Wieso hängst du dich eigentlich so an ruhig und nicht-ruhig auf?
(Un)ruhe an sich ist ja nichtmal ein Wesensmerkmal sondern nur ein Symptom vieler zusammenspieldener Faktoren.
Jaein - der Charakter bzw das Wesen formt sich ja erst im Laufe der Zeit.
Richtig, aber darum geht es doch. Diese Zeit haben wir ja gar nicht, wir suchen unsren Welpen mit 5 - 6 Wochen aus. Und da ist das Wesen eben noch nicht viel mehr als das was die Genetik für diesen Hund vorgegeben hat.
Die TE will sich ja nicht einen 6 oder 12 Monate alten Hund kaufen.
Wäre nur die Genetik ausschlaggebend für die Art des Hundes, dann würden sich alle Welpen eines Wurfes nahezu identisch entwickeln
Also innerhalb eines guten homogenen Wurfes (was jeder Züchter anstrebt) ist das in den ersten paar Wochen auch so.
Natürlich sind es keine Klone, aber ich denke du verstehst. ![]()
Du sagst, der Mensch formt den Hund durch seine Art und seinen Umgang, und die genetische Veranlagung des Hundes spielt da "nur" mit rein.
Ich sage, die genetische Veranlagung gibt den Rahmen vor, in dem der Mensch Einfluss auf das Wesen seines Hundes nehmen kann.
Deshalb halte ich es für essentiell, einen Welpen auszusuchen, von dem man aufgrund seiner Zuchtlinie erwarten kann, dass sich die persönlichen Ziele in seinem genetisch abgesteckten Rahmen bewegen können und werden.
Ich kaufe keinen Rhodesian Ridgeback, wenn ich Hundeschlitten fahren will, ich kaufe keinen Husky wenn ich IGP machen will, und ich kaufe keinen Malinois wenn ich einen Vorstehhund für die Jagd brauche.
Natürlich hat der Mensch selbst auch einen Einfluss darauf, wie sich der Hund entwickeln wird. Aber meine Art und mein Umgang mit dem Hund ist ja unabhängig vom Hund die einzige Konstante in dem Modell. Also wenn man jetzt statt nur einem Hund gleich drei verschiedene Hunde aus verschiedenen Zuchtlinien oder gar Rassen kauft, und mit allen gleich umgeht, dann werden die ja trotzdem nicht alle gleich.
Warum? Weil die genetische Basis bei jedem eine andere war, und auf diesen unterschiedlichen Basen hat dann meine Einwirkung als Halter aufgebaut (aber niemals umgebaut).
Mein papierloser Hinterhofvermehrungskeks ist im Endeffekt erst mal ein Charaktertier
Er ist ein Charaktertier, und oben schreibst du, dass sich der Charakter des Hundes mit der Zeit (hauptsächlich durch den Umgang des Halters) formt und die Genetik fast keine Rolle spielt.
Das würde dann ja aber bedeuten, dass Aslan so ist wie er ist, weil du seinen Charakter so geformt hast.
Aber so wie ich das in der Vergangenheit mitbekommen habe, denkst du das nicht.
(Ich übrigens auch nicht).
Viel eher versuchst du nun doch im RAHMEN der Möglichkeiten auf den Hund einzuwirken um ihn in seinem Wesen noch entsprechend zu formen.
im Gegensatz zu seiner Schwester zb nicht seit Tag 1 an die Einrichtung zerstört.
Nun, ob und ein Hund jetzt die Einrichtung zerstört oder nicht, ist sicher nicht genetisch festgeschrieben. Das zerstören ist ja auch wieder nur die Folge anderer Dinge.
Aber du sagtest, dass alle Geschwister von denen du eben weißt, ebenfalls recht früh Verhaltensauffällig waren und es nach wie vor sind, besagte Schwester wurde mittlerweile ja sogar weggegeben?
Wenn das also nicht genetisch bedingt ist, würde das ja bedeuten, dass alle Halter dieser Hunde (einschließlich dir) unabhängig voneinander(!) dasselbe falsch gemacht haben.
Rasseeigenschaften (...) die aber nicht wirklich relevant dafür sind, dass er letztlich in der Wohnung stundenlang vor sich hin pennt und das, obwohl er wahllos vermehrt entstanden ist und demnach ja scheußlich unruhig sein müsste, wenn man den pauschalen Aussagen mal folgt.
Also ich kann mich noch gut an einen Thread erinnern, wo du genau DAS beklagt hast. Dass dein neuer Welpe schrecklich unruhig wäre, permanent jault/winselt/fiepst, umherläuft und überhaupt sehr wenig oder schlecht schlafen würde... ![]()
Das ist (schlechte) Genetik. Durch extrem viel und andauernde Einflussnahme deinerseits konntest du das so hinkriegen, dass er nun nach vielen Monaten immerhin in der Wohnung stundenlang schläft.