Ruebchen Moderator
  • Mitglied seit 15. Oktober 2020

Beiträge von Ruebchen

    Ruebchen , Buch ist bestellt. :)

    Super, viel Spaß damit :):thumbup:


    Nein, ich habe den verlinkten Artikel nicht gelesen, da mich das Jagdverhalten von Katzen ehrlicherweise nicht interessiert.
    Da du ja einen Auszug daraus hier Zitiert hast, gehe ich davon aus, dass dieser Auszug auch das stärkste Argument in der Studie war - alles andere würde ja wenig Sinn machen - und darauf bezog sich auch meine Antwort.

    Dass Glückhormone und Positive Erfahrungen "Nahrung" fürs Gehirn sind und die Bildung neuer und nützlicher neuronalen Verbindungen im Gehirn fördern, da stimme ich dir voll und ganz zu. Das erreiche ich aber auch problemlos wenn mein Welpe täglich 2x 5 Minuten Welpengerechtes Training erfährt, auch schon im Alter von beispielsweise 10 Wochen.
    Was denkst du denn, wie heutzutage ausgebildet wird? Beim Welpen arbeitet man ausschließlich über positive Verstärkung und die daraus resultierende Erwartungshaltung (Vorfreude). Nichtmal negative Korrekturen (also etwas angenehmes, zb. Leckerlie, Spielzeug, Vorenthalten) haben in diesem Stadium in der Ausbildung ihren Platz, ganz zu schweigen von negativen Verstärkungen oder Positiven Korrekturen.
    Schau den Profis mal zu, da sprüht das Training nur so vor positiven Emotionen und gemeinsamen Glücksgefühlen. In den Büchern von Scherk und Dr. Knabel wird sich Seitenweise allein diesem Thema gewidmet, und deren Erfolge sprechen ohnehin für sich.
    Der große Vorteil dabei ist, dass mein Welpe dieses Füllhorn an positiven Emotionen mit mir als seinen Menschen gemeinsam erlebt und unweigerlich mit mir verknüpft.



    Dass deine Hunde mit einem Jahr in der Hundeschule so viel besser gewesen sein sollen, als ihre Kollegen, die schon früher da waren, wundert mich doch sehr.
    Und dafür, dass deine Hunde das Maß der Dinge sein sollen, sieht man von von denen hier ja recht wenig... :S


    In den 2 Jahren in denen ich in der Hundeschule gearbeitet habe (ich war zuständig für Welpen, - Junghund, - und BH Vorbereitungskurse) habe ich bei der großen Masse der Hunde genau gegenteiliges festgestellt.

    Die Hunde, die vorher schon einen Welpen/Junghundekurs absolviert hatten, taten sich beim erlernen neuer Kommandos um einiges leichter, als die "Quereinsteiger", also zb. Hunde mit 12 - 15 Monaten die zum Kurs kamen, weil sie die BH machen sollten.
    Die, die schon im Welpenalter da waren, waren motivierter und hatten das Lernen selbst schon gelernt. (Hier ist das Lernen im Bezug auf sportliche Übungen gemeint, in Wechselwirking mit dem Menschen, nicht das Umweltbezogene lernen, bzw. "erwachsenwerden"!)
    Des weiteren waren sie konzentrationsfähiger und auf ihren Menschen bezogener (siehe oben, Verknüpfung positiver Emotionen mit seinem Menschen) als die, die im ersten Lebensjahr keine HuSchu, bzw. kein Training zu Hause erfahren haben.
    Viele der Älteren Quereinsteiger waren auch tendenziell nicht so kooperativ ihrem Menschen gegenüber, auch im Laufe der Wochen, die so ein Kurs andauert nicht. Die haben dann natürlich mitgemacht und waren brav, aber der Feuereifer für die Sache selbst (und das brauche ich im Sport nunmal), der hat oft in großem Maße gefehlt.
    (Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel. ;) Und auch die RASSE spielte hierbei eine nicht unbedeutende Rolle, aber wir wollen es ja ganz allgemein halten.)


    Das sind meine persönlichen Erfahrungen mit ein paar hundert unterschiedlichsten Welpen-Mensch-Teams, die mir in diesen 2 Jahren so unter die Augen kamen.

    Einen Familienhund bekomme ich hin, meine Frage war jetzt schon auf mehr ausgelegt, ist halt schade das die Vereine nicht aufmachen dürfen, hätte so gerne mal einen Schäferhundeverein kennen gelernt und gesehen wie da gearbeitet wird.

    Schön, da dass jetzt ja nochmal geklärt wurde, habe ich hier einen Buchtipp für dich lieber Frank

    Vielleicht habe ich Frank falsch verstanden, aber die ursprüngliche Frage war doch eigentlich womit er Anfangen soll, und nicht ob er Anfangen soll.


    Im speziellen angesprochen hat er die Fußarbeit sowie Sitz und Platz, also ist ja davon auszugehen, dass er sich in diesem Faden über sprtliches Training informieren wollte und nicht über die Prägung die Umwelt betreffend. Dass man sich in der Welpenzeit um letztes kümmert ist ja ohnehin selbstverständlich.

    Keine Ahnung. Eine Prüfung ist eine öffentliche Veranstaltung und auf unseren Meldungszetteln steht drauf, dass man sich mit Meldung damit einverstanden erklärt, dass auch Fotos und Videos gemacht werden und auf der HP/FB Seite des Vereins usw. veröffentlicht werden könnten.


    Aber ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist.

    MENSCH mit Hund an der Leine fällt wohl eher nicht ins Beuteschema eines einzelnen Wolfes, würde ich doch meinen. Eher geht es da um territoriale Geschichten dem Hund gegenüber, aber doch nicht um Beutefangverhalten.

    Der Wolf im Video wirkt auf mich eher neugierig bis verspielt als territorial. Die Distanz würde ich im Schnitt so auf 15-20m schätzen, teilweise auch darunter. Ich würde mir bei so einer Begegnung auch eher Sorgen um den Wolf machen, als um mich oder meine Hunde.

    Habe ich ja gesagt, ich sehe einen neugierigen Wolf der austestet.

    Der von dir markierte Satz bezog sich auf auf allgemeine Situationen. Ich meinte damit "wenn überhaupt" ein Wolf bei einer Mensch + Hund Begegnung auf eine Aggresive Weise reagiert, dann wegen territorialer Geschichten, nicht wegen Jagdverhalten.


    War aber auch blöd folrmuliert von mir.

    Ich frage deshalb, weil mir auch schon an den Kopf geworfen wurde, dass meine Hunde unnatürlich und krankhaft Fuß laufen, und dass ich das so nur mir Gewalt und Stromhalsband hätte erreichen können... da kann ich nurnoch müde drüber lächeln und mit den Schultern zucken. 🤷🏼‍♀️

    Wenn ich sehe, wie z.B. der DSH bei der BH am Freitag gelaufen ist ... so möchte ich das gar nicht. Das ist unnatürlich und mit Sicherheit mit sehr viel Drill reingeprügelt worden. Der HF ist ja auch der Meinung, dass Hunde nicht "denken" könkönnen.

    Ich habe den Hund zwar nicht gesehen, aber nur, weil der Hund anders läuft als er es beim Gassi gehen tun würde ("unnatürlich") würde ich nicht direkt davon ausgehen dass da gedrillt und geprügelt wurde.


    Aber so Aussagen wie die im letzten Satz gehen natürlich garnicht!

    Ich bin z.T. bei Dir Rübchen ... aber hat nicht auch Waschbär schon gesagt, dass sie mit ihren Hunden in den ersten 1-2 Jahren gar nix trainiert - und dass ihre Hunde das Schema der BH zum ersten Mal bei der Prüfung laufen :/ ?


    Wie immer - denke ich - ist der goldene Mittelweg der richtige !

    Keine Ahnung wie Waschbär das macht. Aber es geht mir nicht darum zu sagen "jeder MUSS so früh anfangen", es kommt ja auch darauf an, auf welchem Niveau man später laufen will.


    Mich stört die Aussage von Muriel, dass so frühes Training SCHÄDLICH sei.


    Das ist - unter der Voraussetzung, dass man es richtig macht - einfach falsch.


    Übrigens, das Schema der BH laufen meine vor der BH auch nur 1-2x, wenn überhaupt. :)

    Muriel mich überkommt immer mehr das Gefühl, dass du keine Ahnung von Hundesport/Training hast. Dass du nie gesehen hast, wie so eine Trainingseinheit für einen Welpen aussieht, was die Lernziele sind und worauf es ankommt.


    Übrigens ist die These, dass man den Hund das erste halbe Jahr (zum Teil das gesamte erste Lebensjahr) einfach Hund sein lässt und danach erst mit dem Training beginnt, schon alt. Früher war das Gang und gäbe, in der Praxis hat sich aber mittlerweile gezeigt, dass dies Kontraproduktiv ist, und das Lernvermögen und die experimentierfreude des Hundes in gewisser Weise "verkümmert", wenn man ihn in diesem Bereich so lange sich selbst überlässt.


    Klar, für einen Alltagsbegleiter mag es reichen, aber im Sport erreicht man mit so einem Hund nichtsmehr.


    Ich denke nicht, dass von oberflächlichem Erfolg zu sprechen ist, wenn ein Hund ein Leben lang die als Welpe und Junghund gelernten Übungen zuverlässig und auf hohem Niveau ausführt.

    Dazu hab' ich jetzt keine Studie, nur eigene Erfahrungen.

    Ich kenne aber auch keinen Weltmeister, der nicht als Welpe schon Trainiert wurde.

    Und ich kenne keinen Hund, der die ersten 6 - 12 Lebensmonate kein Training erfahren hat, und dann an irgendeinem größeren Titel auch nur gekratzt hat.


    Abschließend ein Zitat meiner OMA (und Omas haben doch immer Recht ;) ):


    "Früh übt sich, wer ein Meister werden will"

    Bitte verzeih' mir, aber das halte ich für Blödsinn.

    Es fängt beim Vergleich Kind - Hund an, und hört da auf, wo du davon ausgehst, dass man den Welpen direkt (körperlich) überfordert und du davon ausgehst, dass man 24/7 nichts anderes mit dem Welpen macht. Oder wie sonst sollte ein frühes Training das kennenlernen der Umwelt verhindern?


    Beim Futtertreiben beispielsweise läuft der Welpe einem Stück Futter in der Hand hinterher. Wenn du schon vergleiche zum Menschenbaby ziehen willst, dann wäre das Futtertreiben beim Welpen das Pendant dazu ein Baby mit dem Löffelchen zu Füttern.