Ruebchen Moderator
  • Mitglied seit 15. Oktober 2020

Beiträge von Ruebchen

    Erst mal kommt die (Charakter-)Art des Hundes, dann der Umstand, dass er ein Hund ist und danach kommt dann seine Rasse. Deswegen würde zumindest ich nie die Behauptungen aufstellen, ob ein Schlag innerhalb einer Rasse ruhiger oder aufgedrehter ist, das ist meiner Meinung nach erst mal vorrangig Charaktersache, auch wenn es natürlich Tendenzen geben mag.

    Dem muss ich widersprechen. Du vergisst, dass du einen DSH aus einer Hinterhofzucht hast, ohne dass da im Hintergrund irgendeine Art oder Form einer Zuchtlinie oder gar züchterisches know-how stand, was man am besten wie verpaart. Eine vermutlich miserable Aufzucht beim Vermehrer kommt auch noch hinzu.


    Ein guter Verbandszüchter hat Erfahrung, was sich genetisch gut ergänzt, er hat eine eigene gefestigte Zuchtlinie, die sich durch die Papiere nachvollziehen, verfolgen und auch überprüfen lässt. Das lässt sehr gute Rückschlüsse auf die zu erwartenden Eigenschaften der Welpen zu. Auch sind solche Würfe dann meist recht homogen.

    Natürlich ist nie ein Welpe genau wie der andere, aber die Spannweite von - bis ist innerhalb eines solchen Wurfes nicht so groß wie bei Würfen wo halt einfach irgendwelches generisches Material, das vermutlich garnicht passt, zusammengewürfelt wurde.


    Die gewünschte Rasse (die vom Rassestandart ausgehend natürlich zu einem selbst passen sollte) gibt den Rahmen vor, innerhalb der Rasse sucht man sich die entsprechende Linie und innerhalb der Linie/des Wurfes sucht man den zu sich passendsten Charakter heraus.


    Umgekehrt wäre die Auswahl des Hundes ja garnicht möglich.

    ("ich will einen Welpen mit Charakter XYZ, und den suche ich jetzt bei 3 DSH züchtern, 2 Goldenretriever Züchtern, 5 Bordercollie Züchtern und am Ende finde ich meinen Traumhund dann beim Großpudelzüchter" oder wie sollte das laufen?)

    Dimi27 wir denken an euch <3

    Dass du beunruhigt bist wegen der Diagnose der Schwester kann ich absolut verstehen!


    Aber nun würde ich mal nicht vom Schlimmsten ausgehen, vielleicht braucht sein Körper einfach noch etwas Zeit bis sich alles wieder einpendelt!


    Abgesehen davon: der Hund einer Bekannten hat auch Morbus Addison. Das Problem an dieser Erkrankung ist ja meist die Diagnostik, man kommt ewig nicht drauf.

    Aber bei Romeo hätte man diese Erkrankung nun durch die Schwester ja schon auf dem Schirm und könnte direkt Tests machen, wenn jetzt in 10 Tagen keine Besserung eingetreten sein sollte.

    Und wenn man es weiß, kann man den Hund sehr gut Medikamentös einstellen. Der Hund meiner Bekannten bekommt alle 4 Wochen eine Spritze (die sie ihm selbst spritzen kann), sodass er ein ganz normales Hundeleben führen kann. :)

    Ich meinte die Emotionen übertragen sich von Hund zu Hund, nicht vom Mensch auf den Hund (obwohl das auch ein Stück weit geht).


    Wenn also Hund A aus Emotion X heraus wie wild in der Leine hängt und pöbelt, dann ist die Chance, dass Hund B mitpöbelt hoch. Das aber nicht nur, weil er schlicht das Bellen nachahmt, sondern auch, weil sich die Emotion X von Hund A auf Hund B überträgt.

    Tatsächlich ist Lernen durch Nachahmung bei Reaktivität nicht wirksam, da die Reaktivität ausgelöst wird durch Emotion. Man kann Emotion nicht nachahmen.

    Emotion kann nicht bewusst nachgeahmt werden, aber Emotion kann sich durchaus innerhalb einer soziale Gruppe übertragen. Das würde dann ja wieder zum selben Ergebnis führen: 2 pöbelnde Hunde. :/

    Knallerbsen wären jetzt auch nicht mein Mittel der Wahl um den Hund aus seinem Tunnel rauszuholen.

    Wie Luna schon schreibt, zu geoß ist die Gefahr, dass der Hund dann an Schussfestigkeit einbüßt, oder der Hund sich korrigiert fühlt, wenn zufällt Jemand anders mal irgendwo Knallerbsen knallen lässt. :/


    Fussballtröten (diese Trötdosen die einen Höllenlärm machen) zu verwenden in absoluten Notfällen, wie zB zwei grosse Hunde in einer ersthaften Beisserei verkeilt, die nicht zu beenden wäre ohne Verletzte oder gar Tote bei Hund oder Mensch.

    Bei ernsten Beißereien mit Tötungsabsicht wird den Hunden eine Tröte oder auch ein Eimer Wasser usw. herzlich egal sein. Da Hilft meist nurnoch abwürgen oder ein beherzter Griff in die Lenden (aber dann wirst du zum Ziel, also immer vorher vorne absichern).

    Micha369 ja genau. :D

    Das ist mir mal im Schitztraining passiert... 5m Leine am Hund am Geschirr eingehakt, nicht gemerkt, dass die Leine unten in einer Schleife um den Knöchel liegt und den Hund zum beißen geschickt... so schnell hat noch keiner je einen Spagat "gelernt" :|


    Bei den glatten Schlauchleinen hat man immerhin die CHANCE, dass sie am Hosenbein entlang einmal rundherum rutschen statt sich zuzuziehen und einen direkt mitzunehmen... :D


    Luna nein, du hast mich falsch verstanden. Ich habe genau die Leine die du auf deinen Bildern gepostet hast. Deshalb war ich so irritiert, das sind die schlimmsten, rutschigsten Leinen die ich besitze. =O

    Schade eigentlich, denn sie sehen total schick aus.

    Schlauchleinen ... :/ :?: Was ist das denn feines?


    Kunststoff-Schlauchleinen?

    un

    sowas hier:

    3m Schlauchleine ohne Handschlaufe 2,5cm breit, 13,95 € sportdoxx.de

    Ja, genau die ;)

    Dadurch dass die aus Nylon sind, sind sie aus "Plastik", ja. Aber die sind eigentlich gabz weich und flexibel. Nicht urgendwie starr ider hart.

    Ich habe am liebsten die IDC Schlauchleinen von K9:

    A.W.Barth KG - Ihr Fachgeschäft für Hundesportartikel - IDC® Leine aus Schlauchgurt 3 m 19 mm


    Für den SD sollte die Leine sehr stabil sein und am besten irgendwie gummiert, also mit richtig Grip

    Mit den oben verlinkten Leinen Arbeite ich immer im SD und führe meine 75 kg Dogge daran, ich habe die erste immernoch, die ist jetzt 6 Jahre alt und hält immernoch. Also was stabileres wird man kaum finden.


    Mit gummierten Leinen kann man mich jagen... damit kann ich nicht so flexibel sein, wie ich es im SD brauche. Und das Material scheuert die Haut auf.


    Wie gesagt, ich halte die Leinen auf meine Weise, und da rutscht mir nichts unbeabsichtigt durch die Finger. Ich kann den Hund mit einer Hand halten und ihm Zentimetergenau mehr Leine geben, ohne die zweite Hand dazu zu benötigen. Das geht aber nur mit den glatten Schlauchleinen, mit den gummierten natürlich nicht. Auch finde ich die gefährlich, wenn die sich mal um ein Bein wickeln und der Hund grade abdampft... =O

    Ruebchen welche Leine nimmst Du zum SD, also wenn man den Hund ordentlich festhalten muss, bei den Beutespielen?

    Ich habe am liebsten Schlauchleinen in entsprechenden Längen... 2, 3 oder 5m.


    Auch da nutze ich "meine Leinenhaltetechnik" und hatte noch nie Probleme, dass ich den Hund nicht richtig halten konnte. ^^

    Ich bin auch so Jemand, der Handschlaufen nicht abkann :D

    Da kriege ich komplett die kriese und im gabzen Haus findet sich keine Leine mit Schlaufe... alle ohne gekauft oder rigoros abgeschnitten.


    Ich habe meine spezielle Art die Leine zu halten, so kann sie mir eigentlich nie aus der Hand flutschen, aber im Notfall bei zu viel Zug sofort losgelassen werden, das klappt auch mit 3 (schlaufenlosen!) Leinen in einer Hand eigentlich super. ^^


    Luna ich habe genau dieselbe Lederleine, und ich finde die sooo rutschig wenn sie Nass ist =O

    Kommst du mit der gut klar?

    Hallo Dani, herzlich Willkommen hier im Forum! :)


    Bevor ihr auf Züchtersuche geht, habt ihr euch denn schon Gedanken darum gemacht, ob ihr einen Deutschen Schäferhund auch Hochzucht- oder Leistungslinien haben möchtet?


    Wenn ihr das für euch entschieden habt, könnte ihr entsprechende Züchter suchen. Einen guten Züchter findet ihr am ehesten durch Empfehlungen anderer DSH Besitzer und über Gespräche mit solchen oder auch den Züchtern direkt.
    Was ich euch jedenfalls ans Herz legen würde ist, dass ihr einen Züchter nehmt, der in einem der FCI angeschlossenen Verband züchtet. Das wären in Deutschland der SV oder der RSV2000.

    Bezüglich der Gesundheit lohnt es sich Ahnenforschung zu betreiben. Wie sind die HD/ED Befunde der Eltern, Großeltern, usw. Auch die Geschwister der Eltern sollte man nicht außer Acht lassen.

    Für solche Recherchen eignet sich die Plattform working-dog sehr gut. Da kann man sich kostenlos registrieren und Gesundheitsdaten, Bilder, usw. einsehen: https://www.working-dog.com/


    Bezüglich der Zwingerhaltung möchte ich noch was anmerken: Ein Großteil der DSH Züchter haben ihre Würfe (zumindest ab einem Gewissen Alter) im Zwinger draußen, aber daran ist nichts schlechtes.

    Wenn man es richtig macht, haben die Welpen da genauso Familienanschluss und werden gut sozialisiert.

    Ich persönlich ziehe Welpen aus Zwingeraufzucht denen aus reiner Haus- oder Wohnungsaufzucht sogar vor. Meiner Erfahrung nach können diese Welpen sich viel besser auch mal selber beschäftigen und haben zu Beginn des Trainings nicht solche Schwierigkeiten mit dem alleine bleiben wie die Kollegen die es gewohnt sind, dass 24/7 Menschen um sie herum sind. Mit der Stubenreinheit klappte es bei meinen "Zwingerwelpen" auch immer von Beginn an schon viel besser als bei denen die im Haus aufgezogen wurden.

    Also ich würde Züchter deren Welpen im Zwinger sind nicht bloß deswegen von vornherein schon ausschließen. :)


    Kenne auch Hundebesitzer die trotz gutem Züchter Probleme mit starker HD haben- wie kann das sein?

    Das liegt daran, dass noch immer nicht ganz geklärt ist, wie oder unter welchem Umständen HD und ED vererbt werden. Es gibt Hunde, die 3 Generationen zurück HD frei sind, und selber aber trotzdem HD haben. HD-freie Elterntiere sind keine Garantie für HD-freie Welpen. Natürlich versucht man durch solche Verpaarungen das Risiko möglichst zu senken, aber es spielen so viele Gene und Faktoren mit rein, dass es leider nie eine Garantie geben kann. Und wie Verbena schon schrieb ist auch die Aufzucht (Fütterung, Bewegung) im ersten Lebensjahr ein Faktor.


    Warum gibt es in der Fellstruktur bei Stockhaar so viele Unterschiede?


    Habe welche gesehen die immer schön glattes und etwas längeres Deckhaar (trotzdem kürzer als Langstockhaar) hatten, und manche sehen eher so struppig 🙈 bzw. plüschfellig aus ( Kein Welpenfell) obwohl sie gepflegt sind.

    Die Haarbeschaffenheit ist auch in den Genen festgelegt, und da gibt es eben individuelle Unterschiede. Die einen haben etwas dickeres Fell mit mehr Unterwolle, die anderen haben eher kürzeres, weicheres Haar und nicht ganz so viel Unterwolle.

    DAZU spielen dann äußere Faktoren auch noch mit rein, ein Hund der das ganz Jahr draußen gehalten wird haart im Herbst sicher anders auf als einer, der immer in der geheizten Wohnung lebt.


    Wo die Reise bezüglich Fellstruktur und Farbe hingeht, kann man beim Welpen schon erahnen, aber ganz genau bestimmen lässt es sich auch nicht. Die Eltern können ein Hinweis sein, aber auch hier wieder: keine Garantie ^^


    Und wie erkennt man bei einem Welpe wieviel Schwarzanteil später bleiben wird?

    Das kommt auf die Linie drauf an: Hast du einen schwarz-braunen aus Hochzucht, dann sind die Welpen Anfangs mit sehr großem Schwarzanteil, der wird dann im Laufe des Erwachsenwerdens weniger.

    Bei den Leistungslinien hast du den größeren Überraschungseffekt... da gibt es welche, die werden heller (wie die HZ Hunde) aber auch welche, die werden dunkler (vor allem die grauen).


    Liebe Grüße