So, nach gut einem Monat qualmender Rübe glaube ich nun zu wissen, woran's gelegen hat, dass wir auf der BSP die Fährte verkackt haben. ![]()
Natürlich sind es mehrere Faktoren, wie z.B. meine Nervosität an dem Tag, die doch eher ungewohnte 10m Leine (haben wir natürlich trainiert, aber halt auch nicht ständig - war im Training bisher aber nie ein Problem), etc., einfach weil an dem Tag einfach "alles zusammen" kam.
Als Hauptursache sehe ich aber mittlerweile die Tatsache, dass Ero es wohl nicht gewohnt ist, dass auf der Fährte einfach mal nichts groß passiert.
Man trainiert immer viele Winkel, damit der Hund aufmerksam bleibt, viele GS, damit er die gut verweist, versteckt kleine GS, damit er ganz intensiv sucht, Bögen und Schlangenlinien, damit das Tempo nicht zu sehr anzieht... man trainiert so viele Variationen und gestaltet spannende, abwechslungsreiche Fährten.
Dagegen ist so eine IGP3 Prüfungsfährte recht langweilig. Auf 600 Schritten sind nur 4 Winkel und 3 mikrige GS verteilt.
Ich muss mir eingestehen, dass mein Hund zwar richtig gut und gerne sucht, ich ihn durch die Gestaltung meiner Fährten aber unbewusst immer irgendwie "bei Laune" gehalten habe.
Es ist ständig was cooles, spannendes, lohnendes passiert. Einfach mal 200 Schritte geradeaus wirklich ohne nichts? Kennt er nicht. Er kennt xxx Schritte ohne Futter - kein Problem! Aber dann lagen auf der Strecke halt 2 GS oder es kamen Winkel... zwar wurde das alles dann auch nicht mit Futter bestätigt, aber trotzdem war's ein "Happening".
Das passt für mich jetzt im Nachhinein auch zu den Bild, das er mir gezeigt hat... auf bestem Gelände fing er plötzlich (augenscheinlich Grundlos) an seitlich zu prüfen und da rum zu suchen, kreiselte mal... so als könnte er nicht glauben, dass es nur dumm gradeausgeht. "Hier muss doch ein GS versteckt sein, ich guck nochmal genau" ... "Huh, 3 umgeknickte Grashalme auf 3 Uhr, war das endlich ein Winkel???"
Das hat er mir auch bei unserer ersten 3 im November schon in abgeschwächter Form angezeigt, aber ich hab's nicht gecheckt.
Und dann gut 2 Monate vor der BSP bin ich ja noch extra wöchentlich (statt monatlich) zum externen FH Training gefahren... und wir Deppen haben da halt genauso super fleißig ganz viel Situationen und Schwierigkeiten trainiert. "Langweilige" Fährte mit langen Graden? - Fehlanzeige. Hatten wir Beide nicht auf'm Zettel. ![]()
Ich denke, dadurch haben wir den Hund vor der Prüfung noch viel intensiver an genau dieses Bild gewöhnt, dass ständig was passiert. Drum ist's mir bei der BSP so viel mehr auf die Füße gefallen, als noch im November.
Ich fühle mich grade so dumm... aber auch so gut!
Ich hab' echt immerwieder aufs neue gegrübelt und Sachen ausgetestet, die ich dann aber als Ursache ausschließen konnte.
Jetzt bin ich endlich drauf gekommen - die letzten 4 Trainingsfährten habe ich entsprechend der neuen Theorie gestaltet und die haben das "Problem" dann zu Tage gefördert.
ich freue mich, dass ich endlich drauf gekommen bin... den Hund da wieder zu entwöhnen ist ja eigentlich keine große Sache, man muss es nur TUN. ![]()
Fleißig ist er ja...
Ich starte jetzt also voll motiviert mit einem neuen FH Fahrplan in den Sommer und gucke, dass wir im Herbst mal eine FH starten können, um zu schauen, ob's auch wirklich das war.
![]()