Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Ich gebe Dir durchaus Recht: Die Halsbänder von Karlie und Trixie sind - was die Leuchtkraft angeht - wirklich sehr gut. Ich schätze vor allem, dass die breiten Langhaarhalsbänder nicht im Pelz verschwinden, wie das bei dünnen Leuchtschläuchen der Fall ist.


    Ich finde aber, dass das Karlie etwas komforabler ist, als das Trixie, weil es den großen Button hat. Beim Trixie muss ich immer fummeln, um den Knopf zum Einschalten zu finden und dassman es auseinanderziehen muss, um es aufzuladen, ist auch ein bisschen anstrengender, als der Anschluss an dem Plastikteil beim Karlie.


    Das Karlie scheint - was den Akku angeht - auch etwas langlebiger zu sein, als das Trixie. Das 1.Karlie ist, genau wie das Trixie - jetzt vier Jahre alt und das Trixie lässt sich nur noch soweit aufladen, dass es 30 Minuten leuchtet. Das 1. Karlie leuchtet immer noch intensiv und das hatte ich sogar mal 14 Tage lang verliehen, wo es auch intensiv gebraucht wurde.


    Aber vielleicht ist es für die Akkus nicht gut, wenn man sie jeden Abend an den Strom hängt? Ich habe ja darum auch einen zweiten Satz Leuchthalsbänder gekauft, damit ich die nicht so oft aufladen muss und immer einaufgeladenes Halsband zur Hand habe. Die Karlie Halsbänder sind aber trotzdem irgendwie ein bisschen langlebiger, als das von Trixie :/


    Aber das ist natürlich auch ein subjektiver Eindruckund ich gebe zu, dass ich eher mit dem Karlie sympathisiere und das Trixie nie so gerne verwendet habe, weil es eben etwas unkomfortabler ist.

    ... und ganz vergessen: Weiterhin gute Besserung an Witus"


    Auch wenn das Schonen schwer fällt, bin ich bei Boss: Das Durchhalten gibt Dir auf jeden Fall immer das sichere Gefühl, dass Du nichts riskiert hast, was den Heilungsverlauf verzögert, denn wenn Witus durch eine zu frühe Belastung doch wieder lahmt, dauert das Schonen noch länger.


    Ich habe das gerade bei Chia erlebt. Sie zerrte sich ja in dem Maschendrahtzaun beim Rehdesaster, aber sie lief auch schnell wieder rund und ich riskierte dann, zwei Tage später mit meiner Gassifreundin und deren Hund zu laufen ... und als der Chia durch denAcker scheuchte, hinkte sie wieder und ich war am Freitag, nach 5 Tagen Hinkerei schon sicher, dass ich am Montag einen Termin beim Tierarzt buchen werde, obwohl das Hinken durch strenges an der Leine laufen. schon deutlich besser geworden war. Seit Samstag läuft sie wieder rund, aber es war für mich auch schwierig, meinen Mann davon zu überzeugen, dass es kontraproduktiv ist, wenn er Chia draußen toben und mit den Katzen spielen lässt, denn dadurch lief sie dann abends wieder sachlechter, als morgens. Erst als ich jedweden Freilauf strikt untersagte, hörte das Lahmen auf und jetzt darf sie auch wieder munter rumtoben. Hätte ich den Freilauf nicht konsequent unterbunden, würde sie vielleicht immer noch lahmen und müsste weiter an der Leine laufen.


    Ich bin auch kein Freund übertriebenen Schonens, aber manchmal ist etwas mehr Geduld der sicherere Weg zur vollkommenen Heilung.

    Dann hast du ja etwas zu üben🤣 Wenn du das nicht möchtest, solange vorbeimarschieren, bis er das sein lässt.

    Allerdings kenne ich das mit Katzen von Harras auch: die sitzen gerne auf der gegenüberliegenden Straßenseite unter den Autos. Ich sehe die Katze also nicht, wenn ich mit Harras aus dem Haus komme, aber er bemerkt (riecht?) die sofort und macht Terror. Da muss ich aufpassen, dass ich nicht von der Treppe vorm Haus stürze.

    Pinguetta,


    auch wenn die Vorstellung lustig sein könnte, wie Harras hinter der Katze losschießt und Du hinterherfliegst, aber ein Treppensturz wäre sicher übel schmerzhaft für Dich und da fehlt mir mal wieder der passende Reaktions-Emojii ... darum das Herz für Dich, weil ich Dir von Herzen wünsche, dass Du nie zum Opfer einer vor Harras fliehenden Katze und der Treppe wirst.


    Und Micha369 Deine Frau ist eine wahre Heldin! NIcht loslassen um jeden Preis verdient meinen größten Respekt!

    Ich habe jetzt mal die Beiträge von @Azemba und Micha369 hier mit hin kopiert, denn ich finde die Diskussion zu den Leuchtmitteln sehr ineressant und fände es schäde, wenn sie zwischen meinen ellenlangen Erzählungen über Bene und Chia verloren gehen würden:

    Zitat

    Ich hatte ja nur das AniOne und war einfach maßlos davon enttäuscht. Klar leuchtet es und man sieht, dass da ein Hund ist. Es ist aber durch die Machart komplett im Hund verschwunden, es hat sich von selbst geöffnet an diesem Abschneidbaren Ende, die Nylonummantelung ging ab und es hat nur eine einzige LED (deswegen ist es auch abschneidbar).

    Das Leuchtie hab ich ja genommen, weil ich keine Lust hab, nach jedem langen Spaziergang aufzuladen, weil zumindest unseres unglaublich hell ist, es nicht im Fell verschwindet und durch die simple Mechanik von alleine an und aus geht. Es hat 5 LEDs und es gibt Ersatzteile zu kaufen. Hätte es diese "Features" nicht, hätte ich es niemals gekauft, dafür ist es mir einfach viel zu teuer. Und es ist Eisblau - die wenigsten Anbieter haben ein hell leuchtendes Blau, Dunkelblau gibt es zwar häufiger, bringt mir aber gar nichts, da wir hier extrem oft und viel Nebel haben, da muss es schon was helles sein, denn dunkles wird prinzipiell nur sehr schlecht gesehen.

    Der Husky hat auch günstige, weiß gar nicht welche, aber die beleuchten halt den Pelz und damit den Hund, nichts drum rum. Auch völlig ausreichend, wie ich finde, denn in erster Linie gehts mir darum, dass der Hund gesehen wird. Es muss mir nicht die Umgebung beleuchten. Das Leuchtie tut das sehr arg, aber ist auch manchmal störend, wenn man da rein guckt versehentlich.

    Zitat

    Allerdings finde ich die Idee von Micha369, einfach mal ZWEI Bänder umzuhängen, auch gar nicht so verkehrt. Ich überlege tatsächlich, noch etwas auf den Rücken vom Brummi zu platzieren. Da hatte ich tatsächlich ja am Geschirr das AniOne-Halsband befestigt, bevor wir das Leuchtie hatten, damit er wenigstens etwas sichtbar ist. :saint: allerdings muss ich das dafür kürzen, da es in der derzeitigen Größe aussieht, als sei er ein Stegosaurus oder ein Kamel mit umgeklappten Höcker, da es zu einer Seite überfällt und nicht direkt mittig auf dem Rücken bleibt.


    Ich schrieb ja bereits, dass ich die Leuchtie Plus, von denen eins defekt ist, wieder zurückschicke und nachdem ich nun auch noch eine falsche Größe vom Leuchtie Premium mit Akku geliefert bekam, noch mal ein 65-erLeuchtie Premium für Bene bestellte, weil mir das sonst mit Rückversand und warten, bis dann der Ersatz kommt, einfach zu lang geht.


    Aber eine Nachricht bezüglich des in der falschen Größe gelieferten Leuchties steht auch noch aus ... beim Kundenservice gibt es von mir definitiv Abstriche für die Leuchtie-Firma Trends-and-more-online.


    Ich habe zusätzlich noch zwei Lumivisions für Bene und Chia bestellt und bin sehr gespannt, ob es da einen Unterschied zur Leuchtkraft im Vergleich mit den Leuchties gibt.


    Was mich aber bei beiden Marken stört, ist dass man 1. nur Dauerlicht hat und kein Blinkmodus, der an Straßen einfach besser wahrgenommen wird, als ein Dauerlicht und 2. dass es keine Möglichkeit gibt, das Licht auszustellen, wenn es nicht mehr benötigt wird, außer dass man dem Hund das Halsband abnimmt und es dann selbst trägt.


    Ich laufe ja morgens im Dunklen los und wenn ich so ca. die Hälfte der Strecke gelaufen bin, ist es eigentlich hell genug, um auf das beleuchtete Halsband zu verzichten. Abends ist es noch hell, wenn wir starten und ich brauche das Licht erst auf der letzten Strecke, wenn es so langsam dämmrig bis dunkel wird.


    Bei den günstigen Karlie Langhaarhalsbändern habe ich einen An- und Ausschaltknopf, mit dem man auch den Leuchtmodus einstellen kann. Wenn ich das Licht am Hund nicht benötige, kann ich es aus machen und der Hund trägt das Halsband dann unbeleuchtet - das spart Energie, wenn ich statt 1,5 Stunden nur 30 Minuten Licht am Hund brauche.


    Was ich beim Leuchtie auch ungünstig finde ist, dass es mit einem nur dazu passenden Gerät aufgeladen wird.


    Bei den günstigen Karlie-Leuchthalsbändern hat man ein normales USB-Kabel, wie man es auch für Taschenlampen, Batterieaudladegeräte, Fotoapparate, Handys etc. verwenden kann. Das heißt, dass dann eben nur ein Kabel gebraucht wird, mit dem ich alles auflade, was aufladbar ist.


    Bei Leuchtie ist es aber ein Gerät mit zwei magnetischen Kontakten, auf die man das Akkuteil vom Halsband legt. Gut ist sicher, dass man sieht, ob das Halsband voll aufgeladen ist, weil das Gerät dann von rotem auf grünes Licht umschaltet.


    Allerdings habe ich das beim günstigen Trixie-Halsband eigentlich auch, denn da blinkt ein rotes Licht und das Blinken hört auf, wenn das Halsband voll aufgeladen ist. Bei den Karlie Halsbändern vertraue ich darauf, dass die nach einer Nacht aufgeladen sind.


    Aber der Nachteil an diesem Aufladegeräöt von Leuchtie ist, dass das Halsband relativ schwer ist und wenn man es nicht auf einer ebenen Fläche liegend auflädt, dann sind die Magnetezu wenig stark, um das Halsband auf den kontakten zu halten - man hofft am frühen Morgen auf ein voll aufgeladenes Akku und stellt fest, dass das Halsband wegrutschte, weil jemand ans Kabel kam und es nicht aufgeladen wurde.


    Ich bin auch kein Fan von 100 verschiedenen Geräten, um akkubetriebene Hilfsmittel aufzuladen. Mein Badezimmer steht inzwischen wirklich voll damit, weil von der Zahnbürste, über den Pedi bis hin zu meinem Anti-Cellulite-Massagegerät alles ein eigenes Aufladedingens hat und mein Göttergatte bereits eine ewig lange Steckdosenleiste montieren musste, um sämtlichen Steckern einen Platz zu bieten (inkusive USB-Steckplätzen).


    Mein Vertrauen zu Akkus ist auch nicht gerade riesengroß. Sie vertragen alle nur eine begrenzte Anzahl der Aufladevorgänge und schwächeln dann irgendwann.


    Beim Leuchtie wäre das nicht so dramatisch, wenn auf die versprochenen 25 Stunden konstanter Leuchtkraft Verlass wäre - aber nach einem 1,5 Stunden-Spaziergang lässt die Helligkeit trotzdem schon nach und würde ich darauf vertrauen, dass ich das Leuchtie nur einmal wöchentlich eine Nacht lang an den Strom hängen müsste, würde ich mindestens zwei Tage lang mit unbeleuchteten Hunden unterwegs sein.


    Wie weit man die Leuchties leuchten sieht, kann ich nicht unbedingt in Metern ausdrücken und der Hersteller schreibt jaauch nur "Mehrere hundert Meter sichtbar" - das können auch 200 Meter sein. So weit sind meine Hunde zum Glück nie von mir weg, aber ich traf heute Früh mal wieder die Stockschwingerinnen, die mit heller Stirnlampe unterwegs sind und die sehe ich definitiv auf die Entfernung von ca. einem Kilometer. MeinemLeuchtie traue ich nicht zu, dass man es so weit sieht und tatsächlich entdeckten mich die Stockschwingerinnen auch erst, als sie mehr oder minder schon fast vor uns standen (ich sah sie ja zum Glück schon von Weitem und ging dann zur Seite).


    Nun sind meine Hunde langhaarig und bei Leuchtschläuchen wie dem Leuchtie und dem Lumivision schluckt die Halsmähne sicher viel Leuchtkraft. Das ist beim Karlie Langhaar besser gelöst, weil es sich dabei um ein breites Halsband handelt, das auf der Mähne liegt und nicht in den Pelz rutscht.


    Mein Argument für das Leuchtie und das Lumivision ist aber, dass es sich nicht um Wegwerfartikel handelt und man die Akkus austauschen kann, wenn sie schwächeln.


    Im Bezug auf die Leuchtkraft lohnt es sich aber nicht, 50 € mehr für das Leuchtie auszugeben, denn da sind dieKarlie-Visions nicht schlechter.


    Das Lumivision ist 15 € günstiger, als das Leuchtie - ich bin gespannt,was es bietet und ob ich mich dafür mehr begeistern kann, als für das Leuchtie.


    Für Leuchtie und Lumivision spricht natürlich auch, dass sie wasserdicht sein sollen. Das ist beim Karlie oder beim Trixie-Langhaar sicher nicht der Fall, denn da liegt der USB-Anschluss quasi frei - respektive lediglich von einer Gummiabdeckung geschützt. Beim Trixie muss man das Halsband auseinanderziehen, um es aufzuladen und wenn ein Hund damit schwimnmen geht, dringt da ganz sicher auch Wasser ein.


    Aber die Chance, dass meine Hunde im Winter schwimmen gehen, ist gering und bislang waren selbst die stärksten Regenschauer kein Problem für die günstigen Leuchthalsbänder von Trixie und Karlie - sie funktionieren nach wie vor.


    Ich habe fürs Geschirr bei der Postenbörse Leuchtteile gefunden, die auch aufladbar sind und die ich um den Steg, respektive die Haltegriffe des Geschirrs kletten kann. Von Karlie gibt es die auch und ich hätte mir auch gerne welche bestellt, aber zumindest bei Hundeshop.de sind sie derzeit nicht lieferbar ... ich habe dort aber noch zwei Leuchtdecken für meine langen Hunde gefunden ;)


    Nun bin ich gespannt, wann die Lumivisons ankommen und wie sie sich bewähren.

    Luna

    Ich hatte tatsächlich schon überlegt, mir einen Kinderfotoapparat zu bestellen - nur ein Knopf zum Draufdrücken :thumbup: :D


    Aber falls ich dann doch mal Bilder vom Brunnenspiel machen möchte oder vom galoppierenden Ponymann, brauche ich vermutlich solchen Schnickschnack wie Bewegungsbildmodus, Sportfotos und Serienbilder ... aber ich gehöre auch zu den Leuten, denen die Zeit zu schade ist, um sie mit dem Lesen einer Bedienungsanleitung zu verplempern. ;)


    Ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen mit Deinen Leuchthalsbändern. Ich bin ja inzwischen wirklich bei Micha369 und stelle fest, dass die günstigen genauso viel Leuchtkraft haben, wie die Leuchties. Wäre mir die Nachhaltigkeit der Produkte nicht so wichtig, würde ich vermutlich auch bei den Karlie- und Trixie-Langhaarbändern bleiben, denn die leuchten gut und wenn ich sie nach zwei Stunden wieder aufladen muss, dann lade ich sie eben auf, denn ich habe ja vier davon und so sind eben zwei am Strom und zwei im Einsatz.


    Aber ich fürchte halt, dass die Akkus das viele Aufladen irgendwann übel nehmen und das Trixie-Leuchthalsband schwächelt schon extrem und ist nach einer Aufladenacht höchstens noch 30 Minuten richtig hell.


    Nur glaube ich auch nicht mehr an das Versprechen der 25 Stunden voller Leuchtkraft vom Leuchtie mit einer Nacht am Strom. Mich stört auch, dass man ein spezielles Ladegerät braucht, denn die beiden Magnetköpfe des Aufladegerätes sind genau passend zu den Gegenstücken am Halsband. Also hat man noch mehr Aufladegeräte und Kabelkram rumliegen. Kann man da nicht ein unviverselles Aufladegerät, respektive ein USB-Kabel nutzen, wie es auch fürs Handy gebraucht wird? Ich habe in meinem Badezimmer schon drei verschiedene Ladegeräte mit Kontakten stehen, die nur zu den Geräten passen, zu denen sie gehören und das nervt mich extrem.


    Wenn die Lumivisions ankommen, würde ich mich vermutlich von den Kalie-Langhaarhalsbändern trennen - und ich habe auch noch zwei günstige Schläuche, die ich für Lyssi kaufte und zurechtschneiden wollte ... für einen Welpen wollte ich dann doch ungern fast 60 € in ein Leuchtie investieren, das im nächsten Herbst dann definitiv zu klein sein wird.

    Ich bin absolut bei Dir Ruebchen !


    Ich bin zweimal in meinem Leben von Hunden gebissen orden und beide Male floss Blut und das musste genäht werden. Das waren im Übrigen auch keine Schäferhunde, sondern ein Rauhaardackel und ein JRT.


    Aber unsere Langhaarschäferhündin Anka hatte auch hin und wieder mal die Idee, Leute, die gehen wollte, am Arm festzuhalten - aber definitiv ohne Beschädigungsabsicht, sondern einfach nur, weil sie fand, dass die Leute nicht einfach abhauen sollten :D


    Allerdings wurde das Verhalten sogar geschätzt, denn wir hatten öfter mal Besuch von einer Freundin, die als Nachzügler zu ihren bereits großen vier Kindern noch mal Zwillinge bekam und die waren ungefähr zwei Jahre alt, als sie in einem unbeobachteten Moment durch die Haustür nach draußen entschwinden wollten. Allerdings war Anka schneller und zog erste das eine Kind an der Anorakkapuze wieder zu Muttern und dann holte sie das zweite Kind. Meine Freundin hätte sich unsere Anka am liebsten gleich mitgenommen, denn so gut hatte noch keiner ihre Zwerge gehütet. 8o


    Anka schleppte übrigens auch von der Katze verlegte Kitten zu uns und war dabei so zart und vorsichtig, dass keinem der Kätzchen je etwas passierte.


    Hinter ihrem Festhalten steckte nie eine Beschädigungsabsicht, sondern immer nur ihre Sorge, dass jemand verloren gehen könnte, wenn sie nicht auf die Leute aufpasst.


    Die Leos meiner Tante waren auch so - die hielten auch jedes Mal meinen Arm fest, wenn ich weggehen wollte. Vor allem dann, wenn ich sie nicht mit raus nahm.


    Aber wenn ich darüber nachdenke, dass Lyssi mir mal so unglücklich den Finger tackerte, dass wirklich Blut floss und das nur, weil ich ihr einen zwischen der oberen Zahnreihe und dem Gaumen verklemmtes Stück Trockenfleisch aus der Schnauze klauben wollte und sie im verkehrten Moment die Zähne zusammenbiss ... aber auch dahinter steckte keine böse Absicht, sondern nur ein Missverständnis, weil ich ihr in die Schnauze griff und sie darauf nicht vorbereitet war.


    Aber vielleicht härtet man mit der Zeit auch ab und wird unempfindlicher, wenn man sein Leben mit mehreren Hunden und Pferden teilt, die einem auch schon mal versehentlich in den Finger beissen, wenn die Karotte zu kurz war?


    Natürlich ist das Verhalten der Züchter nicht in Ordnung - wobei die vielleicht die Situation nicht als gefährlich eingeschätzt hatten und darum einfach entspannter damit umgingen. Gut, ich hätte vermutlich gefragt, ob der Pullover heil geblieben ist und angeboten, den Wert zu ersetzen, wenn die Zähne meines Hundes Spuren darin hinterlassen hätten. Aber wenn ich jeden Hund, der bei uns schon mal jemanden mit der Schnauze am Arm oder an der Hand festhielt, als potentiell gefährlich betrachten müsste, dann hätte ich nur gefährliche Hunde.


    Ich will das Verhalten des Hundes auch nicht runterspielen, aber es sollte vielleicht auch nicht so hoch gespielt werden, dass man den Zuchtausschluss eines solchen Hundes verlangt, wenn keine eindeutige Beschädigungsabsicht hinter dem Festhalten steht.


    ... und gut, dass ich mit Chia nicht vorhabe zu züchten, denn wenn die unseren Nachbarn anbellt, ist dem auch nie so wirklich wohl ... obwohl er immer mal wieder versucht, meine Zuchtambitionen zu wecken :D

    Luna


    Ich will es mal so sagen: Man sieht es gut, aber ich gebe in diesem Fall Micha369 Recht: Jedes günstige Leuchthalsband schafft das auch. Ich hatte es die ganze letzte Nacht am Strom und es war wirklich voll aufgeladen und die 25 Stunden, in denen es konstant hell leuchten soll, erreicht es vermutlich nicht. Theoretisch soll man es auch nur einmal wöchentlich aufladen ... dann laufen wir vermutlich die halbe Woche im Dunklen ;)


    Aber die Farbe ist schick und wenn ich nun noch das zu kleine Leuchtie von Bene ausgetauscht bekomme, lebe ich nun damit, dass man Werbeversprechen nicht zu ernst nehmen sollte ;)


    Ich habe allerdings das 65 cm-Leuchtie für Bene trotzdem noch mal bestellt, weil ich nicht so lange warten will, bis ich das Rücksendeetikett erhalten und das Leuchtie zurückgesendet habe und dann noch warten muss, bis es dort ankommt und das 65-er versendet wird - das dauert mir dann echt zu lange und dann erhalte ich eben das zuviel bezahlte Geld zurück, sobald das Leuchtie wieder beim Shop ankam.


    Die Lumivisions hatte ich übrigens zusätzlich bestellt. Ich brauche ja im Grunde zwei Sätze der Leuchthalsbänder, damit ich immer einen Satz voll aufgeladene Leuchthalsbänder habe.


    Und den Regenmantel für Chia habe ich nun doch eine Nummer kleiner in XL genommen. Ich denke, sonst hat sie einfach zu viel Stoff um sich herum und fühlt sich, als würde sie in einem Zelt stecken. Wegen der vier Zentimeter, die der XL kleiner ist, wird schon nicht der ganze Chia-Po frei liegen.


    Und einen Mini-Fotoapparat habe ich auch gerade noch bestellt. Ich hatte die Wahl zwischen mit Micha das Smartphone tauschen und dann eine neue Handyhülle dafür kaufen müssen, weil es kleiner ist als meins und meine Pummeleinhornhülle da nicht passt und halt doch einen Mini-Fotoknipsapparat kaufen und meine Pummeleinhornhandyhülle weiter verwenden können ... ich hänge sehr an meiner Pummeleinhornhülle :saint:


    Der Mini-Fotoknipsapparat ist eine Canon IXUS 70 geworden. Es gibt zwar inzwischen neuere und bessere Modelle, aber mich schreckt das ja immer eher ab, wenn Geräte zu viele Knöpfe haben. Ich bin ein Knipser und kein Hobby-Fotograf und ich will nur auf den Auslöser drücken und ... voila! sehe ich, was ich geknipst habe.


    Die Rezensionen lasen sich gut und im Test schnitt das Fotoapparätchen mit 1,9 ab. Vor allem aber ist sie auch für technisch vollkommen Unbegabte leicht zu bedienen. Man muss nichts einstellen und theoretisch kann ich sogar Bewegungsbilder damit machen. ohne dass man außer einem pinkfarbigen Strich nichts sieht.


    Hätte ich den Fotoknipsapparat heute schon gehabt, hätte ich auch Fotos vom Schimmelpony zeigen können ... aber mit dem Handy waren die leider wieder vollkommen unbrauchbar und die schwere Kamera von Micha mag ich dann nicht mit in den Stall nehmen - da habe ich einfach schon zu viel geschrottet, verloren und im Wasserbottich versenkt, als dass ich riskieren möchte, wegen eines Bildchens vom Spaniokel meinem Göttergatten gestehen zu müssen, dass er eine neue Kamera braucht 8o

    hat er also aufgegeben. Ich hoffe unbekannterweise, dass sich die Belohnung für den Göttergatten lohnt. :D

    Holger, ich bin ihm seit über 30 Jahren ein treues, braves Eheweib - isat das nicht Belohnung genug? 8o

    Hehe bestimmt meintest du statt treu,

    Ein teures Eheweib. :D :P

    Holger, ich bin eigentlich nicht teuer im Unterhalt :/


    Hier fließt das meiste Geld eher in die Tiere :D

    Heute Früh haben wir mal wieder das Brunnenspiel gespielt, nachdem Chia wieder lahmfrei läuft. Ich hätte Euch gerne ein Foto davon gezeigt, aber mein Handy ist definitiv nicht für Bewegungsfotos geeignet ... man sah nur einen pinkfarbigen Streifen von Chias Leuchtie auf dem Bild. Sie war also echt schnell und machte mit Begeisterung mit :thumbup:

    Ich bekomme auch den Fotofilter nicht weg ... die Bilder sehen aus, als hätte man sie mit dem Malerpinsel bearbeitet und der Blitz löst auch nicht mehr aus. Micha meinte, ich soll mir eine kleine Minikamera bestellen, aber dann schleppe ich ja noch mehr Zeug mit mir rum ... aber so macht es dann auch keinen Spaß, wenn man quasi kaum sieht, was man fotoknipsen wollte :(


    Momentan habe ich irgendwie kein Händchen fürs Einkaufen ... wobei das Leuchtie zumindest seinen Job macht. Aber trotz einer Nacht des Aufladens ist es nicht unbedingt heller als die Billig-Leuchthalsbänder.


    Die einzige Neuanschaffung, die wirklich ein echter Gewinn ist, hat Micha letzte Woche getätigt: Einen kleinen, zusätzlichen Gefrierschrank - und damit habe ich jetzt die ganze Gefriertruhe, um sie mit Frostfutter für die Hunde zu füllen. Bislang musste ich ja immer mit einer Hälfte klar kommen, weil in der anderen Hälfte ein Teil unserer Tiefkühllebensmittel lagerten (der andere Teil ist im Gefrierschrank in der Vorratskammer). Das Problem war, dass ich somit auch immer nur die 14-Tage Ration an Frostfutter bestellen konnte und da kam es dann zu Engpässen, weil der Nachschub nicht so schnell geliefert werden konnte, wie die Truhe sich leerte, respektive ich immer erst dann nachbestellen konnte, wenn die Truhe deutlich leerer geworden war. Manchmal kamen die Pakete dann aber auch so schnell, dass wir unsere Lebensmittel umlagern mussten, um Platz fürs Hundefutter zu schaffen.


    Nach wochenlangen Diskussionen zu dem Thema überraschte mich der Göttergatte dann mit dem Gefrierschränkchen und ratet mal, was ich dann gleich machte? Yeaaahhhh - Frostfutter bestellt und die Gefriertruhe bis oben hin gefüllt :thumbup:

    Theoretisch erfolgt die Auslieferung ab dem 1. Dezember und der Aktualisierungs- und Ergänzungsband zur 1. und 2. Auflage des grünen Buches von 2015 ist auch bestellbar. Ich habe hier die 3. Auflage von 2018 und darin sind die Ergänzungen wohl schon enthalten.

    Stella1983 Na dann ist ja super. Du musst dies nicht als Angriff wahrnehmen, ich zweifel nicht an deiner Person oder an deinem Können, möchte jedoch nur meine Erfahrung mitteilen, da es leider wirklich viele überzeugte Menschen gibt, die dann trotzdem nach ein paar Monaten das Handtuch werfen, weil Hund zu viel fordert.

    ... und die besten Gene sind keine Garantie, dass der Welpe der Traumhund wird, den man sich erhofft und die erfahrendsten Züchter begleiten ihren Hundenachwuchs auch nur bis zu Abholung und beeinflussen nicht sein ganzes Leben.

    Ihr Lieben, jetzt ist schon wieder eine Woche vergangen, seit wir das Reh- Desaster erlebten und wie sollte es anders sein? Wir stolperten aus dem einen, in das nächste Drama. Schuld war aber keiner der Hunde, sondern ich oder wie @Azemba das formulierte "die Selbstverständlichkeit meines Vertrauens", weil ich mal wieder dachte: "Klappte sonst auch - wird darum immer klappen."


    Allerdings ging es diesmal um Chias Läufigkeit und meine irrige Annahme, dass ein kastrierter Rüde mit dem Verlust seiner Hoden auch das Interesse an läufigen Hündinnen verliert.


    Darum sagte ich auch gerne zu, als Natalya mich letzten Sonntag fragte, ob wir am Abend zusammen mit den Hunden laufen gehen. Ich hatte wenn, dann überhaupt nur Bedenken, dass wir Chias Hinkerei damit wieder "aufwärmen", denn nach dem "Reh-Hüten", bei dem sie mit einer Vorderpfote in den Maschendraht des Zauns geraten war, hatte sie sich wohl eine Sehne oder ein Band gezerrt und lahmte am Samstag auch noch minimal. Aber am Sonntag lief sie schon wieder rund und ich überlegte, dass wenn sie zu sehr ins Toben gerät, ich sie eben an die Schleppleine hänge.


    Momentan muss ich die Hunde ja sowieso anleinen, wenn ich loslaufe, weil es so zu sein scheint, dass der gesamte Durchgangsverkehr von Holdorf momentan an unserem Hof vorbei fährt ... nein, vorbei rast!


    Das Problem ist wohl zum einen, dass die Dorfausfahrt von Holdorf zum nächsten Ort wegen einer Baustelle gesperrt ist - aber die Strecke ist eben auch die Umgehungsstraße, wenn auf der Autobahn Stau ist und die A1 ist bei uns derzeit wegen der Bauarbeiten des Ausbaus für die dritte Spur dauergestaut. Also fahren alle diejenigen, die über Holdorf in den nächsten Ort fahren, wo dann auch die nächste Autobahnzufahrt ist, nun über Grandorf und über unser Sträßchen vor dem Hof. Wobei ich mal von einer Bekannten aus Hamburg belehrt wurde, dass selbst der Begriff "Sträßchen" für einen asphaltieren Feldweg ja wohl übertrieben wäre. Da gebe ich ihr auch nicht unrecht, denn es passen keine zwei Fahrzeuge aneinander vorbei - eins muss in den Grünstreifen des Wäldchens ausweichen, um das andere durchzulassen.


    Nun wäre das kein Problem, wenn man langsam fährt - aber die meisten ortsunkundigen Autofahrer sind wohl der Meinung, dass sie in der Einöde, in der sie auf der Umgehung gelandet sind, sowieso kein zweites Fahrzeug unterwegs sein kann ... und dass aus einer Hofausfahrt jemand rausfährt oder rausläuft, kommt diesen Leuten meistens auch nicht in den Sinn. Darum heizen sie an unserer Zufahrt vorbei, als wären sie beim Indycar-Rennen.


    Nachdem mir neulich fast ein Autoreifen über den Fuß rollte, weil ich ganz vorne am Rand der Straße stehen muss, um um die Kurve zu sehen, in der des Nachbars Hof steht, nehme ich zumindest die Hunde an die Leine und taste mich mit ihnen ganz vorsichtig zum Rand des Sträßchens. An dieser Stelle bin ich für die morgendliche Dunkelheit und abendliche Dämmerung fast schon dankbar, weil man wenigstens die Lichtkegel sieht, die auf einen zuschießen und vorgewarnt ist - auch wenn man dann temporär erblindet, weil keiner sein Fernlicht ausschaltet, sondern einen mitten ins Gesicht blendet.


    Als darum Natalya kam, waren meine Hoheiten also angeleint und ich war innerlich ein bisschen darauf eingestellt, dass Chia sich genötigt fühlen könnte, das mit Jaulen, Kläffen und Kreischen zu kommentieren, wenn sie nicht gleich zu ihrem Freund Fredy rennen kann, wenn der aus dem Auto steigt.


    Aber wie so oft, überraschte mich meine Chaosfürstin und statt in die Leine zu brettern, benahm sie sich schon fast zivilisiert. Im Nachhinein könnte es sein, dass ihr durchaus bewusst war, dass es besser ist, nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, wenn man läufig ist und kein Interesse hat, schwanger zu werden.


    Bis dahin war ich aber noch immer überzeugt, dass es Fredy als schon früh kastiertem Rüden völlig Wumpe ist, ob Chia verlockend duftet, denn in ihren letzten drei Läufigkeiten war er auch immer nur mäßig interessiert und unternahm keine Versuche der plumpen Annäherung.


    Am Sonntag war er dann auch erst mal eher von den Kaninchen unter den Büschen fasziniert und schoß dann auch durchs Gesträuch davon und über den dahinterliegenden Acker, hinter dem Karnickel her.


    Nun ist Fredy ja zum Glück zu träge, um so einem Flitzebogen von Kaninchen wirklich gefährlich zu werden, aber als Fredy die Kurve kratzte, hatte ich meine Mädels auch schon von der Leine gelöst und überlegte, ob das jetzt ein Fehler gewesen sein könnte. Aber weder Bene, noch Chia versuchten das kaninchen einzuholen oder Fredy zu folgen ... bis Natalya ihn zurückrief und Chia wohl dachte, dass ihre Hilfe als Hütehund gefragt ist und sie Fredy zurücktreiben muss.


    Ich kann vorausschicken, dass sie einen super Job machte, denn sie trieb Fredy vor sich her und brachte ihn wieder mit zurück. Meine Begeisterung war aber eher von mäßiger Art und ich überlegte, ob ich ihr Zurückkommen nun belohnen muss oder ihren Hang zum Hüten ignorieren oder unterbinden sollte. Herausforderungen sind das auch manchmal, wenn man das Richtige tun will, aber nicht weiß, was jetzt richtig ist. Also belohnte ich sie fürs Zurückkommen und gab Fredy und Bene auch einen Keks ... und in dem Moment merkte der verfressene Berner Sennenhund, dass da ja noch was viel verlockender duftet, als der Keks in meiner Hand und schon hing er auf Chia!


    Ich war so verblüfft, dass ich nicht gleich reagierte und Chia sich befreite, um vor Fredy zu fliehen - über den tiefen Acker, was natürlich bei einer vorangegangenen Zerrung ganz ungünstig ist.


    Fredy schaffte es dann, Chia den Weg abzuschneiden und nutzte die Gunst des Moments, um meine Chaosfürstin erneut zu bedrängen und statt dass sie zu mir rannte, fetzte sie Richtung Wald los und Fredy hinterher. Ich brüllte "Hier!", dass mir selbst die Ohren klingelten und war heilfroh, dass auch Chia meinen übertriebenen Rückruf wahrgenommen hatte, denn sie zog einen Bogen und stand dann vor mir ... natürlich sofort von Fredy bedrängt.


    Ich sah übrigens das erste Mal, dass Chia nach einem anderen Hund schnappt - sie war also wirklich in größter Not, wenn sie auf ihre 42 Argumente zurückgreifen musste, um sich den triebgesteuerten Freund von der Pelle zu halten. Fredy zeigte sich leider ziemlich unbeeindruckt, aber zumindest konnte ich endlich reagieren und ihn von meiner Hündin ziehen.


    Chia und Fredy wurden dann auch angeleint, aber ich sah gleich, dass Chia wieder hinkte.


    Meine Chaosfürstin war dann auch sehr defensiv unterwegs und suchte meine Deckung. Fredy hingegen war so in Fahrt, dass er sich dann halt Bene zu krallen versuchte ... was keine gute Idee war, denn die schmiss ihn kurzerhand auf seinen breiten Rücken und feudelte mit ihm den Waldboden. So frisch sanktioniert lief Fredy dann auch erst mal brav neben seinem Frauchen her - gut, vielleicht hatte er sein Pulver auch schon weitestgehend verschossen und für mehr Attacken fehlte ihm die Puste.


    Leider hielt dieser Zustand der Entspannung nich besonders lange an, denn Fredy geriet wohl plötzlich wieder Chias olfaktorische Verlockung in die Nase und ins Gehirn und erzeugte dort dichten Wattenebel. Also riss er Natalya fast von den Füßen und hängte sich in die Flexi, dass ich dachte, sie reißt gleich. Ein Glück hat er vor mir mehr Respekt, als vor seinem Frauchen und so stellte ich mich vor Chia und muss dabei bedrohlich genug auf ihn gewirkt haben, dass er sein Vorhaben auf später verschob.


    Natürlich waren wir inzwischen alle gestresst - gut, bis auf Bene, die den Spaziergang trotzdem genoß und erst unleidig wurde, als wir entschieden, die Runde abzukürzen und wieder Richtung Heimat zu laufen. Da stand mein Benchen dann an der Weggabelung und versuchte uns mit einem Sitzstreik umzustimmen. In jeder anderen Situation wäre ich ihrer Aufforderung nach einer größeren Runde gerne nachgekommen, aber in dem Fall war ich einfach nur noch froh, als wir wieder zuhause waren.


    Am Montag hinkte Chia immer noch, was sie aber nicht davon abhielt, erneutes Interesse am Rehhüten anzudeuten.


    Ich lernte somit zwei Lektionen:


    1. Man kann einen Hund maßregeln und zwei Tage später zeigt er das unerwünschte Verhalten trotzdem wieder und hat offensichtlich vergessen, dass man als Mensch damit nicht einverstanden war.


    2. Auch Rehe sind extrem vergesslich, denn anstatt hinter dem Zaun zu bleiben, versuchte das Dusseltier abermals über den Zaun und den Hunden vor die Pfoten zu hüpfen.


    Natürlich kann ich nicht sicher sagen, ob es sich um das gleiche Reh handelte, das am Freitag zuvor in Todesnot geraten war, denn bis auf das schwarze usselige Böckchen, unterscheiden sich die Rehe nicht so markant in ihrem Aussehen, dass man sie auch auf die Distanz voneinander unterscheiden kann. Es war aber ganz sicher ein sehr junges Reh - wie das am Freitag - und es versuchte an der gleichen Stelle über den Zaun zu springen.


    Ich rief also die Hunde zu mir, weil Chia der Situation bereits sehr viel Aufmerksamkeit schenkte und durchaus bereit war, das Reh erneut zu hüten und leinte sie an. In dem Moment setzte das Rehlein auch schon zum Sprung in unsere Richtung an und ich könnte es nur mit viel "Kschksch"-Gezische und einarmigem Gefuchtel (am anderen Arm hingen ja die Hundeleinen) davon abbringen, sich erneut in Gefahr zu bringen.


    Chia war zwar wenig begeistert, dass ich ihr den Spaß verdorben hatte, aber ich konnte sie mit ein paar Keksen trösten.


    Als wir fast zuhause waren, sah ich meinen Nachbarn - oder eher seine gelbe Mütze, die durch Gesträuch leuchtete.


    Er sah uns auch und baute sich dann wie gewohnt am Wegesrand auf, was natürlich Chia schon wieder in den "Hab-acht!"-Modus versetzte. Aber - oh Wunder! - Chia bellte kurz und als ich sie bärenumarmte, schwieg sie sofort und ließ sich von mir ablegen. Ich konnte mich tatsächlich ohne von ihrem Geschrei übertönt zu werden, mit unserem Nachbarn unterhalten.


    Ich weiß nicht, ob das an den Hormonen der Läufigkeit lag, aber wenn ja, dann darf sie gerne wieder öfter läufig werden.


    Ich vermute aber, dass es eher an meinen Rhodiola- und Ashwaganda-Gaben liegt, dass Chia neuerdings so entspannt ist, denn die Kapseln bekommt sie in der Läufigkeit gegen den Fruchtbarkeits-Depri.


    Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag hatte ich Chia dann fast nur an der Leine, weil das Hinken immer noch sichtbar war, wenngleich die Lahmheit weniger wurde.


    Gestern überlegte ich dann aber, dass ich nächste Woche dann doch einen Tierarzttermin vereinbare, aber heute lief die Chaosfürstin dann lahmfrei ... Bene hätte vermutlich eher noch einen draufgelegt, wenn ein Tierarzttermin winken würde, denn die liebt es ja, von allen in der Praxis gekuschelt und verwöhnt zu werden.


    Jedenfalls durfte Chia dann auch ohne Leine laufen und das genoß sie auch sichtlich. Allerdings sah ich dann auch, wie sie plötzlich erstarrte und Richtung Nachbarhof schaute ... wo meine Nachbarin mit ihrem Jack Russel lief.


    In dem Moment konnte ich nur hoffen, dass Chia nicht auf die Idee kommen würde, den Weg zurück zu rennen, um Sammy zu begrüssen und auch wenn ich sehr zweifelte, dass meine Chaosfürsten mir gerade ein Ohr zu leihen bereit war, sagte ich "Lass es!" und ... Chia schaute mich an, kam zu mir, setzte sich vor mich und verlangte nach einem Keks! Ich war extrem erleichtert.


    Nun ist es aber um die Zeit, zu der wir unterwegs sind, auch noch ziemlich dämmrig und ich hätte meine Nachbarin und ihren Hund vermutlich gar nicht wahrgenommen, hätte Sammy kein Leuchthalsband umgehabt und Nadine gewinkt. Ich werde also wohl oder übel in Zukunft die Leinen an den Hunden lassen, bis ich mehr sehe, als blinkende Leuchthalsbänder und schemenhaft fuchtelnde Nachbarinnen.


    Der Gedanke festigte sich dann zusätzlich, als die Hunde einen Kadaver auf dem Weg entdeckten. Ich könnte zwar nicht sehen, was genau sie beschnüffelten, aber im Grunde wollte ich das auch nicht so genau wissen und rief die beiden Hoheiten zu mir. Sie kamen auch beide sofort und sie nehmen zum Glück auch nichts auf, was auf dem Weg liegt, aber das fehlende Tageslicht erschwert die morgendlichen Gassigänge doch ziemlich und ich brauche die Leinen öfter, als wenn es taghell ist.


    Auf dem Rückweg kam uns dann meine Nachbarin mit einer Bollenschaufel entgegen - auf der lag der Kadaver. Ich konnte jetzt auch erkennen, dass es ein Marder war, der vermutlich von einem Raubvogel gemeuchelt und auch schon angefressen worden wurde.


    Man kann sich natürlich fragen, warum meine Nachbarin Tierleichen mit der Bollenschaufel aufsammelt, aber so ist sie halt ... bevor das ein Hund frisst, räumt sie es lieber weg. Ich gebe zu, dass es mir an dieser Umsicht mangelt und ich dann eher denke, dass sich ein Fuchs freut, wenn er noch einen halben Kadaver findet, den er fressen kann.


    Einzig bei einer Katze, die tot auf den Schienen lag, fand ich es angemessen, den Leichnam von den Gleisen zu nehmen und würdig im Wald zu bestatten ... aber bei einem halben Marder organisiere ich keine Beerdigung. Meine Nachbarin schon. Ich schwanke immer zwischen Bewunderung und Kopfschütteln über sie.


    Chia bellte sie übrigens auch nur kurz an und war dann eher an dem Kadaver auf der Bollenschaufel interessiert, denn wenn Nadine den sichert, scheint er ja wertvoll zu sein und dann gewinnt er auch für Chia an Attraktivität.


    Nadine denkt ja nach wie vor, dass Chia bellt, weil sie Angst hat ... ich glaube das nicht, denn sonst würde sie nicht bellen und wenn ich das unterbinde, sich entspannt hinlegen, sondern den Menschen weiter beobachten und fixieren und ihn keinesfalls aus den Augen lassen. Ich glaube immer noch, dass es bei Chia Frust ist. Sie will da hin und erlaube das nicht - also muss Chia ihren Unmut eben rausbellen.


    Wir plauderten dann noch ein Weilchen, weil ich meiner Nachbarin schon letztes Jahr anbot, im Winter meine Reithalle mit zu benutzen und sie mich fragte, ab wann sie Abens mit ihrem Pony kommen könnte, respektive, an welchen Tagen ich die Halle selbst brauche - sie fürchtet ja leider auch, dass Lilo ihr Sternchen für eine Stute halten könnte und zum Angriff bläst ... der Hengst ist bei der größten dänischen Horseshow mitgelaufen und hat sich da nicht für andere Pferde interessiert und ich reite durchaus auch in Stutenbegleitung aus, wenn meine Freundin Janna mit ihrer Haflingerin mitkommt.


    Aber ich erwähnte es ja schon: So ist meine Nachbarin halt ... sie gibt einem hin und wieder Rätsel auf, aber sie ist trotzdem nett ;)


    Das Thema Hundetraining steht morgen ja nach wie vor nicht an. Es wird auf dem Platz zwar wieder trainiert, aber Chia ist läufig und selbst wenn sie mehr oder minder schon durch ist, möchte ich momentan auch nicht riskieren, dass sie sich die Lahmheit beim wilden Spiel mit den anderen Hunden noch mal aufwärmt. Nun haben wir so lange schon Geduld bewisen, da kommt es auf eine Woche auch nicht an ... wenn nicht wieder das Training coronabedingt abgesagt wird, weil die Inzidenzien wieder steigen und wir schon wieder über 300 liegen.