikamente ihre Nebenwirkungen nicht allzu ausgeprägt zeigen ... obwohl ich beim Thema Schlafen auch sofort die Augen zumachen könnte. Mir schlägt das Wetter und die Dunkelheit momentan doch sehr aufs Gemüt und ich fühle mich auch dauernd müde ... aber am 21. ist Wintersonnenwende und ab da werden die Tage wieder länger

Ich stimme Dir absolut zu: Man empfindet das Leben als intensiver und reicher, wenn man es mit einem Hund teilen darf. Wobei ich fürchte, dass nicht meine Hunde mich, sondern ich sie beeinflusse, denn nach drei Tagen Schnee schwindet bei meinen Hoheiten ganz schnell die Begeisterung für die weisse Weite

Für Deinen Homeoffice-Schreibjob drücke ich Dir fest die Daumen! Ich bin auch froh, nicht extra losfahren zu müssen, um zur Arbeit zu kommen und auch wenn der Nachteil sicher auch der ist, dass man halt auch immer erreichbar ist und sich Arbeitsbeginn und Feierabend flexibel nach vorne oder hinten verschieben können (bei Feierabend aber eher nach hinten), ist man eben doch "daheim" und hat den Hund um sich - das entstresst auch sehr, wenn man zwischendurch mal die Hände ins Fell schiebt und eine Runde krabbelt.
Ich freue mich auch zu lesen, dass Du mit der Bürste so zufrieden bist. Nach meinem Bürstenarsenal zu urteilen, habe ich hier mindestens 10 Hunde, aber ich hatte bei Bene auch immer mindestens fünf Bürsten und drei Kämme im Einsatz, wenn ich mich durch ihren Plüsch arbeitete. Jetzt sind es noch der Matzapper und der Undercoater und hier und da mal einer meiner Kämme. Man staunt dabei jedes Mal, was da trotz wöchentlicher Fellpflege an Unterwolle in den Bürsten hängt.
Zum neuen Auto schicke ich Dir meine herzlichsten Glückwünsche! Meine Wahl fiel ja auf den Opel Combo, dessen Laderaum zur Hundebox umfunktioniert wurde, aber ich glaube, in der Schweiz wäre ich damit nicht glücklich geworden ... Micha hatte damals seinen Sierra noch, als er von Basel mit mir nach Breitenbach umzog und da merkte m,an schnell, dass wir nun an den Juraausläufern wohnen und unser Auto nicht "bergtauglich" war
Da zog dann ganz schnell ein Mitsubishi Pajero ein, der sich mit dem ansteigendes Geläuf leichter tat.Die Fotos von Romeo zeigen, wie viel Freude er am Schnee hat und ich gönne ihm den von ganzem Herzen und freue mich mit Euch ... aber wenn mal wieder die Sonne hier scheint, sehe ich auch gerne das Gras und den Sand, den wir hier wirklich in rauen Mengen haben und in dem sich vor allem Bene mit Begeisterung paniert, um die Körnchen dann zu Sanddünen im Haus anzuhäufen ... was für den Romeo der Schnee, ist für Bene wohl der norddeutsche Sandboden

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Micha ... gaaaaanz dünnes Eis

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Ich hoffe sehr, dass die Maus bald wieder besser frisst ☹️ Und dass sie derzeit wenigstens die Paste annimmt und damit gut versorgt ist, beruhigt mich auch wenigstens etwas.
Und ich bin echt dankbar, dass ich mit Aslan wieder einen Hund „erwischt“ habe, der alles frisst, was ich ihm anbiete. Wobei wir ja auch schon andere Zustände hatten, als er wegen seiner Hormone so gar nicht fressen wollte und ich weiß, wie sehr man sich dann ums Tierle sorgt…
Ich bemühe mich, von Läufigkeit zu Läufigkeit mehr zur Entspannung zu finden und mich nicht zu sehr zu sorgen. Mein Vorteil ist inzwischen, dass sie ja vor der Läufigkeit wie ein Scheunendrescher frisst und ich das dann auch unterstütze, weil ich weiß, dass sie danach bis zu vier Kilo verliert und die Reserven braucht.
Wobei sie neuerdings auch einen seltsam wandelbaren Geschmack entwickelt und gestern einen älteren Käsewürfel von unserer Tochter nahm. Die Packung war offen gewesen und da war tatsächlich nur noch ein Würfelchen drin. Unsere Tochter fragte, ob Chia das Würfelchen wohl noch will oder ob es gleich in den Müll soll. Ich hätte jede Wette verloren, dass sie es nicht nimmt ... aber offensichtlich schmeckt Käse dann, wenn er so langsam austrocknet. Frisch geöffnete Käsepackungen bräuchte ich ihr nicht unter die Nase halten.
Aber Fisch auch nicht

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Ob man einen Schäferhund mit wenig Unterwolle braucht, kann ich nicht beurteilen, aber auch der Pudel hat keine Unterwolle und wurde als Wasserjagdhund gezüchtet. Oder der Boxer. Er zählt zu den Gebrauchshunden, hat aber auch keine Unterwolle.
Fast schlimmer finde ich aber, dass man beispielsweise Bobtails nicht ohne Schwimmweste ins Wasser lassen sollte, weil sich ihr Fell so vollsaugt und dann so schwer wird, dass sie unterzugehen drohen. Aber auch der Bobtail findet seine Freunde, denen das nichts ausmacht.
Nunja, wie viele Boxer oder auch Dobermänner kennst Du, die als Diensthunde bei der Polizei arbeiten? In der Tat sind diese Rassen vom Einsatzbereich relativ eingeschränkt. Man kann während eines Einsatzes keine Rücksicht darauf nehmen dass ein Hund bei kalter Witterung nicht lange im Regen warten/arbeiten kann, und erfahrungsgemäß ist dann das Erkrankungsrisiko deutlich höher wenn sie ein Haarkleid haben, bei dem Nässe schnell bis auf die Haut gelangen kann und das sowohl bei Kälte wie auch bei Hitze nur wenig isoliert.
Zudem liegt der Ursprung der Rasse des DSHs an der Herde. Das impliziert dass die Hunde tagtäglich, also auch bei nicht so optimaler Witterung, mit dem Wetter klar kommen müssen ohne bei Nässe ein erhöhtes Erkrankungsrisiko zu haben.
Das ist selbstverständlich richtig.
Aber mir geht es auch eher darum, dass es nicht zwingend den Untergang der Gebrauchshundeeignung (auch wenn sie natürlich dann eingeschränkt ist) bedeuten muss, wenn der Hund keine Unterwolle hat.
Oder dass bestimmte Fellvarianten des DSH abgelehnt werden, weil es den Gebrauch oder die Haltung des Hundes einschränkt.
Wenn langes Fell ohne nennenswerte Unterwolle Liebhaber findet, die ihren Hund entsprechend halten und einen anderen Anspruch haben, dann würde ich das nicht verurteilen wollen.
Allerdings ist ja auch der LSVD inzwischen komplett von der Langhaarschäferhundezucht weg und es wird nur noch Langstockhaar erwünscht und damit läuft der Verein inzwischen auch FCI-konform in seinem Zuchtziel.
Wobei ich auch lang-/ langstockhaarige Hunde mit ganz unterschiedlicher Fellbeschaffenheit habe und hatte und ich vom Plüschi bis zum Seidenfell schon alles Varianten sah. Auch da gibt es also Unterschiede.
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Wie machst du das sonst mit dem VitD? Also fernab von Aslans Vorliebe und Geschmack dafür, ist Fisch ja grade wegen dem VitD wohl so wichtig. Deswegen gibts bei uns auch zwei Fischölkapseln am Tag in Kombi mit verschiedenen Ölen, die wir auch für uns nutzen, damit es möglichst abwechslungsreich ist.
Zu meinem Erstaunen mögen beide Hunde Dorschlebertran und Lachsöl gerne

Aber wenn es um Öl geht, da spielt es keine Rolle, ob aus Hanf oder Lein gepresst oder vom Fisch oder Schaf oder aus der Kokosnuss - das ist immer willkommen! Über die Barfmahlzeiten gibt es in der Regel immer ein bisschen Öl.
Ich supplementiere aber auch momentan gerade bei Chia, weil sie ja wirklich nur minimale Mengen nimmt und gebe dann die Nutriplusgelpaste, die ja auch Fischöl und genügend D3 enthält - davon bekommt sie derzeit täglich 60 g - also eine halbe Tube täglich, auf morgens und abends aufgeteilt - das beruhigt zumindest mein Gewissen

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... und fast vergessen: Danke für die Fotos! Wir lieben Bilder und mir gefällt zwar das letzte Foto ganz besonders gut, weil ich auch den Aspekt der Hund-Mensch-Freundschaft und nicht nur den des Sports wichtig finde, aber das erste Foto mit dem Bällen hat mich auch begeistert, denn ich übe mit meinen Hunden regelmäßig auf den Balance-Pads und stelle fest, dass das körperlich und geistig bei den Hunden viel bewirkt. Toll, dass Du das auch beim Training einbaust!
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Mir ging es wie nette ... ich war auch erst mal über Deine erste Vorstellung etwas irritiert, weil ich überlegte, ob Du hier den Austausch mit uns oder eher Kundschaft suchst

Aber nun freue ich mich, dass wir auch Deinen Hund kennen lernen dürfen und möchte Dich ebenfalls herzlich willkommen heißen!
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Ich hätte ja auch sehr gerne Fisch gefüttert, aber meine Beiden können sich für Fisch eher weniger erwärmen.
Bei Tackenberg gibt es "Pescatore" in jeweils 2 x 250 g-Schälchen. Das ist Lachs mit Garnelen und Reis ... Bene nimmt es mit sehr langen Zähnen und Chia höchstens mal alle paar Wochen. Würde ich zweimal wöchentlich Fisch füttern, träten die Damen vermutlich in den Streik.
Ich hatte ja auf Holgers Empfehlung die Dorschtaler von Tackenberg als Leckerchen mitbestellt ... da war ich total chancenlos und habe sie an den Berner Sennenrüden Fredy verschenkt, der sowas wie meine wandelnde Bio-Tonne ist und alles bekommt, was meine Damen ablehnen

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Ich schließe mich Holger beim Ausdruck "verkommen" mal an ... wir sprechen und schreiben hier über den besten Freund des Menschen auf vier Pfoten.
Und auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, denke ich nach wie vor, dass die Rassewahl mit den persönlichen Ansprüchen des Hundehalters zu tun hat. Wenn ich sehr aktiv Hundesport betreiben will, gibt es Rassen, die dafür geeignet sind und für die ich mich dann wohl auch entscheiden werde. Habe ich das Gefühl, dass eine Rasse sich durch züchterische Selektion in eine andere Richtung als die des Gebrauchshundes entwickelt hat, suche ich eben nach Alternativen und werde die dann auch finden.
Mir geht es aber so wie Holger: Ich habe keinen Job, bei dem mich meine Hunde unterstützen müssen und ich halte sie im Haus, wo ihnen gerade im Winter schnell zu warm wird (das Badezimmer, in dem meine Wohlfühltemperatur von 25 Grad eigestellt ist, wird von Bene derzeit absolut gemieden). Ich passe ich in den anderen Räumen den Bedürfnissen der Hunde an und lebe damit, dass ich im Büro immer eine Fleecejacke trage, weil es mir sonst ohne Bewegung zu kühl wird.
Im Sommer lege ich Kühlmatten aus und gebe den Hunden die Möglichkeit, sich im Doggypool abzukühlen - aber ich würde auch ungern austesten, ob sie sich bei sehr aktiver Arbeit bei 30 Grad + im Hochsommer noch wohl füheln und passe auch meine Gassizeiten so an, dass ich frühmorgens und spätabends mit den Hunden laufe, denn hitzegeeignet sind meine Hunde auch nicht.
Ich habe eine Bekannte mit einer Vizla-Hündin, die im Winter einen Mantel beim Gassigang trägt. O-Ton ihres Frauchens: "Im Winter liegt Wilma am liebsten wie ein Brathähnchen in ihrem Bett vor dem Ofen - ich würde da schwitzen und sie liebt das."
Im Hochsommer lebt Wilma aber richtig auf und während meinen Beiden die Zunge ewig weit aus dem Hals hängt und selbst Chia sich nicht mehr so gerne anstrengen mag, hat die Vizla-Hündin richtig Spaß am Rennen und Spielen.
Ähnliches habe ich auch schon bei einem Rhodesian Ridgeback-Rüden erlebt, denn diese Hunde werden in Afrika für die Jagd eingesetzt und vertragen die Wärme sehr gut.
Nun könnte man sich fragen, warum man sich einen Hund ohne Unterwolle holt, wenn es ihm hier im Winter zu kalt wird. Aber wie ich schon schrieb: Alles Geschmackssache und eine Frage der Vorliebe und des Anspruchs.
Mein Anspruch ist es, einen Hund mit viel Will-to-please zu haben, der ein gutes Potential an Leistungsbereitschaft mitbringt. Da bin ich beim DSH ganz sicher bei der richtigen Rasse.
Aber ich mag eben die langhaarigen Hunde ganz besonders gerne und nachdem mein Göttergatte einst einen britischen Collie wollte und ich bei dem Fell dann doch streikte, weil ich die Hunde ja auch immer mit draußen bei den Pferden habe und keine Zeit für tägliche Fellpflege aufwenden möchte, wurde es der Langhaarschäferhund.
Bei meiner Form der Hundehaltung und meinem Anspruch war das kein Problem und mein Hund hatte weder im Sommer einen Sonnenbrand, noch fror er bei Spaziergängen im Winter.
Aber der Hund lebte mit uns im geheizten Haus und wenn er sich nicht bewegte, hätte es im Winter durchaus sein können, dass die Unterwolle fehlte, um ihn warm zu halten. Nur war es entweder so, dass sich der Hund bewegte und sich so warm hielt oder eben "rumlag" aber dann im Haus, wo er nicht fror.
Allerdings lasse ich auch Bene nicht ohne wärmenden Mantel im Winter auf dem Hof liegen - und die hat jede Menge Unterwolle. Auskühlen könnte sie aber trotzdem, wenn sie sich länger nicht bewegt.
Darum denke ich eben genau wie Holger, dass wenn mit einer bestimmten, durch züchterische Selektion erreichte Fellstruktur ein Markt von Interessenten angesprochen wird, die dem Hund gerecht werden, sodass der sich wohlfühlt, dann muss man das nicht verurteilen.
Ich bin absolut gegen jede Form einer züchterischen Selektion, wenn das dem Hund Schaden bringt oder gesundheitliche Einschränkungen, aber meine Langhaarschäferhündin fühlte sich nicht weniger wohl, als meine langstockhaarigen Hunde ... im Sommer wurde ihr aber auch nicht so schnell zu warm.
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Je nachdem, wie ausgeprägt das Verhalten des Rüden ist, würde ich eventuell versuchen, die Hormone mit pflanzlichen Mitteln auszugleichen - der Mönchspfeffer ist ein Beispiel, der seinen Namen trägt, weil er die Libido der Mönche runterfuhr und die wieder an den lieben Gott denken konnten, ohne von ihren Trieben abgelenkt zu werden

Wichtig ist dabei aber auch stets, dass die Dosierung passt, denn der Mönchspfeffer kann bei falscher Dosierung auch das Gegenteil bewirken. Viele Rüdenhalter nutzen darum lieber die homöopathische Variante "Agnus Castus", weil die leichter zu dosieren ist. Allerdings passt sie auch nicht zu jedem Konstitutionstyp und ist somit auch nicht immer gleich wirksam.
Viele meiner Kunden haben aber gute Erfahrungen mit der Kräutermischung "Libidex" gemacht, die ich einst entwickelte, weil ich zwei Hündinnen und einen Rüden zusammen gehalten habe und wir dem Rüden die Zeit der Läufigkeit unserer Hündinnen erleichtern wollten - das klappte auch sehr gut.
Es wurde ja aber auch schon geschrieben, dass Hormone, die aus der Balance geschubst werden, auf viele andere Vorgänge im Körper Einfluss nehmen. Darum tue ich mich mit der Kastration immer etwas schwer. Wo sie dem Hund mehr Wohlbefinden schafft, ist sie ganz sicher angebracht.
Ich zum Thema Kastration ein Buch zur Entscheidungshilfe empfehlen:
Udo Gansloßer, Sophie Strodtbeck
Kastration und Verhalten beim Hund - Eine Entscheidungshilfe
https://www.buecher.de/shop/hu…/detail/prod_id/33357515/
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hab mir grad mal die HP des LSVD angeschaut, ein Langhaarschäferhund ohne Unterwolle wird dort auch nicht gezüchtet, möglicherweise ist er auch dort ausgestorben oder tatsächlich wie Dimi27 schrieb, erfroren.
Ansonsten ist die HP recht tot, sind wohl doch etliche Mitglieder zum SV zurück gekehrt?
Gibts im RSV2000 auch Langstockhaar?
Foto: Langstockhaar oben und unten
Genau das hatte ich ja geschrieben: Auch der LSVD hat sich in seiner Zuchtrichtung der Vorgabe des FCI und des SV angepasst und legt nun Wert auf Unterwolle und das Zuchtziel ist darum auch hier der Langstockhaar.
Und ja, die HP ist zimelich tot und auch die Vereinszeitung "Der Langhaar" kommt nur noch dreimal jährlich und wird immer dünner.
Ich halte dem Verein trotzdem die Treue, weil ich es unter anderem als ihren Verdienst sehe, dass der Langstockhaar einen Platz in der Rassevielfalt der Hunde erhielt und nicht nur ein "Zuchtfehler" war, den der SV sehr ungern sah.
Wobei ich mich noch gut erinnere, dass ich vor ca. 25 Jahren bei einem SV-Züchtwer anrief, in dessen Wurf eine langstockhaarige Hündin geboren worden war und während er die stockhaarigen Welpen, die ja kein Zuchtfehler waren, damals für 1.200 Mark anbot, wollte er für die langstockhaarige Hündin 1.800 Mark haben. Offenbar hatte auch er erkannt, dass mit dem Besonderen auch besonderes Geld zu machen ist

Ich würde aber auch nicht sagen, dass der Langhaarschäferhund prinzipiell nicht allwettertauglich war, denn es war ja nicht so, dass er überhaupt keine Unterwolle hatte. Er hatte nur einfach sehr viel weniger Unterwolle und war insgesamt seidiger in der Haarstruktur und weniger plüschig.
Ob man einen Schäferhund mit wenig Unterwolle braucht, kann ich nicht beurteilen, aber auch der Pudel hat keine Unterwolle und wurde als Wasserjagdhund gezüchtet. Oder der Boxer. Er zählt zu den Gebrauchshunden, hat aber auch keine Unterwolle.
Fast schlimmer finde ich aber, dass man beispielsweise Bobtails nicht ohne Schwimmweste ins Wasser lassen sollte, weil sich ihr Fell so vollsaugt und dann so schwer wird, dass sie unterzugehen drohen. Aber auch der Bobtail findet seine Freunde, denen das nichts ausmacht.
Schlussendlich muss man aber vermutlich niemanden fragen, warum er nun ausgerechnet den Hund haben wollte, den man selbst nie zu sich nehmen würde, denn es bleibt alles eine Frage der persönlichen Vorliebe und wenn es mir nichts ausmacht, meinem Hund einen Regenmantel oder einen Bademantel zu kaufen, dann könnte ich mich auch für einen Langhaarschäferhund entscheiden.