Axman surrt er einfach mehr oder weniger dauerhaft im Arm rum, oder knurrt er nur in bestimmten Situationen, zb. wenn der Helfer Druck im Arm macht oder sich frontal zuwendet, o.ä.?
Ruebchen
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Beiträge von Ruebchen
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Das ist zwar absolut lächerlich, aber ich empfinde das als nicht weiter schlimm.
In Österreich wurde der "Stockbelastubgstest" schon vor einigen Jahren angepasst: die Schläge werden nurnoch angedeutet, der Softstock darf den Hund nichtmehr berühren. Auf allen Prüfungen in Ö fuchtelt man also praktisch nurnoch mit dem Stock über dem Hund rum.

Auf internationalen Bewerben wird das so gehandhabt, dass natürlich alle Hunde gleich gehetzt werden und man sich mach dem Gesetz des Landes richtet, in dem die Veranstaltung stattfindet.
WM in Österreich: für alle Hunde KEIN Stockschlag.
WM in Tschechien: Stockschlag für alle Hunde.
Am Ende trainiert doch eh jedern den Stockschlag mit, auch die Ösis.

Und wenn man den Leuten, die glauben man verdrischt den Hund, dann den Softstock zeigt und sie den mal anfassen lässt, dann lachen sogar die und sagen "ok, das ist ja wirklich nicht schlimm".
Eine echte Belastungsprobe ist das m.M. nach ohnehin schon lang nichtmehr, und wie Axman richtig geschrieben hat, kann man den Hund dahingehend mindestens genau gleich gut über mentalen Druck durch den Helfer auf die Probe stellen (wenn man gute Helfer hat
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Beim Zweiten muss ich dir wiedersprechen. Die Länge der Beine (Schenkel) hat nichts mit dem Winkel des Kniegelenks zu tun.
Vielleicht habe ich grade einen Knopf im Hirn, aber wenn ich gedanklich den Unterschenkel verlängere, verändert sich der Winkel des Gelenks doch automatisch mit? Zumindest unter der Vorraussetzung, dass der Hund gleich groß bleibt und nicht "wächst"

Von mir sind einige Hunde in "Nicht-Hundesportlerhände" gegangen, und die Menschen waren mit ihren Hunden glücklich und umgekehrt.
Das gibt es natürlich auch, aber jetzt mal ganz ehrlich: hast du wirklich noch nie Hunde im Alter zwischen 0,5 und 1,5 Jahren wieder zurück bekommen, weil sie denn Leuten zu viel waren?
Nein, von Nicht-Hundesportlern habe ich noch keinen Hund zurück bekommen. Dafür habe ich aber schon mal eine kleine Hündin im Alter von 13 Wochen von einem SV-Leistungsrichter zurück geholt, weil der mit dieser überhaupt nicht klar gekommen ist. Und mal eine 13 Monate alte Hündin (von Leuten, die im SV waren). Da habe ich im Nachhinein erfahren dass denen der Vermieter die Pistole auf die Brust gesetzt hatte, weil er ihnen einen Hund genehmigt hatte, sie dann zwischenzeitlich aber zwei hatten. Da musste dann einer ganz schnell weg...
Okay, also das mit dem Richter ist ja echt... spannend.

Bezüglich der anderen: dann hast du entweder immer super Welpenkäufer erwischt, oder meine Freundin hat echt immer 1 - 2 "Quotenbescheuerte" dabei.

Sie verkauft den Großteil ihrer Hunde auch an nicht-Hundstoprtler. Das klappt auch gut, so ist es nun nicht. Aber trotzdem kamen bei den letzten 4 Würfen IMMER welche zurück.
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Daran ist nichts verkehrt, aber das ist kein Wehrverhalten und auch kein "Kampf ums eigene Leben" - zum Glück.

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Micha369 das ist jetzt so ungesehen praktisch unmöglich zu beurteilen.
Das Beute ausspucken und Helfer anbellen könnte fast "alles" sein: Übersprungshandlung, Übermut ("komm, mach' weiter jetzt!"), Unsicherheit (der Hund kennt den Ablauf des Spiels noch nicht), erlerntes Beutebellen (das Bellen wurde bei ihm ja bisher über die Beute aufgebaut soweit ich weiß?). Peter Scherk fördert durch dieses "Beute bewachen" auch die Agression gegen den Helfer.
Das einzige was ich in der so von dir beschriebenen Situation jetzt eigentlich ausgeschlossen hätte, wäre Wehrverhalten. Deshalb wundert es mich grade, dass dein alter Helfer dir sagte, dass Witus "momentan noch um sein Leben kämpft".
Um den Wehrtrieb anzusprechen muss man dem Hund physisch und/oder psychisch an die Wäsche gehen, das Triebziel ist hierbei die eigene körperliche Unversehrtheit.
Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob der alte Helfer das bewusst gemacht hat, aber wenn, dann würde ich mich fragen: wieso?
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Hallo Yorick,
kennst du die Seite
Hundeurlaub: Dein Urlaub mit Hund in Ferienwohnung oder Ferienhaus - Hundeurlaub.de
?
Die finde ich super, da drauf sind nur Ferienhäuser/wohnungen in denen Hunde willkommen sind. In den meisten Beschreibungen steht auch dabei ob die umzäunt sind, und wenn nicht ist das schnell nachgefragt.

Über die Seite haben wir unser Ferienhaus in Italien gefunden und ich war sehr zufrieden. Seitdem schaue ich immer dort.
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Ich finde es auch wirklich sehr schade, dass es nun gerade so ausufert.
Ich finde diesen Thread spannend und ich bedanke mich bei nette die den ganzen Tag schon völlig unbeirrt hier wertvolle Informationen zusammenträgt!
Wenn die Streithähne also schon nicht aus Achtung voreinander aufhören wollen zu sticheln, dann lasst es wenigstens aus Achtung vor nette's Arbeit sein, und müllt den Thread hier nicht weiter zu. Er könnte vielen noch von Nutzen sein.
Klärt das bitte per PN.
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@Ellionore wir sprachen doch von Zwängen und nicht von Gewalt.

Vielleicht drücke ich mich auch ungünstig aus... für mich fühlt sich das alles hier grade ein bisschen so an, wie die Diskussion darum ob man Menschen klonen darf/sollte.

Während viele die Meinung vertreten, dass das moralisch völlig verwerflich ist und nie gemacht werden darf, wäre ich die Wissenschaftlerin die dem zwar grubdsätzlich zustimmen würde, aber trotzdem völlig nüchtern an dem Thema forschen und wissen wollen würde, ob es möglich wäre und wie sich das auf die Menschen und Gesellschaft auswirken würde.
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Axman sehr gerne.

Bezüglich der Hunde in deiner Umgebung, da weiß ich jetzt natürlich nicht wie die gearbeitet werden.
Aber oft sieht man, dass Hunde reaktiv gearbeitet werden. Das heißt, dass nicht der Hund von sich aus agiert und den Helfer "steuert", sondern dass der Helfer fortlaufend Reize setzt, und der Hund dann nur darauf reagiert. Da ist es dann schnell passiert, dass der Hund in ein Mischverhalten kommt, und weder richtig in der Beute noch in der Aggression steht, sondern die Motivationen eben recht ungünstig "vermischt" werden.
Da ist es dann auch immer saublöd den Hund aus einem solchen Zustand wieder raus zu holen.
Deshalb habe ich oben extra dazugeschrieben, dass ich Hunde die klar in der Aggression stehen, als ansprechbarer empfinde.

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Nur ist das eine vorgeschrieben und das andere verboten.
Genau das meinte ich mit "ich betrachte solche Dinge in der Theorie einfach gerne ganz nüchten und völlig losgelöst von den Regeln und Gesetzen. Dann stellt man oft fest, dass die Grenzen verschwimmen."
Natürlich hast du recht, das eine ist vorgeschrieben, während das andere verboten ist. Aber wenn man das mal ausblendet, ist im oben genannten fiktiven Szenario garnicht mehr so viel Unterschied zwischen den beiden Dingen zu erkennen, wie man erstmal glaubt.
Dem Hund werden unsre Gesetze ohnehin egal sein, der beurteilt nur, wie sich etwas für ihn anfühlt, positiv wie negativ.
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Vielleicht muss alles mehr im Beutebereich gehalten werden oder es so angepasst werden dass die Hunde nicht in extreme Trieblagen gebracht werden müssen.
Ich empfinde Hunde, die klar in der Aggression stehen meist als ansprechbarer als die, die in der Beute völlig hohl drehen.
das ist mir in den letzten wochen beim lesen und anschauen einiger videos immer wieder auch aufgefallen, dass ich mit der definition "agression des hundes" im unterschied zur beutemotivation noch ein fragezeichen habe
bevor ich da was falsch verstehe, Ruebchen kannst du das motiv der aggression in dem zusammenhang kurz erläutern?
Ein Hund der im Schutzdienst über die Aggression arbeitet nimmt den Helfer als Person mehr wahr, er sucht die Konfrontation mit dem Helfer selbst. Das Triebziel des Hundes ist in dem Fall nicht primär das einbeißen in den Schutzarm (Beute), sondern eigentlich eher als Sieger aus der Konfrontation heraus zu gehen, den Helfer in die Flucht zu schlagen und mehr Raum für sich zu beanspruchen. Für den Anbiss in den Ärmel (der für die Prüfung ja notwendig ist) kanalisiert man diese Aggression dann in den Ärmel hinein.
Ein Hund der in der Beute steht arbeitet um der Beute willen, sein Triebziel ist ganz köar das Beute machen, der würde sterben für diesen einen Anbiss in den Schutzarm.
Dieser Hund nimmt den Helfer als solchen auch nicht so intensiv wahr wie der oben beschriebene Kollege.
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Ich will jetzt auch nicht Leine und Halsband verbieten lassen.

Aber ich betrachte solche Dinge in der Theorie einfach gerne ganz nüchten und völlig losgelöst von den Regeln und Gesetzen. Dann stellt man oft fest, dass die Grenzen verschwimmen.
und würde auf Leine und Halsband vorbereitet.
Wer seinen Hund mit einem Stachel oder Tele arbeiten möchte, bereitet den Hund üblicherweise auch über mehrere Wochen ganz langsam darauf vor und gewöhnt ihn an das Hilfsmittel.
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nette davon bin ich auch überzeugt.
Zumindest, wenn man seinen Hund als Welpen bekommt. Beim bereits erwachsenen Hund ist dieser Effekt wahrscheinlich nichtmehr so ausgeprägt.
Das hat mir mein erster Trainer im alten Verein schon gesagt, als ich mich wunderte, warum A.J. von seiner Art her im Alter von ca. 12 Monaten doch eher anders war, als seine Wurfgeschwister, die sich alle wiederum eher ähnlich waren und auch in einem ähnlichen Umfeld aufwuchsen.
Seine Antwort: weil DU ihn hast.
Erst habe ich das nicht verstanden aber mittlerweile weiß ich was er damit meinte.
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Vielleicht muss alles mehr im Beutebereich gehalten werden oder es so angepasst werden dass die Hunde nicht in extreme Trieblagen gebracht werden müssen.
Ich empfinde Hunde, die klar in der Aggression stehen meist als ansprechbarer als die, die in der Beute völlig hohl drehen.