Ruebchen Moderator
  • Mitglied seit 15. Oktober 2020

Beiträge von Ruebchen

    Ich trainiere zu 90% alleine (außer SD natürlich :D). Funktioniert für mich am besten, allein schon wegen meiner wirren Arbeitszeiten.


    Die restlichen 10% sind gezielt geplante Trainings in der Gruppe (UO), bzw. mit Leuten von denen ich der Meinung bin, die können einen weiterbringen, die drüberschauen und Input geben. (FH & SD).


    Essentiell sind in erster Linie natürlich gute Leute um einen rum, dicht gefolgt von "KLEINER Gruppengröße".

    Wenn die Anzahl der Mittrainierenden zu groß wird, leidet unweigerlich die Trainingsqualität:

    Zeitdruck, "Erschöpfung" und somit nachlassende Konzentration der "Drüberguckenden"/Anweisungsgebenden, mehr störende Einflüsse (je nach Alter und Ausbildungsstand des Hundes), etc.

    Ich hab Mondioring als "die hohe Schule der Kontrolle in absolut hohen Trieblagen" verstanden.

    Jetzt musste ich schmunzeln... ich gebe Secans recht. :)


    Böse Zungen sagen, wer zu doof für IGP ist, macht Mondioring. :D

    Dort ist weitaus weniger Perfektion gefragt als im IGP. Allerdings werden dort UO Elemente, bzw. ganz Übungen mehr mit SD gemischt, vielleicht meinst du das?


    Ich denke, das nimmt sich insgesamt nicht viel, und beide Sportarten sind auf ihre Weise gleich anspruchsvoll. :)

    Also ist es bereits heute für die Behörden nicht mehr möglich taugliche Hunde zu bekommen?

    Wie bereits drölfzig Mal zuvor geschrieben: Ja, es ist schwierig aufgrund des stark begrenzten Budgets.
    Eine Alternative ist der Ankauf von Welpen, viele Dienststellen machen das aber eben nicht aufgrund eines höheren Risikos für gesundheitliche Ausfälle.


    Ja und wessen Ausbildung hat dieses Gespann jetzt in dieser Situation so reagieren lassen? War das die nach tierschutzkonformen Regeln aktuelle Hundeausbildung oder die Ausbildung des Ausbilders oder die Ausbildung des DHF?

    Wir waren bei der Ausbildung nicht dabei. Was man sagen kann:
    - Dem Hund fehlen grundlegende genetisch verankerte Qualitäten

    - Selbst WENN der(ein) Hund entsprechende Qualitäten hätte, bzw. mitbringt, muss er trotzdem ausgebildet und an verschiedene im Einsatz möglichen Belastungen Schritt für Schritt herangeführt werden. Das ist heutzutage oft nur noch eingeschränkt möglich, da von allen Seiten direkt ein Drama veranstaltet wird, wenn irgendwo mal wieder einer im Busch saß und gefilmt hat, wie der Scheintäter in einer Übung dem angehenden Diensthund in Aktion mit einem Klapperkanister mal ein paar auf den Deckel gibt und rumbrüllt. (Klingt unschön, aber isso... wer im Training nicht ordentlich vorbereitet wird, kann im Ernstfall auch nur bedingt abliefern - gilt übrigens auch für den menschlichen Teampartner)


    Warum ist dieser Hund dann im Dienst?

    Weiß ich doch nicht, ich hab' den nicht gekauft.

    Du fragtest nach Defiziten in der Ausbildung, die Ausbildung passiert im hier und jetzt.
    Der züchterische Aspekt bezgl. der Selektion wurde nur zusätzlich angebracht, denn DIESER Hund hat so oder so nix im Dienst verloren, weil er schlicht nicht "das Zeug dazu hat".


    Und nochmal, die Abschaffung des Stockschlages war ein Beispiel dafür, was seit Jahren passiert, und nun einfach immer stärker in übertriebenen Absurditäten gipfelt.


    Edit: noch ein Beispiel, aus einer ganz anderen Ecke: ich habe grade heute ein Statement von PETA gelesen, in dem sie das Halten und Fahren von Huskys als Schlittenhunde in Finnland anprangern. Also sorry, aber irgendwo ist auch mal gut.

    Welche Defizite in der Ausbildung siehst Du da, wenn Du sagst dass die Ausbildung aus gesellschaftlichen Gründen nicht mehr geeignet ist taugliche Gebrauchshunde hervorzubringen?

    *räusper* der Stockschlag mit dem Softstock wurde kürzlich abgeschafft, weil "Hunde hauen" böse ist...


    Wie will man unter solchen Bedingungen noch züchterische Selektion dahingehend betreiben, oder Hunde entsprechend auf Realeinsätze vorbereiten können?

    Und der Gebrauchshundesportler hat natürlich mehr Wissen als ein Tierarzt.

    Ja, also im Bezug auf vorhandene oder eben nicht vorhandene Qualitäten für Schutzarbeit (sportlich wie zivil) definitiv.


    Es wäre mir neu, dass im Tiermedizinstudium aufgedröselt wird, was ein Gebrauchshund alles an Qualitäten mitbringen muss, um im Sport (welchem?) erfolgreich zu sein, oder in brenzligen Einsätzen zu bestehen. :/