Ruebchen Moderator
  • Mitglied seit 15. Oktober 2020

Beiträge von Ruebchen

    Wieso hängst du dich eigentlich so an ruhig und nicht-ruhig auf?

    (Un)ruhe an sich ist ja nichtmal ein Wesensmerkmal sondern nur ein Symptom vieler zusammenspieldener Faktoren.


    Jaein - der Charakter bzw das Wesen formt sich ja erst im Laufe der Zeit.

    Richtig, aber darum geht es doch. Diese Zeit haben wir ja gar nicht, wir suchen unsren Welpen mit 5 - 6 Wochen aus. Und da ist das Wesen eben noch nicht viel mehr als das was die Genetik für diesen Hund vorgegeben hat.

    Die TE will sich ja nicht einen 6 oder 12 Monate alten Hund kaufen.


    Wäre nur die Genetik ausschlaggebend für die Art des Hundes, dann würden sich alle Welpen eines Wurfes nahezu identisch entwickeln

    Also innerhalb eines guten homogenen Wurfes (was jeder Züchter anstrebt) ist das in den ersten paar Wochen auch so.

    Natürlich sind es keine Klone, aber ich denke du verstehst. ;)


    Du sagst, der Mensch formt den Hund durch seine Art und seinen Umgang, und die genetische Veranlagung des Hundes spielt da "nur" mit rein.

    Ich sage, die genetische Veranlagung gibt den Rahmen vor, in dem der Mensch Einfluss auf das Wesen seines Hundes nehmen kann.


    Deshalb halte ich es für essentiell, einen Welpen auszusuchen, von dem man aufgrund seiner Zuchtlinie erwarten kann, dass sich die persönlichen Ziele in seinem genetisch abgesteckten Rahmen bewegen können und werden.

    Ich kaufe keinen Rhodesian Ridgeback, wenn ich Hundeschlitten fahren will, ich kaufe keinen Husky wenn ich IGP machen will, und ich kaufe keinen Malinois wenn ich einen Vorstehhund für die Jagd brauche.


    Natürlich hat der Mensch selbst auch einen Einfluss darauf, wie sich der Hund entwickeln wird. Aber meine Art und mein Umgang mit dem Hund ist ja unabhängig vom Hund die einzige Konstante in dem Modell. Also wenn man jetzt statt nur einem Hund gleich drei verschiedene Hunde aus verschiedenen Zuchtlinien oder gar Rassen kauft, und mit allen gleich umgeht, dann werden die ja trotzdem nicht alle gleich.

    Warum? Weil die genetische Basis bei jedem eine andere war, und auf diesen unterschiedlichen Basen hat dann meine Einwirkung als Halter aufgebaut (aber niemals umgebaut).


    Mein papierloser Hinterhofvermehrungskeks ist im Endeffekt erst mal ein Charaktertier

    Er ist ein Charaktertier, und oben schreibst du, dass sich der Charakter des Hundes mit der Zeit (hauptsächlich durch den Umgang des Halters) formt und die Genetik fast keine Rolle spielt.

    Das würde dann ja aber bedeuten, dass Aslan so ist wie er ist, weil du seinen Charakter so geformt hast.

    Aber so wie ich das in der Vergangenheit mitbekommen habe, denkst du das nicht.

    (Ich übrigens auch nicht).


    Viel eher versuchst du nun doch im RAHMEN der Möglichkeiten auf den Hund einzuwirken um ihn in seinem Wesen noch entsprechend zu formen.


    im Gegensatz zu seiner Schwester zb nicht seit Tag 1 an die Einrichtung zerstört.

    Nun, ob und ein Hund jetzt die Einrichtung zerstört oder nicht, ist sicher nicht genetisch festgeschrieben. Das zerstören ist ja auch wieder nur die Folge anderer Dinge.

    Aber du sagtest, dass alle Geschwister von denen du eben weißt, ebenfalls recht früh Verhaltensauffällig waren und es nach wie vor sind, besagte Schwester wurde mittlerweile ja sogar weggegeben?

    Wenn das also nicht genetisch bedingt ist, würde das ja bedeuten, dass alle Halter dieser Hunde (einschließlich dir) unabhängig voneinander(!) dasselbe falsch gemacht haben.


    Rasseeigenschaften (...) die aber nicht wirklich relevant dafür sind, dass er letztlich in der Wohnung stundenlang vor sich hin pennt und das, obwohl er wahllos vermehrt entstanden ist und demnach ja scheußlich unruhig sein müsste, wenn man den pauschalen Aussagen mal folgt.

    Also ich kann mich noch gut an einen Thread erinnern, wo du genau DAS beklagt hast. Dass dein neuer Welpe schrecklich unruhig wäre, permanent jault/winselt/fiepst, umherläuft und überhaupt sehr wenig oder schlecht schlafen würde... :S

    Das ist (schlechte) Genetik. Durch extrem viel und andauernde Einflussnahme deinerseits konntest du das so hinkriegen, dass er nun nach vielen Monaten immerhin in der Wohnung stundenlang schläft.

    @Azemba ich habe es schon richtig verstanden. Es geht mir nicht um die Leistungsfähigkeit, sondern um das Wesen des Hundes. (Beim Hund spricht man ja eigentlich nicht vom Charakter sondern vom Wesen).


    Aber was ist denn deiner Meinung nach der >>Charakter<< eines Hundes (in dem Fall eines 5 Wochen alten Welpens, wenn man ihn aussucht)?

    IST denn der Charakter nicht das was den Hund ausmacht, so wie er eben geboren worden ist?

    Also eigentlich seine genetische Veranlagung? :S


    Definition Wesen:

    Das Wesen beinhaltet die angeborenen UND erlernten Anlagen, Fähigkeiten und Eigenschaften die das Verhalten des Hundes zur Umwelt bestimmen, gestalten und regeln.


    So, beim Welpen hast du noch nicht viel unterschiedliches erlerntes Verhalten im Bezug auf die Umwelt. Die purzeln und krabbeln alle durch ihre Wurfkisten, werden von der Hündin gesäugt, hören alle die ersten Geräusche, usw.

    Da bleibt dir in dem Moment (fast) nur die genetische Anlage zu beurteilen.

    Ist das nicht das, was du den Charakter nennst?

    Ruebchen Ja, ich stehe in engem Kontakt mit der Züchterin und auch mit der Besitzerin seiner Schwester. Seine Schwester hatte aber bereits mit 5 Monaten kaum noch Appetit und ständig Durchfall, war abgeschlagen und man wusste lange nicht, wieso. Dann kam die Diagnose Morbus Addison raus. Romeo zeigte diese Symptome bisher nicht, was komisch ist. Trotzdem gibt es ja auch andere Immunerkrankungen. Denkst du wenn ein Wurfgeschwister solch eine Diagnose hat, kann es sein dass die anderen auch sowas abbekommen haben? Die Verpaarung wurde ja bereits einmal so gewählt und alle Welpen dieses Wurfes damals sind wirklich top gesund.

    Also der Hund meiner Bekannten (ein Rottweiler vom FCI-Züchter) ist der einzige in dem Wurf, der das hat. Die anderen Geschwister sind definitiv verschont geblieben.

    Bei ihm gingen die ersten komischen Symptome mit knapp 2 Jahren los, und sie haben fast ein dreivierteljahr gebraucht, bis sie die Diagnose hatten, weil die Symptome bei ihm immer nur Schubweise kamen und bei Addison ja auch so vielfältig sind/sein können und zig anderen Krankheiten zugeordnet hätten werden können.


    Aber wenn Romeo aus einer Wurfwiederholung stammt und im ersten Wurf auch alle gesund sind, denke ich, dass man darauf hoffen kann, dass die Schwester ein einzelner (trauriger) Ausreißer ist.

    Ich weiß auch garnicht ob und wie sich diese Krankheit wirklich vererbt. :/

    Erst mal kommt die (Charakter-)Art des Hundes, dann der Umstand, dass er ein Hund ist und danach kommt dann seine Rasse. Deswegen würde zumindest ich nie die Behauptungen aufstellen, ob ein Schlag innerhalb einer Rasse ruhiger oder aufgedrehter ist, das ist meiner Meinung nach erst mal vorrangig Charaktersache, auch wenn es natürlich Tendenzen geben mag.

    Dem muss ich widersprechen. Du vergisst, dass du einen DSH aus einer Hinterhofzucht hast, ohne dass da im Hintergrund irgendeine Art oder Form einer Zuchtlinie oder gar züchterisches know-how stand, was man am besten wie verpaart. Eine vermutlich miserable Aufzucht beim Vermehrer kommt auch noch hinzu.


    Ein guter Verbandszüchter hat Erfahrung, was sich genetisch gut ergänzt, er hat eine eigene gefestigte Zuchtlinie, die sich durch die Papiere nachvollziehen, verfolgen und auch überprüfen lässt. Das lässt sehr gute Rückschlüsse auf die zu erwartenden Eigenschaften der Welpen zu. Auch sind solche Würfe dann meist recht homogen.

    Natürlich ist nie ein Welpe genau wie der andere, aber die Spannweite von - bis ist innerhalb eines solchen Wurfes nicht so groß wie bei Würfen wo halt einfach irgendwelches generisches Material, das vermutlich garnicht passt, zusammengewürfelt wurde.


    Die gewünschte Rasse (die vom Rassestandart ausgehend natürlich zu einem selbst passen sollte) gibt den Rahmen vor, innerhalb der Rasse sucht man sich die entsprechende Linie und innerhalb der Linie/des Wurfes sucht man den zu sich passendsten Charakter heraus.


    Umgekehrt wäre die Auswahl des Hundes ja garnicht möglich.

    ("ich will einen Welpen mit Charakter XYZ, und den suche ich jetzt bei 3 DSH züchtern, 2 Goldenretriever Züchtern, 5 Bordercollie Züchtern und am Ende finde ich meinen Traumhund dann beim Großpudelzüchter" oder wie sollte das laufen?)

    Dimi27 wir denken an euch <3

    Dass du beunruhigt bist wegen der Diagnose der Schwester kann ich absolut verstehen!


    Aber nun würde ich mal nicht vom Schlimmsten ausgehen, vielleicht braucht sein Körper einfach noch etwas Zeit bis sich alles wieder einpendelt!


    Abgesehen davon: der Hund einer Bekannten hat auch Morbus Addison. Das Problem an dieser Erkrankung ist ja meist die Diagnostik, man kommt ewig nicht drauf.

    Aber bei Romeo hätte man diese Erkrankung nun durch die Schwester ja schon auf dem Schirm und könnte direkt Tests machen, wenn jetzt in 10 Tagen keine Besserung eingetreten sein sollte.

    Und wenn man es weiß, kann man den Hund sehr gut Medikamentös einstellen. Der Hund meiner Bekannten bekommt alle 4 Wochen eine Spritze (die sie ihm selbst spritzen kann), sodass er ein ganz normales Hundeleben führen kann. :)

    Ich meinte die Emotionen übertragen sich von Hund zu Hund, nicht vom Mensch auf den Hund (obwohl das auch ein Stück weit geht).


    Wenn also Hund A aus Emotion X heraus wie wild in der Leine hängt und pöbelt, dann ist die Chance, dass Hund B mitpöbelt hoch. Das aber nicht nur, weil er schlicht das Bellen nachahmt, sondern auch, weil sich die Emotion X von Hund A auf Hund B überträgt.

    Tatsächlich ist Lernen durch Nachahmung bei Reaktivität nicht wirksam, da die Reaktivität ausgelöst wird durch Emotion. Man kann Emotion nicht nachahmen.

    Emotion kann nicht bewusst nachgeahmt werden, aber Emotion kann sich durchaus innerhalb einer soziale Gruppe übertragen. Das würde dann ja wieder zum selben Ergebnis führen: 2 pöbelnde Hunde. :/

    Knallerbsen wären jetzt auch nicht mein Mittel der Wahl um den Hund aus seinem Tunnel rauszuholen.

    Wie Luna schon schreibt, zu geoß ist die Gefahr, dass der Hund dann an Schussfestigkeit einbüßt, oder der Hund sich korrigiert fühlt, wenn zufällt Jemand anders mal irgendwo Knallerbsen knallen lässt. :/


    Fussballtröten (diese Trötdosen die einen Höllenlärm machen) zu verwenden in absoluten Notfällen, wie zB zwei grosse Hunde in einer ersthaften Beisserei verkeilt, die nicht zu beenden wäre ohne Verletzte oder gar Tote bei Hund oder Mensch.

    Bei ernsten Beißereien mit Tötungsabsicht wird den Hunden eine Tröte oder auch ein Eimer Wasser usw. herzlich egal sein. Da Hilft meist nurnoch abwürgen oder ein beherzter Griff in die Lenden (aber dann wirst du zum Ziel, also immer vorher vorne absichern).

    Micha369 ja genau. :D

    Das ist mir mal im Schitztraining passiert... 5m Leine am Hund am Geschirr eingehakt, nicht gemerkt, dass die Leine unten in einer Schleife um den Knöchel liegt und den Hund zum beißen geschickt... so schnell hat noch keiner je einen Spagat "gelernt" :|


    Bei den glatten Schlauchleinen hat man immerhin die CHANCE, dass sie am Hosenbein entlang einmal rundherum rutschen statt sich zuzuziehen und einen direkt mitzunehmen... :D


    Luna nein, du hast mich falsch verstanden. Ich habe genau die Leine die du auf deinen Bildern gepostet hast. Deshalb war ich so irritiert, das sind die schlimmsten, rutschigsten Leinen die ich besitze. =O

    Schade eigentlich, denn sie sehen total schick aus.

    Schlauchleinen ... :/ :?: Was ist das denn feines?


    Kunststoff-Schlauchleinen?

    un

    sowas hier:

    3m Schlauchleine ohne Handschlaufe 2,5cm breit, 13,95 € sportdoxx.de

    Ja, genau die ;)

    Dadurch dass die aus Nylon sind, sind sie aus "Plastik", ja. Aber die sind eigentlich gabz weich und flexibel. Nicht urgendwie starr ider hart.

    Ich habe am liebsten die IDC Schlauchleinen von K9:

    A.W.Barth KG - Ihr Fachgeschäft für Hundesportartikel - IDC® Leine aus Schlauchgurt 3 m 19 mm


    Für den SD sollte die Leine sehr stabil sein und am besten irgendwie gummiert, also mit richtig Grip

    Mit den oben verlinkten Leinen Arbeite ich immer im SD und führe meine 75 kg Dogge daran, ich habe die erste immernoch, die ist jetzt 6 Jahre alt und hält immernoch. Also was stabileres wird man kaum finden.


    Mit gummierten Leinen kann man mich jagen... damit kann ich nicht so flexibel sein, wie ich es im SD brauche. Und das Material scheuert die Haut auf.


    Wie gesagt, ich halte die Leinen auf meine Weise, und da rutscht mir nichts unbeabsichtigt durch die Finger. Ich kann den Hund mit einer Hand halten und ihm Zentimetergenau mehr Leine geben, ohne die zweite Hand dazu zu benötigen. Das geht aber nur mit den glatten Schlauchleinen, mit den gummierten natürlich nicht. Auch finde ich die gefährlich, wenn die sich mal um ein Bein wickeln und der Hund grade abdampft... =O

    Ruebchen welche Leine nimmst Du zum SD, also wenn man den Hund ordentlich festhalten muss, bei den Beutespielen?

    Ich habe am liebsten Schlauchleinen in entsprechenden Längen... 2, 3 oder 5m.


    Auch da nutze ich "meine Leinenhaltetechnik" und hatte noch nie Probleme, dass ich den Hund nicht richtig halten konnte. ^^