Ruebchen , Buch ist bestellt.
Super, viel Spaß damit ![]()
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Alles anzeigenDer Vergleich hinkt meiner Meinung nach.
Beim Jagdverhalten einer Katze handelt es sich ja um ein angeborenes, natürliches Verhalten, welches grundsätzlich JEDE Katze von sich aus beherrscht (wär' ja auch blöd wenn nicht).
Im sportlichen Training mit unseren Hunden bringen wir den Hunden aber Dinge und Verhaltensweisen bei, die NICHT angeboren sind. Fußlaufen in einer bestimmten Form, Apportieren, Sitz/Platz in "unlogischen" Abläufen, usw.
Ein Hund, der das nicht lernt, wird es niemals können.
Du hast den Artikel offenbar nicht gelesen und dich wahrscheinlich mit der Materie noch gar nicht befasst.
Je mehr Zeit kleine Kinder (Welpen, Katzen...) mit freiem Spielen und Erkunden verbringen, umso besser wird ihre Lernfähigkeit und die Lernfreude.
Das freie Spielen und Erkunden sorgt für eine optimale Vernetzung im Gehirn.
Durch Belehren und Fördern können sich die neuronalen Verbindungen nicht so gut aufbauen.
Eigenständige Erfahrungen führen zu einem Flow und somit zur Ausschüttung von Glückshormonen und zur Vernetzung der Neuronen im Gehirn. Die Glückshormone sind die Nahrung für das Gehirnwachstum.
Die Welpen lernen gleichzeitig mit neuen Situationen gelassener und flexibler umzugehen. Sie haben auch eine bessere Körperwahrnehmung
Sitz, Platz, Fuß, Apportieren usw. lernt ein Hund noch in JEDEM Alter.
Ich habe mit meinem 1-jährigen Hund mal eine Hundeschule besucht.
Er hat vorher keines dieser Kommandos gelernt, sondern hatte eine unbeschwerte Welpenzeit.
Mein Hund hat in der Hundeschule alle Kommandos in kürzester Zeit 100 Prozent richtig ausgeführt.
Den größten Teil der Stunden hätten wir gar nicht mehr gebraucht.
Die anderen jungen Hunde haben sich total schwer getan, obwohl sie alle vom Welpenalter an schon diese Übungen gemacht haben.
Nein, ich habe den verlinkten Artikel nicht gelesen, da mich das Jagdverhalten von Katzen ehrlicherweise nicht interessiert.
Da du ja einen Auszug daraus hier Zitiert hast, gehe ich davon aus, dass dieser Auszug auch das stärkste Argument in der Studie war - alles andere würde ja wenig Sinn machen - und darauf bezog sich auch meine Antwort.
Dass Glückhormone und Positive Erfahrungen "Nahrung" fürs Gehirn sind und die Bildung neuer und nützlicher neuronalen Verbindungen im Gehirn fördern, da stimme ich dir voll und ganz zu. Das erreiche ich aber auch problemlos wenn mein Welpe täglich 2x 5 Minuten Welpengerechtes Training erfährt, auch schon im Alter von beispielsweise 10 Wochen.
Was denkst du denn, wie heutzutage ausgebildet wird? Beim Welpen arbeitet man ausschließlich über positive Verstärkung und die daraus resultierende Erwartungshaltung (Vorfreude). Nichtmal negative Korrekturen (also etwas angenehmes, zb. Leckerlie, Spielzeug, Vorenthalten) haben in diesem Stadium in der Ausbildung ihren Platz, ganz zu schweigen von negativen Verstärkungen oder Positiven Korrekturen.
Schau den Profis mal zu, da sprüht das Training nur so vor positiven Emotionen und gemeinsamen Glücksgefühlen. In den Büchern von Scherk und Dr. Knabel wird sich Seitenweise allein diesem Thema gewidmet, und deren Erfolge sprechen ohnehin für sich.
Der große Vorteil dabei ist, dass mein Welpe dieses Füllhorn an positiven Emotionen mit mir als seinen Menschen gemeinsam erlebt und unweigerlich mit mir verknüpft.
Dass deine Hunde mit einem Jahr in der Hundeschule so viel besser gewesen sein sollen, als ihre Kollegen, die schon früher da waren, wundert mich doch sehr.
Und dafür, dass deine Hunde das Maß der Dinge sein sollen, sieht man von von denen hier ja recht wenig... ![]()
In den 2 Jahren in denen ich in der Hundeschule gearbeitet habe (ich war zuständig für Welpen, - Junghund, - und BH Vorbereitungskurse) habe ich bei der großen Masse der Hunde genau gegenteiliges festgestellt.
Die Hunde, die vorher schon einen Welpen/Junghundekurs absolviert hatten, taten sich beim erlernen neuer Kommandos um einiges leichter, als die "Quereinsteiger", also zb. Hunde mit 12 - 15 Monaten die zum Kurs kamen, weil sie die BH machen sollten.
Die, die schon im Welpenalter da waren, waren motivierter und hatten das Lernen selbst schon gelernt. (Hier ist das Lernen im Bezug auf sportliche Übungen gemeint, in Wechselwirking mit dem Menschen, nicht das Umweltbezogene lernen, bzw. "erwachsenwerden"!)
Des weiteren waren sie konzentrationsfähiger und auf ihren Menschen bezogener (siehe oben, Verknüpfung positiver Emotionen mit seinem Menschen) als die, die im ersten Lebensjahr keine HuSchu, bzw. kein Training zu Hause erfahren haben.
Viele der Älteren Quereinsteiger waren auch tendenziell nicht so kooperativ ihrem Menschen gegenüber, auch im Laufe der Wochen, die so ein Kurs andauert nicht. Die haben dann natürlich mitgemacht und waren brav, aber der Feuereifer für die Sache selbst (und das brauche ich im Sport nunmal), der hat oft in großem Maße gefehlt.
(Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel.
Und auch die RASSE spielte hierbei eine nicht unbedeutende Rolle, aber wir wollen es ja ganz allgemein halten.)
Das sind meine persönlichen Erfahrungen mit ein paar hundert unterschiedlichsten Welpen-Mensch-Teams, die mir in diesen 2 Jahren so unter die Augen kamen.